Cyrill Kammerlander
Die Mitte | 06.092
Sozialstaat & Familie
Stiftung gemeinnütziger Wohnungsbau
Soll die Stadt Winterthur eine Stiftung für gemeinnützigen Wohnungsbau schaffen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Einsatz von Sozialdetektiv/-innen
Soll die Stadt Winterthur bei Verdacht auf Sozialhilfemissbrauch Sozialdetektiv/-innen einsetzen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Barrierefreies Wohnen
Soll sich die Stadt vermehrt für die finanzielle Förderung des alters- und behindertengerechten Wohnens im Sinne von barrierefreier Bauweise einsetzen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Aus meiner Sicht braucht es keine umfassende neue finanzielle Förderung, weil barrierefreies Bauen heute schon Teil der geltenden Bauvorschriften ist. Ich begrüsse aber punktuelle Unterstützungen, wenn sie helfen, Hindernisse im Alltag abzubauen und Projekte zu erleichtern, die einen echten Mehrwert schaffen.
Kürzung Sozialausgaben
Sollen die freiwilligen Ausgaben im Sozialbereich reduziert werden (u.a. Jugend- und Familienberatung, Angebote zur sozialen Integration)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Freiwillige Ausgaben im Sozialbereich sollten nicht pauschal reduziert werden. Angebote wie Jugend und Familienberatung oder Projekte zur sozialen Integration wirken präventiv und verhindern oft höhere Folgekosten. Gleichzeitig ist eine regelmässige Überprüfung sinnvoll, damit Mittel gezielt und wirksam eingesetzt werden.
Neubau Alterszentrum Adlergarten
Befürworten Sie den geplanten Erweiterungsneubau des Alterszentrums Adlergarten (obligatorisches Referendum über den Ausführungskredit von rund CHF 85 Mio.)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ich unterstütze den Ausbau des Altersheims Adlergarten. Gleichzeitig ist es wichtig, die Kosten genau zu analysieren und sicherzustellen, dass das Projekt wirtschaftlich verantwortungsvoll umgesetzt wird.
Wohnungsvergabe an Einwohnende
Sollen Wohnungen im Besitz der Stadt Winterthur vorrangig an Personen vergeben werden, welche bereits in der Stadt Winterthur leben?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Eine prioritäre Vergabe ist dort sinnvoll, wo Menschen auf eine zentrale Lage angewiesen sind, etwa Personen mit besonderen Bedürfnissen oder eingeschränkter Mobilität. Grundsätzlich sollen Wohnungsbewerbende bevorzugt werden, die bereits in Winterthur leben und in die Gemeinschaft eingebettet sind. So bleibt die Vergabe fair, bedarfsgerecht und gut begründet.
Schule & Bildung
Separativer Unterricht
Sollten Kinder mit geringen Deutschkenntnissen zunächst in separaten Klassen unterrichtet werden, bis sie ein bestimmtes Sprachniveau erreicht haben?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ein separater Unterricht ist sinnvoll, wenn Kinder mit geringen Deutschkenntnissen dadurch schneller Fortschritte machen und im Regelunterricht besser mitkommen. Entscheidend ist, dass diese Förderklassen zeitlich begrenzt bleiben und auf eine rasche Integration in die reguläre Klasse ausgerichtet sind. Gemeinsames Lernen soll so früh wie möglich wieder im regulären Umfeld stattfinden.
Tagesschulen
Sollen alle Schulen der Stadt Winterthur in Zukunft als freiwillige Tagesschulen geführt werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Freiwillige Tagesschulen bieten vielen Familien eine bessere Vereinbarkeit von Schule und Beruf und unterstützen Kinder mit zusätzlicher Struktur und Betreuung. Wichtig ist, dass Schulen genügend Spielraum behalten, damit Angebote dem Bedarf im Quartier entsprechen. Eine flächendeckende Einführung soll schrittweise erfolgen und gut finanzierbar bleiben.
