Alex Nyemeck
Die Mitte | 01.10
Sozialstaat & Familie
Ausbau der Tagesbetreuung für Kinder
Soll der Kanton Freiburg familienergänzende Betreuungsstrukturen finanziell stärker unterstützen (Erhöhung der Anzahl Krippenplätze, Verlängerung der Öffnungszeiten von Tagesschulen usw.)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Rückzahlung von Sozialhilfe
Soll der Kanton Freiburg die Rückzahlungspflicht für bezogene Sozialhilfe abschaffen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Rückzahlung wirkt genau dem entgegen, was wir fördern wollen: der Rückkehr ins Erwerbsleben. Wer wieder Arbeit findet und dann aufgefordert wird, die bezogenen Beträge zurückzuzahlen, wird dafür bestraft, dass er es geschafft hat. Ich bin dafür, diesen Grundsatz für Arbeitseinkommen abzuschaffen, während die Rückzahlung im Falle einer Erbschaft oder eines großen Vermögens beibehalten wird. Das Ziel der Sozialhilfe ist die Selbstständigkeit – nicht die Verschuldung
Le remboursement décourage exactement ce que nous voulons encourager : le retour à l'emploi. Quelqu'un qui retrouve du travail et se voit réclamer les montants perçus est puni de s'en être sorti. Je suis favorable à mettre fin à ce principe pour les revenus du travail, tout en maintenant la restitution en cas de succession ou de fortune importante. L'objectif de l'aide sociale, c'est l'autonomie — pas la dette
Kantonales Vorkaufsrecht
Soll ein Vorkaufsrecht eingeführt werden, das es dem Kanton und den Gemeinden ermöglicht, Grundstücke oder Liegenschaften für den gemeinnützigen Wohnungsbau vorrangig zu erwerben?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Bezahlbarer Wohnraum ist eine meiner Prioritäten, und das Vorkaufsrecht ist das kostengünstigste Instrument, um dies zu erreichen: Es verursacht keine neuen strukturellen Ausgaben. Die Gemeinde kauft zum Marktpreis, wenn ein strategisch wichtiges Grundstück für ein konkretes Projekt frei wird – das ist weder eine Enteignung noch eine dauerhafte Subvention. Ich unterstütze es unter der Voraussetzung, dass es zielgerichtet bleibt, auf festgelegte Gebiete und konkrete Projekte für gemeinnützigen Wohnungsbau beschränkt ist und nicht als allgemeines Recht gilt.
Le logement abordable est l'une de mes priorités, et le droit de préemption est l'outil le plus économe pour y agir : il ne crée aucune dépense structurelle nouvelle. La collectivité achète au prix du marché, quand une parcelle stratégique se libère, pour un projet identifié — ce n'est ni une expropriation, ni une subvention permanente. Je le soutiens à condition qu'il reste ciblé, sur des périmètres définis et des projets concrets de logements d'utilité publique, et non comme un droit général s
Verschärfung des Sozialhilfegesetzes
Würden Sie eine Verschärfung des Sozialhilfegesetzes im Kanton Freiburg befürworten (z.B. Begrenzung der Zulagen, tieferer Ansatz des Existenzminimums, höherer Ermessenspielraum bei der Vergabe der Sozialhilfe)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Nein zur Senkung des Existenzminimums: Man bekämpft Armut nicht, indem man die Armen noch weiter in die Armut treibt, und dieses Minimum ist bereits sehr knapp bemessen. Betrug hingegen muss geahndet werden – doch das derzeitige Gesetz sieht dies bereits vor, und die bestehenden Kontrollen sind ausreichend. Was der Kanton braucht, ist nicht mehr Strenge, sondern eine effektivere Begleitung auf dem Weg in die Beschäftigung. Das ist es, was Menschen dauerhaft aus der Sozialhilfe herausholt, und das ist auch am kostengünstigsten.
Non à l'abaissement du minimum vital : on ne réduit pas la pauvreté en appauvrissant les pauvres, et ce minimum est déjà calculé au plus juste. La fraude, elle, doit être sanctionnée — mais la loi actuelle le permet déjà et les contrôles existants sont suffisants. Ce dont le canton a besoin, ce n'est pas de plus de sévérité, c'est d'un accompagnement plus efficace vers l'emploi. C'est ce qui fait sortir durablement de l'aide sociale, et c'est aussi ce qui coûte le moins cher.
Vergütung für pflegende Angehörige
Sollen pflegende Angehörige finanziell unterstützt werden (z. B. durch Pflegegeld)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Pflegende Angehörige leisten unentgeltlich Arbeit, für die der Kanton andernfalls sehr viel Geld aufwenden müsste. Eine Person, die dank ihrer Familie zu Hause bleiben kann, bedeutet einen Platz weniger im Pflegeheim oder einen Krankenhausaufenthalt weniger: Die Rechnung ist schnell gemacht. Dieses Engagement finanziell anzuerkennen, ist keine zusätzliche Ausgabe, sondern eine gut angelegte Ersparnis. Ich befürworte eine gezielte Beihilfe für aufwendige und dauerhafte Pflegefälle mit klaren Kriterien, verbunden mit einem echten Recht auf Entlastung.
Les proches aidants accomplissent gratuitement un travail que le canton devrait sinon payer très cher. Une personne maintenue à domicile par sa famille, c'est une place d'EMS ou une hospitalisation en moins : le calcul est vite fait. Reconnaître financièrement cet engagement n'est pas une dépense supplémentaire, c'est une économie bien placée. Je soutiens une allocation ciblée sur les prises en charge lourdes et durables, avec des critères clairs, assortie d'un véritable droit au répit
Gesundheit
Prämienverbilligungen erhöhen
Soll die Prämienverbilligung erhöht werden, sodass niemand mehr als 10 Prozent seines verfügbaren Haushaltseinkommens für die Krankenversicherung zahlen muss?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Prämienbelastung ist das Hauptanliegen der Freiburger Haushalte, und ich will das keineswegs herunterspielen. Aber eine Obergrenze von 10 Prozent des Einkommens senkt die Kosten nicht: Damit wird die Rechnung von den Versicherten auf die Steuerzahler verlagert, ohne dass an der Quelle etwas eingedämmt wird. Der Kanton müsste dafür Hunderte Millionen aufwenden und somit die Steuern erhöhen. Die Lösung muss woanders liegen: Man sollte sich zum Beispiel die Frage stellen, warum die Gesundheitskosten steigen.
La charge des primes est le premier souci des ménages fribourgeois, et je ne le minimise pas. Mais plafonner à 10% du revenu ne fait pas baisser les coûts : cela transfère la facture des assurés aux contribuables, sans rien freiner à la source. Le canton devrait y consacrer des centaines de millions, donc augmenter les impôts. La solution dois être ailleurs: Par exemple se poser la question sur ce fait grimper les coûts de santé
Kantonale Einheitskrankenkasse
Befürworten Sie die Einführung einer kantonalen Einheitskrankenkasse?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ein Wechsel des Kostenträgers ändert nichts an der Rechnung. Eine Einheitskasse würde weder die Medikamentenpreise noch die Anzahl der Behandlungen noch die Doppelbehandlungen in Krankenhäusern senken – also nichts von dem, was die Prämien tatsächlich in die Höhe treibt. Sie würde dem Versicherten hingegen jede Möglichkeit nehmen, den Versicherer zu wechseln, wenn er schlecht betreut wird. Ich ziehe es vor, die Anstrengungen dort zu konzentrieren, wo die Kosten entstehen, und auf gezielte Zuschüsse für Haushalte, die diese wirklich benötigen.
