Enrique Castelar
Jungfreisinnige | 06.01
Sozialstaat & Familie
Rentenalter auf 67 Jahre erhöhen
Befürworten Sie eine Erhöhung des Rentenalters (z.B. auf 67 Jahre)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Krankenkassen-Prämienverbilligung
Soll der Staat mehr Mittel für die Krankenkassen-Prämienverbilligung zur Verfügung stellen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Im Jahr 2016 waren es bereits 2,279 Mio. Bezüger (was 27.3% der Versicherten ausmacht) deren Prämien im Durchschnitt um CHF 1891 verbilligt wurde [EDI 2018, Statistik der obl. Krankenversicherung 2016]. Dabei stellt die Herausforderung, dass es Menschen gibt, die nicht dazu in der Lage sind, Eigenverantwortung wahrzunehmen und für sich selbst zu sorgen, ein gesondertes Problem dar. Sozialpolitik darf nicht mit Gesundheitspolitik vermischt werden. Es braucht eine freie Preisbildung im Sektor.
Plafonierung der Ehepaar-Renten
Bei Ehepaaren ist die Höhe der Rente heute auf 150% der maximalen individuellen AHV-Rente begrenzt (Plafonierung). Soll diese Begrenzung abgeschafft werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Im Gegenzug sind bisherige Ehe-Boni (Beitragsprivilegien, Verwittwetenrenten und -zuschläge) in der AHV zu reduzieren oder abzuschaffen.
BVG-Renten senken
Im Rahmen der BVG-Reform sollen die Renten gekürzt werden (Senkung Mindestumwandlungssatz von 6.8% auf 6%). Befürworten Sie diese Massnahme?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Heute kann die Politik den Umwandlungs- und Mindestzinssatz festlegen. Das ist falsch, denn beide Werte hängen von externen Faktoren wie der Lebenserwartung nach der Pensionierung und der Rendite am Kapitalmarkt ab. Dadurch kommt es immer mehr zu einer systemfremden Umlage von den Aktiven an die Passiven. Umwandlungs- und Mindestzinssatz sind nach dem Liechtensteiner-Modell zu entpolitisieren.
Elternzeit ausbauen
Soll die bezahlte Elternzeit von heute 14 Wochen Mutterschafts- und zwei Wochen Vaterschaftsurlaub ausgebaut werden? [BePart-Frage]
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ich fordere die Einführung einer Elternzeit von 16 Wochen, welche unter den Paaren frei aufgeteilt werden kann. Diese 16 Wochen ersetzen die bereits bestehenden 14 Wochen Mutterschaftsurlaub und die 2 Wochen Vaterschaftsurlaub. Finanziert soll dies, wie bis anhin, über die Erwerbsersatzordnung werden. Massgebend für die Berechtigung des Bezugs soll der Umstand sein, dass die Personen eine Erziehungsfunktion wahrnehmen. Die Elternzeit kann während einem Jahr flexibel bezogen werden.
Gemeinnützigen Wohnungsbau stärker fördern
Soll der Bund den gemeinnützigen Wohnungsbau finanziell stärker fördern? [BePart-Frage]
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Jeder braucht ein Zuhause. Doch der "soziale Wohnungsbau" ist nicht wirklich "sozial". Indem er den Preis aufgrund des ausgeweiteten Angebots künstlich drückt, wird der Wohnungsbau für Private unprofitabler und das Angebot fällt noch weiter. Zudem profitieren oft die Falschen. Eine Studie der Stadtentwicklung Zürich im 2014 zeigte, dass die reichsten 40% über ein Drittel der Genossenschaftswohnungen in ZH besitzen. Mittelständische Vermögen bis CHF 200 000 sind ebenfalls überrepräsentiert.
Gesundheit
Impfpflicht für Kinder einführen
Soll für Kinder eine Impfpflicht gemäss dem Schweizerischen Impfplan eingeführt werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ich plädiere für Selbstbestimmung und Eigenverantwortung. Darüber hinaus ist das Prinzip der informierten Zustimmung ein fundamentaler Bestandteil der medizinischen Ethik. Jede Person sollte das Recht haben, eine Behandlung ab- oder anzunehmen, nachdem er alle relevanten Informationen erhalten hat. Jede Form von Impfpflicht untergräbt dieses Grundprinzip.
