Julius Praetorius
GRÜNE | 05.010 | Incumbent
Sozialstaat & Familie
Stiftung gemeinnütziger Wohnungsbau
Soll die Stadt Winterthur eine Stiftung für gemeinnützigen Wohnungsbau schaffen?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Einsatz von Sozialdetektiv/-innen
Soll die Stadt Winterthur bei Verdacht auf Sozialhilfemissbrauch Sozialdetektiv/-innen einsetzen?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Mit tiefen Betrugsquoten und hohen grundrechtlichen Einschnitten, gäbe es wohl bessere Wege, die Systemgerechtigkeit zu sichern.
Barrierefreies Wohnen
Soll sich die Stadt vermehrt für die finanzielle Förderung des alters- und behindertengerechten Wohnens im Sinne von barrierefreier Bauweise einsetzen?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Denn das fördert nicht nur die soziale Inklusion, sondern entlastet langfristig auch die öffentlichen Haushalte, da teure stationäre Pflegeheimaufenthalte verzögert oder ganz vermieden werden können.
Kürzung Sozialausgaben
Sollen die freiwilligen Ausgaben im Sozialbereich reduziert werden (u.a. Jugend- und Familienberatung, Angebote zur sozialen Integration)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Kurzfristig vielleicht gespart, aber langfristig führt das zu massiven Mehrbelastungen bei den gesetzlichen Pflichtleistungen, etwa durch eine Zunahme von Sozialhilfeabhängigkeit, Jugendarbeitslosigkeit oder notwendigen stationären Massnahmen in der Kinder- und Jugendhilfe.
Neubau Alterszentrum Adlergarten
Befürworten Sie den geplanten Erweiterungsneubau des Alterszentrums Adlergarten (obligatorisches Referendum über den Ausführungskredit von rund CHF 85 Mio.)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Der Erweiterungsbau ist notwendig, um der demografischen Entwicklung und der damit verbundenen Zunahme pflegebedürftiger Personen in Winterthur gerecht zu werden.
Wohnungsvergabe an Einwohnende
Sollen Wohnungen im Besitz der Stadt Winterthur vorrangig an Personen vergeben werden, welche bereits in der Stadt Winterthur leben?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Abgesehen von Diskriminierung wird es Fachkräften oder Personen mit dringendem Wohnbedarf von ausserhalb erschwert, in die Stadt zu ziehen, was die wirtschaftliche Dynamik Winterthurs hemmen kann. Jedoch muss geschaut werden, wie wir insbesondere Familien und Senior*innen dabei helfen, in ihrem gewohnten sozialen Umfeld zu bleiben.
Schule & Bildung
Separativer Unterricht
Sollten Kinder mit geringen Deutschkenntnissen zunächst in separaten Klassen unterrichtet werden, bis sie ein bestimmtes Sprachniveau erreicht haben?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Es dürfen keine Parallelgesellschaften entstehen und wir brauchen klassenübergreifende Programme für soziale Integration. Aber separate Klassen verhindern Überforderung bei den betroffenen Schüler*innen und stellen gleichzeitig sicher, dass der Unterrichtsfluss in den Regelklassen für die restlichen Schüler*innen nicht verlangsamt wird.
Tagesschulen
Sollen alle Schulen der Stadt Winterthur in Zukunft als freiwillige Tagesschulen geführt werden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Tagesschulen ermöglichen es Eltern, Beruf und Familie besser zu vereinbaren, indem sie verlässliche Betreuungsstrukturen bieten. Gleichzeitig fördern sie die Chancengerechtigkeit: Alle Kinder erhalten unabhängig vom Elternhaus Zugang zu Mittagessen, Hausaufgabenhilfe und strukturierter Freizeitgestaltung. Aber ich sehe auch die Bedenken, dass Ausweitung der schulischen Präsenzzeit die Erziehungshoheit und die Zeit für das Familienleben beschneiden kann.
Handyverbot an Schulen
Befürworten Sie die Einführung eines strikten Handyverbotes an allen Winterthurer Volksschulen?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Bereits heute können Schulen schon über ein solches Verbot verfügen - wenn sie das wollen. Es würde vermutlich dabei helfen, dass wieder mehr zusammen gespielt wird und es weniger Cyber-Mobbing gibt, dennoch verhindert ein striktes Verbot den begleiteten Erwerb von Medienkompetenz. Anstatt Handys zu verbannen, sollten sie als Lernwerkzeuge in den Unterricht integriert werden, um einen verantwortungsbewussten Umgang mit Technik unter Aufsicht zu erlernen.
