Tahir Pardhan
Die Mitte | 04.06.5
Sozialstaat, Familie & Gesundheit
Förderung gemeinnütziger Wohnungsbau
Soll der Kanton den gemeinnützigen Wohnungsbau finanziell stärker fördern (z.B. finanzielle Unterstützung von Wohnbaugenossenschaften)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Ergänzungsleistungen für Familien
Sollen im Kanton Bern Ergänzungsleistungen für Familien mit tiefem Einkommen eingeführt werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Neue Instrumente zur Unterstützung sind kritisch zu würdigen, da die Finanzierung zuerst sichergestellt sein muss. Aus diesem Grund sind bestehende Gefässe zur Unterstützung zu verbessern und auszureizen, bevor neue Ergänzungsleistungen eingeführt werden sollen.
Verschärfung Sozialhilfe
Befürworten Sie Verschärfungen im Bereich der Sozialhilfe (z.B. vereinfachte Überwachung bei Verdacht auf Missbrauch)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ein Instrument um bestehende Mittel gerecht an effektiv Bedürftige verteilen zu können, bedarf auch der Bekämpfung von Missbrauch in der Sozialhilfe. Sofern begründeter Verdacht besteht, sollen Abklärungen hinsichtlich Missbrauch möglich sein.
Ausbau Elternzeit
Soll die bezahlte Elternzeit über die aktuellen 14 Wochen Mutterschaftsurlaub und zwei Wochen Vaterschaftsurlaub hinaus ausgebaut werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist wichtig, allerdings darf ein Ausbau nicht unnötig die KMU belasten. Flexible Modelle sind deshalb vorzuziehen, wo ein Kontingent zwischen den Eltern geteilt werden kann.
Erhöhung Prämienverbilligung
Soll die Prämienverbilligung erhöht werden, so dass niemand mehr als 10% seines verfügbaren Einkommens für die Krankenversicherung bezahlen muss?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Eine starre Grenze ist nicht zielführend und würde die Staatsfinanzen vermehr beanspruchen. Vielmehr müssen die Kosten im Gesundheitswesen nachhaltig gesenkt werden, damit die Prämien nicht mehr unkontrolliert ansteigen.
Kantonale Spitalplanung
Befürworten Sie eine stärkere Steuerung der Spitalplanung und Gesundheitsversorgung durch den Kanton (z.B. Konzentration der Gesundheitsleistungen)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Eine koordinierte Spitalpolitik mit Fokus auf Effizienz und Abbau von Doppelspurigkeiten ist zu befürworten, solange die Qualität der Gesundheitsleistungen nicht daran leidet.
Schule & Bildung
Integrative Schule
Gemäss dem Konzept der integrativen Schule werden Kinder mit Lernschwierigkeiten oder Behinderungen grundsätzlich in regulären Schulklassen unterrichtet. Befürworten Sie dies?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Grundsätzlich richtig, aber nur mit ausreichenden Ressourcen und realistischen Rahmenbedingungen aus finanzieller und personeller Hinsicht.
Separativer Unterricht
Sollten Kinder mit geringen Deutschkenntnissen zunächst in separaten Klassen unterrichtet werden, bis sie ein bestimmtes Sprachniveau erreicht haben?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Individuelle Förderung von Kindern ist zielgerichteter und erfordert nicht dieselbe kostenintensive Infrastruktur und Umgebung.
Erste Fremdsprache Englisch
Soll im Kanton Bern anstelle einer Landessprache (Französisch bzw. Deutsch) Englisch als erste Fremdsprache unterrichtet werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Zum Zusammenhalt der Schweiz und Wahrung des Sprachgebrauchs ist zwingend an die Landessprachen festzuhalten. Englisch bleibt wichtig, soll aber nicht auf Kosten der Landessprachen priorisiert werden.
Gleiche Bildungschancen
Soll sich der Kanton stärker für gleiche Bildungschancen einsetzen (z.B. mit Förderunterricht-Gutscheinen für Schüler/-innen aus Familien mit geringem Einkommen, Erhöhung Stipendien)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Gezielte wirksame Massnahmen sind sinnvoll statt ein pauschaler Ausbau von Förderungen, die die Staatsfinanzen unverhältnismässig belasten.
