Patrick Hofstetter
Evangelische Volkspartei | 06.05.0
Sozialstaat, Familie & Gesundheit
Förderung gemeinnütziger Wohnungsbau
Soll der Kanton den gemeinnützigen Wohnungsbau finanziell stärker fördern (z.B. finanzielle Unterstützung von Wohnbaugenossenschaften)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Ergänzungsleistungen für Familien
Sollen im Kanton Bern Ergänzungsleistungen für Familien mit tiefem Einkommen eingeführt werden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Wir geben heute bereits sehr viel aus; in das Aufgabengebiet "soziale Sicherheit" (Bereich nach HRM2) fielen für den Kanton Bern im Jahr 2023 fast 12.9 Milliarden Franken an, das sind rund 12'000 Franken pro Kopf und Jahr. Es geht nicht darum, neue Leistungen einzuführen, sondern die bestehenden Leistungen zu überprüfen (was zu Abgabensenkungen und entsprechender Entlastung von Familien führt) und die verbleibenden Leistungen jenen zukommen zu lassen, die sie auch wirklich benötigen.
Verschärfung Sozialhilfe
Befürworten Sie Verschärfungen im Bereich der Sozialhilfe (z.B. vereinfachte Überwachung bei Verdacht auf Missbrauch)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Die Missbrauchsbekämpfung ist wichtig für die Akzeptanz und die Glaubwürdigkeit des Sozialstaates - aber sie ist kein Allheilmittel. Nicht nur Missbrauch, sondern auch rechtmässige Fehlanreize sind anzugehen. Sozialhilfe soll wann immer möglich Menschen darin unterstützen, nicht mehr auf Sozialhilfe angewiesen zu sein.
Ausbau Elternzeit
Soll die bezahlte Elternzeit über die aktuellen 14 Wochen Mutterschaftsurlaub und zwei Wochen Vaterschaftsurlaub hinaus ausgebaut werden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Ein weiterer Ausbau belastet über die Lohnnebenkosten alle Einkommen und damit ebenso Familien. Ein weiterer Ausbau der Elternzeit senkt zudem die Attraktivität von Vätern und Müttern auf dem Arbeitsmarkt. Viele KMU können es sich nicht leisten, junge Menschen anzustellen, die dann potentielle über Monate bis Jahre hinweg nicht verfügbar sind. Die heutige Lösung wahrt das Augenass.
Erhöhung Prämienverbilligung
Soll die Prämienverbilligung erhöht werden, so dass niemand mehr als 10% seines verfügbaren Einkommens für die Krankenversicherung bezahlen muss?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Nein, wir haben bereits ein (zu) komplexes System aus Subventionen im Gesundheitswesen; im Kanton Bern erhalten bereits 27% der Bevölkerung eine Verbilligung. 2023 kostete das Schweizer Gesundheitswesen 94 Milliarden Franken. Ursachen dafür sind nicht nur die hohe Qualität und die Alterung, sondern auch der Fakt, dass das eigene Verhalten wenig Einfluss hat auf die selbst getragenen Kosten. Noch mehr Prämienverbilligungen führen zu Fehlanreizen, die das System weiter verteuern.
Kantonale Spitalplanung
Befürworten Sie eine stärkere Steuerung der Spitalplanung und Gesundheitsversorgung durch den Kanton (z.B. Konzentration der Gesundheitsleistungen)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Es ist wie beim Einkaufen: die kleineren Besorgungen im Dorf oder im Nachbardorf (beim Hausarzt), für grössere Sachen in die Stadt (in einem regionalen Zentrum), und dann gibt es Dinge, die man halt nur in Bern erhält (in der Insel).
Schule & Bildung
Integrative Schule
Gemäss dem Konzept der integrativen Schule werden Kinder mit Lernschwierigkeiten oder Behinderungen grundsätzlich in regulären Schulklassen unterrichtet. Befürworten Sie dies?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Das ideologisch motivierte Konzept der integrativen Schule ist gescheitert. Das Gegenteil von gut ist gut gemeint. Nichts spricht gegen behindertengerechte Schulhäuser; was die Leistung betrifft, sind homogene Klassen für leistungsstarke (weniger Unterforderung) wie -leistungsschwache (weniger Überforderung) Kinder besser. Mit Klassenassistenzen ist dem Problem nicht beizukommen, das bringt nur Unruhe in die Klassen. Wir haben genügend Ressourcen im Bildungswesen - wir setzen sie nur falsch ein.
