Eric Odin
GRÜNE | 07.09
Sozialstaat & Familie
Ausbau der Tagesbetreuung für Kinder
Soll der Kanton Freiburg familienergänzende Betreuungsstrukturen finanziell stärker unterstützen (Erhöhung der Anzahl Krippenplätze, Verlängerung der Öffnungszeiten von Tagesschulen usw.)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Rückzahlung von Sozialhilfe
Soll der Kanton Freiburg die Rückzahlungspflicht für bezogene Sozialhilfe abschaffen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Das neue Sozialhilfegesetz bringt einige Fortschritte, doch die Rückzahlungspflicht muss abgeschafft werden. Solidarität sollte niemals zu einer Schuld werden: Würde man sich vorstellen können, Arbeitslosengeld, IV oder AHV zurückzuzahlen? Diese Versicherungen schützen jeden ohne zukünftige Gegenleistung, gerade weil das Risiko alle betrifft. Die Sozialhilfe muss derselben Logik folgen: ein Sicherheitsnetz und kein versteckter Kredit, der die Empfänger in prekären Verhältnissen hält, sobald sich ihre Situation stabilisiert hat.
La nouvelle loi sur l'aide sociale apporte quelques progrès, mais le remboursement doit disparaître. La solidarité ne devrait jamais devenir une dette : imaginerait-on rembourser le chômage, l'AI ou l'AVS ? Ces assurances protègent chacun sans contrepartie future, précisément parce que le risque touche tout le monde. L'aide sociale doit relever de la même logique : un filet de protection et non un prêt déguisé maintenant les bénéficiaires dans la précarité une fois leur situation stabilisée.
Kantonales Vorkaufsrecht
Soll ein Vorkaufsrecht eingeführt werden, das es dem Kanton und den Gemeinden ermöglicht, Grundstücke oder Liegenschaften für den gemeinnützigen Wohnungsbau vorrangig zu erwerben?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Angesichts der Wohnungsknappheit ist die Steuerung des Angebots ein wesentlicher Schwerpunkt der öffentlichen Politik, und das Vorkaufsrecht ist hierfür ein geeignetes Instrument. Es muss jedoch mit Augenmaß ausgeübt werden, ohne Grundstückseigentümer ungerechtfertigt zu benachteiligen. Sein Hauptnutzen besteht darin, dass es dem Kanton oder den Gemeinden ermöglicht, einzugreifen, wenn Gebäude dem Verfall preisgegeben sind, um sie zu sanieren und als Sozialwohnungen wieder auf den Mietmarkt zu bringen.
Face à la pénurie de logements, agir sur l'offre est un axe essentiel des politiques publiques, et le droit de préemption est un outil pertinent pour cela. Il doit toutefois s'exercer avec mesure, sans porter atteinte injustement aux propriétaires fonciers. Son intérêt principal réside dans le fait de permettre au canton ou aux communes d'intervenir quand des bâtiments sont laissés à l'abandon, pour les rénover et les remettre sur le marché locatif en logements d'utilité publique.
Verschärfung des Sozialhilfegesetzes
Würden Sie eine Verschärfung des Sozialhilfegesetzes im Kanton Freiburg befürworten (z.B. Begrenzung der Zulagen, tieferer Ansatz des Existenzminimums, höherer Ermessenspielraum bei der Vergabe der Sozialhilfe)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die bestehenden Schutzmaßnahmen sind mehr als ausreichend, und das derzeitige Gesetz bietet bereits die notwendigen Instrumente, um Missbrauch zu verhindern. Die als Priorität dargestellte Betrugsbekämpfung ist in Wirklichkeit ein kostspieliges Ablenkungsmanöver: Die zurückgewonnenen Beträge sind im Vergleich zu den für die Kontrollen aufgewendeten Ressourcen verschwindend gering. Eine Verschärfung der Sanktionen oder eine Senkung des Existenzminimums führt nur dazu, dass Menschen, die ohnehin schon in prekären Verhältnissen leben, noch weiter geschwächt werden, ohne dass die eigentlichen strukturellen Probleme der Sozialhilfe damit gelöst werden.
Les garde-fous existants sont largement suffisants, et la loi actuelle offre déjà les instruments nécessaires pour prévenir les abus. La chasse à la fraude, présentée comme prioritaire, est en réalité un leurre coûteux : les montants récupérés sont marginaux au regard des ressources engagées pour les contrôles. Durcir les sanctions ou abaisser le minimum vital ne fait que fragiliser davantage des personnes déjà précaires, sans réduire les vrais problèmes structurels de l'aide sociale.
Vergütung für pflegende Angehörige
Sollen pflegende Angehörige finanziell unterstützt werden (z. B. durch Pflegegeld)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Pflegende Angehörige stellen ihre berufliche Laufbahn zurück und tragen dabei eine erhebliche psychische Belastung – und das für eine Rolle, die für unsere Gesellschaft unverzichtbar ist. Ihr Engagement senkt die Kosten für das Gesundheits- und Sozialsystem, indem es eine weitaus kostspieligere stationäre Betreuung verhindert oder hinauszögert. Es ist daher gerecht und sinnvoll, umfangreiche Mittel einzusetzen, um sie finanziell zu unterstützen und ihren Status uneingeschränkt anzuerkennen.
Les proches aidants mettent entre parenthèse leur carrière, tout en portant une charge psychologique importante, pour un rôle indispensable à notre société. Leur engagement réduit les coûts pour le système de santé et le social, en évitant ou retardant des prises en charge institutionnelles bien plus coûteuses. Il est donc juste et efficace d'engager des moyens conséquents pour les soutenir financièrement et de reconnaître pleinement leur statut.
Gesundheit
Prämienverbilligungen erhöhen
Soll die Prämienverbilligung erhöht werden, sodass niemand mehr als 10 Prozent seines verfügbaren Haushaltseinkommens für die Krankenversicherung zahlen muss?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Der Anteil des Einkommens, der für die Krankenversicherung aufgewendet wird, ist insbesondere für die Mittel- und Unterschicht zu hoch geworden. Eine Erhöhung der Zuschüsse würde es ermöglichen, einen wirksamen Schutz vor den stetig steigenden Prämien zu schaffen, ohne auf eine strukturelle Reform des Gesundheitssystems warten zu müssen, deren Umsetzung mehr Zeit in Anspruch nehmen würde. Man müsste noch weiter gehen. Zur Erinnerung: Ursprünglich war vorgesehen, dass die Krankenversicherung nicht mehr als 8 % des Einkommens ausmachen sollte!
La part du revenu consacrée à l'assurance maladie est devenue trop lourde, en particulier pour les classes moyennes et inférieures. Augmenter les subsides permettrait de créer un véritable bouclier contre la hausse continue des primes, sans attendre une réforme structurelle du système de santé, plus lente à mettre en œuvre. Il faudrait aller plus loin. Pour rappel, à l'origine, il était prévu que l'assurance-maladie ne dépasse pas 8% du revenu !
