Beat Walti
FDP.Die Liberalen | 05.02 | Bisher | Gewählt
Sozialstaat & Familie
Rentenalter auf 67 Jahre erhöhen
Befürworten Sie eine Erhöhung des Rentenalters (z.B. auf 67 Jahre)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Krankenkassen-Prämienverbilligung
Soll der Staat mehr Mittel für die Krankenkassen-Prämienverbilligung zur Verfügung stellen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Kantone sollten die Verteilung besser steuern, damit die Unterstützung bei den wirklich Bedürftigen ankommt.
Plafonierung der Ehepaar-Renten
Bei Ehepaaren ist die Höhe der Rente heute auf 150% der maximalen individuellen AHV-Rente begrenzt (Plafonierung). Soll diese Begrenzung abgeschafft werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die AHV sollte zivilstandsneutral ausgestaltet werden (d.h. weder Ehe-Malus noch -Bonus).
BVG-Renten senken
Im Rahmen der BVG-Reform sollen die Renten gekürzt werden (Senkung Mindestumwandlungssatz von 6.8% auf 6%). Befürworten Sie diese Massnahme?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Der Umwandlungssatz muss sich an der statistischen Lebenserwartung orientieren: Wenn der Umwandlungssatz zu hoch ist, werden die BVG-Sparkonten der jüngeren Versicherten "geplündert" - und das ist ungerecht.
Elternzeit ausbauen
Soll die bezahlte Elternzeit von heute 14 Wochen Mutterschafts- und zwei Wochen Vaterschaftsurlaub ausgebaut werden? [BePart-Frage]
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Bedürfnisse der Eltern sind so unterschiedlich wie die Möglichkeiten der Unternehmen. Sozialpartnerschaftliche Lösungen und eine Flexibilisierung der Ansprüche von Müttern und Vätern sind anzustreben.
Gemeinnützigen Wohnungsbau stärker fördern
Soll der Bund den gemeinnützigen Wohnungsbau finanziell stärker fördern? [BePart-Frage]
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Über den bestehenden "fonds de roulement" (des Bundes) hinaus sollen Kantone und Gemeinden die geeigneten Instrumente schaffen. Grundsätzlich muss ein Wechsel von der Objektfinanzierung (Subventionierung bestimmter Wohnungen) zur Subjekthilfe angestrebt werden (Miet-Zuschüsse für Menschen, die sich keine angemessene Wohnung leisten können). Das verbessert die soziale Durchmischung in Quartieren, reduziert Streuverluste und Ungerechtigkeiten der heutigen Zuteilungssysteme.
Gesundheit
Impfpflicht für Kinder einführen
Soll für Kinder eine Impfpflicht gemäss dem Schweizerischen Impfplan eingeführt werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Impfen ist gut und wichtig. Mit Aufklärung und Überzeugungsarbeit werden aber die Ziele wirkungsvoller erreicht.
Zuckersteuer einführen
Befürworten Sie die Einführung einer Abgabe auf zuckerhaltige Lebensmittel (Zuckersteuer)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Was auf den Tisch kommt, resp. konsumiert wird, ist ein persönlicher Entscheid. Heute weiss jeder Mensch nach der obigatorischen Schulzeit, dass einseitiger und / oder übertriebener Konsum (nicht nur von Zucker) ungesund ist. Alles weitere ist Bevormundung. Die Menschen sollen aber auch die Konsequenzen ihrer Entscheide selber tragen.
Beteiligung an Gesundheitskosten
Sollen sich die Versicherten stärker an den Gesundheitskosten beteiligen (z.B. Erhöhung der Mindestfranchise)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Kostenbeteiligung führt zu mehr Gesundheitsbewusstsein und Eigenverantwortung. Härten müssen mit gezielter Hilfe abgefedert werden, nicht mit der Giesskanne und Obligatorien für alle.
Bundesrats-Kompetenzen bei Pandemien begrenzen
Sollen in Zukunft bei Pandemien die Möglichkeiten des Bundesrats zur Einschränkung des Privat- und Wirtschaftslebens stärker begrenzt werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Massnahmen müssen immer verhältnismässig sein. Wenn die Entscheidgrundlagen bei einer neuen Pandemie fehlen, muss der Bundesrat handeln können (Notrecht), das Parlament ist aber rechtzeitig und wirkungsvoll einzubinden. Auch die Abstimmung mit den Kantonen muss verbessert werden.