Zuckersteuer einführen
Befürworten Sie die Einführung einer Abgabe auf zuckerhaltige Lebensmittel (Zuckersteuer)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Essen ist persönlich und individuell. Wir brauchen keinen Nanny-Staat, der unsere Gewohnheiten reguliert. Stattdessen sollten wir informierte Entscheidungen fördern und Menschen Zugang zu Ressourcen geben, um eigenverantwortlich zu handeln.
Beteiligung an Gesundheitskosten
Sollen sich die Versicherten stärker an den Gesundheitskosten beteiligen (z.B. Erhöhung der Mindestfranchise)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die heutige Wachstumsrate der Gesundheitskosten, insbesondere der gemeinschaftlich finanzierten Leistungen, sind nicht nur die Folge der demografischen Entwicklung und des medizinischen Fortschritts, sondern werden wesentlich durch die Art der Finanzierung verursacht. Eine einkommensabhängige Franchise fordert dagegen Eigenverantwortung jedes Einzelnen, und zwar im für alle gleichen prozentualen Anteil des Einkommens.
Bundesrats-Kompetenzen bei Pandemien begrenzen
Sollen in Zukunft bei Pandemien die Möglichkeiten des Bundesrats zur Einschränkung des Privat- und Wirtschaftslebens stärker begrenzt werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Es gilt in erster Linie die Rolle des Parlaments zu stärken. Man muss wissen: In ausserordentlichen Notlagen hat der Bundesrat immer die Möglichkeit Notrecht anzuwenden.
Bundeskompetenz zur nationalen Spitalplanung
Soll der Bund die Kompetenz zur Festlegung des Spitalangebots erhalten (nationale Spitalplanung bzgl. Standorte und Leistungsangebot)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Es braucht keine weitere Zentralisierung und Verstaatlichung im Gesundheitssektor. Im Gegenteil benötigt es dringend eine Öffnung des Marktes. Die Pflicht zur stationären medizinischen Versorgung durch die Kantone führt zu Rollenkonflikten als Betreiber/Eigentümer von Spitälern. Mögliche Lösung: Versorgungsauftrag an Krankenversicherer übertragen. Vertragsfreiheit für Leistungserbringer in allen Bereichen der medizinischen Versorgung einführen.
Bildung
Integrative Schule
Gemäss dem Konzept der integrativen Schule werden Kinder mit Lernschwierigkeiten oder Behinderungen in regulären Schulklassen unterrichtet. Befürworten Sie dies?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
In der Praxis stösst das Konzept an seine Grenzen, da überlastete und unzureichend geschulte Lehrkräfte nicht angemessen auf die individuellen Bedürfnisse der Schüler eingehen können. Dies resultiert in höheren Kosten ohne zusätzlichen Nutzen.
Anforderungen an gymnasiale Maturität erhöhen
Soll der Bund die Anforderungen an die gymnasiale Maturität erhöhen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Es gibt keinen Königsweg in der Bildungskarriere, da sowohl akademische als auch berufliche Bildungswege gleichwertig sind. Es sollte unterlassen werden, die akademische Bildung noch weiter auszubauen und die Maturitätsquote weiter zu erhöhen. Die Schweiz ist auch aufgrund ihres dualen Ausbildungssystems mit Berufslehren und Fachhochschulen erfolgreich. Um die Attraktivität der Berufsbildung zu erhalten, ist daher die höhere Berufsbildung zu stärken.
Gleiche Bildungschancen
Soll sich der Staat stärker für gleiche Bildungschancen einsetzen (z.B. mit Förderunterricht-Gutscheinen für Schüler/-innen aus Familien mit geringem Einkommen)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Diese Frage/Erläuterung ist irreführend, da sie impliziert, dass ohne staatliche Förderung (im monetären Sinn) keine gleichen Bildungschancen bestehen. Gleich wie in der Gesundheitspolitik sollte Bildungspolitik keine Sozialpolitik sein. Auch hier verzerren Subventionen das Marktgeschehen und verunmöglichen, dass die Menschen ihre Mittel entsprechend ihrer Präferenzen verwenden können. Effektiver ist eine wettbewerbsorientierte Bildungspolitik, mit Online-Kursen oder alternative Bildungsmodelle.
