Mario Ravasio
Grünliberale Partei | 04.03
Sozialstaat, Familie & Gesundheit
Förderung gemeinnütziger Wohnungsbau
Soll die Stadt Zürich den gemeinnützigen Wohnungsbau stärker unterstützen (z.B. finanzielle Unterstützung von Wohnbaugenossenschaften, Zurverfügungstellung von Bauland)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Schutz vor Mieterhöhungen
Soll die Stadt Zürich Massnahmen ergreifen, um starke Mieterhöhungen nach Sanierungen und bei Ersatzneubauten zu verhindern (z.B. Bewilligungspflicht)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ich lehne die Forderung eher ab, weil strenge Mietzinsvorgaben nach Sanierungen und Ersatzneubauten Investitionen bremsen, energetische Erneuerungen verhindern und den Wohnungsbau unattraktiver machen. Ich unterstütze jedoch Transparenzpflichten bei Sanierungen und den Schutz vor missbräuchlichen Mieterhöhungen.
Einsatz von Sozialdetektiv/-innen
Soll die Stadt Zürich bei Verdacht auf Sozialhilfemissbrauch Sozialdetektiv/-innen einsetzen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Sozialhilfemissbrauch ist selten, aber schadet der Glaubwürdigkeit des Systems. Die Stadt soll gezielt gegen Missbrauch vorgehen. Sozialdetektiv:innen können ein nützliches Instrument sein, wenn andere Mittel ausgeschöpft sind. Ich lehne aber flächendeckende Überwachung klar ab. Ich fordere konkrete Verdachtsmomente, nicht bloss Vermutungen und klare gesetzliche Grundlagen. Verhältnismässigkeit und transparente Kontrolle durch unabhängige Stellen gehören für mich ebenso dazu.
Erhöhung Sozialausgaben
Sollen die freiwilligen Ausgaben im Sozialbereich ausgebaut werden (u.a. Jugend- und Familienberatung, Angebote zur sozialen Integration)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Frühzeitige Unterstützung verhindert teure Folgekosten. Jugend‑ und Familienberatung stärkt Chancengerechtigkeit und Integrationsangebote erleichtern Teilhabe und Arbeitsmarktintegration. Freiwillige Ausgaben im Sozialbereich ergänzen die gesetzlichen Leistungen und tragen zur sozialen Absicherung bei, um beispielsweise soziale Integration, Prävention und Unterstützung zu stärken.
Senkung Gesundheitskosten
Soll die Stadt Zürich Massnahmen zur Reduktion der Gesundheitskosten ergreifen (z.B. Bettenabbau in Spitälern und Altersinstitutionen)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Es ist wichtig, dass die Stadt Zürich im Rahmen ihrer Möglichkeiten Massnahmen zur Reduktion der Gesundheitskosten ergreift. Welche Massnahmen getroffen werden, müssen im Detail geklärt werden. Ich befürworte Kostensenkungen im Allgemeinen, zbsp. durch tiefere Medikamentenpreise oder weniger Doppelbehandlungen. Einen Abbau der Leistungen auf den Schultern der schwächeren Mitmenschen (zbsp. in Altersinstitutionen) lehne ich jedoch klar ab.
Finanzielle Limiten bei Wohnungsvergabe
Soll die Kontrolle und der Vollzug der Einkommens- und Vermögenslimiten bei städtisch (mit-)finanzierten Wohnungen verschärft werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Das Bundesgericht hat 2024 klar entschieden, dass Zürich Einkommensobergrenzen auch für bestehende Mieterinnen und Mieter festlegen darf. Wohlhabende haben keinen Anspruch auf dauerhaft günstigen Wohnraum. Wohnungen, die mit öffentlichen Mitteln finanziert werden, sind für ärmere Personen bestimmt. Wer später zu mehr Geld kommt oder aufgrund persönlicher Veränderungen in einer zu grossen städtischen Wohnung lebt, muss Platz machen für andere, die es nötiger haben.
Betreuungsgutscheine statt Kita-Subventionen
Soll die Stadt Zürich Betreuungsgutscheine einführen anstelle der subventionierten Kita-Plätze (Systemwechsel von Objekt- zu Subjektfinanzierung)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die heutige Situation ist nicht optimal und hat gewichtige Nachteile. So sind subventionierte Plätze an bestimmte Kitas gebunden. Eltern können jnicht frei wählen, sondern müssen oft dort einen Platz nehmen, wo die Stadt subventioniert – nicht dort, wo es für ihre Situation am besten passt. Ausserdem steuert die Stadt über Subventionen, wo Plätze entstehen. Ich möchte mehr Flexibilität für die Eltern schaffen und bin daher offen für neue Modelle. Dies könnte sich auch kostendämpfend auswirken.
