Patrick Hofstetter
Evangelische Volkspartei | 06.05.0
Sozialstaat, Familie & Gesundheit
Förderung gemeinnütziger Wohnungsbau
Soll der Kanton den gemeinnützigen Wohnungsbau finanziell stärker fördern (z.B. finanzielle Unterstützung von Wohnbaugenossenschaften)?
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Ergänzungsleistungen für Familien
Sollen im Kanton Bern Ergänzungsleistungen für Familien mit tiefem Einkommen eingeführt werden?
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Nous dépensons déjà beaucoup aujourd'hui ; dans le domaine de tâches "sécurité sociale" (domaine selon le MCH2), il en coûterait près de 12,9 milliards de francs au canton de Berne en 2023, soit environ 12'000 francs par habitant et par an. Il ne s'agit pas d'introduire de nouvelles prestations, mais de revoir les prestations existantes (ce qui entraîne des baisses de taxes et un allègement correspondant pour les familles) et de faire bénéficier des prestations restantes ceux qui en ont vraiment besoin.
Wir geben heute bereits sehr viel aus; in das Aufgabengebiet "soziale Sicherheit" (Bereich nach HRM2) fielen für den Kanton Bern im Jahr 2023 fast 12.9 Milliarden Franken an, das sind rund 12'000 Franken pro Kopf und Jahr. Es geht nicht darum, neue Leistungen einzuführen, sondern die bestehenden Leistungen zu überprüfen (was zu Abgabensenkungen und entsprechender Entlastung von Familien führt) und die verbleibenden Leistungen jenen zukommen zu lassen, die sie auch wirklich benötigen.
Verschärfung Sozialhilfe
Befürworten Sie Verschärfungen im Bereich der Sozialhilfe (z.B. vereinfachte Überwachung bei Verdacht auf Missbrauch)?
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La lutte contre les abus est importante pour l'acceptation et la crédibilité de l'État social - mais ce n'est pas la panacée. Il ne faut pas seulement s'attaquer aux abus, mais aussi aux mauvaises incitations légitimes. L'aide sociale doit, dans la mesure du possible, aider les personnes à ne plus dépendre de l'aide sociale.
Die Missbrauchsbekämpfung ist wichtig für die Akzeptanz und die Glaubwürdigkeit des Sozialstaates - aber sie ist kein Allheilmittel. Nicht nur Missbrauch, sondern auch rechtmässige Fehlanreize sind anzugehen. Sozialhilfe soll wann immer möglich Menschen darin unterstützen, nicht mehr auf Sozialhilfe angewiesen zu sein.
Ausbau Elternzeit
Soll die bezahlte Elternzeit über die aktuellen 14 Wochen Mutterschaftsurlaub und zwei Wochen Vaterschaftsurlaub hinaus ausgebaut werden?
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Une extension supplémentaire pèse sur tous les revenus, et donc sur les familles, par le biais des coûts salariaux indirects. Une extension supplémentaire du congé parental réduit en outre l'attractivité des pères et des mères sur le marché du travail. De nombreuses PME ne peuvent pas se permettre d'embaucher des jeunes qui seraient ensuite potentiellement indisponibles pendant des mois, voire des années. La solution actuelle préserve l'as de vue.
Ein weiterer Ausbau belastet über die Lohnnebenkosten alle Einkommen und damit ebenso Familien. Ein weiterer Ausbau der Elternzeit senkt zudem die Attraktivität von Vätern und Müttern auf dem Arbeitsmarkt. Viele KMU können es sich nicht leisten, junge Menschen anzustellen, die dann potentielle über Monate bis Jahre hinweg nicht verfügbar sind. Die heutige Lösung wahrt das Augenass.
Erhöhung Prämienverbilligung
Soll die Prämienverbilligung erhöht werden, so dass niemand mehr als 10% seines verfügbaren Einkommens für die Krankenversicherung bezahlen muss?
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Non, nous avons déjà un système (trop) complexe de subventions dans le domaine de la santé ; dans le canton de Berne, 27% de la population bénéficie déjà d'une réduction de prix. En 2023, le système de santé suisse coûtait 94 milliards de francs. Les causes de cette situation ne sont pas seulement la qualité élevée et le vieillissement, mais aussi le fait que le comportement personnel a peu d'influence sur les coûts que l'on supporte soi-même. Des réductions de primes encore plus nombreuses conduisent à des incitations erronées qui renchérissent encore le système.
Nein, wir haben bereits ein (zu) komplexes System aus Subventionen im Gesundheitswesen; im Kanton Bern erhalten bereits 27% der Bevölkerung eine Verbilligung. 2023 kostete das Schweizer Gesundheitswesen 94 Milliarden Franken. Ursachen dafür sind nicht nur die hohe Qualität und die Alterung, sondern auch der Fakt, dass das eigene Verhalten wenig Einfluss hat auf die selbst getragenen Kosten. Noch mehr Prämienverbilligungen führen zu Fehlanreizen, die das System weiter verteuern.
Stärkung kantonale Spitalplanung
Befürworten Sie eine stärkere Steuerung der Spitalplanung und Gesundheitsversorgung durch den Kanton (z.B. Konzentration der Gesundheitsleistungen)?
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C'est comme pour les achats : les petites courses au village ou dans le village voisin (chez le médecin de famille), pour les choses plus importantes en ville (dans un centre régional), et puis il y a des choses que l'on ne trouve qu'à Berne (dans l'île).
