Daniele Martinetti
FDP.Die Liberalen | 01.03
Sozialstaat, Familie & Gesundheit
Preisgünstiger Wohnraum
Soll der Kanton Graubünden zusätzliche Massnahmen ergreifen, um günstigen Wohnraum zu fördern (z. B. Verkaufsverbot kantonaler Liegenschaften, stärkere kantonale Eingriffe in den Immobilienmarkt)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Erhöhung Kinder- und Ausbildungszulagen
Aktuell betragen die Kinderzulagen CHF 240 und die Ausbildungszulagen CHF 290. Soll der Kanton Graubünden diese erhöhen?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Eine generelle Erhöhung der Kinderzulagen ist kritisch zu beurteilen, da sie zusätzliche Lohnnebenkosten verursacht und wenig zielgerichtet wirkt. Im Vordergrund stehen marktwirtschaftliche und nachhaltige Lösungen wie steuerliche Entlastungen sowie die Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Massnahmen sollen gezielt ansetzen, Anreize schaffen und die Eigenverantwortung stärken, ohne den Wirtschaftsstandort unnötig zu belasten.
Verschärfung Sozialhilfe
Befürworten Sie eine Verschärfung des Sozialhilfegesetzes (z. B. Begrenzung der Zulagen, tieferes Existenzminimum)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Eine pauschale Verschärfung des Sozialhilfegesetzes, insbesondere durch ein generelles Absenken des Existenzminimums, wird kritisch beurteilt. Die Sozialhilfe soll das verfassungsrechtlich garantierte Minimum sichern und eine wirksame Reintegration in den Arbeitsmarkt ermöglichen. Befürwortet werden hingegen zielgerichtete Anpassungen, die Fehlanreize reduzieren, die Eigenverantwortung stärken und den Grundsatz „Fördern und Fordern“ konsequent umsetzen. Dazu gehören klare Mitwirkungspflichten,
Erhöhung Prämienverbilligung
Soll die Prämienverbilligung erhöht werden, sodass niemand mehr als 10 Prozent seines verfügbaren Einkommens für die Krankenversicherung bezahlen muss?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Eine starre Ausweitung der Prämienverbilligung mit dem Ziel, die Belastung generell auf maximal 10 % des verfügbaren Einkommens zu begrenzen, wird kritisch beurteilt. Solche Modelle führen zu erheblichen Mehrkosten für die öffentliche Hand und setzen Fehlanreize, ohne die strukturellen Kostentreiber im Gesundheitswesen zu adressieren.
Stärkung kantonale Spitalplanung
Befürworten Sie eine stärkere Steuerung der Spitalplanung und Gesundheitsversorgung durch den Kanton (z. B. Konzentration der Gesundheitsleistungen)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Eine stärkere Steuerung der Spitalplanung durch den Kanton wird differenziert beurteilt. Eine gezielte Konzentration von hochspezialisierten Leistungen ist sinnvoll, um Qualität, Patientensicherheit und Effizienz zu erhöhen. Gleichzeitig ist eine übermässige staatliche Detailsteuerung abzulehnen. Entscheidend sind klare Rahmenbedingungen, Wettbewerb und unternehmerische Handlungsspielräume für die Leistungserbringer.
Medizinische Grundversorgung Randregionen
Soll der Kanton mehr zur Sicherstellung der medizinischen Grundversorgung in Randregionen unternehmen (z. B. durch die finanzielle Unterstützung von Hausarztpraxen)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Der Kanton soll die medizinische Grundversorgung in Randregionen gezielt sichern, jedoch primär über marktorientierte und subsidiäre Instrumente. Direkte und dauerhafte Subventionen einzelner Praxen werden kritisch beurteilt. Stattdessen sind Anreizsysteme zu bevorzugen, etwa zur Förderung von Gruppenpraxen, innovativen Versorgungsmodellen (z. B. Telemedizin) sowie zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für Ärztinnen und Ärzte in peripheren Regionen.
Schule & Bildung
Integratives Schulmodell
Gemäss dem Konzept der integrativen Schule werden Kinder mit Lernschwierigkeiten oder Behinderungen grundsätzlich in regulären Schulklassen unterrichtet. Befürworten Sie dies?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Entscheidend ist ein differenzierter Ansatz: Integration darf kein Dogma sein. Wo sie an ihre Grenzen stösst, müssen separative Lösungen weiterhin möglich bleiben.
