Agnes Leuzinger
Grüne | 0502
Sozialstaat, Familie & Gesundheit
Förderung gemeinnütziger Wohnungsbau
Soll der Kanton den gemeinnützigen Wohnungsbau stärker unterstützen (z. B. finanzielle Unterstützung von Wohnbaugenossenschaften, Bereitstellung von Bauland)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Ergänzungsleistungen für Familien
Sollen im Kanton Ergänzungsleistungen für Familien mit tiefem Einkommen eingeführt werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Solche Leistungen helfen Familien, ihre Grundbedürfnisse sicher zu decken, und ermöglichen Kindern eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Sie tragen wesentlich zur Chancengleichheit bei, indem sie Bildung, soziale Integration und gesunde Entwicklung unabhängig von der finanziellen Situation der Eltern fördern. Ergänzungsleistungen stärken damit nicht nur einzelne Familien, sondern den sozialen Zusammenhalt im ganzen Kanton.
Verschärfung Sozialhilfe
Befürworten Sie eine Verschärfung des Sozialhilfegesetzes (z. B. Begrenzung der Zulagen, tieferes Existenzminimum)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Erfahrungen zeigen, dass strengere Sanktionen oder ein tieferes Existenzminimum nicht zu besserer Mitarbeit oder Integration führen, sondern zusätzlichen Druck erzeugen. Wirksamer sind eine engmaschige Betreuung und gezielte Förderung, die Selbstständigkeit und Integration nachhaltig stärken.
Erhöhung Prämienverbilligung
Soll die Prämienverbilligung erhöht werden, so dass niemand mehr als 10 % seines verfügbaren Einkommens für die Krankenversicherung bezahlen muss?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Eine Erhöhung der Prämienverbilligung kann dazu beitragen, dass Haushalte mit tiefem und mittlerem Einkommen nicht übermässig durch Krankenkassenprämien belastet werden. Wenn niemand mehr als 10 % des verfügbaren Einkommens für die Krankenversicherung aufwenden muss, bleibt mehr finanzieller Spielraum für den Alltag. Dies stärkt die soziale Sicherheit, ermöglicht gesellschaftliche Teilhabe und verhindert, dass notwendige Gesundheitsleistungen aus Kostengründen aufgeschoben werden.
Unterstützung pflegender Angehöriger
Sollen Personen, die Angehörige (Erwachsene mit Hilflosenentschädigung) pflegen, mehr finanzielle Unterstützung vom Kanton erhalten?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Pflegende Angehörige leisten einen grossen Beitrag und übernehmen anspruchsvolle Aufgaben. Eine zusätzliche finanzielle Unterstützung durch den Kanton ist sinnvoll. Ebenso wichtig sind passende Hilfestellungen und Entlastungsangebote, damit diese Betreuung langfristig möglich bleibt.
Senkung der Psychotherapie-Tarife
Glarus hat als erster Kanton im Jahr 2025 die provisorischen Tarife für psychologische Psychotherapie von 155 auf 140 Franken gesenkt. Begrüssen Sie diesen Entscheid?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Kostensenkungen bei psychologischer Psychotherapie gefährden die Versorgungssicherheit und können den Zugang zu dringend benötigter Hilfe verschlechtern. Gleichzeitig ist nachvollziehbar, dass steigende Behandlungszahlen für einen kleinen Kanton finanziell anspruchsvoll sind. Einsparungen sollten jedoch nicht zulasten der Versorgungsqualität gehen.
Schule & Bildung
Separativer Unterricht
Befürworten Sie eine Wiedereinführung von separaten Förderklassen für Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten an der Volksschule?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Separate Förderklassen fördern Ausgrenzung statt Entwicklung. Stattdessen braucht es mehr Schulbegleitung und Unterstützung in den regulären Klassen. So können Kinder individuell gefördert werden, während Inklusion im Schulalltag ernsthaft umgesetzt und gelebt wird.
