Simone Kaja Leuenberger
Evangelische Volkspartei | 15.01.6 | Bisher
Sozialstaat, Familie & Gesundheit
Förderung gemeinnütziger Wohnungsbau
Soll der Kanton den gemeinnützigen Wohnungsbau finanziell stärker fördern (z.B. finanzielle Unterstützung von Wohnbaugenossenschaften)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Ergänzungsleistungen für Familien
Sollen im Kanton Bern Ergänzungsleistungen für Familien mit tiefem Einkommen eingeführt werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Kinder kosten weit mehr als mit der Kinder- und Ausbildungszulage abgedeckt wird. Unter prekären finanziellen Verhältnissen leiden die Kinder mit. Das darf nicht sein. Ergänzungsleistungen würden diese Familien nicht nur finanziell, sondern auch psychisch entlasten. Sie hätten einen Rechtsanspruch auf Unterstützung, was bei der Sozialhilfe nicht der Fall ist. Bei der konkreten Ausgestaltung muss darauf geachtet werden, dass Schwelleneffekte vermieden werden. Arbeit soll sich lohnen.
Verschärfung Sozialhilfe
Befürworten Sie Verschärfungen im Bereich der Sozialhilfe (z.B. vereinfachte Überwachung bei Verdacht auf Missbrauch)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Das soeben revidierte Sozialhilfegesetz bietet genügend Möglichkeiten.
Ausbau Elternzeit
Soll die bezahlte Elternzeit über die aktuellen 14 Wochen Mutterschaftsurlaub und zwei Wochen Vaterschaftsurlaub hinaus ausgebaut werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Eine Elternzeit stärkt die Vater-Kind-Beziehung und führt zu grösserem familiären Engagement der Väter. Mütter stillen länger und sind psychisch gesünder. Das stärkt die Kinder. Die Elternzeit nützt auch Unternehmen. Die Erwerbstätigkeit der Mütter steigt, was den Fachkräftemangel verringert. Zudem sinken die Fluktuation und damit die Personalkosten. Der Staat profitiert von höheren Steuereinnahmen, besserer Altersvorsorge der Mütter und weniger Ausgaben für familienexterne Kinderbetreuung.
Erhöhung Prämienverbilligung
Soll die Prämienverbilligung erhöht werden, so dass niemand mehr als 10% seines verfügbaren Einkommens für die Krankenversicherung bezahlen muss?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Mit einer Prämienverbilligung müssen v.a. Familien mit tiefem Einkommen entlastet werden. Das Geld muss gezielter eingesetzt werden.
Kantonale Spitalplanung
Befürworten Sie eine stärkere Steuerung der Spitalplanung und Gesundheitsversorgung durch den Kanton (z.B. Konzentration der Gesundheitsleistungen)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Grundversorgung regional, Spitzenmedizin zentral. Nur so können wir uns eine gute Gesundheitsversorgung für alle Menschen leisten. Die Spitalplanung muss kantonsübergreifend erfolgen.
Schule & Bildung
Integrative Schule
Gemäss dem Konzept der integrativen Schule werden Kinder mit Lernschwierigkeiten oder Behinderungen grundsätzlich in regulären Schulklassen unterrichtet. Befürworten Sie dies?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Ressourcen müssen umverteilt werden. Ein Sonderschulplatz kostet zwischen 75'000 und 100'000 CHF pro Jahr! Wer eine Sonderschule besucht, macht später mit grosser Wahrscheinlichkeit eine Ausbildung in einer Einrichtung für Behinderte und arbeitet das ganze Berufsleben lang in diesem Setting. Kostenpunkt: über 2 Mio. Franken IV-Rente und EL bis zum Rentenalter. Das können wir uns nicht mehr leisten! Stellen sich die Schulen auf die Vielfalt der Kinder ein, nützt das allen Kindern.
Separativer Unterricht
Sollten Kinder mit geringen Deutschkenntnissen zunächst in separaten Klassen unterrichtet werden, bis sie ein bestimmtes Sprachniveau erreicht haben?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Sprachförderung ist zentral. Kinder sollen aber nur punktuell und in einzelnen Lektionen in separaten Klassen unterrichtet werden um die Integration nicht zu gefährden.
Erste Fremdsprache Englisch
Soll im Kanton Bern anstelle einer Landessprache (Französisch bzw. Deutsch) Englisch als erste Fremdsprache unterrichtet werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Bern ist ein zweisprachiger Kanton. Deshalb soll die jeweils andere Landessprache als erste Zweitsprache unterrichtet werden.
