Brigitte Rohrbach
Sozialdemokratische Partei | 02.17.8
Sozialstaat, Familie & Gesundheit
Förderung gemeinnütziger Wohnungsbau
Soll der Kanton den gemeinnützigen Wohnungsbau finanziell stärker fördern (z.B. finanzielle Unterstützung von Wohnbaugenossenschaften)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Ergänzungsleistungen für Familien
Sollen im Kanton Bern Ergänzungsleistungen für Familien mit tiefem Einkommen eingeführt werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Familien mit tiefen Einkommen müssen zwingend entlastet werden. Ob es dafür eine Familienergänzungsleistung, wie sie beispielsweise der Kanton Fribourg kennt, eingeführt werden muss oder ob es andere Möglichkeiten gibt, muss geprüft werden.
Verschärfung Sozialhilfe
Befürworten Sie Verschärfungen im Bereich der Sozialhilfe (z.B. vereinfachte Überwachung bei Verdacht auf Missbrauch)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Da es sich in der Regel um Einzelfälle handelt, reichen die heutigen Mittel und Instrumente aus.
Ausbau Elternzeit
Soll die bezahlte Elternzeit über die aktuellen 14 Wochen Mutterschaftsurlaub und zwei Wochen Vaterschaftsurlaub hinaus ausgebaut werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Damit insbesondere Frauen auch nach der Geburt eines Kindes in der Erwerbstätigkeit bleiben, muss unser aktuelles System neu gedacht werden. Eine Familienzeit erleichtert die Rückkehr in den Beruf und kann dadurch dem Fachkräftemangel entgegenwirken.
Erhöhung Prämienverbilligung
Soll die Prämienverbilligung erhöht werden, so dass niemand mehr als 10% seines verfügbaren Einkommens für die Krankenversicherung bezahlen muss?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Personen und Familien mit tiefen Einkommen müssen zwingend finanziell entlastet werden, damit die Prämien bezahlt werden können. Jedoch führt kein Weg daran vorbei, das Gesundheitssystem so anzupassen, damit die Prämien nicht weiter steigen.
Kantonale Spitalplanung
Befürworten Sie eine stärkere Steuerung der Spitalplanung und Gesundheitsversorgung durch den Kanton (z.B. Konzentration der Gesundheitsleistungen)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Es gibt jedoch Leistungen, die heute zwar nicht im Grundversorgungsauftrag enthalten sind, die jedoch zwingend nahe vorhanden sein müssen (Bsp. Geburtenabteilungen).
Schule & Bildung
Integrative Schule
Gemäss dem Konzept der integrativen Schule werden Kinder mit Lernschwierigkeiten oder Behinderungen grundsätzlich in regulären Schulklassen unterrichtet. Befürworten Sie dies?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Das Konzept der integrativen Schule ist unbestritten. Jedoch müssen dafür die nötigen Ressourcen zur Verfügung gestellt werden (Bsp. Teamteaching Ziklus 1, mehr Förderstunden für Kinder mit Bedarf, kleinere Klassen).
Separativer Unterricht
Sollten Kinder mit geringen Deutschkenntnissen zunächst in separaten Klassen unterrichtet werden, bis sie ein bestimmtes Sprachniveau erreicht haben?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Auch die Deutschkenntnisse spielen beim Konzept der integrativen Schule mit. Die Kinder mit Förderbedarf in Deutsch benötigen mehr Unterstützung. Durch Teamteaching im Zyklus 1 kann diesem Umstand Rechnung getragen werden.
Erste Fremdsprache Englisch
Soll im Kanton Bern anstelle einer Landessprache (Französisch bzw. Deutsch) Englisch als erste Fremdsprache unterrichtet werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Der Kanton Bern ist ein zweisprachiger Kanton. Aus diesem Grund soll die zweite Kantonssprache als 1. Fremdsprache unterrichtet werden.
Gleiche Bildungschancen
Soll sich der Kanton stärker für gleiche Bildungschancen einsetzen (z.B. mit Förderunterricht-Gutscheinen für Schüler/-innen aus Familien mit geringem Einkommen, Erhöhung Stipendien)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Gleiche Bildungschancen sind essenziell für eine funktionierende Gesellschaft. Im Kanton Bern sollen alle Kinder die gleichen Möglichkeiten unabhängig vom Einkommen oder dem Hintergrund der Eltern haben.