Handyverbot an Schulen
Befürworten Sie die Einführung eines strikten Handyverbotes an allen Winterthurer Volksschulen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ein striktes Handyverbot während des Schulbetriebs reduziert Ablenkungen und schafft Ruhe im Unterricht. Technischer Fortschritt soll im Unterricht dennoch Platz haben, um einen verantwortungsvollen Umgang zu lernen. Dafür braucht es einen klaren Rahmen, also Geräte mit kindgerechten Einschränkungen.
Gleiche Bildungschancen
Soll sich die Stadt stärker für gleiche Bildungschancen einsetzen (z.B. mit Förderunterrichtsgutscheinen für Schüler/-innen aus Familien mit geringem Einkommen)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Gleiche Bildungschancen sind zentral und sollen gezielt gestärkt werden. Fördergutscheine können ein Ansatz sein, sind jedoch nicht in jedem Fall das wirksamste Mittel. Interessant ist die Idee von Schulgutscheinen, die sowohl an öffentlichen wie auch privaten Schulen eingesetzt werden können. So ist eine weitere Durchmischung der Bevölkerung möglich.
Migration & Integration
Kündigung Bilaterale Verträge
Soll die Schweiz die Bilateralen Verträge mit der EU kündigen und ein Freihandelsabkommen ohne Personenfreizügigkeit anstreben?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Bilateralen sind zentral für Wirtschaft und Fachkräfteversorgung. Eine Kündigung würde grosse Unsicherheiten schaffen. Gleichzeitig müssen Herausforderungen der Migration aktiv angegangen werden: mehr Bauland und Verdichtung, Ausbau der Infrastruktur, Förderung gut qualifizierter Zuwanderung sowie ein stärkerer Beitrag von Migrantinnen und Migranten zur Finanzierung staatlicher Aufgaben. Ziel bleibt eine stabile und weiterentwickelte Zusammenarbeit mit der EU.
Stimmrecht für Ausländer/-innen
Sollen Ausländer/-innen, die seit mindestens zehn Jahren in der Schweiz leben, das aktive Stimm- und Wahlrecht auf Gemeindeebene erhalten?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Das Stimm und Wahlrecht soll Personen vorbehalten bleiben, die den Schweizer Bürgerstatus besitzen. Wer dauerhaft politisch mitbestimmen möchte, hat mit der Einbürgerung einen klar geregelten Weg dazu. Gleichzeitig bleibt wichtig, dass ausländische Einwohnerinnen und Einwohner gut integriert sind und am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Dies ist auch ohne formelles Stimmrecht möglich.
Abschaffung Wohnsitzpflicht
Soll die Stadt Winterthur die derzeit bestehende Wohnsitzpflicht von mindestens 2 Jahren in der Stadt vor einer Einbürgerung abschaffen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die zweijährige Wohnsitzpflicht liefert eine klare und messbare Grösse, die auf eine tatsächliche Integration in Winterthur hinweisen kann. Sie kann sicherstellen, dass Personen, die eingebürgert werden möchten, einen realen Bezug zur Stadt aufgebaut haben. Diese Voraussetzung schafft Transparenz und stärkt die Glaubwürdigkeit des Einbürgerungsverfahrens.
Gebührenfreie Einbürgerung unter 25
Soll die Stadt Winterthur auf die Erhebung von Gebühren bei der Einbürgerung von unter 25-Jährigen verzichten (derzeit CHF 600)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ein Verzicht auf die Gebühr erleichtert jungen Menschen den Zugang zur Einbürgerung und stärkt ihre langfristige Bindung an Winterthur. Gerade bei begrenzten finanziellen Mitteln kann die Gebühr eine Hürde darstellen. Eine frühere Einbürgerung, welche dadurch attraktiver werden würde, fördert die Integration und ermöglicht jungen Erwachsenen, sich politisch und gesellschaftlich stärker einzubringen.
