Sarah Gabi Schönenberger
Sozialdemokratische Partei | 02.05.4 | Bisher
Sozialstaat, Familie & Gesundheit
Förderung gemeinnütziger Wohnungsbau
Soll der Kanton den gemeinnützigen Wohnungsbau finanziell stärker fördern (z.B. finanzielle Unterstützung von Wohnbaugenossenschaften)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Ergänzungsleistungen für Familien
Sollen im Kanton Bern Ergänzungsleistungen für Familien mit tiefem Einkommen eingeführt werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Familie haben, Kinderbetreuung, wohnen, arbeiten, Krankenkassenprämien, Renten, das alles soll Menschen nicht arm machen. Wir müssen Armutsursachen und falsche Strukturen bekämpfen, statt von Armut betroffene Menschen. Ergänzungsleistungen für Familien mit tiefem Einkommen können etwas Abhilfe schaffen und einige Kantone haben diese auch bereits erfolgreich eingeführt und umgesetzt. Wir von der SP wollten schon seit langem FamEL einführen im Kanton Bern.
Verschärfung Sozialhilfe
Befürworten Sie Verschärfungen im Bereich der Sozialhilfe (z.B. vereinfachte Überwachung bei Verdacht auf Missbrauch)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Wir müssen Armutsursachen und falsche Strukturen bekämpfen, statt von Armut betroffene Menschen.
Ausbau Elternzeit
Soll die bezahlte Elternzeit über die aktuellen 14 Wochen Mutterschaftsurlaub und zwei Wochen Vaterschaftsurlaub hinaus ausgebaut werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Es braucht schon lange eine echte Elternzeit im Kanton Bern und in der Schweiz. Eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf und eine bessere Aufteilung der Betreuungsaufgaben und der Familienarbeit wie auch des Mental Loads wird sich nicht von alleine einstellen, hierfür müssen die familienpolitischen Strukturen endlich nachhaltig und ausreichend verbessert werden. Wir haben da noch viel Luft nach oben. Kinder haben in der Schweiz ist ein Armutsrisiko.
Erhöhung Prämienverbilligung
Soll die Prämienverbilligung erhöht werden, so dass niemand mehr als 10% seines verfügbaren Einkommens für die Krankenversicherung bezahlen muss?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Krankenkassenprämien belasten insbesondere die Familienbudgets über die Massen. Das wird für viele Haushalte zunehmend zu einem finanziellen Problem und Risiko.
Kantonale Spitalplanung
Befürworten Sie eine stärkere Steuerung der Spitalplanung und Gesundheitsversorgung durch den Kanton (z.B. Konzentration der Gesundheitsleistungen)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Durch die Privatisierungen der Spitäler, kann der Kanton selber kaum mehr Einfluss nehmen. Geburtsabteilungen schliessen vielerorts von einem Tag auf den anderen (Bspw. in Riggisberg, Münsingen, Langenthal), die Grundversorgung wird so aufs Spiel gesetzt.
Schule & Bildung
Integrative Schule
Gemäss dem Konzept der integrativen Schule werden Kinder mit Lernschwierigkeiten oder Behinderungen grundsätzlich in regulären Schulklassen unterrichtet. Befürworten Sie dies?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Inklusion ja, aber hierfür braucht es ausreichende Ressourcen. Wenn Klassen zu gross sind, Fachpersonen fehlen oder Zeit für Teamteaching fehlt, verschlechtert sich die Förderung für das Kind und für die Klasse und ist die Situation ist dann auch schwer tragbar für die Lehrpersonen. Wichtig wären in erster Linie kleinere Klassengrössen, diese wurden bei einem Sparpaket sogar noch erhöht, das hat die Situation verschärft. Inklusion bedeutet Teilhabe statt Stigmatisierung & Aussonderung.
Separativer Unterricht
Sollten Kinder mit geringen Deutschkenntnissen zunächst in separaten Klassen unterrichtet werden, bis sie ein bestimmtes Sprachniveau erreicht haben?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Grundsätzlich ist es sinnvoll, möglichst rasch zu integrieren mit starker DaZ-Unterstützung. Je nach Sprachhintergrund zwei Lösungen im Kt. Bern möglich: Direktintegration in die Regelklasse oder zuerst ein Intensivkurs DaZ (mit anschliessender Integration). Hier gilt es immer im Einzelfall abzuwägen, was für das Kind, die Klasse und die LP gut ist. Für Kinder mit bspw. Flucht-/Umbruch-Erfahrung kann ein geschützteres Setting in separaten Klassen am Anfang helfen.