Gleiche Bildungschancen
Soll sich die Stadt stärker für gleiche Bildungschancen einsetzen (z.B. mit Förderunterrichtsgutscheinen für Schüler/-innen aus Familien mit geringem Einkommen)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Es würde Startnachteile ausgleichen, soziale Mobilität fördern und dafür sorgen, dass schulischer Erfolg stärker vom Talent als vom Geldbeutel der Eltern abhängt.
Migration & Integration
Kündigung Bilaterale Verträge
Soll die Schweiz die Bilateralen Verträge mit der EU kündigen und ein Freihandelsabkommen ohne Personenfreizügigkeit anstreben?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Ohne die Bilateralen gefährden wir den hindernisfreien Zugang zu unserem wichtigsten Exportmarkt und schaden dem Wohlstand. Ohne Personenfreizügigkeit verschärft sich zudem der Fachkräftemangel, was den Schweizer Wirtschafts- und Forschungsstandort massiv schwächt.
Stimmrecht für Ausländer/-innen
Sollen Ausländer/-innen, die seit mindestens zehn Jahren in der Schweiz leben, das aktive Stimm- und Wahlrecht auf Gemeindeebene erhalten?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Wer seit zehn Jahren hier lebt, arbeitet und Steuern zahlt, sollte über lokale Angelegenheiten (wie Schulhausbauten oder Quartiergestaltung) mitentscheiden dürfen. Das stärkt die Integration und bildet die Zusammensetzung der tatsächlichen Stimmbevölkerung besser ab.
Abschaffung Wohnsitzpflicht
Soll die Stadt Winterthur die derzeit bestehende Wohnsitzpflicht von mindestens 2 Jahren in der Stadt vor einer Einbürgerung abschaffen?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Die Abschaffung beseitigt unnötige bürokratische Hürden für gut integrierte Personen, die innerhalb der Schweiz umziehen. Es verhindert, dass die Wartefrist für den Schweizer Pass bei jedem Wohnortswechsel über die Gemeindegrenze hinweg von vorn beginnt.
Gebührenfreie Einbürgerung unter 25
Soll die Stadt Winterthur auf die Erhebung von Gebühren bei der Einbürgerung von unter 25-Jährigen verzichten (derzeit CHF 600)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Ein Verzicht fördert die frühe politische Teilhabe und stellt sicher, dass die Einbürgerung nicht am Geldbeutel scheitert, sondern als Wertschätzung gegenüber der in Winterthur aufgewachsenen Generation verstanden wird.
Selbstfinanzierte Sprachkurse für Ausländer/-innen
Sollen neu zugezogene Ausländer/-innen Sprachkurse auf eigene Kosten besuchen müssen?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Hohe Kosten können einkommensschwache Personen davon abhalten, rechtzeitig Deutsch zu lernen, was die soziale Isolation verstärkt und den Zugang zum Arbeitsmarkt erschwert. Staatlich finanzierte Kurse garantieren hingegen eine schnelle & qualitativ gute Integration, was langfristig Folgekosten (z. B. Sozialhilfe) reduziert.
Gesellschaft, Kultur & Ethik
Ausbau Stadion Schützenwiese
Befürworten Sie den geplanten Ausbau des Stadions Schützenwiese für CHF 35.1 Mio.?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Der Ausbau ist wichtig, damit der FC Winti die Anforderungen der Swiss Football League erfüllen kann. Ein modernes Stadion sichert den Verbleib im Profifussball.
Ausbau Kulturförderung
Soll die städtische Kulturförderung ausgebaut werden (z.B. finanzielle Unterstützung von Institutionen oder Projekten, Zurverfügungstellung von vergünstigten Räumen)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Ein Ausbau der Kulturförderung hält Winterthur lebendig und attraktiv für alle Generationen. Vergünstigte Räume und finanzielle Starthilfe ermöglichen eine vielfältige Kulturszene, die den Austausch fördert und sicherstellt, dass gute Ideen nicht an zu hohen Kosten scheitern.
