Carmelia Maissen
Die Mitte | Incumbent
Sozialstaat, Familie & Gesundheit
Preisgünstiger Wohnraum
Soll der Kanton Graubünden zusätzliche Massnahmen ergreifen, um günstigen Wohnraum zu fördern (z. B. Verkaufsverbot kantonaler Liegenschaften, stärkere kantonale Eingriffe in den Immobilienmarkt)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Erhöhung Kinder- und Ausbildungszulagen
Aktuell betragen die Kinderzulagen CHF 240 und die Ausbildungszulagen CHF 290. Soll der Kanton Graubünden diese erhöhen?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Seit 2023 wurden die Kinder- und Ausbildungszulagen in Graubünden zwei Mal erhöht. Eine weitere Erhöhung müsste über die Erhöhung der Beiträge von Arbeitgebenden und Selbständigerwerbenden finanziert werden, was derzeit nicht angebracht ist.
Verschärfung Sozialhilfe
Befürworten Sie eine Verschärfung des Sozialhilfegesetzes (z. B. Begrenzung der Zulagen, tieferes Existenzminimum)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Das Existenzminimum soll eine menschenwürdige Lebensführung ermöglichen. In den letzten Jahren sind viele grundlegende Lebensbereiche wie Wohnen, Krankenkassenprämien teurer geworden, was eine Senkung der Unterstützung nicht gerechtfertigt.
Erhöhung Prämienverbilligung
Soll die Prämienverbilligung erhöht werden, sodass niemand mehr als 10 Prozent seines verfügbaren Einkommens für die Krankenversicherung bezahlen muss?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Die Schweizer Bevölkerung hat dieses Anliegen am 9. Juni 2024 verworfen, sehr deutlich war die Ablehnung auch in Graubünden. Graubünden verfügt über ein sehr gutes Prämienverbilligungssystem, auch im interkantonalen Vergleich, und erfüllt bereits heute die Mindestvorgaben des Gegenvorschlags zur Prämienentlastungs-Initiative.
Stärkung kantonale Spitalplanung
Befürworten Sie eine stärkere Steuerung der Spitalplanung und Gesundheitsversorgung durch den Kanton (z. B. Konzentration der Gesundheitsleistungen)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Die dezentralen Versorgungsstrukturen bilden das Rückgrat der Gesundheitsversorgung in Graubünden. Die regionale Versorgungssicherheit muss auch in Zukunft gewährleistet und von den Gemeinden/Regionen mitgetragen werden. Eine stärkere Steuerung des Kantons sollte sich auf Fragen der Zentrumsversorgung, Vorgaben zur Implementierung der integralen Gesundheitsversorgung oder Überlegungen zu einer gemeinsamen, koordinierten Rettungsorganisation beschränken.
Medizinische Grundversorgung Randregionen
Soll der Kanton mehr zur Sicherstellung der medizinischen Grundversorgung in Randregionen unternehmen (z. B. durch die finanzielle Unterstützung von Hausarztpraxen)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Punktuelle Massnahmen wie die Förderung von Aus- und Weiterbildungsangeboten, die Implementierung des Case-Managements sind denkbar. Aber eine finanzielle Unterstützung von Hausarztpraxen ist nicht zielführend.
Schule & Bildung
Integratives Schulmodell
Gemäss dem Konzept der integrativen Schule werden Kinder mit Lernschwierigkeiten oder Behinderungen grundsätzlich in regulären Schulklassen unterrichtet. Befürworten Sie dies?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Inklusion muss der Grundsatz sein. Es braucht jedoch stets die differenzierte Betrachtung des Einzelfalls, wo das Wohl der Kinder im Zentrum steht.
Förderung gleiche Bildungschancen
Soll sich der Kanton stärker für gleiche Bildungschancen einsetzen (z. B. mit Förderunterricht-Gutscheinen für Schüler/-innen aus Familien mit geringem Einkommen)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Gleiche Bildungschancen für alle ist nicht eine Frage des Geldes im Schulsystem, sondern der Haltung und Sensibilitäten, die von den Schulen gelebt werden.