Gleiche Bildungschancen
Soll sich der Kanton stärker für gleiche Bildungschancen einsetzen (z. B. mit Förderunterricht-Gutscheinen für Schüler/-innen aus Familien mit geringem Einkommen, Erhöhung Stipendien)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Gleiche Bildungschancen sind zentral. Die Schule bildet das Fundament für unser Verständnis von Miteinander und Demokratie. Je besser Kinder unabhängig vom Einkommen ihrer Eltern gefördert werden, desto stärker und robuster ist unsere Gesellschaft langfristig. Förderangebote und höhere Stipendien tragen dazu wesentlich bei.
Förderung von Kinderbetreuungsangeboten
Soll der Kanton das Angebot für die vorschulische Kinderbetreuung (z. B. Kinderkrippen und Horte) finanziell stärker unterstützen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Eine stärkere finanzielle Unterstützung der vorschulischen Kinderbetreuung ist wichtig, damit Eltern ihren Beruf ausüben können und die Vereinbarkeit von Familie und Arbeit gewährleistet ist. Gleichzeitig gibt sie Eltern die Sicherheit, dass ihre Kinder gut betreut und gefördert werden.
Schulnoten statt Lernberichte
Soll im Kanton auf Primarstufe weiterhin mit Schulnoten gearbeitet werden (statt Lernberichte)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Aus eigener Erfahrung können Schulnoten sehr frustrierend sein und sagen wenig über den Lernprozess aus. Eine konstruktive Feedback‑Kultur ist wirkungsvoller als blosse Noten. Sie fördert Selbstreflexion, Weiterentwicklung und lösungsorientiertes Denken – Fähigkeiten, die auch im Berufsleben zentral sind, wo Rückmeldungen statt Noten zählen.
Migration & Integration
Stimmrecht für Ausländer/-innen
Sollen Ausländer/-innen, die seit mindestens zehn Jahren in der Schweiz leben, das Stimm- und Wahlrecht auf Gemeindeebene im Kanton Glarus erhalten?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ausländerinnen und Ausländer, die seit mindestens zehn Jahren auf Gemeindeebene im Kanton Glarus leben, sollen das Stimm- und Wahlrecht erhalten können, wenn sie sich aktiv darum bemühen. Wer gut integriert ist und Verantwortung übernehmen will, soll mitbestimmen dürfen.
Direkte Aufnahme von Geflüchteten
Soll sich der Kanton dafür einsetzen, dass mehr Geflüchtete aus Lagern direkt vor Ort (z. B. Griechenland, Gaza) in der Schweiz aufgenommen werden (sogenannte Resettlement-Flüchtlinge)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Der Kanton soll sich für die Aufnahme von Resettlement‑Flüchtlingen einsetzen, da dies besonders schutzbedürftigen Menschen hilft. Gleichzeitig muss die Aufnahme zur Grösse und Leistungsfähigkeit des Kantons passen, damit Integration gelingt und der soziale Zusammenhalt nicht gefährdet wird.
Strengere Sozialhilfe-Regeln für Geflüchtete
Soll der Kanton die Regeln zum Bezug von Sozialhilfe für Geflüchtete verschärfen (z. B. Möglichkeit zur Kürzung des Grundbedarfs je nach Integration)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Statt verschärfter Regeln und Kürzungen sollte ein Anreiz‑ und Belohnungssystem im Vordergrund stehen. Wer sich aktiv integriert, Sprachkurse besucht oder Arbeit aufnimmt, soll gezielt unterstützt werden. Positive Anreize fördern Motivation und Integration wirksamer als Sanktionen.
Verschärfung Einbürgerung
Soll das kantonale Einbürgerungsgesetz verschärft werden (z. B. höhere Anforderungen an die Sprachkenntnisse)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Das kantonale Einbürgerungsgesetz ist bereits heute anspruchsvoll und für Betroffene oft schwer nachvollziehbar. Teilweise wird es als willkürlich erlebt. Eine weitere Verschärfung, etwa bei den Sprachanforderungen, ist daher nicht sinnvoll und würde gut integrierten Personen unnötige Hürden auferlegen.
Begrenzung der Wohnbevölkerung
Befürworten Sie die nationale Volksinitiative, welche die ständige Wohnbevölkerung in der Schweiz auf maximal 10 Millionen Menschen begrenzen will (Abstimmung vom 14. Juni 2026)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Eine fixe Bevölkerungsgrenze von 10 Millionen ist weder realistisch noch zielführend. Wichtig ist vielmehr, dass Know-how und Kompetenzen in der Schweiz aufgebaut und erhalten bleiben, damit das Land langfristig selbstständig und nicht zu stark von Drittstaaten abhängig wird. Der Fokus soll auf Integration, beruflicher Sicherheit und stabilen gesellschaftlichen Strukturen liegen.