Kantonale Einheitskrankenkasse
Befürworten Sie die Einführung einer kantonalen Einheitskrankenkasse?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Gesundheitsversorgung sollte nicht in den Händen privater Versicherer bleiben, die Reserven anhäufen und gleichzeitig über Subventionen den Haushalt der privaten Haushalte und den Staatshaushalt direkt belasten. Eine einzige kantonale Krankenkasse würde diesem Ansatz ein staatliches Gegengewicht bieten und für mehr Transparenz sowie eine bessere Kontrolle über die Verwendung der Prämien sorgen. Zudem würde sie es ermöglichen, die durch den Wettbewerb zwischen den Versicherern entstehenden Verwaltungskosten zum Vorteil der Versicherten zu senken.
La santé ne devrait pas rester entre les mains d'assureurs privés qui accumulent des réserves tout en pesant directement sur le budget des ménages et sur celui de l'État via les subsides. Une caisse cantonale unique offrirait un contre-pouvoir étatique face à cette logique, avec davantage de transparence et de contrôle sur l'utilisation des primes. Elle permettrait aussi de réduire les frais administratifs liés à la concurrence entre assureurs, au bénéfice des assurés.
Einschränkung der Spitalplanung
Befürworten Sie eine Einschränkung der kantonalen Kontrolle über die Spitalplanung und die Organisation der Gesundheitsversorgung (z. B. indem privaten Kliniken gestattet wird, mehr Leistungen zu erbringen)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Regeln für die Spitalplanung leiten sich weitgehend aus dem durch das KVG festgelegten bundesrechtlichen Rahmen ab, doch ihre Umsetzung obliegt dem Kanton, der zwischen drei Anforderungen abwägen muss: Qualität und Wirtschaftlichkeit, Zugänglichkeit und Verfügbarkeit. Gerade diese Rolle als Sicherheitsventil rechtfertigt eine strenge kantonale Kontrolle: Die Leistungen müssen nach dieser dreifachen Logik ausgewählt und finanziert werden, anstatt die Entscheidung privaten Akteuren zu überlassen, die sich von anderen Prioritäten leiten lassen.
Les règles de planification hospitalière découlent largement du cadre fédéral fixé par la LAMal, mais leur mise en œuvre appartient au canton, qui doit arbitrer entre trois exigences : qualité et économicité, accessibilité, et disponibilité. C'est ce rôle de garde-fou qui justifie un contrôle cantonal fort : choisir et financer les prestations selon cette triple logique, plutôt que de laisser la décision aux acteurs privé, guidées par d'autres priorités.
Schule & Bildung
Chancengleichheit in der Ausbildung
Soll sich der Kanton Freiburg stärker für gleiche Bildungschancen einsetzen (z.B. mit Nachhilfe-Gutscheinen für Schüler/-innen aus Familien mit geringem Einkommen)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ohne entsprechende Maßnahmen führen schulische Ungleichheiten dazu, dass sich Armutskreisläufe von einer Generation zur nächsten fortsetzen: Ein Kind aus einem benachteiligten Umfeld hat statistisch gesehen geringere Chancen, einen Schulabschluss zu erwerben. Der Erwerb eines Abschlusses (insbesondere im Rahmen einer Berufsausbildung) ist jedoch nach wie vor der beste Schutz vor sozialer Prekarität. Der Kanton muss daher bereits im frühesten Kindesalter in schulische Fördermaßnahmen investieren, bevor sich die Unterschiede vergrößern, anstatt die Situation erst zu spät zu korrigieren.
Sans intervention, les inégalités scolaires reproduisent les cycles de pauvreté d'une génération à l'autre : un enfant issu d'un milieu défavorisé a statistiquement moins de chances d'obtenir une certification. Or l'obtention d'un diplôme (en particulier via l'apprentissage) reste le meilleur rempart contre la précarité. Le canton doit donc investir dans des mesures de soutien scolaire dès le plus jeune âge, avant que les écarts ne se creusent, plutôt que de corriger la situation trop tard.
Zweisprachige Schulzeit
Bis 2031 wird eine Unterstützung für Schulen im Kanton eingerichtet, die einen zweisprachigen Unterricht in der Primarstufe anbieten möchten. Soll diese Möglichkeit auf die gesamte obligatorische Schulzeit (bis zur 11. Klasse) ausgeweitet werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Zweisprachigkeit ist Teil der Freiburger Identität und sollte während der gesamten Pflichtschulzeit gefördert werden, nicht nur in der Primarschule. Es handelt sich somit um eine Frage des sozialen Zusammenhalts in einem Kanton, der von Zweisprachigkeit geprägt ist. Eine Ausweitung dieser Möglichkeit bis zur 11H würde zudem die Beherrschung beider Sprachen deutlich stärken, was auf dem regionalen und nationalen Arbeitsmarkt einen echten Vorteil darstellt.
Le bilinguisme fait partie de l'identité fribourgeoise et mérite d'être porté sur l'ensemble de la scolarité obligatoire, pas seulement au primaire. Il s'agit donc d'un enjeu de cohésion sociale dans un canton marqué par le bilinguisme. Étendre cette possibilité jusqu'à la 11H renforcerait aussi nettement la maîtrise des deux langues, ce qui constitue un atout réel sur le marché du travail régional et national.
Integrative Schule
Gemäss dem Konzept der integrativen Schule werden Kinder mit Lernschwierigkeiten oder Behinderungen grundsätzlich in regulären Schulklassen unterrichtet. Befürworten Sie dies?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die integrative Schule fördert den sozialen Zusammenhalt und die Inklusion bereits im frühesten Kindesalter. Sie erfordert jedoch erhebliche Mittel in den Bereichen Betreuung, Fortbildung und fachliche Unterstützung; ohne diese Mittel kann sie scheitern. Daher müssen die Mittel aufgestockt werden. Dies darf jedoch nicht zu einem dogmatischen „Alles-integrativ“-Ansatz führen: Ab einer bestimmten Schwelle beeinträchtigt dies die Qualität des Unterrichts und kann bestimmte Kinder einer Form institutioneller Gewalt aussetzen, die unbedingt vermieden werden muss.
L'école intégrative favorise la cohésion sociale et l'inclusion dès le plus jeune âge. Mais elle exige des moyens très conséquents en matière encadrement, formation, appui spécialisé, sans lesquels elle peut se trouver en échec. Il faut donc augmenter les moyens. Mais, ceci sans entrer dans une doxa du « tout intégratif » : au-delà d'un certain seuil, cela pénalise la qualité de l'enseignement et peut exposer certains enfants à une forme de violence institutionnelle, à éviter absolument.
Erhöhung der kantonalen Kulturförderung
Der Kanton Freiburg hat beschlossen, die Kulturförderung zu erhöhen und das Budget bis 2035 von 16,70 CHF auf 30 CHF pro Einwohner/-in anzuheben. Befürworten Sie diesen Beschluss?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Kultur wird manchmal als elitär oder vom Alltag losgelöst wahrgenommen, doch sie spielt eine wesentliche Rolle für den sozialen Zusammenhalt, insbesondere in einer zunehmend gespaltenen Gesellschaft, in der die öffentliche Debatte oft eher in Beleidigungen als in einen Gedankenaustausch ausartet. In Kultur zu investieren bedeutet, Räume der Begegnung und des Dialogs zwischen unterschiedlichen Zielgruppen zu schaffen und ein Vereins- und Kreativleben zu fördern, das für die Identität des Kantons von entscheidender Bedeutung ist. Dieser Aufholprozess geht in die richtige Richtung.
