Vincenzo Ciardo

FDP.Die Liberalen | 04 08.1
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Sozialstaat, Familie & Gesundheit

Förderung gemeinnütziger Wohnungsbau

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Gemeinnütziger Wohnungsbau kann einen wichtigen Beitrag zu einem vielfältigen und lebenswerten Thun leisten. Ich unterstütze deshalb eine gezielte Förderung, insbesondere wenn die Stadt eigenes Land im Baurecht zur Verfügung stellen oder gute Rahmenbedingungen schaffen kann. Dabei sollten jedoch auch private Investitionen und ein vielfältiges Wohnungsangebot ihren Platz haben. Für mich gilt: gezielte Anreize und Partnerschaften statt einer staatlichen Steuerung des gesamten Wohnungsmarktes.

Einsatz von Sozialdetektiv/-innen

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Wer Sozialhilfe benötigt, soll darauf zählen können ! gleichzeitig muss Missbrauch konsequent verhindert werden. Bei konkreten und begründeten Verdachtsfällen soll die Stadt deshalb die Möglichkeit haben, SozialdetektivInnen einzusetzen. Dabei braucht es klare gesetzliche Voraussetzungen, Verhältnismässigkeit und den Schutz der Privatsphäre. Für mich gilt: Vertrauen und Unterstützung für Menschen in schwierigen Situationen, aber ebenso ein verantwortungsvoller Umgang mit öffentlichen Mitteln

Förderung alters- und behindertengerechtes Wohnen

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Ich unterstütze gezielte Massnahmen, die selbstbestimmtes Wohnen im Alter und für Menschen mit Behinderungen ermöglichen. Dabei sollten einfache, unbürokratische Anreize und die Unterstützung sinnvoller Anpassungen im Vordergrund stehen. Ziel muss sein, Eigenständigkeit zu fördern und gleichzeitig die öffentlichen Mittel gezielt und verantwortungsvoll einzusetzen.

Ausbau der Kinderbetreuung

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Eine gute familienergänzende Kinderbetreuung ist wichtig für Familien und für die Vereinbarkeit von Beruf, Unternehmertum und Familie. Die Stadt soll deshalb ein bedarfsgerechtes Angebot sicherstellen und gezielt unterstützen, wo Lücken bestehen. Dabei sind effiziente Strukturen, Wahlfreiheit und eine faire Beteiligung der Eltern wichtig.

Reduzierung Ausgaben im Sozialbereich

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Pauschale Kürzungen im Sozialbereich halte ich nicht für zielführend. Angebote sollen dort erhalten bleiben, wo sie nachweislich Wirkung erzielen und Menschen befähigen, wieder selbst Verantwortung zu übernehmen. Gleichzeitig müssen auch freiwillige Leistungen regelmässig auf Nutzen, Qualität und Kosten überprüft und bei Bedarf angepasst werden.

Schule & Bildung

Separativer Unterricht

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Integration soll grundsätzlich möglich sein, braucht aber die richtigen Rahmenbedingungen. Für Kinder und Jugendliche mit besonderen Bildungsbedürfnissen oder starken Verhaltensauffälligkeiten können gut geführte Förderklassen eine sinnvolle Ergänzung sein. Entscheidend ist, die passende Lösung für das einzelne Kind zu finden und gleichzeitig einen guten Unterricht für die gesamte Klasse zu gewährleisten.

Mehr Ressourcen für Schulen

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Unsere Schulen brauchen genügend Ressourcen, damit Lehrpersonen ihren Kernauftrag erfüllen können und Kinder mit unterschiedlichen Bedürfnissen gut unterstützt werden. Zusätzliche Klassenassistenzen oder heilpädagogische Ressourcen sollen dort eingesetzt werden, wo sie konkret Wirkung erzielen. Gleichzeitig müssen Personalbestand und Aufgaben regelmässig überprüft und effizienter organisiert werden.

Gleiche Bildungschancen

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Jedes Kind soll unabhängig vom Einkommen der Eltern faire Bildungschancen haben. Wo finanzielle Hürden zusätzliche Förderung verhindern, kann die Stadt gezielt unterstützen. Wichtig sind dabei zielgerichtete und unbürokratische Angebote statt einer möglichst umfassenden staatlichen Finanzierung. Leistung und Eigenverantwortung müssen weiterhin ihren Platz haben.