Erste Fremdsprache Englisch
Soll im Kanton Bern anstelle einer Landessprache (Französisch bzw. Deutsch) Englisch als erste Fremdsprache unterrichtet werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ausgangslage im Kt. Bern heute: Französisch ist 1. Fremdsprache ab 3. Schuljahr, Englisch 2. Fremdsprache ab 5. Schuljahr. Englisch als globale Sprache heutzutage aber auch zunehmend wichtig. Der Kt. Bern ist rechtlich & politisch zweisprachig: Deutsch und Französisch sind Landes- & Amtssprachen im Kanton Bern. Französisch ist die zweite Landessprache und nicht nur “Nutzsprache”, sondern Kitt zwischen Sprachregionen. Wenn Französisch nach hinten rutscht, leidet Verständigung & Solidarität.
Gleiche Bildungschancen
Soll sich der Kanton stärker für gleiche Bildungschancen einsetzen (z.B. mit Förderunterricht-Gutscheinen für Schüler/-innen aus Familien mit geringem Einkommen, Erhöhung Stipendien)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Der Kanton trägt Verantwortung für eine qualitativ gute Bildung & dafür, dass alle Kinder unabhängig von Herkunft & Einkommen faire Startbedingungen haben. Chancengerechtigkeit ist Kernziel öffentlicher Bildung. Ungleiche Bildungschancen erhöhen das Risiko von Lehrabbrüchen, Sozialhilfeabhängigkeit & schlechterer Gesundheit; frühe Förderung wirken oft günstiger, als spätere “Reparaturpolitik”. Gute Grundbildung & erfolgreiche Abschlüsse sind zentral für Fachkräftesicherung & Innovationsfähigkeit
Migration & Integration
Stimmrecht für Ausländer/-innen
Sollen Ausländer/-innen, die seit mindestens zehn Jahren in der Schweiz leben, das Stimm- und Wahlrecht auf Gemeindeebene im Kanton Bern erhalten?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Wer seit 10+ Jahren in einer Gemeinde lebt, dort Steuern zahlt und von Schul-, Wohn-, Verkehrs- und Sozialentscheiden direkt betroffen ist, sollte auf dieser Ebene auch politisch mitbestimmen können. Politische Rechte fördern Zugehörigkeit, Verantwortung und Beteiligung am Gemeinwesen, statt eine grosse Bevölkerungsgruppe politisch auszuschliessen. Der Kanton Bern plant aufgrund eines SP Vorstosses aktuell ein fakultatives kommunales Stimmrecht, bei dem die Gemeinden selbst entscheiden könnten.
Direkte Aufnahme von Geflüchteten
Soll sich der Kanton Bern dafür einsetzen, dass mehr Geflüchtete aus Lagern direkt vor Ort (z.B. Griechenland, Gaza) in der Schweiz aufgenommen werden (sogenannte Resettlement-Flüchtlinge)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
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Integrationsförderung Ausländer/-innen
Soll der Kanton Bern Ausländer/-innen bei der Integration stärker unterstützen (z.B. ausgebaute Sprachförderung, zusätzliche Sozialarbeiter/-innen)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Sprache als Schlüssel zu Bildung & Arbeit: Der Kanton Bern setzt im Kantonalen Integrationsprogramm (KIP) einen Schwerpunkt auf Sprache, Arbeitsmarkt & Ausbildung. Ausgebaute Sprachförderung hilft, dass Menschen schneller in Lehre/Job & Weiterbildung kommen und langfristig unabhängiger werden. Chancengleichheit & weniger Folgekosten. Integrationsförderung hat das Ziel der chancengleichen Teilnahme am wirtschaftlichen, sozialen & kulturellen Leben. Zusätzliche Beratung/Sozialarbeit ist sinnvoll.
Verschärfung Einbürgerungsrecht
Soll das kantonale Einbürgerungsgesetz verschärft werden (z.B. höhere Sprachkenntnisse)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Willkür bei Einbürgerungen, wie wir sie leider auch heute kommunal vielerorts beobachten können, gibt es zu unterbinden. Höhere Hürden schwächen Integration statt sie zu fördern: Wer seit Jahren hier lebt, arbeitet, Kinder in die Schule schickt und Steuern zahlt, soll nicht durch zusätzliche Prüfungsbarrieren politisch und gesellschaftlich länger “aussen vor” bleiben. Die heutigen Mindestanforderungen (B1 mündlich / A2 schriftlich) zielen bereits auf alltagstaugliche Verständigung.