La culture est parfois perçue comme élitiste ou éloignée du quotidien, mais elle joue un rôle essentiel de cohésion sociale, en particulier dans une société de plus en plus clivée, où le débat public se dégrade souvent en insultes plutôt qu'en échange d'idées. Investir dans la culture, c'est créer des espaces de rencontre et de dialogue entre des publics différents, et soutenir une vie associative et créative essentielle à l'identité du canton. Ce rattrapage va dans le bon sens.
Migration & Integration
Integrationsförderung für Ausländer*innen
Soll der Kanton Freiburg Ausländer/-innen bei der Integration stärker unterstützen (z.B. durch zusätzliche Sozialarbeiter/-innen)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ganz klar im Asylbereich. Im Gegensatz zur Wirtschaftsmigration oder zur Familienzusammenführung aus EFTA-Ländern oder Drittstaaten kommen Asylsuchende ohne Verbindung zum Arbeitsmarkt in die Schweiz, weshalb die soziale und berufliche Integration sowohl in wirtschaftlicher als auch in sozialer Hinsicht entscheidend ist. Der Kanton leistet bereits wirksame Arbeit, kann aber noch weiter gehen, indem er die verfügbaren Plätze erhöht und verstärkt in junge Migrant*innen investiert.
Très clairement dans le domaine de l'asile. Contrairement à la migration économique ou par regroupement familial, en provenance de l'AELE ou d'États tiers, les personnes issues de l'asile arrivent en Suisse sans lien avec le marché du travail, ce qui rend l'intégration socioprofessionnelle décisive, tant économiquement que socialement. Le canton fait déjà un travail efficace, mais peut aller plus loin, en augmentant les places disponibles et en investissant davantage sur les jeunes migrant·e·s.
Verschärfung der Einbürgerungsvoraussetzungen
Sollen die Anforderungen für die Einbürgerungen erhöht werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
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Politische Rechte für Ausländerinnen und Ausländer
Ausländerinnen und Ausländer, die seit mindestens fünf Jahren im Kanton Freiburg leben und Inhaber einer C-Bewilligung sind, haben in ihrer Wohngemeinde das Stimm- und Wahlrecht. Sollten diese Rechte auf die kantonale Ebene ausgeweitet werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Das Wahlrecht und die Wählbarkeit auf kantonaler Ebene nach fünf Jahren Wohnsitz und dem Besitz einer Aufenthaltsbewilligung der Kategorie C sind Ausdruck einer echten Integration und Handlungsfähigkeit. Die gemeinsame Entscheidungsfindung in kantonalen Angelegenheiten stärkt den sozialen Zusammenhalt: Wer hier lebt und einen Beitrag leistet, muss an den Entscheidungen mitwirken können, die ihn betreffen.
Voter et être élu au niveau cantonal, après cinq ans de résidence et un permis C, reconnaît une intégration réelle et une capacité d'agir. Décider ensemble des affaires cantonales renforce la cohésion sociale : ceux qui vivent et contribuent ici doivent pouvoir participer aux choix qui les concernent.
Aufnahme von Resettlement-Flüchtlinge
Soll sich der Kanton Freiburg dafür einsetzen, dass mehr Geflüchtete aus Lagern direkt vor Ort (z.B. Griechenland) in der Schweiz aufgenommen werden (sogenannte Resettlement-Flüchtlinge)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Es geht nicht darum, Menschen grenzenlos aufzunehmen, sondern im Rahmen unserer Ressourcen und unserer tatsächlichen Integrationsfähigkeit. Die Aufnahme von mehr Neuansiedlungsflüchtlingen ist ein sinnvoller Akt der Solidarität, muss jedoch mit dem Engagement einhergehen, die Aufnahmebedingungen in den Erstaufnahmeländern zu verbessern, sowie mit dem Einsatz für gerechtere Verteilungsmechanismen zwischen den Staaten.
Il ne s'agit pas d'accueillir sans limite, mais selon nos ressources et notre capacité réelle d'intégration. Accueillir davantage de réfugiés de réinstallation est un geste de solidarité utile, mais il doit s'accompagner d'un engagement pour améliorer les conditions d'accueil dans les pays de première arrivée, et d'un plaidoyer pour des mécanismes de répartition plus équitables entre États.
Gesellschaft & Ethik
Drogenprüfung in Konsumräumen
Sollte der Kanton Freiburg die Einführung von Drug Checking finanzieren, damit Konsument/-innen die Qualität ihrer Substanzen in den sicheren Konsumräumen überprüfen können?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Dies ist zwar mit Kosten verbunden, diese sind jedoch deutlich geringer als die Kosten für die Bewältigung der gesundheitlichen Folgen des Konsums von Substanzen minderer Qualität oder mit falscher Dosierung: Vergiftungen, Krankenhausaufenthalte, Notfälle. Das Drug Checking folgt dem Ansatz der Prävention und Risikominderung, indem es den Konsumenten zuverlässige Informationen darüber liefert, was sie konsumieren, anstatt sie blindlings Produkten auszusetzen, deren tatsächliche Zusammensetzung unbekannt ist.
Cela représente un coût, mais nettement inférieur à celui de gérer les conséquences sanitaires d'une consommation de substances de mauvaise qualité ou mal dosées : intoxications, hospitalisations, urgences. Le drug checking s'inscrit dans une logique de prévention et de réduction des risques, en donnant aux usagers une information fiable sur ce qu'ils consomment, plutôt que de les laisser s'exposer à l'aveugle à des produits dont la composition réelle est inconnue.
Kantonale Massnahmen gegen sexuelle Belästigung
Sollte der Kanton Freiburg mehr Massnahmen zur Bekämpfung sexueller Belästigung ergreifen (z. B. Sensibilisierungsmassnahmen, Austauschplattformen)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Das liegt auf der Hand! Angesichts der Zunahme toxischer Verhaltensweisen, insbesondere im Internet, und eines sich immer weiter verbreitenden maskulinistischen Diskurses muss der Kanton die Sensibilisierung und Prävention von sexueller Belästigung verstärken. Dies muss Teil eines umfassenderen kantonalen Plans gegen jegliche Diskriminierung sein, der eine klare Botschaft vermittelt: Keine Minderheit darf von einer sozialen Gruppe dominiert werden, und Bildung bleibt der nachhaltigste Hebel, um Verhaltensweisen zu ändern.
C'est une évidence ! Face à la montée de comportements toxiques, notamment en ligne, et d'un discours masculiniste qui se banalise, le canton doit renforcer la sensibilisation et la prévention du harcèlement sexuel. Cela doit s'inscrire dans un plan cantonal plus large contre toutes les discriminations, portant un message clair : aucune minorité ne doit être dominée par un groupe social, et l'éducation reste le levier le plus durable pour changer les comportements.