Obligatorische Frühförderung

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Gute Deutschkenntnisse sind eine wichtige Grundlage für einen erfolgreichen Start in die Schule und für die Integration. Bei nachgewiesenem Förderbedarf soll die Stadt deshalb eine frühe Sprachförderung ermöglichen und, wo nötig, auch verbindlich machen! Entscheidend sind eine kindgerechte Umsetzung, klare Kriterien und eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern.

Einschränkung digitaler Geräte im Unterricht

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Digitale Geräte sind aus dem modernen Unterricht nicht mehr wegzudenken und können sinnvoll eingesetzt werden. Gleichzeitig soll ihr Einsatz dort begrenzt werden, wo er die Konzentration, den direkten Austausch oder grundlegende Lernformen beeinträchtigt. Entscheidend ist für mich ein altersgerechter und pädagogisch begründeter Einsatz statt möglichst viel Digitalisierung. Schulen sollen dabei genügend Spielraum für sinnvolle Lösungen behalten.

Migration & Integration

Kündigung Bilaterale Verträge

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Die Bilateralen sind für unseren Wirtschaftsstandort und den Zugang zum europäischen Markt zentral. Die Personenfreizügigkeit soll dabei arbeitsmarktorientiert bleiben und Missbräuche müssen konsequent bekämpft werden. Ein Freihandelsabkommen allein wäre für die Schweiz kein gleichwertiger Ersatz. Ich stehe für eine eigenständige Schweiz mit starken Beziehungen zur EU, aber ohne EU-Beitritt.

Stimmrecht für Ausländer/-innen

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Politische Rechte auf Gemeindeebene sollen grundsätzlich mit dem Schweizer Bürgerrecht verbunden sein. Wer dauerhaft in der Schweiz lebt und sich politisch beteiligen möchte, soll weiterhin die Möglichkeit haben, sich einbürgern zu lassen. Integration bedeutet für mich auch, Verantwortung zu übernehmen und sich mit den Rechten und Pflichten der Schweizer Gesellschaft zu identifizieren.

Verschärfung Einbürgerung

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Die Einbürgerung ist ein wichtiger Schritt und setzt für mich eine erfolgreiche Integration voraus. Gute Kenntnisse der Landessprache, gesellschaftliche Integration und ein Verständnis für die hiesigen Werte und Regeln sind deshalb angemessene Anforderungen. Die Kriterien sollten klar, einheitlich und fair sein und dürfen Menschen, die sich erfolgreich integrieren, nicht unnötig behindern.

Gesellschaft, Kultur & Ethik

Kürzung Kulturförderung

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Kultur trägt zur Lebensqualität und zur Attraktivität von Thun bei und verdient deshalb eine angemessene öffentliche Unterstützung. Gleichzeitig müssen Fördergelder gezielt eingesetzt und regelmässig auf Wirkung und Nutzen überprüft werden. Wo möglich, sollen Eigenfinanzierung, private Beiträge und Sponsoring stärker einbezogen werden. Nicht jedes Angebot muss dauerhaft öffentlich finanziert werden.

Unterstützung Jugendkulturangebote

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Attraktive Angebote für Jugendliche schaffen Begegnungsräume, fördern Eigenverantwortung und können zur Prävention beitragen. Die Stadt soll erfolgreiche und gut genutzte Angebote deshalb gezielt unterstützen. Dabei sind klare Ziele, eine regelmässige Überprüfung der Wirkung und die angemessene Beteiligung von Vereinen, Privaten und Jugendlichen selbst wichtig.

Höhere Eintrittsgebühren für Auswärtige

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Bei Angeboten, die zu einem wesentlichen Teil durch die Stadt finanziert werden, kann eine moderate Differenzierung zugunsten der Einwohnerinnen und Einwohner sinnvoll sein. Auswärtige sollen sich angemessen an den Kosten beteiligen. Die Preise müssen jedoch fair und attraktiv bleiben, damit Thun weiterhin ein offener und gastfreundlicher Ort für Besucherinnen und Besucher ist.

Verbot geschlechtsneutraler Sprache

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Die Kommunikation von Behörden und Schulen soll verständlich, einheitlich und für alle gut zugänglich sein. Deshalb halte ich Sonderzeichen wie den Genderstern in der offiziellen Kommunikation nicht für sinnvoll. Eine klare und gut verständliche Sprache ist wichtiger als ideologisch geprägte Sprachformen. Respekt und Gleichbehandlung sollen selbstverständlich sein.