Bezahlkarten für Asylsuchende
Begrüssen Sie die Einführung von Bezahlkarten für Asylsuchende (anstelle von Bargeld)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Eine Sonderkarte für Asylsuchende schränkt Selbstbestimmung ein und kann das Leben unnötig verkomplizieren (Akzeptanzstellen, Onlinezahlungen, Secondhand/Flohmarkt, kleine Alltagsausgaben). Kaum Evidenz, mögliche Mehrkosten: Der Bundesratsbericht hält fest, dass es keine belastbaren Daten gibt, um positive/negative Effekte klar zu bewerten; viele Kantone rechnen eher mit Kostensteigerungen. Zudem gibt es keine wissenschaftlichen Hinweise, dass Bezahlkarten Missbrauch relevant senken.
Kündigung Bilaterale Verträge
Soll die Schweiz die Bilateralen Verträge mit der EU kündigen und ein Freihandelsabkommen ohne Personenfreizügigkeit anstreben?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ein reines Freihandelsabkommen ersetzt die Bilateralen nicht. Schaden für Wirtschaft, Forschung und Arbeitsmarkt: Der Bundesrat warnt seit Jahren, dass eine Kündigung der Personenfreizügigkeit den bilateralen Weg grundsätzlich gefährdet und für Wirtschaft/Wissenschaft spürbar negativ wäre; zudem sind viele Branchen angesichts Demografie auf Arbeitskräfte angewiesen.
Gesellschaft, Kultur & Ethik
Erneuerung Kunstmuseum Bern
Der Kanton möchte sich mit rund 81 Mio. CHF an der Sanierung und dem Ersatzneubau des Kunstmuseums Bern beteiligen (Sanierung Altbau und Ersatz des sog. Atelier-5 Erweiterungsbaus). Befürworten Sie dies?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Dringend & unvermeidbar: Altbau und Atelier-5-Anbau haben gravierende Sicherheits-/Betriebsmängel; der Anbau ist nur noch bis Ende 2030 nutzbar. Gute Hebelwirkung: Der Kantonsbeitrag (81 Mio.) mobilisiert hohe Drittmittel (u.a. über 50 Mio. privat) und sichert ein zentrales Kulturhaus langfristig.
Legalisierung Cannabis
Soll sich der Kanton Bern für eine Legalisierung von Cannabis einsetzen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
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Kommentar
Jugendschutz & Gesundheit durch Regulierung statt Schwarzmarkt: Legaler, kontrollierter Verkauf kann Qualität/THC-Gehalt, Alterskontrollen und Prävention besser absichern als ein illegaler Markt. Entkriminalisierung des Konsums sinnvoll. Aber die Gefahren des Cannabiskonsums sind nicht zu unterschätzen. Klare Regeln z.B. kein Verkauf an Minderjährige, Werbeverbot, Produktstandards zentral.
Verbot geschlechtsneutraler Sprache
Soll kantonalen Stellen (Behörden, Schulen) die Verwendung von geschlechtsneutraler Sprache mittels Genderstern oder ähnlichen Zeichen in der schriftlichen Kommunikation verboten werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Eingriff in Fachlichkeit & Autonomie: Ein Verbot nimmt Behörden und Schulen ein simples Werkzeug für adressatengerechte, diskriminierungsarme Kommunikation und beschneidet ihre professionelle Gestaltung (statt klare, verständliche Leitlinien zu setzen).
Tierische Produkte in Kantinen
Sollen kantonseigene Kantinen und Personalrestaurants eine Verpflegung mit tierischen Produkten anbieten müssen (z.B. Verzicht auf rein vegane Mensen an der Universität)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Wahlfreiheit statt Zwang: Der Kanton soll nicht vorschreiben, dass tierische Produkte angeboten werden müssen. Entscheidend ist, dass Mitarbeitende/Studierende eine gute, ausgewogene Auswahl haben. Klima-, Gesundheits- & Tierwohlziele ernst nehmen: Pflanzliche Verpflegung senkt in der Regel Umwelt- & Klimabelastung & unterstützt kantonale Nachhaltigkeitsziele; eine Pflicht zu tierischen Produkten wäre ein Rückschritt in der öffentlichen Vorbildfunktion.
Direkte Medienförderung
Befürworten Sie eine direkte Medienförderung durch den Kanton (z.B. finanzielle Unterstützung von Medien für die regionale und kantonale Berichterstattung)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die redaktionelle Freiheit muss jederzeit gewahrt sein. Regionale Medien und Berichterstattung sichern Information und Kontrolle politischer Prozesse vor Ort; ohne Unterstützung drohen “News deserts” und weniger Vielfalt in der Berichterstattung.
