Remo Goethe
FDP.Die Liberalen | 0202 | En uffizi
Sozialstaat, Familie & Gesundheit
Förderung gemeinnütziger Wohnungsbau
Soll der Kanton den gemeinnützigen Wohnungsbau stärker unterstützen (z. B. finanzielle Unterstützung von Wohnbaugenossenschaften, Bereitstellung von Bauland)?
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Ergänzungsleistungen für Familien
Sollen im Kanton Ergänzungsleistungen für Familien mit tiefem Einkommen eingeführt werden?
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Commentari
Ergänzungsleistungen für Familien klingen sozial, schaffen aber neue Abhängigkeiten und Fehlanreize. Wer Familien mit tiefem Einkommen wirklich helfen will, setzt an der Wurzel an: Steuern senken, Kita-Kosten reduzieren, Erwerbstätigkeit attraktiver machen. Neue staatliche Transferleistungen sind der teuerste und bürokratischste Weg zum Ziel.
Verschärfung Sozialhilfe
Befürworten Sie eine Verschärfung des Sozialhilfegesetzes (z. B. Begrenzung der Zulagen, tieferes Existenzminimum)?
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Nicht unbedingt beim Existenzminimum, aber bei den Anforderungen und der Dauer. Wer Sozialhilfe bezieht, soll aktiv an seiner Situation arbeiten: Stellensuche, Integrationsmassnahmen, Sprachkurse. Wer sich verweigert, soll Konsequenzen spüren. Sozialhilfe ist eine vorübergehende Brücke, kein Dauerzustand.
Erhöhung Prämienverbilligung
Soll die Prämienverbilligung erhöht werden, so dass niemand mehr als 10 % seines verfügbaren Einkommens für die Krankenversicherung bezahlen muss?
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Es müssen endlich Massnahmen umgesetzt werden, dass die Prämien für alle sinken: Digitalisierung des Gesundheitswesens, Fehlanreize beseitigen, Franchise erhöhen, Krankenversicherung "Budget" mit tiefen Prämien, etc.
Unterstützung pflegender Angehöriger
Sollen Personen, die Angehörige (Erwachsene mit Hilflosenentschädigung) pflegen, mehr finanzielle Unterstützung vom Kanton erhalten?
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Ja, aber mit Pflegegutscheinen statt staatlich festgelegten Beiträgen. Die pflegebedürftige Person entscheidet selbst, wen sie damit entschädigt: Angehörige, Spitex oder beides. Das Geld folgt der Person, nicht der Institution. Weniger Bürokratie, mehr Wahlfreiheit, und wer pflegt, wird fair anerkannt.
Senkung der Psychotherapie-Tarife
Glarus hat als erster Kanton im Jahr 2025 die provisorischen Tarife für psychologische Psychotherapie von 155 auf 140 Franken gesenkt. Begrüssen Sie diesen Entscheid?
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Schule & Bildung
Separativer Unterricht
Befürworten Sie eine Wiedereinführung von separaten Förderklassen für Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten an der Volksschule?
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Die integrative Schule ist gescheitert, nicht als Idee, sondern in der Praxis. Lehrpersonen sind überlastet, der Unterricht leidet, und am Ende werden weder die Kinder mit Förderbedarf noch die anderen angemessen unterstützt. Separate Förderklassen bedeuten nicht Ausgrenzung, sondern gezielte Unterstützung dort, wo sie wirkt. Chancengleichheit entsteht durch individuelle Förderung, nicht durch Gleichmacherei.
Gleiche Bildungschancen
Soll sich der Kanton stärker für gleiche Bildungschancen einsetzen (z. B. mit Förderunterricht-Gutscheinen für Schüler/-innen aus Familien mit geringem Einkommen, Erhöhung Stipendien)?
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Wer Potenzial hat, soll es unabhängig vom Elternhaus entfalten können. Förderunterricht-Gutscheine sind eine gute Lösung: gezielt, wirksam, keine Giesskanne. Stipendien sehe ich kritisch. Ich würde zinslose Darlehen bevorzugen, das stärkt Eigenverantwortung statt Abhängigkeit.
Förderung von Kinderbetreuungsangeboten
Soll der Kanton das Angebot für die vorschulische Kinderbetreuung (z. B. Kinderkrippen und Horte) finanziell stärker unterstützen?
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Ja, aber nicht einfach mehr Staatsgelder reinpumpen. Zuerst müssen die bürokratischen Hürden weg, die heute den Betrieb von Kitas unnötig erschweren. Wer mehr Plätze will, muss es einfacher machen, sie zu schaffen. Was dann noch an gezielter Unterstützung nötig ist, soll einkommensabhängig sein, nicht für alle.