Förderung Kinderbetreuung
Soll der Kanton Graubünden familienergänzende Betreuungsstrukturen finanziell stärker unterstützen (Tagesstätten, Tagesschulen, Mittagstische usw.)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Mit der Totalrevision des Gesetzes über die familienergänzende Kinderbetreuung, die erst seit 2025 in Kraft ist, hat der Kanton die Unterstützung um 4 Mio. Franken erhöht. Das Ziel muss eine bezahlbare, verlässliche und faire Kinderbetreuung für alle Familien sein. Falls die nächsten Jahre zeigen, dass dieses Ziel nicht erreicht wird, muss das System angepasst werden.
Beteiligung an Studiengebühren
Soll sich der Kanton mit mindestens 20 Prozent an den Studiengebühren der höheren Berufsbildung (HF) beteiligen?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Im neuen Gesetz über die Höhere Berufsbildung, welches der Grosse Rat in der Aprilsession verabschiedet hat, ist nun verankert, dass der Kanton an Bündnerinnen und Bündner, die eine HF-Ausbildung absolvieren, Beiträge an die Studiengebühren zwischen 20 und 25 Prozent entrichtet.
Migration & Integration
Stimmrecht für Ausländer/-innen
Sollen Ausländer/-innen, die seit mindestens zehn Jahren in der Schweiz leben, das Stimm- und Wahlrecht auf Kantonsebene erhalten?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Die Teilnahme an politischen Entscheiden vor allem auf lokaler Ebene kann ein Schritt der Integration sein. Mit der fakultativen Möglichkeit in Graubünden, das Ausländerstimmrecht auf kommunaler Ebene zu erteilen, können die Gemeinden dies vorsehen. Auf kantonaler Ebene soll das Stimm- und Wahlrecht mit der Einbürgerung verknüpft bleiben.
Direkte Aufnahme von Geflüchteten
Soll sich der Kanton Graubünden dafür einsetzen, dass mehr Geflüchtete aus Lagern direkt vor Ort (z. B. Griechenland, Gaza) in die Schweiz aufgenommen werden (sogenannte Resettlement-Flüchtlinge)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Das Schweizer Asylsystem ist derzeit sehr stark belastet. Unter anderem gestaltet sich die Suche nach Unterkünften als sehr schwierig. Deshalb hat der Bundesrat das Resettlement-Programm 2024/25 zwischenzeitlich ausgesetzt, nun aber bis 2027 verlängert, um die mögliche Aufnahme von bis zu 1600 besonders schutzbedürftigen Flüchtlingen zu ermöglichen.
Integrationsförderung Ausländer/-innen
Soll der Kanton Graubünden Ausländer/-innen bei der Integration stärker unterstützen (z. B. ausgebaute Sprachförderung, zusätzliche Sozialarbeiter/-innen)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Der Kanton verfügt bereits über ein umfassendes kantonales Integrationsprogramm, welches auf 2024 hin aktualisiert worden ist. Es enthält zahlreiche Massnahmen in 7 Förderbereichen, die von der Sprachförderung über die Arbeitsmarktintegration, die frühe Kindheit, das Zusammenleben bis zum Umgang mit Vielfalt und Diskriminierung reichen.
Verschärfung Einbürgerungsrecht
Soll das kantonale Einbürgerungsgesetz verschärft werden (z. B. höhere Sprachkenntnisse)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Die heutigen Anforderungen und Kriterien sind ausreichend.
Begrenzung der Wohnbevölkerung
Befürworten Sie die nationale Volksinitiative, welche die ständige Wohnbevölkerung in der Schweiz auf maximal 10 Millionen Menschen begrenzen will (Abstimmung vom 14. Juni 2026)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Die Initiative ist das falsche Rezept im Umgang mit einer stark wachsenden Wohnbevölkerung. Für Graubünden mit seiner stark alternden Bevölkerung und einem unterdurchschnittlichen Bevölkerungswachstum wären die Folgen der Initiative doppelt problematisch und würden die Wirtschaft empfindlich schwächen.