Migration & Integration
Stimmrecht für Ausländer/-innen
Sollen Ausländer/-innen, die seit mindestens zehn Jahren in der Schweiz leben, das Stimm- und Wahlrecht auf Gemeindeebene im Kanton Bern erhalten?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ausländer:innen, die seit mehr als 10 Jahren in der Schweiz leben sind integriert und nehmen am gesellschaftlichen und sozialen Leben teil. Aus diesem Grund sollte ihnen auch die Möglichkeit der politischen Teilhabe und Mitbestimmung eingeräumt werden.
Direkte Aufnahme von Geflüchteten
Soll sich der Kanton Bern dafür einsetzen, dass mehr Geflüchtete aus Lagern direkt vor Ort (z.B. Griechenland, Gaza) in der Schweiz aufgenommen werden (sogenannte Resettlement-Flüchtlinge)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Organisation des Flüchtlingswesen ist ein kooperatives System zwischen Bund und Kantonen, das vom Staatssekretariat für Wirtschaft gesteuert wird. In diesem System kann sich der Kanton Bern für die Resettlement-Flüchtlinge stark machen.
Integrationsförderung Ausländer/-innen
Soll der Kanton Bern Ausländer/-innen bei der Integration stärker unterstützen (z.B. ausgebaute Sprachförderung, zusätzliche Sozialarbeiter/-innen)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Viele heutige Angebot basieren auf der Freiwilligenarbeit von Vereinen. Hier könnte der Kanton die Integration stärker unterstützen (Bsp. mehr finanzielle Mittel, damit die bestehenden Angebote ausgebaut werden können). Zudem könnte dem Fachkräftemangel entgegengewirkt werden.
Verschärfung Einbürgerungsrecht
Soll das kantonale Einbürgerungsgesetz verschärft werden (z.B. höhere Sprachkenntnisse)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Das aktuelle dreistufige Verfahren ist bewährt.
Bezahlkarten für Asylsuchende
Begrüssen Sie die Einführung von Bezahlkarten für Asylsuchende (anstelle von Bargeld)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Es ist fraglich, ob mit einem solchen Systemwechsel wirklich Missbrauch verhindert werden und damit der unerwünschte Geldabfluss in die Herkunftsländer gestoppt werden kann. Die Wirkung ist noch nicht genügend belegt.
Kündigung Bilaterale Verträge
Soll die Schweiz die Bilateralen Verträge mit der EU kündigen und ein Freihandelsabkommen ohne Personenfreizügigkeit anstreben?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ein solches Unterfangen ist unrealistisch. Wir benötigen die ausländischen Fachkräfte, um unsere Wirtschaft stabil zu halten. Eine Kündigung der Bilateralen Verträge hätte einschneidende Konsequenzen in vielen Bereichen.
Gesellschaft, Kultur & Ethik
Erneuerung Kunstmuseum Bern
Der Kanton möchte sich mit rund 81 Mio. CHF an der Sanierung und dem Ersatzneubau des Kunstmuseums Bern beteiligen (Sanierung Altbau und Ersatz des sog. Atelier-5 Erweiterungsbaus). Befürworten Sie dies?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Sanierung ist notwendig, um den Betrieb des Kunstmuseums langfristig zu sichern und die Räumlichkeiten an moderne Museumsstandards anzupassen.
Legalisierung Cannabis
Soll sich der Kanton Bern für eine Legalisierung von Cannabis einsetzen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Diese Frage erfordert eine sorgfältige Abwägung verschiedener gesellschaftlicher, gesundheitlicher, rechtlicher und wirtschaftlicher Faktoren. Durch die Legalisierung könnte der Schwarzmarkt geschwächt und die Polizeiressourcen entlastet werden. Es benötigt jedoch Lösungsansätze in der Regulierung und Kontrolle des Marktes sowie in der Aufklärung über verantwortungsvollen Konsum (Prävention).
Verbot geschlechtsneutraler Sprache
Soll kantonalen Stellen (Behörden, Schulen) die Verwendung von geschlechtsneutraler Sprache mittels Genderstern oder ähnlichen Zeichen in der schriftlichen Kommunikation verboten werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Sprache verändert sich und die geschlechtsneutrale Sprache verbreitet sich immer mehr. Ein solches Verbot behindert einen inklusiven und geschlechtergerechten Umgang.