Gesellschaft, Kultur & Ethik
Legalisierung Cannabis
Soll sich der Kanton für eine Legalisierung von Cannabis einsetzen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Eine Legalisierung kann sinnvoll sein, da Konsum ohnehin stattfindet. Klare Regeln erhöhen Produktsicherheit, schwächen den Schwarzmarkt und ermöglichen Steuereinnahmen für Prävention und Gesundheit. Gleichzeitig sollte das Ziel sein, gesellschaftliche Bedingungen zu schaffen, in denen es nicht nötig ist, sich mit Rauschmitteln zu betäuben.
Behördenverbot geschlechtsneutraler Sprache
Soll kantonalen Stellen (Behörden, Schulen) die Verwendung von geschlechtsneutraler Sprache mittels Genderstern oder ähnlichen Zeichen in der schriftlichen Kommunikation verboten werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ein Verbot geschlechtsneutraler Sprache ist nicht sinnvoll. Gendergerechte Sprache erhöht die Sichtbarkeit aller Menschen, was mir als Frau wichtig ist. Sprache entwickelt sich stetig weiter.
Ausbau Medienförderung
Befürworten Sie einen Ausbau der Medienförderung durch den Kanton (z. B. direkte Geldzahlungen an lokale Medien)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Lokale Medien sind wichtig für Information, Transparenz und demokratische Meinungsbildung. Eine gezielte Förderung kann ihre Vielfalt und Qualität sichern. Sie sollte jedoch klar begrenzt, transparent ausgestaltet und an unabhängige Berichterstattung gebunden sein.
Rückzug aus Kulturförderung
Soll sich der Kanton aus der Kulturförderung zurückziehen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Der Kanton soll sich nicht aus der Kulturförderung zurückziehen. Kultur macht einen Kanton lebendig, vielfältig und attraktiv. Je bunter das kulturelle Angebot, desto spannender das Zusammenleben. Nicht jede Kunst muss gefallen – aber Vielfalt fördert Austausch, Kreativität und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Feuerwerksverbot
Soll der Kanton das Abbrennen von lärmverursachendem privatem Feuerwerk verbieten?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Lautes privates Feuerwerk verursacht viel Lärm, Stress für Menschen und Tiere sowie unnötigen Abfall. Es gibt heute attraktive Alternativen ohne Lärm und Umweltbelastung. Eine organisierte Drohnenshow über dem Glarnerland wäre eine moderne, kreative und nachhaltige Möglichkeit zu feiern :-)
Finanzen & Steuern
Steuersenkungen
Befürworten Sie Steuersenkungen auf kantonaler Ebene in den nächsten vier Jahren?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Steuersenkungen wären zwar wünschenswert, sind aber ohne einschneidende Sparmassnahmen kaum realistisch. Diese könnten wichtige Leistungen in Bildung, Sozialem oder Infrastruktur beeinträchtigen. Priorität sollte eine solide Finanzierung der öffentlichen Aufgaben haben, bevor Steuern gesenkt werden.
Sparanstrengungen
Sollen die Sparanstrengungen im Kanton erhöht werden (z. B. Verzicht auf nicht dringende Investitionen resp. Ausgaben)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Eine sorgfältige Überprüfung der kantonalen Ausgaben ist sinnvoll. Sparmassnahmen sollten jedoch mit Augenmass erfolgen, da Vorstellungen darüber, was verzichtbar ist und was nicht, unterschiedlich sind. Wichtig ist, Prioritäten zu setzen, ohne dabei zentrale Leistungen für Bevölkerung und Zukunftsentwicklung zu gefährden.
Steuer auf Zweitliegenschaften
Soll Glarus im Zuge der Abschaffung des Eigenmietwerts eine zusätzliche Steuer auf Zweitliegenschaften ermöglichen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Im Zuge der Abschaffung des Eigenmietwerts ist eine zusätzliche Steuer auf Zweitliegenschaften sinnvoll. Wer sich eine Zweitimmobilie leisten kann, verfügt in der Regel auch über die finanziellen Mittel, einen fairen Beitrag zu leisten. Dies schafft Ausgleich und entlastet den Kanton finanziell.