Gesellschaft, Kultur & Ethik
Kontrollierte Kokainabgabe
Befürworten Sie eine Ausweitung der kontrollierten Drogenabgabe auf Kokain für Menschen mit schwerer Suchterkrankung im Kanton Graubünden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Behördenverbot geschlechtsneutraler Sprache
Soll kantonalen Stellen (Behörden, Schulen) die Verwendung von geschlechtsneutraler Sprache mittels Genderstern oder ähnlichen Zeichen in der schriftlichen Kommunikation verboten werden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Am besten richtet man sich nach dem Leitfaden der Bundeskanzlei zur geschlechtergerechten Formulierung. Geschlechtsneutrale Formulierung oder die Nennung beider Geschlechter sind möglich, aber nicht die Verwendung von Genderzeichen.
Ausbau Medienförderung
Befürworten Sie einen Ausbau der Medienförderung durch den Kanton (z. B. direkte Geldzahlungen an lokale Medien)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Eine lebendige Medienlandschaft ist wichtig für eine funktionierende Demokratie. Noch verfügt Graubünden über eine gute Medienversorgung. Allfällige Förderinstrumente müssten sich an konkrete Zielsetzungen orientieren wie die Unterstützung von Transformationsprozessen, die publizistische Qualitätssicherung oder Anreize für junge Menschen, wieder die Zeitung zu lesen.
Kürzung Kulturförderung
Soll der Kanton die finanziellen Mittel für die Kulturförderung kürzen?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Vollständige Finanzierung Frauenhaus
Soll der Kanton die Finanzierung des Frauenhauses in Chur vollständig übernehmen?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Seit der Kanton dem Frauenhaus Graubünden eine jährliche Garantie von 100'000 bis zu einer Auslastung von 60 % bezahlt und die Auslastung selber sich aufgrund von schutzsuchenden Frauen und Kindern aus anderen Kantonen erhöht hat, hat sich die finanzielle Situation entspannt.
Finanzen & Steuern
Steuersenkungen
Befürworten Sie Steuersenkungen auf kantonaler Ebene in den nächsten vier Jahren?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Derzeit kann eine Steuersenkung verkraftet werden. Ein Augenmerk ist auf die steigenden Ausgaben zu legen.
Steuer auf Zweitliegenschaften
Soll der Kanton Graubünden im Zuge der Abschaffung des Eigenmietwerts eine zusätzliche Steuer auf Zweitliegenschaften ermöglichen?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Die Gemeinden sind von der Abschaffung des Eigenmietwerts sehr unterschiedlich betroffen und sollen die Möglichkeit erhalten, den Teil der Zweitwohnungen kompensieren zu können. Ebenso der Kanton.
Einfrierung Stellenbestand
Soll der Kanton Graubünden den Stellenbestand beim kantonalen Verwaltungspersonal einfrieren?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Ein Stellenstop bei der kantonalen Verwaltung mag ein gut gemeinter Ansatz sein. Er steht jedoch im Widerspruch zum Trend der Gesellschaft, dem Staat immer neue Aufgaben zu übertragen. Zudem steigt mit der Komplexität der Gesellschaft und dem demografischen Wandel der Arbeitsaufwand, z.B. für die Unterstützung von vulnerablen Bevölkerungsgruppen oder die Bewältigung neuer Herausforderungen wie der Klimawandel. Trotzdem soll die Verwaltung regelmässig Abläufe hinterfragen und optimieren.