Es ist wie beim Einkaufen: die kleineren Besorgungen im Dorf oder im Nachbardorf (beim Hausarzt), für grössere Sachen in die Stadt (in einem regionalen Zentrum), und dann gibt es Dinge, die man halt nur in Bern erhält (in der Insel).
Schule & Bildung
Integratives Schulmodell
Gemäss dem Konzept der integrativen Schule werden Kinder mit Lernschwierigkeiten oder Behinderungen grundsätzlich in regulären Schulklassen unterrichtet. Befürworten Sie dies?
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Le concept de l'école intégrative, motivé par des considérations idéologiques, a échoué. Le contraire de bien est bien intentionné. Rien ne s'oppose à ce que les bâtiments scolaires soient adaptés aux personnes handicapées ; en ce qui concerne les performances, il est préférable d'avoir des classes homogènes pour les enfants performants (moins de sous-exigences) et faibles (moins de surmenage). Les assistants de classe ne permettent pas de résoudre le problème, ils ne font que semer le trouble dans les classes. Nous disposons de suffisamment de ressources dans le système éducatif, mais nous les utilisons mal.
Das ideologisch motivierte Konzept der integrativen Schule ist gescheitert. Das Gegenteil von gut ist gut gemeint. Nichts spricht gegen behindertengerechte Schulhäuser; was die Leistung betrifft, sind homogene Klassen für leistungsstarke (weniger Unterforderung) wie -leistungsschwache (weniger Überforderung) Kinder besser. Mit Klassenassistenzen ist dem Problem nicht beizukommen, das bringt nur Unruhe in die Klassen. Wir haben genügend Ressourcen im Bildungswesen - wir setzen sie nur falsch ein.
Separativer Unterricht
Sollten Kinder mit geringen Deutschkenntnissen zunächst in separaten Klassen unterrichtet werden, bis sie ein bestimmtes Sprachniveau erreicht haben?
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Personne n'a probablement encore trouvé la formule magique ici. Les écoles doivent avoir la liberté de tester différentes solutions. Ce qui fonctionne à Bienne ne fonctionne pas forcément à Guttannen - et inversement.
Die Zauberformel hat hier wahrscheinlich noch niemand gefunden. Den Schulen soll die Freiheit eingeräumt werden, unterschiedliche Lösungen auszutesten. Was in Biel funktioniert, muss in Guttannen nicht klappen - und umgekehrt.
Erste Fremdsprache Englisch
Soll im Kanton Bern anstelle einer Landessprache (Französisch bzw. Deutsch) Englisch als erste Fremdsprache unterrichtet werden?
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Non, dans un canton bilingue, ce n'est pas la bonne approche. Il faut toutefois mettre un terme à l'expérience du français précoce, motivée par l'idéologie. 4 leçons à partir de la 5e année sont un investissement bien plus ciblé que 2 leçons à partir de la 3e année. Avant d'enseigner une langue étrangère, il faut d'abord renforcer la première langue de manière approfondie - et pas seulement en raison de la forte proportion d'enfants allophones.
Nein, in einem zweisprachigen Kanton ist das der falsche Ansatz. Allerdings ist das ideologisch motivierte Experiment des Frühfranzösischen abzubrechen. 4 Lektionen ab der 5. Klasse sind die viel gezieltere Investition als 2 Lektionen ab der 3. Vor dem Fremdsprachenunterricht ist zuerst und gründlich die Erstsprache zu stärken - nicht nur aufgrund des hohen Anteils an fremdsprachigen Kindern.
Förderung gleiche Bildungschancen
Soll sich der Kanton stärker für gleiche Bildungschancen einsetzen (z.B. mit Förderunterricht-Gutscheinen für Schüler/-innen aus Familien mit geringem Einkommen, Erhöhung Stipendien)?
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Un investissement judicieux dans notre avenir.
Eine sinnvolle Investition in unsere Zukunft.
Migration & Integration
Stimmrecht für Ausländer/-innen
Sollen Ausländer/-innen, die seit mindestens zehn Jahren in der Schweiz leben, das Stimm- und Wahlrecht auf Gemeindeebene im Kanton Bern erhalten?
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C'est aux communes de décider. Il y a des raisons pour et des raisons contre et les situations locales sont différentes.
Das ist den Gemeinden zu überlassen. Es gibt Gründe, die dafür und dagegen sprechen und die lokalen Verhältnisse sind unterschiedlich.
Direkte Aufnahme von Geflüchteten
Soll sich der Kanton Bern dafür einsetzen, dass mehr Geflüchtete aus Lagern direkt vor Ort (z.B. Griechenland, Gaza) in der Schweiz aufgenommen werden (sogenannte Resettlement-Flüchtlinge)?
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C'est en tout cas une meilleure approche que la politique migratoire actuelle. Mais là aussi, il faut faire attention à la vulnérabilité des réfugiés (les femmes et les enfants d'abord).
Das ist auf alle Fälle der bessere Ansatz als die heutige Migrationspolitik. Auch hier ist aber auf die Vulnerabilität der Flüchtlinge zu achten (Frauen und Kinder zuerst).
Integrationsförderung Ausländer/-innen
Soll der Kanton Bern Ausländer/-innen bei der Integration stärker unterstützen (z.B. ausgebaute Sprachförderung, zusätzliche Sozialarbeiter/-innen)?
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Oui à un soutien linguistique étendu, non à des travailleurs sociaux supplémentaires - nous disposons déjà de ressources suffisantes dans le système social.
Ausgebaute Sprachförderung ja, zusätzliche Sozialarbeiter nein - wir haben bereits hinreichend Ressourcen im Sozialsystem.
