Agnes Leuzinger

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Sozialstaat, Familie & Gesundheit

Förderung gemeinnütziger Wohnungsbau

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Bezahlbarer Wohnraum ist besonders für Familien zentral, damit sie im Kanton wohnen und bleiben können. Wohnbaugenossenschaften bieten langfristig stabile Mieten und ein familienfreundliches Wohnumfeld. Durch finanzielle Unterstützung oder die Bereitstellung von Bauland kann der Kanton gezielt dazu beitragen, dass Familien sicheren und bezahlbaren Wohnraum finden und der Kanton Glarus attraktiv für junge Familien bleibt.

Ergänzungsleistungen für Familien

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Solche Leistungen helfen Familien, ihre Grundbedürfnisse sicher zu decken, und ermöglichen Kindern eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Sie tragen wesentlich zur Chancengleichheit bei, indem sie Bildung, soziale Integration und gesunde Entwicklung unabhängig von der finanziellen Situation der Eltern fördern. Ergänzungsleistungen stärken damit nicht nur einzelne Familien, sondern den sozialen Zusammenhalt im ganzen Kanton.

Verschärfung Sozialhilfe

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Erfahrungen zeigen, dass strengere Sanktionen oder ein tieferes Existenzminimum nicht zu besserer Mitarbeit oder Integration führen, sondern zusätzlichen Druck erzeugen. Wirksamer sind eine engmaschige Betreuung und gezielte Förderung, die Selbstständigkeit und Integration nachhaltig stärken.

Erhöhung Prämienverbilligung

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Eine Erhöhung der Prämienverbilligung kann dazu beitragen, dass Haushalte mit tiefem und mittlerem Einkommen nicht übermässig durch Krankenkassenprämien belastet werden. Wenn niemand mehr als 10 % des verfügbaren Einkommens für die Krankenversicherung aufwenden muss, bleibt mehr finanzieller Spielraum für den Alltag. Dies stärkt die soziale Sicherheit, ermöglicht gesellschaftliche Teilhabe und verhindert, dass notwendige Gesundheitsleistungen aus Kostengründen aufgeschoben werden.

Unterstützung pflegender Angehöriger

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Pflegende Angehörige leisten einen grossen Beitrag und übernehmen anspruchsvolle Aufgaben. Eine zusätzliche finanzielle Unterstützung durch den Kanton ist sinnvoll. Ebenso wichtig sind passende Hilfestellungen und Entlastungsangebote, damit diese Betreuung langfristig möglich bleibt.

Senkung der Psychotherapie-Tarife

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Kostensenkungen bei psychologischer Psychotherapie gefährden die Versorgungssicherheit und können den Zugang zu dringend benötigter Hilfe verschlechtern. Gleichzeitig ist nachvollziehbar, dass steigende Behandlungszahlen für einen kleinen Kanton finanziell anspruchsvoll sind. Einsparungen sollten jedoch nicht zulasten der Versorgungsqualität gehen.

Schule & Bildung

Separativer Unterricht

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Separate Förderklassen fördern Ausgrenzung statt Entwicklung. Stattdessen braucht es mehr Schulbegleitung und Unterstützung in den regulären Klassen. So können Kinder individuell gefördert werden, während Inklusion im Schulalltag ernsthaft umgesetzt und gelebt wird.

Gleiche Bildungschancen

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Gleiche Bildungschancen sind zentral. Die Schule bildet das Fundament für unser Verständnis von Miteinander und Demokratie. Je besser Kinder unabhängig vom Einkommen ihrer Eltern gefördert werden, desto stärker und robuster ist unsere Gesellschaft langfristig. Förderangebote und höhere Stipendien tragen dazu wesentlich bei.

Förderung von Kinderbetreuungsangeboten

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Eine stärkere finanzielle Unterstützung der vorschulischen Kinderbetreuung ist wichtig, damit Eltern ihren Beruf ausüben können und die Vereinbarkeit von Familie und Arbeit gewährleistet ist. Gleichzeitig gibt sie Eltern die Sicherheit, dass ihre Kinder gut betreut und gefördert werden.

Schulnoten statt Lernberichte

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Aus eigener Erfahrung können Schulnoten sehr frustrierend sein und sagen wenig über den Lernprozess aus. Eine konstruktive Feedback‑Kultur ist wirkungsvoller als blosse Noten. Sie fördert Selbstreflexion, Weiterentwicklung und lösungsorientiertes Denken – Fähigkeiten, die auch im Berufsleben zentral sind, wo Rückmeldungen statt Noten zählen.