Schule & Bildung
Separativer Unterricht
Befürworten Sie eine Wiedereinführung von separaten Förderklassen für Kinder mit speziellen Bedürfnissen oder Verhaltensauffälligkeiten an der Volksschule?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Volksschule hat zum Ziel, Bildung & Erziehung der Kinder zu gewährleisten und sie zur eigenständigen Mitwirkung in unserer Gesellschaft zu befähigen. Die integrative Schule hat jedoch auch Schwächen: Lehrpersonen sind zunehmend überfordert & die Schule kann den Anforderungen von Kindern mit besonderen Bedürfnissen oft nicht mehr gerecht werden. Alle Kinder sollen bei Bedarf Zugang zu heilpädagogisch geführten Förderklassen haben , die vorübergehend, zeitlich begrenzt, besucht werden können.
Beibehaltung Schulnoten
Soll an Zürcher Schulen weiterhin mit Schulnoten gearbeitet werden (statt Lernberichte)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Noten schaffen klare, verständliche Orientierung für Eltern, Schülerinnen und Schüler und weiterführende Schulen und später Lehrbetriebe. Lernberichte geben detailliertere Rückmeldungen über Kompetenzen und sehe ich als wertvolle Ergänzung, aber nicht als Ersatz für Noten. Im Gegensatz zu Schulnoten sind Lernberichte auch interpretationsanfälliger und weniger standardisiert. Dies birgt die Gefahr, dass eine Ungleichbehandlung entsteht.
Mehr schulische Ressourcen
Sollen die Schulen mehr Ressourcen erhalten (z.B. Klassenassistenzen, Heilpädagog/-innen)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ich setze mich klar für mehr Ressourcen an den Schulen ein, wenn sie nachweislich die Unterrichtsqualität erhöhen und Lehrpersonen entlasten. Besonders wichtig sind mehr Assistenzpersonen in Regelklassen, der Ausbau der schulischen Heilpädagogik. Dabei setze ich den Fokus auf die Wirksamkeit anstatt das Giesskanenprinzip: Die Ressourcen sollen gezielt dorthin, wo sie den grössten Effekt haben. Zusätzliche Stellen sind nur dann sinnvoll , wenn sie auch besetzt werden können (Lehrpersonenmangel!)
Erweiterte Kita-Subventionen
Neben einer Senkung der Kita-Tarife wurde auch die Obergrenze des Einkommens erhöht, die zum Bezug von Subventionen zur familienexternen Kinderbetreuung berechtigt (von CHF 100'000 auf CHF 125'000 steuerbares Einkommen). Befürworten Sie dies?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Familien mit steuerbarem Einkommen zwischen 100’000 und 140’000 erhalten heute oft keine Subventionen. Gleichzeitig tragen sie aber sehr hohe Betreuungskosten, was zu einer realen finanziellen Belastung führt und die Erwerbsarbeit unattraktiver macht => Hohe Betreuungskosten führen dazu, dass viele Mütter ihr Pensum reduzieren. Eine höhere Einkommensgrenze macht es finanziell sinnvoller, dass beide Elternteile arbeiten. Das stärkt die Wirtschaft und reduziert Fachkräftemangel.
Gleiche Bildungschancen
Soll sich die Stadt stärker für gleiche Bildungschancen einsetzen (z.B. mit Förderunterrichtgutscheinen für Schüler/-innen aus Familien mit geringem Einkommen)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ich setze mich klar für mehr Bildungsgerechtigkeit ein, denn Bildung ist der wichtigste Faktor für Chancengleichheit. Deshalb sollen Kinder aus bildungsfernen oder einkommensschwachen Familien gezielt unterstützt werden. Ich bevorzuge den Ausbau von schulischer Unterstützung, Klassenassistenzen und frühzeitige Förderung. Gutscheine können ergänzend dazu wirken: Sie sollen nur eingesetzt werden, wenn klar ist, dass sie bessere Resultate liefern als schulinterne Förderung.
Migration & Integration
Kündigung Bilaterale Verträge
Soll die Schweiz die Bilateralen Verträge mit der EU kündigen und ein Freihandelsabkommen ohne Personenfreizügigkeit anstreben?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Bilateralen sind für die Schweiz & Zürich zentral für Wohlstand und Arbeitsplätze! Die Bilateralen sichern den Marktzugang zu unserem wichtigsten Handelspartner. Die Personenfreizügigkeit erleichtert die Rekrutierung von benötigten Fachkräften und stärkt die Mobilität und den Austausch. Sie ist Teil eines Gesamtpakets, das nicht beliebig herausgelöst werden kann. Ich setze mich für die Vertiefung der Beziehungen zur EU und eine institutionelle Lösungen, die Rechtssicherheit schafft, ein.
Stimmrecht für Ausländer/-innen
Sollen Ausländer/-innen, die seit mindestens zehn Jahren in der Schweiz leben, das Stimm- und Wahlrecht auf Gemeindeebene erhalten?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Menschen, die lange hier leben, Steuern zahlen und Teil der Gesellschaft sind, sollen mitbestimmen können. Politische Teilhabe fördert Integration, Verantwortungsübernahme und Demokratieverständnis. Die lange Aufenthaltsdauer von 10 Jahren ist für mich realistisch. Ich sehe das Ausländerstimmrecht als Ergänzung, nicht als Ersatz für die Einbürgerung. Wer voll mitbestimmen will, soll weiterhin die Möglichkeit der Einbürgerung nutzen. Das kommunale Stimmrecht soll ein Integrationsinstrument sein.