Verschärfung Einbürgerungsrecht
Soll das kantonale Einbürgerungsgesetz verschärft werden (z.B. höhere Sprachkenntnisse)?
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La langue est une condition préalable à l'intégration. L'intégration est une condition préalable à la naturalisation.
Die Sprache ist eine Voraussetzung für die Integration. Integration ist eine Voraussetzung für die Einbürgerung.
Bezahlkarten für Asylsuchende
Begrüssen Sie die Einführung von Bezahlkarten für Asylsuchende (anstelle von Bargeld)?
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Cela permet de prévenir les abus. Il ne faut toutefois pas tomber dans l'illusion que ces mesures superficielles permettent de résoudre le problème de fond.
Damit kann Missbrauch vorgebeugt werden. Man sollte allerdings nicht der Illusion verfallen, dass mit solchen oberflächlichen Massnahmen die Grundproblematik gelöst werden könnte.
Kündigung Bilaterale Verträge
Soll die Schweiz die Bilateralen Verträge mit der EU kündigen und ein Freihandelsabkommen ohne Personenfreizügigkeit anstreben?
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La géopolitique n'est pas un concert de souhaits. La Suisse a besoin de bonnes relations commerciales et l'UE est notre principal partenaire, géographiquement et politiquement. Toutefois, la Suisse devrait aussi se montrer plus courageuse et plus sûre d'elle dans les négociations - nous sommes aussi un partenaire pertinent pour l'UE si nous nous impliquons en conséquence.
Geopolitik ist kein Wunschkonzert. Die Schweiz ist auf gute Handelsbeziehungen angewiesen und die EU ist unser wichtigster Partner, geographisch wie politisch. Allerdings sollte die Schweiz auch mutiger und selbstsicherer in Verhandlungen auftreten - wir sind auch für die EU ein relevanter Partner, wenn wir uns entsprechend einbringen.
Gesellschaft, Kultur & Ethik
Erneuerung Kunstmuseum Bern
Der Kanton möchte sich mit rund 81 Mio. CHF an der Sanierung und dem Ersatzneubau des Kunstmuseums Bern beteiligen (Sanierung Altbau und Ersatz des sog. Atelier-5 Erweiterungsbaus). Befürworten Sie dies?
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Le canton de Berne compte un bon million d'habitants. Cela représenterait 81.- par personne. Avec votre famille de 4 personnes, feriez-vous un don de 324 euros au musée des beaux-arts ? Si oui, votez oui. Si non, votez non. Nous devrions gérer l'argent des contribuables comme s'il s'agissait de notre propre argent. Car c'est notre propre argent.
Der Kanton Bern hat gut eine Million Einwohner. Das wären 81.- pro Person. Würden Sie mit Ihrer 4-köpfigen Familie 324.- für das Kunstmuseum spenden? Falls ja, stimmen sie ja. Falls nein, stimmen Sie nein. Wir sollten mit dem Geld der Steuerzahler umgehen, als wäre es unser eigenes Geld. Denn: es ist unser eigenes Geld.
Legalisierung Cannabis
Soll sich der Kanton Bern für eine Legalisierung von Cannabis einsetzen?
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La criminalisation de la consommation est un véritable gaspillage des ressources de la police. En même temps, nous ne devrions pas être naïfs : les produits du cannabis très puissants peuvent déclencher des psychoses, et pas seulement chez les jeunes, et n'ont pas grand-chose à voir avec "l'herbe de la mer" qui était cultivée dans les colocations et les jardins dans les années 1980.
Die Kriminalisierung des Konsums ist eine eigentliche Ressourcenverschwendung der Polizei. Gleichzeitig sollten wir nicht naiv sein: die hoch potenten Cannabis-Produkte können nicht nur bei Jugendlichen Psychosen auslösen und haben wenig zu tun mit dem "Meersäuli-Gras", das in den 1980ern in WGs und Gärten angepflanzt wurde.
Verbot geschlechtsneutraler Sprache
Soll kantonalen Stellen (Behörden, Schulen) die Verwendung von geschlechtsneutraler Sprache mittels Genderstern oder ähnlichen Zeichen in der schriftlichen Kommunikation verboten werden?
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La Chancellerie fédérale précise que l'étoile de genre, le soulignement ou les deux points ne sont pas prévus. Il n'y a aucune raison pour que le canton de Berne s'en écarte et saute sur une tendance idéologique.
Die Bundeskanzlei hält fest, dass Genderstern, Unterstrich oder Doppelpunkt nicht vorgesehen sind. Es gibt keinen Grund, dass der Kanton Bern davon abweicht und auf einen ideologischen Trend aufspringt.
Tierische Produkte in Kantinen
Sollen kantonseigene Kantinen und Personalrestaurants eine Verpflegung mit tierischen Produkten anbieten müssen (z.B. Verzicht auf rein vegane Mensen an der Universität)?
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Les cantines doivent s'orienter vers la demande. Une obligation de proposer de la viande imposée par la politique est tout aussi dénuée de sens qu'une obligation d'interdire la viande.
Mensen sollen sich an der Nachfrage orientieren. Ein durch die Politik verordneter Zwang, Fleisch anzubieten ist ebenso sinnbefreit wie ein Zwang, Fleisch zu verbieten.
Direkte Medienförderung
Befürworten Sie eine direkte Medienförderung durch den Kanton (z.B. finanzielle Unterstützung von Medien für die regionale und kantonale Berichterstattung)?