Selbstfinanzierte Sprachkurse für Ausländer/-innen
Sollen neu zugezogene Ausländer/-innen Sprachkurse auf eigene Kosten besuchen müssen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Der Erwerb der lokalen Sprache ist eine zentrale Voraussetzung für Integration. Grundsätzlich sollen neu zugezogene Personen die Kosten für Sprachkurse selbst tragen, da Integration in erster Linie Eigenverantwortung verlangt. Eine Unterstützung ist dort sinnvoll, wo gut begründet finanzielle Mittel fehlen, damit der Zugang zu Sprachkursen trotzdem für alle gewährleistet bleibt.
Gesellschaft, Kultur & Ethik
Ausbau Stadion Schützenwiese
Befürworten Sie den geplanten Ausbau des Stadions Schützenwiese für CHF 35.1 Mio.?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Auch ohne persönlichen Fussballbezug ist eine moderne Stadioninfrastruktur wichtig für eine attraktive und sichere Stadt. Sie ermöglicht bei smartem Bau auch eine vielseitige Nutzung wie Notunterkunft, Evakuationsort oder Logistikzentrum. Zudem schafft sie Raum für Stadtentwicklung mit öffentlichen Dachflächen, Quartiertreffpunkten, Co Working Räumen, Bibliothek, Jugendtreff und Markthallen. Solaranlagen, Regenwassernutzung und Urban Gardening fördern nachhaltige Projekte.
Ausbau Kulturförderung
Soll die städtische Kulturförderung ausgebaut werden (z.B. finanzielle Unterstützung von Institutionen oder Projekten, Zurverfügungstellung von vergünstigten Räumen)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Stadt soll Kulturakteurinnen und Kulturakteure stärken, jedoch vor allem mit Know How und personeller Unterstützung. Viele Initiativen profitieren stärker und vor allem längerfristig von Beratung, Vermittlung, Koordination und der Öffnung städtischer Infrastruktur als von zusätzlicher finanzieller Förderung. So bleibt Kultur vielfältig, tragfähig und unabhängig, ohne den städtischen Haushalt weiter zu belasten.
Finanzierung Internationale Kurzfilmtage
Soll die Stadt Winterthur angesichts des Wegfalls eines Hauptsponsors ihren finanziellen Beitrag an die Internationalen Kurzfilmtage erhöhen (derzeit CHF 700'000)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Kurzfilmtage sind kulturell wertvoll, dennoch sollte der Wegfall eines privaten Hauptsponsors nicht einfach durch höhere städtische Gelder kompensiert werden. Ich finde es wichtig, dass der Anlass zusätzliche Partner sucht und seine Finanzierung breiter abstellt. Die Stadt kann unterstützen, aber nicht allein einspringen, wenn private Mittel wegfallen.
Verbot geschlechtsneutraler Sprache
Soll der Verwaltung und den Schulen in Winterthur die Verwendung geschlechtsneutraler Sprache mittels Genderstern oder ähnlichen Zeichen verboten werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ich unterstütze eine verständliche, geschlechtsneutrale Amtssprache, aber ohne Pflicht zu bestimmten Sonderzeichen wie dem Genderstern. Solche Zeichen sind politisch aufgeladen und nicht für alle zugänglich. Verwaltung und Schulen sollen klar und neutral kommunizieren, ohne ideologische Vorgaben.
Finanzen & Steuern
Kostenmiete statt Marktmiete
Soll die Stadt ihre Wohnliegenschaften auf Basis der Kostenmiete anstelle der Marktmiete vermieten?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Kostenmieten können je nach Situation höher ausfallen als Marktmieten. Beispielsweise ist dies oft bei energetischen Sanierungen der Fall. Deshalb braucht es eine gewisse Flexibilität, damit die Stadt bedarfsgerecht und wirtschaftlich sinnvoll vermieten kann. Starre Vorgaben würden hier eher schaden als helfen.
Steuersenkung
Soll der Steuerfuss der Stadt Winterthur gesenkt werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Stadt sollte ihre Steuerkraft stärken, damit eine nachhaltige Senkung des Steuerfusses überhaupt möglich wird. Ziel ist, Winterthur durch wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingungen, effiziente Strukturen und Digitalisierung sowie einer langfristig gesunden Finanzbasis finanziell robuster zu machen. So können Entlastungen für Bevölkerung und Unternehmen verantwortungsvoll umgesetzt werden.