Migration & Integration
Stimmrecht für Ausländer/-innen
Sollen Ausländer/-innen, die seit mindestens zehn Jahren in der Schweiz leben, das Stimm- und Wahlrecht auf Gemeindeebene im Kanton Bern erhalten?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Integration ist wichtig, allerdings soll das Wahlrecht weiterhin an des Schweizer Bürgerrecht geknüpft bleiben.
Direkte Aufnahme von Geflüchteten
Soll sich der Kanton Bern dafür einsetzen, dass mehr Geflüchtete aus Lagern direkt vor Ort (z.B. Griechenland, Gaza) in der Schweiz aufgenommen werden (sogenannte Resettlement-Flüchtlinge)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Integrationsförderung Ausländer/-innen
Soll der Kanton Bern Ausländer/-innen bei der Integration stärker unterstützen (z.B. ausgebaute Sprachförderung, zusätzliche Sozialarbeiter/-innen)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Es bestehen bereits umfangreiche Angebote zur Förderung der Integration, weshalb auch Eigenverantwortung der Betroffenen erwartet werden darf. Statt einem generellen Ausbau wäre in den Strukturen die Motivation zum Erlernen der Sprache zu fördern.
Verschärfung Einbürgerungsrecht
Soll das kantonale Einbürgerungsgesetz verschärft werden (z.B. höhere Sprachkenntnisse)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Gute Sprachkenntnisse sind wichtige Voraussetzungen zur Einbürgerung, solange Verschärfungen nicht willkürlich erfolgen. Verschärfungen müssen fair, transparent und verhältnismässig bleiben.
Bezahlkarten für Asylsuchende
Begrüssen Sie die Einführung von Bezahlkarten für Asylsuchende (anstelle von Bargeld)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Zur Reduktion von Missbrauch sind solche Lösungen zu begrüssen. Wichtig bleibt, dass sie nicht zu unverhältnismässigen Aufwänden führen, wo die Einführung finanziell nicht angemessen scheint.
Kündigung Bilaterale Verträge
Soll die Schweiz die Bilateralen Verträge mit der EU kündigen und ein Freihandelsabkommen ohne Personenfreizügigkeit anstreben?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Bilateralen Verträge sind zentral für Wirtschaft, Forschung und Arbeitsmarkt. Eine Kündigung der Verträge wäre schädlich für unsere KMU.
Gesellschaft, Kultur & Ethik
Erneuerung Kunstmuseum Bern
Der Kanton möchte sich mit rund 81 Mio. CHF an der Sanierung und dem Ersatzneubau des Kunstmuseums Bern beteiligen (Sanierung Altbau und Ersatz des sog. Atelier-5 Erweiterungsbaus). Befürworten Sie dies?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Eine Sanierung ist sinnvoll, solange eine Kostenkontrolle und eine Drittfinanzierung gewährleistet bleibt.
Legalisierung Cannabis
Soll sich der Kanton Bern für eine Legalisierung von Cannabis einsetzen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Der Kanton Bern hat andere Prioritäten, vor allem in Bezug zur Reduktion von Bürokratie und unnötigen Regulierungen, die unsere KMU und die Bürger vermehrt und unverhältnismässig beanspruchen. Der Fokus sollte daher nicht bei Cannabis liegen, sondern im Abbau von Überregulierungen, in der Förderung der Berufsbildung und im Voranbringen von wichtigen Mobilitätsprojekten, die den Stau auf Strassen nachhaltig reduzieren würden.
Verbot geschlechtsneutraler Sprache
Soll kantonalen Stellen (Behörden, Schulen) die Verwendung von geschlechtsneutraler Sprache mittels Genderstern oder ähnlichen Zeichen in der schriftlichen Kommunikation verboten werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Starre Verbotspolitik ist abzulehnen, wobei auch kein Gebot zur Verwendung geschlechtsneutraler Sprache entstehen darf.
Tierische Produkte in Kantinen
Sollen kantonseigene Kantinen und Personalrestaurants eine Verpflegung mit tierischen Produkten anbieten müssen (z.B. Verzicht auf rein vegane Mensen an der Universität)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Weder das Vorschreiben noch das Verbot des Anbietens von tierischen Produkten wäre nachvollziehbar. Es gibt wichtigere Themen und jede Kantine sollte die Wahlfreiheit darüber haben, was sie anbieten möchten.