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Non, les médias sont déjà soutenus au niveau fédéral. Le meilleur soutien aux médias consiste à laisser plus d'argent dans la poche des gens pour qu'ils puissent s'abonner à un journal ou à autre chose selon leurs propres besoins.
Nein. Medien werden bereits auf Stufe Bund gefördert. Die beste Medienförderung besteht darin, den Menschen mehr Geld in der Tasche zu lassen, damit sie nach eigenem Bedürfnis eine Zeitung oder etwas anderes abonnieren können.
Finanzierung Landeskirchen
Der Kanton Bern unterstützt die Landeskirchen jährlich mit rund 73 Millionen Franken (Sockelbeitrag und gesamtgesellschaftliche Leistungen). Befürworten Sie dies?
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Les Eglises nationales apportent une contribution sociale et sociétale importante (travail auprès des enfants, des jeunes, des personnes âgées, repas de midi, ...). En même temps, l'inégalité de traitement par rapport aux églises libres est choquante et il est évident que le flux d'argent en faveur des églises nationales ne favorise pas leur dynamisme. Une nouvelle réglementation est à envisager.
Die Landeskirchen leisten einen wichtigen sozialen und gesellschaftlichen Beitrag (Kinder-, Jugend-, Altersarbeit, Mittagstische, …). Gleichzeitig ist die Ungleichbehandlung gegenüber Freikirchen stossend und es ist augenfällig, dass der Geldfluss zugunsten der Landeskirchen deren Dynamik nicht gerade fördert. Eine Neuregelung ist anzustreben.
Finanzen & Steuern
Steuersenkung
Befürworten Sie die geplante Senkung der Steueranlage auf kantonaler Ebene in den nächsten vier Jahren?
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La meilleure politique sociale consiste à laisser plus d'argent dans le porte-monnaie des gens. La meilleure politique économique est de laisser plus d'argent dans la comptabilité des entreprises.
Die beste Sozialpolitik ist, den Menschen mehr Geld im Portemonnaie zu belassen. Die beste Wirtschaftspolitik ist, den Firmen mehr Geld in der Buchhaltung zu belassen.
Lockerung Schuldenbremse
Soll die kantonale Schuldenbremse gelockert werden?
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Le frein à l'endettement est un moyen éprouvé d'éviter de dépenser de l'argent qui n'est pas disponible. Comme le fait tout budget raisonnable.
Die Schuldenbremse ist ein probates Mittel, um zu verhindern, dass Geld ausgegeben wird, das nicht vorhanden ist. So, wie es jeder vernünftige Haushalt auch tut.
Individualbesteuerung
Sollen Ehepaare künftig als Einzelpersonen besteuert werden (Individualbesteuerung)?
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Non, en aucun cas. Outre une gigantesque bureaucratie supplémentaire (+1,7 million de déclarations d'impôts avec les services administratifs correspondants), elle ne ferait que remplacer la pénalisation du mariage par une pénalisation de la famille. De plus, elle conduirait à des absurdités. Si l'un des conjoints gagne l'argent et que l'autre s'occupe des enfants, ce dernier aura-t-il droit à l'aide sociale, aux réductions de primes, etc. Le mariage est également une communauté économique et doit être imposé en tant que tel.
Nein, auf keinen Fall. Abgesehen von einer gigantischen zusätzlichen Bürokratie (+1.7 Millionen Steuererklärungen mit entsprechenden Verwaltungsstellen) wäre das nur die Ablösung der Heiratsstrafe durch eine Familienstrafe. Zudem würde sie zu Absurditäten führen. Wenn ein Ehepartner das Geld verdient und der andere für die Kinder sorgt, erhält dieser dann Anspruch auf Sozialhilfe, Prämienverbilligungen etc? Die Ehe ist auch eine Wirtschaftsgemeinschaft und als solche zu besteuern.
Anpassung Finanzausgleich
Der Kanton Bern hat den Finanzausgleich so angepasst, dass die Städte Burgdorf und Langenthal neu für Zentrumslasten entschädigt werden und die Stadt Bern weniger Geld erhält. Befürworten Sie dies?
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Dans le cas présent, oui. Mais plus fondamentalement, le système de péréquation financière doit être repensé, car il est compliqué, conduit à des incitations erronées et limite l'autonomie des communes. Les centres n'ont pas seulement des charges, mais aussi des avantages (économies d'échelle, meilleure situation géographique, meilleures conditions économiques) qu'ils n'utilisent pas assez s'ils n'en dépendent pas.
Im vorliegenden Fall ja. Ganz grundsätzlich ist aber das System des Finanzausgleichs zu überdenken, da es kompliziert ist, zu Fehlanreizen führt und die Gemeindeautonomie beschränkt. Zentren haben nicht nur Lasten, sondern auch Vorteile (Skaleneffekte, bessere räumliche Lage, bessere wirtschaftliche Bedingungen), die sie zu wenig nutzen, wenn sie nicht darauf angewiesen sind.
Steuer auf Zweitliegenschaften
Soll der Kanton Bern im Zuge der Abschaffung des Eigenmietwerts eine zusätzliche Steuer auf Zweitliegenschaften ermöglichen?
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C'est la mise en œuvre logique après la suppression de la valeur locative. Le nouvel impôt doit toutefois être prélevé avec discernement.
Das ist die konsequente Umsetzung nach der Abschaffung des Eigenmietwerts. Die neue Steuer soll allerdings mit Augenmass erhoben werden.
Wirtschaft & Arbeit
Teilprivatisierung BEKB
Soll der Kanton Bern seine Beteiligung an der Berner Kantonalbank (BEKB) auf unter 50 Prozent reduzieren (Teilprivatisierung)?