Bundeskompetenz zur nationalen Spitalplanung
Soll der Bund die Kompetenz zur Festlegung des Spitalangebots erhalten (nationale Spitalplanung bzgl. Standorte und Leistungsangebot)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Kantone sind in der Pflicht, das Spitalangebot (von öffentlichen und privaten Trägern) über ihre Grenzen hinaus zu koordinieren. Dabei braucht es weniger Planung, aber mehr Qualitäts- und auch Preiswettbewerb. Dazu muss die heutige Mehrfachrolle der Kantone in der Gesundheitsversorgung (Regulator, Aufsicht, Spitaleigentümer, Mit-Finanzierer) beendet werden.
Bildung
Integrative Schule
Gemäss dem Konzept der integrativen Schule werden Kinder mit Lernschwierigkeiten oder Behinderungen in regulären Schulklassen unterrichtet. Befürworten Sie dies?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die gesellschaftliche Integration ist eine zentrale Zielsetzung. Praktisch überfordert das System aber viele Lehrpersonen, weil nicht genügend Zeit und Ressourcen zur Verfügung stehen. Auf besondere Bedürfnisse kann dann zuwenig eingegangen werden; darunter leiden dann wieder - v.a. - die lernschwachen SchülerInnen.
Anforderungen an gymnasiale Maturität erhöhen
Soll der Bund die Anforderungen an die gymnasiale Maturität erhöhen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Auf jeden Fall muss das Niveau gehalten werden. Mit der dualen Bildung (Berufslehre, Fachhochschulen, Durchlässigkeit auch in der tertiären Stufe) hat die Schweiz ein erfolgreiches und zukunftsfähiges System.
Gleiche Bildungschancen
Soll sich der Staat stärker für gleiche Bildungschancen einsetzen (z.B. mit Förderunterricht-Gutscheinen für Schüler/-innen aus Familien mit geringem Einkommen)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Es ist im gesamtgesellschaftlichen Interesse, dass alle Menschen ihr Potential voll ausschöpfen können. Dies darf keine Frage des Geldes/des Einkommens sein. Grundsätzlich ist es auch die Aufgabe der Volksschule, Eltern und Schüler aufzuklären und zu motivieren.
Migration & Integration
Anforderungen für Einbürgerungen lockern
Sollen die Anforderungen für Einbürgerungen gelockert werden (z.B. kürzere Wohnsitzfrist)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Allenfalls bei Ausländern der 2. und 3. Generation. Bei den Integrationsanforderungen sollen aber keine Abstriche gemacht werden.
Drittstaatenkontingent für Arbeitskräfte erhöhen
Sollen mehr qualifizierte Arbeitskräfte aus Nicht-EU/EFTA-Staaten in der Schweiz arbeiten dürfen (Erhöhung Drittstaatenkontingent)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
In erster Linie müssen die Verfahren vereinfacht und zwischen den Kantonen besser abgestimmt werden (Ausschöpfung der Kontingente).
Asylverfahren ausserhalb Europas
Befürworten Sie Bestrebungen, Asylsuchende während des Asylverfahrens in Zentren ausserhalb Europas unterzubringen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
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Kommentar
Im abgestimmten Verfahren an den Aussengrenzen des Schengen-Raumes (z.B. vereinfachte Verfahren für Asylsuchende aus sicheren Drittstaaten).
Stimm- und Wahlrecht für Ausländer/-innen
Sollen Ausländer/-innen, die seit mindestens zehn Jahren in der Schweiz leben, das Stimm- und Wahlrecht auf Gemeindeebene erhalten?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Stimm- und Wahlrecht ist Teil des Bürgerrechts, mit all seinen Rechten und Pflichten (z.B. Militär-/Zivildienst). Im föderalistischen System können Gemeinde-, Kantons- und Bundesebene auch nicht einfach getrennt werden, es gibt vielfältige Abhängigkeiten über alle Staatsebenen hinweg, was die Konsequenz von Entscheiden angeht.
Gesellschaft & Ethik
Cannabis-Konsum legalisieren
Soll der Konsum von Cannabis legalisiert werden? [BePart-Frage]
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Jugendschutz ist entscheidend (Verbot mit Mindestalter; Aufklärung). Erwachsene können selber entscheiden und müssen die Konsequenzen abwägen.