Einfrierung Stellenbestand
Soll der Kanton den Stellenbestand beim kantonalen Verwaltungspersonal einfrieren?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ein Einfrieren des Stellenbestands macht wenig Sinn, da die Aufgaben vielfältig sind und nicht abnehmen. Auch die Digitalisierung ist kein Wundermittel zum Personalabbau. Sinnvoller ist es zu prüfen, ob Synergien zwischen Kanton und Gemeinden besser genutzt werden können, um effizienter zu arbeiten.
Wirtschaft & Arbeit
Unterstützung Sportbahnen
Soll der Kanton nach den Sportbahnen Elm auch die Sportbahnen Braunwald mit zehn Millionen Franken unterstützen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Eine zusätzliche Unterstützung darf kein Automatismus sein. Bereits die Hilfe für die Sportbahnen Elm erachte ich als unnötig. Die eingesetzten Mittel wären besser in ein nachhaltiges Ganzjahresangebot investiert worden, das langfristig Nutzen bringt und weniger abhängig von winterlichen Bedingungen ist.
Einführung Mindestlohn
Befürworten Sie die Einführung eines für alle Arbeitnehmenden gültigen Mindestlohnes von CHF 4'200 für eine Vollzeitstelle (ca. CHF 24 pro Stunde)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Wer arbeitet, soll von seinem Lohn leben können. Ein Mindestlohn von CHF 4’200 für eine Vollzeitstelle sichert die Existenz und stärkt die Wertschätzung von Arbeit. Tiefe Löhne führen sonst zu zusätzlicher Unterstützung durch den Kanton, was weder fair noch nachhaltig ist.
Kontrolle Lohngleichheit Frauen/Männer
Befürworten Sie eine strengere Kontrolle der Lohngleichheit von Frauen und Männern (z. B. bei Unternehmen, die kantonale Aufträge erhalten)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Eine strengere Kontrolle der Lohngleichheit ist sinnvoll. Auch wenn das Thema nicht immer auf Zustimmung stösst, besteht weiterhin Handlungsbedarf. Die Entlohnung sollte sich an Qualifikation und Leistung orientieren – nicht am Geschlecht. Unternehmen mit kantonalen Aufträgen sollten hier Verantwortung übernehmen.
Steueranreize für Ansiedlung neuer Firmen
Soll Glarus die Ansiedlung neuer Firmen im Kanton steuerlich unterstützen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Steuerliche Anreize zur Firmenansiedlung sind kritisch zu sehen, da sie oft kurzfristig genutzt werden. Viele Unternehmen profitieren von Vergünstigungen, ohne sich langfristig im Kanton zu verankern. Nachhaltiger sind Investitionen in gute Rahmenbedingungen wie Infrastruktur, Fachkräfte, Bildung und Lebensqualität.
Weniger Regulierungen für Unternehmen
Sollen Kanton und Gemeinden die Regulierungen und Auflagen für Unternehmen reduzieren (z. B. bei Bau- und Lärmvorschriften)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Regulierungen und Auflagen haben grundsätzlich ihre Berechtigung, etwa zum Schutz von Umwelt, Anwohnern und fairen Wettbewerbsbedingungen. Sie können gezielt überprüft und vereinfacht werden, sollten aber nicht pauschal abgebaut werden, da sie wichtige Interessen und die Lebensqualität sichern.
Umwelt & Energie
Förderung nachhaltiger Tourismus
Soll sich der Kanton stärker für einen nachhaltigen Tourismus einsetzen (z. B. höhere Parkgebühren oder strengere Nachhaltigkeitskriterien für Förderbeiträge)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ein nachhaltiger Tourismus ist entscheidend, da nur eine intakte Natur langfristig Gäste anzieht. Besonders das Klöntal ist ein echtes Juwel des Kantons Glarus. Es soll verantwortungsvoll genutzt und konsequent geschützt werden, damit Natur, Erholung und Tourismus im Einklang bleiben.