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La BEKB est déjà partiellement privatisée et la BEKB est bien positionnée. Le canton bénéficie en outre de dividendes. Nous pourrions certes argumenter que le canton n'aurait plus à intervenir en cas de crise, puisque la garantie de l'État serait ainsi supprimée. On peut toutefois douter que ce soit le cas dans la réalité. Avec une privatisation partielle, nous risquons de conserver le risque et de perdre le rendement à long terme.
Die BEKB ist bereits teilprivatisiert und die BEKB gut aufgestellt. Der Kanton profitiert zudem von Dividenden. Wir könnten zwar argumentieren, dass der Kanton bei Krisen auch nicht mehr in die Bresche springen muss, da damit die Staatsgarantie abgeschafft würde. Ob das dann in der Realität der Fall wäre, kann jedoch bezweifelt werden. Mit einer Teilprivatisierung riskieren wir, das Risiko zu behalten und den Ertrag langfristig zu verlieren.
Einführung kantonaler Mindestlohn
Befürworten Sie die Einführung eines für alle Arbeitnehmenden gültigen Mindestlohnes von CHF 4'200 für eine Vollzeitstelle (ca. CHF 24 pro Stunde)?
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Non. Les salaires minimums sont un autre exemple du principe "le contraire de bien est bien intentionné". Les salaires minimums empêchent ceux qui ont peu de chances d'entrer sur le marché du travail (par manque d'expérience, de compétences, etc.). De plus, il ne tient pas compte de la réalité des PME, qui sont les mieux placées pour savoir combien un emploi peut coûter. Les salaires minimums conduiraient en premier lieu à la suppression de tels postes (par l'automatisation), ce qui ne servirait à personne.
Nein. Mindestlöhne sind ein weiteres Beispiel für den Grundsatz "Das Gegenteil von gut ist gut gemeint". Mindestlöhne verhindern jenen mit geringen Chancen auf dem Arbeitsmarkt (aufgrund fehlender Erfahrung, Fähigkeiten, etc) den Eintritt in denselben. Zudem verkennt es die Realität in KMUs - die wissen selber am Besten, wie viel eine Stelle kosten darf. Mindestlöhne würden primär dazu führen, dass solche Stelle abgeschafft (durch Automatisierung) werden, was niemandem dient.
Liberalisierung Geschäftsöffnungszeiten
Befürworten Sie eine vollständige Liberalisierung der Geschäftsöffnungszeiten (Festlegung nach freiem Ermessen unter Berücksichtigung des Arbeitsgesetzes)?
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Plus n'est pas toujours mieux.
Mehr ist nicht immer besser.
Kontrolle Lohngleichheit Frauen/Männer
Befürworten Sie eine strengere Kontrolle der Lohngleichheit von Frauen und Männern (z.B. bei Unternehmen, die kantonale Aufträge erhalten)?
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Non, un autre exemple de "le contraire de bien est bien intentionné". Il est illusoire de vouloir imposer cette égalité. Les différences de salaire sont également liées au fait que les hommes et les femmes ont des préférences différentes. Ainsi, les hommes sont prêts à accepter un trajet plus long pour un salaire plus élevé. Même le meilleur système de contrôle ne peut pas tenir compte de ces choses de manière équitable et ne garantit qu'une chose : plus de bureaucratie.
Nein, ein weiteres Beispiel für "Das Gegenteil von gut ist gut gemeint". Es ist eine Illusion, diese Gleichheit erzwingen zu wollen. Lohnunterschiede haben auch damit zu tun, dass Männer und Frauen unterschiedliche Präferenzen haben. So sind Männer bereit, für einen höheren Lohn einen weiteren Arbeitsweg in Kauf zu nehmen. Auch das beste Kontrollsystem kann solche Dinge nicht fair berücksichtigen und garantiert nur eines: mehr Bürokratie.
Regulierung Taxi-Plattformen
Befürworten Sie eine stärkere Regulierung von Plattformen, die Taxidienste vermitteln (z.B. Bewilligungspflicht für Uber-Taxis)?
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Non, mais une révision des règles en vigueur. Celles-ci doivent refléter et permettre de nouvelles formes d'économie.
Nein, aber eine Überprüfung der geltenden Regeln. Diese sollen neue Wirtschaftsformen abbilden und ermöglichen.
Service Public im ländlichen Raum
Soll der Kanton das Service-Public-Angebot (z.B. öffentlicher Verkehr, Verwaltungsdienstleistungen) in ländlichen Gebieten stärker unterstützen?
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Non, nous encourageons ainsi l'étalement urbain et ne faisons que compliquer le système global. Envoyer de l'argent dans les centres par le biais de la péréquation financière et le redistribuer dans les régions par le biais du service public ? C'est plus simple - avec moins de flux financiers de l'Etat, tout le monde est servi.
Nein, damit fördern wir die Zersiedelung und verkomplizieren nur das Gesamtsystem. Mit dem Finanzausgleich Geld in die Zentren schicken und es mit Service Public wieder in die Fläche verteilen? Das geht einfacher - mit weniger staatlichen Geldflüssen ist allen gedient.
Umwelt & Energie
AKW-Neubau erlauben
Soll sich der Kanton Bern für eine Aufhebung des Verbots für neue Atomkraftwerke einsetzen?