Finanzierung Landeskirchen
Der Kanton Bern unterstützt die Landeskirchen jährlich mit rund 73 Millionen Franken (Sockelbeitrag und gesamtgesellschaftliche Leistungen). Befürworten Sie dies?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
gesellschaftlichen Nutzen: Die Landeskirchen erbringen viele gemeinwohlorientierte Leistungen (z.B. Jungendarbeit, Seelsorge in Spitälern& Justiz, Beratung, Armuts- & Integrationsarbeit, die sonst der Staat mitfinanzieren oder selbst anbieten müsste. Aber säkular und fair ausgestalten: Unterstützung nur transparent, leistungsbezogen & nicht missionarisch (klare Trennung von Kultus und staatlich abgegoltenen Leistungen, Gleichbehandlung/Öffnung für vergleichbare Angebote anderer Träger).
Finanzen & Steuern
Steuersenkung
Befürworten Sie die geplante Senkung der Steueranlage auf kantonaler Ebene in den nächsten vier Jahren?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
In erster Linie sollte der interkantonale Steuerwettbewerb aufgehoben werden! Entlastung des Mittelstands sinnvoll. Im Kanton Bern sind die Steuern für natürliche Personen im interkantonalen Vergleich hoch; eine moderate Senkung kann Haushalte etwas entlasten (Miete, Krankenkassen, Teuerung), ohne dass nur Top-Einkommen profitieren. Senkung nur, wenn sie sozial ausgewogen ausgestaltet ist & keine Kürzungen bei Bildung, Prämienverbilligungen & sozialen Leistungen nach sich zieht.
Lockerung Schuldenbremse
Soll die kantonale Schuldenbremse gelockert werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Investitionen ermöglichen statt Verschleiss: Eine etwas flexiblere Schuldenbremse erlaubt, dringend nötige Investitionen (Schulen, Spitäler, Infrastruktur, Energie) zeitgerecht zu finanzieren. Das ist oft günstiger, als Sanierungen jahrelang aufzuschieben & später teurer nachzuholen. Stabilität in Krisen: In Rezessionen oder bei ausserordentlichen Lagen kann der Kanton mit mehr Spielraum Leistungen sichern & Konjunktur stützen,statt zu kürzen, was Wirtschaft & soziale Lage zusätzlich belastet.
Individualbesteuerung
Sollen Ehepaare künftig als Einzelpersonen besteuert werden (Individualbesteuerung)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Mehr Steuergerechtigkeit: Individualbesteuerung beseitigt die “Heiratsstrafe”, weil nicht mehr zwei Einkommen zusammen zu einem höheren Steuersatz führen. Stärkt Erwerbsanreize (v.a. für Zweitverdienende): Wenn das zweite Einkommen nicht überproportional hoch besteuert wird, lohnt sich mehr Arbeit/Weiterbildung eher, das hilft Familien, dem Mittelstand und der Gleichstellung und Gleichberechtigung und hilft gegen den Fachkräftemangel.
Anpassung Finanzausgleich
Der Kanton Bern hat den Finanzausgleich so angepasst, dass die Städte Burgdorf und Langenthal neu für Zentrumslasten entschädigt werden und die Stadt Bern weniger Geld erhält. Befürworten Sie dies?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Fairness & Realität der Zentrumslasten: Burgdorf und Langenthal tragen als Regionalzentren zunehmend Kosten für Angebote, die weit über die eigene Bevölkerung hinaus genutzt werden (z.B. Bildung, Kultur, Sport, soziale Dienstleistungen). Eine Entschädigung bildet diese Lasten besser ab. Ausgewogener, regionaler Zusammenhalt: Wenn mehrere Zentren angemessen entschädigt werden, stärkt das die Versorgung in der Fläche & entlastet den Druck auf die Stadt Bern. Finanzausgleich so breiter abgestützt.
Steuer auf Zweitliegenschaften
Soll der Kanton Bern im Zuge der Abschaffung des Eigenmietwerts eine zusätzliche Steuer auf Zweitliegenschaften ermöglichen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Wenn der Eigenmietwert wegfällt, fehlen dort teils wichtige Steuererträge. Eine zusätzliche Steuer auf überwiegend selbstgenutzte Zweitliegenschaften kann diese Mindereinnahmen gezielt kompensieren. Verursachergerecht & Lenkungswirkung: Zweitliegenschaften nutzen Infrastruktur und treiben Kosten/Preise, ohne dass immer gleich viele ständige Steuerzahlende vor Ort sind. Eine Zusatzsteuer kann diese Zentrum-/Infrastrukturkosten fairer verteilen und “kalte Betten” unattraktiver machen.