Schuldenabbau
Soll die Stadt Winterthur dazu verpflichtet werden, ihre Schulden bis 2050 auf das Niveau der jährlichen Steuereinnahmen zu reduzieren?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Eine langfristige Reduktion der städtischen Schulden ist sinnvoll. Wichtig dabei ist jedoch die Unterscheidung zwischen steuer- und gebührenfinanzierten Bereichen, die finanziell getrennt geführt werden müssen. Ohne diese Differenzierung wäre die Zielsetzung kaum umsetzbar. Wichtig ist eine realistische und klar abgegrenzte Schuldenstrategie.
Einstellungsstopp Stadtverwaltung
Befürworten Sie ein Einfrieren des Stellenbestands beim städtischen Verwaltungspersonal?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Das Wachstum der Verwaltung muss sich am Bevölkerungswachstum orientieren. Effizienz und Digitalisierung sollen genutzt werden, damit der Stellenbestand nicht schneller wächst als die Stadt selbst. Es liegt leider in der Natur der Sache, dass Verwaltungen wachsen und sich ständig selbst ausbauen. Ein Einfrieren schafft hier den nötigen Druck, Aufgaben klar zu priorisieren.
Wirtschaft & Arbeit
Public-Private-Partnerships
Soll die Stadt Winterthur in Zukunft bei Grossprojekten vermehrt Partnerschaften mit privaten Unternehmen eingehen (sog. Public-Private-Partnerships)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Bei grossen Projekten kann die Zusammenarbeit mit privaten Partnern durch zusätzliche Expertise, effizientere Umsetzung und eine breitere Finanzierung Mehrwert schaffen. Wichtig ist, dass die Stadt die Kontrolle behält und klare Bedingungen setzt; Kooperationen können aber zu besseren Lösungen für komplexe Aufgaben führen.
Lohngleichheit Frauen/Männer
Soll die Lohngleichheit von Frauen und Männern bei Unternehmen, die Aufträge von der Stadt erhalten, durch die Stadt strenger kontrolliert werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Strengere Kontrollen sind sinnvoll, wenn klare Hinweise auf Lohnungleichheit bestehen. Diese sollten jedoch zeitlich begrenzt sein und nur so lange gelten, bis über mehrere Jahre (z. B. fünf Jahre) keine signifikanten Auffälligkeiten mehr auftreten. So bleibt der Fokus wirkungsvoll, aber verhältnismässig.
Bessere Arbeitsbedingungen Stadtpersonal
Sollen die Anstellungsbedingungen von städtischen Angestellten verbessert werden (Lohn, Arbeitszeit, Ferien etc.)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Anstellungsbedingungen der Stadt sind heute bereits in mehreren Bereichen grosszügiger als jene vieler KMU. Weitere Verbesserungen wären finanziell schwer zu rechtfertigen und würden eine zu grosse Konkurrenzsituation zur Privatwirtschaft schaffen. Wichtiger ist, die bestehenden Bedingungen fair und konkurrenzfähig zu halten, ohne zusätzliche Kostensteigerungen zu verursachen.
Parkbewilligungen für Schichtarbeitende
Sollten Schichtarbeiter, welche nicht mit dem ÖV zu ihrem Arbeitsplatz fahren können, Parkbewilligungen in der blauen Zone erhalten?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Schichtarbeitende sollen eine Parkbewilligung erhalten können, wenn der ÖV zu ihren Arbeitszeiten keine realistische Option bietet. Dabei fände ich es sinnvoll, umweltfreundliche Fahrzeuge zu bevorzugen. Zum Beispiel, indem Bewilligungen primär für Elektro- oder besonders emissionsarme Autos vergeben werden. So werden Arbeitswege erleichtert und gleichzeitig ökologische Ziele berücksichtigt.