Förderung gleiche Bildungschancen
Soll sich der Kanton stärker für gleiche Bildungschancen einsetzen (z. B. mit Förderunterricht-Gutscheinen für Schüler/-innen aus Familien mit geringem Einkommen)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Der Kanton soll sich für gleiche Bildungschancen einsetzen, jedoch mit zielgerichteten und wirkungsorientierten Instrumenten. Förderangebote wie Bildungsgutscheine können sinnvoll sein, sofern sie bedarfsgerecht ausgestaltet, zeitlich begrenzt und klar auf Kinder aus einkommensschwachen Haushalten fokussiert sind. Zentral bleibt die Qualität der Volksschule selbst. Zusatzmassnahmen sollen ergänzend wirken, die Eigenverantwortung stärken und keine dauerhaften Parallelstrukturen schaffen.
Förderung Kinderbetreuung
Soll der Kanton Graubünden familienergänzende Betreuungsstrukturen finanziell stärker unterstützen (Tagesstätten, Tagesschulen, Mittagstische usw.)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Eine generelle und dauerhafte Ausweitung der staatlichen Finanzierung wird kritisch beurteilt. Stattdessen sind bedarfsgerechte, flexible und anreizbasierte Modelle zu bevorzugen – etwa Anschubfinanzierungen, einkommensabhängige Beiträge oder die Förderung von privaten und betrieblichen Initiativen.
Beteiligung an Studiengebühren
Soll sich der Kanton mit mindestens 20 Prozent an den Studiengebühren der höheren Berufsbildung (HF) beteiligen?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Eine pauschale Beteiligung des Kantons an den Studiengebühren der höheren Berufsbildung (HF) in der Höhe von mindestens 20 % wird zurückhaltend beurteilt.
Migration & Integration
Stimmrecht für Ausländer/-innen
Sollen Ausländer/-innen, die seit mindestens zehn Jahren in der Schweiz leben, das Stimm- und Wahlrecht auf Kantonsebene erhalten?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Ein kantonales Stimm- und Wahlrecht für Ausländerinnen und Ausländer wird kritisch beurteilt. Politische Mitwirkungsrechte sollen grundsätzlich an das Schweizer Bürgerrecht geknüpft bleiben.
Direkte Aufnahme von Geflüchteten
Soll sich der Kanton Graubünden dafür einsetzen, dass mehr Geflüchtete aus Lagern direkt vor Ort (z. B. Griechenland, Gaza) in die Schweiz aufgenommen werden (sogenannte Resettlement-Flüchtlinge)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Prioritär sind eine funktionsfähige Asylpolitik, klare Verfahren und konsequente Rückführungen.
Integrationsförderung Ausländer/-innen
Soll der Kanton Graubünden Ausländer/-innen bei der Integration stärker unterstützen (z. B. ausgebaute Sprachförderung, zusätzliche Sozialarbeiter/-innen)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Integration soll konsequent gefördert, aber klar nach dem Prinzip „Fördern und Fordern“ ausgestaltet werden. Gezielte Massnahmen wie Sprachförderung sind sinnvoll, sofern sie verbindlich, arbeitsmarktorientiert und wirkungsorientiert umgesetzt werden.
Verschärfung Einbürgerungsrecht
Soll das kantonale Einbürgerungsgesetz verschärft werden (z. B. höhere Sprachkenntnisse)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Eine moderate Präzisierung der Anforderungen im Einbürgerungsverfahren wird unterstützt, sofern sie klar, nachvollziehbar und verhältnismässig ausgestaltet ist. Gute Sprachkenntnisse und eine erfolgreiche Integration sind zentrale Voraussetzungen.
Begrenzung der Wohnbevölkerung
Befürworten Sie die nationale Volksinitiative, welche die ständige Wohnbevölkerung in der Schweiz auf maximal 10 Millionen Menschen begrenzen will (Abstimmung vom 14. Juni 2026)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Die Volksinitiative zur Begrenzung der ständigen Wohnbevölkerung auf 10 Millionen wird abgelehnt. Starre Obergrenzen sind volkswirtschaftlich problematisch und gefährden die Fachkräfteversorgung, den Wirtschaftsstandort und die bilateralen Beziehungen. Stattdessen braucht es eine steuerbare, bedarfsorientierte Zuwanderung sowie wirksame Massnahmen in den Bereichen Infrastruktur, Raumplanung und Arbeitsmarkt.