Separativer Unterricht
Sollten Kinder mit geringen Deutschkenntnissen zunächst in separaten Klassen unterrichtet werden, bis sie ein bestimmtes Sprachniveau erreicht haben?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Die Zauberformel hat hier wahrscheinlich noch niemand gefunden. Den Schulen soll die Freiheit eingeräumt werden, unterschiedliche Lösungen auszutesten. Was in Biel funktioniert, muss in Guttannen nicht klappen - und umgekehrt.
Erste Fremdsprache Englisch
Soll im Kanton Bern anstelle einer Landessprache (Französisch bzw. Deutsch) Englisch als erste Fremdsprache unterrichtet werden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Nein, in einem zweisprachigen Kanton ist das der falsche Ansatz. Allerdings ist das ideologisch motivierte Experiment des Frühfranzösischen abzubrechen. 4 Lektionen ab der 5. Klasse sind die viel gezieltere Investition als 2 Lektionen ab der 3. Vor dem Fremdsprachenunterricht ist zuerst und gründlich die Erstsprache zu stärken - nicht nur aufgrund des hohen Anteils an fremdsprachigen Kindern.
Gleiche Bildungschancen
Soll sich der Kanton stärker für gleiche Bildungschancen einsetzen (z.B. mit Förderunterricht-Gutscheinen für Schüler/-innen aus Familien mit geringem Einkommen, Erhöhung Stipendien)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Eine sinnvolle Investition in unsere Zukunft.
Migration & Integration
Stimmrecht für Ausländer/-innen
Sollen Ausländer/-innen, die seit mindestens zehn Jahren in der Schweiz leben, das Stimm- und Wahlrecht auf Gemeindeebene im Kanton Bern erhalten?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Das ist den Gemeinden zu überlassen. Es gibt Gründe, die dafür und dagegen sprechen und die lokalen Verhältnisse sind unterschiedlich.
Direkte Aufnahme von Geflüchteten
Soll sich der Kanton Bern dafür einsetzen, dass mehr Geflüchtete aus Lagern direkt vor Ort (z.B. Griechenland, Gaza) in der Schweiz aufgenommen werden (sogenannte Resettlement-Flüchtlinge)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Das ist auf alle Fälle der bessere Ansatz als die heutige Migrationspolitik. Auch hier ist aber auf die Vulnerabilität der Flüchtlinge zu achten (Frauen und Kinder zuerst).
Integrationsförderung Ausländer/-innen
Soll der Kanton Bern Ausländer/-innen bei der Integration stärker unterstützen (z.B. ausgebaute Sprachförderung, zusätzliche Sozialarbeiter/-innen)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Ausgebaute Sprachförderung ja, zusätzliche Sozialarbeiter nein - wir haben bereits hinreichend Ressourcen im Sozialsystem.
Verschärfung Einbürgerungsrecht
Soll das kantonale Einbürgerungsgesetz verschärft werden (z.B. höhere Sprachkenntnisse)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Die Sprache ist eine Voraussetzung für die Integration. Integration ist eine Voraussetzung für die Einbürgerung.
Bezahlkarten für Asylsuchende
Begrüssen Sie die Einführung von Bezahlkarten für Asylsuchende (anstelle von Bargeld)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Damit kann Missbrauch vorgebeugt werden. Man sollte allerdings nicht der Illusion verfallen, dass mit solchen oberflächlichen Massnahmen die Grundproblematik gelöst werden könnte.
Kündigung Bilaterale Verträge
Soll die Schweiz die Bilateralen Verträge mit der EU kündigen und ein Freihandelsabkommen ohne Personenfreizügigkeit anstreben?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Geopolitik ist kein Wunschkonzert. Die Schweiz ist auf gute Handelsbeziehungen angewiesen und die EU ist unser wichtigster Partner, geographisch wie politisch. Allerdings sollte die Schweiz auch mutiger und selbstsicherer in Verhandlungen auftreten - wir sind auch für die EU ein relevanter Partner, wenn wir uns entsprechend einbringen.