Verkehr & Raumplanung
Verdichtetes Bauen
Befürworten Sie eine stärkere Verdichtung der bestehenden Siedlungszonen (z.B. verdichtete Überbauungen, höhere Gebäude)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Eine gezielte Verdichtung ist wichtig, um zusätzlichen Wohnraum zu schaffen, ohne neue Flächen zu verbauen. Höhere und kompaktere Bauten an geeigneten Lagen machen Winterthur nachhaltiger und effizienter. Ich würde auch einen neuen "Hochhausstadtteil" begrüssen, um Wachstumsdruck sinnvoll zu bündeln. Der übergeordnete Zonenplan liegt jedoch nicht in der direkten Kompetenz der Stadt, weshalb solche Entwicklungen nur im Rahmen der kantonalen und eidgenössischen Vorgaben möglich sind.
Ökologische Mindeststandards im Bau
Soll die Stadt im Rahmen der neuen Bau- und Zonenordnung strengere ökologische Mindeststandards bei Neubauten und Gebäudesanierungen vorschreiben?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ich befürworte höhere ökologische Standards, wenn sie Innovation fördern und langfristig Effizienzgewinne bringen, etwa durch Minergie‑Bauten, Smart‑Home‑Technologien oder intelligente Energiesysteme im Sinne der Smart City. Wichtig ist, dass Vorgaben praktikabel bleiben und die Umsetzung nicht unnötig verteuern, sondern moderne Lösungen begünstigen.
Lockerung Denkmal- und Ortsbildschutz
Sollen Bauvorhaben durch geringere Denkmal- und Ortsbildschutzkriterien beschleunigt werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ich wünsche mir eine Winterthurer Ästhetik, die sowohl auf die römischen Wurzeln von Vitodurum als auch auf den zeitlosen Neoklassizismus (siehe Technikum, Lindengut, Stadthaus) verweist und dennoch moderne Architektur zulässt. Die Leitlinien sollen lenkend wirken, nicht verpflichtend und etwa durch finanzielle Anreize oder schnellere Verfahren, wenn bestimmte Gestaltungselemente verwendet werden, eingesetzt werden. Ausserdem sollen die Quartiere sich im Aussehen und Lifestyle unterscheiden.
Sanierung Campingplatz Schützenweiher
Befürworten Sie die Pläne zur umfassenden Sanierung des Campingplatzes am Schützenweiher?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Eine Sanierung des Campingplatzes ist nötig, doch die aktuellen Pläne wirken überdimensioniert. Vorrang sollte eine funktionale Lösung haben, welche idealerweise von privaten Investoren finanziert wird. Nur wenn solche sich nicht finden lassen, sollte die Stadt eine schlanke, nicht luxuriöse Sanierung selbst vorantreiben.
Velowege statt Parkplätze
Sollen Velowege in den Quartieren auch ausgebaut werden, wenn dafür Parkplätze reduziert werden müssen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Der Ausbau von Velowegen ist sinnvoll, wenn er die Sicherheit verbessert. Gleichzeitig sind Parkplätze in den Quartieren wichtig für Anwohnende und Gewerbe. Werden Parkplätze aufgehoben, sollen sie in jedem Fall beispielsweise durch Ersatzstandorte oder intelligente Parkierungslösungen vollständig kompensiert werden.
Verzicht auf Tram- und S-Bahn-Ausbau
Soll der öffentliche Verkehr in Winterthur auch in Zukunft ausschliesslich mit Bussen betrieben werden (Verzicht auf Tramlinien/innerstädtische S-Bahn)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Aktuell hat die Stabilisierung der städtischen Finanzen Priorität, daher sind der bestehende Busbetrieb und eine mögliche innerstädtische S‑Bahn die realistischsten Optionen. Langfristig sollte Winterthur aber offen bleiben für innovative Lösungen wie eine Luftseilbahn, Metro oder andere Systeme, sobald die finanzielle Lage dies zulässt.