Ökologische Auflagen Landwirtschaft
Soll der Kanton die ökologischen Anforderungen für verpachtete Landwirtschaftsflächen erhöhen (z. B. Verbot synthetischer Pestizide)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Bei verpachteten kantonalen Landwirtschaftsflächen sollen die ökologischen Anforderungen erhöht werden. Oft sind die langfristigen Auswirkungen von Stoffen wie synthetischen Pestiziden unklar. Frühere Fehlentscheide, etwa mit Klärschlamm, haben heute zu PFAS‑Belastungen geführt. Kurzfristige Gewinne dürfen keine langfristigen Schäden verursachen, die am Ende die Kantonsbevölkerung tragen muss.
Schutz Grossraubtiere
Soll Glarus den Schutz der Grossraubtiere (Wolf und Luchs) stärker gewichten (z. B. Reduktion der präventiven Abschüsse)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Grossraubtiere und Siedlungsgebiete stehen immer in einem Spannungsfeld. Ihr Schutz ist wichtig, dennoch darf keine Gefährdung für Menschen entstehen – insbesondere nicht für Kinder. Prävention, Monitoring und gezielte Eingriffe müssen so abgestimmt sein, dass Schutz und Sicherheit gleichermassen gewährleistet bleiben.
Bau von Windkraftwerken
Befürworten Sie den Bau von Windkraftwerken im Kanton (z. B. Linthebene, Gebiet Vorab)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Der Kanton Glarus hat zwar windreiche Lagen, aber wenig geeigneten Raum. Zudem sind Auswirkungen auf Vögel, Landschaft und Lärmemissionen zu beachten. Sinnvoller sind naturverträglichere Energieformen wie Photovoltaik auf Dächern, die Nutzung bestehender Wasserkraft, alpine Solaranlagen oder Energieeffizienz‑ und Speichermassnahmen.
Förderung erneuerbarer Energien
Soll der Kanton die Produktion und Nutzung von erneuerbaren Energien finanziell stärker fördern?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die stärkere Förderung erneuerbarer Energien ist wichtig, um unabhängiger von fossilen Rohstoffen aus dem Ausland zu werden. Das ist nicht nur Umwelt‑, sondern auch Sicherheits‑ und Standortpolitik. Eigene nachhaltige Energie schafft Robustheit, Versorgungssicherheit und stärkt die langfristige Unabhängigkeit des Kantons und der Schweiz.
Anreize statt Verbote in der Klimapolitik
Soll der Kanton zur Erreichung der Klimaziele vollständig auf finanzielle Anreize statt auf Verbote setzen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Zur Erreichung der Klimaziele braucht es eine Kombination aus Anreizen und klaren Vorgaben. Finanzielle Förderung ist wichtig, führt allein jedoch oft nicht schnell genug zu wirksamen Veränderungen. Verbindliche Regeln setzen notwendige Leitplanken, da wirtschaftliche Akteure verständlicherweise stark auf Profit ausgerichtet sind.
Verkehr & Raumplanung
Verdichtetes Bauen
Befürworten Sie eine stärkere Verdichtung der bestehenden Siedlungszonen (z. B. verdichtete Überbauungen, höhere Gebäude)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Eine stärkere Verdichtung der bestehenden Siedlungszonen ist sinnvoll, auch wenn der Wunsch nach einem eigenen Garten verständlich ist. Wichtig ist eine gute Gestaltung mit Grünflächen und Spielmöglichkeiten. In Näfels gibt es bereits gelungene Überbauungen dieser Art, die zeigen, dass Verdichtung und hohe Lebensqualität gut vereinbar sind.
Autofreie Sonntage Klöntal
Befürworten Sie an den autofreien Sonntagen im Klöntal («Slow Sundays») ein strikteres Fahrverbot für den Verkehr talein- und talauswärts (nur noch Postauto und Blaulichtorganisationen)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ein strikteres Fahrverbot an den autofreien Sonntagen im Klöntal würde den Charakter der «Slow Sundays» stärken und könnte ein echter Tourismusmagnet sein. Das Stimmvolk hat diesen Weg klar entschieden – eine schrittweise Verwässerung sollte beendet werden. Ein konsequent autofreies Klöntal erhöht Ruhe, Naturerlebnis und Akzeptanz.