Changer de payeur ne change pas la facture. Une caisse unique ne ferait baisser ni le prix des médicaments, ni le nombre d'actes, ni les doublons hospitaliers — c'est-à-dire rien de ce qui fait réellement grimper les primes. Elle priverait en revanche l'assuré de toute possibilité de changer d'assureur s'il est mal servi. Je préfère concentrer l'effort là où les coûts se créent, et sur des subsides ciblés pour les ménages qui en ont vraiment besoin.
Einschränkung der Spitalplanung
Befürworten Sie eine Einschränkung der kantonalen Kontrolle über die Spitalplanung und die Organisation der Gesundheitsversorgung (z. B. indem privaten Kliniken gestattet wird, mehr Leistungen zu erbringen)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Krankenhausplanung ist einer der wenigen Hebel, über die der Kanton verfügt, um die Kosten in den Griff zu bekommen und eine gerechte flächendeckende Versorgung zu gewährleisten. Eine Schwächung dieses Instruments würde der Rosinenpickerei Tür und Tor öffnen: Privatkliniken würden die rentablen und planbaren Eingriffe übernehmen, während dem HFR die Notfälle und schweren Fälle – also die defizitären – überlassen blieben. Der Steuerzahler müsste die Differenz bezahlen. Privatkliniken haben ihren Platz, als Ergänzung und im Rahmen der kantonalen Planung
La planification hospitalière est l'un des rares leviers dont le canton dispose pour maîtriser les coûts et garantir une couverture équitable du territoire. L'affaiblir ouvrirait la porte à l'écrémage : les cliniques privées prendraient les interventions rentables et programmables, laissant à l'HFR les urgences et les cas lourds — c'est-à-dire le déficitaire. Le contribuable paierait la différence. Les cliniques privées ont leur place, en complément et dans le cadre de la planification cantonale
Schule & Bildung
Chancengleichheit in der Ausbildung
Soll sich der Kanton Freiburg stärker für gleiche Bildungschancen einsetzen (z.B. mit Nachhilfe-Gutscheinen für Schüler/-innen aus Familien mit geringem Einkommen)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Chancengleichheit beginnt in der Schule. Ein Kind, dessen Eltern weder Nachhilfe bezahlen noch ihm bei den Hausaufgaben helfen können, hat von Anfang an einen Nachteil, der nichts mit seinen Fähigkeiten zu tun hat. Gezielte Nachhilfekurse für Familien mit geringem Einkommen gleichen dies zu geringen Kosten aus. Als in Freiburg ausgebildeter Ingenieur sage ich: Bildung ist der beste soziale Aufzug und die beste Investition eines Kantons. Ein verhindertem Schulabbruch kommt immer günstiger als die Beseitigung der Folgen eines Schulabbruchs.
L'égalité des chances commence à l'école. Un enfant dont les parents ne peuvent ni payer un appui ni l'aider aux devoirs part avec un handicap qui n'a rien à voir avec ses capacités. Des cours de rattrapage ciblés sur les familles à revenus modestes corrigent cela pour un coût limité. Je le dis comme ingénieur formé à Fribourg : la formation est le meilleur ascenseur social, et le meilleur investissement d'un canton. Un décrochage évité coûte toujours moins cher qu'un décrochage à réparer.
Zweisprachige Schulzeit
Bis 2031 wird eine Unterstützung für Schulen im Kanton eingerichtet, die einen zweisprachigen Unterricht in der Primarstufe anbieten möchten. Soll diese Möglichkeit auf die gesamte obligatorische Schulzeit (bis zur 11. Klasse) ausgeweitet werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Zweisprachigkeit ist Freiburgs größter Trumpf und der einzige, den uns niemand nachmachen kann. Wenn man am Ende der Primarstufe aufhört, lässt man das, was man aufgebaut hat, zerfallen: Eine Partnersprache festigt sich erst im Jugendalter. Ich unterstütze daher die Ausweitung auf die gesamte Pflichtschulzeit, vorausgesetzt, man geht dem eigentlichen Engpass entgegen – der Ausbildung qualifizierter Lehrkräfte in beiden Sprachen. Das ist sowohl eine wirtschaftliche als auch eine kulturelle Investition: Unsere Unternehmen suchen zweisprachige Mitarbeiter
Le bilinguisme est le premier atout de Fribourg, et le seul que personne ne peut nous copier. S'arrêter à la fin du primaire, c'est laisser se déliter ce qu'on a construit : une langue partenaire se consolide à l'adolescence. Je soutiens donc l'extension à toute la scolarité obligatoire, à condition d'anticiper le vrai goulet d'étranglement — la formation d'enseignants qualifiés dans les deux langues. C'est un investissement économique autant que culturel : nos entreprises cherchent des bilingue
Integrative Schule
Gemäss dem Konzept der integrativen Schule werden Kinder mit Lernschwierigkeiten oder Behinderungen grundsätzlich in regulären Schulklassen unterrichtet. Befürworten Sie dies?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ich stelle nicht das Prinzip in Frage, sondern dessen Umsetzung. Die Integration ist zur Regel geworden, ohne dass die entsprechenden Mittel bereitgestellt wurden: zu wenige Förderlehrer, überfüllte Klassen, Lehrer, die in schwierigen Situationen auf sich allein gestellt sind. Das Ergebnis bringt sowohl den integrierten Schüler als auch den Rest der Klasse in Schwierigkeiten. Ich bevorzuge einen fallbezogenen Ansatz, bei dem die Förderschule eine vollwertige Option bleibt, wenn sie dem Kind besser dient – und nicht als Feststellung eines Scheiterns.
Je ne conteste pas le principe, mais son application. L'intégration est devenue la règle sans que les moyens suivent : enseignants spécialisés en nombre insuffisant, classes surchargées, enseignants laissés seuls face à des situations lourdes. Le résultat met en difficulté l'élève intégré autant que le reste de la classe. Je préfère une approche au cas par cas, où la structure spécialisée reste une option pleine et entière quand elle sert mieux l'enfant — et non un constat d'échec
Erhöhung der kantonalen Kulturförderung
Der Kanton Freiburg hat beschlossen, die Kulturförderung zu erhöhen und das Budget bis 2035 von 16,70 CHF auf 30 CHF pro Einwohner/-in anzuheben. Befürworten Sie diesen Beschluss?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ich stelle nicht das Prinzip in Frage, sondern dessen Umsetzung. Die Integration ist zur Regel geworden, ohne dass die entsprechenden Mittel bereitgestellt wurden: zu wenige Sonderpädagogen, überfüllte Klassen, Lehrkräfte, die in schwierigen Situationen auf sich allein gestellt sind. Das Ergebnis bringt sowohl den integrierten Schüler als auch den Rest der Klasse in Schwierigkeiten. Ich bevorzuge einen fallbezogenen Ansatz, bei dem die Förderschule eine vollwertige Option bleibt, wenn sie dem Kind besser dient.
Je ne conteste pas le principe, mais son application. L'intégration est devenue la règle sans que les moyens suivent : enseignants spécialisés en nombre insuffisant, classes surchargées, enseignants laissés seuls face à des situations lourdes. Le résultat met en difficulté l'élève intégré autant que le reste de la classe. Je préfère une approche au cas par cas, où la structure spécialisée reste une option pleine et entière quand elle sert mieux l'enfant
Migration & Integration
Integrationsförderung für Ausländer*innen
Soll der Kanton Freiburg Ausländer/-innen bei der Integration stärker unterstützen (z.B. durch zusätzliche Sozialarbeiter/-innen)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Integration ist eine Investition, keine Ausgabe: Wer die Sprache lernt und einen Arbeitsplatz findet, zahlt Sozialbeiträge und Steuern und ist von niemandem abhängig. Eine gescheiterte Integration kostet unendlich viel mehr – und das über einen weitaus längeren Zeitraum. Ich befürworte daher eine gezielte Verstärkung der Maßnahmen, vorrangig beim Spracherwerb – dem entscheidenden Hebel, der den Zugang zu Arbeit, Schule und Alltag eröffnet. Dabei stelle ich jedoch eine Gegenleistung in Anspruch: Die Unterstützung setzt ein echtes Engagement der betroffenen Person voraus.