Abschaffung Wohnsitzpflicht
Soll die Stadt Zürich die derzeit bestehende Wohnsitzpflicht von mindestens 2 Jahren in der Stadt vor einer Einbürgerung abschaffen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Für mich ist die Integration der Menschen entscheidend, nicht die exakte Dauer in einer bestimmten Gemeinde. Menschen, die schon lange in der Schweiz leben, sollen nicht künstlich ausgebremst werden. Ausserdem gibt es genügend kantonale und nationale Wohnsitzfristen. Die Menschen sind heute mobil und wollen im Kanton und in der Schweiz herumziehen können. Die heutige 2‑Jahres‑Regel wirkt daher teilweise unnötig bürokratisch.
Ausbau Integrationsangebote
Soll die Stadt Integrationsangebote (Sprachkurse, Rechtsberatung, Arbeitsintegration) für geflüchtete Personen weiter ausbauen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ich unterstütze den Ausbau von Integrationsangeboten für geflüchtete Personen, allerdings gezielt, wirksam und evidenzbasiert. Sprache ist der Schlüssel zu Arbeit, Bildung, Selbstständigkeit und sozialer Teilhabe. Geflüchtete sollen daher so früh wie möglich Zugang zu qualitativ guten Sprachkursen erhalten - dies ist die wirksamste Integrationsmassnahme. Die Arbeitsintegration sehe ich als Win-Win: Geflüchtete werden selbstständig und sind dann weniger abhängig von Sozialhilfe.
Obligatorische Integrationskurse
Sollen neu zugezogene Ausländer/-innen Integrationskurse besuchen müssen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Integration ist wichtig – und Sprache der Schlüssel. Daher unterstütze ich den Ausbau von Integrationskursen. Allerdings lehne ich eine generelle Pflicht für alle Neuankömmlinge eher ab. Stattdessen fordere ich ein differenziertes Modell: Pflicht, wenn jemand klare Integrationsdefizite hat, wenn Sprachkenntnisse fehlen oder wenn jemand Sozialhilfe bezieht und Integration die Chancen verbessert. Freiwilligkeit, wenn jemand bereits gut integriert ist (z. B. berufstätig, gute Sprachkenntnisse...)
Gesellschaft, Kultur & Ethik
Vergünstigte Geschlechtskrankheiten-Tests
Soll die Stadt Tests auf sexuell übertragbare Geschlechtskrankheiten vergünstigt an unter 30-Jährige abgeben (max. CHF 30 statt CHF 200)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Prävention ist günstiger als Behandlung - Nach diesem Grundsatz unterstütze ich Massnahmen für niederschwellige Angebote speziell für junge Menschen. Junge Menschen sind eine zentrale Zielgruppe, weil Geschlechtskrankheiten dort am höchsten sind und weil Kosten oft ein Hindernis darstellen. Gesundheitsangebote sollen zudem sozial durchmischt zugänglich sein. Niemand soll aus finanziellen Gründen auf Tests verzichten müssen. Prävention stärkt Eigenverantwortung und Gesundheitskompetenz.
Überdeckung umstrittener Darstellungen
Sollen umstrittene, als rassistisch taxierte Malereien und Inschriften an Hausfassaden durch die Stadtverwaltung überdeckt werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Kunst und historische Fassaden sollen nicht einfach übermalt werden. Fassadenmalereien sind oft historische Zeugnisse, auch wenn sie problematisch sind. Ein Überdecken durch die Stadt wäre eine Form von staatlicher Zensur - Das sehe ich sehr kritisch. Geschichte soll sichtbar, aber kritisch eingeordnet bleiben. Stattdessen bevorzuge ich eher Erklärtafeln, (digitale) Kontextangebote oder Hinweise auf problematische Inhalte. Nicht verdrängen, sondern verstehen und einordnen.
Förderung freier Kulturszene
Soll die städtische Kulturförderung die freie Kulturszene (Club- und Subkultur) finanziell stärker unterstützen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ja zu mehr Unterstützung, aber gezielt, transparent und wirkungsorientiert. Clubs und Subkultur sind wichtige kulturelle Räume. Sie fördern Innovation, Diversität und gesellschaftlichen Austausch und sind ein Standortfaktor für junge Menschen und Kreative. Unterstützung soll dort ansetzen, wo sie wirklich etwas bewirkt. Daher bevorzuge ich projektbezogene oder zweckgebundene Förderung statt pauschale Subventionen.
Einschränkung kommerzieller Werbung
Soll in der Stadt Zürich kommerzielle Werbung auf öffentlichem Grund zusätzlich eingeschränkt werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ich unterstütze Massnahmen, welche das Stadtbild aufwerten und öffentliche Räume entlasten. Ich lehne jedoch klar ideologische Verbotsforderungen ab. Werbung ist Teil einer liberalen, urbanen Öffentlichkeit. Ein generelles Verbot ist unverhältnismässig und die Stadt soll nicht willkürlich in wirtschaftliche Freiheit eingreifen. Ausserdem bringt Werbung auf öffentlichem Grund gt der Stadt erhebliche Einnahmen.