Direkte Medienförderung
Befürworten Sie eine direkte Medienförderung durch den Kanton (z.B. finanzielle Unterstützung von Medien für die regionale und kantonale Berichterstattung)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Entscheidend sind unabhängige und neutrale Medien.
Finanzierung Landeskirchen
Der Kanton Bern unterstützt die Landeskirchen jährlich mit rund 73 Millionen Franken (Sockelbeitrag und gesamtgesellschaftliche Leistungen). Befürworten Sie dies?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Staatsgelder sollen primär für die Kernaufgaben des Staates eingesetzt werden. Eine Unterstützung ist nur dort sinnvoll, wo eine klar definierte Zweckbindung für gesellschaftliche Leistungen über den religiösen Bereich hinaus besteht.
Finanzen & Steuern
Steuersenkung
Befürworten Sie die geplante Senkung der Steueranlage auf kantonaler Ebene in den nächsten vier Jahren?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Eine Steuersenkung stärkt die Standortattraktivität des Kantons Bern und fördert Investitionen.
Lockerung Schuldenbremse
Soll die kantonale Schuldenbremse gelockert werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Schuldenbremse ist ein zentrales Instrument für stabile Finanzen und Planungssicherheit. Neue Ausgaben erfordern Priorisierung, nicht zusätzliche Schulden.
Individualbesteuerung
Sollen Ehepaare künftig als Einzelpersonen besteuert werden (Individualbesteuerung)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Im Grundsatz muss die Heiratsstrafe abgeschafft werden. Die Individualbesteuerung schafft aber neue Ungerechtigkeiten. Als Gegenmodell hat Die Mitte die Volksinitiative für "Faire Steuern" lanciert, welche die alternative Steuerberechnung fordert. Mit dieser Berechnung müssen verheiratete Paare weiterhin nur eine Steuererklärung einreichen, können jedoch von der Berechnungsmethode der Individualbesteuerung profitieren. Diese Lösung senkt den administrativen Aufwand.
Anpassung Finanzausgleich
Der Kanton Bern hat den Finanzausgleich so angepasst, dass die Städte Burgdorf und Langenthal neu für Zentrumslasten entschädigt werden und die Stadt Bern weniger Geld erhält. Befürworten Sie dies?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Regionale Zentren sind wichtig für den Gesamtkanton, weshalb ein fairer Ausgleich zu unterstützen ist.
Steuer auf Zweitliegenschaften
Soll der Kanton Bern im Zuge der Abschaffung des Eigenmietwerts eine zusätzliche Steuer auf Zweitliegenschaften ermöglichen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Zusätzliche Steuerinstrumente sollen sehr zurückhaltend eingesetzt werden. Entscheidend ist eine konsequente Priorisierung der Ausgaben statt neuer Abgaben.
Wirtschaft & Arbeit
Teilprivatisierung BEKB
Soll der Kanton Bern seine Beteiligung an der Berner Kantonalbank (BEKB) auf unter 50 Prozent reduzieren (Teilprivatisierung)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die BEKB ist für den Kanton ein wichtiges strategisches Instrument für Stabilität und die Finanzierung von KMU. Eine Reduktion der kantonalen Beteiligung unter 50 Prozent würde den Einfluss schwächen, ohne einen klaren Mehrwert zu schaffen.
Kantonaler Mindestlohn
Befürworten Sie die Einführung eines für alle Arbeitnehmenden gültigen Mindestlohnes von CHF 4'200 für eine Vollzeitstelle (ca. CHF 24 pro Stunde)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ein kantonsweit einheitlicher Mindestlohn greift stark in den Arbeitsmarkt ein und gefährdet Arbeitsplätze, insbesondere bei KMU und in Randregionen. Bewährt haben sich branchenspezifische Lösungen und die Sozialpartnerschaft.
Liberalisierung Geschäftsöffnungszeiten
Befürworten Sie eine vollständige Liberalisierung der Geschäftsöffnungszeiten (Festlegung nach freiem Ermessen unter Berücksichtigung des Arbeitsgesetzes)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Mehr Flexibilität kann Chancen eröffnen. Entscheidend ist, dass Betriebe selbst entscheiden können und keine faktische Öffnungspflicht entsteht – faire Wettbewerbsbedingungen für KMU müssen gewahrt bleiben.