L'intégration est un investissement, pas une dépense : une personne qui apprend la langue et trouve un emploi cotise, paie ses impôts et ne dépend de personne. Une intégration ratée coûte infiniment plus cher, et pendant bien plus longtemps. Je soutiens donc un renforcement ciblé, en priorité sur l'apprentissage de la langue — le levier décisif, celui qui ouvre l'emploi, l'école et la vie quotidienne. Avec une exigence en retour : l'accompagnement suppose un engagement réel de la personne.
Verschärfung der Einbürgerungsvoraussetzungen
Sollen die Anforderungen für die Einbürgerungen erhöht werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Bedingungen in der Schweiz gehören bereits zu den anspruchsvollsten in Europa: lange Aufenthaltsdauer, C-Ausweis, Sprachkenntnisse, finanzielle Unabhängigkeit, Kenntnis der Institutionen. Eine weitere Verschärfung würde keine besseren Bürger hervorbringen – sondern nur mehr Menschen, die sich dauerhaft hier niedergelassen haben, hier arbeiten und ihre Steuern zahlen, ohne über die sie betreffenden Angelegenheiten mitentscheiden zu können. Es geht nicht um die Zugangsschwelle, sondern um die Qualität der Integration, die dorthin führt.
Les conditions suisses comptent déjà parmi les plus exigeantes d'Europe : longue durée de résidence, permis C, maîtrise de la langue, indépendance financière, connaissance des institutions. Durcir encore ne produirait pas de meilleurs citoyens — seulement davantage de personnes durablement installées ici, qui y travaillent et y paient leurs impôts, sans pouvoir décider de ce qui les concerne. L'enjeu n'est pas le seuil d'entrée, c'est la qualité de l'intégration qui y mène.
Politische Rechte für Ausländerinnen und Ausländer
Ausländerinnen und Ausländer, die seit mindestens fünf Jahren im Kanton Freiburg leben und Inhaber einer C-Bewilligung sind, haben in ihrer Wohngemeinde das Stimm- und Wahlrecht. Sollten diese Rechte auf die kantonale Ebene ausgeweitet werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Freiburg gewährt bereits nach fünf Jahren das kommunale Wahlrecht: Der Grundsatz ist anerkannt. Doch die Entscheidungen, die eine Familie am stärksten betreffen – Schule, Krankenhaus, Steuern, Verkehr –, werden auf Kantonsebene getroffen. Eine Ausweitung dieses Rechts bedeutet lediglich, die Realität der Menschen anzuerkennen, die sich dauerhaft hier niedergelassen haben, hier arbeiten und diese Leistungen finanzieren. Dies ersetzt zwar nicht die Einbürgerung, die allein volle Rechte verleiht, verhindert aber, dass zehn Jahre lang ohne sie entschieden wird.
Fribourg accorde déjà le droit de vote communal après cinq ans : le principe est admis. Or les décisions qui pèsent le plus sur une famille — école, hôpital, impôts, transports — se prennent au canton. L'étendre ne fait que reconnaître la réalité de personnes installées durablement, qui travaillent ici et financent ces prestations. Cela ne remplace pas la naturalisation, qui seule donne des droits pleins, mais cela évite de décider sans elles pendant dix ans.
Aufnahme von Resettlement-Flüchtlinge
Soll sich der Kanton Freiburg dafür einsetzen, dass mehr Geflüchtete aus Lagern direkt vor Ort (z.B. Griechenland) in der Schweiz aufgenommen werden (sogenannte Resettlement-Flüchtlinge)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Neuansiedlung ist der rechtmäßige und geordnete Weg schlechthin: Personen, die bereits als Flüchtlinge anerkannt und vor ihrer Ankunft überprüft wurden, statt illegaler Überfahrten und Schlepper, die sich bereichern. Dies entspricht auch der humanitären Tradition der Schweiz. Ich unterstütze ein Engagement des Kantons, vorausgesetzt, es steht im Verhältnis zu unseren tatsächlichen Aufnahmekapazitäten – Wohnraum, Betreuung, Schulen. Eine schlecht vorbereitete Aufnahme schadet sowohl den aufgenommenen Personen als auch der Bevölkerung, die sie aufnimmt.
La réinstallation est la voie légale et ordonnée par excellence : des personnes déjà reconnues comme réfugiées, contrôlées avant leur arrivée, plutôt que des traversées clandestines et des passeurs qui s'enrichissent. C'est aussi la tradition humanitaire suisse. Je soutiens un engagement du canton, à condition qu'il reste proportionné à nos capacités réelles d'accueil — logement, encadrement, écoles. Un accueil mal préparé dessert autant les personnes accueillies que la population qui les reçoit
Gesellschaft & Ethik
Drogenprüfung in Konsumräumen
Sollte der Kanton Freiburg die Einführung von Drug Checking finanzieren, damit Konsument/-innen die Qualität ihrer Substanzen in den sicheren Konsumräumen überprüfen können?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Das ist die Logik der vier Säulen, die die Schweiz seit dreissig Jahren erfolgreich umsetzt. Zu wissen, was eine Substanz tatsächlich enthält, beugt Vergiftungen durch Streckmittel und unvorhersehbare Dosierungen vor – und jeder Kontakt mit einer Fachkraft ist ein offener Weg in die Entwöhnung. Drug Checking verharmlost nichts: Es richtet sich an Menschen, die ohnehin konsumieren werden. Eine verhinderte Überdosis kostet weitaus weniger als ein Aufenthalt auf der Intensivstation.
C'est la logique des quatre piliers, que la Suisse applique avec succès depuis trente ans. Savoir ce que contient réellement une substance évite des intoxications dues aux produits de coupe et aux dosages imprévisibles — et chaque contact avec un professionnel est une porte ouverte vers le sevrage. Le drug checking ne banalise rien : il s'adresse à des personnes qui consommeront de toute façon. Une overdose évitée coûte bien moins cher qu'un séjour aux soins intensifs.
Kantonale Massnahmen gegen sexuelle Belästigung
Sollte der Kanton Freiburg mehr Massnahmen zur Bekämpfung sexueller Belästigung ergreifen (z. B. Sensibilisierungsmassnahmen, Austauschplattformen)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die rechtlichen Instrumente sind bereits vorhanden: Das Gleichstellungsgesetz verbietet sexuelle Belästigung ausdrücklich, und das Obligationenrecht verpflichtet den Arbeitgeber, seine Arbeitnehmer zu schützen. Das Problem ist nicht das Fehlen von Regeln, sondern deren Umsetzung – viele KMU verfügen weder über Verfahren noch über Vertrauenspersonen, und diejenigen, die am stärksten von ihrem Arbeitgeber abhängig sind, trauen sich nicht, Fälle zu melden. Ich unterstütze daher alles, was diese Rechte wirksam macht, und keine neuen Regeln.
Les outils juridiques existent déjà : la loi sur l'égalité interdit explicitement le harcèlement sexuel, et le code des obligations oblige l'employeur à protéger ses employés. Le problème n'est pas l'absence de règles, c'est leur application — beaucoup de PME n'ont ni procédure ni personne de confiance, et ceux qui dépendent le plus de leur employeur n'osent pas signaler. Je soutiens donc ce qui rend ces droits effectifs, pas de nouvelles règles.