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L'énergie nucléaire est conforme aux objectifs à plusieurs égards : énergie en ruban fiable et régulable, faibles émissions de CO2, diversification des matières premières - le mix suisse d'énergie hydraulique et nucléaire est et reste l'approche la plus intelligente à long terme ; l'éolien et le solaire ne peuvent pas contribuer à la sécurité d'approvisionnement dans une telle mesure.
Kernkraft ist in mehrfacher Hinsicht zielführend: zuverlässige und regulierbare Bandenergie, geringer CO2-Ausstoss, Diversifizierung der Rohstoffe - der Schweizer Mix aus Wasserkraft und Kernkraft ist und bleibt langfristig der klügste Ansatz; Wind und Sonne können nicht in diesem Umfang zur Versorgungssicherheit beitragen.
Ökologische Auflagen Landwirtschaft
Soll der Kanton die ökologischen Anforderungen für verpachtete Landwirtschaftsflächen erhöhen (z.B. Verbot synthetischer Pestizide)?
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Dans l'agriculture aussi, nous avons déjà plus que suffisamment de réglementations. La grande majorité des agriculteurs est intéressée par une gestion durable de leurs ressources vitales. Les interdictions n'entraînent que des déplacements insensés : les meilleures terres arables du Grand Marais se transforment tout à coup en élevage de vaches allaitantes bio, uniquement parce que cela est plus "rentable" en termes de subventions.
Auch in der Landwirtschaft haben wir bereits mehr als genügend Regulierungen. Die relevante Mehrheit der Landwirte ist an einem nachhaltigen Umgang mit ihren Lebensgrundlagen interessiert. Verbote führen nur zu unsinnigen Verschiebungen: dann wird aus der besten Ackerfläche im Grossen Moos auf einmal eine Biomutterkuhhaltung, nur weil es subventionstechnisch besser "rentiert".
Förderung erneuerbarer Energien
Sollen die kantonalen Förderbeiträge für erneuerbare Energie im Gebäudebereich erhöht werden (z.B. für Heizungsersatz oder Ladeinfrastruktur für Elektromobilität)?
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Il y a des problèmes que nous ne pouvons pas résoudre avec plus d'argent. L'argent que nous dépensons pour de telles subventions manque ailleurs.
Es gibt Probleme, die können wir nicht mit noch mehr Geld lösen. Das Geld, das wir für solche Förderbeiträge ausgeben, fehlt anderswo.
Strengerer Tierschutz
Befürworten Sie strengere Tierschutzregelungen für die Haltung von Nutztieren (z.B. permanenter Zugang zum Aussenbereich)?
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Des conditions encore plus strictes conduisent à des prix plus élevés et donc à davantage d'importations avec des conditions encore plus mauvaises. De plus, la véritable protection des animaux comporte bien d'autres éléments que l'accès à l'extérieur. Là aussi, nous pouvons faire confiance aux agriculteurs - et les lois visant à empêcher les abus sont déjà nombreuses.
Noch strengere Auflagen führen zu höheren Preisen und dies wiederum zu mehr Importen mit noch schlechteren Rahmenbedingungen. Zudem hat echter Tierschutz noch ganz andere Komponenten als den Auslauf. Auch hier dürfen wir den Landwirten vertrauen - und Gesetze für die Verhinderung von Missbrauch gibt es bereits zuhauf.
Ausbau Wasserkraft
Befürworten Sie einen Ausbau der Wasserkraftwerke im Grimsel- und Sustengebiet?
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Il n'y a tout simplement aucun argument contre cette extension. Il est non seulement décisif pour la sécurité de l'approvisionnement en électricité, mais il constitue également une solution extrêmement judicieuse sur le plan écologique.
Es gibt schlicht kein Argument gegen diesen Ausbau. Er ist nicht nur für die sichere Stromversorgung entscheidend, sondern auch ökologisch eine äusserst sinnvolle Lösung.
Schutz Grossraubtiere
Soll der Kanton Bern den Schutz der Grossraubtiere (Wolf und Luchs) stärker gewichten (z.B. Reduktion der präventiven Abschüsse)?
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Nous avons définitivement de plus gros problèmes. Les gardes-faune ont une vue d'ensemble - ils ont eux-mêmes intérêt à ce que l'écosystème forestier soit sain.
Wir haben definitiv grössere Probleme. Die Wildhüter haben die Gesamtsicht im Auge - sie haben selber ein Interesse an einem gesunden Ökosystem Wald.
Verkehr
ÖV-Ausbau
Soll der Kanton mehr Mittel für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs bereitstellen?
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Cela conduit à un étalement urbain encore plus important. La mobilité est globalement trop bon marché et le taux de couverture des transports publics est très bas. Les mesures ponctuelles doivent être examinées au cas par cas.
Das führt zu noch mehr Zersiedelung. Mobilität ist insgesamt zu billig und der Deckungsgrad im öffentlichen Verkehr sehr tief. Punktuelle Massnahmen sind im Einzelfall zu prüfen.
Autobahnausbau
Befürworten Sie den geplanten Ausbau der Autobahn A1/A6 bei Bern (u.a. Bypass Bern Ost, Anschluss Wankdorf, Spurausbau Wankdorf-Schönbühl)?
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Le réseau suisse des routes nationales a été planifié dans une Suisse de 5 millions d'habitants, nous vivons aujourd'hui dans une Suisse de 9 millions d'habitants. L'élimination des goulets d'étranglement est judicieuse et appropriée, mais dans le domaine de la construction routière, le principe "plus, c'est plus" ne s'applique pas automatiquement.