Lohngleichheit Frauen/Männer
Befürworten Sie eine strengere Kontrolle der Lohngleichheit von Frauen und Männern (z.B. bei Unternehmen, die kantonale Aufträge erhalten)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Es bestehen bereits nationale Vorgaben und Kontrollinstrumente, an diese sich der Kanton Bern richtet. Weitergehende Regulierungen würden die KMU unverhältnismässig mit weiterem administrativen Aufwand belasten. Aus eigener Erfahrung aus der kantonalen Verwaltung bei der Kontrolle von beschaffungsrechtlichen Vorgaben halten sich die Unternehmen gut an die Lohngleichheit.
Regulierung Taxi-Plattformen
Befürworten Sie eine stärkere Regulierung von Plattformen, die Taxidienste vermitteln (z.B. Bewilligungspflicht für Uber-Taxis)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Neue Plattformen sollen fair in bestehende Regelungen eingebunden werden, ohne Innovation unnötig zu behindern. Zusätzliche kantonale Regulierungen sind nur dort sinnvoll, wo klare Wettbewerbsverzerrungen oder Vollzugsprobleme bestehen.
Service Public im ländlichen Raum
Soll der Kanton das Service-Public-Angebot (z.B. öffentlicher Verkehr, Verwaltungsdienstleistungen) in ländlichen Gebieten stärker unterstützen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Eine verlässliche Grundversorgung ist Voraussetzung für wirtschaftliche Tätigkeit im ländlichen Raum. Entscheidend sind effiziente, bedarfsgerechte Lösungen statt pauschalem Ausbau.
Umwelt & Energie
Aufhebung AKW-Neubauverbot
Soll sich der Kanton Bern für eine Aufhebung des Verbots für neue Atomkraftwerke einsetzen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Der stark steigende Strombedarf durch die zunehmende Elektrifizierung (z.B. auch in der Mobilität) erfordert Technologieoffenheit auf Bundesebene und zwangsläufig neue Produktionsquellen. Entscheidend sind Versorgungssicherheit und bezahlbare Energie, nicht ideologische Verbote.
Ökologische Auflagen Landwirtschaft
Soll der Kanton die ökologischen Anforderungen für verpachtete Landwirtschaftsflächen erhöhen (z.B. Verbot synthetischer Pestizide)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Auf kantonseigenen Pachtflächen kann der Kanton mit gutem Beispiel vorangehen. Höhere ökologische Anforderungen sind sinnvoll, sofern sie praxisnah ausgestaltet sind und die Bewirtschaftenden angemessen begleiten.
Förderung erneuerbarer Energien
Sollen die kantonalen Förderbeiträge für erneuerbare Energie im Gebäudebereich erhöht werden (z.B. für Heizungsersatz oder Ladeinfrastruktur für Elektromobilität)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Pauschale Subventionen sind kritisch. Wirksamer sind gezielte, technologieoffene Anreize, die Investitionen auslösen und Versorgungssicherheit stärken, ohne dauerhafte Kosten zu verursache
Strengerer Tierschutz
Befürworten Sie strengere Tierschutzregelungen für die Haltung von Nutztieren (z.B. permanenter Zugang zum Aussenbereich)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Schweiz verfügt bereits über sehr hohe Tierschutzstandards. Punktuelle Verbesserungen sind sicherlich sinnvoll, allerdings sind Verschärfungen abzulehnen, die die Betriebe unverhältnismässig belasten und die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft schwächen.
Ausbau Wasserkraft
Befürworten Sie einen Ausbau der Wasserkraftwerke im Grimsel- und Sustengebiet?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Wasserkraft ist ein zentraler Pfeiler der erneuerbaren Energieversorgung. Ein massvoller Ausbau im Grimsel- und Sustengebiet ist sinnvoll, ökologische Auswirkungen sollen berücksichtigt und sorgfältig abgewogen werden.
Schutz Grossraubtiere
Soll der Kanton Bern den Schutz der Grossraubtiere (Wolf und Luchs) stärker gewichten (z.B. Reduktion der präventiven Abschüsse)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Der Schutz von Grossraubtieren ist wichtig, muss jedoch mit den Anliegen der Landwirtschaft und der Berggebiete in Einklang stehen. Präventive Eingriffe sollen weiterhin möglich bleiben, um Akzeptanz und Sicherheit zu gewährleisten.