Massnahmen gegen Hausbesetzungen
Muss die Stadt Zürich mehr Massnahmen gegen die Besetzung von Gebäuden ergreifen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Besetzungen sind illegal – Ich erwarte, dass die Stadt handelt. Eigentumsrechte müssen respektiert werden und die Stadt soll eingreifen, wenn Eigentümerinnen oder Eigentümer dies verlangen. Allerdings lehne ich ein überhartes reagieren der Polizei ab. Ich setze auf verhältnismässiges Vorgehen, Dialog und Deeskalation. Viele Besetzungen entstehen, weil Gebäude lange leer stehen. Die Stadt soll daher Anreize schaffen, damit Eigentümer Leerstände reduzieren (zbsp. Zwischennutzung)
Finanzen & Steuern
Steuersenkung
Soll die Stadt Zürich ihren Steuerfuss senken (derzeit 119 Prozent)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ich bin für eine moderate, massvolle Steuersenkung von derzeit 119 auf 116 Prozent (-3 Prozentpunkte). Die Stadt soll effizient wirtschaften, bevor sie Steuern erhöht oder beibehält - Eine Steuersenkung muss allerdings finanziell tragbar sein und Investitionen (insb. beim Klimaschutz) müssen weiterhin möglich sein. Mit -3 Prozenpunkten sage ich ja zur Entlastung, aber ohne die städtischen Finanzen und Zukunftsfähigkeit der Stadt zu gefährden.
Investitionsobergrenze
Befürworten Sie eine Investitionsobergrenze, die ab 2027 die Ausgaben der Stadt Zürich einschränken soll?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ich unterstütze die Einführung einer Investitionsobergrenze, wie sie im Rahmen der städtischen Finanzstrategie diskutiert wurde. Die Stadt investiert sehr viel (Schulen, ÖV, Energie, Infrastruktur). Eine gewisse Disziplin ist nötig, damit Projekte priorisiert werden. Eine Obergrenze soll Steuerzahlerinnen und Steuerzahler schützen, ohne wichtige Projekte zu blockieren. Ich sage aber Nein zu einem Investitionsstopp. Ausnahmen sollen möglich sein, wenn sie sinnvoll sind (zbsp. Schulen, Energie)
Einstellungsstopp Stadtverwaltung
Befürworten Sie einen Einstellungsstopp für die Stadt Zürich (Einfrieren des Stellenbestands)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ich lehne einen generellen Einstellungsstopp ab. Dadurch würden wichtige Dienstleistungen der Stadt gefährdet werden (Schulen, Pflege, Sozialdienste, Sicherheit). Der Fachkräftemangel würde eher verschärft, als gelöst werden. Ich möchte eine gezielte Personalpolitik: Stellen sollen kritisch geprüft, aber nicht pauschal verboten werden. Die Effizienz soll gesteigert werden, z. B. durch Digitalisierung und unnötige Doppelstrukturen sollen abgebaut werden.
Wirtschaft & Arbeit
Einschränkung Kurzzeitvermietungen
Soll die Stadt Zürich mehr Massnahmen gegen die Vermietung von Wohnungen via Online-Plattformen (z.B. Airbnb) treffen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ich stehe der Regulierung von Airbnb & Co. grundsätzlich positiv gegenüber - wenn sie den Wohnungsmarkt schützen. Airbnb kann Wohnraum dem regulären Markt entziehen und durch Kurzzeitvermietungen können Mieten hochgetrieben werden. Legitime, gelegentliche Vermietung (z. B. während Ferien) sollen jedoch weiterhin möglich sein. Ich lehne ein ideologisches Verbot oder überharte Eingriffe ab. Eigentümer sollen nicht unnötig eingeschränkt werden.
Lohngleichheit Frauen/Männer
Soll die Lohngleichheit von Frauen und Männern bei Unternehmen, welche Aufträge von der Stadt erhalten, strenger kontrolliert werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Unternehmen, die von der Stadt profitieren, sollen gesetzliche Gleichstellungspflichten einhalten. Lohngleichheit ist bereits im Gesetz verankert – die Stadt soll sicherstellen, dass dies auch umgesetzt wird. Kontrollen sind ein fairer Wettbewerbsvorteil für Firmen, die korrekt arbeiten. Ich fordere jedoch klare Kriterien, wie Lohngleichheit geprüft wird und möchte standardisierte Verfahren. Ich möchte keine Willkür, sondern verlässliche Regeln und keine unnötige Bürokratie.
Lohnobergrenze
Befürworten Sie auf städtischer Ebene eine gesetzliche Lohnobergrenze in staatsnahen Betrieben (z.B. Energie 360° und Kunsthaus)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Löhne in staatsnahen Betrieben sind sehr unterschiedlich geregelt. So kommt der EWZ-Chef auf einen Jahreslohn von maximal 257’200 Franken. Dort gilt das Städtische Lohnsystem (SLS). Der CEO von Energie 360° (96% Beteiligung Stadt) erhält dagegen 400'000 CHF - mehr als die Stadtpräsidentin (276'400 CHF). Die Löhne von staatsnahen Betriebe sollen generell überprüft und Massnahmen ergriffen werden. Eine Lohnobergrenze in staatsnahen Betrieben auf städtischer Ebene halte ich für sinnvoll.