Trennung von Staat und Kirche
Soll der Kanton Freiburg Staat und Kirche vollständig trennen (z.B. wie die Kantone Genf und Neuenburg)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Auch wenn der Staat tief von der katholischen Kultur geprägt ist, ist er nicht mit einer Religion gleichzusetzen. Er muss sich institutionell von ihr distanzieren, insbesondere angesichts der wiederholten Skandale, die die Kirche erschüttert haben. Eine vollständige Trennung würde eine konsequentere Neutralität gewährleisten, vor allem in einer Gesellschaft, die in religiöser Hinsicht zunehmend pluralistisch geworden ist.
Même profondément marqué par une culture catholique, l'État ne se confond pas avec une religion. Il doit s'en désolidariser institutionnellement, notamment au regard des scandales à répétition qui ont touché l'Église. Une séparation complète garantirait une neutralité plus cohérente, surtout dans une société devenue religieusement plurielle.
Keine inklusive Sprache in kantonalen Texten
Soll den kantonalen Stellen (Behörden, Schulen) untersagt werden, in ihren schriftlichen Mitteilungen eine geschlechtsneutrale Sprache zu verwenden, indem sie Sterne, Doppelpunkte oder ähnliche Zeichen einsetzen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Worte prägen das Denken, und der Sprachgebrauch sollte niemals die Ideen einschränken, die sich durch ihn ausdrücken lassen. Ein Verbot der inklusiven Schreibweise käme einer künstlichen Einfrierung einer Sprache gleich, die sich stets weiterentwickelt hat. Eine lebendige Sprache passt sich an und öffnet sich dem Pluralismus der Welt, die sie beschreibt; andernfalls könnte man genauso gut Latein sprechen! Das Sternchen oder der Bindestrich sind nur einige Mittel unter vielen, um lange ignorierte gesellschaftliche Realitäten sichtbar zu machen.
Les mots façonnent la pensée, et l'usage de la langue ne devrait jamais restreindre les idées qu'elle permet d'exprimer. Interdire l'écriture inclusive reviendrait à figer artificiellement une langue qui a toujours évolué. Une langue vivante s'adapte et s'ouvre au pluralisme du monde qu'elle décrit ; sinon, autant parler latin ! L'astérisque ou le point médian sont des outils parmi d'autres pour rendre visibles des réalités sociales longtemps ignorées.
Wöchentliche vegetarische Speisepläne
Befürworten Sie, dass öffentlich geförderte Kantinen an mindestens einem Tag pro Woche ausschliesslich vegetarische Menüs anbieten?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ein wöchentliches vegetarisches Menü fördert den Geschmack, sensibilisiert für eine abwechslungsreiche Ernährung und wertet den regionalen Gemüseanbau auf. Angesichts des Ernährungswandels, den wir gemeinsam bewältigen müssen, ist diese Maßnahme zwar noch bescheiden: Sie ist ein erster pädagogischer und ökologischer Schritt, der die Gewohnheiten nicht grundlegend verändert, und könnte (müsste!) in Zukunft ausgeweitet werden.
Un menu végétarien hebdomadaire développe le goût, sensibilise à une alimentation diversifiée et valorise la production maraîchère de proximité. Face à la transition alimentaire que nous devons collectivement réussir, cette mesure reste modeste : c'est un premier pas pédagogique et écologique, sans bouleverser les habitudes, et pourrait (devra!) être étendue à l'avenir.
Finanzen & Steuern
Höherer Steuersatz für hohe Einkommen
Würden Sie eine Erhöhung des Steuersatzes für Personen befürworten, deren steuerpflichtiges Einkommen CHF 200'000 pro Jahr übersteigt?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ohne eine Strafbesteuerung anzustreben, sollte jeder nach seinen Möglichkeiten zur gemeinsamen Anstrengung in den Bereichen Solidarität, Bildung und Infrastruktur beitragen. Angesichts der aktuellen Herausforderungen können diejenigen, die mehr als 200'000 CHF verdienen, einen größeren Beitrag leisten. Im Gegenzug wünsche ich mir eine stark degressive Besteuerung für die Mittelschicht: Es dürfen nicht die finanziell schwächsten Bevölkerungsgruppen sein, die proportional die größte Last dieser Anstrengungen tragen müssen.
Sans viser une taxation punitive, chacun doit contribuer selon ses moyens à l'effort collectif de solidarité, d'éducation et d'infrastructures. Face aux enjeux actuels, ceux qui gagnent plus de CHF 200'000 peuvent participer davantage. En contrepartie, je souhaite un impôt fortement dégressif pour les classes moyennes : ce ne sont pas les catégories les plus fragiles financièrement qui doivent porter, proportionnellement, le plus lourd de cet effort.
Finanzierung des ökologischen Wandels
Befürworten Sie, dass der Kanton Freiburg jährlich 1 % seines BIP, also rund 200 Millionen Franken, für die Finanzierung des ökologischen Wandels bereitstellt?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Das sollte gar keine Diskussion mehr sein, sondern eine Selbstverständlichkeit! Der Klimawandel ist bereits Realität: Die Landwirtschaft muss umgestellt, die Wälder müssen angepasst und umfangreiche Maßnahmen umgesetzt werden. Jetzt nicht zu investieren, wäre unverantwortlich seitens des Staates. Dieses Thema muss Vorrang vor einem rein kurzfristigen Haushaltsausgleich haben: Wir müssen unser System grundlegend umgestalten, um es wirklich widerstandsfähig und robust gegenüber den kommenden klimatischen Herausforderungen zu machen.
Cela ne devrait pas plus être une discussion, mais une évidence ! Le changement climatique est déjà là : agriculture à transformer, forêts à adapter, mesures massives à déployer. Ne pas investir maintenant serait irresponsable de la part de l'État. Ce sujet doit primer sur le seul équilibre budgétaire à court terme : il faut transformer en profondeur notre système pour le rendre réellement résilient et résistant face aux défis climatiques à venir.
Sanierung der Finanzen
Ist die Umsetzung des Programms zur Sanierung der Kantonsfinanzen Ihrer Meinung nach eine politische Priorität in Freiburg?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Konkret zu sparen würde bedeuten, den Kinderschutz und das Bildungswesen zu schwächen und innovative Projekte in den Bereichen Wirtschaft und ökologischer Wandel aufzugeben. Das hat direkte Auswirkungen auf die gesamte Bevölkerung. Der Staat muss die kommenden Herausforderungen begleiten, statt sich aus ihnen zurückzuziehen. Man kann keine Politik vertreten, die Bildung, Ausbildung, Landwirtschaft und Innovation fördert und gleichzeitig die Mittel kürzt. Das ist inkonsequent.
Économiser concrètement signifierait dégrader la protection de l'enfance, l'enseignement, et abandonner des projets innovants en matière économique et de transition écologique. Cela a un impact direct sur toute la population. L'État doit accompagner les défis à venir, pas s'en retirer. On ne peut pas défendre une politique qui soutient l'éducation, la formation, l'agriculture et l'innovation et en parallèle couper les budgets. C'est incohérent.