Schulnoten statt Lernberichte
Soll im Kanton auf Primarstufe weiterhin mit Schulnoten gearbeitet werden (statt Lernberichte)?
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Migration & Integration
Stimmrecht für Ausländer/-innen
Sollen Ausländer/-innen, die seit mindestens zehn Jahren in der Schweiz leben, das Stimm- und Wahlrecht auf Gemeindeebene im Kanton Glarus erhalten?
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Direkte Aufnahme von Geflüchteten
Soll sich der Kanton dafür einsetzen, dass mehr Geflüchtete aus Lagern direkt vor Ort (z. B. Griechenland, Gaza) in der Schweiz aufgenommen werden (sogenannte Resettlement-Flüchtlinge)?
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Strengere Sozialhilfe-Regeln für Geflüchtete
Soll der Kanton die Regeln zum Bezug von Sozialhilfe für Geflüchtete verschärfen (z. B. Möglichkeit zur Kürzung des Grundbedarfs je nach Integration)?
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Verschärfung Einbürgerung
Soll das kantonale Einbürgerungsgesetz verschärft werden (z. B. höhere Anforderungen an die Sprachkenntnisse)?
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Wer Schweizer Bürger werden will, soll die Sprache sprechen können. Glarus verlangt heute nur das Bundesminimum: B1 mündlich und A2 schriftlich. Das ist zu wenig. Die Anforderungen sollten auf B2 mündlich und B1 schriftlich erhöht werden. Das ist keine Schikane, sondern eine Grundvoraussetzung für echte Integration und aktive Teilnahme am politischen und gesellschaftlichen Leben.
Begrenzung der Wohnbevölkerung
Befürworten Sie die nationale Volksinitiative, welche die ständige Wohnbevölkerung in der Schweiz auf maximal 10 Millionen Menschen begrenzen will (Abstimmung vom 14. Juni 2026)?
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Die Chaos-Initiative der SVP will die Schweiz mit einem starren Bevölkerungsdeckel lähmen. Ohne Rücksicht auf Wirtschaft oder Demografie wird unsere flexible Politik blockiert und bestehende Engpässe verschärft, ohne konkrete Lösungen oder Umsetzungspläne zu bieten. Stattdessen: Inländisches Potenzial ausschöpfen, Sozialsystem für Neuzugezogene straffen, Bürokratie für Fachkräfte abbauen, Bilateralen sichern. Das steuert die Zuwanderung gezielt, ohne die Wirtschaft zu beschädigen.
Gesellschaft, Kultur & Ethik
Legalisierung Cannabis
Soll sich der Kanton für eine Legalisierung von Cannabis einsetzen?
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Behördenverbot geschlechtsneutraler Sprache
Soll kantonalen Stellen (Behörden, Schulen) die Verwendung von geschlechtsneutraler Sprache mittels Genderstern oder ähnlichen Zeichen in der schriftlichen Kommunikation verboten werden?
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Aber auch kein Zwang. Der Staat hat in der Sprachfrage nichts zu regulieren, weder in die eine noch in die andere Richtung. Behörden sollten klar und verständlich kommunizieren, das ist das einzige Kriterium das zählt.
Ausbau Medienförderung
Befürworten Sie einen Ausbau der Medienförderung durch den Kanton (z. B. direkte Geldzahlungen an lokale Medien)?
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Medien müssen so unabhängig wie möglich bleiben.
Rückzug aus Kulturförderung
Soll sich der Kanton aus der Kulturförderung zurückziehen?
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Kultur ist wichtig und kann ohne öffentliche Gelder nur noch bedingt überleben. Die Verteilung muss aber besser reguliert werden. Heute wird die Kulturförderung zu einseitig und ohne klar erkennbare Richtlinien vergeben. Das muss sich ändern: Kultur ist breiter zu denken und die Gelder sind fairer zu verteilen.
Feuerwerksverbot
Soll der Kanton das Abbrennen von lärmverursachendem privatem Feuerwerk verbieten?
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Finanzen & Steuern
Steuersenkungen
Befürworten Sie Steuersenkungen auf kantonaler Ebene in den nächsten vier Jahren?
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Auch wenn es aufgrund der momentanen Finanzlage nicht einfach wird, sollte es immer ein Ziel sein die Steuern so tief wie möglich zu halten oder zu senken. Dies stärkt die Standortattraktivität und entlastet die Bevölkerung.