Verkauf Energie 360°
Soll von der Stadt ein Verkauf der Energie 360° AG angestrebt werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Stadt Zürich (Hauptaktionärin mit 96 %) prüft seit 2025 aktiv den Verkauf von Energie 360° an die EKZ. Ich unterstütze diesen Schritt, da die Energieversorgung aus einer Hand effizienter wird und der Zusammenschluss als wichtiger Schritt zur Dekarbonisierung ist. Ein Zusammenschluss mit EKZ stärkt die kantonale Energieinfrastruktur und beschleunigt die Wärmewende. Die Stadt soll sich auf ihre Kernaufgaben konzentrieren - Energie 360° ist heute ein Unternehmen, das überregional agiert.
Bessere Arbeitsbedingungen Stadtpersonal
Sollen die Anstellungsbedingungen von städtischen Angestellten verbessert werden (Lohn, Arbeitszeit, Ferien etc.)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ich unterstütze gezielte Verbesserungen dort, wo sie nötig und finanziell vertretbar sind (Massnahmen gegen Fachkräftemangel, Verbesserungen bei Vereinbarkeit von Beruf und Familie). Ich lehne jedoch generelle Lohnerhöhungen „mit der Giesskanne“ ab. Ausserdem möchte ich keine automatische Ausweitung von Ferienansprüchen und keine unkontrollierte Personalaufstockung.
Verkehr & Raumplanung
Verdichtetes Bauen
Befürworten Sie eine stärkere Verdichtung der bestehenden Siedlungszonen (z.B. verdichtete Überbauungen, höhere Gebäude)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ich befürworte eine stärkere Verdichtung, insbesondere in gut erschlossenen Gebieten. Verdichtung reduziert den Bodenverbrauch, stoppt die Zersiedelung und entlastet den Wohnungsmarkt. Verdichtung bedeuted jedoch nicht einfach mehr Beton! Ich fordere gute Architektur, genügend Grün- und Freiräume, durchmischte Quartiere, hohe Energieeffizienz und gute Erschliessung durch ÖV und Velo. => Verdichtung dort, wo sie sinnvoll ist: entlang von ÖV‑Achsen, in Zentrumsgebieten und bei Ersatzneubauten.
Superblocks
Befürworten Sie die Schaffung von sogenannten "Superblocks" (stark verkehrsberuhigte Quartiere mit Begegnungszonen, reduziertem Parkplatzangebot und Durchfahrtssperren für Autos)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ich unterstütze Massnahmen, welche die Lebensqualität in Quartieren erhöhen, Lärm und Verkehr reduzieren und mehr Platz für Fuss- und Veloverkehr schaffen. Quartiere unterscheiden sich stark, daher machen solche Superblocks gewiss nicht überall Sinn. Verkehrsflüsse müssen funktionieren, auch für ÖV, Gewerbe, Rettungsdienste und die Massnahmen müssen akzeptiert sein und erprobt werden. Daher bin ich für punktuelle, sorgfältig geplante Projekte, nicht ein stadtweites Konzept.
Autofreier Hauptbahnhof
Die Stadt hat ihre Vision eines autofreien Hauptbahnhofs vorgestellt. Unterstützen Sie eine solche Vision?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ich unterstütze die Vision eines weitgehend autofreien Hauptbahnhofs. Aber: nicht als symbolisches Verbot, sondern als gut geplantes, verkehrlich funktionierendes und städtebaulich sinnvolles Projekt. Dazu gehören mehr Fussgängerflächen, mehr Veloinfrastruktur, weniger Durchgangsverkehr und bessere Aufenthaltsqualität. Der ÖV muss muss reibungslos funktionieren und Gewerbe, Logistik und Taxis brauchen Zufahrtslösungen. Selbstverständlich müssen Rettungsdienste uneingeschränkt fahren können.
Vorrang Veloverkehr
Soll der Ausbau von Velowegen in den Quartieren Vorrang vor dem motorisierten Individualverkehr haben?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ich befürworte dass der Ausbau von Velowegen in den Quartieren Vorrang vor dem motorisierten Individualverkehr haben soll. Aber: mit guter Planung, Rücksicht auf Gewerbe und funktionierenden Verkehrsflüssen. Sichere Velowege sind zentral für die Verkehrswende und Quartiere sollen ruhiger, sicherer und lebensfreundlicher werden. Eine gute Verkehrsführung, damit der ÖV nicht blockiert wird und funktionierende Lösungen für Gewerbeund Lieferverkehr muss jedoch gewährleistet werden.
Umnutzung Gewerbe- zu Wohnraum
Soll die Umnutzung von Büro- oder Gewerbeflächen in Wohnraum erleichtert werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Zürich hat zu wenig Wohnraum. Gleichzeitig stehen Büroflächen leer oder sind schlecht ausgelastet. Eine Umnutzung stärkt die Innenentwicklung und verhindert die Zersiedelung. Umnutzungen sollen städtebaulich sinnvoll, energieeffizient, sozial verträglich und ökologisch hochwertig sein. „Billige Schnelllösungen“ lehne ich ab, die zu schlechten Wohnqualitäten führen würden.