Das Schweizer Nationalstrassennetz wurde in einer 5-Millionen-Schweiz geplant, wir leben heute in einer 9-Millionen-Schweiz. Die Behebung von Engpässen ist sinnvoll und angemessen, allerdings gilt auch im Strassenbau nicht automatisch "mehr ist mehr".
Ausbau Langsamverkehr
Soll im Kanton Bern die Infrastruktur für den Langsamverkehr (z.B. Velowege) schneller ausgebaut werden?
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Rien ne s'oppose à une augmentation de la mobilité douce. Mais cela ne dispense pas pour autant de l'obligation de gérer l'argent du contribuable avec parcimonie. C'est pourquoi il faut "aller plus vite" ? Plutôt non.
Nichts spricht gegen mehr Langsamverkehr. Aber das entbindet noch nicht von der Pflicht, mit dem Steuergeld haushälterisch umzugehen. Deshalb "schneller"? Eher nein.
Verbot Tempo 30
Befürworten Sie ein Verbot von Tempo 30 auf verkehrsorientierten Strassen innerorts?
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La hiérarchie dans le système routier est déterminante pour la gestion du trafic, sinon le trafic (notamment avec les GPS qui calculent automatiquement les itinéraires) se détourne vers les quartiers.
Die Hierarchie im Strassensystem ist für die Verkehrsleitung entscheidend, sonst weicht der Verkehr (gerade mit Navis, die Routen automatisch berechnen) in die Quartiere aus.
Politisches System & Digitalisierung
Digitale Kantonsverwaltung
Soll der Kanton dazu übergehen, seine Dienstleistungen nur noch digital anzubieten ("Digital-Only"-Prinzip)?
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Cela serait trop exigeant pour de nombreuses personnes (âgées) et rendrait plus difficile l'accès aux services du canton.
Dies würde viele (ältere) Menschen überfordern respektive den Zugang zu Dienstleistungen des Kantons erschweren.
Digitale Unterschriftensammlung
Soll sich der Kanton für die Einführung von E-Collecting einsetzen (digitale Unterschriftensammlung für Volksinitiativen und Referenden)?
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Pour autant que le canton puisse garantir des directives strictes en matière de respect de la protection des données et de prévention de la fraude. En outre, la collecte de signatures manuscrites doit bien entendu rester possible. Parallèlement, il faut procéder à une augmentation raisonnable du nombre de voix nécessaires. Les initiatives et les référendums sont trop souvent utilisés abusivement par les grands partis comme moyens publicitaires.
Sofern der Kanton strenge Vorgaben zur Einhaltung des Datenschutzes sowie der Verhinderung von Betrug gewährleisten kann. Zudem muss natürlich auch die handschriftliche Unterschriftensammlung weiterhin möglich bleiben. Gleichzeitig soll eine angemessene Erhöhung der erforderlichen Stimmenzahl vorgenommen werden. Initiativen und Referenden werden viel zu häufig von den grossen Parteien als Werbemittel missbraucht.
Ausbau Entwicklungszusammenarbeit
Soll der Kanton Bern sein finanzielles Engagement bei der Entwicklungszusammenarbeit ausbauen?
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La coopération au développement est un élément de la politique étrangère et relève donc de la compétence de la Confédération.
Die Entwicklungszusammenarbeit ist ein Element der Aussenpolitik und damit Sache des Bundes.
Strikte Neutralitätspolitik
Soll die Schweiz ihre Neutralität strikter auslegen (Verzicht auf wirtschaftliche Sanktionen)?
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La politique de puissance est de retour et il n'est pas possible de la contrer par un entêtement idéologique. La Suisse n'a jamais été d'une neutralité sans faille - en tant que petit Etat et puissance moyenne, elle doit s'engager avec la réalité. Pour ce faire, elle a besoin de flexibilité et non de principes. De plus, la neutralité vis-à-vis des Etats qui violent le droit international pose des problèmes éthiques et est difficilement compatible avec un autre principe de la politique étrangère suisse, l'humanité. Le monde est trop complexe pour des solutions simples.
Die Machtpolitik ist zurück und mit ideologischer Sturheit ist ihr nicht beizukommen. Die Schweiz war nie lupenrein neutral - sie muss sich als Kleinstaat und Mittelmacht mit der Realität engagieren. Dazu benötigt sie Flexibilität, nicht Prinzipienreiterei. Darüber hinaus ist Neutralität gegenüber Staaten, die das Völkerrecht brechen, ethisch problematisch und nur schwer mit einem anderen Prinzip der Schweizer Aussenpolitik, der Humanität, vereinbar. Die Welt ist zu komplex für simple Lösungen.
Sicherheit & Polizei
Ausbau Videoüberwachung
Befürworten Sie einen Ausbau der Videoüberwachung im öffentlichen Raum?
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Ce n'est pas en s'attaquant aux symptômes que l'on résoudra les véritables problèmes.
Mit Symptombekämpfung lösen wir die eigentlichen Probleme nicht.
Polizeidienst für Ausländer/-innen
Im Kanton Bern ist für den Polizeidienst die Schweizer Staatsangehörigkeit erforderlich. Sollen in Zukunft auch Ausländer/-innen mit C-Niederlassungsbewilligung zugelassen werden?
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Cela ne me semble pas approprié pour l'exercice de missions de souveraineté - ce qui est le travail de la police.
Für eine Ausübung hoheitlicher Aufgaben - und das ist Polizeiarbeit - scheint mir das nicht angemessen.
Verschärfter Umgang mit Demonstrationen
Soll der Umgang mit Demonstrationen verschärft werden (Verschärfung Bewilligungspflicht, härteres Durchgreifen der Polizei bei unbewilligten Demonstrationen, konsequentere Verrechnung von Polizeikosten)?