Direkte aktive Sterbehilfe
Würden Sie es befürworten, wenn in der Schweiz die direkte aktive Sterbehilfe durch Ärztinnen und Ärzte straffrei möglich wäre?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Drittes amtliches Geschlecht einführen
Soll neben "weiblich" und "männlich" ein drittes amtliches Geschlecht eingeführt werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Möglichst viele Lebensbereiche sollten in der Rechtsordnung geschlechtsneutral ausgestaltet sein.
Gleichstellung zwischen geschlechtlichen und heterosexuellen Paare
Finden Sie es richtig, dass gleichgeschlechtliche Paare in allen Bereichen heterosexuellen Paaren gleichgestellt sind?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
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Finanzen & Steuern
Steuern auf Bundesebene senken
Befürworten Sie Steuersenkungen auf Bundesebene in den nächsten vier Jahren?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Staatskasse kann nur gefüllt werden, wenn die Schweiz dank einer massvollen Steuer- und Abgabenlast im internationalen Standortwettbewerb attraktiv bleibt; 3% der SteuerzahlerInnen leisten 40% der Steuern, bei den Unternehmen ist es noch krasser; sie dürfen wir nicht verlieren.
Ehepaare einzeln besteuern
Sollen Ehepaare getrennt als Einzelpersonen besteuert werden (Individualbesteuerung)? [BePart-Frage]
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
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Kommentar
Das Steuersystem sollte grundsätzlich zivilstandsunabhängig ausgestaltet sein. Schwierig ist die Umstellung, weil es wegen der starken Progression bei jeder Lösung Gewinner und Verlierer gibt.
Nationale Erbschaftssteuer einführen
Würden Sie die Einführung einer nationalen Erbschaftssteuer auf alle Erbschaften von über einer Million Franken befürworten? [BePart-Frage]
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Nein - mit den (kantonalen) Vermögenssteuern werden bereits heute über eine Generation ca. 25% abgeschöpft.
Finanzausgleich zwischen Kantonen verstärken
Sollen die Unterschiede zwischen finanzstarken und -schwachen Kantonen durch den Finanzausgleich stärker verringert werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Unterschiede können nur durch gezielte Massnahmen der Kantone zur Attraktivitätssteigerung verringert werden (z.B. Rahmenbedingungen für Firmen). Der Föderalismus funktioniert längerfristig nur, wenn die Kantone ihre Aufgaben und Ausgaben weitgehend aus eigener Kraft stemmen können. Strukturelle Unterschiede werden schon heute genügend ausgeglichen.
Wirtschaft & Arbeit
Nationaler Mindestlohn von CHF 4’000 einführen
Befürworten Sie die Einführung eines für alle Arbeitnehmenden gültigen Mindestlohnes von mindestens CHF 4'000 für eine Vollzeitstelle?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Löhne sind Verhandlungssache zwischen ArbeitnehmerIn und ArbeitgeberIn, allenfalls der Sozialpartner (Branchenverbände, Gewerkschaften). Mindestlöhne gefährden Jobs v.a. für wenig qualifizierte Arbeitnehmende und vergrössern ihre Abhängigkeit von Sozialleistungen.
Finanzsektor strenger regulieren
Befürworten Sie strengere Regulierungen für den Finanzsektor (z.B. strengere Eigenkapitalvorschriften für Banken, Bonusverbot)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
V.a. muss auch der Vollzug der bestehenden Regulierungen und die internationale Abstimmung (gleich lange Spiesse) verbessert werden. Aufsichtsbehörden brauchen Fähigkeiten und Kompetenzen, bei Bedarf zeitgerecht einschreiten zu können (z.B. wenn die Entlöhnungssysteme ein schädliches Risikoverhalten zur Folge haben).
Strommarkt vollständig liberalisieren
Sollen Privathaushalte ihren Stromanbieter frei wählen können (vollständige Liberalisierung des Strommarktes)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Über Zeit führt mehr Wettbewerb zu besseren Angeboten und tieferen Preisen. Mit Einkaufsgemeinschaften kann die Berechenbarkeit sichergestellt werden.