Förderung motorisierter Individualverkehr
Befürworten Sie zusätzliche Massnahmen in Winterthur zugunsten des motorisierten Individualverkehrs (z.B. Verbesserung Verkehrsfluss)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ein funktionierender Verkehr ist ein Gesamtsystem. Ich setze mich für Massnahmen ein, die den Verkehrsfluss verbessern. Dazu zählen etwa intelligente Lichtsignale oder optimierte Knoten. Hauptstrassen sollen Verkehr effizient aufnehmen, während Quartierstrassen vor Durchgangsverkehr geschützt werden. So reduzieren wir Stau und stärken Sicherheit sowie Lebensqualität.
Umwelt & Energie
Bau von Windkraftanlagen
Befürworten Sie den Bau von Windkraftanlagen auf dem Gebiet der Stadt Winterthur?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ich befürworte Windkraft dort, wo sie technisch sinnvoll und für die Bevölkerung verträglich ist. In Winterthur sollen Projekte sorgfältig auf Standorttauglichkeit, Landschaftsschutz und lokale Akzeptanz geprüft werden. Dezentrale erneuerbare Energie stärkt unsere Versorgungssicherheit. Zudem sollten wir als Stadt dem „Nimby“-Problem entgegenwirken und uns bewusst als Standort für die eigene Energieversorgung anbieten.
Förderung Fernwärmeanschluss
Sollen die Kosten für den Fernwärmeanschluss von Häusern durch die Stadt übernommen werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Anschlussgebühren sollen grundsätzlich von den Hauseigentümerinnen und Hauseigentümern getragen werden. Die Stadt kann den Ausbau der Fernwärme planen und fördern, sollte jedoch keine individuellen Investitionen finanzieren. Öffentliche Mittel gehören dort eingesetzt, wo sie den grösstmöglichen Nutzen für die Allgemeinheit erzeugen, welche über den Mitnahmeeffekt hinaus gehen.
Förderung Dach- und Fassadenbegrünung
Soll die Stadt die Begrünung von Fassaden und Hausdächern finanziell fördern?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Begrünte Fassaden und Dächer sind sinnvoll und unterstützen Stadtklima und Biodiversität. Förderungen können dort angebracht sein, wo sie einen klaren Mehrwert schaffen. Neue oder zusätzliche Subventionen sollten jedoch nur geprüft werden, wenn es die finanzielle Lage der Stadt zulässt. Grundsätzlich sollen Eigentümer die Kosten selbst tragen, während bestehende Förderinstrumente gezielt wirken können.
Begrünung Stadtraum
Soll die Stadt den öffentlichen Raum der Stadt Winterthur (u.a. Strassen, Plätze, Parks) schneller entsiegeln und begrünen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Eine schnellere Entsiegelung und Begrünung ist grundsätzlich sinnvoll, da sie sowohl Klimaresilienz wie auch Aufenthaltsqualität verbessert. Gleichzeitig braucht es eine klare Priorisierung. Zuerst dort, wo der Effekt am grössten ist und wo bestehende Projekte weitergeführt werden können. Massnahmen sollen effizient und im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten umgesetzt werden.
Politisches System & Digitalisierung
Engere Beziehungen zur EU
Befürworten Sie engere Beziehungen zur Europäischen Union (EU)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Gerade aus sicherheitspolitischen Gründen ist eine engere Zusammenarbeit mit der Europäischen Union wichtig. Die Schweiz ist in Bereichen wie Energie, Handel, Forschung und Sicherheit auf verlässliche Kooperation angewiesen. Gleichzeitig müssen wir darauf achten, dass unser Wohlstand und insbesondere die direkte Demokratie geschützt bleiben. Gute Beziehungen dürfen diese zentralen Elemente nicht beeinträchtigen.