Finanzen & Steuern

Steuersenkungen

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Eine wettbewerbsfähige Steuerbelastung stärkt den Standort Thun und entlastet Bevölkerung und Unternehmen. Steuersenkungen müssen jedoch mit einer nachhaltigen Finanzpolitik vereinbar sein. Wo die finanzielle Situation und die Entwicklung der Ausgaben es zulassen, sollen Entlastungen möglich sein. Gleichzeitig sind Effizienz und klare Prioritäten bei den städtischen Ausgaben entscheidend.

Bau öffentliches Hallenbad

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Ein Hallenbad kann für Thun attraktiv und sinnvoll sein, ein Neubau durch die Stadt muss aber finanziell und langfristig gut begründet sein. Bevor neue grosse Investitionen beschlossen werden, sollen bestehende Infrastruktur, Kosten, Auslastung und mögliche private oder regionale Lösungen geprüft werden. Für mich gilt: erst Prioritäten setzen, dann investieren.

Investitionen in Infrastruktur trotz Verschuldung

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Notwendige Investitionen in die Infrastruktur sind wichtig, sollten aber grundsätzlich finanziell nachhaltig geplant werden. Eine höhere Verschuldung darf nicht zum Normalfall werden. Bei langfristig sinnvollen und finanzierbaren Investitionen kann eine gewisse Verschuldung vertretbar sein. Entscheidend sind für mich klare Prioritäten, Kostenkontrolle und dass kommende Generationen nicht unnötig belastet werden.

Senkung Liegenschaftssteuer

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Eine tiefere Liegenschaftssteuer kann Eigentümerinnen und Eigentümer entlasten und den Standort Thun attraktiver machen. Sie sollte jedoch in die gesamte Finanzpolitik der Stadt eingebettet sein. Wenn die finanzielle Situation es zulässt, sollen gezielte Steuerentlastungen möglich sein, ohne die Finanzierung wichtiger städtischer Aufgaben zu gefährden.

Wirtschaft & Arbeit

Keine Konkurrenz privater Dienstleistungen

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Die Stadt soll sich auf ihre Kernaufgaben konzentrieren und private Anbieter nicht unnötig konkurrenzieren. Wo ein funktionierendes privates Angebot besteht, sollte die öffentliche Hand auf eigene Dienstleistungen verzichten oder diese kritisch überprüfen. Bei Grundversorgung und Leistungen von öffentlichem Interesse kann ein städtisches Angebot weiterhin sinnvoll sein. Entscheidend sind faire Wettbewerbsbedingungen und ein effizienter Einsatz öffentlicher Mittel.

Weniger Regulierungen für Unternehmen

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Die Stadt soll Unternehmen möglichst gute und verlässliche Rahmenbedingungen bieten. Unnötige Regulierungen, komplizierte Verfahren und übermässige Auflagen sollen reduziert werden, ohne berechtigte Interessen von Anwohnern, Sicherheit oder Umwelt aus den Augen zu verlieren. Weniger Bürokratie schafft Raum für Unternehmertum, Innovation und Investitionen und stärkt damit den Wirtschaftsstandort Thun.

Einschränkung Kurzzeitvermietungen

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Als Hotelier bin ich für einen fairen Wettbewerb zwischen allen Beherbergungsformen. Hotels unterliegen zahlreichen Auflagen, Abgaben und gesetzlichen Anforderungen. Auch bei gewerblicher Kurzzeitvermietung sollen deshalb vergleichbare Regeln gelten. Ich bin gegen zusätzliche Verbote, aber für gleiche Spielregeln und konsequente Einhaltung bestehender Vorschriften.

Einführung Mindestlohn

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Löhne sollen grundsätzlich zwischen Arbeitgebern und Mitarbeitenden sowie im Rahmen von Gesamtarbeitsverträgen ausgehandelt werden. Ein starrer städtischer Mindestlohn berücksichtigt die unterschiedlichen Branchen, Qualifikationen und wirtschaftlichen Situationen zu wenig.

Tourismusförderung begrenzen

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Tourismus ist für Thun wirtschaftlich und gesellschaftlich wichtig. Eine generelle Begrenzung der Tourismusförderung halte ich deshalb nicht für sinnvoll. Wo Tourismus zu konkreten Belastungen bei Wohnraum, Verkehr oder Bevölkerung führt, sollen diese gezielt angegangen werden. Ziel muss ein qualitativ guter und nachhaltiger Tourismus sein, von dem auch die Bevölkerung profitiert.