Vorschriften für den Bau von Wohnraum lockern
Sollen die Vorschriften für den Bau von Wohnraum gelockert werden (z.B. Lärmschutz, Ausnutzungsziffern)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
V.a. müssen Verfahrensdauern verkürzt werden (Baubewilligungen, Einsprachen/Rechtsmittelverfahren)
Lohngleichheit zwischen Frauen und Männern
Befürworten Sie eine strengere Kontrolle der Lohngleichheit von Frauen und Männern?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Gleicher Lohn für gleiche Arbeit sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Die Verknappung von Arbeitskräften (Demografie!) wird das massiv unterstützen. Wer sich ungleich behandelt fühlt, soll das beim Arbeitgeber/Vorgesetzten zur Sprache bringen. Auch die Sozialpartner spielen eine wichtige Rolle bei der Durchsetzung.
Energie & Verkehr
Stark befahrene Autobahnabschnitte ausbauen
Sollen stark befahrene Autobahnabschnitte ausgebaut werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Es sollten v.a. die Lücken im Nationalstrassennetz geschlossen werden, es darf keine "Engpässe" geben; d.h. die Kapazitäten müssen gut abgestimmt sein.
Neuzulassung von Verbrennungsmotoren ab 2035 verbieten
Soll die Schweiz die Neuzulassung von Personenwagen mit Verbrennungsmotoren ab 2035 verbieten?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Elektromobilität wird sich wegen ihrer Vorteile durchsetzen, Verbote braucht es dazu nicht. In bestimmten Situationen gibt es auch weiterhin gute Gründe für Pw mit Verbrennungsmotoren. Die Zulassungsvorschriften müssen mit dem umliegenden Ausland abgestimmt sein.
Klimaziele durch Anreize erreichen
Soll zur Erreichung der Klimaziele ausschliesslich auf Anreize und Zielvereinbarungen anstatt auf Verbote und Einschränkungen gesetzt werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
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Vorschriften für erneuerbare Energien lockern
Finden Sie es richtig, dass für den Ausbau von erneuerbaren Energien die Vorschriften des Umwelt- und Landschaftsschutzes gelockert werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
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Neue Atomkraftwerke bauen dürfen
Sollen in der Schweiz wieder neue Atomkraftwerke gebaut werden dürfen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Der Abschied von Öl und Gas bedeutet Elektrifizierung. Dafür braucht es einen massiven Ausbau von Erneuerbaren (PV, Wind; Wasserstoff), aber auch die nötige Bandenergie für stabile Netze. Wenn wirtschaftlich interessant (Produktionskosten), soll diese langfristig auch von Atomkraftwerken der neuesten Generation kommen können (Technologieoffenheit).
Umfassendes Service-Public-Angebot
Soll der Staat auch in ländlichen Regionen ein umfassendes Service-Public-Angebot garantieren?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Eine funktionierende Grundversorgung ist nötig. Unklar ist, was "umfassend" heisst.
Progressive Stromtarife einführen
Würden Sie die Einführung steigender Strompreise bei grösserem Verbrauch befürworten (progressive Stromtarife)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Nur bei gleichzeitigen Kompensationsmassnahmen insbesondere für energieintensive Branchen/Betriebe, weil sonst die Industrie unter Druck geraten würde (Arbeitsplatzverluste; Kompetenzverlagerung ins Ausland; Deindustrialisierung).
Umweltschutz
Schutzbestimmungen für Grossraubtiere lockern
Befürworten Sie eine weitere Lockerung der Schutzbestimmungen für Grossraubtiere (Luchs, Wolf, Bär)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Direktzahlungen für Landwirtschaftsbetriebe
Sollen nur noch Landwirtschaftsbetriebe mit erweitertem ökologischen Leistungsnachweis Direktzahlungen erhalten?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die ÖLN Anforderungen sind - zurecht - bereits hoch. Bei einer weiteren deutlichen Verschärfung steigt das Risiko, dass mehr Betriebe aus dem System "aussteigen", d.h. die Produktion ohne Rücksicht auf ÖLN maximieren und auf Direktzahlungen verzichten.
Strengere Tierschutzregelungen für Nutztiere einführen
Befürworten Sie strengere Tierschutzregelungen für die Haltung von Nutztieren (z.B. permanenter Zugang zum Aussenbereich)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Der Tierschutz liegt bereits heute auf hohem Niveau, allgemeine Verschärfungen der Vorschriften behindern die Differenzierung von Produkten. Hohe Standards werden auch von immer mehr KonsumentInnen verlangt.
