Tabea Estermann
Grünliberale Partei | 06.11
Sozialstaat, Familie & Gesundheit
Förderung gemeinnütziger Wohnungsbau
Soll die Stadt Zug den gemeinnützigen Wohnungsbau stärker unterstützen (z. B. finanzielle Unterstützung von Wohnbaugenossenschaften, Zurverfügungstellung von Bauland)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Einsatz von Sozialdetektiv/-innen
Soll die Stadt bei Verdacht auf Sozialhilfemissbrauch vermehrt Sozialdetektiv/-innen einsetzen?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Sozialhilfe ist ein wichtiges Auffangnetz für Menschen, die Unterstützung benötigen. Wer dieses System missbraucht, schadet seiner Akzeptanz. Bei begründetem Verdacht kann deshalb der gezielte Einsatz von Sozialdetektiven sinnvoll sein – sofern er verhältnismässig ist und der Persönlichkeitsschutz gewahrt bleibt.
Förderung alters- und behindertengerechten Wohnens
Soll sich die Stadt stärker für die Förderung des alters- und behindertengerechten Wohnens einsetzen (z. B. Gutschriften für selbstbestimmtes Wohnen im Alter, Vergabe vergünstigter Umbaukredite)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Alters- und behindertengerechtes Wohnen zu fördern, ist sinnvoll. Entscheidend ist aber, gezielt dort zu unterstützen, wo tatsächlich Bedarf besteht, statt pauschal Gutschriften oder vergünstigte Kredite nach dem Giesskannenprinzip zu verteilen.
Förderung Kinderbetreuung
Soll die Stadt die familienergänzende Kinderbetreuung verstärkt fördern (z. B. Ausbau von Kita-Plätzen, längere Öffnungszeiten der Tagesschulen)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Eine gute familienergänzende Kinderbetreuung verbessert die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und trägt dazu bei, dass gut ausgebildete Fachkräfte im Arbeitsmarkt bleiben können. Wichtig sind genügend Plätze und flexible Angebote, die sich an den Bedürfnissen der Familien orientieren.
Reduzierte Ausgaben im Sozialbereich
Sollen die freiwilligen Ausgaben im Sozialbereich reduziert werden (u.a. Jugend- und Familienberatung, Angebote zur sozialen Integration)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Gut funktionierende Präventions-, Beratungs- und Integrationsangebote können Probleme frühzeitig auffangen und damit langfristig auch Kosten vermeiden. Entscheidend ist aber, dass die Angebote wirksam und zielgerichtet sind und regelmässig auf ihren Nutzen überprüft werden.
Schule & Bildung
Mehr Ressourcen für Schulen
Sollen die städtischen Schulen mehr personelle Ressourcen erhalten (z. B. Klassenassistenzen, Heilpädagog/-innen)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Gute Schulen brauchen genügend personelle Ressourcen – und diese sind heute bereits umfangreich vorhanden. Statt pauschal zusätzliche Stellen zu schaffen, sollten wir die bestehenden Ressourcen effizient einsetzen und dort gezielt verstärken, wo ein konkreter Bedarf ausgewiesen ist.
Separativer Unterricht
Befürworten Sie eine Wiedereinführung von separativ geführten Förderklassen für Kinder mit speziellen Bedürfnissen oder Verhaltensauffälligkeiten an der Volksschule?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Integration ist grundsätzlich sinnvoll, stösst aber dort an Grenzen, wo weder das betroffene Kind noch die Klasse ausreichend profitieren. Deshalb braucht es pragmatische Lösungen: Separate Förderklassen können für einzelne Kinder zeitweise das bessere Umfeld bieten und gleichzeitig Lehrpersonen und Regelklassen entlasten.
Gleiche Bildungschancen
Soll sich die Stadt stärker für gleiche Bildungschancen einsetzen (z. B. mit Förderunterrichtgutscheinen für Schüler/-innen aus Familien mit geringem Einkommen)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Gleiche Bildungschancen sind mir wichtig. Kinder sollen gezielt gefördert werden, wenn sie zusätzliche Unterstützung brauchen – unabhängig vom Einkommen ihrer Eltern. Ob Gutscheine für privaten Förderunterricht dafür das richtige Instrument sind, bezweifle ich jedoch. Die Förderung sollte möglichst wirksam und direkt über die Schule erfolgen.