Sparanstrengungen
Sollen die Sparanstrengungen im Kanton erhöht werden (z. B. Verzicht auf nicht dringende Investitionen resp. Ausgaben)?
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Jedoch soll dort investiert werden, wo langfristig danach Kosten eingespart werden können.
Steuer auf Zweitliegenschaften
Soll Glarus im Zuge der Abschaffung des Eigenmietwerts eine zusätzliche Steuer auf Zweitliegenschaften ermöglichen?
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Der Eigenmietwert war eine Belastung selbstbewohnten Eigentums und seine Abschaffung richtig. Anders sieht es bei Zweitwohnungen von Personen aus, die ihren Steuersitz ausserhalb des Kantons Glarus haben: Sie nutzen Strassen, Rettungswesen und kommunale Infrastruktur, ohne über Einkommens- und Vermögenssteuer dazu beizutragen. Hier ist eine moderate, von den Gemeinden festzulegende Beteiligung an den Infrastrukturkosten sachgerecht.
Einfrierung Stellenbestand
Soll der Kanton den Stellenbestand beim kantonalen Verwaltungspersonal einfrieren?
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Besser wäre eine Koppelung des Verwaltungspersonalbestands an die Gesamtbevölkerung.
Wirtschaft & Arbeit
Unterstützung Sportbahnen
Soll der Kanton nach den Sportbahnen Elm auch die Sportbahnen Braunwald mit zehn Millionen Franken unterstützen?
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Falls ein Projekt vorgelegt wird, welches den Kriterien von Futuro entspricht.
Einführung Mindestlohn
Befürworten Sie die Einführung eines für alle Arbeitnehmenden gültigen Mindestlohnes von CHF 4'200 für eine Vollzeitstelle (ca. CHF 24 pro Stunde)?
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Der Mindestlohn klingt sozial, hat aber reale Kosten. Wer Löhne gesetzlich nach oben zwingt, riskiert, dass Stellen abgebaut oder gar nicht erst geschaffen werden, besonders für Geringqualifizierte, die eigentlich profitieren sollten. Die Schweiz hat funktionierende Gesamtarbeitsverträge. Die Sozialpartner kennen ihre Branchen besser als der Gesetzgeber. Staatlich festgelegte Mindestlöhne ersetzen dieses System nicht, sie stören es.
Kontrolle Lohngleichheit Frauen/Männer
Befürworten Sie eine strengere Kontrolle der Lohngleichheit von Frauen und Männern (z. B. bei Unternehmen, die kantonale Aufträge erhalten)?
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Lohngleichheit ist ein berechtigtes Ziel. Aber mehr Kontrolle und Bürokratie sind nicht automatisch die richtige Antwort. Unternehmen, die bereits heute das Gleichstellungsgesetz einhalten, werden mit zusätzlichem Aufwand belastet, ohne dass es einen echten Mehrwert bringt. Statt neuer Kontrollmechanismen braucht es mehr Transparenz und marktwirtschaftliche Anreize. Der Staat soll Rahmenbedingungen setzen, nicht in die Lohnpolitik privater Betriebe eingreifen.
Steueranreize für Ansiedlung neuer Firmen
Soll Glarus die Ansiedlung neuer Firmen im Kanton steuerlich unterstützen?
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Die Wirtschaftsförderung soll jedoch nicht nur für Neuansiedlungen möglich sein, sondern auch für weitere Massnahmen um die Wirtschaft im Glarnerland zu stärken und zu behalten.
Weniger Regulierungen für Unternehmen
Sollen Kanton und Gemeinden die Regulierungen und Auflagen für Unternehmen reduzieren (z. B. bei Bau- und Lärmvorschriften)?
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Umwelt & Energie
Förderung nachhaltiger Tourismus
Soll sich der Kanton stärker für einen nachhaltigen Tourismus einsetzen (z. B. höhere Parkgebühren oder strengere Nachhaltigkeitskriterien für Förderbeiträge)?
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Ökologische Auflagen Landwirtschaft
Soll der Kanton die ökologischen Anforderungen für verpachtete Landwirtschaftsflächen erhöhen (z. B. Verbot synthetischer Pestizide)?
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Jedoch muss die Verhältnismässigkeit jederzeit gegeben sein.
Schutz Grossraubtiere
Soll Glarus den Schutz der Grossraubtiere (Wolf und Luchs) stärker gewichten (z. B. Reduktion der präventiven Abschüsse)?