Trennung von Staat und Kirche
Soll der Kanton Freiburg Staat und Kirche vollständig trennen (z.B. wie die Kantone Genf und Neuenburg)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ich sehe nicht, welches Problem eine vollständige Trennung lösen würde. Die anerkannten Kirchen übernehmen in Freiburg Aufgaben, die die Gemeinschaft andernfalls finanzieren oder aufgeben müsste: Seelsorge in Krankenhäusern und Gefängnissen, soziale Begleitung, Pflege eines Kulturerbes, das allen gehört. Die Anerkennung ist übrigens kein Privileg: Sie verpflichtet zur Rechenschaftspflicht, zu demokratischen Strukturen und zur öffentlichen Kontrolle. Und jedem steht es frei, aus seiner Kirche auszutreten und keine Kirchensteuer mehr zu zahlen.
Je ne vois pas quel problème une séparation complète résoudrait. Les Églises reconnues assurent à Fribourg des tâches que la collectivité devrait sinon financer ou abandonner : aumôneries dans les hôpitaux et les prisons, accompagnement social, entretien d'un patrimoine qui appartient à tous. La reconnaissance n'est d'ailleurs pas un privilège : elle impose des comptes, des structures démocratiques et un contrôle public. Et chacun reste libre de quitter son Église et de ne plus payer l'impôt
Keine inklusive Sprache in kantonalen Texten
Soll den kantonalen Stellen (Behörden, Schulen) untersagt werden, in ihren schriftlichen Mitteilungen eine geschlechtsneutrale Sprache zu verwenden, indem sie Sterne, Doppelpunkte oder ähnliche Zeichen einsetzen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ich bin kein Befürworter der flächendeckenden Verwendung des Mittelpunkts: Er erschwert das Lesen, behindert Sprachsynthese-Software und steht im Widerspruch zu der von mir befürworteten leicht lesbaren Sprache. Ein Verbot wäre jedoch ebenso dogmatisch. Der Staat hat nicht die Aufgabe, Vorschriften zur Typografie zu erlassen: Er soll das Ziel festlegen – klare und für alle zugängliche Kommunikation – und es den Dienststellen überlassen, die passenden Formulierungen zu finden. Die französische Sprache ermöglicht es sehr gut, Menschen ohne besondere Zeichen einzubeziehen.
Je ne suis pas favorable à la généralisation du point médian : il complique la lecture, gêne les logiciels de synthèse vocale et contredit le langage facile à lire, que je soutiens. Mais une interdiction serait tout aussi dogmatique. L'État n'a pas à légiférer sur la typographie : qu'il fixe l'objectif — des communications claires et accessibles à tous — et laisse les services trouver les formulations adéquates. Le français permet très bien d'inclure sans signes particuliers.
Wöchentliche vegetarische Speisepläne
Befürworten Sie, dass öffentlich geförderte Kantinen an mindestens einem Tag pro Woche ausschliesslich vegetarische Menüs anbieten?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ich bin für hochwertige vegetarische Menüs, die täglich angeboten werden – und nicht nur an einem Tag in der Woche vorgeschrieben sind. Die Entscheidung, was man isst, liegt bei jedem Einzelnen, und das Weglassen von Alternativen führt vor allem zu Ablehnung. Wenn das Ziel der Umweltschutz ist, liegt der wirksamste Hebel in einem landwirtschaftlichen Kanton wie dem unseren woanders: in der Forderung nach lokalen und saisonalen Produkten in subventionierten Kantinen. Das reduziert Transportwege, unterstützt unsere Erzeuger und zwingt niemandem etwas auf.
Je soutiens des menus végétariens de qualité, proposés chaque jour — pas imposés un jour par semaine. Le choix alimentaire relève de chacun, et supprimer l'alternative produit surtout du rejet. Si l'objectif est environnemental, le levier le plus efficace dans un canton agricole comme le nôtre est ailleurs : exiger des produits locaux et de saison dans les cantines subventionnées. Cela réduit les transports, soutient nos producteurs, et n'impose rien à personne
Finanzen & Steuern
Höherer Steuersatz für hohe Einkommen
Würden Sie eine Erhöhung des Steuersatzes für Personen befürworten, deren steuerpflichtiges Einkommen CHF 200'000 pro Jahr übersteigt?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Der Kanton hat kein Einnahmeproblem, sondern ein Problem bei der Ausgabenkontrolle – und ein attraktives Steuersystem gehört zu den Faktoren, die Freiburg am Leben erhalten. Eine Minderheit der Steuerzahler trägt einen erheblichen Teil zu den Einnahmen bei: Würden sie in einen Nachbarkanton abwandern, würde dies mehr kosten, als die Steuererhöhung einbringen würde. Nach der massiven Ablehnung der Sanierungsmassnahmen besteht die Lösung weder in neuen Steuern noch in drastischen Kürzungen, sondern in einer schrittweisen Sanierung, Priorität für Priorität.
Le canton n'a pas un problème de recettes, il a un problème de maîtrise des dépenses — et une fiscalité attractive fait partie de ce qui fait vivre Fribourg. Une minorité de contribuables finance une part importante des recettes : les voir partir dans un canton voisin coûterait plus que la hausse ne rapporterait. Après le rejet massif de l'assainissement, la réponse n'est ni de nouvelles taxes ni des coupes brutales, mais un redressement par étapes, priorité par priorité.
Finanzierung des ökologischen Wandels
Befürworten Sie, dass der Kanton Freiburg jährlich 1 % seines BIP, also rund 200 Millionen Franken, für die Finanzierung des ökologischen Wandels bereitstellt?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ich unterstütze den Wandel – energetische Sanierung, erneuerbare Energien, Innovation –, aber nicht in Form eines festen Prozentsatzes, der losgelöst von den konkreten Projekten ist. Der Kanton hat gerade das Ziel verfehlt, über drei Jahre hinweg 405 Millionen einzusparen; eine Verpflichtung, jährlich 200 Millionen auszugeben, würde entweder zusätzliche Steuern oder Kürzungen in anderen Bereichen bedeuten. Ich ziehe es vor, Massnahmen zu finanzieren, die anhand ihrer Ergebnisse bewertet werden: Jeder Franken muss zu einer tatsächlichen Emissionsreduktion führen, statt nur ein Budget zu füllen.
Je soutiens la transition — rénovation énergétique, renouvelables, innovation — mais pas sous la forme d'un pourcentage fixe déconnecté des projets. Le canton vient d'échouer à économiser 405 millions sur trois ans ; s'engager à en dépenser 200 par an supposerait soit des impôts supplémentaires, soit des coupes ailleurs. Je préfère financer des mesures évaluées sur leurs résultats : chaque franc doit réduire des émissions réelles, pas remplir une enveloppe.
Sanierung der Finanzen
Ist die Umsetzung des Programms zur Sanierung der Kantonsfinanzen Ihrer Meinung nach eine politische Priorität in Freiburg?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Sanierung der Finanzen bleibt eine Priorität: Jedes Jahr mit einem Defizit wälzt die Rechnung auf die nächste Generation ab, und gesunde Finanzen sind die Voraussetzung für jede Form von Solidarität. Doch das Votum vom April muss beachtet werden – das Volk hat die Methode abgelehnt, nicht das Ziel. Man saniert einen Kanton nicht am Stück, auf Kosten des Personals und der Leistungen. Gehen wir schrittweise vor, indem wir jede staatliche Aufgabe prüfen und klar sagen, was Priorität hat.
Redresser les finances reste une priorité : chaque année de déficit reporte la facture sur la génération suivante, et des finances saines sont la condition de toutes les solidarités. Mais le vote d'avril doit être entendu — le peuple a refusé la méthode, pas l'objectif. On ne redresse pas un canton d'un seul bloc, sur le dos du personnel et des prestations. Avançons par étapes, en examinant chaque tâche de l'État et en disant clairement ce que l'on priorise.