Finanzierung Internationale Kurzfilmtage
Soll die Stadt Winterthur angesichts des Wegfalls eines Hauptsponsors ihren finanziellen Beitrag an die Internationalen Kurzfilmtage erhöhen (derzeit CHF 700'000)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Die Kurzfilmtage sind international bekannt und machen Winterthur berühmt. Mit mehr Geld sichert die Stadt dieses wichtige Festival, schützt Arbeitsplätze und sorgt dafür, dass Winterthur ein bedeutender Kulturstandort bleibt.
Verbot geschlechtsneutraler Sprache
Soll der Verwaltung und den Schulen in Winterthur die Verwendung geschlechtsneutraler Sprache mittels Genderstern oder ähnlichen Zeichen verboten werden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Ein Verbot würde die natürliche Sprachentwicklung bremsen und die Bemühungen um Inklusion und Gleichstellung in einer modernen, vielfältigen Stadtverwaltung zunichtemachen.
Finanzen & Steuern
Kostenmiete statt Marktmiete
Soll die Stadt ihre Wohnliegenschaften auf Basis der Kostenmiete anstelle der Marktmiete vermieten?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Die öffentliche Hand darf Wohnraum nicht als Finanzanlage betrachten, sondern muss ihn als Daseinsvorsorge sichern. Eine Abkehr von der Marktmiete hin zur Kostenmiete ist das wirksamste Mittel gegen Verdrängung und Gentrifizierung.
Steuersenkung
Soll der Steuerfuss der Stadt Winterthur gesenkt werden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Angesichts der anstehenden Investitionen – insbesondere im Schulbau und bei der Infrastruktur – wäre eine Steuersenkung zum jetzigen Zeitpunkt fahrlässig. Winterthur erbringt als zweitgrösste Stadt im Kanton wichtige Zentrumsleistungen (Kultur, Soziales, Verkehr), die finanziert werden müssen. Die Kritiker sollten lieber mal schauen, dass uns der bürgerliche Kantonsrat kein Geld streicht für den Zentrumslastenausgleich.
Schuldenabbau
Soll die Stadt Winterthur dazu verpflichtet werden, ihre Schulden bis 2050 auf das Niveau der jährlichen Steuereinnahmen zu reduzieren?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Als gelehrter Ökonom widerspreche ich dem Vorgehen vehement. Schulden, die für Zukunftsinvestitionen eingesetzt werden, rechnen sich langfristig - das ist ökonomisches Einmaleins und erfordert nicht viel Hirn. Eine derart starre Schuldenbremse würde die Entwicklung der Stadt abwürgen, da Winterthur vor gewaltigen Investitionen steht, die sich nicht allein aus laufenden Einnahmen finanzieren lassen.
Einstellungsstopp Stadtverwaltung
Befürworten Sie ein Einfrieren des Stellenbestands beim städtischen Verwaltungspersonal?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Wer glaubt, man saniere einen Haushalt, indem man die Verwaltung künstlich amputiert, betreibt eine gefährliche Milchbuchrechnung: Wenn Baugesuche mangels Personal monatelang liegen bleiben, blockiert das Investitionen in Millionenhöhe und würgt die lokale Wertschöpfung ab. Zudem führt der Stopp oft nur zu teuren Ausweichmanövern, bei denen Aufgaben für den doppelten Preis an externe Berater vergeben werden. Einfach Unsinn!!!
Wirtschaft & Arbeit
Public-Private-Partnerships
Soll die Stadt Winterthur in Zukunft bei Grossprojekten vermehrt Partnerschaften mit privaten Unternehmen eingehen (sog. Public-Private-Partnerships)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Zusammenarbeit mit privaten Firmen ist kein Wundermittel, kann aber helfen, wenn das Geld knapp ist und es schnell gehen muss. Aber Vorsicht: Investoren wollen Gewinn machen. Das kommt uns am Ende oft teurer zu stehen, als wenn die Stadt selbst einen günstigen Kredit aufnimmt. Deshalb gilt: Wir sollten das nur machen, wenn es wirklich Vorteile bringt. Die Stadt muss das Sagen behalten. Es darf nicht sein, dass Firmen die Gewinne einstreichen, aber wir Bürger zahlen, wenn etwas schiefgeht.