Gesellschaft, Kultur & Ethik
Kontrollierte Kokainabgabe
Befürworten Sie eine Ausweitung der kontrollierten Drogenabgabe auf Kokain für Menschen mit schwerer Suchterkrankung im Kanton Graubünden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Pilotprojekte können geprüft werden, sofern sie medizinisch klar indiziert, wissenschaftlich begleitet und streng kontrolliert sind.
Behördenverbot geschlechtsneutraler Sprache
Soll kantonalen Stellen (Behörden, Schulen) die Verwendung von geschlechtsneutraler Sprache mittels Genderstern oder ähnlichen Zeichen in der schriftlichen Kommunikation verboten werden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Ein generelles Verbot von geschlechtsneutraler Sprache wird abgelehnt. Die Behörden sollen in ihrer Kommunikation verständlich, sachlich und adressatengerecht formulieren können.
Ausbau Medienförderung
Befürworten Sie einen Ausbau der Medienförderung durch den Kanton (z. B. direkte Geldzahlungen an lokale Medien)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Ein Ausbau direkter Medienförderung durch den Kanton wird kritisch beurteilt. Staatliche Beiträge bergen Risiken für Unabhängigkeit und Wettbewerb.
Kürzung Kulturförderung
Soll der Kanton die finanziellen Mittel für die Kulturförderung kürzen?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Pauschale Kürzungen der Kulturförderung werden nicht befürwortet. Entscheidend ist eine zielgerichtete, effiziente und wirkungsorientierte Mittelverwendung.
Vollständige Finanzierung Frauenhaus
Soll der Kanton die Finanzierung des Frauenhauses in Chur vollständig übernehmen?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Ziel ist eine nachhaltige, solidarisch getragene Lösung, die Versorgungssicherheit gewährleistet und die öffentliche Hand nicht einseitig belastet.
Finanzen & Steuern
Steuersenkungen
Befürworten Sie Steuersenkungen auf kantonaler Ebene in den nächsten vier Jahren?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Steuersenkungen werden grundsätzlich befürwortet, sofern sie finanzpolitisch verantwortbar sind. Voraussetzung sind ein ausgeglichener Haushalt, Prioritätensetzung bei den Ausgaben und Effizienzsteigerungen.
Steuer auf Zweitliegenschaften
Soll der Kanton Graubünden im Zuge der Abschaffung des Eigenmietwerts eine zusätzliche Steuer auf Zweitliegenschaften ermöglichen?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Eine zusätzliche Steuer auf Zweitliegenschaften im Zuge der Abschaffung des Eigenmietwerts wird kritisch beurteilt. Neue Sonderabgaben schaffen Komplexität, Rechtsunsicherheit und Standortnachteile. Stattdessen ist eine systematische, möglichst einfache und steuerneutrale Umsetzung der Reform anzustreben.
Einfrierung Stellenbestand
Soll der Kanton Graubünden den Stellenbestand beim kantonalen Verwaltungspersonal einfrieren?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Ein pauschaler Stellenstopp wird nicht befürwortet. Der Personalbestand soll bedarfsorientiert und aufgabenbezogen gesteuert werden. Wo Effizienzgewinne möglich sind, sind Stellen zu überprüfen und anzupassen; in prioritären Bereichen muss jedoch gezielt aufgebaut werden können.
Steueranreize zur Erhöhung des Arbeitspensums
Soll die Erhöhung des Arbeitspensums durch zusätzliche Steueranreize gefördert werden (z. B. Abzüge bzw. Splitting für Vollzeitarbeit oder Förderung des Arbeitens nach Erreichen des Rentenalters)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Eine Förderung höherer Arbeitspensen durch steuerliche Anreize wird befürwortet. Zielgerichtete Instrumente wie Abzüge für höhere Erwerbstätigkeit oder Anreize für Weiterarbeit nach dem Rentenalter stärken Arbeitsangebot, Fachkräftepotenzial und Eigenverantwortung.
Wirtschaft & Arbeit
Einführung Mindestlohn
Befürworten Sie die Einführung eines für alle Arbeitnehmenden gültigen kantonalen Mindestlohnes von CHF 4'200 für eine Vollzeitstelle (ca. CHF 24 pro Stunde)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Die Einführung eines kantonalen Mindestlohns wird abgelehnt. Löhne sollen primär durch Sozialpartnerschaft und Marktmechanismen festgelegt werden. Staatlich festgelegte Mindestlöhne bergen Risiken für Arbeitsplätze.