Wirtschaft & Arbeit
Ladenöffnungszeiten
Befürworten Sie eine vollständige Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Eine vollständige Liberalisierung würde bedeuten, dass jedes Geschäft seine Öffnungszeiten eigenständig festlegen könnte, ohne einheitliche Vorgaben und ohne Schutz. Der Staat muss weiterhin eine regulierende Rolle einnehmen und konkret prüfen, ob eine solche Maßnahme der Bevölkerung tatsächlich zugutekommt oder ob sie die oft ohnehin schon prekären Arbeitsbedingungen des Verkaufspersonals unverhältnismäßig verschlechtert. Ein gewisses Maß an Flexibilität ist sinnvoll, jedoch nicht ohne Grenzen und ohne vorherige Bewertung ihrer tatsächlichen Auswirkungen.
Une libéralisation totale reviendrait à laisser chaque commerce fixer seul ses horaires, sans cohérence et protection. L'État doit conserver un rôle de régulation et évaluer concrètement si une telle mesure profite réellement à la population, ou si elle dégrade de manière démesurée les conditions de travail du personnel de vente, souvent déjà précaires. Une certaine flexibilité est utile, mais pas sans limites ni évaluation préalable de ses effets réels.
Überprüfung der Lohngleichheit
Befürworten Sie eine strengere Kontrolle der Lohngleichheit von Frauen und Männern im Kanton Freiburg?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Lohngleichheit zwischen Männern und Frauen ist ein grundlegendes Prinzip. Trotz der bestehenden Gesetze bestehen in der Praxis weiterhin Unterschiede, die ohne aktive Kontrolle oft nicht erkennbar sind. Der Staat muss diese Gleichstellung gewährleisten, und zwar durch systematische Kontrollen und wirksame Sanktionen bei Nichteinhaltung, anstatt sich mit einer theoretischen gesetzlichen Verpflichtung zu begnügen, die in der Praxis nicht konkret umgesetzt wird.
L'égalité salariale entre hommes et femmes est un principe fondamental. Malgré les lois existantes, des écarts persistent dans les faits, souvent invisibles sans contrôle actif. L'État doit être le garant de cette égalité, avec des vérifications systématiques et des sanctions réelles en cas de non-respect, plutôt que de se contenter d'une obligation légale théorique sans mise en œuvre concrète sur le terrain.
Öffentliche Dienstleistungen in ländlichen Gebieten
Soll der Kanton Freiburg das Service-Public-Angebot (z.B. öffentlicher Verkehr, Verwaltungsdienstleistungen) in ländlichen Gebieten stärken?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
EIN KLARES JA. Man kann von den Bewohner*innen ländlicher Regionen nicht verlangen, ihr Verhalten zu ändern – insbesondere in Bezug auf die Mobilität –, ohne ihnen echte Alternativen anzubieten. Diese Regionen dürfen nicht am Rande stehen und gegenüber den städtischen Zentren in den Hintergrund gedrängt werden. Es bedarf gezielter Entwicklungsmittel für Verkehr, den Zugang zu Behörden und Gesundheitsversorgung, um ein wirklich lebendiges ländliches Leben zu ermöglichen. Dies ist eine wesentliche Aufgabe des Staates zur Unterstützung des gesamten Staatsgebiets.
LARGEMENT OUI. On ne peut pas demander aux habitant.e.s des régions rurales de changer leurs comportements, notamment en matière de mobilité, sans leur offrir de véritables alternatives. Ces régions ne doivent pas rester en marge, reléguées au second plan face aux centres urbains. Il faut des budgets de développement dédiés, transports, acessibilité de l'administration et des soins, pour une vraie ruralité vivante. C'est un rôle d'accompagnement essentiel de l'État envers tout le territoire.
Bedingungen für die Vergabe kantonaler Aufträge
Sollen Schweizer Unternehmen, deren Tochterfirmen oder Zulieferer im Ausland tätig sind, zur Einhaltung von Sozial- und Umweltstandards verpflichtet werden (Konzernverantwortung)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Das öffentliche Beschaffungswesen sollte nicht indirekt dazu beitragen, dass Sozial- und Umweltstandards im Ausland missachtet werden. Allgemeiner gesagt würde ich eine deutliche Bevorzugung lokaler Unternehmen befürworten, die die regionale Wirtschaft stärken. Diese Überlegungen müssen auch im Hinblick auf die digitale Souveränität sowie bei öffentlichen Aufträgen im digitalen Bereich gelten.
Les marchés publics ne devraient pas financer indirectement le non-respect de normes sociales et environnementales à l'étranger. Plus largement, je privilégierais une préférence marquée pour les entreprises locales soutenant l'économie régionale. La réflexion doit aussi valoir en matière de souveraineté numérique, et en matière de marchés publics relatifs au monde digital.
Verkehr, Energie & Raumplanung
Schaffung von „weissen Zonen“ gegen die Wohnungsknappheit
Befürworten Sie zur Bekämpfung der Wohnungsknappheit die Einrichtung von „weissen Zonen“, in denen die meisten Bau- und Planungsvorschriften vorübergehend aufgehoben werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
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Kommentar
Türme mitten auf den Feldern – Energieverschwender? Bauregeln gibt es aus guten Gründen. Man kann sie sicherlich punktuell überarbeiten, aber auf keinen Fall abschaffen: Es geht um den Erhalt unserer Landschaften und unseres baulichen Erbes, und angesichts der ökologischen Notlage können wir uns keine blinde Liberalisierung der Bauvorschriften leisten.
Des tours au milieu des champs, des passoires énergétiques ? Les règles de construction existent pour de bonnes raisons. On peut sans doute les revoir ponctuellement, mais surtout pas les supprimer : c'est une question de préservation de nos paysages, de notre patrimoine bâti, et face à l'urgence écologique, on ne peut pas se permettre une libéralisation aveugle des normes de construction.
Verbindung zwischen Marly und Matran
Unterstützen Sie das vom Kanton vorgeschlagene Strassenprojekt zur Verbindung der Gemeinden Marly und Matran?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
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Kommentar
Die Mobilität muss verbessert werden, allerdings im Rahmen eines multimodalen Ansatzes. Dieses Projekt zielt darauf ab, Marly über eine Umgehungsstraße an die Autobahn anzubinden: Das ist zwar sinnvoll, aber bei weitem nicht ausreichend (sogar kontraproduktiv), wenn dies die einzige Maßnahme bleibt. Investitionen in den öffentlichen Nahverkehr sind absolut notwendig und müssen im Mittelpunkt dieses Projekts stehen; sie sollten nicht dazu dienen, den Pendlerverkehr mit dem Privatauto zu verstärken.
La mobilité doit s'améliorer, mais dans une logique multimodale. Ce projet vise à relier Marly à l'autoroute via un contournement : c'est utile, mais largement insuffisant (voire contre-productif) si c'est tout ce que l'on fait. Un investissement sur les transports en commun est une nécessité absolue, et doit être au centre de ce projet ; il ne devrait pas être un moyen d'augmenter la pendularité en voiture individuelle.