Migration & Integration
Anforderungen für Einbürgerungen lockern
Sollen die Anforderungen für Einbürgerungen gelockert werden (z.B. kürzere Wohnsitzfrist)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Diese Frage vermischt die Themen "Integrationsanforderungen" und "Integrationsverfahren". Wer die Integrationsanforderungen erfüllt, soll sich einbürgern lassen dürfen. Dies sollte unabhängig von einer Wohnsitzfrist (Integrationsverfahren) möglich sein, da die Person schliesslich den Anforderungen entspricht. Wiederum lehne ich eine Lockerung der Integrationsanforderungen ab. Es gibt kein Recht auf Einbürgerung.
Drittstaatenkontingent für Arbeitskräfte erhöhen
Sollen mehr qualifizierte Arbeitskräfte aus Nicht-EU/EFTA-Staaten in der Schweiz arbeiten dürfen (Erhöhung Drittstaatenkontingent)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die flexible Kontingentierung von Arbeitskräften aus Drittstaaten sollte beibehalten werden, um die Einwanderung zu steuern und den Bedarf der Wirtschaft zu decken. Ende Oktober 2022 waren die Drittstaatenkontingente zu 75%(B) und 68%(L) ausgelastet. Dabei ist zu beachten, dass die Ausschöpfungsquote bei den separaten UK-Kontingenten lediglich bei 26%(B) und 21%(L) lag. Angesichts des Fachkräftemangels sollten die aktuellen Kontingente (primär für UK) effektiver genutzt, statt erweitert werden.
Asylverfahren ausserhalb Europas
Befürworten Sie Bestrebungen, Asylsuchende während des Asylverfahrens in Zentren ausserhalb Europas unterzubringen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ich begrüsse die EU-Bestrebungen, welche an der Schengen-Aussengrenze vereinfachte Verfahren für asylsuchende Menschen aus sicheren Drittstaaten einführen wollen.
Stimm- und Wahlrecht für Ausländer/-innen
Sollen Ausländer/-innen, die seit mindestens zehn Jahren in der Schweiz leben, das Stimm- und Wahlrecht auf Gemeindeebene erhalten?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Wer mitbestimmen will, soll sich einbürgern lassen.
Gesellschaft & Ethik
Cannabis-Konsum legalisieren
Soll der Konsum von Cannabis legalisiert werden? [BePart-Frage]
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Eine Legalisierung ist die effizienteste Bekämpfung von Schwarzmärkten, da sich so normale Märkte an deren Stelle entfalten können. Dadurch verbessert sich die Lage der Konsumenten massiv. Eine Qualitätssicherung der Produkte wird ermöglicht. Man muss beim Kauf keine Gefahren mehr eingehen und kann mithilfe von rechtlichen Möglichkeiten gegen rechtswidrige Verkäufer vorgehen.
Direkte aktive Sterbehilfe
Würden Sie es befürworten, wenn in der Schweiz die direkte aktive Sterbehilfe durch Ärztinnen und Ärzte straffrei möglich wäre?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
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Drittes amtliches Geschlecht einführen
Soll neben "weiblich" und "männlich" ein drittes amtliches Geschlecht eingeführt werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Einführung eines offiziellen dritten Geschlechts ist reine Symbolpolitik. Konsequenter wäre es, eine durchgängige rechtliche Gleichstellung von Frau und Mann zu erreichen und die Irrelevanz des Geschlechts als Kategorie oder Merkmal zu anerkennen.
Gleichstellung zwischen geschlechtlichen und heterosexuellen Paare
Finden Sie es richtig, dass gleichgeschlechtliche Paare in allen Bereichen heterosexuellen Paaren gleichgestellt sind?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Der Zugang zur Leihmutterschaft, Samenspende und In-vitro-Fertilisation soll für alle Personen legal zugänglich gemacht werden. Bei der Geburt des Kindes soll die Partnerin oder der Partner automatisch als Elternteil anerkannt werden, sofern nichts anderes vereinbart wurde. Zudem sollen die Anforderungen bei der Stammzellenforschung gelockert werden.
Finanzen & Steuern
Steuern auf Bundesebene senken
Befürworten Sie Steuersenkungen auf Bundesebene in den nächsten vier Jahren?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
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Ehepaare einzeln besteuern
Sollen Ehepaare getrennt als Einzelpersonen besteuert werden (Individualbesteuerung)? [BePart-Frage]
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Aufgrund der steigenden Steuerprogression und der gemeinsamen Besteuerung des Einkommens von Ehepaaren ist es unattraktiv, dass beide Vollzeit arbeiten. Dies trifft Frauen tendenziell stärker, besonders nach der Geburt, sodass diese beruflich zurückstecken, was sich wiederum im Lohnunterschied zwischen den beiden Geschlechtern niederschlägt.