Lohngleichheit Frauen/Männer
Soll die Lohngleichheit von Frauen und Männern bei Unternehmen, die Aufträge von der Stadt erhalten, durch die Stadt strenger kontrolliert werden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Wer öffentliche Aufträge will, muss sich an die Gesetze halten – das ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Steuergelder dürfen keine Diskriminierung finanzieren. Die Erfahrung zeigt leider, dass Freiwilligkeit oft nicht funktioniert. Die Stadt muss ihre Marktmacht nutzen: Nur mit strengen Kontrollen verhindern wir, dass Unternehmen, die Frauen schlechter bezahlen, sich durch Lohndumping einen unfairen Wettbewerbsvorteil gegenüber anständigen Firmen erschleichen.
Bessere Arbeitsbedingungen Stadtpersonal
Sollen die Anstellungsbedingungen von städtischen Angestellten verbessert werden (Lohn, Arbeitszeit, Ferien etc.)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Winterthur muss als Arbeitgeber attraktiv bleiben, um im Wettbewerb um Fachkräfte (gerade gegen Zürich) nicht zu verlieren. Doch pauschale Verbesserungen nach dem Giesskannenprinzip sind vielleicht nicht das Richtige. Der faire Kompromiss wäre, die hohe Arbeitsplatzsicherheit beim Staat als geldwerten Vorteil anzurechnen, aber dort gezielt nachzubessern, wo echter Mangel herrscht (z.B. IT & Ingenieure). Wir brauchen definitiv marktgerechte Löhne für gute Arbeit.
Parkbewilligungen für Schichtarbeitende
Sollten Schichtarbeiter, welche nicht mit dem ÖV zu ihrem Arbeitsplatz fahren können, Parkbewilligungen in der blauen Zone erhalten?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Grundsätzlich sind Arbeitgeber in der Pflicht, Parkplätze zu stellen. Aber wo das baulich unmöglich ist, darf die Stadt Schichtarbeitende nicht im Stich lassen. Bewilligungen ja, aber nur gegen Nachweis, dass kein ÖV verfügbar ist, und zu marktüblichen Preisen. So verhindern wir Missbrauch, nehmen die Arbeitgeber nicht aus der Verantwortung, ermöglichen aber denjenigen das Parken, die wirklich darauf angewiesen sind.
Verkehr & Raumplanung
Verdichtetes Bauen
Befürworten Sie eine stärkere Verdichtung der bestehenden Siedlungszonen (z.B. verdichtete Überbauungen, höhere Gebäude)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Verdichtung Ja, aber sie darf kein Freibrief für monotone Betonwüsten und Profitmaximierung sein. Wir brauchen Qualität vor Quantität: Mehr Höhe an z.B. Verkehrsknotenpunkten ist sinnvoll, aber nur, wenn wir im Gegenzug grüne Oasen und Begegnungszonen am Boden strikt schützen und ausbauen. Dichte braucht Ausgleich. Wenn wir klug bauen, das heisst architektonisch hochwertig und klimagerecht, gewinnen wir Urbanität, ohne den Charme der Gartenstadt zu opfern.
Ökologische Mindeststandards im Bau
Soll die Stadt im Rahmen der neuen Bau- und Zonenordnung strengere ökologische Mindeststandards bei Neubauten und Gebäudesanierungen vorschreiben?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Der Gebäudesektor ist der schlafende Riese beim Klimaschutz. Was wir heute bauen, steht sicher die nächsten 50 Jahre --> bauen wir nach veralteten Standards, zementieren wir die Energieverschwendung für Generationen. Nur mit verbindlichen, ambitionierten Vorgaben für Dämmung, Heizung und Begrünung erreichen wir das Netto-Null-Ziel. Zudem schützen wir Eigentümer und Mieter langfristig vor explodierenden Energiepreisen.
Lockerung Denkmal- und Ortsbildschutz
Sollen Bauvorhaben durch geringere Denkmal- und Ortsbildschutzkriterien beschleunigt werden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Das einmalige Stadtbild ist kein Zufallsprodukt, sondern unser Identitätsanker. Einmal abgerissen, ist das kulturelle Erbe für immer verloren. Ich denke aber bei "normalen" Altbauten pragmatischer zu werden, wäre verkraftbar. Und lieber einen strengen Schutz für das äussere Stadtbild, aber viel mehr Freiheit im Inneren und bei der Energietechnik.