Tierische Produkte in Kantinen
Sollen kantonseigene Kantinen und Personalrestaurants eine Verpflegung mit tierischen Produkten anbieten müssen (z.B. Verzicht auf rein vegane Mensen an der Universität)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Es soll den Kantinen und Personalrestaurants überlassen bleiben, wie sie ihr Angebot ausgestalten möchten. Eine Verpflegung ohne tierische Produkte schadet nicht und hilft dem Klima.
Direkte Medienförderung
Befürworten Sie eine direkte Medienförderung durch den Kanton (z.B. finanzielle Unterstützung von Medien für die regionale und kantonale Berichterstattung)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Medienförderung sollte indirekt erfolgen. Eine direkte Förderung könnte die Unabhängigkeit der Medien gefährden.
Finanzierung Landeskirchen
Der Kanton Bern unterstützt die Landeskirchen jährlich mit rund 73 Millionen Franken (Sockelbeitrag und gesamtgesellschaftliche Leistungen). Befürworten Sie dies?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Kirchen im Kanton Bern bieten umfangreiche soziale Unterstützung und Angebot an. Sie leisten somit einen wichtigen Beitrag an die Bevölkerung, die sonst der Kanton wahrnehmen müsste. Somit sind die Beiträge gerechtfertigt.
Finanzen & Steuern
Steuersenkung
Befürworten Sie die geplante Senkung der Steueranlage auf kantonaler Ebene in den nächsten vier Jahren?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Der Kanton Bern schneidet im kantonalen Steuervergleich sehr schlecht ab. Eine Senkung der Steueranlage ist jedoch nur angezeigt, wenn sie finanziell vertretbar ist. Es darf keine Budgetkürzungen insbesondere in sozialen Bereichen geben, damit die Steueranlage gesenkt werden kann.
Lockerung Schuldenbremse
Soll die kantonale Schuldenbremse gelockert werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Schuldenbremse muss insbesondere im Bereich der Klimaschutzfinanzierungen gelockert werden. Damit die Ziele Netto-Null bis 2050 erreicht werden können, benötigt es umfassende Investitionen, die mit der Schuldenbremse nur durch Sparprogramme in anderen Bereichen umsetzbar sind.
Individualbesteuerung
Sollen Ehepaare künftig als Einzelpersonen besteuert werden (Individualbesteuerung)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Mit der Individualbesteuerung werden alle Personen steuerlich gleich behandelt, unabhängig vom Zivilstand. Jede Person wird nach dem eigenen Einkommen besteuert. Das schafft Transparenz und die grundlegende Voraussetzung für echte Gleichstellung.
Anpassung Finanzausgleich
Der Kanton Bern hat den Finanzausgleich so angepasst, dass die Städte Burgdorf und Langenthal neu für Zentrumslasten entschädigt werden und die Stadt Bern weniger Geld erhält. Befürworten Sie dies?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Städte Burgdorf und Langenthal nehmen für die jeweiligen Regionen eine wichtige Rolle ein. Jedoch sollte die Zentrumslast nicht bei der Stadt Bern eingespart werden, sondern im entsprechenden Umfang erhöht werden.
Steuer auf Zweitliegenschaften
Soll der Kanton Bern im Zuge der Abschaffung des Eigenmietwerts eine zusätzliche Steuer auf Zweitliegenschaften ermöglichen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Durch die zusätzliche Steuer auf Zweitliegenschaften könnten zusätzliche finanzielle Mittel beispielsweise für den Klimaschutz oder den Ausbau der nachhaltigen Mobilität generiert werden.
Wirtschaft & Arbeit
Teilprivatisierung BEKB
Soll der Kanton Bern seine Beteiligung an der Berner Kantonalbank (BEKB) auf unter 50 Prozent reduzieren (Teilprivatisierung)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Wenn der Kanton seine Aktienbeteiligung auf unter 50% reduzieren würde, sinkt die Einflussnahme. Der Mehrheitsaktionär kann auf die Höhe der Dividenden Einfluss nehmen. Mit einer Abgabe der Mehrheit würde der Kanton Bern ohne Not auf Einnahmen aus den Dividenden verzichten.