Gesellschaft, Kultur & Ethik
Erneuerung Kunstmuseum Bern
Der Kanton möchte sich mit rund 81 Mio. CHF an der Sanierung und dem Ersatzneubau des Kunstmuseums Bern beteiligen (Sanierung Altbau und Ersatz des sog. Atelier-5 Erweiterungsbaus). Befürworten Sie dies?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Der Kanton Bern hat gut eine Million Einwohner. Das wären 81.- pro Person. Würden Sie mit Ihrer 4-köpfigen Familie 324.- für das Kunstmuseum spenden? Falls ja, stimmen sie ja. Falls nein, stimmen Sie nein. Wir sollten mit dem Geld der Steuerzahler umgehen, als wäre es unser eigenes Geld. Denn: es ist unser eigenes Geld.
Legalisierung Cannabis
Soll sich der Kanton Bern für eine Legalisierung von Cannabis einsetzen?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Die Kriminalisierung des Konsums ist eine eigentliche Ressourcenverschwendung der Polizei. Gleichzeitig sollten wir nicht naiv sein: die hoch potenten Cannabis-Produkte können nicht nur bei Jugendlichen Psychosen auslösen und haben wenig zu tun mit dem "Meersäuli-Gras", das in den 1980ern in WGs und Gärten angepflanzt wurde.
Verbot geschlechtsneutraler Sprache
Soll kantonalen Stellen (Behörden, Schulen) die Verwendung von geschlechtsneutraler Sprache mittels Genderstern oder ähnlichen Zeichen in der schriftlichen Kommunikation verboten werden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Die Bundeskanzlei hält fest, dass Genderstern, Unterstrich oder Doppelpunkt nicht vorgesehen sind. Es gibt keinen Grund, dass der Kanton Bern davon abweicht und auf einen ideologischen Trend aufspringt.
Tierische Produkte in Kantinen
Sollen kantonseigene Kantinen und Personalrestaurants eine Verpflegung mit tierischen Produkten anbieten müssen (z.B. Verzicht auf rein vegane Mensen an der Universität)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Mensen sollen sich an der Nachfrage orientieren. Ein durch die Politik verordneter Zwang, Fleisch anzubieten ist ebenso sinnbefreit wie ein Zwang, Fleisch zu verbieten.
Direkte Medienförderung
Befürworten Sie eine direkte Medienförderung durch den Kanton (z.B. finanzielle Unterstützung von Medien für die regionale und kantonale Berichterstattung)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Nein. Medien werden bereits auf Stufe Bund gefördert. Die beste Medienförderung besteht darin, den Menschen mehr Geld in der Tasche zu lassen, damit sie nach eigenem Bedürfnis eine Zeitung oder etwas anderes abonnieren können.
Finanzierung Landeskirchen
Der Kanton Bern unterstützt die Landeskirchen jährlich mit rund 73 Millionen Franken (Sockelbeitrag und gesamtgesellschaftliche Leistungen). Befürworten Sie dies?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Die Landeskirchen leisten einen wichtigen sozialen und gesellschaftlichen Beitrag (Kinder-, Jugend-, Altersarbeit, Mittagstische, …). Gleichzeitig ist die Ungleichbehandlung gegenüber Freikirchen stossend und es ist augenfällig, dass der Geldfluss zugunsten der Landeskirchen deren Dynamik nicht gerade fördert. Eine Neuregelung ist anzustreben.
Finanzen & Steuern
Steuersenkung
Befürworten Sie die geplante Senkung der Steueranlage auf kantonaler Ebene in den nächsten vier Jahren?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Die beste Sozialpolitik ist, den Menschen mehr Geld im Portemonnaie zu belassen. Die beste Wirtschaftspolitik ist, den Firmen mehr Geld in der Buchhaltung zu belassen.