Digitale Stadtverwaltung
Soll die Stadt ihre Leistungen primär online und nicht mehr zwingend am Schalter anbieten (Digital-First-Prinzip)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ein Digital First Ansatz erleichtert vielen Menschen den Zugang zu städtischen Dienstleistungen, insbesondere Personen mit körperlichen oder kognitiven Einschränkungen. Online Angebote sind ortsunabhängig, barrierearm und rund um die Uhr nutzbar. Wichtig bleibt, dass es weiterhin gute analoge Alternativen gibt, damit niemand ausgeschlossen wird. So entsteht ein echter und zeitgemässer Mehrwert für alle.
Ausbau Auslandshilfe
Soll die Stadt Winterthur die Auslandshilfe ausbauen (aktuell rund CHF 100'000)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Entwicklungshilfe ist primär Aufgabe des Bundes, der dafür die nötigen Mittel und Strukturen hat. Der städtische Beitrag ist im Vergleich sehr klein und hat nur, wenn überhaupt, begrenzte Wirkung. Diese Gelder wären in der lokalen Wohlfahrt gezielter und wirksamer eingesetzt, etwa zur Unterstützung sozialer Angebote in Winterthur. Die Stadt sollte diese Ressourcen auf Aufgaben konzentrieren, die direkt der hier wohnhaften Bevölkerung zugutekommen.
Strikte Neutralitätspolitik
Soll die Schweiz ihre Neutralität strikt auslegen (weitgehender Verzicht auf wirtschaftliche Sanktionen)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Eine strikt ausgelegte Neutralität würde die Schweiz international isolieren und ihre Handlungsmöglichkeiten einschränken. Wirtschaftliche Sanktionen können bei schweren Völkerrechtsverletzungen ein wichtiges Mittel sein, um politischen Druck zu erzeugen. Zudem entspricht die heutige Vorstellung einer strikten Auslegung nicht dem historischen Ursprung der schweizerischen Neutralität, die stets flexibel, bewaffnet und situationsbezogen verstanden wurde.
Sicherheit & Polizei
Verbot automatisierter Gesichtserkennung
Soll der Einsatz automatisierter Gesichtserkennung durch die Stadtpolizei weiterhin verboten bleiben?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Aus Sicherheitsüberlegungen und im Rahmen des übergeordneten Rechts lehne ich den Einsatz automatisierter Gesichtserkennung nicht grundsätzlich ab. Wichtig sind für mich klare gesetzliche Grundlagen, eine strikte Zweckbindung und hohe Datenschutzstandards. Ein vollständiges Verbot erscheint mir nicht zielführend, solange der Einsatz kontrolliert, verhältnismässig und transparent geregelt ist.
Massnahmen gegen Littering
Soll in Winterthur mehr gegen das Liegenlassen von Abfall (Littering) unternommen werden (z.B. höhere Bussen, mehr Kontrollen)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Winterthur soll mehr gegen Littering unternehmen. Neben klaren Regeln und Kontrollen braucht es moderne Lösungen. Automatisierte Strassenputzfahrzeuge können besonders stark frequentierte Bereiche effizient sauber halten und Smart City Technologien helfen, Verschmutzung besser zu erkennen. An ausgewiesenen Hotspots kann eine gezielte Überwachung durch Kameras abschreckend wirken und zur Aufklärung beitragen. Wichtig bleibt ein sorgfältiger und rechtskonformer Einsatz.
Massnahmen gegen Drogenkonsum
Soll die Stadt mehr Massnahmen gegen den Drogenkonsum am Merkurplatz ergreifen (z.B. Wegweisungen, mehr Polizeipräsenz)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Neben einer höheren Polizeipräsenz braucht es ein koordiniertes Vorgehen, das Sicherheit, Prävention und Sozialarbeit verbindet. Wegweisungen können helfen, akute Situationen zu entspannen. Gleichzeitig sollen bestehende Angebote wie Streetwork und Suchthilfe gezielt gestärkt werden, damit die Probleme nachhaltig angegangen werden. Menschen mit einer Suchtproblematik soll gezielt von der Stadt geholfen werden.