Erhalt Parkplätze
Soll die aktuelle Anzahl öffentlicher Parkplätze in den Quartieren erhalten bleiben?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Parkplätze dürfen reduziert werden, wenn dadurch die Lebensqualität steigt, der Verkehr sicherer wird und Alternativen gut funktionieren. Ich unterstütze eine moderate Reduktion, wenn diese städtebaulich sinnvoll ist und Alternativen bereitstehen. Öffentlicher Raum ist knapp und Parkplätze beanspruchen viel Fläche. Diese Fläche kann oft besser genutzt werden (Bäume, Velowege, Aufenthaltsräume, Schulwege). Daher bin ich offen für den Abbau von Parkplätzen, wenn es gute Gründe gibt.
Ausbau Nachtflugverbot
Soll sich die Stadt für die Ausweitung des Nachtflugverbots am Flughafen Zürich einsetzen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Lärmbelastung in der Region Zürich ist hoch. Die Bevölkerung hat Anspruch auf zusammenhängende Nachtruhe. Spätlandungen und Verspätungsflüge sollen strenger begrenzt werden. Verspätungsflüge nach 23 Uhr sollen nicht zur Regel werden und Ausnahmebewilligungen müssen reduziert werden. Der Flughafen ist wirtschaftlich wichtig. Aber: Wachstum darf nicht zulasten der Bevölkerung gehen. Lärm- und Klimaschutz müssen gleichberechtigt berücksichtigt werden.
Umwelt & Energie
Begrünung Stadtraum
Soll der öffentliche Raum der Stadt vermehrt entsiegelt und begrünt werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Zürich leidet zunehmend unter Hitzeinseln und versiegelte Flächen verschärfen Überhitzung und Hochwasser. Mehr Grünflächen verbessern Klima, Biodiversität und Aufenthaltsqualität. Ich unterstütze daher das Entfernen unnötiger Asphaltflächen und das Pflanzen von Bäumen. Die Schaffung von Grüninseln und begrünten Plätzen soll ebenso forciert werden wie sogenannte "Schwammstadt‑Massnahmen" (Wasserrückhalt, Versickerung).
Entsorgungscoupons
Soll die Stadt Zürich die Entsorgungscoupons, welche zur Entsorgung von Sperrgut verwendet werden konnten, wieder einführen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Grundsätzlich stehe ich für verursachergerechte Beteiligung ein. Aus diesem Grund soll zBsp. eine Gewichtsgebühr motivieren, weniger Abfall zu produzieren. Dieses System ist transparenter als pauschale Coupons. Deshalb sollen die Coupons langfristig abgeschafft werden. Das Tiefbauamt hat jedoch eine Hauruck-Aktion mit einem sofortigen Stop gemacht, weswegen ich mich für eine vorübergehende Wiedereinführung einsetze. Ich bin offen für gezielte Unterstützung für Menschen mit tiefem Einkommen
Förderung privater Solaranlagen
Soll die Stadt Zürich private Solaranlagen verstärkt finanziell fördern?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Zürich hat ein grosses ungenutztes Solarpotenzial - Private Dächer sind entscheidend für die Energiewende und die Förderungen beschleunigen den Ausbau und senken die Einstiegshürden. Ich unterstütze höhere Beiträge für Photovoltaik auf privaten Dächern und die Förderung von Batteriespeichern. Ausserdem sollen die Bewilligungsverfahren vereinfacht werden.
Ausbau mobiler Recyclinghöfe
Befürworten Sie den Ausbau des Konzepts der mobilen Recyclinghöfe?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Viele Quartiere haben begrenzten Platz für grosse Sammelstellen. Daher bringen mobile Recyclinghöfe das Angebot näher zu den Menschen. Das führt zu höheren Sammelquoten und weniger Fehlwürfen. Sie sind besonders hilfreich für Personen ohne Auto. Der Ausbau soll als Ergänzung zu bestehenden Wertstoffsammelstellen verstanden werden und es soll ein flexibles Instrument sein, das je nach Quartier angepasst werden kann.
Politisches System & Digitalisierung
Engere Beziehungen zur EU
Befürworten Sie engere Beziehungen zur Europäischen Union (EU)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ich setze mich stark für eine Weiterentwicklung des bilateralen Wegs und ein institutionelles Abkommen ein. Die Schweiz ist wirtschaftlich, sicherheitspolitisch und wissenschaftlich stark von stabilen EU‑Beziehungen abhängig - insbesondere in der heutigen, unsicheren Zeit (Stichwort Trump & USA). Ich setze mich für das neue Vertragspaket „Bilaterale III“ ein - Es ist eine passgenaue und pragmatische Lösung, um den bilateralen Weg auf ein stabiles und entwicklungsfähiges Fundament zu stellen.