Raumplanung

Verdichtetes Bauen

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Thun soll sich weiterentwickeln können, ohne unnötig neues Kulturland zu verbrauchen. Eine qualitätsvolle Verdichtung innerhalb bestehender Siedlungsgebiete kann zusätzlichen Wohn- und Arbeitsraum schaffen. Höhere Gebäude sollen dort möglich sein, wo sie städtebaulich sinnvoll sind und zu Quartier, Infrastruktur und Ortsbild passen. Entscheidend ist nicht möglichst viel, sondern gute Entwicklung.

Erleichterung der Umnutzung zu Wohnraum

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Bestehende Gebäude und Flächen sollen möglichst flexibel genutzt werden können. Wenn Büro- oder Gewerbeflächen nicht mehr benötigt werden, sollte eine Umnutzung zu Wohnraum einfacher möglich sein. Das schafft zusätzlichen Wohnraum, fördert eine sinnvolle Verdichtung und reduziert unnötige regulatorische Hürden. Dabei müssen Nutzungskonflikte und berechtigte Interessen weiterhin berücksichtigt werden.

Stärkere Gewichtung Wohnraum

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Thun braucht Wohnraum, aber ebenso attraktive Flächen für Gewerbe, Unternehmen und Arbeitsplätze. Bei der Entwicklung grosser Areale sollte deshalb nicht grundsätzlich Wohnen gegenüber Arbeiten bevorzugt werden. Entscheidend ist eine ausgewogene Nutzung, die Wohnraum schafft, gleichzeitig aber Wertschöpfung, Arbeitsplätze und einen starken Wirtschaftsstandort Thun ermöglicht.

Verkehr

Ausbau Fuss- und Veloverkehr

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Sichere und attraktive Wege für den Fuss- und Veloverkehr sind wichtig für eine lebenswerte und gut erreichbare Stadt. Thun soll diese Infrastruktur gezielt und zügig ausbauen, wo ein konkreter Bedarf besteht. Dabei braucht es eine ausgewogene Verkehrspolitik, die Fuss- und Veloverkehr, öffentlichen Verkehr sowie Auto- und Wirtschaftsverkehr gemeinsam betrachtet.

Flächendeckende Einführung Tempo 30

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Eine flächendeckende Einführung von Tempo 30, insbesondere auf wichtigen Hauptverkehrsachsen, halte ich nicht für sinnvoll. Geschwindigkeitsbegrenzungen sollen dort eingesetzt werden, wo sie aufgrund von Sicherheit, Lärm oder den örtlichen Gegebenheiten tatsächlich einen Nutzen bringen. Für mich gilt: gezielte Lösungen statt pauschaler Einschränkungen des Verkehrs.

Förderung öffentlicher Verkehr

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Ein leistungsfähiger öffentlicher Verkehr ist wichtig für die Erreichbarkeit, den Wirtschaftsstandort und die Lebensqualität von Thun. Die Stadt soll deshalb gezielt Verbesserungen unterstützen, wenn ein konkreter Bedarf besteht und das Kosten-Nutzen-Verhältnis stimmt. Vergünstigungen und Angebotsausbau dürfen jedoch nicht zu einer dauerhaften Ausweitung der städtischen Subventionen führen.

Neue Tunnellösung zur Verkehrsentlastung

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Die Verkehrsprobleme am rechten Thunerseeufer und in der Stadt Thun brauchen langfristig eine tragfähige Lösung. Deshalb sollen Tunnelvarianten wie der Hübelitunnel oder eine Aarequerung Süd weiter geprüft und planerisch konkretisiert werden. Entscheidend sind für mich eine nachweisbare Entlastungswirkung, eine tragbare Finanzierung und eine gute Einbettung in das Gesamtverkehrssystem. Kurzfristige Verkehrsmanagement-Massnahmen sollen gleichzeitig weitergeführt und optimiert werden.

Umwelt & Energie

Entsiegelung und Begrünung Stadtraum

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Mehr Grün und eine gezielte Entsiegelung können die Aufenthaltsqualität verbessern und helfen, mit Hitze und starken Niederschlägen umzugehen. Die Stadt soll solche Massnahmen dort umsetzen, wo sie einen konkreten Nutzen bringen und mit der Nutzung des öffentlichen Raums vereinbar sind. Entscheidend sind für mich Qualität und Wirkung statt pauschaler Vorgaben. Vor allem private Initiativen und Begrünungen sollen möglichst einfach ermöglicht werden.