Steueranreize zur Erhöhung des Arbeitspensums
Soll die Erhöhung des Arbeitspensums durch zusätzliche Steueranreize gefördert werden (z. B. Abzüge bzw. Splitting für Vollzeitarbeit oder Förderung des Arbeitens nach Erreichen des Rentenalters)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Wirtschaft & Arbeit
Einführung Mindestlohn
Befürworten Sie die Einführung eines für alle Arbeitnehmenden gültigen kantonalen Mindestlohnes von CHF 4'200 für eine Vollzeitstelle (ca. CHF 24 pro Stunde)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Gesamtarbeitsverträge sind staatlichen Eingriffen in die Lohnpolitik vorzuziehen.
Kontrolle Lohngleichheit Frauen/Männer
Befürworten Sie eine strengere Kontrolle der Lohngleichheit von Frauen und Männern (z. B. bei Unternehmen, die kantonale Aufträge erhalten)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Auch ohne die Pflicht, Lohngleichheitsanalysen zu machen, haben Unternehmen dieses Thema auf der Agenda, um ihre Attraktivität als Arbeitgeber zu steigern. Statt strengere Kontrollen, die wiederum mit Bürokratie verbunden sind, braucht es mehr Dialog und Sensibilisierung.
Service Public im ländlichen Raum
Soll der Kanton das Service-Public-Angebot (z. B. öffentlicher Verkehr, Verwaltungsdienstleistungen) insbesondere in ländlichen Gebieten stärker unterstützen?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Die dezentrale Besiedlung gehört zur DNA des Kantons Graubünden. Ein guter Service-Public bis in alle Talschaften ist deshalb wichtig und bereits heute Realität. In Ergänzung zur physischen Präsenz können heute auch digitale Angebote dazu beitragen, dass der Service-Public in den Regionen zu jeder Tages- und Nachtzeit nutzbar ist.
Steueranreize für Ansiedlung neuer Firmen
Soll der Kanton Graubünden die Ansiedlung neuer Firmen im Kanton steuerlich unterstützen?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Er kann dies bereits heute für eine befristete Dauer tun für neue Unternehmen oder bei bestehenden Unternehmen für eine wesentliche Veränderung ihres Geschäftsmodells, sofern die Unternehmen nicht in Konkurrenz stehen zu anderen Bündner Unternehmen.
Weniger Regulierungen für Unternehmen
Sollen Kanton und Gemeinden die Regulierungen und Auflagen für Unternehmen reduzieren (z. B. bei Bau- und Lärmvorschriften)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Vereinfachungen sind zu begrüssen. Allerdings bedeutet jede Vereinfachung einen Nachteil für eine Gruppierung, weshalb sich dieses Ansinnen meist kaum umsetzen lässt.
Unterstützung Bergbahnen
Befürworten Sie eine stärkere finanzielle Unterstützung des Kantons zugunsten von kleineren und mittleren Bergbahnbetreibern?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Die 2024 erfolgte Senkung der Mindestinvestition von 1 Mio. auf 0.5 Mio. Franken für die Gewährung von Beiträgen der Neuen Regionalpolitik ermöglicht es, auch für kleinere Projekte Unterstützung zu erhalten. Wichtig bleibt, dass das Geschäftsmodell der Bergbahn funktioniert und Zukunft hat.
Umwelt & Energie
Ökologische Auflagen Landwirtschaft
Soll der Kanton die ökologischen Anforderungen für verpachtete Landwirtschaftsflächen erhöhen (z. B. Verbot synthetischer Pestizide)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Einheitliche Vorgaben für die sehr heterogen strukturierte Landwirtschaft in Graubünden wären nicht sinnvoll. Andere Ansätze wie die Pilotprojekte zur klimaneutralen Landwirtschaft oder die Umsetzung von Massnahmen im Rahmen der Biodiversitätsstrategie sind zielführender, um den Übergang zu nachhaltigeren Bewirtschaftungsmethoden zu fördern.