Wirtschaft & Arbeit
Teilprivatisierung BEKB
Soll der Kanton Bern seine Beteiligung an der Berner Kantonalbank (BEKB) auf unter 50 Prozent reduzieren (Teilprivatisierung)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Langfristiger Wert statt kurzfristiger Kasse: Eine Reduktion unter 50% bringt einmalige Einnahmen, schwächt aber dauerhaft den öffentlichen Einfluss und kann künftige Dividenden/Erträge und Stabilität kosten. Gerade in Krisenzeiten ist öffentliche Kontrolle ein Vorteil.
Kantonaler Mindestlohn
Befürworten Sie die Einführung eines für alle Arbeitnehmenden gültigen Mindestlohnes von CHF 4'200 für eine Vollzeitstelle (ca. CHF 24 pro Stunde)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Liberalisierung Geschäftsöffnungszeiten
Befürworten Sie eine vollständige Liberalisierung der Geschäftsöffnungszeiten (Festlegung nach freiem Ermessen unter Berücksichtigung des Arbeitsgesetzes)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Lohngleichheit Frauen/Männer
Befürworten Sie eine strengere Kontrolle der Lohngleichheit von Frauen und Männern (z.B. bei Unternehmen, die kantonale Aufträge erhalten)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Regulierung Taxi-Plattformen
Befürworten Sie eine stärkere Regulierung von Plattformen, die Taxidienste vermitteln (z.B. Bewilligungspflicht für Uber-Taxis)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Service Public im ländlichen Raum
Soll der Kanton das Service-Public-Angebot (z.B. öffentlicher Verkehr, Verwaltungsdienstleistungen) in ländlichen Gebieten stärker unterstützen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
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Umwelt & Energie
Aufhebung AKW-Neubauverbot
Soll sich der Kanton Bern für eine Aufhebung des Verbots für neue Atomkraftwerke einsetzen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Umwelt- und Risikofragen bleiben: Atomenergie verursacht weiterhin hochradioaktiven Abfall über sehr lange Zeiträume und bringt Restrisiken (Unfälle, Entsorgung, Rückbau). Für einen ökologischen Umbau ist der Fokus auf erneuerbare, risikoärmere Technologien sinnvoller. Zudem zu teuer und zu langsam: Neue AKW sind extrem kapitalintensiv, mit langen Planungs- und Bauzeiten sowie hohen Finanzierungs- und Haftungsrisiken.
Ökologische Auflagen Landwirtschaft
Soll der Kanton die ökologischen Anforderungen für verpachtete Landwirtschaftsflächen erhöhen (z.B. Verbot synthetischer Pestizide)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Vorbildfunktion mit Hebelwirkung: Auf kantonseigenen Pachtflächen kann der Kanton unmittelbar Biodiversität, Bodenfruchtbarkeit und Gewässerschutz stärken. Ein Verbot synthetischer Pestizide reduziert Einträge in Böden & Gewässer & fördert Bestäuber & Nützlinge. Langfristig wirtschaftlich sinnvoll: Gesündere Böden & mehr Biodiversität machen die Produktion widerstandsfähiger (Dürre, Schädlinge) & senken Folgekosten für Trinkwasseraufbereitung & Umweltschäden.
Förderung erneuerbarer Energien
Sollen die kantonalen Förderbeiträge für erneuerbare Energie im Gebäudebereich erhöht werden (z.B. für Heizungsersatz oder Ladeinfrastruktur für Elektromobilität)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Klimaschutz dort, wo die Emissionen entstehen: Gebäude (v.a. Heizungen) sind ein grosser Hebel. Höhere Beiträge beschleunigen den Umstieg von Öl/Gas auf Wärmepumpen/Fernwärme und reduzieren CO₂ schnell & dauerhaft. Entlastung & Tempo für Eigentümer und KMU: Fördergelder senken die hohen Anfangsinvestitionen, machen Sanierungen planbarer (gerade für Mittelstand & Genossenschaften) und stärken das lokale Gewerbe; Ladeinfrastruktur ist zudem Voraussetzung, damit E-Mobilität im Alltag funktioniert.