Migration & Integration

Stimmrecht für Ausländer/-innen

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Ausländerinnen und Ausländer, die seit mindestens zehn Jahren auf Gemeindeebene im Kanton Glarus leben, sollen das Stimm- und Wahlrecht erhalten können, wenn sie sich aktiv darum bemühen. Wer gut integriert ist und Verantwortung übernehmen will, soll mitbestimmen dürfen.

Direkte Aufnahme von Geflüchteten

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Der Kanton soll sich für die Aufnahme von Resettlement‑Flüchtlingen einsetzen, da dies besonders schutzbedürftigen Menschen hilft. Gleichzeitig muss die Aufnahme zur Grösse und Leistungsfähigkeit des Kantons passen, damit Integration gelingt und der soziale Zusammenhalt nicht gefährdet wird.

Strengere Sozialhilfe-Regeln für Geflüchtete

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Statt verschärfter Regeln und Kürzungen sollte ein Anreiz‑ und Belohnungssystem im Vordergrund stehen. Wer sich aktiv integriert, Sprachkurse besucht oder Arbeit aufnimmt, soll gezielt unterstützt werden. Positive Anreize fördern Motivation und Integration wirksamer als Sanktionen.

Verschärfung Einbürgerung

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Das kantonale Einbürgerungsgesetz ist bereits heute anspruchsvoll und für Betroffene oft schwer nachvollziehbar. Teilweise wird es als willkürlich erlebt. Eine weitere Verschärfung, etwa bei den Sprachanforderungen, ist daher nicht sinnvoll und würde gut integrierten Personen unnötige Hürden auferlegen.

Begrenzung der Wohnbevölkerung

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Eine fixe Bevölkerungsgrenze von 10 Millionen ist weder realistisch noch zielführend. Wichtig ist vielmehr, dass Know-how und Kompetenzen in der Schweiz aufgebaut und erhalten bleiben, damit das Land langfristig selbstständig und nicht zu stark von Drittstaaten abhängig wird. Der Fokus soll auf Integration, beruflicher Sicherheit und stabilen gesellschaftlichen Strukturen liegen.

Gesellschaft, Kultur & Ethik

Legalisierung Cannabis

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Eine Legalisierung kann sinnvoll sein, da Konsum ohnehin stattfindet. Klare Regeln erhöhen Produktsicherheit, schwächen den Schwarzmarkt und ermöglichen Steuereinnahmen für Prävention und Gesundheit. Gleichzeitig sollte das Ziel sein, gesellschaftliche Bedingungen zu schaffen, in denen es nicht nötig ist, sich mit Rauschmitteln zu betäuben.

Behördenverbot geschlechtsneutraler Sprache

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Ein Verbot geschlechtsneutraler Sprache ist nicht sinnvoll. Gendergerechte Sprache erhöht die Sichtbarkeit aller Menschen, was mir als Frau wichtig ist. Sprache entwickelt sich stetig weiter.

Ausbau Medienförderung

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Lokale Medien sind wichtig für Information, Transparenz und demokratische Meinungsbildung. Eine gezielte Förderung kann ihre Vielfalt und Qualität sichern. Sie sollte jedoch klar begrenzt, transparent ausgestaltet und an unabhängige Berichterstattung gebunden sein.

Rückzug aus Kulturförderung

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Der Kanton soll sich nicht aus der Kulturförderung zurückziehen. Kultur macht einen Kanton lebendig, vielfältig und attraktiv. Je bunter das kulturelle Angebot, desto spannender das Zusammenleben. Nicht jede Kunst muss gefallen – aber Vielfalt fördert Austausch, Kreativität und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Feuerwerksverbot

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Lautes privates Feuerwerk verursacht viel Lärm, Stress für Menschen und Tiere sowie unnötigen Abfall. Es gibt heute attraktive Alternativen ohne Lärm und Umweltbelastung. Eine organisierte Drohnenshow über dem Glarnerland wäre eine moderne, kreative und nachhaltige Möglichkeit zu feiern :-)

Finanzen & Steuern

Steuersenkungen

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Steuersenkungen wären zwar wünschenswert, sind aber ohne einschneidende Sparmassnahmen kaum realistisch. Diese könnten wichtige Leistungen in Bildung, Sozialem oder Infrastruktur beeinträchtigen. Priorität sollte eine solide Finanzierung der öffentlichen Aufgaben haben, bevor Steuern gesenkt werden.