Nationale Erbschaftssteuer einführen
Würden Sie die Einführung einer nationalen Erbschaftssteuer auf alle Erbschaften von über einer Million Franken befürworten? [BePart-Frage]
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Entscheidend für die wahrgenommene Gerechtigkeit und den sozialen Frieden in einer Gesellschaft sind nicht die Einkommens- und Vermögensgleichheit, sondern die soziale Mobilität: Gibt es die Möglichkeit des beruflichen Aufstiegs bei guten Leistungen und gewinnbringenden Ideen? Die soziale Durchlässigkeit wäre in einem wahrhaft freien Markt gegeben. Nein zur "sozialen Gleichheit", Ja zur sozialen Durchlässigkeit.
Finanzausgleich zwischen Kantonen verstärken
Sollen die Unterschiede zwischen finanzstarken und -schwachen Kantonen durch den Finanzausgleich stärker verringert werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Bereits heute werden jedes Jahr über 5,5 Milliarden Franken im Finanzausgleich umverteilt.
Wirtschaft & Arbeit
Nationaler Mindestlohn von CHF 4’000 einführen
Befürworten Sie die Einführung eines für alle Arbeitnehmenden gültigen Mindestlohnes von mindestens CHF 4'000 für eine Vollzeitstelle?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Mindestlöhne führen dazu, dass Unternehmen bestimmte Gruppen mit fehlenden Kompetenzen nicht mehr einstellen. Dies betrifft vor allem Jugendliche, Flüchtlinge, Einsteiger oder Mütter. Politische Interventionen in den Arbeitsmarkt können somit unerwünschte Folgen haben und die Beschäftigungschancen und soziale Mobilität beeinträchtigen. Ökonomische Gesetze sollten nicht durch politische Bestimmungen verdrängt werden, da dies problematische Nebenwirkungen haben kann.
Finanzsektor strenger regulieren
Befürworten Sie strengere Regulierungen für den Finanzsektor (z.B. strengere Eigenkapitalvorschriften für Banken, Bonusverbot)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Credit Suisse Tragödie zeigte, dass die bestehende Regulierung angepasst werden muss. Systemrelevante Banken müssen ihre besondere Verantwortung gegenüber der Gesellschaft endlich wahrnehmen. Dazu braucht es eine schlanke, aber strenge Bankregulierung. Ausserdem müssen Manager von systemrelevanten Banken straf- und zivilrechtlich stärker in die Verantwortung genommen werden. Jedoch gehören noch viele weitere Unternehmen dem Finanzsektor an, welche ihre Verantwortung derzeit wahrnehmen.
Strommarkt vollständig liberalisieren
Sollen Privathaushalte ihren Stromanbieter frei wählen können (vollständige Liberalisierung des Strommarktes)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Vorschriften für den Bau von Wohnraum lockern
Sollen die Vorschriften für den Bau von Wohnraum gelockert werden (z.B. Lärmschutz, Ausnutzungsziffern)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Lohngleichheit zwischen Frauen und Männern
Befürworten Sie eine strengere Kontrolle der Lohngleichheit von Frauen und Männern?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Energie & Verkehr
Stark befahrene Autobahnabschnitte ausbauen
Sollen stark befahrene Autobahnabschnitte ausgebaut werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Wir brauchen eine leistungsfähige Infrastruktur. Dabei ist entscheidend, dass wichtige Projekte wie die BTS/OLS oder der Autobahnanschluss WILWEST endlich umgesetzt werden. Dadurch kann der Thurgau als Knotenpunkt der Vierländerregion Bodensee gestärkt werden. Eine leistungsfähige Infrastruktur ist von grosser Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung und den Erfolg der Region Ostschweiz.
Neuzulassung von Verbrennungsmotoren ab 2035 verbieten
Soll die Schweiz die Neuzulassung von Personenwagen mit Verbrennungsmotoren ab 2035 verbieten?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Klimaziele durch Anreize erreichen
Soll zur Erreichung der Klimaziele ausschliesslich auf Anreize und Zielvereinbarungen anstatt auf Verbote und Einschränkungen gesetzt werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Verbote funktionieren nicht, wie das schon mehrfach bewiesen wurde (Deutschland).