Kantonaler Mindestlohn
Befürworten Sie die Einführung eines für alle Arbeitnehmenden gültigen Mindestlohnes von CHF 4'200 für eine Vollzeitstelle (ca. CHF 24 pro Stunde)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ein Mindestlohn bietet wesentliche soziale und wirtschaftliche Vorteile, indem er Arbeitnehmer:innen vor Armut trotz Vollzeitbeschäftigung schützt und Lohndumping besonders in Niedriglohnbranchen verhindert.
Liberalisierung Geschäftsöffnungszeiten
Befürworten Sie eine vollständige Liberalisierung der Geschäftsöffnungszeiten (Festlegung nach freiem Ermessen unter Berücksichtigung des Arbeitsgesetzes)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Längere Geschäftsöffnungszeiten verschlechtern die Arbeitsbedingungen von Arbeitnehmer:innen. Zudem kann die Kaufkraft der Konsument:innen nicht durch längere Öffnungszeiten gesteigert werden.
Lohngleichheit Frauen/Männer
Befürworten Sie eine strengere Kontrolle der Lohngleichheit von Frauen und Männern (z.B. bei Unternehmen, die kantonale Aufträge erhalten)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Für die Gleichstellung ist es zentral, dass zwischen den Geschlechtern Lohngleichheit besteht. Da dies oft (noch) nicht der Fall ist, sind Kontrollen, insbesondere bei Unternehmen, die kantonale Aufträge erhalten, zwingend.
Regulierung Taxi-Plattformen
Befürworten Sie eine stärkere Regulierung von Plattformen, die Taxidienste vermitteln (z.B. Bewilligungspflicht für Uber-Taxis)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Um einen fairen Wettbewerb zu gewährleisten müssen für alle die gleichen Regeln gelten. Für Taxis besteht eine Bewilligungspflicht. Diese Pflicht sollte auch für Plattformen, die Taxidienste vermitteln, gelten (bsp. Uber).
Service Public im ländlichen Raum
Soll der Kanton das Service-Public-Angebot (z.B. öffentlicher Verkehr, Verwaltungsdienstleistungen) in ländlichen Gebieten stärker unterstützen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ein leistungsfähiger Service Public ist das Rückgrat einer funktionierenden Gesellschaft. Er sichert die Grundversorgung, schafft Chancengleichheit und sorgt dafür, dass alle Einwohner:innen, unabhängig vom Einkommen, Zugang zu wichtigen Dienstleistungen wie Gesundheit, Bildung, Mobilität, Sicherheit und Kultur haben. Dies muss in allen Gebieten des Kantons gewährleistet sein.
Umwelt & Energie
Aufhebung AKW-Neubauverbot
Soll sich der Kanton Bern für eine Aufhebung des Verbots für neue Atomkraftwerke einsetzen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Unsere Zukunft liegt in den erneuerbaren Energien.
Ökologische Auflagen Landwirtschaft
Soll der Kanton die ökologischen Anforderungen für verpachtete Landwirtschaftsflächen erhöhen (z.B. Verbot synthetischer Pestizide)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Für Flächen, die dem Kanton Bern gehören sollten die ökologischen Anforderungen hoch angesetzt werden. Dabei würde eine Formulierung "weitgehender Verzicht auf synthetische Pestizide zum Schutz des Grundwassers" anstelle eines kompletten Verbots Ausnahmen zulassen.
Förderung erneuerbarer Energien
Sollen die kantonalen Förderbeiträge für erneuerbare Energie im Gebäudebereich erhöht werden (z.B. für Heizungsersatz oder Ladeinfrastruktur für Elektromobilität)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Dadurch kann für Liegenschaftsbesitzer ein höherer Anreiz geschaffen werden, beispielsweise den Heizungsersatz früher als nötig anzugehen. Mit der Förderung von Ladeinfrastruktur für Elektromobilität könnten so auch Mietwohnungen ausgerüstet werden. Vermieter verzichten heute häufig auf die Bereitstellung von Ladeinfrastrukturen für Mieter, um die Kosten nicht tragen zu müssen.
Strengerer Tierschutz
Befürworten Sie strengere Tierschutzregelungen für die Haltung von Nutztieren (z.B. permanenter Zugang zum Aussenbereich)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
In den aktuellen Regelungen ist der Auslauf mit sogenannten RAUS-Programmen geregelt. Strengere Vorschriften sollten jedoch nur mit Um- und Neubauten von Ställen verknüpft werden. Viele Landwirtschaftsbetriebe könnten aktuell nur mit erheblichen baulichen Massnahmen einen permanenten Zugang zum Aussenbereich bieten.