Landesfläche zur Biodiversitätssicherung zur Verfügung stellen
Soll in der Schweiz 30 Prozent der Landesfläche zur Sicherung der Biodiversität zur Verfügung stehen? [BePart-Frage]
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Schweiz hat grosse Flächen, die sich z.B. für die landwirtschaftliche Produktion nicht eignen. Diese müssen angerechnet werden können. Die Qualität der Massnahmen ist aber ebenso wichtig wie die exakte Menge resp. Grösse der Flächen.
Einwegplastik verbieten
Würden Sie ein Verbot von Einwegplastik und nicht-rezyklierbaren Kunststoffen befürworten? [BePart-Frage]
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Fast alle Stoffkreisläufe sind international, Massnahmen müssen deshalb mit anderen Staaten abgestimmt sein. Absolute Verbote kommen nur in Frage, wenn weniger radikale Eingriffe nicht wirken (z.B. Lenkungsmassnahmen) und feststeht, dass die Ökobilanz positiv ist.
Nachhaltigere Nutzung elektronischer Geräte
Befürworten Sie staatliche Massnahmen für eine nachhaltigere Nutzung von elektronischen Geräten (z.B. Recht auf Reparatur, Verlängerung der Gewährleistungsfrist, garantierte Mindestzeit für Software-Updates)? [BePart-Frage]
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Nur im Sinne von Rahmenbedingungen, die die Produktentwicklungen und Vertriebssysteme i.S. der Nachhaltigkeit positiv beeinflussen. Die Kosten solcher Vorgaben werden letztlich von den KonsumentInnen getragen.
Demokratie, Medien & Digitalisierung
Mobilfunknetz (5G)
Soll das Schweizer Mobilfunknetz möglichst flächendeckend mit der neusten Technologie ausgestattet werden (aktuell 5G-Standard)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Der Bund muss durch die Verordnung die nötigen Grundlagen schaffen. Die Netzbetreiber implementieren den 5G Standard.
Digitalisierung staatlicher Dienstleistungen
Soll der Bund im Bereich der Digitalisierung staatlicher Dienstleistungen zusätzliche Kompetenzen erhalten, um gegenüber den Kantonen verbindliche Vorgaben und Standards durchsetzen zu können?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Bei digitalen Systemen spielt die Grösse eine entscheidende Rolle (Qualität, Kosten). Ein Flickenteppich dezentraler Festlegungen schafft keinen Mehrwert (s. z.B. elektronisches Patientendossier, EPD).
Stärkere Regulierung grosser Internetplattformen
Befürworten Sie eine stärkere Regulierung grosser Internetplattformen (Transparenz-Regeln bei Algorithmen, verstärkte Haftung für Inhalte, Bekämpfung von Desinformation)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Intransparenz kann im Oligopol (wenige dominante Anbieter) allerdings den Wettbewerb zusätzlich behindern. Das ist volkswirtschaftlich schädlich.
Fernseh- und Radiogebühren reduzieren
Eine Volksinitiative möchte die Fernseh- und Radiogebühren reduzieren (200 Franken pro Haushalt, Abgabenbefreiung von Unternehmen). Unterstützen Sie dieses Anliegen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
V.a. die Unternehmen zahlen heute viel zu viel.
Stimmrechtsalter auf 16 Jahre senken
Soll das Stimmrechtsalter auf 16 Jahre gesenkt werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Nur wenn auch das Mündigkeitsalter auf 16 Jahre gesenkt wird.
Fakultatives Finanzreferendum gegen Bundesausgaben einführen
Soll gegen Ausgaben des Bundes ab einer bestimmten Höhe ein Referendum ergriffen werden können (fakultatives Finanzreferendum)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Schuldenbremse gemäss Bundesverfassung stellt den haushälterischen Umgang mit Steuergeldern sicher. Ein Finanzreferendum würde faktisch zu einer "2. Referendumsrunde" bei Sachvorlagen führen.