Vorschriften für erneuerbare Energien lockern
Finden Sie es richtig, dass für den Ausbau von erneuerbaren Energien die Vorschriften des Umwelt- und Landschaftsschutzes gelockert werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Neue Atomkraftwerke bauen dürfen
Sollen in der Schweiz wieder neue Atomkraftwerke gebaut werden dürfen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Technologieoffenheit ist ein liberales Prinzip.
Umfassendes Service-Public-Angebot
Soll der Staat auch in ländlichen Regionen ein umfassendes Service-Public-Angebot garantieren?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Es mag korrekt sein, dass es in Randregionen mit weniger Einwohnern eine mengenmässig geringere Nachfrage nach Medien, Post- und Verkehrs-Leistungen gibt. Doch dies bedeutet noch lange nicht, dass diese Dinge dort nicht auch profitabel auf dem freien Markt angeboten werden könnten. Schliesslich besteht auch in der Randregion eine entsprechende Nachfrage. Ausserdem ist die Auslegung des Worts "umfassend", welches in der Frage verwendet wurde, sehr subjektiv.
Progressive Stromtarife einführen
Würden Sie die Einführung steigender Strompreise bei grösserem Verbrauch befürworten (progressive Stromtarife)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Umweltschutz
Schutzbestimmungen für Grossraubtiere lockern
Befürworten Sie eine weitere Lockerung der Schutzbestimmungen für Grossraubtiere (Luchs, Wolf, Bär)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Direktzahlungen für Landwirtschaftsbetriebe
Sollen nur noch Landwirtschaftsbetriebe mit erweitertem ökologischen Leistungsnachweis Direktzahlungen erhalten?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Strengere Tierschutzregelungen für Nutztiere einführen
Befürworten Sie strengere Tierschutzregelungen für die Haltung von Nutztieren (z.B. permanenter Zugang zum Aussenbereich)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Landesfläche zur Biodiversitätssicherung zur Verfügung stellen
Soll in der Schweiz 30 Prozent der Landesfläche zur Sicherung der Biodiversität zur Verfügung stehen? [BePart-Frage]
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Entscheidender als eine abstrakte Zahl ist die Qualität der Flächen. Die Schweiz sollte sich international für die Sicherung von hochqualifizierter Biodiversitätsflächen einsetzen. Es braucht globale Bestrebungen für die Erhaltung der Ökosysteme, welche sich lokal zielführend umsetzen lassen.
Einwegplastik verbieten
Würden Sie ein Verbot von Einwegplastik und nicht-rezyklierbaren Kunststoffen befürworten? [BePart-Frage]
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Nachhaltigere Nutzung elektronischer Geräte
Befürworten Sie staatliche Massnahmen für eine nachhaltigere Nutzung von elektronischen Geräten (z.B. Recht auf Reparatur, Verlängerung der Gewährleistungsfrist, garantierte Mindestzeit für Software-Updates)? [BePart-Frage]
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ich befürworte die Kreislaufwirtschaft, jedoch unterliegt auch diese den Prinzipien von Angebot und Nachfrage. Ein Recht auf Reparatur oder Garantieleistungen kann zu Marktverzerrungen führen und langfristig die Preise erhöhen, indem das Angebot verringert wird. Dies wirkt sich besonders negativ auf einkommensschwache Schichten aus. Es ist wichtig, eine ausgewogene Balance zwischen Umweltschutz und wirtschaftlicher Effizienz zu finden, um die Vorteile der Kreislaufwirtschaft zu nutzen.
Demokratie, Medien & Digitalisierung
Mobilfunknetz (5G)
Soll das Schweizer Mobilfunknetz möglichst flächendeckend mit der neusten Technologie ausgestattet werden (aktuell 5G-Standard)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Dies ist jedoch keine Staatsaufgabe, sondern eine Aufgabe der Anbieter.
Digitalisierung staatlicher Dienstleistungen
Soll der Bund im Bereich der Digitalisierung staatlicher Dienstleistungen zusätzliche Kompetenzen erhalten, um gegenüber den Kantonen verbindliche Vorgaben und Standards durchsetzen zu können?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ich stehe für das föderale System der Schweiz ein.