Ausbau Wasserkraft
Befürworten Sie einen Ausbau der Wasserkraftwerke im Grimsel- und Sustengebiet?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Es müssen jedoch Ausgleichsmassnahmen zum Schutz der Biodiversität und der Landschaft erfolgen, wie das in einem konstruktiven Dialog beschlossen worden ist.
Schutz Grossraubtiere
Soll der Kanton Bern den Schutz der Grossraubtiere (Wolf und Luchs) stärker gewichten (z.B. Reduktion der präventiven Abschüsse)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die präventiven Abschüsse sind zur Regulierung des Bestandes zwar notwendig sollten jedoch so wenig wie möglich umgesetzt werden. Parallel dazu muss aber zwingend der Herdenschutz gefördert werden.
Verkehr
ÖV-Ausbau
Soll der Kanton mehr Mittel für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs bereitstellen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Damit die Energiewende erreicht werden kann, muss zwingend der öffentliche Verkehr weiter ausgebaut werden. Nur so kann ein Umstieg vom Auto auf den ÖV erfolgreich sein.
Autobahnausbau
Befürworten Sie den geplanten Ausbau der Autobahn A1/A6 bei Bern (u.a. Bypass Bern Ost, Anschluss Wankdorf, Spurausbau Wankdorf-Schönbühl)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Studien zeigen, dass ein Mehrangebot an Strassen wiederum zu Mehrverkehr führt. Somit könnten wir trotz Ausbau in naher Zukunft bereits wieder an die Kapazitätsgrenze kommen. Es gilt vielmehr eine Verlagerung des motorisierten individuellen Verkehrs anzustreben.
Ausbau Langsamverkehr
Soll im Kanton Bern die Infrastruktur für den Langsamverkehr (z.B. Velowege) schneller ausgebaut werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Um den sogenannten motorisierten Individualverkehr zu reduzieren muss ein Umstieg erfolgen. Dies sowohl auf den öffentlichen Verkehr als auch auf das Velo. Mit den heutigen E-Bikes können auch längere Strecken problemlos mit dem Velo zurückgelegt werden. Dafür wird jedoch die nötige Infrastruktur (sichere und durchgehende Velowege) benötigt .
Verbot Tempo 30
Befürworten Sie ein Verbot von Tempo 30 auf verkehrsorientierten Strassen innerorts?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Tempo 30 reduziert Unfälle, Stau und Lärm. Auch auf verkehrsorientierten Strassen innerorts sollten Tempo 30-Zonen für die Verkehrssicherheit möglich sein. In Köniz hat sich das bewährt.
Politisches System & Digitalisierung
Digitale Kantonsverwaltung
Soll der Kanton dazu übergehen, seine Dienstleistungen nur noch digital anzubieten ("Digital-Only"-Prinzip)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Strategie "Digitale Verwaltung des Kantons Bern" zielt in die richtige Richtung. Der Grundsatz die Bevölkerung KANN sämtliche Geschäfte mit der Verwaltung elektronisch abwickeln ist richtig. Es sollte aber für beispielsweise ältere Menschen weiterhin die Möglichkeit der nicht elektronischen Abwicklung bestehen.
Digitale Unterschriftensammlung
Soll sich der Kanton für die Einführung von E-Collecting einsetzen (digitale Unterschriftensammlung für Volksinitiativen und Referenden)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Auch hier würde die Digitalisierung Vereinfachungen mit sich bringen. Es müsste jedoch sichergestellt werden, dass die digitalen Unterschriften korrekt sind. Dazu müsste ein ein einheitliches (schweizweites) Login, dass für die Behördengeschäfte genutzt wird, eingeführt werden.
Ausbau Entwicklungszusammenarbeit
Soll der Kanton Bern sein finanzielles Engagement bei der Entwicklungszusammenarbeit ausbauen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ich befürworte die Unterstützung von Organisation und Projekten, die sich in Ländern mit geringem Wohlstand engagieren. Die Voraussetzungen für die Gesuchssteller sind klar geregelt.
Strikte Neutralitätspolitik
Soll die Schweiz ihre Neutralität strikter auslegen (Verzicht auf wirtschaftliche Sanktionen)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Schweiz darf sich nicht isolieren und sollte Sanktionen, wie beispielsweise gegen Russland infolge des Kriegs in der Ukraine, mittragen.