Ausbau öffentlicher Verkehr
Soll der Kanton mehr Mittel für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs bereitstellen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Mehr Investitionen in den öffentlichen Verkehr entlasten die überfüllten Strassen und erhöhen die Verkehrssicherheit. Ein gut ausgebauter ÖV ist für alle da, stärkt die Gleichberechtigung in der Mobilität und trägt zu einer nachhaltigen Entwicklung des Kantons bei.
Ausbau Tempo 20/30
Sollen im Kanton vermehrt Tempo 30- und Tempo 20-Zonen (Begegnungszonen) eingerichtet werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Mehr Tempo‑30‑ und Tempo‑20‑Zonen erhöhen die Sicherheit für Fussgänger und Velofahrende, insbesondere für Kinder und ältere Menschen. Gleichzeitig wirken sie verkehrslenkend, senken den Lärm und machen Wohnquartiere lebenswerter.
Förderung motorisierter Individualverkehr
Befürworten Sie zusätzliche Massnahmen zugunsten des motorisierten Individualverkehrs (z. B. Beseitigung von Engpässen, Umfahrungsstrassen, Kapazitätsausbau, Parkplätze)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Zusätzliche Massnahmen zugunsten des motorisierten Individualverkehrs sind nicht der richtige Weg. Wir müssen weg von immer mehr Autos und Strassenkapazitäten. Stattdessen sollten nachhaltige Mobilitätsformen wie öffentlicher Verkehr, Fuss‑ und Veloverkehr gestärkt werden, um Lebensqualität, Sicherheit und Umwelt zu verbessern.
Politisches System & Digitalisierung
Ausschliesslich digitale Kantonsverwaltung
Soll der Kanton dazu übergehen, seine Dienstleistungen nur noch digital anzubieten ("Digital-Only"-Prinzip)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ein reines „Digital‑Only“-Prinzip funktioniert weder in der Privatwirtschaft noch für staatliche Dienstleistungen und führt oft zu Frust. Kantonale Angebote müssen für alle zugänglich bleiben – auch analog. Nur so wird sichergestellt, dass niemand ausgeschlossen wird und der Kanton für alle lebenswert bleibt.
Ausbau Entwicklungszusammenarbeit
Soll Glarus sein finanzielles Engagement bei der Entwicklungszusammenarbeit ausbauen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ein Ausbau des finanziellen Engagements in der Entwicklungszusammenarbeit ist grundsätzlich sinnvoll, sollte jedoch nur erfolgen, wenn es die kantonalen Finanzen zulassen. Wichtig ist, dass die Unterstützung wirksam, gezielt und mit der finanziellen Verantwortung gegenüber der Bevölkerung vereinbar bleibt.
Verzicht Vorgaben zum Geschlechterverhältnis
Soll der Kanton bei der Besetzung von Kaderstellen in der Verwaltung auf Vorgaben zum Geschlechterverhältnis verzichten?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Auf Vorgaben zum Geschlechterverhältnis sollte noch nicht verzichtet werden, solange Frauen in Kaderpositionen untervertreten sind. Solche Leitplanken helfen, strukturelle Hürden abzubauen. Zudem ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie heute für Frauen und Männer wichtig und sollte selbstverständlich mitgedacht werden.
Sicherheit & Polizei
Ausbau Videoüberwachung
Befürworten Sie einen Ausbau der Videoüberwachung im öffentlichen Raum?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
An ausgewählten Brennpunkten kann Videoüberwachung zur Prävention und Aufklärung beitragen. Als generelles Konzept für den gesamten öffentlichen Raum lehne ich sie jedoch ab. Sicherheit darf nicht auf Kosten der Privatsphäre gehen, und andere präventive Massnahmen bleiben zentral.
Polizeidienst für Ausländer/-innen
Im Kanton Glarus ist für den Polizeidienst die Schweizer Staatsangehörigkeit erforderlich. Sollen in Zukunft auch Ausländer/-innen mit C-Niederlassungsbewilligung zugelassen werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Auch Ausländerinnen und Ausländer mit C‑Bewilligung sollten zugelassen werden. Voraussetzung darf jedoch nicht allein der Aufenthaltsstatus sein. Wichtige Kriterien sind eine gute Integration, sehr gute Sprachkenntnisse, der Schulbesuch in der Schweiz sowie ein klares Bekenntnis zu den hiesigen Werten und Rechtsnormen.