Verkehr
ÖV-Ausbau
Soll der Kanton mehr Mittel für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs bereitstellen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Der Ausbau sämtlicher Verkehrsinfrastrukturen (Schiene und Strasse) sind essenziell, um die steigenden Mobilitätsbedürfnisse decken zu können.
Autobahnausbau
Befürworten Sie den geplanten Ausbau der Autobahn A1/A6 bei Bern (u.a. Bypass Bern Ost, Anschluss Wankdorf, Spurausbau Wankdorf-Schönbühl)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Der gezielte Ausbau der Nationalstrassen im Raum Bern ist notwendig, um chronische Engpässe zu beseitigen und den Verkehr wieder verlässlich abzuwickeln. Heute führen Überlastungen auf den Autobahnen zu Ausweichverkehr durch Wohngebiete und Ortszentren, was Bevölkerung, Gewerbe und Umwelt zusätzlich belastet. Angesichts der jährlich steigenden Staustunden und den damit verbundenen Produktivitätsverlusten ist eine Anpassung der Infrastruktur an die realen Verhältnisse zwingend notwendig.
Ausbau Langsamverkehr
Soll im Kanton Bern die Infrastruktur für den Langsamverkehr (z.B. Velowege) schneller ausgebaut werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Der Langsamverkehr ist wichtig, der Ausbau soll jedoch gezielt und bedarfsgerecht erfolgen. Pauschale Beschleunigungsprogramme führen oft zu Konflikten mit bestehender Infrastruktur, Gewerbe und Verkehrsfluss. Entscheidend ist eine koordinierte Planung mit Augenmass.
Verbot Tempo 30
Befürworten Sie ein Verbot von Tempo 30 auf verkehrsorientierten Strassen innerorts?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Verkehrsorientierte Strassen müssen ihre Funktion zur Bündelung des Verkehrs erfüllen. Dauerhafte Tempo-30-Regime auf Hauptachsen sind deshalb abzulehnen. Lärmschutz soll prioritär mit technischen Massnahmen erfolgen; Tempo 30 darf nur als Ausnahme und nicht als Regel eingesetzt werden.
Politisches System & Digitalisierung
Digitale Kantonsverwaltung
Soll der Kanton dazu übergehen, seine Dienstleistungen nur noch digital anzubieten ("Digital-Only"-Prinzip)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Der Staat muss für alle zugänglich bleiben, auch für ältere Menschen, Personen mit Einschränkungen oder Personen ohne ausreichende digitale Kompetenzen. Digitale Angebote sollen bestehende Dienstleistungen ergänzen, nicht ersetzen.
Digitale Unterschriftensammlung
Soll sich der Kanton für die Einführung von E-Collecting einsetzen (digitale Unterschriftensammlung für Volksinitiativen und Referenden)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Digitalisierung politischer Prozesse kann Effizienz und Zugänglichkeit verbessern. Voraussetzung sind jedoch höchste Sicherheitsstandards, Transparenz und ein schrittweises Vorgehen, damit das Vertrauen in die direkte Demokratie gewahrt bleibt.
Ausbau Entwicklungszusammenarbeit
Soll der Kanton Bern sein finanzielles Engagement bei der Entwicklungszusammenarbeit ausbauen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Entwicklungszusammenarbeit ist primär Aufgabe des Bundes. Der Kanton Bern soll sich auf seine Kernaufgaben konzentrieren und sein finanzielles Engagement in diesem Bereich nicht ausbauen.
Strikte Neutralitätspolitik
Soll die Schweiz ihre Neutralität strikter auslegen (Verzicht auf wirtschaftliche Sanktionen)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Wirtschaftliche Sanktionen bei schweren Völkerrechtsverletzungen sind ein legitimes Instrument. Eine starre Auslegung würde den aussenpolitischen Handlungsspielraum der Schweiz unnötig einschränken.