Wirtschaft & Arbeit
Ladenöffnungszeiten
Befürworten Sie eine vollständige Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ich setze mich für KMU ein, und genau deshalb lehne ich eine vollständige Liberalisierung ab. Ein Familienbetrieb kann seine Öffnungszeiten nicht verdoppeln, ohne sein Personal zu verdoppeln: Von dieser Freiheit würden die großen Ketten profitieren, die über die Mittel verfügen, damit Schritt zu halten, während der kleine Handel den Preis dafür zahlen müsste. Die Öffnungszeiten wirken sich auch auf das Familienleben Tausender Beschäftigter aus. Gezielte Anpassungen – Bahnhöfe, touristische Gebiete, Feiertage – ja. Die Abschaffung des Rahmens – nein.
Je soutiens les PME, et c'est précisément pourquoi je refuse la libéralisation totale. Un commerce familial ne peut pas doubler ses horaires sans doubler son personnel : la liberté profiterait aux grandes enseignes, qui ont les moyens de suivre, et le petit commerce paierait la différence. Les horaires touchent aussi la vie de famille de milliers d'employés. Des adaptations ciblées — gares, zones touristiques, périodes de fêtes — oui. La suppression du cadre, non.
Überprüfung der Lohngleichheit
Befürworten Sie eine strengere Kontrolle der Lohngleichheit von Frauen und Männern im Kanton Freiburg?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Lohngleichheit ist ein verfassungsmäßiges Recht, und ich setze mich vorbehaltlos dafür ein. Doch eine Verschärfung der Kontrollen würde Tausenden von KMU, die sich bereits an das Gesetz halten, einen zusätzlichen Verwaltungsaufwand auferlegen, nur um eine Minderheit zu erreichen. Die Verpflichtung zur Lohnanalyse ist noch jung: Wir sollten ihre Auswirkungen erst einmal bewerten, bevor wir weitere Auflagen hinzufügen. Ich ziehe Transparenz und die Unterstützung der Unternehmen einer Zunahme der Kontrollen vor.
L'égalité salariale est un droit constitutionnel et je le défends sans réserve. Mais durcir les contrôles ferait peser une charge administrative supplémentaire sur des milliers de PME qui respectent déjà la loi, pour atteindre une minorité. L'obligation d'analyse des salaires est récente : évaluons ses effets avant d'ajouter des contraintes. Je préfère la transparence et l'accompagnement des entreprises à la multiplication des inspections.
Öffentliche Dienstleistungen in ländlichen Gebieten
Soll der Kanton Freiburg das Service-Public-Angebot (z.B. öffentlicher Verkehr, Verwaltungsdienstleistungen) in ländlichen Gebieten stärken?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ein Kanton muss überall eine Grundversorgung gewährleisten: Das ist die Gegenleistung für die Steuern. Ich habe mich stets dagegen gewehrt, dass Schalter geschlossen und die Menschen auf digitale Dienste verwiesen werden – denn nicht jeder hat Zugang dazu. Unterstützung bedeutet jedoch nicht, alles eins zu eins zu kopieren: Bedarfsverkehr, mobile oder gemeinsam genutzte Schalter kosten weniger und bieten einen besseren Service. Und ich sage das als Kandidat der Stadt: Ein Kanton, der seine Regionen vernachlässigt, drängt seine Einwohner in die Zentren, wo es ohnehin schon an Wohnraum mangelt.
Un canton doit garantir un service de base partout : c'est la contrepartie de l'impôt. J'ai toujours refusé qu'on ferme des guichets en renvoyant les gens vers le numérique — tout le monde n'y a pas accès. Mais soutenir ne signifie pas reproduire à l'identique : transport à la demande, guichets itinérants ou partagés coûtent moins et desservent mieux. Et je le dis comme candidat de la ville : un canton qui délaisse ses régions pousse ses habitants vers les centres, où le logement manque déjà.
Bedingungen für die Vergabe kantonaler Aufträge
Sollen Schweizer Unternehmen, deren Tochterfirmen oder Zulieferer im Ausland tätig sind, zur Einhaltung von Sozial- und Umweltstandards verpflichtet werden (Konzernverantwortung)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Niemand möchte, dass öffentliche Gelder Sozial- oder Umweltdumping finanzieren, und das Vergaberecht schreibt bereits die Einhaltung der internationalen Arbeitsnormen vor. Von jedem ausländischen Lieferanten eines Subunternehmers die Einhaltung der Schweizer Standards zu verlangen, ist jedoch nicht überprüfbar: Der Kanton verfügt nicht über die Mittel, eine globale Lieferkette zu kontrollieren. In der Praxis könnten nur Grossunternehmen die entsprechenden Bescheinigungen vorlegen, und unsere KMU würden ausgeschlossen.
Personne ne souhaite que l'argent public finance du dumping social ou environnemental, et le droit des marchés publics impose déjà le respect des conventions internationales du travail. Mais exiger des normes suisses de chaque fournisseur étranger d'un sous-traitant est invérifiable : le canton n'a pas les moyens d'auditer une chaîne d'approvisionnement mondiale. En pratique, seules les grandes entreprises pourraient fournir les attestations, et nos PME seraient écartées.
Verkehr, Energie & Raumplanung
Schaffung von „weissen Zonen“ gegen die Wohnungsknappheit
Befürworten Sie zur Bekämpfung der Wohnungsknappheit die Einrichtung von „weissen Zonen“, in denen die meisten Bau- und Planungsvorschriften vorübergehend aufgehoben werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Es mangelt an Wohnraum, aber die Abschaffung von Vorschriften ist nicht die Lösung – und dort liegt auch nicht der Engpass. Was den Bau in Freiburg verzögert, sind die langwierigen Verfahren und die Einsprüche, nicht das Vorhandensein von Normen. Ich ziehe es vor, die Bewilligungsverfahren zu beschleunigen und zu vereinfachen, die Bebauung entlang der öffentlichen Verkehrsachsen zu verdichten und Genossenschaften Grundstücke zur Verfügung zu stellen. Regelfreie Zonen würden zu mittelmäßigen Bauten führen und das zerstören, was den Reiz des Kantons ausmacht.
Le logement manque, mais supprimer les règles n'est pas la réponse — et ce n'est pas là qu'est le blocage. Ce qui retarde la construction à Fribourg, c'est la longueur des procédures et les recours, pas l'existence de normes. Je préfère accélérer et simplifier les autorisations, densifier autour des axes de transports publics et mettre des terrains à disposition des coopératives. Des zones sans règles produiraient du bâti médiocre et abîmeraient ce qui fait l'attrait du canton.
Verbindung zwischen Marly und Matran
Unterstützen Sie das vom Kanton vorgeschlagene Strassenprojekt zur Verbindung der Gemeinden Marly und Matran?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Dieses Projekt stellt die Verkehrsmittel nicht gegeneinander, sondern bringt sie in Einklang: Indem es den Durchgangsverkehr aufnimmt, entlastet es die Achse Fonderie–Route de la Glâne zugunsten von Bussen und dem Langsamverkehr. Das ist das eigentliche Ziel des Projekts, und die im Mai zur öffentlichen Anhörung vorgelegte überarbeitete Fassung sieht zusätzlich Radwege, die Revitalisierung von Gewässern und Wildtierpassagen vor. Ich fordere, dass diese Zusagen eingehalten werden und dass der Kredit dem Volk mit einer ehrlichen Kostenaufstellung zur Abstimmung vorgelegt wird.