Gleiche Bildungschancen
Soll sich der Kanton stärker für gleiche Bildungschancen einsetzen (z.B. mit Förderunterricht-Gutscheinen für Schüler/-innen aus Familien mit geringem Einkommen, Erhöhung Stipendien)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Bildung darf nicht übers Portemonnaie gehen! Jedes Kind muss die gleichen Bildungschancen haben und individuell gefördert werden. Bildung ist Investition in die Zukunft. Schlechte Bildung führt zu prekären Arbeitsverhältnissen. Armut darf nicht vererbt werden.
Migration & Integration
Stimmrecht für Ausländer/-innen
Sollen Ausländer/-innen, die seit mindestens zehn Jahren in der Schweiz leben, das Stimm- und Wahlrecht auf Gemeindeebene im Kanton Bern erhalten?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Wer in der Schweiz seine Heimat gefunden hat, soll auch mitentscheiden dürfen. Eine Möglichkeit sähe ich darin, das Stimm- und Wahlrecht beantragen zu können. Über das Stimm- und Wahlrecht für Ausländer/-innen auf Gemeindeebene sollen die Gemeinden selbst bestimmen dürfen.
Direkte Aufnahme von Geflüchteten
Soll sich der Kanton Bern dafür einsetzen, dass mehr Geflüchtete aus Lagern direkt vor Ort (z.B. Griechenland, Gaza) in der Schweiz aufgenommen werden (sogenannte Resettlement-Flüchtlinge)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Schweiz hat eine humanitäre Tradition. Dieses Erbe darf nicht vernachlässigt werden. Schutzbedürftige sollen bei uns Schutz finden. Besonders schutzbedürftige Menschen, wie Folteropfer und Kinder sollten wir als Resettlement-Flüchtlinge aufnehmen können. Die Schweiz soll von ihrem Überfluss mit Notleidenden teilen. Es liegt also am Wollen und nicht am Können. Ein koordiniertes Vorgehen mit der EU ist sinnvoll.
Integrationsförderung Ausländer/-innen
Soll der Kanton Bern Ausländer/-innen bei der Integration stärker unterstützen (z.B. ausgebaute Sprachförderung, zusätzliche Sozialarbeiter/-innen)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Je schneller und je besser die Integration erfolgt, desto eher besteht die Möglichkeit, dass Ausländer/-innen wirtschaftlich selbständig werden bzw. selbständig bleiben. Eine gute Integration fördert den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Der Kanton Bern hat einige gute Projekte (z.B. Pflegeausbildung für Flüchtlinge).
Verschärfung Einbürgerungsrecht
Soll das kantonale Einbürgerungsgesetz verschärft werden (z.B. höhere Sprachkenntnisse)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Sprachkenntnisse sind zentral für die Verständigung aber auch zum Verständnis von Kultur und Gesellschaft. Einbürgerung soll allen Menschen möglich sein, die in der Schweiz ihre Heimat gefunden haben. Wichtig ist eine schweizweite Harmonisierung der Anforderungen.
Bezahlkarten für Asylsuchende
Begrüssen Sie die Einführung von Bezahlkarten für Asylsuchende (anstelle von Bargeld)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Aus der sowieso schon knappen Nothilfe bzw. Asylsozialhilfe fliessen kaum grössere Mengen Geld in die Heimatländer. Bezahlkarten würden diese Menge nur unwesentlich verkleinern, aber neue Schwierigkeiten schaffen (z.B. Einkauf in Brockenstuben, Hofläden usw.).
Kündigung Bilaterale Verträge
Soll die Schweiz die Bilateralen Verträge mit der EU kündigen und ein Freihandelsabkommen ohne Personenfreizügigkeit anstreben?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
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Kommentar
Die Schweiz ist auf Arbeitskräfte aus dem EU-Raum angewiesen. Eine Kündigung der Bilateralen Verträge hätte ein Wohlstandsverlust zur Folge.
Gesellschaft, Kultur & Ethik
Erneuerung Kunstmuseum Bern
Der Kanton möchte sich mit rund 81 Mio. CHF an der Sanierung und dem Ersatzneubau des Kunstmuseums Bern beteiligen (Sanierung Altbau und Ersatz des sog. Atelier-5 Erweiterungsbaus). Befürworten Sie dies?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Sanierung ist nötig. An den Gesamtkosten von 133 Mio. beteiligen sich weitere Geldgeber mit grossen Beträgen. Wird dieses Projekt verworfen, entfällt die Beteiligung von Privaten und es muss eine "einfachere" Sanierung für 78 Mio. gemacht werden, die der Kanton selbst bezahlen muss. Diese Sanierung wäre nicht barrierefrei und würde Menschen mit Behinderung weiterhin ausschliessen.