Sicherheit & Polizei
Ausbau Videoüberwachung
Befürworten Sie einen Ausbau der Videoüberwachung im öffentlichen Raum?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Aufgrund des Datenschutzes finde ich eine permanente Videoüberwachung im öffentlich Raum heikel.
Polizeidienst für Ausländer/-innen
Im Kanton Bern ist für den Polizeidienst die Schweizer Staatsangehörigkeit erforderlich. Sollen in Zukunft auch Ausländer/-innen mit C-Niederlassungsbewilligung zugelassen werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Aufgrund der fehlenden Fachkräfte auch bei der Polizei ist eine Zulassung von Ausländer:innen mit Niederlassungsbewilligung C in Betracht zu ziehen.
Verschärfter Umgang mit Demonstrationen
Soll der Umgang mit Demonstrationen verschärft werden (Verschärfung Bewilligungspflicht, härteres Durchgreifen der Polizei bei unbewilligten Demonstrationen, konsequentere Verrechnung von Polizeikosten)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Das Recht auf freie Meinungsäusserung ist durch die Bundesverfassung garantiert und bildet einen Grundpfeiler unserer Demokratie. Das darf nicht durch Verschärfungen im Umgang mit Demonstrationen eingeschränkt werden.
Nationalität in Polizeimeldungen
Soll im Kanton Bern in Polizeimeldungen standardmässig die Nationalität von Tatverdächtigen genannt werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Nationalität eines Tatverdächtigen hat nichts mit der Straftat zu tun.
Erhöhte Polizeipräsenz
Befürworten Sie eine stärkere sichtbare Präsenz der Polizei?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Eine stärkere sichtbare Präsenz kann möglicherweise in Einzelfällen Straftaten be- / verhindern. Ich fühle mit jedoch im Kanton Bern sicher und finde eine stärkere Polizeipräsenz nicht unbedingt nötig.
Werthaltungen
Freie Marktwirtschaft
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Von einer freien Marktwirtschaft profitieren langfristig alle."
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Kommentar
Freie Marktwirtschaft kann den gesamtgesellschaftlichen Wohlstand erhöhen, aber sie sorgt nicht von selbst dafür, dass alle profitieren. Ich vertrete eher die soziale Marktwirtschaft mit freien Märkten und staatlichen Regeln (Umverteilung, Sozialstaat und Schutz öffentlicher Güter).
Vollzeit-Kinderbetreuung
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Für ein Kind ist es am besten, wenn ein Elternteil Vollzeit für die Kinderbetreuung zu Hause bleibt."
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Kommentar
Um dem demografischen Wandel entgegenzutreten und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken kann es sich die Schweiz / der Kanton Bern nicht leisten, wenn ein Elternteil Vollzeit für die Kinderbetreuung zu Hause bleibt. Zudem können es sich viele Familien finanziell nicht leisten, auf ein Einkommen zu verzichten.
Bestrafung Krimineller
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Die Bestrafung Krimineller ist wichtiger als deren Wiedereingliederung in die Gesellschaft."
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Kommentar
Die Aussage konstruiert ein Entweder oder. In der Strafrechtstheorie sind Strafe und Resozialisierung keine Gegensätze sondern erfüllen unterschiedliche Funktionen wie Schuldausgleich und Prävention.
Umweltschutz
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Ein stärkerer Umweltschutz ist notwendig, auch wenn er zu Lasten des Wirtschaftswachstums durchgesetzt werden muss."
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Kommentar
Mit dieser Aussage werden kurzfristige und langfristige Effekte vermischt. Kurzfristig kann Umweltschutz Wachstum bremsen, langfristig schützt er jedoch die wirtschaftlichen Grundlagen. Die Aussage müsste folgendermassen lauten: "Starker Umweltschutz ist notwendig, selbst wenn er kurzfristig wirtschaftliches Wachstum begrenzt. Langfristig ist er eine Voraussetzung für nachhaltigen Wohlstand."
Kommentar
Damit sichergestellt werden kann, dass die Mieten stabil bleiben und Wohnraum gerecht verteilt wird, ist es nötig, dass der gemeinnützige Wohnungsbau finanziell gefördert wird. Dies vor allem in der aktuellen Situation der steigenden Mieten und der Wohnungsknappheit.