Verkleinerung Stadtrat
Soll der Stadtrat von 9 Sitzen auf 7 verkleinert werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Zürich ist ein Sonderfall. Alle anderen der 10 grössten Schweizer Städte sowie die Kantone kommen mit sieben oder sogar fünf Mitgliedern in der Regierung aus. Weniger Departemente sind effizienter. Dadurch gibt es weniger Doppelspurigkeiten und Synergien können besser genutzt werden. Die Anzahl Departemente hat nichts mit der Grösse der Bevölkerung zu tun. Es gilt die Departemente sinnvoll aufzuteilen und ähnliche Aufgaben zu bündeln. Dies vereinfacht die Zusammenarbeit innerhalb der Verwaltung.
Transparente Kampagnenfinanzierung
Soll die Finanzierung von Wahl- und Abstimmungskampagnen der Parteien transparent gemacht werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Eine Demokratie funktioniert nur mit klaren, nachvollziehbaren Geldflüssen. Wenn die Finanzierung von Wahl- und Abstimmungskampagnen transparenter gemacht werden, sehe ich darin einen Beitrag zu fairen Wettbewerbsbedingungen.
Digitale Stadtverwaltung
Soll die Stadt ihre Leistungen primär online und nicht mehr zwingend am Schalter anbieten (Digital-First-Prinzip)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Grundsätzlich unterstütze ich als leidenschaftlicher Informatiker das "Digital‑First‑Prinzip". Allerdings ist das nicht als „Digital Only“, sondern als moderne Ergänzung, die den Zugang erleichtert und die Verwaltung effizienter macht zu verstehen. Schalterangebote sollen für jene bestehen bleiben, die sie brauchen. Online‑Services sparen Zeit, Geld und Ressourcen – für Bevölkerung und Verwaltung. Aber: Niemand darf ausgeschlossen werden!
Ausbau Entwicklungszusammenarbeit
Soll die Stadt die Ausgaben für die internationale Entwicklungszusammenarbeit erhöhen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ich stehe grundsätzlich positiv zur internationalen Entwicklungszusammenarbeit. Allerdings bin ich zurückhaltend, wenn es um zusätzliche Ausgaben der Stadt Zürich geht. Die Schweiz engagiert sich bereits über Bundesprogramme (DEZA) und kantonale Beiträge. Die Stadt Zürich soll sich fokussiert engagieren, aber nicht zu einem „Mini‑DEZA“ werden. Internationale Entwicklungszusammenarbeit ist keine Kernaufgabe einer Gemeinde.
Strikte Neutralitätspolitik
Soll die Schweiz ihre Neutralität strikt auslegen (weitgehender Verzicht auf wirtschaftliche Sanktionen)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Schweiz darf keine Schlupflöcher für sanktionierte Staaten bieten! Internationale Sanktionen dienen der Wahrung von Frieden, Sicherheit und Menschenrechten. Die Schweiz muss als verlässlicher Partner auftreten – besonders gegenüber Europa. Neutralität bedeutet militärische Neutralität, nicht wirtschaftliche Untätigkeit. Eine strikte Neutralität würde die Schweiz isolieren und unglaubwürdig machen. Die Schweiz muss sich an der regelbasierten internationalen Ordnung beteiligen.
Sicherheit & Polizei
Verbot automatisierter Gesichtserkennung
Soll der Einsatz automatisierter Gesichtserkennung durch die Stadtpolizei weiterhin verboten bleiben?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Als Informatiker bin ich technologieoffen – aber klar gegen unregulierte Überwachung. Gesichtserkennung ist ein tief eingreifendes Überwachungsinstrument und es fehlen klare gesetzliche Grundlagen. Es bestehen erhebliche Risiken für Grundrechte, Privatsphäre und Missbrauch. Gesichtserkennung wären nur zulässig, wenn es klare gesetzliche Regeln, transparente Kontrolle, hohe technische Zuverlässigkeit und klare Zweckbindung gäbe. Diese Voraussetzungen sehe ich derzeit nicht gegeben.
Taser-Ausrüstung (Polizei)
Soll die Stadtpolizei Zürich vermehrt mit Tasern ausgestattet werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ich bin grundsätzlich offen für den Einsatz von Tasern – aber nur sehr zurückhaltend und unter strengen Bedingungen. Taser können in seltenen Situationen eine Alternative zu Schusswaffen sein. Sie können helfen, eskalierende Gewalt zu verhindern. Aber: Sie sind nicht harmlos und können schwere Verletzungen verursachen. Darum unterstütze ich keine generelle Ausweitung, sondern nur einen gezielten, streng regulierten Einsatz.
Engagement gegen häusliche Gewalt
Soll sich die Stadt stärker gegen häusliche Gewalt engagieren (z.B. mehr finanzielle Mittel für Frauenhäuser und Präventionskampagnen)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Frauenhäuser sind chronisch ausgelastet und Betroffene brauchen schnellen, niederschwelligen Schutz. Die Stadt soll ausreichend Plätze und verlässliche Finanzierung sicherstellen. Ich fordere Aufklärungskampagnen, Programme zur Gewaltprävention bei Jugendlichen, Schulungen für Fachpersonen und bessere Koordination zwischen Polizei, Sozialdiensten und Gesundheitswesen. Prävention ist auch hier die kosteneffizienteste und wirksamste Massnahme.