Sanierung Campingplatz Schützenweiher
Befürworten Sie die Pläne zur umfassenden Sanierung des Campingplatzes am Schützenweiher?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Die Sanierung des Campingplatzes zielt darauf ab, den Campingplatz in ein steriles 4-Sterne-Resort für Touristen zu verwandeln und zerstört dabei bewusst den Lebensraum von rund 50 Dauercampern. In Zeiten akuter Wohnungsnot alternativen Wohnraum zu vernichten, sehe ich als falsch. Winterthur braucht Vielfalt und Nischen für alternative Lebensentwürfe.
Velowege statt Parkplätze
Sollen Velowege in den Quartieren auch ausgebaut werden, wenn dafür Parkplätze reduziert werden müssen?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Der öffentliche Raum ist kostbar. Er gehört den Menschen, die sich bewegen, nicht stehenden Autos. Wer möchte, dass die Bevölkerung aufs Velo umsteigt, muss dem Verkehrsmittel auch physisch Platz einräumen. Ein sicherer Schulweg wiegt moralisch schwerer als der Anspruch auf einen günstigen Parkplatz direkt vor der Haustür.
Verzicht auf Tram- und S-Bahn-Ausbau
Soll der öffentliche Verkehr in Winterthur auch in Zukunft ausschliesslich mit Bussen betrieben werden (Verzicht auf Tramlinien/innerstädtische S-Bahn)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Ein Bus kann niemals die Kapazität und den Komfort einer Schienenbahn bieten. Langfristig brauchen wir Schienen. Bis dahin wäre es schlauer, konsequent vom Individualverkehr getrennte Spuren zu schaffen. Das bietet sofort die Schnelligkeit einer Bahn zu den Kosten eines Busses. Gleichzeitig müssen wir diese Korridore so planen, dass wir dort in 20 Jahren Schienen legen könnten, wenn die Busse nicht mehr reichen.
Förderung motorisierter Individualverkehr
Befürworten Sie zusätzliche Massnahmen in Winterthur zugunsten des motorisierten Individualverkehrs (z.B. Verbesserung Verkehrsfluss)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Die Stadt der Zukunft gehört dem Menschen, nicht dem Auto. Komfortsteigerungen für den privaten Autoverkehr setzen da das völlig falsche Signal. Doch Ideologie darf nicht blind machen: Für das Gewerbe, Pflegedienste oder mobilitätseingeschränkte Personen bleibt das Auto ein notwendiges Werkzeug. Damit diese unverzichtbaren Fahrten möglich bleiben, müssen wir den reinen Bequemlichkeits-Verkehr konsequent verdrängen. Kurzfristig braucht es aber Engpass-Beseitigung für besseren Verkehrsfluss.
Umwelt & Energie
Bau von Windkraftanlagen
Befürworten Sie den Bau von Windkraftanlagen auf dem Gebiet der Stadt Winterthur?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Gerade in Zeiten von Energieengpässen und mächtigen fossilen Regimen, müssen wir auf lokale Stromproduktion setzen, damit unsere regionale Versorgungssicherheit gesichert wird.
Förderung Fernwärmeanschluss
Sollen die Kosten für den Fernwärmeanschluss von Häusern durch die Stadt übernommen werden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Die Übernahme schafft einen starken finanziellen Anreiz für Hauseigentümer*innen, zügig von fossilen Heizungen auf klimafreundliche Fernwärme umzusteigen. Die Förderung sollte gezielt dort helfen, wo die Kosten zu hoch sind, ohne dabei das Stadtbudget zu sprengen oder andere umweltfreundliche Heizungen zu benachteiligen.
Förderung Dach- und Fassadenbegrünung
Soll die Stadt die Begrünung von Fassaden und Hausdächern finanziell fördern?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Da Winti wächst und wir Platz für Begrünung effizient nutzen müssen, ist die Begrünung von Fassaden und Dächern essenziell. Wir gewinnen dadurch viel Fläche ohne Nutzenkonflikte. Das schafft auch in engem Stadtraum angenehme Oasen und Erholungsgebiete. Ich hatte die Stadt schon mit einem Vorstoss dazu animiert, bei Ihren eigenen Gebäuden auf diese Art der Begrünung zu achten.