Lockerung Umwelt- und Landschaftsschutz
Finden Sie es richtig, dass für den Ausbau von erneuerbaren Energien die Vorschriften des Umwelt- und Landschaftsschutzes gelockert werden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Der Zubau von erneuerbaren Energien ist ohne Eingriffe in die Natur und Landschaft nicht möglich. Soll der Strom nicht aus Atomkraftwerken aus dem Ausland kommen, führt daran kein Weg vorbei. Gleichwohl gehören in der Gesamtabwägung die Umwelt- und Landschaftsinteressen dazu und lassen sich in einem konstruktiven Dialog auch gute Lösungen für alle Seiten finden. Nicht jedes noch nicht gebaute Projekt ist aufgrund von Umweltinteressen blockiert.
Ausbau Windkraft
Befürworten Sie den weiteren Ausbau von Windkraftwerken im Kanton?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Die Eignungsgebiete im Richtplan sind festgelegt. Es ist nun an Initianten, mehrheitsfähige Projekte zu entwickeln.
Schutz Grossraubtiere
Soll der Kanton Graubünden den Schutz der Grossraubtiere (Wolf und Luchs) stärker gewichten (z. B. Reduktion der präventiven Wolfsabschüsse)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Mit der neuen Möglichkeit der präventiven Regulation konnten in den vergangenen zwei Jahren der Wolfsbestand stabilisiert und die grössten Konfliktherde reduziert werden. In den nächsten Jahren gilt es, das Wolfsmanagement aufgrund der gemachten Erfahrungen und am System der längst etablierten Steinwildregulation entlang weiter zu entwickeln. Die Präsenz des Luchses ist aktuell für die Landwirtschaft kein strukturelles Problem.
Anreize statt Verbote in der Klimapolitik
Soll der Kanton zur Erreichung der Klimaziele grossmehrheitlich auf Anreize und Zielvereinbarungen statt auf Verbote und Einschränkungen setzen?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Förderung Biotope
Befürworten Sie, dass der Kanton Graubünden zusätzliche Mittel für den Erhalt von Biotopen nationaler Bedeutung, wie Hoch- und Flachmoore, Auen, Amphibienlaichgebiete und Trockenstandorte, bereitstellt?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Die Finanzierung des Biotopschutzes erfolgt über ganz verschiedene Kassen, auf Bundes-, Kantons- und Gemeindeebene sowie auch durch andere Akteure. Entsprechend stehen namhafte Mittel für die Massnahmen zur Verfügung. Die Mittel sind wichtig und müssen auch in Zukunft zur Verfügung stehen.
Verkehr & Raumplanung
Einschränkung Umwandlung Erst- in Zweitwohnungen
Befürworten Sie, dass der Kanton Graubünden die Umwandlung von altrechtlichen Erstwohnungen in Zweitwohnungen einschränkt?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Mit Blick auf die Bündner Gemeindeautonomie und die sehr unterschiedlichen Ausgangslagen in den Gemeinden ist diese Frage allein auf kommunaler Ebene zu entscheiden.
Verdichtetes Bauen
Befürworten Sie eine stärkere Verdichtung der bestehenden Siedlungszonen (z. B. verdichtete Überbauungen, höhere Gebäude)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Die Schweizer und auch die Bündner Bevölkerung haben 2013 zum Grundsatz der Verdichtung nach innen ja gesagt. Dies gilt es nun umzusetzen, auch wenn dies im Einzelfall nicht immer einfach ist. Umso mehr braucht es qualitätsvolle Planungen und gute partizipative Prozesse, um die Verdichtung nach innen zum Schutz der Landwirtschaft und der Landschaft mehrheitsfähig zu gestalten.
Ausbau Langsamverkehr
Befürworten Sie einen raschen Ausbau der Infrastruktur für den Langsamverkehr (z. B. Velowege) im Kanton Graubünden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Der Langsamverkehr muss als dritte Säule der Mobilität, nebst ÖV und MIV, gestärkt werden. Die Infrastruktur ist ein Teil davon. Die Realisierung von abgesetzten Velowegen in der komplizierten Topografie Graubündens dürfte allerdings nicht ohne weiteres und rasch überall machbar sein.