Stärkere Regulierung grosser Internetplattformen
Befürworten Sie eine stärkere Regulierung grosser Internetplattformen (Transparenz-Regeln bei Algorithmen, verstärkte Haftung für Inhalte, Bekämpfung von Desinformation)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Fernseh- und Radiogebühren reduzieren
Eine Volksinitiative möchte die Fernseh- und Radiogebühren reduzieren (200 Franken pro Haushalt, Abgabenbefreiung von Unternehmen). Unterstützen Sie dieses Anliegen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Stimmrechtsalter auf 16 Jahre senken
Soll das Stimmrechtsalter auf 16 Jahre gesenkt werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Es müsste eine grundsätzliche Diskussion über das Mündigkeitsalter geführt werden, sollte ein Stimmrecht mit Alter 16 gewollt sein. Nur so können die Rechten mit den Pflichten verbunden bleiben.
Fakultatives Finanzreferendum gegen Bundesausgaben einführen
Soll gegen Ausgaben des Bundes ab einer bestimmten Höhe ein Referendum ergriffen werden können (fakultatives Finanzreferendum)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Das Finanzreferendum auf Kantonsebene hat sich als nützliches Instrument erwiesen. Es führt zu geringeren Ausgaben, Einnahmen und Defiziten im öffentlichen Sektor, verbunden mit einer bürgernäheren Politik. Bürger sind in Finanzfragen konservativer als Politiker und Parteien, da sie als Steuerzahler und Konsumenten die Kosten politischer Entscheidungen tragen. Das Finanzreferendum wirkt dabei bereits in den Parlamentsverhandlungen und dämpft eine übermässige Budgetnutzung.
Sicherheit & Armee
Armee-Sollbestand auf mindestens 120’000 Soldat/-innen ausbauen
Befürworten Sie einen Ausbau des Armee-Sollbestandes auf mindestens 120'000 Soldat/-innen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Zusammenarbeit Schweizer Armee mit NATO ausbauen
Soll die Schweizer Armee die Zusammenarbeit mit der NATO ausbauen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Eine stärkere Zusammenarbeit ist für die Sicherheit der Schweiz wichtig. Ein NATO-Beitritt ist hingegen klar abzulehnen.
Wiederausfuhr von Schweizer Waffen
Soll der Bundesrat in Fällen eines völkerrechtswidrigen Angriffskrieges (z.B. der Angriff auf die Ukraine) anderen Staaten die Wiederausfuhr von Schweizer Waffen erlauben dürfen? [BePart-Frage]
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Es braucht eine grundlegende Anpassung des Waffenexportverbots.
Automatische Gesichtserkennung im öffentlichen Raum verbieten
Soll die automatische Gesichtserkennung im öffentlichen Raum verboten werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Schengen-Abkommen kündigen und verstärkte Personenkontrollen
Soll die Schweiz das Schengen-Abkommen mit der EU kündigen und wieder verstärkte Personenkontrollen direkt an der Grenze einführen? [BePart-Frage]
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Aussenbeziehungen
Engere Beziehungen zur EU anstreben
Befürworten Sie engere Beziehungen zur Europäischen Union (EU)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Der Bilaterale Weg muss gesichert sein und an die neuen Umstände angepasst werden. Ein EU-Beitritt ist abzulehnen. Die Übernahme von neuen EU-Richtlinien muss kritisch hinterfragt werden.
Umfassendes Freihandelsabkommen mit den USA
Soll die Schweiz ein umfassendes Freihandelsabkommen (inkl. Landwirtschaft) mit den USA anstreben?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Schweiz gehört zu den grossen Gewinnerinnen der Globalisierung. Ihr Wohlstand beruht zu einem wesentlichen Teil auf dem internationalen Handel und der grenzüberschreitenden Migration. Dabei ist nicht nur der Zugang zu den ausländischen Märkten wichtig. Ebenso entscheidend ist die Offenheit des Landes für Importe. Der Zugang zu Vorleistungen und Produktionstechnologien aus aller Welt begünstigt die Schweizer Exportindustrie und ermöglicht es der Schweiz, eine hohe Wertschöpfung zu erzielen.
Einhaltung von Sozial- und Umweltstandards
Sollen Schweizer Unternehmen, deren Tochterfirmen oder Zulieferer im Ausland tätig sind, zur Einhaltung von Sozial- und Umweltstandards verpflichtet werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Solche Standards sind vor allem für unsere KMU, welche den Grossteil unserer Wirtschaft ausmachen, nicht umsetzbar. Bspw. könnte eine Gärtnerei, welche Blumen aus dem Ausland importiert, niemals einen passenden Nachweis erbringen und würden lediglich mit viel Bürokratie konfrontiert werden.