Obligatorische Frühförderung
Soll die Stadt für fremdsprachige Kinder eine obligatorische Frühförderung einführen (z. B. obligatorischer, von der Stadt finanzierter Spielgruppenbesuch für ein Jahr)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Sprache ist zentral für Integration und einen guten Start in der Schule. Kinder mit ungenügenden Deutschkenntnissen sollten deshalb bereits vor dem Schuleintritt gezielt gefördert werden. Davon profitieren die Kinder selbst, aber auch die gesamte Klasse beim späteren Schuleintritt.
Migration & Integration
Aufnahme Geflüchteter
Soll sich die Stadt dafür einsetzen, dass mehr Geflüchtete aus Lagern direkt vor Ort (z. B. Griechenland) in die Schweiz aufgenommen werden (sogenannte Resettlement-Flüchtlinge)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Humanitäre Hilfe und die Bekämpfung von Fluchtursachen sollen möglichst vielen Menschen zugutekommen. Die Aufnahme einzelner zusätzlicher Kontingente durch den Kanton löst die Probleme in den Herkunfts- und Transitregionen jedoch nicht nachhaltig.
Kündigung Bilaterale Verträge
Soll die Schweiz die Bilateralen Verträge mit der EU kündigen und ein Freihandelsabkommen ohne Personenfreizügigkeit anstreben?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Die Schweiz ist wirtschaftlich und gesellschaftlich eng mit Europa verbunden. Die Bilateralen sichern Marktzugang, Forschung und Mobilität. Ein Modell nach Brexit-Vorbild wäre komplizierter, unsicherer und wirtschaftlich nachteilig.
Stimmrecht für Ausländer/-innen
Sollen Ausländer/-innen, die seit mindestens zehn Jahren in der Schweiz leben, das Stimm- und Wahlrecht auf Gemeindeebene erhalten?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Wer seit vielen Jahren hier lebt, arbeitet, Steuern bezahlt und von politischen Entscheiden betroffen ist, soll grundsätzlich mitbestimmen können. Politische Teilhabe stärkt die Integration und unsere Demokratie.
Verschärfung Einbürgerung
Sollen die Anforderungen für Einbürgerungen erhöht werden (z. B. sprachliche Anforderungen)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Einbürgerungen setzen Integration, Sprachkenntnisse und Respekt vor unserer Rechtsordnung voraus. Darum haben wir die Erhöhung der sprachlichen Voraussetzungen unterstützt, aber dafür sollte die Wohnsitzpflicht in einer gewissen Gemeine abgeschafft werden.
Gesellschaft, Kultur & Ethik
Kürzung Kulturförderung
Soll die Stadt die finanziellen Mittel für die Kulturförderung kürzen?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Kultur trägt zu einer lebendigen und attraktiven Stadt bei. Verschwendung gilt es zu vermeiden, aber wir sollten die Kultur nicht kaputtsparen. Entscheidend ist für mich, dass die Förderung möglichst vielen Menschen zugutekommt und ein vielfältiges, zugängliches Kulturangebot unterstützt – statt abgehobene Projekte ohne Bezug zur Bevölkerung.
Unterstützung Jugendkulturangebote
Soll die Stadt Jugendkulturangebote weiterhin finanziell unterstützen (z. B. industrie45, Jam On Radio und Galvanik)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Jugendkultur schafft Freiräume, Begegnungsmöglichkeiten und trägt zu einer lebendigen Stadt bei. Solche Angebote darf die Stadt unterstützen. Gleichzeitig gilt auch hier: Die Mittel müssen sinnvoll und effizient eingesetzt werden und einen echten Mehrwert für Jugendliche schaffen.
Höhere Eintrittsgebühren für Auswärtige
Befürworten Sie bei städtischen Angeboten (z. B. Museen, Strandbad Zug) höhere Eintrittsgebühren für Auswärtige?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Unterschiedliche Eintrittspreise nach Wohnort schaffen zusätzliche Bürokratie und führen zu fragwürdigen Abgrenzungen. Viele ehemalige Zugerinnen und Zuger besuchen beispielsweise Familie und Freunde in der Stadt – warum sollten sie mehr bezahlen? Einfachheit und unkomplizierter Zugang sind mir hier wichtiger.
Verbot geschlechtsneutraler Sprache
Soll städtischen Stellen (Behörden, Schulen) die Verwendung von geschlechtsneutraler Sprache mittels Genderstern oder ähnlichen Zeichen in der schriftlichen Kommunikation verboten werden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Der liberale Staat soll verständlich kommunizieren. Dafür braucht es praxistaugliche Leitlinien, aber keine sprachpolizeilichen Verbote. Entscheidend sind Lesbarkeit, Respekt und ein verhältnismässiger Umgang.