Erhöhte Polizeipräsenz
Befürworten Sie eine stärker sichtbare Präsenz der Polizei?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Reine Präsenz allein verbessert die Situation kaum. Sicherheit muss ganzheitlich gedacht werden, da Gewalt häufig nicht im öffentlichen Raum entsteht. Wichtig sind Prävention, gezielte Interventionen und gute Zusammenarbeit mit sozialen Stellen.
Engagement gegen häusliche Gewalt
Soll sich der Kanton stärker gegen häusliche Gewalt engagieren (z. B. Präventionskampagnen, Förderung von Schutzinstitutionen für betroffene Frauen)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Der Kanton soll sich stärker gegen häusliche Gewalt engagieren. Der letzte Jahresbericht zeigt klar, dass dies ein zentraler Schwerpunkt ist und konsequent angegangen werden muss. Präventionsarbeit und der Ausbau von Schutzangeboten sind entscheidend. In diesem Bereich ist die Glarner Kantonspolizei bereits auf einem guten Weg, dieser Einsatz sollte weiter gestärkt werden.
Werthaltungen
Freie Marktwirtschaft
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Von einer freien Marktwirtschaft profitieren langfristig alle."
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Kommentar
Von einer freien Marktwirtschaft profitieren leider immer weniger Menschen. Grosse Konzerne orientieren sich dorthin, wo Subventionen und tiefe Löhne winken, nutzen aber gleichzeitig die hohen Preise und die Kaufkraft in der Schweiz. Oft bleibt hier nur ein Minimum an Arbeitsplätzen, während die Gewinne anderswo abgeschöpft werden.
Vollzeit-Kinderbetreuung
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Für ein Kind ist es am besten, wenn ein Elternteil Vollzeit für die Kinderbetreuung zu Hause bleibt."
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Kommentar
Es kommt weniger auf die Menge der Zeit an als auf deren Qualität. Entscheidend ist, dass Kinder verlässliche Bezugspersonen haben und gut begleitet werden. Ob ein Elternteil Vollzeit zu Hause bleibt oder beide Eltern Betreuung und Erwerbsarbeit kombinieren, kann sehr unterschiedlich funktionieren – wichtig sind stabile Beziehungen, Aufmerksamkeit und Förderung.
Bestrafung Krimineller
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Die Bestrafung Krimineller ist wichtiger als deren Wiedereingliederung in die Gesellschaft."
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Kommentar
Bestrafung und Wiedereingliederung müssen im Gleichgewicht stehen. Ohne klare Konsequenzen geht es nicht, aber reine Bestrafung reicht nicht aus. Wenn Menschen nach einer Strafe keinen Weg zurück in die Gesellschaft finden, ist das Rückfallrisiko hoch. Wirksame Reintegration schützt langfristig auch die Gesellschaft.
Umweltschutz
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Ein stärkerer Umweltschutz ist notwendig, auch wenn er zu Lasten des Wirtschaftswachstums durchgesetzt werden muss."
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Kommentar
Ideal wäre es, wenn Wirtschaftswachstum und Umweltschutz Hand in Hand gingen – doch die Realität zeigt oft etwas anderes. Ohne eine intakte Umwelt kann der Mensch langfristig nicht leben. Wirtschaftswachstum verliert seinen Wert, wenn es auf Kosten unserer Lebensgrundlagen geht. Deshalb ist starker Umweltschutz notwendig, auch wenn er kurzfristig Wachstum bremst.
Kommentar
Bezahlbarer Wohnraum ist besonders für Familien zentral, damit sie im Kanton wohnen und bleiben können. Wohnbaugenossenschaften bieten langfristig stabile Mieten und ein familienfreundliches Wohnumfeld. Durch finanzielle Unterstützung oder die Bereitstellung von Bauland kann der Kanton gezielt dazu beitragen, dass Familien sicheren und bezahlbaren Wohnraum finden und der Kanton Glarus attraktiv für junge Familien bleibt.