Bilaterale Verträge mit der EU kündigen
Soll die Schweiz die Bilateralen Verträge mit der EU kündigen und ein Freihandelsabkommen ohne Personenfreizügigkeit anstreben?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Der bilaterale Weg muss gesichert bleiben. Ausserdem wäre ein solches Vorgehen niemals umsetzbar, da die EU bei einer Kündigung der bilateralen Verträge bestimmt zu Repressalien greifen und eine Verhandlung eines Freihandelsabkommen blockieren würde (Stichwort Brexit).
Zu strikter Auslegung der Neutralität zurückkehren
Soll die Schweiz zu einer strikten Auslegung der Neutralität zurückkehren (weitgehender Verzicht auf wirtschaftliche Sanktionen)? [BePart-Frage]
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Statt uns über die Auslegung des Neutralitätsbegriffs zu streiten, sollten wir uns für globale Kooperation, den Austausch von Kulturen und den Frieden einsetzen. Eine vernetzte Welt erfordert einen aktiven Verzicht auf Konflikte, aber auch einen proaktiven Einsatz für eine gemeinsame Zusammenarbeit. Es ist wichtig, dass wir uns für eine offene und friedliche Welt einsetzen, in der verschiedene Kulturen respektiert und voneinander lernen können.
Werthaltungen
Staatliche Sicherheitsmassnahmen
Wie beurteilen Sie folgende Aussage: "Wer sich nichts zuschulden kommen lässt, hat von staatlichen Sicherheitsmassnahmen nichts zu befürchten."
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Freie Marktwirtschaft
Wie beurteilen Sie folgende Aussage: "Von einer freien Marktwirtschaft profitieren langfristig alle."
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Einkommens- und Vermögensunterschiede ausgleichen
Wie beurteilen Sie folgende Aussage: "Es ist notwendig, dass der Staat durch Umverteilung die Einkommens- und Vermögensunterschiede ausgleicht."
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Elternteil Vollzeit zu Hause
Wie beurteilen Sie folgende Aussage: "Für ein Kind ist es am besten, wenn ein Elternteil Vollzeit für die Kinderbetreuung zu Hause bleibt."
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Digitalisierung bietet mehr Chancen als Risiken
Wie beurteilen Sie folgende Aussage: "Die fortschreitende Digitalisierung bietet mehr Chancen als Risiken."
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Die Bestrafung Krimineller
Wie beurteilen Sie folgende Aussage: "Die Bestrafung Krimineller ist wichtiger als deren Wiedereingliederung in die Gesellschaft."
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Stärkerer Umweltschutz
Wie beurteilen Sie folgende Aussage: "Ein stärkerer Umweltschutz ist notwendig, auch wenn er zu Lasten des Wirtschaftswachstums durchgesetzt werden muss."
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Bundesbudget
Soziale Wohlfahrt: mehr/weniger ausgeben
Soll der Bund im Bereich "Soziale Wohlfahrt" mehr oder weniger ausgeben?
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Bildung und Forschung: mehr/weniger ausgeben
Soll der Bund im Bereich "Bildung und Forschung" mehr oder weniger ausgeben?
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Landwirtschaft: mehr/weniger ausgeben
Soll der Bund im Bereich "Landwirtschaft" mehr oder weniger ausgeben?
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Öffentlicher Verkehr: mehr/weniger ausgeben
Soll der Bund im Bereich "Öffentlicher Verkehr" mehr oder weniger ausgeben?
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Strassenverkehr (motorisierter Individualverkehr): mehr/weniger ausgeben
Soll der Bund im Bereich "Strassenverkehr (motorisierter Individualverkehr)" mehr oder weniger ausgeben?
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Öffentliche Sicherheit: mehr/weniger ausgeben
Soll der Bund im Bereich "Öffentliche Sicherheit" mehr oder weniger ausgeben?
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Landesverteidigung: mehr/weniger ausgeben
Soll der Bund im Bereich "Landesverteidigung" mehr oder weniger ausgeben?
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Entwicklungszusammenarbeit: mehr/weniger ausgeben
Soll der Bund im Bereich "Entwicklungszusammenarbeit" mehr oder weniger ausgeben?
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Kommentar
Eigentlich ist das Prinzip sehr simpel: Weil die Lebenserwartung steigt, kann das Rentenalter nicht einfach eine fixierte Zahl bleiben. Es braucht eine Koppelung des Rentenalters an die Lebenserwartung (renten-sichern.ch).