Legalisierung Cannabis
Soll sich der Kanton Bern für eine Legalisierung von Cannabis einsetzen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
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Kommentar
Die Folgen des Canabiskonsums sind z.T. gravierend und gehen bis zur Erwerbsunfähigkeit - mit den entsprechenden Kostenfolgen für den Staat. Der medizinische Konsum (z.B. zur Linderung chronischer Schmerzen und Spasmen) muss aber möglich sein.
Verbot geschlechtsneutraler Sprache
Soll kantonalen Stellen (Behörden, Schulen) die Verwendung von geschlechtsneutraler Sprache mittels Genderstern oder ähnlichen Zeichen in der schriftlichen Kommunikation verboten werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Für Menschen, deren biologisches Geschlecht nicht klar männlich oder weiblich ist, braucht es Alternativen. Genderneutrale Sprache geht aber auch ohne Zusatzzeichen. Der Kanton Bern kann sich an der Weisung der Bundeskanzlei orientieren. Ein weitreichendes Verbot schiesst aber übers Ziel hinaus.
Tierische Produkte in Kantinen
Sollen kantonseigene Kantinen und Personalrestaurants eine Verpflegung mit tierischen Produkten anbieten müssen (z.B. Verzicht auf rein vegane Mensen an der Universität)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Mensen sollen sich an der Nachfrage orientieren. Ein durch die Politik verordneter Zwang, Fleisch anzubieten ist genauso wenig sinnvoll wie der Zwang, ein rein veganes Produktsortiment zu führen. Auch hier gilt: Eigenverantwortung statt staatliche Vorschriften.
Direkte Medienförderung
Befürworten Sie eine direkte Medienförderung durch den Kanton (z.B. finanzielle Unterstützung von Medien für die regionale und kantonale Berichterstattung)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
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Kommentar
Die Medien als quasi "vierte Gewalt" im Staat müssen sachlich und ausgewogen informieren. Dazu brauchen sie genügend finanzielle Ressourcen. Mit all den Gratis-Informationen aus dem Internet ist kaum noch jemand bereit, für Recherche und Aufarbeitung von Hintergrundwissen zu bezahlen. Medienförderung machen qualitativ hochstehenden, regionalen Journalismus erst möglich. Und dies ist wichtig für unsere Demokratie.
Finanzierung Landeskirchen
Der Kanton Bern unterstützt die Landeskirchen jährlich mit rund 73 Millionen Franken (Sockelbeitrag und gesamtgesellschaftliche Leistungen). Befürworten Sie dies?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Landeskirchen übernehmen längst nicht nur religiöse Aufgaben. Mit der Sozialdiakonie erfüllen sie einen gesellschaftlichen Auftrag wie andere Organisationen auch. Dafür sollen sie mit staatlichen Geldern unterstützt werden. Müsste der Staat diese Leistung selbst erbringen, würden sie ein Mehrfaches kosten.
Finanzen & Steuern
Steuersenkung
Befürworten Sie die geplante Senkung der Steueranlage auf kantonaler Ebene in den nächsten vier Jahren?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Glättung der tiefen Einkommen befürworte ich. Weitere Steuersenkungen sind aber wenig sinnvoll. Für einzelne Personen/Familien sind Steuersenkungen jeweils nur in geringem Ausmass spürbar. Dem Kanton fehlen aber grosse Millionenbeträge etwa für die Bildung oder für nötige Investitionen in die Infrastruktur.
Lockerung Schuldenbremse
Soll die kantonale Schuldenbremse gelockert werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
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Kommentar
Grundsätzlich funktioniert die Schuldenbremse gut. Sie ermöglicht ein nachhaltiges Umgehen mit den Kantonsfinanzen. Die kantonale Schuldenbremse wurde in den letzten Jahren flexibilisiert. Eine weitere Lockerung ist nicht nötig.
Individualbesteuerung
Sollen Ehepaare künftig als Einzelpersonen besteuert werden (Individualbesteuerung)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Heiratsstrafe abschaffen ist überfällig. Bereits vor 40(!) Jahren forderte das Bundesgericht deren Abschaffung. Mit der Individualbesteuerung schaffen wir aber nicht nur ein Bürokratiemonster, sondern neue Ungerechtigkeiten. Leidtragende sind einmal mehr Familien mit Kindern. Steueroptimierung würde zu Pensenoptimierung: Wer 50/50 macht, zahlt am wenigsten. Mit der eingereichten "Fairness-Initiative" von EVP und Die Mitte haben wir eine gute Alternative.