Sparanstrengungen

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Eine sorgfältige Überprüfung der kantonalen Ausgaben ist sinnvoll. Sparmassnahmen sollten jedoch mit Augenmass erfolgen, da Vorstellungen darüber, was verzichtbar ist und was nicht, unterschiedlich sind. Wichtig ist, Prioritäten zu setzen, ohne dabei zentrale Leistungen für Bevölkerung und Zukunftsentwicklung zu gefährden.

Steuer auf Zweitliegenschaften

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Im Zuge der Abschaffung des Eigenmietwerts ist eine zusätzliche Steuer auf Zweitliegenschaften sinnvoll. Wer sich eine Zweitimmobilie leisten kann, verfügt in der Regel auch über die finanziellen Mittel, einen fairen Beitrag zu leisten. Dies schafft Ausgleich und entlastet den Kanton finanziell.

Einfrierung Stellenbestand

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Ein Einfrieren des Stellenbestands macht wenig Sinn, da die Aufgaben vielfältig sind und nicht abnehmen. Auch die Digitalisierung ist kein Wundermittel zum Personalabbau. Sinnvoller ist es zu prüfen, ob Synergien zwischen Kanton und Gemeinden besser genutzt werden können, um effizienter zu arbeiten.

Wirtschaft & Arbeit

Unterstützung Sportbahnen

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Eine zusätzliche Unterstützung darf kein Automatismus sein. Bereits die Hilfe für die Sportbahnen Elm erachte ich als unnötig. Die eingesetzten Mittel wären besser in ein nachhaltiges Ganzjahresangebot investiert worden, das langfristig Nutzen bringt und weniger abhängig von winterlichen Bedingungen ist.

Einführung Mindestlohn

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Wer arbeitet, soll von seinem Lohn leben können. Ein Mindestlohn von CHF 4’200 für eine Vollzeitstelle sichert die Existenz und stärkt die Wertschätzung von Arbeit. Tiefe Löhne führen sonst zu zusätzlicher Unterstützung durch den Kanton, was weder fair noch nachhaltig ist.

Kontrolle Lohngleichheit Frauen/Männer

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Eine strengere Kontrolle der Lohngleichheit ist sinnvoll. Auch wenn das Thema nicht immer auf Zustimmung stösst, besteht weiterhin Handlungsbedarf. Die Entlohnung sollte sich an Qualifikation und Leistung orientieren – nicht am Geschlecht. Unternehmen mit kantonalen Aufträgen sollten hier Verantwortung übernehmen.

Steueranreize für Ansiedlung neuer Firmen

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Steuerliche Anreize zur Firmenansiedlung sind kritisch zu sehen, da sie oft kurzfristig genutzt werden. Viele Unternehmen profitieren von Vergünstigungen, ohne sich langfristig im Kanton zu verankern. Nachhaltiger sind Investitionen in gute Rahmenbedingungen wie Infrastruktur, Fachkräfte, Bildung und Lebensqualität.

Weniger Regulierungen für Unternehmen

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Regulierungen und Auflagen haben grundsätzlich ihre Berechtigung, etwa zum Schutz von Umwelt, Anwohnern und fairen Wettbewerbsbedingungen. Sie können gezielt überprüft und vereinfacht werden, sollten aber nicht pauschal abgebaut werden, da sie wichtige Interessen und die Lebensqualität sichern.

Umwelt & Energie

Förderung nachhaltiger Tourismus

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Ein nachhaltiger Tourismus ist entscheidend, da nur eine intakte Natur langfristig Gäste anzieht. Besonders das Klöntal ist ein echtes Juwel des Kantons Glarus. Es soll verantwortungsvoll genutzt und konsequent geschützt werden, damit Natur, Erholung und Tourismus im Einklang bleiben.

Ökologische Auflagen Landwirtschaft

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Bei verpachteten kantonalen Landwirtschaftsflächen sollen die ökologischen Anforderungen erhöht werden. Oft sind die langfristigen Auswirkungen von Stoffen wie synthetischen Pestiziden unklar. Frühere Fehlentscheide, etwa mit Klärschlamm, haben heute zu PFAS‑Belastungen geführt. Kurzfristige Gewinne dürfen keine langfristigen Schäden verursachen, die am Ende die Kantonsbevölkerung tragen muss.