Sicherheit & Polizei
Ausbau Videoüberwachung
Befürworten Sie einen Ausbau der Videoüberwachung im öffentlichen Raum?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Videoüberwachung gezielt an neuralgischen Orten, wo sie nachweislich zur Prävention und Aufklärung beiträgt, kann sinnvoll sein. Voraussetzung sind klare gesetzliche Grundlagen, Verhältnismässigkeit und Datenschutz. Ein flächendeckender Ausbau ohne Bedarf wird abgelehnt.
Polizeidienst für Ausländer/-innen
Im Kanton Bern ist für den Polizeidienst die Schweizer Staatsangehörigkeit erforderlich. Sollen in Zukunft auch Ausländer/-innen mit C-Niederlassungsbewilligung zugelassen werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Polizeiliche Aufgaben sollen das Bürgerrecht voraussetzen.
Verschärfter Umgang mit Demonstrationen
Soll der Umgang mit Demonstrationen verschärft werden (Verschärfung Bewilligungspflicht, härteres Durchgreifen der Polizei bei unbewilligten Demonstrationen, konsequentere Verrechnung von Polizeikosten)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Klare Regeln und deren konsequente Durchsetzung sind notwendig, um Sicherheit und Ordnung zu gewährleisten. Verschärfungen können dort gerechtfertigt sein, wo Demonstrationen wiederholt eskalieren oder bewusst gegen Auflagen verstossen. Verantwortliche von Sachbeschädigungen sollen auch zur Verantwortung gezogen werden.
Nationalität in Polizeimeldungen
Soll im Kanton Bern in Polizeimeldungen standardmässig die Nationalität von Tatverdächtigen genannt werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Transparenz in der Polizeikommunikation ist wichtig. Angaben zur Herkunft können sachlich erfolgen, wenn sie für das Verständnis des Falles relevant sind; pauschale oder stigmatisierende Darstellungen sind dabei zu vermeiden.
Erhöhte Polizeipräsenz
Befürworten Sie eine stärkere sichtbare Präsenz der Polizei?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Eine angemessene sichtbare Polizeipräsenz kann zur Prävention beitragen und das Sicherheitsgefühl erhöhen. Entscheidend ist ein verhältnismässiger Einsatz, der Dialog und Deeskalation mit einschliesst.
Werthaltungen
Freie Marktwirtschaft
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Von einer freien Marktwirtschaft profitieren langfristig alle."
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 |
|---|---|---|---|---|---|---|
Kommentar
Eine freie Marktwirtschaft schafft Innovation, Arbeitsplätze und Wohlstand. Entscheidend sind faire Rahmenbedingungen und Wettbewerb, damit möglichst viele davon profitieren.
Vollzeit-Kinderbetreuung
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Für ein Kind ist es am besten, wenn ein Elternteil Vollzeit für die Kinderbetreuung zu Hause bleibt."
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 |
|---|---|---|---|---|---|---|
Kommentar
Familien sollen frei entscheiden können, welches Betreuungsmodell zu ihnen passt. Staatliche Vorgaben oder Idealbilder werden der Vielfalt heutiger Lebensrealitäten nicht gerecht.
Bestrafung Krimineller
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Die Bestrafung Krimineller ist wichtiger als deren Wiedereingliederung in die Gesellschaft."
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 |
|---|---|---|---|---|---|---|
Kommentar
Der Rechtsstaat braucht klare Konsequenzen bei Straftaten. Gleichzeitig ist erfolgreiche Wiedereingliederung wichtig, um Rückfälle zu verhindern und Sicherheit langfristig zu erhöhen.
Umweltschutz
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Ein stärkerer Umweltschutz ist notwendig, auch wenn er zu Lasten des Wirtschaftswachstums durchgesetzt werden muss."
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 |
|---|---|---|---|---|---|---|
Kommentar
Umwelt- und Klimaschutz sind wichtig, müssen aber wirtschaftlich tragbar umgesetzt werden. Nachhaltige Lösungen gelingen am besten mit Innovation statt Wachstumsverzicht.
Kommentar
Bezahlbarer Wohnraum ist wichtig, allerdings sollen kantonale Mittel nur gezielt und verhältnismässig eingesetzt werden. Die Erleichterung von Auflagen für den Wohnungsbau (bzw. nur gezielt für gemeinnützige Wohnungen) wäre eine indirekte staatliche Förderung, die ich unterstützen würde, damit private Akteure Anreize zur Schaffung von günstigem Wohnraum erhalten.