Anpassung Finanzausgleich
Der Kanton Bern hat den Finanzausgleich so angepasst, dass die Städte Burgdorf und Langenthal neu für Zentrumslasten entschädigt werden und die Stadt Bern weniger Geld erhält. Befürworten Sie dies?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Dass Burgdorf und Langenthal mehr Geld erhalten ist begrüssenswert, weil sie auch wichtige Zentrumfunktionen wahrnehmen. Dies darf aber nicht auf Kosten der Stadt Bern geschehen.
Steuer auf Zweitliegenschaften
Soll der Kanton Bern im Zuge der Abschaffung des Eigenmietwerts eine zusätzliche Steuer auf Zweitliegenschaften ermöglichen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Der Kanton Bern soll den Gemeinden ermöglichen, eine solche Steuer zu erheben. Das war bei der Abschaffung des Eigenmietwerts auf eidgenössischer Ebene die Idee.
Wirtschaft & Arbeit
Teilprivatisierung BEKB
Soll der Kanton Bern seine Beteiligung an der Berner Kantonalbank (BEKB) auf unter 50 Prozent reduzieren (Teilprivatisierung)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die BEKB ist bereits teilprivatisiert. Ein weiterer Verkauf von Aktien zur Finanzierung von Kantonsaufgaben ist nicht nachhaltig. Die BEKB ist gut aufgestellt. Der Kanton profitiert von Dividenden und müsste bei Krisen nicht in die Bresche springen (Staatsgarantie ist bereits abgeschafft). Solange die Bank eine Kantonalbank ist, ist auch eher gewährleistet, dass in Randregionen Filialen erhalten bleiben.
Kantonaler Mindestlohn
Befürworten Sie die Einführung eines für alle Arbeitnehmenden gültigen Mindestlohnes von CHF 4'200 für eine Vollzeitstelle (ca. CHF 24 pro Stunde)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Gerechte Löhne sind wichtig und richtig. Ein fixer Mindestlohn ist aber nicht die Lösung. Er könnte z.B. Arbeitsplätze von Menschen mit Behinderung gefährden. Viel mehr müssen wir darauf hinarbeiten, dass Branchenlösungen gefunden werden, die auch KMUs umsetzen können.
Liberalisierung Geschäftsöffnungszeiten
Befürworten Sie eine vollständige Liberalisierung der Geschäftsöffnungszeiten (Festlegung nach freiem Ermessen unter Berücksichtigung des Arbeitsgesetzes)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Davon profitieren nur die Grossen. Sie können sich längere Öffnungszeiten bei gleichem Umsatz leisten. Kleine Geschäfte würden Kunden verlieren und wären in ihrer Existenz bedroht. Die Lädelivielfalt wäre bedroht. Zudem soll der Sonntag nicht für noch mehr Mitarbeitende zu einem Arbeitstag werden.
Lohngleichheit Frauen/Männer
Befürworten Sie eine strengere Kontrolle der Lohngleichheit von Frauen und Männern (z.B. bei Unternehmen, die kantonale Aufträge erhalten)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Frauen verdienen durchschnittlich noch immer 12% weniger als Männer. D.h. sie arbeiten vom 1. Januar bis zum 13. Februar gratis. Das muss sich ändern. Kontrollen sind ein Mittel dazu, wenn Unternehmungen ihre Eigenverantwortung nicht wahrnehmen. Der Lohn ist aber nur eine Grösse. Bei kantonalen Ausschreibungen müssen auch andere Kriterien berücksichtigt werden wie z.B. Nachhaltigkeit, soziale und ethische Aspekte.
Regulierung Taxi-Plattformen
Befürworten Sie eine stärkere Regulierung von Plattformen, die Taxidienste vermitteln (z.B. Bewilligungspflicht für Uber-Taxis)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Gleich lange Spiesse für alle Anbietenden.
Service Public im ländlichen Raum
Soll der Kanton das Service-Public-Angebot (z.B. öffentlicher Verkehr, Verwaltungsdienstleistungen) in ländlichen Gebieten stärker unterstützen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ein belebter, ländlicher Raum braucht eine gute Infrastruktur. Sie beugt der Abwanderung vor.