Schutz Grossraubtiere

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Grossraubtiere und Siedlungsgebiete stehen immer in einem Spannungsfeld. Ihr Schutz ist wichtig, dennoch darf keine Gefährdung für Menschen entstehen – insbesondere nicht für Kinder. Prävention, Monitoring und gezielte Eingriffe müssen so abgestimmt sein, dass Schutz und Sicherheit gleichermassen gewährleistet bleiben.

Bau von Windkraftwerken

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Der Kanton Glarus hat zwar windreiche Lagen, aber wenig geeigneten Raum. Zudem sind Auswirkungen auf Vögel, Landschaft und Lärmemissionen zu beachten. Sinnvoller sind naturverträglichere Energieformen wie Photovoltaik auf Dächern, die Nutzung bestehender Wasserkraft, alpine Solaranlagen oder Energieeffizienz‑ und Speichermassnahmen.

Förderung erneuerbarer Energien

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Die stärkere Förderung erneuerbarer Energien ist wichtig, um unabhängiger von fossilen Rohstoffen aus dem Ausland zu werden. Das ist nicht nur Umwelt‑, sondern auch Sicherheits‑ und Standortpolitik. Eigene nachhaltige Energie schafft Robustheit, Versorgungssicherheit und stärkt die langfristige Unabhängigkeit des Kantons und der Schweiz.

Anreize statt Verbote in der Klimapolitik

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Zur Erreichung der Klimaziele braucht es eine Kombination aus Anreizen und klaren Vorgaben. Finanzielle Förderung ist wichtig, führt allein jedoch oft nicht schnell genug zu wirksamen Veränderungen. Verbindliche Regeln setzen notwendige Leitplanken, da wirtschaftliche Akteure verständlicherweise stark auf Profit ausgerichtet sind.

Verkehr & Raumplanung

Verdichtetes Bauen

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Eine stärkere Verdichtung der bestehenden Siedlungszonen ist sinnvoll, auch wenn der Wunsch nach einem eigenen Garten verständlich ist. Wichtig ist eine gute Gestaltung mit Grünflächen und Spielmöglichkeiten. In Näfels gibt es bereits gelungene Überbauungen dieser Art, die zeigen, dass Verdichtung und hohe Lebensqualität gut vereinbar sind.

Autofreie Sonntage Klöntal

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Ein strikteres Fahrverbot an den autofreien Sonntagen im Klöntal würde den Charakter der «Slow Sundays» stärken und könnte ein echter Tourismusmagnet sein. Das Stimmvolk hat diesen Weg klar entschieden – eine schrittweise Verwässerung sollte beendet werden. Ein konsequent autofreies Klöntal erhöht Ruhe, Naturerlebnis und Akzeptanz.

Ausbau öffentlicher Verkehr

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Mehr Investitionen in den öffentlichen Verkehr entlasten die überfüllten Strassen und erhöhen die Verkehrssicherheit. Ein gut ausgebauter ÖV ist für alle da, stärkt die Gleichberechtigung in der Mobilität und trägt zu einer nachhaltigen Entwicklung des Kantons bei.

Ausbau Tempo 20/30

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Mehr Tempo‑30‑ und Tempo‑20‑Zonen erhöhen die Sicherheit für Fussgänger und Velofahrende, insbesondere für Kinder und ältere Menschen. Gleichzeitig wirken sie verkehrslenkend, senken den Lärm und machen Wohnquartiere lebenswerter.

Förderung motorisierter Individualverkehr

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Zusätzliche Massnahmen zugunsten des motorisierten Individualverkehrs sind nicht der richtige Weg. Wir müssen weg von immer mehr Autos und Strassenkapazitäten. Stattdessen sollten nachhaltige Mobilitätsformen wie öffentlicher Verkehr, Fuss‑ und Veloverkehr gestärkt werden, um Lebensqualität, Sicherheit und Umwelt zu verbessern.

Politisches System & Digitalisierung

Ausschliesslich digitale Kantonsverwaltung

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Ein reines „Digital‑Only“-Prinzip funktioniert weder in der Privatwirtschaft noch für staatliche Dienstleistungen und führt oft zu Frust. Kantonale Angebote müssen für alle zugänglich bleiben – auch analog. Nur so wird sichergestellt, dass niemand ausgeschlossen wird und der Kanton für alle lebenswert bleibt.