Lockerung Schuldenbremse
Soll die kantonale Schuldenbremse gelockert werden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Die Schuldenbremse ist ein probates Mittel, um zu verhindern, dass Geld ausgegeben wird, das nicht vorhanden ist. So, wie es jeder vernünftige Haushalt auch tut.
Individualbesteuerung
Sollen Ehepaare künftig als Einzelpersonen besteuert werden (Individualbesteuerung)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Nein, auf keinen Fall. Abgesehen von einer gigantischen zusätzlichen Bürokratie (+1.7 Millionen Steuererklärungen mit entsprechenden Verwaltungsstellen) wäre das nur die Ablösung der Heiratsstrafe durch eine Familienstrafe. Zudem würde sie zu Absurditäten führen. Wenn ein Ehepartner das Geld verdient und der andere für die Kinder sorgt, erhält dieser dann Anspruch auf Sozialhilfe, Prämienverbilligungen etc? Die Ehe ist auch eine Wirtschaftsgemeinschaft und als solche zu besteuern.
Anpassung Finanzausgleich
Der Kanton Bern hat den Finanzausgleich so angepasst, dass die Städte Burgdorf und Langenthal neu für Zentrumslasten entschädigt werden und die Stadt Bern weniger Geld erhält. Befürworten Sie dies?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Im vorliegenden Fall ja. Ganz grundsätzlich ist aber das System des Finanzausgleichs zu überdenken, da es kompliziert ist, zu Fehlanreizen führt und die Gemeindeautonomie beschränkt. Zentren haben nicht nur Lasten, sondern auch Vorteile (Skaleneffekte, bessere räumliche Lage, bessere wirtschaftliche Bedingungen), die sie zu wenig nutzen, wenn sie nicht darauf angewiesen sind.
Steuer auf Zweitliegenschaften
Soll der Kanton Bern im Zuge der Abschaffung des Eigenmietwerts eine zusätzliche Steuer auf Zweitliegenschaften ermöglichen?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Das ist die konsequente Umsetzung nach der Abschaffung des Eigenmietwerts. Die neue Steuer soll allerdings mit Augenmass erhoben werden.
Wirtschaft & Arbeit
Teilprivatisierung BEKB
Soll der Kanton Bern seine Beteiligung an der Berner Kantonalbank (BEKB) auf unter 50 Prozent reduzieren (Teilprivatisierung)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Die BEKB ist bereits teilprivatisiert und die BEKB gut aufgestellt. Der Kanton profitiert zudem von Dividenden. Wir könnten zwar argumentieren, dass der Kanton bei Krisen auch nicht mehr in die Bresche springen muss, da damit die Staatsgarantie abgeschafft würde. Ob das dann in der Realität der Fall wäre, kann jedoch bezweifelt werden. Mit einer Teilprivatisierung riskieren wir, das Risiko zu behalten und den Ertrag langfristig zu verlieren.
Kantonaler Mindestlohn
Befürworten Sie die Einführung eines für alle Arbeitnehmenden gültigen Mindestlohnes von CHF 4'200 für eine Vollzeitstelle (ca. CHF 24 pro Stunde)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Nein. Mindestlöhne sind ein weiteres Beispiel für den Grundsatz "Das Gegenteil von gut ist gut gemeint". Mindestlöhne verhindern jenen mit geringen Chancen auf dem Arbeitsmarkt (aufgrund fehlender Erfahrung, Fähigkeiten, etc) den Eintritt in denselben. Zudem verkennt es die Realität in KMUs - die wissen selber am Besten, wie viel eine Stelle kosten darf. Mindestlöhne würden primär dazu führen, dass solche Stelle abgeschafft (durch Automatisierung) werden, was niemandem dient.
Liberalisierung Geschäftsöffnungszeiten
Befürworten Sie eine vollständige Liberalisierung der Geschäftsöffnungszeiten (Festlegung nach freiem Ermessen unter Berücksichtigung des Arbeitsgesetzes)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Mehr ist nicht immer besser.