Ce projet n'oppose pas les modes de transport, il les réconcilie : en captant le trafic de transit, il libère l'axe Fonderie–Route de la Glâne pour les bus et la mobilité douce. C'est l'objectif même du projet, et la version adaptée mise à l'enquête en mai y ajoute pistes cyclables, revitalisation de cours d'eau et passages à faune. Je demande que ces engagements soient tenus, et que le crédit soit soumis au peuple avec un bilan honnête des coûts.
Förderung der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel
Sollte der Kanton Freiburg die Benützung des öffentlichen Verkehrs stärker fördern (Subventionierung von Abonnementen, Verdichtung des Netzes, Erhöhung der Frequenz)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Was die Menschen dazu bewegt, in einen Bus zu steigen, ist in erster Linie, dass er häufig fährt und dorthin fährt, wo sie hinwollen: Die Taktfrequenz und die Anbindung sind wichtiger als der Fahrpreis. Ich setze mich daher vorrangig für eine Verdichtung des Netzes und eine Erhöhung der Taktfrequenz ein, insbesondere bei der RER. Was die Abonnements betrifft, bin ich nach wie vor ein Befürworter gezielter Fördermaßnahmen – für Auszubildende, Stipendiaten und einkommensschwache Familien – anstatt einer allgemeinen Kostenfreiheit, von der auch diejenigen profitieren, die sie nicht benötigen.
Ce qui fait monter les gens dans un bus, c'est d'abord qu'il passe souvent et qu'il aille où ils vont : la fréquence et la desserte pèsent plus lourd que le prix du billet. Je soutiens donc en priorité la densification du réseau et l'augmentation des cadences, notamment sur le RER. Sur les abonnements, je reste partisan d'aides ciblées — apprentis, étudiants boursiers, familles modestes — plutôt que d'une gratuité générale qui profite aussi à ceux qui n'en ont pas besoin.
Ausbau Windparks
Befürworten Sie den Bau von Windparks im Kanton Freiburg (z. B. an den Standorten Côte du Glâney, Surpierre-Cheiry und Massif du Gibloux)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Man kann nicht gleichzeitig eine sichere Stromversorgung wollen und die Kernkraft, die Windkraft sowie die Solarenergie ablehnen. Der Kanton braucht eine Stromerzeugung im Winter, und die Windkraft ist ein Teil davon. Ich sage das als Kandidat der Stadt, die den anderswo erzeugten Strom verbraucht: Die betroffenen Gemeinden müssen wirklich einbezogen und entschädigt werden, und die Planung muss einwandfrei sein – die Vorwürfe gegen den Richtplan müssen gerichtlich geklärt und dürfen nicht einfach unter den Teppich gekehrt werden.
On ne peut pas vouloir une électricité sûre et refuser à la fois le nucléaire, l'éolien et le solaire. Le canton a besoin de production hivernale, et l'éolien en fait partie. Je le dis comme candidat de la ville, qui consomme le courant produit ailleurs : les communes concernées doivent être réellement associées et compensées, et la planification doit être irréprochable — les soupçons visant le plan directeur doivent être tranchés par la justice, pas balayés.
Aufstockung der Mittel für den Velo- und Fussverkehr
Würden Sie es befürworten, mehr Mittel für den Ausbau der Infrastruktur für den Velo- und Fussverkehr bereitzustellen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Was die Menschen davon abhält, Fahrrad zu fahren, ist nicht der Mangel an Fahrrädern, sondern die Angst: Nur wenige Eltern lassen ihr Kind auf einer ungesicherten Straße durch die Stadt fahren. Die Sicherung der Wege ist daher in erster Linie eine Frage der Sicherheit, nicht der Ideologie – und sie ist die kostengünstigste Mobilitätsinvestition pro Kilometer. Ich möchte, dass dies in eine Gesamtvision eingebunden wird, als Ergänzung zum öffentlichen Nahverkehr und zum Straßenverkehr, ohne die verschiedenen Verkehrsmittel gegeneinander auszuspielen.
Ce qui empêche les gens de pédaler, ce n'est pas le manque de vélos, c'est la peur : peu de parents laissent leur enfant traverser la ville sur un axe non sécurisé. Sécuriser les itinéraires est donc d'abord une question de sécurité, pas d'idéologie — et c'est l'investissement de mobilité le moins cher au kilomètre. Je le veux intégré à une vision d'ensemble, en complément des transports publics et de la route, sans opposer les modes.
Umwelt & Naturschutz
Unterstützung bei der Reduzierung des Pestizideinsatzes
Befürworten Sie, dass der Kanton mehr Mittel zur Reduzierung des Pestizideinsatzes bereitstellt (z. B. finanzielle Unterstützung für Landwirte während der Umstellungsphase)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Das ist der richtige Ansatz: begleiten statt verbieten. Landwirte sind am stärksten den Pestiziden ausgesetzt und leiden als Erste unter der Verschlechterung ihrer Böden. Viele möchten den Einsatz reduzieren, können aber das Ertragsrisiko während der Umstellungsphase nicht allein tragen – eine gezielte Unterstützung beseitigt genau dieses Hindernis. Die Initiativen von 2021 sind gescheitert, weil sie zwingend waren. Helfen wir stattdessen denjenigen, die sich bemühen.
C'est la bonne méthode : accompagner plutôt qu'interdire. Les agriculteurs sont les premiers exposés aux pesticides et les premiers à subir la dégradation de leurs sols. Beaucoup veulent réduire, mais ne peuvent pas assumer seuls le risque de rendement pendant la transition — un soutien ciblé lève précisément cet obstacle. Les initiatives de 2021 ont échoué parce qu'elles contraignaient. Aidons plutôt celles et ceux qui font l'effort.
Beschleunigung der Klimaneutralität
Sind Sie dafür, die Ziele des Freiburger Klimaplans zu verschärfen, um Klimaneutralität früher als 2050 zu erreichen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ein Datum vorzuverlegen, reduziert keine Tonne CO₂. Die Schweiz hat sich das Ziel der Klimaneutralität bis 2050 gesetzt, und ich unterstütze dies – aber wir hinken bereits hinter den aktuellen Zielen her: beim Tempo der Sanierungen, beim Austausch fossiler Heizungen, bei der Stromerzeugung im Winter. Das Ziel zu verschärfen, bevor wir das bestehende erreicht haben, wäre reine Rhetorik. Ich ziehe es vor, das zu beschleunigen, was tatsächlich gebaut wird: Gebäude, Energie, Verkehr.
Avancer une date ne réduit pas une tonne de CO2. La Suisse s'est fixé la neutralité en 2050 et j'y souscris — mais nous sommes déjà en retard sur les objectifs actuels : rythme des rénovations, remplacement des chauffages fossiles, production d'électricité en hiver. Renforcer la cible avant d'avoir tenu celle qu'on a serait déclaratif. Je préfère accélérer ce qui se construit réellement : le bâti, l'énergie, les transports.
Anreize statt Verbote beim Klimaschutz
Soll der Kanton bei den Klimaschutzmassnahmen vollständig auf Anreize und Zielvereinbarungen setzen, statt auf Verbote und Einschränkungen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Anreize und Zielvereinbarungen sollten die Regel sein: Sie sind wirksamer und werden weitaus besser akzeptiert als Zwang, und eine abgelehnte Maßnahme bringt keinerlei Ergebnisse. Ich will jedoch nicht behaupten, dass ein minimaler Rahmen niemals notwendig ist – ich habe mich dafür eingesetzt, dass bei öffentlichen Veranstaltungen Alternativen zu Plastik verlangt werden. Die Regel ist die Anreize; die Ausnahme ist die Verpflichtung, wenn nichts anderes funktioniert.