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Chacun et chacune devrait assumer les conséquences de ses propres actes. Dans une démocratie développée comme la Suisse, il existe en outre des moyens d'action politique bien plus efficaces que les manifestations. Les communes recherchent de nombreux volontaires pour les commissions scolaires, de construction, des finances et de la culture, qui n'attendent que des personnes engagées pour s'investir.
Jeder und jede sollte die Konsequenzen seines eigenen Handelns tragen. In einer ausgebauten Demokratie wie der Schweiz gibt es zudem weitaus wirksamere Mittel der politischen Betätigung als Demonstrationen. Die Gemeinden suchen zahlreiche Freiwillige für Schul-, Bau-, Finanz- und Kulturkommissionen, die nur darauf warten, das engagierte Menschen sich einbringen.
Nationalität in Polizeimeldungen
Soll im Kanton Bern in Polizeimeldungen standardmässig die Nationalität von Tatverdächtigen genannt werden?
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Rien ne s'oppose à la transparence, mais il serait illusoire de croire qu'elle permettrait de résoudre un quelconque problème.
Es spricht nichts gegen Transparenz; allerdings wäre es eine Illusion zu glauben, dass damit irgend ein Problem gelöst werden könnte.
Erhöhte Polizeipräsenz
Befürworten Sie eine stärkere sichtbare Präsenz der Polizei?
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Le sentiment de sécurité de la population doit être pris au sérieux et la prévention est un pilier important du travail de la police.
Das Sicherheitsempfinden der Bevölkerung ist ernst zu nehmen und Prävention ist eine wichtige Säule der Polizeiarbeit.
Werthaltungen
Freie Marktwirtschaft
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Von einer freien Marktwirtschaft profitieren langfristig alle."
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L'histoire le montre de manière impressionnante. La Suisse doit sa large prospérité à l'économie de marché et c'est sans doute chez notre voisin du nord que cela apparaît le plus clairement : la séparation de l'Allemagne en un système économique basé sur l'économie de marché et un autre basé sur l'économie d'État peut être lue comme une gigantesque expérience - au grand dam de ceux qui n'ont pas pu vivre dans la partie de l'économie de marché.
Das zeigt die Geschichte eindrücklich. Die Schweiz hat ihren breiten Wohlstand der Marktwirtschaft zu verdanken und am deutlichsten zeigt es sich wohl in unserem nördlichen Nachbarland: die Trennung Deutschlands in ein marktwirtschaftliches und ein staatswirtschaftliches Wirtschaftssystem kann als gigantisches Experiment gelesen werden - zum Leid derjenigen, die nicht im marktwirtschaftlichen Teil leben durften.
Vollzeit-Kinderbetreuung
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Für ein Kind ist es am besten, wenn ein Elternteil Vollzeit für die Kinderbetreuung zu Hause bleibt."
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Mon avis personnel et mon expérience me disent que oui. D'autres familles peuvent toutefois arriver à d'autres solutions.
Meine persönliche Meinung und Erfahrung meint: ja. Andere Familien können allerdings auch zu anderen Lösungen kommen.
Bestrafung Krimineller
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Die Bestrafung Krimineller ist wichtiger als deren Wiedereingliederung in die Gesellschaft."
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Non, le droit pénal s'appuie sur les deux. Opposer les deux aspects ne sert à rien.
Nein, das Strafrecht stützt auf beides. Die beiden Aspekte gegeneinander auszuspielen, ist nicht hilfreich.
Umweltschutz
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Ein stärkerer Umweltschutz ist notwendig, auch wenn er zu Lasten des Wirtschaftswachstums durchgesetzt werden muss."
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Le contraire de bien est bien intentionné. Pour des raisons idéologiques, un nombre non négligeable d'acteurs opposent la protection de l'environnement à l'économie et ressortent des recettes de la naphtaline socialiste sous prétexte de protection de l'environnement. C'est pourquoi cette affirmation doit être rejetée par principe. En même temps, la croissance économique n'est pas tout non plus et la différence entre croissance qualitative et quantitative est décisive.
Das Gegenteil von gut ist gut gemeint. Umweltschutz und Wirtschaft werden von nicht wenigen Akteuren aus ideologischen Gründen gegeneinander ausgespielt und Rezepte aus der sozialistischen Mottenkiste unter dem Vorwand des Umweltschutzes hervorgeholt. Deshalb ist diese Aussage grundsätzlich abzulehnen. Gleichzeitig ist allerdings auch Wirtschaftswachstum nicht alles und der Unterschied zwischen qualitativem und quantitativem Wachstum ist entscheidend.
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La demande est juste, mais il ne s'agit pas de la bonne voie. Le paysage immobilier souffre déjà de mauvaises incitations et d'une réglementation excessive. Des subventions supplémentaires ne font que créer des distorsions supplémentaires, freinent les investissements et pèsent en outre sur les contribuables. La voie à suivre est celle de la densification et, pour ce faire, une réduction des obligations et des possibilités d'opposition est nécessaire.
Das Anliegen ist richtig, aber es handelt sich dabei um den falschen Weg. Die Immobilienlandschaft leidet schon jetzt unter Fehlanreizen und zu hoher Regulierung. Weitere Subventionen führen nur zu weiteren Verzerrungen, hemmen Investitionen und belasten zudem die Steuerzahler. Der Weg führt über Verdichtung und dazu ist eine Reduktion von Auflagen und Einsprachemöglichkeiten notwendig.
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