Lohngleichheit Frauen/Männer
Befürworten Sie eine strengere Kontrolle der Lohngleichheit von Frauen und Männern (z.B. bei Unternehmen, die kantonale Aufträge erhalten)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Nein, ein weiteres Beispiel für "Das Gegenteil von gut ist gut gemeint". Es ist eine Illusion, diese Gleichheit erzwingen zu wollen. Lohnunterschiede haben auch damit zu tun, dass Männer und Frauen unterschiedliche Präferenzen haben. So sind Männer bereit, für einen höheren Lohn einen weiteren Arbeitsweg in Kauf zu nehmen. Auch das beste Kontrollsystem kann solche Dinge nicht fair berücksichtigen und garantiert nur eines: mehr Bürokratie.
Regulierung Taxi-Plattformen
Befürworten Sie eine stärkere Regulierung von Plattformen, die Taxidienste vermitteln (z.B. Bewilligungspflicht für Uber-Taxis)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Nein, aber eine Überprüfung der geltenden Regeln. Diese sollen neue Wirtschaftsformen abbilden und ermöglichen.
Service Public im ländlichen Raum
Soll der Kanton das Service-Public-Angebot (z.B. öffentlicher Verkehr, Verwaltungsdienstleistungen) in ländlichen Gebieten stärker unterstützen?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Nein, damit fördern wir die Zersiedelung und verkomplizieren nur das Gesamtsystem. Mit dem Finanzausgleich Geld in die Zentren schicken und es mit Service Public wieder in die Fläche verteilen? Das geht einfacher - mit weniger staatlichen Geldflüssen ist allen gedient.
Umwelt & Energie
Aufhebung AKW-Neubauverbot
Soll sich der Kanton Bern für eine Aufhebung des Verbots für neue Atomkraftwerke einsetzen?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Kernkraft ist in mehrfacher Hinsicht zielführend: zuverlässige und regulierbare Bandenergie, geringer CO2-Ausstoss, Diversifizierung der Rohstoffe - der Schweizer Mix aus Wasserkraft und Kernkraft ist und bleibt langfristig der klügste Ansatz; Wind und Sonne können nicht in diesem Umfang zur Versorgungssicherheit beitragen.
Ökologische Auflagen Landwirtschaft
Soll der Kanton die ökologischen Anforderungen für verpachtete Landwirtschaftsflächen erhöhen (z.B. Verbot synthetischer Pestizide)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Auch in der Landwirtschaft haben wir bereits mehr als genügend Regulierungen. Die relevante Mehrheit der Landwirte ist an einem nachhaltigen Umgang mit ihren Lebensgrundlagen interessiert. Verbote führen nur zu unsinnigen Verschiebungen: dann wird aus der besten Ackerfläche im Grossen Moos auf einmal eine Biomutterkuhhaltung, nur weil es subventionstechnisch besser "rentiert".
Förderung erneuerbarer Energien
Sollen die kantonalen Förderbeiträge für erneuerbare Energie im Gebäudebereich erhöht werden (z.B. für Heizungsersatz oder Ladeinfrastruktur für Elektromobilität)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Es gibt Probleme, die können wir nicht mit noch mehr Geld lösen. Das Geld, das wir für solche Förderbeiträge ausgeben, fehlt anderswo.
Strengerer Tierschutz
Befürworten Sie strengere Tierschutzregelungen für die Haltung von Nutztieren (z.B. permanenter Zugang zum Aussenbereich)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Noch strengere Auflagen führen zu höheren Preisen und dies wiederum zu mehr Importen mit noch schlechteren Rahmenbedingungen. Zudem hat echter Tierschutz noch ganz andere Komponenten als den Auslauf. Auch hier dürfen wir den Landwirten vertrauen - und Gesetze für die Verhinderung von Missbrauch gibt es bereits zuhauf.
Ausbau Wasserkraft
Befürworten Sie einen Ausbau der Wasserkraftwerke im Grimsel- und Sustengebiet?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Es gibt schlicht kein Argument gegen diesen Ausbau. Er ist nicht nur für die sichere Stromversorgung entscheidend, sondern auch ökologisch eine äusserst sinnvolle Lösung.