Les incitations et les conventions d'objectifs doivent être la règle : elles sont plus efficaces et bien mieux acceptées que la contrainte, et une mesure rejetée ne produit aucun résultat. Mais je ne prétendrai pas qu'un cadre minimal ne soit jamais nécessaire — j'ai soutenu qu'on exige des alternatives au plastique lors des manifestations publiques. La règle, c'est l'incitation ; l'exception, c'est l'obligation, quand rien d'autre ne fonctionne.
Entsiegelung und Begrünung
Soll der Kanton bebaute (versiegelte) Oberflächen stärker begrünt werden (z.B. mehr Rasenflächen, Fassadenbegrünungen, klimaresistente Bäume und Bepflanzungen)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Natur in der Stadt ist keine Dekoration, sondern Infrastruktur. Ein Baum senkt die Temperatur auf einer Straße im Sommer um mehrere Grad, und ein wasserdurchlässiger Boden nimmt heftigen Regen auf, den die Kanalisation nicht mehr abführen kann: Das ist kostengünstiger als Klimaanlagen und als der Ausbau der Kanalnetze. Ich fordere Baumarten, die an unser Klima angepasst sind, sowie eine gesicherte Pflege – ohne dabei den Wohnungsbau zu behindern.
La nature en ville n'est pas de la décoration, c'est de l'infrastructure. Un arbre fait baisser la température d'une rue de plusieurs degrés en été, et un sol perméable absorbe une pluie violente que les canalisations ne suffisent plus à évacuer : c'est moins cher que la climatisation et que le redimensionnement des réseaux. Je demande des essences adaptées à notre climat et un entretien assuré — sans bloquer pour autant la construction de logements.
Politisches System & Medien
"Digital Only"-Prinzip
Finden Sie es richtig, wenn die Verwaltung dazu übergeht, vor Ort (am Schalter) erbrachte Dienstleistungen abzubauen zugunsten von reinen Online-Angeboten ("Digital Only"-Prinzip)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ich bin Informatikingenieur, und genau deshalb sage ich Nein. Die Digitalisierung muss eine zusätzliche Option sein, niemals ein Ersatz: Ältere Menschen, Menschen mit Behinderung oder Personen mit geringen Sprachkenntnissen werden von einer Dienstleistung ausgeschlossen, die sie mit ihren Steuern finanzieren. Und die Schließung eines Schalters bringt keine Einsparungen – die Menschen rufen an, kommen trotzdem vorbei, und es kommt zu immer mehr Fehlern.
Je suis ingénieur en informatique, et c'est précisément pour cela que je dis non. Le numérique doit être une option supplémentaire, jamais un remplacement : une personne âgée, une personne en situation de handicap ou quelqu'un qui maîtrise mal la langue se retrouve exclue d'un service qu'elle finance par ses impôts. Et fermer un guichet ne fait pas d'économies — les gens téléphonent, se déplacent quand même, et les erreurs se multiplient.
Finanzielle Unterstützung für lokale Medien
Soll der Kanton die Berichterstattung in regionalen Medien zur kantonalen Politik finanziell unterstützen (z.B. über eine Förderstiftung)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Unabhängigkeit einer Zeitung lässt sich auch daran messen, wer sie finanziert. Eine Stiftung schafft zwar Abstand, doch letztendlich entscheidet immer öffentliches Geld darüber, welche Medien Unterstützung verdienen – und daran wird ein Chefredakteur denken, wenn er den Grossen Rat kritisiert. Ich bevorzuge indirekte Fördermaßnahmen, die niemanden bevorzugen: Vertrieb, Ausbildung, Digitalisierung. Das Problem der Regionalpresse ist real, aber die Lösung kann nicht von denen kommen, die sie eigentlich kontrollieren soll
L'indépendance d'un journal se mesure aussi à qui le finance. Une fondation met de la distance, mais c'est toujours de l'argent public qui décide quels médias méritent d'être soutenus — et un rédacteur en chef y songera au moment de critiquer le Grand Conseil. Je préfère les soutiens indirects, qui ne choisissent personne : distribution, formation, numérisation. Le problème de la presse régionale est réel, mais la solution ne peut venir de ceux qu'elle doit surveiller
Enge Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU
Befürworten Sie engere Beziehungen zur Europäischen Union (EU)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Mehr als die Hälfte unserer Exporte geht in die Europäische Union: Der bilaterale Weg ist kein Gefallen, den wir ihr erweisen, sondern liegt im Interesse unserer Unternehmen und unserer Arbeitsplätze. Schengen bietet uns zudem die polizeiliche Zusammenarbeit, die wir brauchen. Ich unterstütze daher die Konsolidierung der Abkommen, nicht den Beitritt: Die Schweiz muss ihre Institutionen und ihre Souveränität bewahren und gleichzeitig ihrer Wirtschaft einen stabilen Zugang zum europäischen Markt gewährleisten.
Plus de la moitié de nos exportations vont vers l'Union européenne : la voie bilatérale n'est pas une faveur qu'on lui fait, c'est l'intérêt de nos entreprises et de nos emplois. Schengen nous apporte en outre une coopération policière dont nous avons besoin. Je soutiens donc la consolidation des accords, pas l'adhésion : la Suisse doit conserver ses institutions et sa souveraineté, tout en garantissant à son économie un accès stable au marché européen.
Haushalt für internationale Entwicklung
Sollte der Kanton Freiburg seine finanzielle Unterstützung für die Entwicklungszusammenarbeit erhöhen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Entwicklungszusammenarbeit fällt in erster Linie in die Zuständigkeit des Bundes, und der Kanton hat keine eigene Aussenpolitik zu betreiben. Die Unterstützung von Projekten, die von Freiburger Vereinen getragen, evaluiert und kontrolliert werden, ist jedoch kostengünstig und führt zu nachweisbaren Ergebnissen. Das bedeutet auch, präventiv zu handeln: Man verringert die Zahl der erzwungenen Auswanderungen nicht dadurch, dass man Türen verschließt, sondern indem man die Auswanderung weniger notwendig macht.
La coopération au développement est d'abord une compétence fédérale, et le canton n'a pas à conduire sa propre politique étrangère. Mais soutenir des projets portés par des associations fribourgeoises, évalués et contrôlés, coûte peu et produit des résultats vérifiables. C'est aussi agir en amont : on ne réduit pas les départs contraints en fermant des portes, mais en rendant le départ moins nécessaire.
Sicherheit & Polizei
Ersetzung der bilateralen Abkommen zwischen der Schweiz und der EU
Soll die Schweiz das Schengen-Abkommen mit der EU kündigen und wieder verstärkte Personenkontrollen direkt an der Grenze einführen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Nein. Die bilateralen Abkommen sind für unsere Wirtschaft und unsere KMU von entscheidender Bedeutung: Mehr als die Hälfte unserer Exporte geht in die Europäische Union. Sie wegen eines hypothetischen Freihandelsabkommens ohne Personenfreizügigkeit zu kündigen, ist unrealistisch – die EU würde dies nicht akzeptieren, wie der Brexit gezeigt hat. Man verhandelt nicht besser, wenn man sich zunächst dessen entzieht, was man hat. Ich setze mich für den bilateralen Weg ein, im Interesse der Freiburger Arbeitsplätze.
Non. Les accords bilatéraux sont vitaux pour notre économie et nos PME : plus de la moitié de nos exportations vont vers l'Union européenne. Les dénoncer pour un hypothétique accord de libre-échange sans libre circulation est irréaliste — l'UE ne l'accepterait pas, et le Brexit l'a montré. On ne négocie pas mieux en se privant d'abord de ce qu'on a. Je défends la voie bilatérale, dans l'intérêt des emplois fribourgeois.