Förderung der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel
Sollte der Kanton Freiburg die Benützung des öffentlichen Verkehrs stärker fördern (Subventionierung von Abonnementen, Verdichtung des Netzes, Erhöhung der Frequenz)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Anstrengungen müssen insbesondere auf den ländlichen Raum ausgerichtet werden, wo das Angebot nach wie vor unzureichend ist. Es gilt, das Netz zu verdichten und die Taktfrequenz zu erhöhen, aber auch beim Zugang ansetzen: kostenlose Park-and-Ride-Parkplätze (P+R) im gesamten Netz sowie Rabatte auf Zeitkarten, um den öffentlichen Nahverkehr gegenüber dem Auto wirklich wettbewerbsfähig zu machen – auch für die Bewohner*innen der am weitesten von den Zentren entfernten Gebiete.
L'effort doit notamment être porté en campagne, où l'offre reste insuffisante. Il faut densifier le réseau et augmenter les cadences, mais aussi agir sur l'accès : des parkings relais (P+R) gratuits sur l'ensemble du réseau, et des rabais sur les abonnements pour rendre les transports publics réellement compétitifs face à la voiture, y compris pour les habitant·e·s des zones les plus éloignées des centres.
Ausbau Windparks
Befürworten Sie den Bau von Windparks im Kanton Freiburg (z. B. an den Standorten Côte du Glâney, Surpierre-Cheiry und Massif du Gibloux)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
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Kommentar
Der Kanton benötigt lokale Energie und muss erneuerbare Energien ausbauen. In diesem Zusammenhang sind Wind und Sonne „lokale“ Ressourcen, die zur Verfügung stehen. Durch geeignete Begleitmaßnahmen lassen sich die Auswirkungen auf die umliegende Artenvielfalt begrenzen. Im Vergleich zu anderen Energieinfrastrukturen bleibt die Windenergie eine relativ schnell und kostengünstig umsetzbare Lösung, vorausgesetzt, es erfolgt eine seriöse Umweltüberwachung und ein angemessener Schutz der Bevölkerung vor Belästigungen.
Le canton a besoin d'énergie locale et doit développer le renouvelable. À ce titre, le vent et le soleil sont des ressources "locales" à disposition. Des mesures d'accompagnement adaptées permettent de limiter l'impact sur la biodiversité environnante. Face à d'autres infrastructures énergétiques, l'éolien reste une solution relativement rapide et abordable à déployer, à condition d'un suivi environnemental sérieux et d'une protection adéquate de la population face aux nuisances.
Aufstockung der Mittel für den Velo- und Fussverkehr
Würden Sie es befürworten, mehr Mittel für den Ausbau der Infrastruktur für den Velo- und Fussverkehr bereitzustellen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
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Kommentar
Der Ausbau der Infrastruktur für den sanften Verkehr geht Hand in Hand mit der Entwicklung des öffentlichen Nahverkehrs. Diese Infrastruktur muss auch als Hebel für den Ökotourismus und den Radtourismus betrachtet werden: Der sanfte Verkehr bietet die Chance, unsere Region, ihre Landschaften und ihr Naturerbe über die bloße Bewältigung des täglichen Pendelverkehrs hinaus aufzuwerten. Es handelt sich um eine Investition, die sowohl ökologische als auch wirtschaftliche Vorteile für die Region mit sich bringt.
Le développement des infrastructures de mobilité douce va de pair avec le développement des transports publics. Ces infrastructures doivent aussi être pensées comme un levier pour l'écotourisme et le vélotourisme : la mobilité douce est une opportunité de valoriser notre région, ses paysages et son patrimoine naturel, au-delà du seul enjeu de déplacement quotidien. C'est un investissement à la fois écologique et économique pour le territoire.
Umwelt & Naturschutz
Unterstützung bei der Reduzierung des Pestizideinsatzes
Befürworten Sie, dass der Kanton mehr Mittel zur Reduzierung des Pestizideinsatzes bereitstellt (z. B. finanzielle Unterstützung für Landwirte während der Umstellungsphase)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
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Kommentar
Der Staat muss sie bei diesem Wandel konkret unterstützen. Dieser Wandel darf nicht auf Kosten der Landwirtschaft erfolgen. Der Staat muss die durch die veränderten Anbaumethoden entstehenden Ertragsverluste ausgleichen und die Voraussetzungen für eine echte, gesunde Ernährungssouveränität schaffen, ohne die gesamte Last der Anstrengungen auf die Landwirtinnen und Landwirte abzuwälzen. Sicher ist, dass wir angesichts des massiven Rückgangs der Artenvielfalt keine Wahl mehr haben: Die Reduzierung des Pestizideinsatzes ist eine Notwendigkeit.
l'État doit les accompagner concrètement le changement. Cette transition ne doit pas se faire sur le dos du monde agricole. L'Etat doit compenser les pertes de rendement liées au changement de pratiques, et créer les conditions d'une véritable autonomie alimentaire saine, sans reporter tout le poids de l'effort sur les agriculteurs et agricultrices. Ce qui est sûr, c'est que face à la chute massive de la biodiversité, nous n'avons plus le choix : réduire les pesticides est une nécessité.
Beschleunigung der Klimaneutralität
Sind Sie dafür, die Ziele des Freiburger Klimaplans zu verschärfen, um Klimaneutralität früher als 2050 zu erreichen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
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Kommentar
Die Klimaneutralität muss so schnell wie möglich erreicht werden, nicht erst bis 2050. Die gesamte politische Energie sollte sich auf zwei Fronten konzentrieren: jedes zusätzliche Gramm CO₂ zu vermeiden und unseren Kanton konkret an die bereits stattfindenden Veränderungen anzupassen. Ein verstärkter Klimaplan mit ehrgeizigeren Zielen und angemessenen Mitteln ist unerlässlich, damit wir den Wandel nicht einfach erdulden, sondern aktiv gestalten.
La neutralité climatique doit être atteinte le plus vite possible, pas seulement d'ici 2050. Toute l'énergie politique devrait se concentrer sur deux fronts : éviter chaque gramme de CO2 supplémentaire, et adapter concrètement notre canton aux changements déjà en cours. Un Plan Climat renforcé, avec des objectifs plus ambitieux et des moyens à la hauteur, est indispensable pour ne pas subir la transition plutôt que la piloter.
Anreize statt Verbote beim Klimaschutz
Soll der Kanton bei den Klimaschutzmassnahmen vollständig auf Anreize und Zielvereinbarungen setzen, statt auf Verbote und Einschränkungen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
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Kommentar
Die Anstrengungen dürfen sich nicht nur auf den Einzelnen konzentrieren, sondern müssen auch darauf abzielen, wie der Staat den zügellosen Liberalismus reguliert, der uns in diese Situation geführt hat. In diesem Zusammenhang besteht die Rolle des Staates darin, Regeln festzulegen, was getan werden darf und was nicht. Es bedarf Anreize und Unterstützung, um verantwortungsbewussteres Verhalten zu fördern, aber auch Verbote und Einschränkungen: Man darf nicht unbegrenzt Wasser verschwenden oder die Umwelt verschmutzen.