Schutz Grossraubtiere
Soll der Kanton Bern den Schutz der Grossraubtiere (Wolf und Luchs) stärker gewichten (z.B. Reduktion der präventiven Abschüsse)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Wir haben definitiv grössere Probleme. Die Wildhüter haben die Gesamtsicht im Auge - sie haben selber ein Interesse an einem gesunden Ökosystem Wald.
Verkehr
ÖV-Ausbau
Soll der Kanton mehr Mittel für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs bereitstellen?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Das führt zu noch mehr Zersiedelung. Mobilität ist insgesamt zu billig und der Deckungsgrad im öffentlichen Verkehr sehr tief. Punktuelle Massnahmen sind im Einzelfall zu prüfen.
Autobahnausbau
Befürworten Sie den geplanten Ausbau der Autobahn A1/A6 bei Bern (u.a. Bypass Bern Ost, Anschluss Wankdorf, Spurausbau Wankdorf-Schönbühl)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Das Schweizer Nationalstrassennetz wurde in einer 5-Millionen-Schweiz geplant, wir leben heute in einer 9-Millionen-Schweiz. Die Behebung von Engpässen ist sinnvoll und angemessen, allerdings gilt auch im Strassenbau nicht automatisch "mehr ist mehr".
Ausbau Langsamverkehr
Soll im Kanton Bern die Infrastruktur für den Langsamverkehr (z.B. Velowege) schneller ausgebaut werden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Nichts spricht gegen mehr Langsamverkehr. Aber das entbindet noch nicht von der Pflicht, mit dem Steuergeld haushälterisch umzugehen. Deshalb "schneller"? Eher nein.
Verbot Tempo 30
Befürworten Sie ein Verbot von Tempo 30 auf verkehrsorientierten Strassen innerorts?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Die Hierarchie im Strassensystem ist für die Verkehrsleitung entscheidend, sonst weicht der Verkehr (gerade mit Navis, die Routen automatisch berechnen) in die Quartiere aus.
Politisches System & Digitalisierung
Digitale Kantonsverwaltung
Soll der Kanton dazu übergehen, seine Dienstleistungen nur noch digital anzubieten ("Digital-Only"-Prinzip)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Dies würde viele (ältere) Menschen überfordern respektive den Zugang zu Dienstleistungen des Kantons erschweren.
Digitale Unterschriftensammlung
Soll sich der Kanton für die Einführung von E-Collecting einsetzen (digitale Unterschriftensammlung für Volksinitiativen und Referenden)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Sofern der Kanton strenge Vorgaben zur Einhaltung des Datenschutzes sowie der Verhinderung von Betrug gewährleisten kann. Zudem muss natürlich auch die handschriftliche Unterschriftensammlung weiterhin möglich bleiben. Gleichzeitig soll eine angemessene Erhöhung der erforderlichen Stimmenzahl vorgenommen werden. Initiativen und Referenden werden viel zu häufig von den grossen Parteien als Werbemittel missbraucht.
Ausbau Entwicklungszusammenarbeit
Soll der Kanton Bern sein finanzielles Engagement bei der Entwicklungszusammenarbeit ausbauen?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Die Entwicklungszusammenarbeit ist ein Element der Aussenpolitik und damit Sache des Bundes.
Strikte Neutralitätspolitik
Soll die Schweiz ihre Neutralität strikter auslegen (Verzicht auf wirtschaftliche Sanktionen)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Die Machtpolitik ist zurück und mit ideologischer Sturheit ist ihr nicht beizukommen. Die Schweiz war nie lupenrein neutral - sie muss sich als Kleinstaat und Mittelmacht mit der Realität engagieren. Dazu benötigt sie Flexibilität, nicht Prinzipienreiterei. Darüber hinaus ist Neutralität gegenüber Staaten, die das Völkerrecht brechen, ethisch problematisch und nur schwer mit einem anderen Prinzip der Schweizer Aussenpolitik, der Humanität, vereinbar. Die Welt ist zu komplex für simple Lösungen.
Sicherheit & Polizei
Ausbau Videoüberwachung
Befürworten Sie einen Ausbau der Videoüberwachung im öffentlichen Raum?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Mit Symptombekämpfung lösen wir die eigentlichen Probleme nicht.