Sicherheit & Armee
Armee-Sollbestand auf mindestens 120’000 Soldat/-innen ausbauen
Befürworten Sie einen Ausbau des Armee-Sollbestandes auf mindestens 120'000 Soldat/-innen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Zusammenarbeit Schweizer Armee mit NATO ausbauen
Soll die Schweizer Armee die Zusammenarbeit mit der NATO ausbauen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Wiederausfuhr von Schweizer Waffen
Soll der Bundesrat in Fällen eines völkerrechtswidrigen Angriffskrieges (z.B. der Angriff auf die Ukraine) anderen Staaten die Wiederausfuhr von Schweizer Waffen erlauben dürfen? [BePart-Frage]
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Neutralität bedeutet nicht, dass keine Werte vertreten werden sollen. Die Verletzung von Völkerrecht muss verurteilt werden und Konsequenzen für das politische Handeln haben.
Automatische Gesichtserkennung im öffentlichen Raum verbieten
Soll die automatische Gesichtserkennung im öffentlichen Raum verboten werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Nur in gesetzlich geregelten Fällen, z.B. am Zoll/Grenzübergang, wo ohnehin Personenkontrollen stattfinden.
Schengen-Abkommen kündigen und verstärkte Personenkontrollen
Soll die Schweiz das Schengen-Abkommen mit der EU kündigen und wieder verstärkte Personenkontrollen direkt an der Grenze einführen? [BePart-Frage]
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ohne Schengen-Abkommen könnte die Sicherheit in der Schweiz kaum mehr im heutigen Rahmen gewährleistet werden; der freie Güter- und Personenverkehr würde massiv behindert. Die Schweiz würde zum 2. Asylstaat in Europa (Dublin).
Aussenbeziehungen
Engere Beziehungen zur EU anstreben
Befürworten Sie engere Beziehungen zur Europäischen Union (EU)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Sicherung und Ausbau der bilateralen Verträge. Ein Beitritt zu EU ist abzulehnen.
Umfassendes Freihandelsabkommen mit den USA
Soll die Schweiz ein umfassendes Freihandelsabkommen (inkl. Landwirtschaft) mit den USA anstreben?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
USA ist schon heute nach der EU der wichtigste Handelspartner. Für die Landwirtschaft können angemessene Sicherungsmechanismen ausgehandelt werden.
Einhaltung von Sozial- und Umweltstandards
Sollen Schweizer Unternehmen, deren Tochterfirmen oder Zulieferer im Ausland tätig sind, zur Einhaltung von Sozial- und Umweltstandards verpflichtet werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Umfassende Verantwortung für die gesamte Lieferkette ist v.a. für KMU unmöglich, die Festlegung solcher Pflichten ist unfair (woher kommen die Rohstoffe der Papiertasche, die eine Bäckerei verwendet?). Selbstverständlich müssen die Gesetze in allen Ländern eingehalten werden, in denen ein Unternehmen tätig ist.
Bilaterale Verträge mit der EU kündigen
Soll die Schweiz die Bilateralen Verträge mit der EU kündigen und ein Freihandelsabkommen ohne Personenfreizügigkeit anstreben?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Arbeitsmarktbezogene PFZ ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für Unternehmen in der Schweiz (Fachkräfte). SchweizerInnen profitieren ebenso von der Möglichkeit, unkompliziert im EU-Ausland arbeiten zu können. Ohne PFZ wäre die Einwanderung gleich gross, würde sich aber nach politischen Kriterien und nicht mehr nach den wirtschaftlichen Bedürfnissen richten.
Zu strikter Auslegung der Neutralität zurückkehren
Soll die Schweiz zu einer strikten Auslegung der Neutralität zurückkehren (weitgehender Verzicht auf wirtschaftliche Sanktionen)? [BePart-Frage]
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Neutralität ist - wie bisher - im Kontext der aktuellen Weltlage auszulegen.
Werthaltungen
Staatliche Sicherheitsmassnahmen
Wie beurteilen Sie folgende Aussage: "Wer sich nichts zuschulden kommen lässt, hat von staatlichen Sicherheitsmassnahmen nichts zu befürchten."
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Kommentar
Es gibt keine immerwährende Garantie für korrektes staatliches Handeln
Freie Marktwirtschaft
Wie beurteilen Sie folgende Aussage: "Von einer freien Marktwirtschaft profitieren langfristig alle."
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Einkommens- und Vermögensunterschiede ausgleichen
Wie beurteilen Sie folgende Aussage: "Es ist notwendig, dass der Staat durch Umverteilung die Einkommens- und Vermögensunterschiede ausgleicht."