Begrünung Stadtraum
Soll die Stadt den öffentlichen Raum der Stadt Winterthur (u.a. Strassen, Plätze, Parks) schneller entsiegeln und begrünen?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Aber natürlich! Denn das sind unweigerlich Schritte zur Anpassung und Gesundheit von Winti. Begrünte Flächen schützen vor Hochwasser, kühlen die Umgebung an heissen Tagen und fördern die Biodiversität, was direkt die Lebensqualität für alle Winterthurer*innen verbessert.
Politisches System & Digitalisierung
Engere Beziehungen zur EU
Befürworten Sie engere Beziehungen zur Europäischen Union (EU)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Engere Beziehungen sichern den Schweizer Unternehmen einen dauerhaften und diskriminierungsfreien Zugang zum EU-Binnenmarkt, unserem wichtigsten Handelspartner. Gerade in diesen Zeiten brauchen wir Schulterschluss statt Abschottung. Zudem stärken neue Abkommen unsere Versorgungssicherheit und die Innovationskraft. Wäre aber schön, wenn wir unsere direkte Demokratie dabei nicht schwächen.
Digitale Stadtverwaltung
Soll die Stadt ihre Leistungen primär online und nicht mehr zwingend am Schalter anbieten (Digital-First-Prinzip)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Digitale Angebote sparen Zeit und Kosten, da Behördengänge unabhängig von Öffnungszeiten bequem von zu Hause erledigt werden können. Dies beschleunigt die Prozesse in der Verwaltung, entlastet das Personal von Routineaufgaben und entspricht dem modernen Nutzungsverhalten der Mehrheit der Bevölkerung. Dabei müssen wir aber schauen, dass ein Fokus auf Online-Dienste Menschen ohne digitale Kompetenzen, wie ältere Personen oder Menschen mit Sprachbarrieren nicht zu sehr benachteiligen.
Ausbau Auslandshilfe
Soll die Stadt Winterthur die Auslandshilfe ausbauen (aktuell rund CHF 100'000)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
In Zeiten sinkender Solidarität weltweit, in denen sich alle auf sich selbst fokussieren, wäre es ein starkes Zeichen, wenn Winterthur als wohlhabende Stadt eine moralische Mitverantwortung für die Bewältigung globaler Krisen trägt.
Strikte Neutralitätspolitik
Soll die Schweiz ihre Neutralität strikt auslegen (weitgehender Verzicht auf wirtschaftliche Sanktionen)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Wenn wir wirklich neutral sein wollen, sollten wir vielleicht auch damit aufhören, Waffen in Kriegsgebiete zu liefern und dubiose Geschäfte von Regimen bei uns zu dulden und zu bewerkstelligen.
Sicherheit & Polizei
Verbot automatisierter Gesichtserkennung
Soll der Einsatz automatisierter Gesichtserkennung durch die Stadtpolizei weiterhin verboten bleiben?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Automatisierte Gesichtserkennung im öffentlichen Raum ermöglicht eine lückenlose Überwachung, die dazu führen kann, dass Menschen sich aus Angst vor Verwechslungen oder Registrierung nicht mehr frei verhalten, was die demokratische Freiheit und das Versammlungsrecht gefährdet. Ausserdem verliert die Polizei dadurch an Vertrauen und Bevölkerungsnähe.
Massnahmen gegen Littering
Soll in Winterthur mehr gegen das Liegenlassen von Abfall (Littering) unternommen werden (z.B. höhere Bussen, mehr Kontrollen)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Finde ich eine gute Idee, denn sie wirken abschreckend, verbessern die Lebensqualität in öffentlichen Räumen und reduzieren die hohen Kosten für die städtische Reinigung, welche die Steuerzahlenden sonst tragen müssen.
Massnahmen gegen Drogenkonsum
Soll die Stadt mehr Massnahmen gegen den Drogenkonsum am Merkurplatz ergreifen (z.B. Wegweisungen, mehr Polizeipräsenz)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Repressive Massnahmen wie Wegweisungen lösen die Suchtproblematik nicht, sondern verdrängen die Szene lediglich in umliegende Quartiere oder private Hinterhöfe. Jedoch sollte dem Entstehen einer offenen Drogenszene mit Begleitkriminalität klar entgegengewirkt werden, auch mit Präsenz der Polizei.