Kontrolle Lohngleichheit Frauen/Männer
Befürworten Sie eine strengere Kontrolle der Lohngleichheit von Frauen und Männern (z. B. bei Unternehmen, die kantonale Aufträge erhalten)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Lohngleichheit ist ein zentrales Anliegen und bestehendes Recht ist konsequent durchzusetzen. Eine zusätzliche, flächendeckende Verschärfung der Kontrollen wird jedoch zurückhaltend beurteilt. Bei Unternehmen mit öffentlichen Aufträgen können verhältnismässige, risikobasierte Nachweise sinnvoll sein, ohne übermässige Bürokratie zu schaffen.
Service Public im ländlichen Raum
Soll der Kanton das Service-Public-Angebot (z. B. öffentlicher Verkehr, Verwaltungsdienstleistungen) insbesondere in ländlichen Gebieten stärker unterstützen?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Eine gezielte Stärkung des Service Public in ländlichen Gebieten wird unterstützt, sofern sie bedarfsgerecht, effizient und finanzierbar erfolgt.
Steueranreize für Ansiedlung neuer Firmen
Soll der Kanton Graubünden die Ansiedlung neuer Firmen im Kanton steuerlich unterstützen?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Die steuerliche Unterstützung zur Ansiedlung neuer Unternehmen wird grundsätzlich befürwortet, sofern sie gezielt, transparent und befristet erfolgt. Zentral sind wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen für alle Unternehmen statt selektiver Sonderlösungen.
Weniger Regulierungen für Unternehmen
Sollen Kanton und Gemeinden die Regulierungen und Auflagen für Unternehmen reduzieren (z. B. bei Bau- und Lärmvorschriften)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Ein Abbau von Regulierungen und Auflagen wird grundsätzlich befürwortet, sofern Schutzinteressen (z. B. Umwelt, Sicherheit, Gesundheit) gewahrt bleiben. Im Fokus stehen Vereinfachungen, Beschleunigung von Verfahren und Rechtssicherheit.
Unterstützung Bergbahnen
Befürworten Sie eine stärkere finanzielle Unterstützung des Kantons zugunsten von kleineren und mittleren Bergbahnbetreibern?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Eine stärkere finanzielle Unterstützung wird zurückhaltend beurteilt. Staatliche Mittel sollen gezielt, befristet und an klare Bedingungen geknüpft eingesetzt werden. Im Vordergrund stehen wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen, Kooperationen und betriebliche Effizienzsteigerungen statt dauerhafter Subventionen.
Umwelt & Energie
Ökologische Auflagen Landwirtschaft
Soll der Kanton die ökologischen Anforderungen für verpachtete Landwirtschaftsflächen erhöhen (z. B. Verbot synthetischer Pestizide)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Eine pauschale Verschärfung ökologischer Anforderungen, etwa ein generelles Verbot synthetischer Pestizide auf verpachteten Flächen, wird kritisch beurteilt. Ökologische Ziele sind wichtig, sollen jedoch über Anreizsysteme, Innovation und praxisnahe Lösungen erreicht werden, nicht über starre Verbote.
Lockerung Umwelt- und Landschaftsschutz
Finden Sie es richtig, dass für den Ausbau von erneuerbaren Energien die Vorschriften des Umwelt- und Landschaftsschutzes gelockert werden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Ein beschleunigter Ausbau erneuerbarer Energien wird unterstützt. Eine generelle Aufweichung von Umwelt- und Landschaftsschutz wird jedoch abgelehnt. Wo Zielkonflikte bestehen, sind pragmatische Abwägungen, prioritäre Verfahren und Beschleunigungen sinnvoll. Ziel ist ein effizienter Ausbau der erneuerbaren Energien im Einklang mit Umwelt- und Landschaftsschutz sowie mit klaren, verlässlichen Rahmenbedingungen.
Ausbau Windkraft
Befürworten Sie den weiteren Ausbau von Windkraftwerken im Kanton?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Der weitere Ausbau der Windkraft wird grundsätzlich unterstützt, da sie als Bestandteil eines diversifizierten Energiemixes einen Beitrag zur Energiewende und zur Stärkung der Versorgungssicherheit leistet.