Polizeidienst für Ausländer/-innen
Im Kanton Bern ist für den Polizeidienst die Schweizer Staatsangehörigkeit erforderlich. Sollen in Zukunft auch Ausländer/-innen mit C-Niederlassungsbewilligung zugelassen werden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Für eine Ausübung hoheitlicher Aufgaben - und das ist Polizeiarbeit - scheint mir das nicht angemessen.
Verschärfter Umgang mit Demonstrationen
Soll der Umgang mit Demonstrationen verschärft werden (Verschärfung Bewilligungspflicht, härteres Durchgreifen der Polizei bei unbewilligten Demonstrationen, konsequentere Verrechnung von Polizeikosten)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Jeder und jede sollte die Konsequenzen seines eigenen Handelns tragen. In einer ausgebauten Demokratie wie der Schweiz gibt es zudem weitaus wirksamere Mittel der politischen Betätigung als Demonstrationen. Die Gemeinden suchen zahlreiche Freiwillige für Schul-, Bau-, Finanz- und Kulturkommissionen, die nur darauf warten, das engagierte Menschen sich einbringen.
Nationalität in Polizeimeldungen
Soll im Kanton Bern in Polizeimeldungen standardmässig die Nationalität von Tatverdächtigen genannt werden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Es spricht nichts gegen Transparenz; allerdings wäre es eine Illusion zu glauben, dass damit irgend ein Problem gelöst werden könnte.
Erhöhte Polizeipräsenz
Befürworten Sie eine stärkere sichtbare Präsenz der Polizei?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Das Sicherheitsempfinden der Bevölkerung ist ernst zu nehmen und Prävention ist eine wichtige Säule der Polizeiarbeit.
Werthaltungen
Freie Marktwirtschaft
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Von einer freien Marktwirtschaft profitieren langfristig alle."
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Comment
Das zeigt die Geschichte eindrücklich. Die Schweiz hat ihren breiten Wohlstand der Marktwirtschaft zu verdanken und am deutlichsten zeigt es sich wohl in unserem nördlichen Nachbarland: die Trennung Deutschlands in ein marktwirtschaftliches und ein staatswirtschaftliches Wirtschaftssystem kann als gigantisches Experiment gelesen werden - zum Leid derjenigen, die nicht im marktwirtschaftlichen Teil leben durften.
Vollzeit-Kinderbetreuung
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Für ein Kind ist es am besten, wenn ein Elternteil Vollzeit für die Kinderbetreuung zu Hause bleibt."
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Comment
Meine persönliche Meinung und Erfahrung meint: ja. Andere Familien können allerdings auch zu anderen Lösungen kommen.
Bestrafung Krimineller
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Die Bestrafung Krimineller ist wichtiger als deren Wiedereingliederung in die Gesellschaft."
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Comment
Nein, das Strafrecht stützt auf beides. Die beiden Aspekte gegeneinander auszuspielen, ist nicht hilfreich.
Umweltschutz
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Ein stärkerer Umweltschutz ist notwendig, auch wenn er zu Lasten des Wirtschaftswachstums durchgesetzt werden muss."
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Comment
Das Gegenteil von gut ist gut gemeint. Umweltschutz und Wirtschaft werden von nicht wenigen Akteuren aus ideologischen Gründen gegeneinander ausgespielt und Rezepte aus der sozialistischen Mottenkiste unter dem Vorwand des Umweltschutzes hervorgeholt. Deshalb ist diese Aussage grundsätzlich abzulehnen. Gleichzeitig ist allerdings auch Wirtschaftswachstum nicht alles und der Unterschied zwischen qualitativem und quantitativem Wachstum ist entscheidend.
Comment
Das Anliegen ist richtig, aber es handelt sich dabei um den falschen Weg. Die Immobilienlandschaft leidet schon jetzt unter Fehlanreizen und zu hoher Regulierung. Weitere Subventionen führen nur zu weiteren Verzerrungen, hemmen Investitionen und belasten zudem die Steuerzahler. Der Weg führt über Verdichtung und dazu ist eine Reduktion von Auflagen und Einsprachemöglichkeiten notwendig.