Finanzen & Steuern
Steuersenkungen
Befürworten Sie weitere Steuersenkungen in den nächsten vier Jahren?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Zug verfügt bereits über eine sehr tiefe Steuerbelastung. Statt dauerhafter Senkungen braucht es Investitionen in Bildung, Infrastruktur, Innovation und Lebensqualität sowie genügend Spielraum für wirtschaftlich schwierigere Zeiten. Mit dem Steuerrabatt haben wir ein Mittel für die Rückverteilung von Überschüssen.
Einkaufsgutscheine bei Budgetüberschüssen
Soll die Stadt Budgetüberschüsse dafür verwenden, allen Einwohner/-innen einen Einkaufsgutschein im Wert von 1’000 Franken für das städtische Gewerbe auszustellen?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Wenn die Stadt hohe Überschüsse erzielt, finde ich Pro-Kopf-Rückvergütungen grundsätzlich spannend: So profitieren alle Einwohnerinnen und Einwohner direkt. Ein Einkaufsgutschein hat zudem den sympathischen Nebeneffekt, dass das Geld dem lokalen Gewerbe zugutekommt. Entscheidend ist, dass die Umsetzung einfach und unbürokratisch bleibt.
Befristete Steuerrabatte
Soll die Stadt bei Budgetüberschüssen befristete Steuerrabatte gewähren?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Der Staat soll nicht dauerhaft mehr Steuern einnehmen, als er für seine Aufgaben benötigt. Befristete Rabatte sind ein flexibles Instrument, sofern genügend Reserven bestehen und notwendige Investitionen gesichert sind. Ebenfalls interessant ist die Rückverteilung über die Krankankassenprämie, wo es eine "pro Kopf" Rückverteilung gibt.
Abschaffung Pauschalbesteuerung
Befürworten Sie die Abschaffung der Besteuerung nach Aufwand («Pauschalbesteuerung» für vermögende Ausländer/-innen)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Die Besteuerung nach Aufwand schafft eine steuerliche Sonderbehandlung, die international zu Recht kritisch gesehen wird und Möglichkeiten für Steuerarbitrage schafft. Ein attraktiver Standort wie Zug hat solche Privilegien nicht nötig.
Erwerb «Unterer Frauenstein»
Eine städtische Initiative fordert, dass die Stadt Zug das Anwesen «Unterer Frauenstein» für 44 Millionen Franken erwirbt und der Bevölkerung zugänglich macht. Befürworten Sie dieses Anliegen?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Die Stadt Zug verfügt über die finanziellen Mittel, und mit dem Kauf würde das Geld langfristig in einen bleibenden Wert für die Bevölkerung investiert. Wenn es gelingt, das Anwesen attraktiv öffentlich zugänglich zu machen und einen schönen Ort für alle zu schaffen, kann eine solche Investition sinnvoll sein.
Wirtschaft & Arbeit
Keine Konkurrenz privater Dienstleistungen
Soll die Stadt auf die Erbringung eigener Dienstleistungen verzichten, falls dadurch private Angebote konkurrenziert werden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Wo Private eine Dienstleistung in guter Qualität und zu fairen Bedingungen anbieten können, muss die Stadt nicht selbst zur Anbieterin werden. Private Unternehmen sind im Wettbewerb oft effizienter und innovativer. Die Stadt soll gute Rahmenbedingungen schaffen und sich auf jene Aufgaben konzentrieren, bei denen es sie tatsächlich braucht.
Weniger Regulierungen für Unternehmen
Soll die Stadt die Regulierungen und Auflagen für Unternehmen reduzieren (z. B. bei Bau- und Lärmvorschriften)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Bauwillige brauchen einfache, digitale und verlässliche Verfahren. Unnötige Bürokratie soll abgebaut werden. Vorschriften zum Schutz von Menschen, Umwelt und Nachbarschaft bleiben jedoch wichtig und sollen möglichst effizient ausgestaltet werden.
Einschränkung Kurzzeitvermietungen
Soll die gewerbliche und kurzfristige Vermietung von Wohnungen (z. B. über Airbnb) stärker eingeschränkt werden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Neue Vermittlungsmodelle fördern Wettbewerb und Innovation. Wo Wohnungen aber faktisch dauerhaft dem regulären Wohnungsmarkt entzogen oder Regeln umgangen werden, sind gezielte und verhältnismässige Massnahmen gerechtfertigt.