Verstärkte Überwachungsmassnahmen
Würden Sie eine Ausweitung der Überwachungsmöglichkeiten der Polizei (z. B. automatisierte Fahrzeugsuche) befürworten?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ich befürworte eine gezielte Videoüberwachung an Risikostellen, doch die automatisierte Suche ist etwas ganz anderes: Sie erfasst alle Fahrzeuge, auch die von Personen, nach denen niemand sucht. Als Informatiker weiß ich zwei Dinge: Eine Datenbank wird letztendlich immer für etwas anderes genutzt als ursprünglich vorgesehen, und keine Datenbank ist vor Datenlecks gefeit. Der Sicherheitsgewinn rechtfertigt es nicht, jeden Autofahrer wie einen Verdächtigen zu behandeln.
Je soutiens la vidéosurveillance ciblée des lieux à risque, mais la recherche automatisée est d'une autre nature : elle enregistre tous les véhicules, y compris ceux de gens que personne ne recherche. Comme informaticien, je sais deux choses : une base de données finit toujours par servir à autre chose que son but initial, et aucune n'est à l'abri d'une fuite. Le gain de sécurité ne justifie pas de traiter chaque automobiliste comme un suspect.
Genehmigung von präventiven Durchsuchungen
Sollten in den Asylzentren des Bundes neben Identitätskontrollen auch vorbeugende Durchsuchungen zugelassen werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ein Gemeinschaftswohnheim ist kein öffentlicher Raum: Dort leben mehrere hundert Menschen zusammen, und die ersten Opfer der Waffen oder Drogen, die dort im Umlauf sind, sind die Bewohner selbst. Die Kontrolle dessen, was in einen gemeinsamen Lebensraum gelangt, folgt derselben Logik wie in einem Stadion oder einem Flughafen und beruht nicht auf einem Verdacht hinsichtlich eines bestimmten Status. Ich stelle dabei zwei Bedingungen: Die Maßnahme muss für jede Person gelten, die den Ort betritt, und sie muss die Würde der Betroffenen wahren – mit schriftlich festgelegten Regeln und einer entsprechenden Kontrolle.
Un centre collectif n'est pas la voie publique : on y vit à plusieurs centaines, et les premières victimes des armes ou de la drogue qui y circulent sont les résidents eux-mêmes. Contrôler ce qui entre dans un lieu de vie commun relève de la même logique qu'un stade ou un aéroport, pas d'une suspicion envers un statut. J'y mets deux conditions : que la mesure vise toute personne qui entre, et qu'elle respecte la dignité, avec des règles écrites et un contrôle.
Werthaltungen
Freie Marktwirtschaft
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Von einer freien Marktwirtschaft profitieren langfristig alle."
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 |
|---|---|---|---|---|---|---|
Kommentar
Der freie Markt schafft Wohlstand, kommt aber nur dann allen zugute, wenn er geregelt wird. Ich setze mich für Unternehmertum, KMU und Handelsfreiheit ein – das ist es, was Freiburg am Leben hält. Aber ein uneingeschränkter Freilauf ohne Regeln begünstigt in erster Linie die Größten: Eine vollständige Liberalisierung der Öffnungszeiten käme den großen Handelsketten zugute, nicht dem Familiengewerbe. Eine freie und verantwortungsvolle Wirtschaft, keine Deregulierung.
Le libre marché crée de la richesse, mais il ne profite à tous que s'il est encadré. Je soutiens l'entrepreneuriat, les PME et l'ouverture commerciale — c'est ce qui fait vivre Fribourg. Mais laisser faire sans règles avantage d'abord les plus gros : une libéralisation totale des horaires profiterait aux grandes enseignes, pas au commerce familial. Économie libre et responsable, pas dérégulation.
Vollzeit-Kinderbetreuung
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Für ein Kind ist es am besten, wenn ein Elternteil Vollzeit für die Kinderbetreuung zu Hause bleibt."
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 |
|---|---|---|---|---|---|---|
Kommentar
Es gibt keine allgemeingültige Antwort, und es ist nicht Aufgabe des Staates, für die Familien zu entscheiden. Manche Eltern möchten zu Hause bleiben, andere wollen oder müssen arbeiten: Meine Aufgabe ist es, beides zu ermöglichen – zugängliche und hochwertige Kindertagesstätten für die einen, Anerkennung und echte Unterstützung für die anderen. Das richtige Modell ist das, für das sich die Familie entscheidet.
Il n'y a pas de réponse universelle, et ce n'est pas à l'État de choisir pour les familles. Certains parents souhaitent rester à la maison, d'autres veulent ou doivent travailler : mon rôle est de rendre les deux possibles — des crèches accessibles et de qualité pour les uns, de la reconnaissance et un vrai soutien pour les autres. Le bon modèle, c'est celui que la famille choisit.
Bestrafung Krimineller
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Die Bestrafung Krimineller ist wichtiger als deren Wiedereingliederung in die Gesellschaft."
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 |
|---|---|---|---|---|---|---|
Kommentar
Die Strafe muss vollstreckt werden: Eine Verurteilung ohne Konsequenzen schützt niemanden. Doch Bestrafung und Resozialisierung schließen sich nicht aus – das Schweizer Recht sieht im Übrigen vor, dass der Strafvollzug die Rückkehr ins freie Leben vorbereitet. Die eigentliche Frage betrifft die zukünftigen Opfer: Wer ohne Arbeit und ohne Wohnung aus dem Gefängnis kommt, wird rückfällig, und dafür zahlt die Gesellschaft den Preis. Resozialisierung ist eine Sicherheitspolitik, kein Gefallen.
La peine doit être appliquée : une condamnation sans conséquence ne protège personne. Mais punir et réinsérer ne s'opposent pas — le droit suisse prévoit d'ailleurs que l'exécution des peines prépare le retour à la vie libre. La vraie question est celle des victimes futures : quelqu'un qui sort de prison sans emploi ni logement recommence, et c'est la société qui paie. La réinsertion est une politique de sécurité, pas une faveur.
Umweltschutz vor Wirtschaftswachstum
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Ein stärkerer Umweltschutz ist notwendig, auch wenn er zu Lasten des Wirtschaftswachstums durchgesetzt werden muss."
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 |
|---|---|---|---|---|---|---|
Kommentar
Das Zentrum lehnt es ab, Umwelt und Wirtschaft gegeneinander auszuspielen. Eine pragmatische Politik kann die Umwelt schützen und gleichzeitig das Wachstum fördern. Grüne Innovation ist eine Chance, kein Hindernis.
Le Centre refuse d'opposer environnement et économie. Une politique pragmatique peut protéger l'environnement tout en soutenant la croissance. L'innovation verte est une opportunité, pas une contrainte.
Kommentar
Das hat Priorität. Der Mangel an Krippenplätzen und das Fehlen durchgehender Betreuungszeiten behindern die Freiburger Familien konkret – und benachteiligen oft in erster Linie die Mütter. Der Kanton muss gemeinsam mit den Gemeinden den Ausbau des Angebots unterstützen und dabei darauf achten, dass die Tarife auch für Haushalte mit geringem und mittlerem Einkommen erschwinglich sind. Das ist keine Luxusausgabe: Wenn Eltern arbeiten können, steigert dies die Attraktivität des Kantons und bringt Steuereinnahmen.
C'est une priorité. Le manque de places en crèche et l'absence d'horaire continu freinent concrètement les familles fribourgeoises — et pénalisent souvent les mères en premier. Le canton doit soutenir le développement de l'offre avec les communes, en veillant à des tarifs accessibles aux revenus modestes et moyens. Ce n'est pas une dépense de confort : permettre aux parents de travailler renforce l'attractivité du canton et rapporte en recettes fiscales.
This text has been automatically translated