Strengerer Tierschutz
Befürworten Sie strengere Tierschutzregelungen für die Haltung von Nutztieren (z.B. permanenter Zugang zum Aussenbereich)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Tierwohl ist nicht verhandelbar: Permanenter Zugang zum Aussenbereich ermöglicht artgerechteres Verhalten (Bewegung, frische Luft, Beschäftigung) und reduziert Stress und Leiden. Das ist ein zentraler Schritt zu würdiger Nutztierhaltung. Bessere Gesundheit, weniger Probleme im System: Mehr Platz & Auslauf senken oft Krankheits- & Verletzungsrisiken, damit auch den Bedarf an Medikamenten; langfristig stärkt das Vertrauen in die Landwirtschaft und rechtfertigt faire Preise.
Ausbau Wasserkraft
Befürworten Sie einen Ausbau der Wasserkraftwerke im Grimsel- und Sustengebiet?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ja, aber mit klarer Moorschutz-Grenze: Ein moderater Ausbau kann zusätzliche, flexible Winterstromproduktion liefern und die Versorgungssicherheit stärken, sofern Moorlandschaften & geschützte Biotope strikt unangetastet bleiben (kein Eingriff in Moorflächen, volle Kompensation/Alternativen prüfen).
Schutz Grossraubtiere
Soll der Kanton Bern den Schutz der Grossraubtiere (Wolf und Luchs) stärker gewichten (z.B. Reduktion der präventiven Abschüsse)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Biodiversität & natürliche Balance: Wolf & Luchs sind Schlüsselarten; sie stabilisieren Ökosysteme (z.B. durch Regulierung von Wildbeständen) & sind Teil eines funktionierenden Naturhaushalts. Schutz hat deshalb hohen öffentlichen Wert. Prävention statt Abschusslogik: Weniger präventive Abschüsse setzt den Fokus auf wirksame Herdenschutzmassnahmen (Zäune, Hunde, Beratung/Entschädigung). Das reduziert Konflikte nachhaltiger & verhindert, dass geschützte Bestände geschwächt werden.
Verkehr
ÖV-Ausbau
Soll der Kanton mehr Mittel für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs bereitstellen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Klimaschutz und weniger Stau: Mehr Angebot im ÖV verlagert Verkehr von der Strasse auf Bahn/Bus, senkt CO₂ und Luftschadstoffe und entlastet Strassen in Stadt und Agglomerationen. Gleichwertige Erreichbarkeit im ganzen Kanton: Ein dichterer, verlässlicher ÖV stärkt Regionen (Pendeln, Ausbildung, Gesundheit, Freizeit), erhöht Standortattraktivität und sorgt für soziale Teilhabe,auch ohne Auto.
Autobahnausbau
Befürworten Sie den geplanten Ausbau der Autobahn A1/A6 bei Bern (u.a. Bypass Bern Ost, Anschluss Wankdorf, Spurausbau Wankdorf-Schönbühl)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Ausbau Langsamverkehr
Soll im Kanton Bern die Infrastruktur für den Langsamverkehr (z.B. Velowege) schneller ausgebaut werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ja, der Kanton Bern sollte die Infrastruktur für den Langsamverkehr (v.a. Velowege) schneller ausbauen. Sicherheit & Alltagstauglichkeit: Durchgängige, getrennte & gut gestaltete Velowege reduzieren Unfälle & machen das Velo für mehr Menschen zur realistischen Option im Alltag. Entlastung & Klima: Mehr Velo- und Fussverkehr entlastet Strassen und ÖV, senkt Lärm und Emissionen, dies oft mit vergleichsweise geringen Kosten pro zusätzlichem Wegkilometer im Vergleich zu Strassenprojekten.
Verbot Tempo 30
Befürworten Sie ein Verbot von Tempo 30 auf verkehrsorientierten Strassen innerorts?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Sicherheit & Gesundheit gehen vor: Tempo 30 senkt Unfallrisiko deutlich und reduziert Lärmerade innerorts schützt das Kinder, Velofahrende und Fussgänger/-innen sowie die Anwohnenden. Ein pauschales Verbot nimmt Gemeinden ein wirksames Instrument. Gemeindeautonomie & situationsgerechte Lösungen: Ob Tempo 30 sinnvoll ist, hängt von Quartieren, Schulwegen, Lärmbelastung und Verkehrsführung ab. Ein kantonales Verbot ist ideologisch und verhindert pragmatische, lokal passende Lösun
Politisches System & Digitalisierung
Digitale Kantonsverwaltung
Soll der Kanton dazu übergehen, seine Dienstleistungen nur noch digital anzubieten ("Digital-Only"-Prinzip)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Digital-Only kann Abläufe stark vereinfachen und beschleunigen (weniger Papier, schnellere Bearbeitung, tiefere Kosten, ökologischer) und macht viele Services 24/7 verfügbar. Wichtig aber, dass kein Ausschluss für Menschen aufgrund digitaler Hürden aufgrund Alter, Behinderung, Sprache oder fehlender Zugang/Kompetenzen. Der Staat muss die Grundversorgung barrierefrei und für alle erreichbar halten.