Antirassismus- und Deeskalationstrainings (Polizei)
Soll die Stadtpolizei verpflichtend Antirassismus- und Deeskalationstrainings absolvieren müssen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Polizistinnen und Polizisten stehen oft in emotional aufgeladenen Situationen. Gute Ausbildung in Deeskalation reduziert Gewalt und schützt alle Beteiligten. Antirassismus‑Trainings stärken Vertrauen zwischen Polizei und Bevölkerung. Ein Antirassismus‑Trainings sehe ich als Teil der Qualitätsentwicklung und ein Mittel gegen strukturelle Diskriminierung.
Erhöhte Polizeipräsenz
Befürworten Sie eine stärker sichtbare Präsenz der Polizei in Zürich (z.B. mehr Rundgänge der Polizei in der Nacht)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Punktulelle Überwachtung bei kritischen Orten, kann sinnvoll sein. Ich fordere eine intelligente, datenbasierte und verhältnismässige Umsetzung, nicht einfach „mehr Polizei überall“. Sichtbare Polizei erhöht das Sicherheitsgefühl und Rundgänge in der Nacht können Gewalt, Belästigungen und Vandalismus reduzieren. Keine Symbolpolitik – Präsenz muss wirksam sein: Ich lehne reine „Show-Patrouillen“ ohne Wirkung sowie flächendeckende Dauerpräsenz ohne Bedarf ab.
Werthaltungen
Freie Marktwirtschaft
Wie beurteilen Sie folgende Aussage: "Von einer freien Marktwirtschaft profitieren langfristig alle."
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 |
|---|---|---|---|---|---|---|
Kommentar
Innovation entsteht durch Wettbewerb und Wohlstand entsteht durch unternehmerische Freiheit. Märkte sind grundsätzlich effizienter als staatliche Detailsteuerung und Wirtschaftswachstum ist nötig, um ökologische Transformation zu finanzieren. Natürlich bin ich nicht für eine "Laissez‑faire"-Politik. Ich fordere starke Wettbewerbsbehörden, Transparenz, klare ökologische Leitplanken und Kostenwahrheit.
Staatliche Umverteilung
Wie beurteilen Sie folgende Aussage: "Es ist notwendig, dass der Staat durch Umverteilung die Einkommens- und Vermögensunterschiede ausgleicht."
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 |
|---|---|---|---|---|---|---|
Kommentar
Ich sehe gewisse Umverteilung als notwendig, aber nicht als primäres politisches Ziel und nicht im Sinne eines starken staatlichen Ausgleichs (Zbsp: funktionierendes Sozialversicherungssystem, gezielte Unterstützung für Menschen in schwierigen Lebenslagen, Investitionen in Bildung, Kinderbetreuung,...). Ein gewisser Ausgleich ist nötig, um Chancenfairness zu sichern. Zu starke oder pauschale Umverteilung lehne ich jedoch ab. Der Fokus liegt auf Chancengerechtigkeit, nicht auf Gleichmacherei.
Bestrafung Krimineller
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Die Bestrafung Krimineller ist wichtiger als deren Wiedereingliederung in die Gesellschaft."
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 |
|---|---|---|---|---|---|---|
Kommentar
Ich vertrete eine liberale, rechtsstaatliche und evidenzbasierte Strafpolitik – und diese setzt klar auf Wiedereingliederung, nicht auf reine Härte. Strafe ist notwendig, aber Wiedereingliederung ist mindestens genauso wichtig – oft sogar wichtiger für die Sicherheit. Ich unterstütze klare rechtsstaatliche Sanktionen und eine konsequente Strafverfolgung zum Schutz der Bevölkerung. Prävention ist effizienter als Repression - Der Staat soll Ursachen bekämpfen (z. B. Sucht, Armut, usw.)
Umweltschutz
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Ein stärkerer Umweltschutz ist notwendig, auch wenn er zulasten des Wirtschaftswachstums durchgesetzt werden muss."
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 |
|---|---|---|---|---|---|---|
Kommentar
Umweltschutz ist zwingend – aber er soll mit der Wirtschaft funktionieren, nicht gegen sie. Ich fordere ambitionierte Klimaziele: Netto‑Null bis 2050 (oder früher), konsequente CO₂‑Reduktion, Kreislaufwirtschaft, Kostenwahrheit bei Umweltbelastungen usw. Ökologische Transformation ist ein Innovationsmotor, kein Wachstumshemmnis. Darum setze ich auf grüne Technologien, marktwirtschaftliche Instrumente, CO₂‑Bepreisung statt Verbote, Förderung von Cleantech und Innovation.
Kommentar
Ich stehe hinter dem politisch legitimierte Drittelsziel der Stadt Zürich, welches 2011 beschlossen wurde und vorsieht, dass bis zum Jahr 2050 ein Drittel aller Mietwohnungen in der Stadt gemeinnützig sein sollen, um bezahlbaren Wohnraum zu sichern und Verdrängung zu verhindern.