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Wolf und Luchs gehören zur einheimischen Fauna und haben ihren Platz in unserem Ökosystem. Ihr vollständiger Abschuss ist für mich keine Option. Aber blinder Schutz auf Kosten der Berglandwirtschaft ist es genauso wenig. Wer Schafe und Ziegen hält, braucht verlässliche Lösungen, keine Ideologie. Ein aktives Bestandsmanagement, das Problemtiere gezielt reguliert, ist sinnvoller als pauschale Abschussverbote oder unkontrolliertes Wachstum der Rudel.
Bau von Windkraftwerken
Befürworten Sie den Bau von Windkraftwerken im Kanton (z. B. Linthebene, Gebiet Vorab)?
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Der Winterstrom ist eine der grössten Herausforderungen der Energiewende. Windkraft kann hier einen echten Beitrag leisten, denn Wind weht auch dann, wenn die Sonne kaum scheint. Aber nicht jeder mögliche Standort ist auch sinnvoll. Landschaftsbild, Tourismus und Tierwelt müssen mitgedacht werden. Mit klaren Kriterien und echter Mitsprache der Bevölkerung ist das lösbar. Projekte von vorhinein zu blockieren nützt aber genauso wenig.
Förderung erneuerbarer Energien
Soll der Kanton die Produktion und Nutzung von erneuerbaren Energien finanziell stärker fördern?
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Erneuerbare Energien sollen sich über den Markt durchsetzen, nicht über Staatsgelder. Der Kanton soll bürokratische Hürden abbauen und Bewilligungsverfahren beschleunigen. Das ist wirksamer als Subventionen und kostet den Steuerzahler nichts.
Anreize statt Verbote in der Klimapolitik
Soll der Kanton zur Erreichung der Klimaziele vollständig auf finanzielle Anreize statt auf Verbote setzen?
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Verbote müssen immer die letzte Massnahme sein und nur dann wenn es sinnvolle und bezahlbare Alternativen gibt.
Verkehr & Raumplanung
Verdichtetes Bauen
Befürworten Sie eine stärkere Verdichtung der bestehenden Siedlungszonen (z. B. verdichtete Überbauungen, höhere Gebäude)?
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So schaffen wir mehr Wohnraum auf weniger Fläche, was uns allen zugute kommt.
Autofreie Sonntage Klöntal
Befürworten Sie an den autofreien Sonntagen im Klöntal («Slow Sundays») ein strikteres Fahrverbot für den Verkehr talein- und talauswärts (nur noch Postauto und Blaulichtorganisationen)?
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Nein. Die bestehenden Ausnahmen sind sinnvoll und verhältnismässig. Anwohner, Gewerbetreibende, Landwirte sollen nicht für ein politisches Zeichen eingeschränkt werden. Ein striktes Fahrverbot, das nur noch Postauto und Blaulicht erlaubt, geht zu weit und schadet den Menschen, die auf das Klöntal angewiesen sind und dort ihren Lebensunterhalt verdienen oder wohnen.
Ausbau öffentlicher Verkehr
Soll der Kanton mehr Mittel für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs bereitstellen?
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Das heutige Engagement genügt. Der Kanton ist mit dem ÖV grundsätzlich gut erschlossen.
Ausbau Tempo 20/30
Sollen im Kanton vermehrt Tempo 30- und Tempo 20-Zonen (Begegnungszonen) eingerichtet werden?
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Förderung motorisierter Individualverkehr
Befürworten Sie zusätzliche Massnahmen zugunsten des motorisierten Individualverkehrs (z. B. Beseitigung von Engpässen, Umfahrungsstrassen, Kapazitätsausbau, Parkplätze)?
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Der Kanton Glarus braucht schnellstmöglich eine Lösung für den Individualverkehr. Besonders für die stark betroffenen Abschnitte rund um Netstal.
Politisches System & Digitalisierung
Ausschliesslich digitale Kantonsverwaltung
Soll der Kanton dazu übergehen, seine Dienstleistungen nur noch digital anzubieten ("Digital-Only"-Prinzip)?
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Mitmenschen ohne Wissen oder ausreichenden Zugang zu digitalen Plattformen dürfen nicht ausgeschlossen werden. Jedoch sollten Prozesse vermehrt digitalisiert werden.
Ausbau Entwicklungszusammenarbeit
Soll Glarus sein finanzielles Engagement bei der Entwicklungszusammenarbeit ausbauen?
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Entwicklungszusammenarbeit ist primär Bundesaufgabe. Ein Kleinkanton wie Glarus setzt staatliche Mittel am wirkungsvollsten ein, wenn er sich auf seine Kernaufgaben konzentriert: Bildung, Infrastruktur, wirtschaftliche Rahmenbedingungen.