Engagement gegen häusliche Gewalt
Soll sich die Stadt stärker gegen häusliche Gewalt engagieren (z.B. mehr finanzielle Mittel für Frauenhäuser und Präventionskampagnen)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Neben gut ausgestatteten Schutzangeboten braucht es vor allem wirksame Prävention. Dazu gehören obligatorische Schulungsprogramme für Personen mit einschlägiger Vorgeschichte, bessere Früherkennung und niederschwellige Beratungsangebote. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Polizei, sozialen Diensten und Fachstellen hilft, Gewalt früh zu verhindern und Rückfälle zu reduzieren.
Erhöhte Polizeipräsenz
Befürworten Sie eine stärker sichtbare Präsenz der Polizei in Winterthur (z.B. mehr Rundgänge der Polizei in der Nacht)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Eine stärker sichtbare Polizeipräsenz kann das Sicherheitsgefühl verbessern und präventiv wirken. Ergänzend sollen moderne Technologien eingesetzt werden, etwa Smart City Lösungen, Drohnen, Kameras an Hotspots oder perspektivisch auch robotische Unterstützungssysteme. Entscheidend ist für mich ein sehr hoher Datenschutzstandard sowie ein klar geregelter gesetzlicher Rahmen, damit Effizienz und Grundrechte gleichermassen gewahrt bleiben.
Werthaltungen
Freie Marktwirtschaft
Wie beurteilen Sie folgende Aussage: "Von einer freien Marktwirtschaft profitieren langfristig alle."
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Kommentar
Ich befürworte die "soziale" Marktwirtschaft. Sie verbindet Innovation und Wettbewerb mit fairen Rahmenbedingungen und sozialer Absicherung. Andere Wirtschaftssysteme finde ich theoretisch spannend, doch zeigt die Praxis, dass die soziale Marktwirtschaft als einziges Modell breit Wohlstand schafft und langfristig gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht.
Staatliche Umverteilung
Wie beurteilen Sie folgende Aussage: "Es ist notwendig, dass der Staat durch Umverteilung die Einkommens- und Vermögensunterschiede ausgleicht."
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 |
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Kommentar
Die soziale Marktwirtschaft soll Chancen sichern und soziale Härten gezielt abfedern. Eine zu starke staatliche Umverteilung birgt jedoch das Risiko, Leistungsanreize zu schwächen und wirtschaftliche Dynamik zu hemmen. Entscheidend ist ein ausgewogenes Mass an Unterstützung, ohne die Grundmechanismen von Wettbewerb und Innovation zu beeinträchtigen.
Bestrafung von Kriminellen
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Die Bestrafung Krimineller ist wichtiger als deren Wiedereingliederung in die Gesellschaft."
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 |
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Kommentar
Sowohl die Sicherheit der Bevölkerung als auch die langfristige Reduktion von Kriminalität sind zentral. Strafen müssen konsequent sein, doch eine wirksame Wiedereingliederung senkt Rückfallquoten und schützt die Gesellschaft nachhaltig. Der Fokus sollte daher auf einem ausgewogenen Verhältnis von Verantwortung und Reintegration liegen, ohne dabei den Rechtsfrieden und die Prävention von Selbstjustiz zu gefährden.
Umweltschutz
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Ein stärkerer Umweltschutz ist notwendig, auch wenn er zulasten des Wirtschaftswachstums durchgesetzt werden muss."
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 |
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Kommentar
Umweltschutz ist wichtig, doch Massnahmen sollten verhältnismässig sein und Innovation statt Verzicht fördern. Einseitige Eingriffe, die Wachstum bremsen, können Wohlstand und damit die Finanzierung nachhaltiger Lösungen gefährden. Effektiver Klimaschutz entsteht durch technologische Fortschritte, marktwirtschaftliche Anreize und realistische Übergänge statt durch pauschale und populistische Einschränkungen.
Kommentar
Als Mitglied der Mitte unterstütze ich den Weg über Wohnbaugenossenschaften. Sie schaffen langfristig bezahlbaren Wohnraum, ohne dass die Stadt eine eigene Wohnungsstiftung aufbauen muss.