Schutz Grossraubtiere
Soll der Kanton Graubünden den Schutz der Grossraubtiere (Wolf und Luchs) stärker gewichten (z. B. Reduktion der präventiven Wolfsabschüsse)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Einseitige Verschärfungen zugunsten des Schutzes von Grossraubtieren werden kritisch beurteilt. Entscheidend ist ein ausgewogenes Bestandsmanagement, das sowohl den Artenschutz als auch die Interessen der Landwirtschaft und der Bevölkerung berücksichtigt. Präventive Eingriffe können dort gerechtfertigt sein, wo Schäden drohen oder die Sicherheit beeinträchtigt wird.
Anreize statt Verbote in der Klimapolitik
Soll der Kanton zur Erreichung der Klimaziele grossmehrheitlich auf Anreize und Zielvereinbarungen statt auf Verbote und Einschränkungen setzen?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Ja. Zur Erreichung der Klimaziele soll primär auf Anreize und Zielvereinbarungen gesetzt werden. Diese fördern Innovation, Eigenverantwortung und marktwirtschaftliche Lösungen.
Förderung Biotope
Befürworten Sie, dass der Kanton Graubünden zusätzliche Mittel für den Erhalt von Biotopen nationaler Bedeutung, wie Hoch- und Flachmoore, Auen, Amphibienlaichgebiete und Trockenstandorte, bereitstellt?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Der Erhalt von Biotopen von nationaler Bedeutung wird grundsätzlich unterstützt. Zusätzliche Mittel sind jedoch gezielt, priorisiert und wirkungsorientiert einzusetzen.
Verkehr & Raumplanung
Einschränkung Umwandlung Erst- in Zweitwohnungen
Befürworten Sie, dass der Kanton Graubünden die Umwandlung von altrechtlichen Erstwohnungen in Zweitwohnungen einschränkt?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Weitere Einschränkungen bei der Umwandlung von altrechtlichen Erst- in Zweitwohnungen werden kritisch beurteilt. Zusätzliche Regulierungen greifen in Eigentumsrechte ein und schaffen Rechtsunsicherheit. Stattdessen sind marktorientierte und anreizbasierte Lösungen zu bevorzugen, um den Erstwohnungsanteil zu stärken.
Verdichtetes Bauen
Befürworten Sie eine stärkere Verdichtung der bestehenden Siedlungszonen (z. B. verdichtete Überbauungen, höhere Gebäude)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Eine stärkere Verdichtung innerhalb bestehender Siedlungszonen wird grundsätzlich befürwortet, sofern sie qualitätsvoll, ortsverträglich und wirtschaftlich sinnvoll erfolgt. Verdichtung ist ein zentrales Instrument zur effizienten Bodennutzung und zur Entlastung der Landschaft. Entscheidend sind klare Rahmenbedingungen, Planungssicherheit und Akzeptanz vor Ort. Übermässige Bürokratie muss jedoch abgebaut werden.
Ausbau Langsamverkehr
Befürworten Sie einen raschen Ausbau der Infrastruktur für den Langsamverkehr (z. B. Velowege) im Kanton Graubünden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Ein Ausbau der Infrastruktur für den Langsamverkehr wird unterstützt, sofern er bedarfsgerecht, sicherheitsorientiert und wirtschaftlich sinnvoll erfolgt.
Verbot Tempo 30
Befürworten Sie ein Verbot von Tempo 30 auf verkehrsorientierten Strassen innerorts?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Ein generelles Verbot von Tempo 30 auf verkehrsorientierten Strassen wird kritisch beurteilt. Tempo 30 soll situationsbezogen und fachlich begründet eingesetzt werden, insbesondere aus Gründen der Verkehrssicherheit und Lärmminderung.
Förderung motorisierter Individualverkehr
Befürworten Sie zusätzliche Massnahmen zugunsten des motorisierten Individualverkehrs (z. B. Ausbau Isla-Bella-Tunnel, Kapazitätsausbau, Parkplätze)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Zusätzliche Massnahmen zugunsten des motorisierten Individualverkehrs werden unterstützt, sofern sie bedarfsgerecht, verkehrlich wirksam und wirtschaftlich sinnvoll sind.
Politisches System & Digitalisierung
Digitale Kantonsverwaltung
Soll der Kanton dazu übergehen, seine Dienstleistungen nur noch digital anzubieten («Digital-Only»-Prinzip)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Ein «Digital-Only»-Prinzip wird abgelehnt. Die Digitalisierung soll konsequent vorangetrieben werden, jedoch nach dem Ansatz «Digital First» statt «Digital Only». Digitale Angebote sollen den Standard bilden, gleichzeitig müssen analoge Zugänge für Personen ohne entsprechende Möglichkeiten gewährleistet bleiben.