L'effort ne doit pas porter uniquement sur les individus, mais sur la manière dont l'État encadre le libéralisme effréné qui nous a menés à cette situation. À ce titre, le rôle de l'État est de fixer des règles sur ce qui peut ou ne peut pas être fait. Il faut des incitations et de l'accompagnement pour permettre des comportements plus vertueux, mais aussi des interdictions et des restrictions : on ne peut pas gaspiller l'eau ou polluer sans limite.
Entsiegelung und Begrünung
Soll der Kanton bebaute (versiegelte) Oberflächen stärker begrünt werden (z.B. mehr Rasenflächen, Fassadenbegrünungen, klimaresistente Bäume und Bepflanzungen)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
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Kommentar
Angesichts des Klimawandels ist das ganz klar! Die Begrünung undurchlässiger Flächen ist nach wie vor das beste Mittel gegen städtische Wärmeinseln und gleichzeitig von großem Wert für die lokale Artenvielfalt. Dies erfordert Investitionen und manchmal kurzfristig schwierige Entscheidungen bei der Stadtplanung, doch diese Opfer werden durch die Vorteile für die Lebensqualität und die Klimaresilienz bei Weitem aufgewogen.
C'est une évidence face au dérèglement climatique ! Végétaliser les surfaces imperméables reste le meilleur remède contre les îlots de chaleur urbains, tout en étant précieux pour la biodiversité locale. Cela demande des investissements et parfois des choix d'aménagement difficiles à court terme, mais ces sacrifices sont largement compensés par les bénéfices sur la qualité de vie et la résilience climatique.
Politisches System & Medien
"Digital Only"-Prinzip
Finden Sie es richtig, wenn die Verwaltung dazu übergeht, vor Ort (am Schalter) erbrachte Dienstleistungen abzubauen zugunsten von reinen Online-Angeboten ("Digital Only"-Prinzip)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
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Kommentar
Digitale Dienste stellen eine nützliche zusätzliche Zugangsmöglichkeit dar, können jedoch nicht die einzige Lösung sein. Dies könnte dazu führen, dass neue Gruppen von Menschen entstehen, die von der Gesellschaft ausgeschlossen werden, insbesondere ältere Menschen oder Personen, die mit diesen Tools nicht vertraut sind. Die Verwaltungsdienste müssen sich weiterentwickeln und digitale Lösungen integrieren, dabei aber für alle zugänglich bleiben, einschließlich der physischen Schalter.
Le numérique constitue une offre d'accès supplémentaire utile, mais ne peut devenir la réponse unique. Cela risquerait de créer de nouvelles catégories d'exclus, notamment parmi les personnes âgées ou peu familières avec ces outils. Les services administratifs doivent évoluer et intégrer le digital, tout en restant accessibles à toutes et tous, guichets physiques compris.
Finanzielle Unterstützung für lokale Medien
Soll der Kanton die Berichterstattung in regionalen Medien zur kantonalen Politik finanziell unterstützen (z.B. über eine Förderstiftung)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
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Kommentar
Eine qualitativ hochwertige Berichterstattung über die Kantonspolitik ist für eine fundierte und pluralistische öffentliche Debatte unerlässlich. Angesichts der wirtschaftlichen Schwierigkeiten der regionalen Medien kann eine strukturelle Unterstützung durch eine unabhängige Stiftung diese Berichterstattung gewährleisten, ohne die redaktionelle Neutralität zu beeinträchtigen. Dies ist eine Investition in die lokale Demokratie und den Zugang der Öffentlichkeit zu qualitativ hochwertigen Informationen über kantonale Themen.
Une couverture médiatique de qualité de la politique cantonale est essentielle pour un débat public informé et pluraliste. Face aux difficultés économiques des médias régionaux, un soutien structurel, via une fondation indépendante, peut garantir cette couverture sans compromettre la neutralité rédactionnelle. C'est un investissement dans la démocratie locale et l'accès du public à une information de qualité sur les enjeux cantonaux.
Enge Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU
Befürworten Sie engere Beziehungen zur Europäischen Union (EU)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
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Kommentar
Der Kanton und die Schweiz müssen ihre Autonomie und ihre Entscheidungshoheit bewahren, doch wir existieren nicht isoliert vom Rest des Kontinents. Die Handels-, Wissenschafts- und Kulturbeziehungen zur EU sind für unsere Wirtschaft und unseren Austausch nach wie vor von entscheidender Bedeutung. Eine Vertiefung dieser Beziehungen in einem klaren bilateralen Rahmen dient unseren Interessen, ohne unsere institutionelle Unabhängigkeit in Frage zu stellen.
Le canton et la Suisse doivent préserver leur autonomie et leur souveraineté décisionnelle, mais nous n'existons pas isolés du reste du continent. Les relations commerciales, académiques et culturelles avec l'UE restent essentielles à notre économie et à nos échanges. Resserrer ces liens, dans un cadre bilatéral clair, sert nos intérêts sans remettre en cause notre indépendance institutionnelle.
Haushalt für internationale Entwicklung
Sollte der Kanton Freiburg seine finanzielle Unterstützung für die Entwicklungszusammenarbeit erhöhen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
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Sicherheit & Polizei
Ersetzung der bilateralen Abkommen zwischen der Schweiz und der EU
Soll die Schweiz das Schengen-Abkommen mit der EU kündigen und wieder verstärkte Personenkontrollen direkt an der Grenze einführen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
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Kommentar
Ein Freihandelsabkommen ohne Personenfreizügigkeit wird es niemals geben: Die EU wird eine solche Entkopplung nicht akzeptieren, das hat sie wiederholt betont. Es ist realistischer, weiterhin mit unseren europäischen Partnern im bestehenden Rahmen zusammenzuarbeiten und parallel dazu unsere eigene wirtschaftliche und energetische Souveränität auszubauen, anstatt einen Bruch mit ungewissen Folgen und ohne Erfolgsgarantie anzustreben.
Un accord de libre-échange sans libre circulation des personnes n'arrivera jamais : l'UE n'acceptera pas ce découplage, elle l'a répété à plusieurs reprises. Il est plus réaliste de continuer à travailler avec nos partenaires européens dans le cadre existant, tout en développant en parallèle notre propre souveraineté économique et énergétique, plutôt que de viser une rupture aux conséquences incertaines et sans garantie de résultat.
Verstärkte Überwachungsmassnahmen
Würden Sie eine Ausweitung der Überwachungsmöglichkeiten der Polizei (z. B. automatisierte Fahrzeugsuche) befürworten?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
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Kommentar
Die Überwachung kann in Willkür ausarten: Man erinnere sich an die Akten, die früher über Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung angelegt wurden. Bestimmte polizeiliche Erfordernisse mögen zwar legitim sein, müssen aber demokratisch und von Fall zu Fall diskutiert werden. Kein neuer Überwachungsmechanismus sollte genehmigt werden, ohne dass unabhängige und solide Kontrollmechanismen vorhanden sind, die dessen Einsatz regeln.