Einfrierung Stellenbestand
Befürworten Sie ein Einfrieren des Stellenbestands beim städtischen Verwaltungspersonal?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Die Verwaltung soll mit der Digitalisierung und schlankeren Prozessen effizienter werden. Ein grundsätzliches Einfrieren des Stellenbestands kann den nötigen Anreiz schaffen, neue Aufgaben zuerst durch Produktivitätsgewinne aufzufangen. Wo zusätzliche Stellen für das Bevölkerungswachstum oder neue gesetzliche Aufgaben zwingend notwendig sind, müssen Ausnahmen möglich bleiben.
Einführung Mindestlohn
Befürworten Sie die Einführung eines für alle Arbeitnehmenden geltenden städtischen Mindestlohnes von CHF 4'200 pro Monat für eine Vollzeitstelle?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Ein städtischer Mindestlohn führt zu einem Flickenteppich unterschiedlicher Regelungen und erhöht den administrativen Aufwand für Unternehmen, die in mehreren Gemeinden tätig sind.
Raumplanung
Verdichtetes Bauen
Befürworten Sie eine stärkere Verdichtung der bestehenden Siedlungszonen (z. B. verdichtete Überbauungen, höhere Gebäude)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Zug braucht mehr Wohnraum. Verdichtung nach innen ist dafür zentral, weil sie zusätzlichen Wohnraum schafft, ohne weitere Landschaft zu verbauen. Nicht überall muss höher gebaut werden – identitätsstiftende Ortsbilder und wertvolle Freiräume sollen erhalten bleiben. Aber an geeigneten Orten müssen wir deutlich mehr ermöglichen.
Umnutzung Gewerbe- zu Wohnraum
Soll die Umnutzung von Büro- oder Gewerbeflächen in Wohnraum erleichtert werden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Zug braucht dringend mehr Wohnraum. Wenn Büro- oder Gewerbeflächen nicht mehr entsprechend benötigt werden, sollten sie möglichst einfach und unbürokratisch in Wohnraum umgenutzt werden können. Bestehende Gebäude besser zu nutzen, ist ökologisch wie ökonomisch sinnvoll und kann schneller neuen Wohnraum schaffen als Neubauten.
Zuger Vorrang bei Wohnungsvergabe
Sollen Wohnungen der Stadt vorrangig an Personen vergeben werden, die seit mindestens 10 Jahren im Kanton Zug leben?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Staatlich geförderter Wohnraum soll in erster Linie Menschen zugutekommen, die seit längerer Zeit im Kanton leben und wegen der hohen Wohnkosten ihre Heimat zu verlieren drohen. Eine entsprechende Priorisierung ist deshalb gerechtfertigt und soll transparent umgesetzt werden.
Verkehr
Ausbau Fuss- und Veloverkehr
Befürworten Sie einen raschen Ausbau der Infrastruktur für den Fuss- und Veloverkehr (z. B. Velowege) in der Stadt Zug?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Sichere Fuss- und Velowege sind gesund, platzsparend und klimaschonend. Lücken im Netz müssen rasch geschlossen und gefährliche Stellen prioritär verbessert werden.
Förderung motorisierter Individualverkehr
Befürworten Sie zusätzliche Massnahmen in der Stadt Zug zugunsten des motorisierten Individualverkehrs (z. B. Beseitigung von Engpässen, Kapazitätsausbau, Parkplätze, Bau von Unterführungen)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Zusätzliche Kapazitäten für den Autoverkehr führen oft auch zu zusätzlichem Verkehr. Deshalb braucht es keinen pauschalen Strassenausbau, sondern gezielte Massnahmen dort, wo Engpässe die Sicherheit oder den Verkehrsfluss tatsächlich beeinträchtigen. Priorität haben für mich flächeneffiziente Verkehrsmittel und eine gute Nutzung der bestehenden Infrastruktur.
Flächendeckende Einführung Tempo 30
Soll in der Stadt Zug flächendeckend Tempo 30 eingeführt werden (auch auf Hauptstrassen)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Tempo 30 ist in Quartieren und überall dort sinnvoll, wo es die Sicherheit und Lebensqualität verbessert. Auf Hauptverkehrsachsen braucht es aber kein flächendeckendes Tempo 30, wenn die Verkehrssicherheit auch mit Tempo 50 gewährleistet ist. Entscheidend sind die konkreten Verhältnisse – nicht eine pauschale Regel.