Ausbau Entwicklungszusammenarbeit

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Ein Ausbau des finanziellen Engagements in der Entwicklungszusammenarbeit ist grundsätzlich sinnvoll, sollte jedoch nur erfolgen, wenn es die kantonalen Finanzen zulassen. Wichtig ist, dass die Unterstützung wirksam, gezielt und mit der finanziellen Verantwortung gegenüber der Bevölkerung vereinbar bleibt.

Verzicht Vorgaben zum Geschlechterverhältnis

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Auf Vorgaben zum Geschlechterverhältnis sollte noch nicht verzichtet werden, solange Frauen in Kaderpositionen untervertreten sind. Solche Leitplanken helfen, strukturelle Hürden abzubauen. Zudem ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie heute für Frauen und Männer wichtig und sollte selbstverständlich mitgedacht werden.

Sicherheit & Polizei

Ausbau Videoüberwachung

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An ausgewählten Brennpunkten kann Videoüberwachung zur Prävention und Aufklärung beitragen. Als generelles Konzept für den gesamten öffentlichen Raum lehne ich sie jedoch ab. Sicherheit darf nicht auf Kosten der Privatsphäre gehen, und andere präventive Massnahmen bleiben zentral.

Polizeidienst für Ausländer/-innen

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Auch Ausländerinnen und Ausländer mit C‑Bewilligung sollten zugelassen werden. Voraussetzung darf jedoch nicht allein der Aufenthaltsstatus sein. Wichtige Kriterien sind eine gute Integration, sehr gute Sprachkenntnisse, der Schulbesuch in der Schweiz sowie ein klares Bekenntnis zu den hiesigen Werten und Rechtsnormen.

Erhöhte Polizeipräsenz

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Reine Präsenz allein verbessert die Situation kaum. Sicherheit muss ganzheitlich gedacht werden, da Gewalt häufig nicht im öffentlichen Raum entsteht. Wichtig sind Prävention, gezielte Interventionen und gute Zusammenarbeit mit sozialen Stellen.

Engagement gegen häusliche Gewalt

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Der Kanton soll sich stärker gegen häusliche Gewalt engagieren. Der letzte Jahresbericht zeigt klar, dass dies ein zentraler Schwerpunkt ist und konsequent angegangen werden muss. Präventionsarbeit und der Ausbau von Schutzangeboten sind entscheidend. In diesem Bereich ist die Glarner Kantonspolizei bereits auf einem guten Weg, dieser Einsatz sollte weiter gestärkt werden.

Werthaltungen

Freie Marktwirtschaft

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Von einer freien Marktwirtschaft profitieren leider immer weniger Menschen. Grosse Konzerne orientieren sich dorthin, wo Subventionen und tiefe Löhne winken, nutzen aber gleichzeitig die hohen Preise und die Kaufkraft in der Schweiz. Oft bleibt hier nur ein Minimum an Arbeitsplätzen, während die Gewinne anderswo abgeschöpft werden.

Vollzeit-Kinderbetreuung

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Es kommt weniger auf die Menge der Zeit an als auf deren Qualität. Entscheidend ist, dass Kinder verlässliche Bezugspersonen haben und gut begleitet werden. Ob ein Elternteil Vollzeit zu Hause bleibt oder beide Eltern Betreuung und Erwerbsarbeit kombinieren, kann sehr unterschiedlich funktionieren – wichtig sind stabile Beziehungen, Aufmerksamkeit und Förderung.

Bestrafung Krimineller

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Bestrafung und Wiedereingliederung müssen im Gleichgewicht stehen. Ohne klare Konsequenzen geht es nicht, aber reine Bestrafung reicht nicht aus. Wenn Menschen nach einer Strafe keinen Weg zurück in die Gesellschaft finden, ist das Rückfallrisiko hoch. Wirksame Reintegration schützt langfristig auch die Gesellschaft.

Umweltschutz

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Ideal wäre es, wenn Wirtschaftswachstum und Umweltschutz Hand in Hand gingen – doch die Realität zeigt oft etwas anderes. Ohne eine intakte Umwelt kann der Mensch langfristig nicht leben. Wirtschaftswachstum verliert seinen Wert, wenn es auf Kosten unserer Lebensgrundlagen geht. Deshalb ist starker Umweltschutz notwendig, auch wenn er kurzfristig Wachstum bremst.

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