Stimmrechtsalter 16
Soll das Stimmrechtsalter im Kanton Graubünden auf 16 Jahre gesenkt werden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Eine Senkung des Stimmrechtsalters auf 16 Jahre wird kritisch beurteilt. Politische Rechte sollen grundsätzlich mit der Volljährigkeit einhergehen. Im Vordergrund stehen politische Bildung und Partizipationsmöglichkeiten für Jugendliche, nicht eine Ausweitung des Stimmrechts.
Ausbau Entwicklungszusammenarbeit
Soll der Kanton Graubünden sein finanzielles Engagement bei der Entwicklungszusammenarbeit ausbauen?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Ein Ausbau des finanziellen Engagements wird kritisch beurteilt. Entwicklungszusammenarbeit ist primär Aufgabe des Bundes. Der Kanton soll sich fokussiert und subsidiär engagieren, insbesondere bei Projekten mit klarem Bezug zum Kanton und nachweisbarer Wirkung.
Sprachminderheiten-Quote im Regierungsrat
Befürworten Sie eine Quote für die Sprachminderheiten im Regierungsrat?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Eine feste Quote für Sprachminderheiten im Regierungsrat wird abgelehnt. Politische Ämter sollen nach Qualifikation und demokratischer Wahl besetzt werden, nicht nach starren Proporzregeln.
Sicherheit & Polizei
Ausbau Videoüberwachung
Befürworten Sie einen Ausbau der Videoüberwachung im öffentlichen Raum?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Ein Ausbau der Videoüberwachung wird zurückhaltend und differenziert beurteilt. Videoüberwachung kann an sicherheitsrelevanten Brennpunkten sinnvoll sein, sofern sie verhältnismässig, gesetzlich klar geregelt und datenschutzkonform eingesetzt wird.
Strengere Massnahmen bei polizeilicher Diskriminierung
Soll der Kanton Graubünden bei rassistischen oder sexistischen Äusserungen innerhalb der Polizei strengere Massnahmen ergreifen?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Rassistische oder sexistische Äusserungen sind klar inakzeptabel und müssen konsequent geahndet werden. Eine zusätzliche pauschale Verschärfung wird jedoch zurückhaltend beurteilt, sofern die bestehenden Instrumente wirksam sind.
Erhöhte Polizeipräsenz
Befürworten Sie eine stärker sichtbare Präsenz der Polizei?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Eine stärker sichtbare Polizeipräsenz wird grundsätzlich befürwortet, sofern sie lagegerecht, effizient und verhältnismässig erfolgt.
Werthaltungen
Freie Marktwirtschaft
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Von einer freien Marktwirtschaft profitieren langfristig alle."
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Vollzeit-Kinderbetreuung
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Für ein Kind ist es am besten, wenn ein Elternteil Vollzeit für die Kinderbetreuung zu Hause bleibt."
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Comment
Die Aussage wird nicht pauschal unterstützt. Entscheidend ist die freie Wahl der Familienmodelle.
Bestrafung Krimineller
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Die Bestrafung Krimineller ist wichtiger als deren Wiedereingliederung in die Gesellschaft."
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Comment
Die Aussage wird so nicht unterstützt. Strafverfolgung und Sanktion sind zentral, gleichzeitig ist die Wiedereingliederung ein wesentlicher Bestandteil eines funktionierenden Rechtsstaats.
Umweltschutz
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Ein stärkerer Umweltschutz ist notwendig, auch wenn er zu Lasten des Wirtschaftswachstums durchgesetzt werden muss."
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Comment
Die Aussage wird so nicht unterstützt. Umweltschutz ist zentral, soll jedoch nicht im Widerspruch zum Wirtschaftswachstum stehen.
Comment
Der Wohnungsmarkt ist in einzelnen Regionen deutlich angespannt. Auf politischer Ebene sind daher wirksame und verhältnismässige Massnahmen zu prüfen und umzusetzen. Diese sollen jedoch die Eigentumsgarantie sowie die Funktionsfähigkeit des freien Marktes nicht übermässig beeinträchtigen. Im Vordergrund stehen gezielte, marktkonforme Instrumente, welche über Anreize wirken und Investitionen sowie die Schaffung von Wohnraum fördern. Restriktive Eingriffe und Verbote sind demgegenüber zurückhalte