Günstigere ÖV-Preise
Sollen finanzielle Budgetüberschüsse dafür verwendet werden, den öffentlichen Verkehr im Stadtgebiet für die Zuger Bevölkerung günstiger anzubieten?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Der öffentliche Verkehr in Zug ist bereits attraktiv und günstig. Eine zusätzliche Vergünstigung nur für die Zuger Bevölkerung schafft zudem unnötige Bürokratie bei der Abgrenzung. Zusätzliche Mittel investiere ich lieber in Fuss- und Veloverkehr – sie sind noch flächeneffizienter, günstiger und ökologischer.
Umwelt & Energie
Begrünung Stadtraum
Soll der öffentliche Raum der Stadt vermehrt entsiegelt und begrünt werden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Mehr Grün und entsiegelte Flächen sind zentral für die Anpassung an den Klimawandel. Das Prinzip der Schwammstadt hilft, Regenwasser vor Ort aufzunehmen, reduziert die Hitze im Sommer und erhöht gleichzeitig die Aufenthaltsqualität. Wo es sinnvoll möglich ist, sollten wir dieses Potenzial nutzen.
Lockerung Wohnbauvorschriften für Erneuerbare
Sollen für den Ausbau von erneuerbaren Energien die Vorschriften des Ortsbild- und Denkmalschutzes gelockert werden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Ortsbild- und Denkmalschutz sind wichtig, dürfen den Ausbau erneuerbarer Energien aber nicht unnötig blockieren. Wo sich beispielsweise Solaranlagen gut integrieren lassen, braucht es pragmatischere und einfachere Regeln. Klimaschutz und Denkmalschutz müssen sinnvoll miteinander vereinbart werden.
Förderung Solarausbau
Soll die Stadt den Solarausbau stärker fördern (z. B. Förderung von Balkonsolaranlagen)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Solarenergie ist ein zentraler Bestandteil der Energiewende. Einfache Bewilligungsverfahren und gezielte Anschubfinanzierungen können auch Mieterinnen und Mietern ermöglichen, einen eigenen Beitrag zu leisten.
Anreize statt Verbote in Klimapolitik
Soll die Stadt bei den Klimaschutzmassnahmen vollständig auf Anreize und Zielvereinbarungen setzen, statt auf Verbote und Einschränkungen?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Anreize, Innovation und klare Zielvereinbarungen schaffen eine hohe Akzeptanz und fördern wirksame Lösungen. Verbote sollen nur eingesetzt werden, wenn Ziele anders nicht rechtzeitig oder verlässlich erreicht werden können.
Politisches System & Digitalisierung
Digitale Stadtverwaltung
Soll die Stadt dazu übergehen, ihre Dienstleistungen nur noch digital anzubieten («Digital-Only»-Prinzip)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Digitale Dienstleistungen sind einfacher, schneller und kostengünstiger. Der Kanton soll seine Angebote konsequent digitalisieren und wo sinnvoll primär digital anbieten. Für Menschen, die Unterstützung benötigen oder keinen digitalen Zugang haben, müssen jedoch weiterhin angemessene Alternativen bestehen.
Mehr Mittel für Entwicklungszusammenarbeit
Soll die Stadt die Ausgaben für die internationale Entwicklungszusammenarbeit erhöhen?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Internationale Entwicklungszusammenarbeit ist wichtig, aber primär keine Aufgabe einer Stadt. Zug kann bei konkreten Projekten oder in besonderen Situationen gezielt und wirkungsvoll helfen. Einen generellen Ausbau der städtischen Ausgaben dafür halte ich jedoch nicht für sinnvoll.
Strikte Neutralitätspolitik
Soll die Schweiz ihre Neutralität strikt auslegen (weitgehender Verzicht auf wirtschaftliche Sanktionen)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Neutralität bedeutet nicht, bei schweren Verletzungen des Völkerrechts wegzuschauen. Die Schweiz soll politisch unabhängig bleiben, sich aber gemeinsam mit ihren wichtigsten Partnern an gezielten wirtschaftlichen Sanktionen beteiligen können. Gerade als internationaler Finanz- und Wirtschaftsstandort tragen wir Verantwortung.
Sicherheit & Polizei
Ausbau Videoüberwachung
Befürworten Sie einen Ausbau der Videoüberwachung im öffentlichen Raum?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Wo konkrete Sicherheitsprobleme bestehen, kann Videoüberwachung gezielt und verhältnismässig sinnvoll sein. Eine flächendeckende Überwachung des öffentlichen Raums lehne ich aber ab. Sicherheit ist wichtig – einen Überwachungsstaat wollen wir nicht.