Digitale Unterschriftensammlung
Soll sich der Kanton für die Einführung von E-Collecting einsetzen (digitale Unterschriftensammlung für Volksinitiativen und Referenden)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Der Kanton Bern soll sich klar für E-Collecting einsetzen. Demokratie wird dadurch zugänglicher. Digitale Unterschriftensammlung senkt Hürden (Zeit, Mobilität, Betreuungspflichten) & ermöglicht mehr Menschen, sich unkompliziert an Initiativen & Referenden zu beteiligen. Effizienter & überprüfbarer: Standardisierte digitale Prozesse können die Prüfung beschleunigen, Fehler reduzieren & die Nachvollziehbarkeit verbessern. Zentral dabei aber ist die Einhaltung klarer Sicherheitsstandards.
Ausbau Entwicklungszusammenarbeit
Soll der Kanton Bern sein finanzielles Engagement bei der Entwicklungszusammenarbeit ausbauen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Wirkt präventiv und spart Folgekosten: Investitionen in Bildung, Gesundheit, Ernährungssicherheit & gute Regierungsführung stabilisieren Regionen. Das reduziert langfristig Krisen, Fluchtursachen & humanitäre Notlagen, die später deutlich teurer werden. Der Kanton kann über bewährte, kontrollierbare Projekte (z.B. mit NGOs und Partnerregionen) konkrete Verbesserungen erzielen & gleichzeitig internationale Verantwortung glaubwürdig wahrnehmen.
Strikte Neutralitätspolitik
Soll die Schweiz ihre Neutralität strikter auslegen (Verzicht auf wirtschaftliche Sanktionen)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Neutralität heisst nicht Gleichgültigkeit: Sanktionen sind ein friedliches Mittel, um schwerwiegende Verletzungen von Völkerrecht und Menschenrechten zu reagieren, dies ohne militärische Beteiligung. Wenn die Schweiz auf Sanktionen verzichtet, wird sie schneller zur Ausweichplattform für Umgehungsgeschäfte. Das schadet Ruf, Rechtssicherheit und kann Gegenmassnahmen anderer Staaten auslösen.
Sicherheit & Polizei
Ausbau Videoüberwachung
Befürworten Sie einen Ausbau der Videoüberwachung im öffentlichen Raum?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Flächendeckende Überwachung betrifft alle, auch Unbeteiligte und bedeutet ein erheblicher Eingriff in Privatsphäre und Grundrechte. Oft leider nur begrenzter Nutzen, dafür aber hohe Folgekosten. Sicherheit im öffentlichen Raum aber wichtig.
Polizeidienst für Ausländer/-innen
Im Kanton Bern ist für den Polizeidienst die Schweizer Staatsangehörigkeit erforderlich. Sollen in Zukunft auch Ausländer/-innen mit C-Niederlassungsbewilligung zugelassen werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Mehr geeignete Fachkräfte & bessere Durchmischung: Der Polizeiberuf leidet vielerorts unter Rekrutierungsdruck. C-Bewilligung bedeutet langfristige Integration & stabile Lebensperspektive, damit erschliesst man motivierte, gut qualifizierte Personen & spiegelt die Bevölkerung besser. Mehr Vertrauen und Nähe zur Bevölkerung: Diversere Teams bringen Sprach- & Kulturkompetenzen mit, die Deeskalation erleichtern & die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Communities stärken.
Verschärfter Umgang mit Demonstrationen
Soll der Umgang mit Demonstrationen verschärft werden (Verschärfung Bewilligungspflicht, härteres Durchgreifen der Polizei bei unbewilligten Demonstrationen, konsequentere Verrechnung von Polizeikosten)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Grundrechte stehen auf dem Spiel: Demo- und Meinungsfreiheit sind zentrale demokratische Rechte. Eine Verschärfung (Bewilligungshürden, hartes Vorgehen) kann rasch abschreckend wirken und legitimen Protest faktisch verdrängen, gerade bei spontanen Kundgebungen zu aktuellen Ereignissen. Kostenverrechnung kann „Strafgebühr“ werden: Wenn Polizeikosten konsequent den Organisator:innen auferlegt werden, trifft das oft zivilgesellschaftliche Gruppen überproportional & schafft ein finanzielles Risiken.