Verzicht Vorgaben zum Geschlechterverhältnis
Soll der Kanton bei der Besetzung von Kaderstellen in der Verwaltung auf Vorgaben zum Geschlechterverhältnis verzichten?
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Kaderstellen sollen nach Kompetenz besetzt werden, nicht nach Quote. Wer die fähigste Person sucht, darf Geschlecht kein Kriterium sein, weder als Ausschlussmerkmal noch als Bonus.
Sicherheit & Polizei
Ausbau Videoüberwachung
Befürworten Sie einen Ausbau der Videoüberwachung im öffentlichen Raum?
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Jedoch nicht flächendeckend sondern ausschliesslich an Hotspots wie Bahnhöfen oder Unterführungen.
Polizeidienst für Ausländer/-innen
Im Kanton Glarus ist für den Polizeidienst die Schweizer Staatsangehörigkeit erforderlich. Sollen in Zukunft auch Ausländer/-innen mit C-Niederlassungsbewilligung zugelassen werden?
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Wer seit Jahren hier lebt, integriert ist und eine C-Bewilligung hat, ist Teil dieser Gesellschaft. Den Polizeidienst pauschal auszuschliessen ist unnötig restriktiv und verschlechtert die Rekrutierungsbasis ohne echten Sicherheitsgewinn. Kompetenz und Integrität entscheiden, nicht der Pass.
Erhöhte Polizeipräsenz
Befürworten Sie eine stärker sichtbare Präsenz der Polizei?
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Engagement gegen häusliche Gewalt
Soll sich der Kanton stärker gegen häusliche Gewalt engagieren (z. B. Präventionskampagnen, Förderung von Schutzinstitutionen für betroffene Frauen)?
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Häusliche Gewalt ist ein Sicherheitsproblem, und Sicherheit ist Staatsaufgabe. Schutzinstitutionen die funktionieren zu finanzieren ist legitim und sinnvoll. Aber: Mittel müssen dort hinfliessen, wo sie wirken. Nicht in teure Kampagnen, sondern in konkrete Strukturen wie Beratungsstellen und Schutzunterkünfte. Effizienz vor Symbolpolitik.
Werthaltungen
Freie Marktwirtschaft
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Von einer freien Marktwirtschaft profitieren langfristig alle."
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Wettbewerb treibt Innovation, Innovation schafft Wohlstand, und Wohlstand kommt langfristig allen zugute. Das heisst nicht, dass es keine Leitplanken braucht. Aber die Grundüberzeugung stimmt: Offene Märkte funktionieren besser als staatliche Lenkung.
Vollzeit-Kinderbetreuung
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Für ein Kind ist es am besten, wenn ein Elternteil Vollzeit für die Kinderbetreuung zu Hause bleibt."
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Das ist eine private Entscheidung, keine politische. Familien sollen selbst wählen, wie sie Beruf und Kinderbetreuung organisieren, ohne dass der Staat ein Modell bevorzugt oder benachteiligt. Was zählt ist, dass beide Optionen wirklich frei wählbar sind. Dafür braucht es Rahmenbedingungen, die das Familienmodell nicht vorschreiben.
Bestrafung Krimineller
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Die Bestrafung Krimineller ist wichtiger als deren Wiedereingliederung in die Gesellschaft."
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Commentari
Wer wirklich weniger Kriminalität will, setzt auf beides. Klare Konsequenzen ja, aber Wiedereingliederung ist keine Kuschelpolitik, sondern schlicht effektiver. Weniger Rückfälle, weniger Kosten, mehr Sicherheit.
Umweltschutz
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Ein stärkerer Umweltschutz ist notwendig, auch wenn er zu Lasten des Wirtschaftswachstums durchgesetzt werden muss."
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Commentari
Umweltschutz ja, aber nicht als Wachstumsbremse. Die Aussage stellt einen falschen Gegensatz auf. Saubere Technologien, Innovationen und effiziente Ressourcennutzung entstehen durch Marktanreize, nicht durch Verbote und Regulierung auf Kosten der Wirtschaft. Wer Umweltschutz gegen Wachstum ausspielt, verliert beides.
Commentari
Die Gemeinden haben bereits heute Möglichkeiten den gemeinnützigen Wohnungsbau zu fördern. Diese sollen sie nutzen. Zusätzliche Subventionen verfälschen den Markt massiv. Wir brauchen einfachere Bauvorschriften und schnellere Verfahren. Das hilft langfristig, um die Mieten zu stabilisieren.