Lockerung Vorschriften für Erneuerbare

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Der Ausbau erneuerbarer Energien soll nicht unnötig an starren Vorschriften scheitern. Deshalb sollen die Anforderungen des Ortsbild- und Denkmalschutzes dort gelockert werden, wo dies vertretbar ist und der Schutz wichtiger historischer oder städtebaulicher Werte erhalten bleibt. Entscheidend sind für mich pragmatische Lösungen, eine sorgfältige Interessenabwägung und möglichst einfache Verfahren.

Förderung Solarausbau

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Die Stadt soll den Ausbau von Solarenergie dort erleichtern, wo dies wirtschaftlich und technisch sinnvoll ist. Kleine Anlagen wie Balkonsolaranlagen können einen einfachen Beitrag zur dezentralen Energieproduktion leisten. Dabei setze ich eher auf unkomplizierte Bewilligungen, Information und gezielte Anreize als auf eine umfassende Subventionierung. Entscheidend sind Eigenverantwortung, Innovation und ein gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis.

Anreize statt Verbote in Klimapolitik

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Klimaschutz soll möglichst über Anreize, Innovation und freiwillige Zielvereinbarungen erreicht werden. Solche Lösungen fördern Eigenverantwortung und ermöglichen es Unternehmen und Privaten, passende und wirtschaftlich sinnvolle Wege zu wählen. Auf Verbote und Einschränkungen sollte möglichst verzichtet werden. Wo verbindliche Regeln aufgrund gesetzlicher Vorgaben oder klarer öffentlicher Interessen notwendig sind, sollen sie jedoch gezielt und verhältnismässig eingesetzt werden.

Verschärfung Aktionsplan Netto Null

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Das Ziel Netto-Null 2050 unterstütze ich. Eine pauschale Verschärfung des Aktionsplans halte ich jedoch nicht für zielführend. Entscheidend ist, dass die Massnahmen wirksam, wirtschaftlich tragbar und technologieneutral sind und Bevölkerung sowie Unternehmen mitnehmen. Statt immer strengere Vorgaben zu schaffen, soll die Stadt bestehende Massnahmen regelmässig überprüfen und dort nachsteuern, wo sich mit Innovation, Anreizen und neuen Technologien zusätzliche Wirkung erzielen lässt.

Politisches System & Digitalisierung

Digitale Stadtverwaltung

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Die Stadt soll ihre Dienstleistungen konsequent digitalisieren und digitale Prozesse zum Regelfall machen. Das schafft effizientere Abläufe, reduziert Bürokratie und erleichtert den Zugang zu städtischen Dienstleistungen. Wo es sachlich notwendig ist oder für bestimmte Bevölkerungsgruppen besondere Hürden bestehen, sollen weiterhin angemessene alternative Zugänge möglich sein. Ziel ist ein moderner, effizienter und kundenorientierter Service der Stadt.

Mehr Finanzen für Entwicklungszusammenarbeit

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Humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit sind grundsätzlich wichtige Anliegen. Die Stadt Thun soll ihre finanziellen Mittel jedoch in erster Linie für ihre kommunalen Kernaufgaben und die Bedürfnisse der Bevölkerung vor Ort einsetzen. Auslandshilfe kann punktuell sinnvoll sein, sollte aber gezielt, transparent und im Rahmen der bestehenden Möglichkeiten erfolgen. Eine generelle Aufstockung der städtischen Mittel halte ich deshalb nicht für prioritär obwohl ich selbst mehrere Humanitäre Ei

Einführung verbindlicher Bearbeitungsfristen

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Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen sollen wissen, wann sie mit einem Entscheid der Verwaltung rechnen können. Für häufige Bewilligungs- und Verwaltungsverfahren sollen deshalb verbindliche Bearbeitungsfristen eingeführt werden. Das schafft Verlässlichkeit, reduziert unnötige Verzögerungen und erhöht den Druck auf effiziente Abläufe. Wo komplexe Verfahren mehr Zeit benötigen, sollen nachvollziehbare Ausnahmen möglich sein.

Sicherheit & Polizei

Ausbau Videoüberwachung

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Videoüberwachung kann an besonders sensiblen Orten einen Beitrag zur Sicherheit und zur Prävention leisten. Ein Ausbau soll deshalb dort möglich sein, wo ein konkreter Bedarf und ein nachvollziehbarer Nutzen bestehen. Gleichzeitig braucht es klare gesetzliche Vorgaben, Datenschutz und eine verhältnismässige Anwendung. Für mich gilt: gezielte Überwachung an neuralgischen Punkten statt flächendeckender Kontrolle.