Unterstützung Opfer sexualisierter Gewalt
Soll die Stadt das Hilfs- und Unterstützungsangebot für Opfer von sexualisierter Gewalt ausbauen?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Opfer sexualisierter Gewalt brauchen schnellen, niederschwelligen und professionellen Zugang zu Hilfe. Entscheidend ist, dass Beratung, medizinische Unterstützung und die Vermittlung an spezialisierte Stellen gut funktionieren und Betroffene nicht zwischen verschiedenen Zuständigkeiten verloren gehen.
Erhöhte Polizeipräsenz
Befürworten Sie eine stärker sichtbare Präsenz der Polizei in der Stadt Zug (z. B. mehr Rundgänge der Polizei in der Nacht)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Eine sichtbare Polizeipräsenz kann Sicherheit schaffen und präventiv wirken, insbesondere nachts und an Orten, an denen es wiederholt zu Problemen kommt. Dabei geht es nicht um möglichst viel Kontrolle, sondern um eine gezielte und bürgernahe Präsenz dort, wo sie tatsächlich etwas bringt.
Geschützte Einrichtung zum Drogenkonsum
Befürworten Sie die Schaffung einer geschützten Einrichtung für Drogenabhängige zum Konsum (sog. Kontakt- und Anlaufstelle)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Suchtprobleme verschwinden nicht, indem man sie aus dem öffentlichen Raum verdrängt. Eine professionell geführte Kontakt- und Anlaufstelle kann Gesundheitsrisiken reduzieren, Betroffene besser erreichen und gleichzeitig den öffentlichen Raum entlasten. Entscheidend sind klare Regeln und die Einbettung in Beratungs- und Ausstiegsangebote.
Werthaltungen
Freie Marktwirtschaft
Wie beurteilen Sie folgende Aussage: "Von einer freien Marktwirtschaft profitieren langfristig alle."
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Comment
Eine freie Marktwirtschaft ist das effizienteste System, um Ressourcen sinnvoll einzusetzen und Innovation zu fördern. Damit sie allen zugutekommt, braucht sie jedoch klare Spielregeln des Staates – insbesondere zum Schutz von Umwelt, Menschenrechten und fairem Wettbewerb.
Staatliche Umverteilung
Wie beurteilen Sie folgende Aussage: "Es ist notwendig, dass der Staat durch Umverteilung die Einkommens- und Vermögensunterschiede ausgleicht."
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Comment
Ein starker Sozialstaat soll sicherstellen, dass niemand durchs Netz fällt und alle faire Chancen erhalten. Umverteilung ist für mich aber kein Selbstzweck. Wer arbeitet, Verantwortung übernimmt oder unternehmerische Risiken eingeht, soll davon auch profitieren können. Entscheidend ist ein verlässliches soziales Netz – nicht möglichst kleine Einkommens- und Vermögensunterschiede.
Bestrafung Krimineller
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Die Bestrafung Krimineller ist wichtiger als deren Wiedereingliederung in die Gesellschaft."
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Comment
Strafen sind wichtig, um Recht durchzusetzen und präventiv zu wirken. Langfristig profitiert die Gesellschaft aber am meisten, wenn Straftäterinnen und Straftäter erfolgreich resozialisiert werden und nach der Strafe wieder Verantwortung übernehmen können.
Umweltschutz zulasten Wirtschaftswachstum
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Ein stärkerer Umweltschutz ist notwendig, auch wenn er zulasten des Wirtschaftswachstums durchgesetzt werden muss."
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Comment
Umweltschutz und wirtschaftlicher Erfolg sind kein Widerspruch. Nachhaltiges Wachstum entsteht durch Innovation, effizienten Ressourceneinsatz und erneuerbare Technologien. Nur so sichern wir langfristig unseren Wohlstand und die Lebensgrundlagen künftiger Generationen.
Comment
Zug braucht mehr Wohnraum – auch gemeinnützigen. Geförderter Wohnraum soll dabei insbesondere Menschen zugutekommen, die in Zug verankert sind. Grundsätzlich halte ich jedoch die Subjektförderung für effizienter als die Objektförderung: Unterstützen wir gezielt jene Haushalte, bei denen die hohen Wohnkosten tatsächlich zum Problem werden.