Engagement gegen häusliche Gewalt
Soll sich die Stadt stärker gegen häusliche Gewalt engagieren (z.B. mehr finanzielle Mittel für Frauenhäuser und Präventionskampagnen)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Opfer müssen jederzeit sofortigen Schutz und professionelle Beratung finden, was Leben retten kann. Verstärkte Präventionskampagnen sensibilisieren zudem das Umfeld, fördern das Meldeverhalten und helfen dabei, Gewaltspiralen frühzeitig zu durchbrechen, was langfristig auch die sozialen Folgekosten reduziert.
Erhöhte Polizeipräsenz
Befürworten Sie eine stärker sichtbare Präsenz der Polizei in Winterthur (z.B. mehr Rundgänge der Polizei in der Nacht)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Das würde das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung im öffentlichen Raum erhöhen und abschreckend auf potenzielle Straftäter wirken. Wichtig dabei ist, ein Gefühl von Sicherheit statt Überwachung zu bieten.
Werthaltungen
Freie Marktwirtschaft
Wie beurteilen Sie folgende Aussage: "Von einer freien Marktwirtschaft profitieren langfristig alle."
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Comment
Diese These ist ein gefährlicher Mythos. Ein völlig entfesselter Markt belohnt nicht den Anständigen, sondern den Rücksichtslosen; er macht den Profit zum Götzen und den Menschen zur schlichten Ressource. Ökonomisch führt der unregulierte Markt zwangsläufig dazu, dass sich Vermögen bei wenigen akkumuliert, während die breite Masse im ständigen Existenzkampf aufgerieben wird. Ein System, das Effizienz über Nächstenliebe und Rendite über Würde stellt, dient am Ende niemandem.
Staatliche Umverteilung
Wie beurteilen Sie folgende Aussage: "Es ist notwendig, dass der Staat durch Umverteilung die Einkommens- und Vermögensunterschiede ausgleicht."
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Comment
Eine Gesellschaft, die extreme Ungleichheit toleriert, wird innerlich krank; sie tauscht Solidarität gegen soziale Kälte. Umverteilung und eine starke öffentliche Hand sind daher kein „Diebstahl“ an den Leistungsträgern, sondern der Preis für Zivilisation und inneren Frieden. Jeder Erfolg baut auf der Infrastruktur, der Bildung und dem Rechtsfrieden auf, den die Gemeinschaft finanziert hat. Wer viel profitiert, muss proportional mehr zurückgeben, damit das Fundament nicht bröckelt.
Bestrafung von Kriminellen
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Die Bestrafung Krimineller ist wichtiger als deren Wiedereingliederung in die Gesellschaft."
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Comment
Fakt ist: Fast alle Inhaftierten kommen irgendwann wieder frei. Setzen wir im Vollzug nur auf Härte und Wegsperren statt auf Resozialisierung, entlassen wir Menschen ohne Perspektive, die oft gefährlicher sind als zuvor. Erfolgreiche Wiedereingliederung ist daher der effektivste Schutz für potenzielle zukünftige Opfer. Dennoch braucht es bei schwersten Verbrechen eine spürbare Bestrafung als Reaktion für das Unrecht und Genugtuung für die Opfer. Das führt hoffentlich auch zu Abschreckung.
Umweltschutz
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Ein stärkerer Umweltschutz ist notwendig, auch wenn er zulasten des Wirtschaftswachstums durchgesetzt werden muss."
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Comment
Umweltschutz als Last zu sehen, ist keine Wirtschaftspolitik, sondern Selbstbetrug. Wir erwirtschaften derzeit Scheingewinne, indem wir die gigantischen Kosten für Klimaschäden und Ressourcenerschöpfung einfach aus der Bilanz streichen und auf die Zukunft abwälzen. Das ist kein kluges Wirtschaften, sondern schlechtes Management. Echter Umweltschutz zwingt uns, effizienter zu werden und neue Technologien zu entwickeln. Das schafft Arbeitsplätze und Innovationen.
Comment
Super Idee! Durch das schaffen wir Langfristigkeit und Unabhängigkeit von Gewinninteressen, um dauerhaft bezahlbaren Wohnraum für einkommensschwache Gruppen zu sichern, sozial ausgewogene Quartiere zu fördern und Winti lebenswert zu gestalten