La surveillance peut glisser vers l'arbitraire : on se souvient des fiches établies autrefois sur des personnes en raison de leur orientation sexuelle. Certains besoins policiers peuvent être légitimes, mais ils doivent être débattus démocratiquement, cas par cas. Aucun nouveau mécanisme de surveillance ne devrait être accordé sans des mécanismes de contrôle indépendants et solides pour en encadrer l'usage.
Genehmigung von präventiven Durchsuchungen
Sollten in den Asylzentren des Bundes neben Identitätskontrollen auch vorbeugende Durchsuchungen zugelassen werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
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Kommentar
Auch wenn man sich über die Schwierigkeiten in den Asylzentren des Bundes keine Illusionen machen darf, muss man dennoch den humanitären Werten treu bleiben, die wir gegenüber ohnehin schon schutzbedürftigen Menschen zu verteidigen vorgeben. Eine Person allein aufgrund der Tatsache, dass sie Asylbewerberin ist, systematisch zu durchsuchen, zeugt eher von pauschalem Misstrauen als von der Aufnahme, die wir gewährleisten sollten. Die bestehenden Identitätskontrollen reichen bereits aus, um den legitimen Sicherheitsbedürfnissen gerecht zu werden.
S'il ne faut pas être naïf sur les difficultés dans les centres fédéraux d'asile, il faut aussi rester cohérent avec les valeurs d'humanité que nous prétendons défendre envers des personnes déjà vulnérables. Fouiller systématiquement une personne au seul motif qu'elle est requérante d'asile relève davantage de la suspicion généralisée que de l'accueil que nous devrions garantir. Les contrôles d'identité existants permettent déjà de répondre aux besoins de sécurité légitimes.
Werthaltungen
Freie Marktwirtschaft
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Von einer freien Marktwirtschaft profitieren langfristig alle."
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Kommentar
Das Modell des ungezügelten freien Marktes, wie es Temu, Amazon oder Shein verkörpern, kommt weder den Verbrauchern auf lange Sicht noch den oft ausgebeuteten Erzeugerländern zugute. Stattdessen sollten wir eine größere wirtschaftliche Autonomie anstreben und gemeinsam mit unseren engen Partnern an einem Modell arbeiten, das die Lebensgrundlagen auf der Erde bewahrt und den Wohlstand gerechter verteilt, anstatt auf das Dogma des Liberalismus zu setzen.
Le modèle de libre marché débridé, illustré par Temu, Amazon ou Shein, ne profite ni aux consommateurs sur le long terme, ni aux pays producteurs, souvent exploités. Il faut plutôt viser une plus grande autonomie économique et travailler avec nos partenaires proches sur un modèle qui préserve les conditions d'existence sur Terre et répartisse la richesse plus équitablement, plutôt que de miser sur le dogme du libéralisme.
Vollzeit-Kinderbetreuung
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Für ein Kind ist es am besten, wenn ein Elternteil Vollzeit für die Kinderbetreuung zu Hause bleibt."
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Kommentar
Es ist zwar besser, wenn ein Kind in einem stabilen familiären Umfeld aufwächst, aber es gibt keinen Grund, warum ein Elternteil Vollzeit zu Hause bleiben muss. Diese Aufgabe sollte im Sinne der Gleichberechtigung und der Selbstbestimmung beider Elternteile auf beide verteilt werden, anstatt systematisch einer einzigen Person aufzubürden, was meist zu Lasten der Frauen geht – sowohl beruflich als auch finanziell.
Il est préférable qu'un enfant grandisse dans un cadre familial stable, mais rien n'impose qu'un seul parent reste à plein temps à la maison. Cette charge devrait être répartie entre les deux parents, dans une logique d'égalité et d'autonomisation de chacun.e, plutôt que de reposer systématiquement sur une seule personne, ce qui pénalise le plus souvent les femmes sur le plan professionnel et financier.
Bestrafung Krimineller
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Die Bestrafung Krimineller ist wichtiger als deren Wiedereingliederung in die Gesellschaft."
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Kommentar
Bestrafung und Resozialisierung sind keine gegensätzlichen Prioritäten, sondern zwei Seiten derselben Medaille: Eine Strafe ohne Aussicht auf Resozialisierung verschiebt das Problem lediglich, da der Verurteilte irgendwann wieder in die Gesellschaft zurückkehren wird. Bestrafung und Resozialisierung gegeneinander auszuspielen bedeutet, zu ignorieren, dass das Endziel – im Interesse der Sicherheit aller – eben die erfolgreiche Rückkehr in die Gesellschaft ist.
Punir et réintégrer ne sont pas deux priorités opposées, mais les deux faces d'une même pièce : une peine sans perspective de réintégration ne fait que reporter le problème, puisque la personne condamnée réintégrera la société à un moment donné. Opposer punition et réinsertion revient à ignorer que l'objectif final, pour la sécurité de tous, est bien le retour réussi dans la société.
Umweltschutz vor Wirtschaftswachstum
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Ein stärkerer Umweltschutz ist notwendig, auch wenn er zu Lasten des Wirtschaftswachstums durchgesetzt werden muss."
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Kommentar
Es ist besser, vorausschauend zu handeln und zu planen, als die Folgen einfach hinzunehmen. Eine Begrenzung des Wirtschaftswachstums wird ohnehin eintreten, sei es durch politische Entscheidungen oder durch die Folgen des Klimawandels selbst. Da ist es besser, sich systematisch darauf vorzubereiten, indem wir die Umwelt schützen und unsere Wirtschaft und Gesellschaft schon jetzt anpassen, anstatt sie später unter weitaus brutaleren und unkontrollierteren Bedingungen erdulden zu müssen.
Mieux vaut anticiper et planifier que subir. Une limitation de la croissance économique interviendra de toute façon, que ce soit par choix politique ou par les conséquences du dérèglement climatique lui-même. Autant l'anticiper de manière organisée, en protégeant l'environnement et en adaptant notre économie et notre société dès maintenant, plutôt que de la subir plus tard dans des conditions bien plus brutales et incontrôlées.
Kommentar
In Freiburg herrscht ein akuter Mangel an Betreuungsplätzen. Die Folge: Die Einrichtungen sind überlastet. Außerhalb der Städte sind sie manchmal schwer erreichbar. Dieser Mangel belastet in erster Linie die Eltern, insbesondere die Mütter. Das Angebot muss daher ausgebaut werden. Gleichzeitig ist es jedoch notwendig, die Kosten für die Familien zu senken, die Arbeitsbedingungen zu verbessern und einen besseren Elternurlaub zu fördern; nur unter diesen Voraussetzungen lässt sich eine echte Vereinbarkeit von Familie und Beruf gewährleisten.
Fribourg manque cruellement de places d'accueil. Résultats : les structures sont saturées. Hors des villes, elles sont parfois peu accessibles. Cette pénurie pèse d'abord sur les parents, en particulier les mères. Il faut donc développer l'offre. Mais, en parallèle il est nécessaire d'alléger le coût pour les familles, améliorer les conditions de travail, et soutenir un meilleur congé parental ; ce sont avec ces conditions qu'il est possible d'assurer une vraie conciliation famille-travail.
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