Verbot Tempo 30
Befürworten Sie ein Verbot von Tempo 30 auf verkehrsorientierten Strassen innerorts?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Ein Verbot dürfte nicht machbar sein, denn die nationalen Lärmvorschriften gilt es gleichwohl einzuhalten. Um dies zu tun, ist die Temporeduktion manches Mal die einzige Lösung.
Förderung motorisierter Individualverkehr
Befürworten Sie zusätzliche Massnahmen zugunsten des motorisierten Individualverkehrs (z. B. Ausbau Isla-Bella-Tunnel, Kapazitätsausbau, Parkplätze)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Der grösste Teil des Bündner ÖV fährt auf den Strassen, weshalb Strassenausbauten immer auch dem ÖV zugute kommt. Statt Kapazitätsausbau stehen vor allem die Behebung von Engnissen (Isla-Bella) oder Umfahrungen zur Entlastung von Dorfkernen im Vordergrund (z.B. La Punkt, Bivio, Santa Maria).
Politisches System & Digitalisierung
Digitale Kantonsverwaltung
Soll der Kanton dazu übergehen, seine Dienstleistungen nur noch digital anzubieten («Digital-Only»-Prinzip)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Stimmrechtsalter 16
Soll das Stimmrechtsalter im Kanton Graubünden auf 16 Jahre gesenkt werden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Ausbau Entwicklungszusammenarbeit
Soll der Kanton Graubünden sein finanzielles Engagement bei der Entwicklungszusammenarbeit ausbauen?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Die Entwicklungszusammenarbeit ist Aufgabe des Bundes.
Sprachminderheiten-Quote im Regierungsrat
Befürworten Sie eine Quote für die Sprachminderheiten im Regierungsrat?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Sicherheit & Polizei
Ausbau Videoüberwachung
Befürworten Sie einen Ausbau der Videoüberwachung im öffentlichen Raum?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Strengere Massnahmen bei polizeilicher Diskriminierung
Soll der Kanton Graubünden bei rassistischen oder sexistischen Äusserungen innerhalb der Polizei strengere Massnahmen ergreifen?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Erhöhte Polizeipräsenz
Befürworten Sie eine stärker sichtbare Präsenz der Polizei?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Werthaltungen
Freie Marktwirtschaft
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Von einer freien Marktwirtschaft profitieren langfristig alle."
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Vollzeit-Kinderbetreuung
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Für ein Kind ist es am besten, wenn ein Elternteil Vollzeit für die Kinderbetreuung zu Hause bleibt."
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Bestrafung Krimineller
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Die Bestrafung Krimineller ist wichtiger als deren Wiedereingliederung in die Gesellschaft."
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Umweltschutz
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Ein stärkerer Umweltschutz ist notwendig, auch wenn er zu Lasten des Wirtschaftswachstums durchgesetzt werden muss."
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Comment
Umweltschutz geht nie zu Lasen des Wirtschaftswachstums, da die Kosten ohne Umweltschutz langfristig viel höher ausfallen würden, vor allem die Kosten als Folge des Klimawandels (Dürren, Naturkatastrophen, Gesundheitskosten, Ressourcenknappheit etc.).
Comment
Der Vorschlag der Regierung zur Förderung von gemeinnützigen Wohnbauträgern mit à-fonds-perdu-Beiträgen in Ergänzung zum Bund wurde vom Grossen Rat abgelehnt. Eingriffe in den Immobilienmarkt hätten neue negative Begleiterscheinungen zur Folge. Hingegen stellt die konsequente Baulandmobilisierung und eine aktive Boden- und Wohnraumpolitik der Gemeinden, welche die lokalen Bedürfnisse am besten kennen, dass griffigste und zielgerichtetste Instrument dar, um kurzfristig mehr Wohnraum zu schaffen.