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Kommentar
Staatliche Leistungen sollen die Chancengerechtigkeit sicherstellen.
Elternteil Vollzeit zu Hause
Wie beurteilen Sie folgende Aussage: "Für ein Kind ist es am besten, wenn ein Elternteil Vollzeit für die Kinderbetreuung zu Hause bleibt."
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Kommentar
Familien sollen ihr passendes Betreuungsmodell selbst bestimmen.
Digitalisierung bietet mehr Chancen als Risiken
Wie beurteilen Sie folgende Aussage: "Die fortschreitende Digitalisierung bietet mehr Chancen als Risiken."
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Die Bestrafung Krimineller
Wie beurteilen Sie folgende Aussage: "Die Bestrafung Krimineller ist wichtiger als deren Wiedereingliederung in die Gesellschaft."
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Kommentar
Die Bestrafung hat auch eine präventive Wirkung in der Gesellschaft (Abschreckung). Menschen verdienen aber grundsätzlich eine 2. Chance.
Stärkerer Umweltschutz
Wie beurteilen Sie folgende Aussage: "Ein stärkerer Umweltschutz ist notwendig, auch wenn er zu Lasten des Wirtschaftswachstums durchgesetzt werden muss."
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Kommentar
Wachstum und Umweltschutz sind keine Widersprüche (s. z.B. Innovation). Nachhaltigkeit umfasst Umwelt, Wirtschaft und Soziales.
Bundesbudget
Soziale Wohlfahrt: mehr/weniger ausgeben
Soll der Bund im Bereich "Soziale Wohlfahrt" mehr oder weniger ausgeben?
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Kommentar
Die Sozialausgaben sind weit überdurchschnittlich gewachsen.
Bildung und Forschung: mehr/weniger ausgeben
Soll der Bund im Bereich "Bildung und Forschung" mehr oder weniger ausgeben?
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Kommentar
In Abstimmung mit der forschenden Wirtschaft.
Landwirtschaft: mehr/weniger ausgeben
Soll der Bund im Bereich "Landwirtschaft" mehr oder weniger ausgeben?
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Kommentar
Die Zahl der landw. Betriebe sinkt. Diese Produktivitätssteigerung muss sich auch bei den Subventionen auswirken.
Öffentlicher Verkehr: mehr/weniger ausgeben
Soll der Bund im Bereich "Öffentlicher Verkehr" mehr oder weniger ausgeben?
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Kommentar
Ausbau ist durch höhere Kostendeckung (Nutzerpreise) zu decken.
Strassenverkehr (motorisierter Individualverkehr): mehr/weniger ausgeben
Soll der Bund im Bereich "Strassenverkehr (motorisierter Individualverkehr)" mehr oder weniger ausgeben?
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Kommentar
Ausbau ist durch höhere Kostendeckung (Nutzerpreise) zu decken.
Öffentliche Sicherheit: mehr/weniger ausgeben
Soll der Bund im Bereich "Öffentliche Sicherheit" mehr oder weniger ausgeben?
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Kommentar
Für die öffentliche Sicherheit sind im wesentlichen die Kantone zuständig (z.B. Polizei, Justiz)
Landesverteidigung: mehr/weniger ausgeben
Soll der Bund im Bereich "Landesverteidigung" mehr oder weniger ausgeben?
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Kommentar
Die Einsatzfähigkeit und Weiterentwicklung der Armee ist zu gewährleisten.
Entwicklungszusammenarbeit: mehr/weniger ausgeben
Soll der Bund im Bereich "Entwicklungszusammenarbeit" mehr oder weniger ausgeben?
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Kommentar
Fokussierung und Wirkungsmessung sind zu verbessern.
Kommentar
Der stark gestiegenen Lebenserwartung (für Männer über 5 Jahre seit 2001) muss durch eine massvolle Anpassung der aktiven Erwerbszeit Rechnung getragen werden. Die AHV (im Umlageverfahren von den Aktiven für die RentnerInnen finanziert) produziert sonst enorme Defizite. Wegen der abnehmenden Zahl von Jungen/Berufseinsteigern steigt ohne Anpassung des Rentenalters auch der Arbeitskräftemangel, oder die Zuwanderung - umgekehrt werden auch ältere Arbeitnehmende im Arbeitsmarkt gute Chancen haben.