Engagement gegen häusliche Gewalt

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Häusliche Gewalt ist nicht akzeptabel und betroffene Menschen müssen wirksam geschützt werden. Die Stadt soll deshalb gezielte Präventions- und Unterstützungsangebote stärken, insbesondere dort, wo konkrete Lücken bestehen und eine nachweisbare Wirkung erzielt wird. Wichtig sind eine gute Zusammenarbeit mit bestehenden Fachstellen und eine effiziente Verwendung der öffentlichen Mittel. Schutz und Prävention sollen dabei im Vordergrund stehen.

Erhöhte Polizeipräsenz

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Eine sichtbare und gut erreichbare Polizei ist ein wichtiger Bestandteil einer sicheren und lebenswerten Stadt. Ich befürworte deshalb eine stärkere Präsenz dort, wo es aufgrund von Kriminalität, Veranstaltungen oder anderen Situationen einen konkreten Bedarf gibt. Präsenz wirkt präventiv, stärkt das Sicherheitsgefühl und ermöglicht ein rasches Eingreifen. Entscheidend sind eine effiziente Organisation und ein gezielter Einsatz der vorhandenen Ressourcen.

Keine Auslagerung der Sicherheitsdienste

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Nicht jede Sicherheitsaufgabe muss zwingend durch die öffentliche Hand erfüllt werden. Private Sicherheitsdienste können bei klar definierten, nicht-hoheitlichen Aufgaben flexibel und effizient eingesetzt werden und die Polizei entlasten. Hoheitliche Aufgaben und polizeiliche Kompetenzen sollen selbstverständlich bei der Polizei bleiben. Entscheidend sind klare Zuständigkeiten, Qualitätsstandards und eine wirksame Kontrolle.

Ergänzung Drogenkonsumraum zu Anlaufstelle

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Ein beaufsichtigter Konsumraum kann dazu beitragen, den öffentlichen Raum zu entlasten, Risiken für Betroffene zu reduzieren und den Zugang zu Beratung und weiteren Hilfsangeboten zu erleichtern. Eine solche Lösung soll jedoch klare Rahmenbedingungen, professionelle Betreuung und eine regelmässige Überprüfung der Wirkung voraussetzen. Gleichzeitig müssen Anwohnerinnen und Anwohner sowie das Sicherheits- und Ordnungsempfinden im Umfeld berücksichtigt werden. Ziel muss sein, Probleme pragmatisch z

Werthaltungen

Freie Marktwirtschaft

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Eine freie und wettbewerbliche Marktwirtschaft schafft langfristig Wohlstand, Innovation, Arbeitsplätze und Chancen. Davon profitiert die Gesellschaft insgesamt. Voraussetzung sind jedoch faire Rahmenbedingungen, funktionierender Wettbewerb und ein Staat, der dort eingreift, wo Marktversagen oder soziale Härten entstehen. Freiheit und Verantwortung gehören für mich zusammen.

Staatliche Umverteilung

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Der Staat soll dort unterstützen, wo Menschen auf Hilfe angewiesen sind und faire Chancen nicht gewährleistet sind. Eine umfassende Angleichung von Einkommen und Vermögen ist jedoch weder sinnvoll noch ein staatliches Ziel. Leistung, Eigenverantwortung und Eigentum sollen sich lohnen. Entscheidend ist für mich eine gezielte soziale Absicherung statt möglichst weitgehender Umverteilung.

Bestrafung Krimineller

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Wer gegen das Gesetz verstösst, muss mit einer angemessenen und konsequenten Strafe rechnen. Gleichzeitig soll der Strafvollzug darauf ausgerichtet sein, Rückfälle zu verhindern und eine erfolgreiche Wiedereingliederung zu ermöglichen. Für mich stehen Opferschutz, Sicherheit und die Durchsetzung des Rechts im Vordergrund. Wiedereingliederung ist dort sinnvoll, wo sie langfristig zu mehr Sicherheit beiträgt.

Umweltschutz vor Wirtschaftswachstum

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Umweltschutz ist wichtig, darf aber nicht grundsätzlich gegen wirtschaftliche Entwicklung ausgespielt werden. Innovation, neue Technologien und marktwirtschaftliche Anreize können beides verbinden. Massnahmen sollen wirksam, verhältnismässig und wirtschaftlich tragbar sein. Ein Verzicht auf Wirtschaftswachstum ist für mich kein notwendiger Weg zu mehr Nachhaltigkeit.

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