Nationalität in Polizeimeldungen
Soll im Kanton Bern in Polizeimeldungen standardmässig die Nationalität von Tatverdächtigen genannt werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Nationalität soll nur dann genannt werden, wenn sie für das Verständnis des Falls oder für die öffentliche Fahndung relevant ist (z.B. wenn nach einer Person gesucht wird oder ein konkreter Bezug besteht). Sonst erhöht es das Risiko von Stigmatisierung und verzerrt die Wahrnehmung von Kriminalität.
Erhöhte Polizeipräsenz
Befürworten Sie eine stärkere sichtbare Präsenz der Polizei?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Prävention & Sicherheitsgefühl: Präsenz wirkt deeskalierend, schreckt Gelegenheitsdelikte ab und stärkt das subjektive Sicherheitsgefühl, besonders an Hotspots und zu Randzeiten. Nähe zur Bevölkerung: Mehr Kontakt im Alltag (Quartierstreifen, Ansprechbarkeit) verbessert Vertrauen, erleichtert Hinweise aus der Bevölkerung und ermöglicht frühzeitiges Erkennen von Konflikten.
Werthaltungen
Freie Marktwirtschaft
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Von einer freien Marktwirtschaft profitieren langfristig alle."
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 |
|---|---|---|---|---|---|---|
Kommentar
Freie Marktwirtschaft kann breiten Wohlstand schaffen, aber „für alle“ braucht es Spielregeln (fairer Wettbewerb, Sozialstaat/Weiterbildung, Arbeitnehmerinnenschutz, Umweltstandards, wirksame Aufsicht). Ohne Regeln und Ausgleich profitieren manche deutlich mehr als andere. Es gibt Verlierer durch Strukturwandel, Marktmacht/Monopole, schlechte Arbeitsbedingungen, Umweltkosten & ungleiche Startchancen.
Vollzeit-Kinderbetreuung
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Für ein Kind ist es am besten, wenn ein Elternteil Vollzeit für die Kinderbetreuung zu Hause bleibt."
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 |
|---|---|---|---|---|---|---|
Kommentar
Beide Elternteile sind zentral für Entwicklung: Wenn beide Verantwortung übernehmen, erleben Kinder partnerschaftliches Modell von Care-Arbeit und Erwerbsarbeit profitieren vor allem von stabiler, verlässlicher Beziehung. Das gelingt v.a., wenn beide Elternteile präsent sind & Betreuung teilen. Rollenfixierung kann Chancen einschränken; traditionelle Rollen schwächen die finanzielle Unabhängigkeit (meist der Mutter) & erhöhen Druck & Abhängigkeiten.
Bestrafung Krimineller
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Die Bestrafung Krimineller ist wichtiger als deren Wiedereingliederung in die Gesellschaft."
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 |
|---|---|---|---|---|---|---|
Kommentar
Sicherheit entsteht durch weniger Rückfälle: Wiedereingliederung (Therapie, Bildung, Arbeit, stabile Betreuung) senkt die Rückfallquote oft wirksamer als reine Härte und schützt damit die Bevölkerung langfristig besser. Bestrafung allein löst Ursachen nicht: Wer nur „weggesperrt“ und danach ohne Perspektive entlassen wird, landet häufiger wieder im System. Konsequenzen sind wichtig, aber ohne Rehabilitation bleibt es ein teurer Kreislauf.
Umweltschutz
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Ein stärkerer Umweltschutz ist notwendig, auch wenn er zu Lasten des Wirtschaftswachstums durchgesetzt werden muss."
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 |
|---|---|---|---|---|---|---|
Kommentar
Lebensgrundlagen sind nicht verhandelbar: Klima, Biodiversität, sauberes Wasser und Böden sind die Basis für Gesundheit, Landwirtschaft und Versorgungssicherheit. Wenn diese kippen, entstehen massive und langfristige Schäden – auch wirtschaftlich. „Wachstum um jeden Preis“ ist teuer: Umweltzerstörung verursacht hohe Folgekosten (Extremwetter, Gesundheitskosten, Infrastrukturschäden). Strenger Umweltschutz ist oft günstiger als späteres Reparieren. Innovation & Zukunftsfähigkeit wichtig.
Kommentar
Bezahlbarer Wohnraum wird immer knapper, die Situation spitzt sich weiter zu. Kanton wie Gemeinden müssen zwingend handeln, damit es mehr bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung hat und die Mieten nicht einfach stetig weiter grenzenlos steigen.