Umwelt & Energie
Aufhebung AKW-Neubauverbot
Soll sich der Kanton Bern für eine Aufhebung des Verbots für neue Atomkraftwerke einsetzen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Zukunft liegt nicht im Atomstrom, sondern in erneuerbaren Energien. Atomstrom verursacht zu viele Kosten, die auf die Allgemeinheit überwälzt werden. Endlager und Rückbau sind nur zwei Stichworte dazu. Ich setze auf erneuerbare Energie. Atomkraftwerke können zu Vollkosten (= inkl. Kosten für Bau, Rückbau, Entsorgung) nicht wirtschaftlich betrieben werden. Zudem ist niemand mehr bereit Atomkraftwerke zu versichern.
Ökologische Auflagen Landwirtschaft
Soll der Kanton die ökologischen Anforderungen für verpachtete Landwirtschaftsflächen erhöhen (z.B. Verbot synthetischer Pestizide)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Er könnte damit den Biolandbau indirekt fördern. Allerdings müsste die Nachfrage primär von den Konsument-/innen kommen.
Förderung erneuerbarer Energien
Sollen die kantonalen Förderbeiträge für erneuerbare Energie im Gebäudebereich erhöht werden (z.B. für Heizungsersatz oder Ladeinfrastruktur für Elektromobilität)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Im Gebäudebereich werden die Ziele der kantonalen Energiestrategie verfehlt. Zusätzliche Mittel könnten helfen, die Ziele zu erreichen.
Strengerer Tierschutz
Befürworten Sie strengere Tierschutzregelungen für die Haltung von Nutztieren (z.B. permanenter Zugang zum Aussenbereich)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Noch strengere Auflagen führen zu höheren Preisen und dies wiederum zu mehr Importen mit noch schlechteren Rahmenbedingungen. Zudem hat echter Tierschutz noch ganz andere Komponenten als den Auslauf. Pragmatische Lösungen sind gefragt. Ein Stallumbau wegen z.B. 3 cm zu kleinen Liegeboxen ist unverhältnismässig.
Ausbau Wasserkraft
Befürworten Sie einen Ausbau der Wasserkraftwerke im Grimsel- und Sustengebiet?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Stauseen sind ein Schlüsselelement für einheimischen erneuerbaren Strom. Die Projekte sind für die Energiewende dringend nötig.
Schutz Grossraubtiere
Soll der Kanton Bern den Schutz der Grossraubtiere (Wolf und Luchs) stärker gewichten (z.B. Reduktion der präventiven Abschüsse)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Grossraubtiere müssen geschützt werden, ohne dass sie die Landwirtschaft ruinieren. Das Gesetz wurde gerade gelockert. Eine weitere Lockerung braucht es nicht.
Verkehr
ÖV-Ausbau
Soll der Kanton mehr Mittel für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs bereitstellen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Zusätzlich braucht es Standortförderung, damit Arbeits- und Wohnort wieder stärker zusammen rücken.
Autobahnausbau
Befürworten Sie den geplanten Ausbau der Autobahn A1/A6 bei Bern (u.a. Bypass Bern Ost, Anschluss Wankdorf, Spurausbau Wankdorf-Schönbühl)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Mehr und ausgebaute Strassen ziehen mehr motorisierten Verkehr nach sich. Arbeits- und Wohnort rücken noch weiter auseinander.
Ausbau Langsamverkehr
Soll im Kanton Bern die Infrastruktur für den Langsamverkehr (z.B. Velowege) schneller ausgebaut werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Velorouten entlasten den Strassenverkehr und machen das Fahrradfahren attraktiver und sicherer. Klimaschutz und Gesundheitsförderung in einem.
Verbot Tempo 30
Befürworten Sie ein Verbot von Tempo 30 auf verkehrsorientierten Strassen innerorts?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Tempo 30 erhöht die Verkehrssicherheit innerorts - v.a. für schwächere Verkehrsteilnehmende signifikant. Bei der Gestaltung von Tempolimiten innerorts müssen die Gemeinden mitreden können. Ein generelles Verbot ist deshalb abzulehnen.
Politisches System & Digitalisierung
Digitale Kantonsverwaltung
Soll der Kanton dazu übergehen, seine Dienstleistungen nur noch digital anzubieten ("Digital-Only"-Prinzip)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Kantonale Dienstleistungen müssen für die ganze Bevölkerung barrierefrei zugänglich sein. Deshalb müssen sie auf verschiedenen Wegen angeboten werden. Ein rein digitaler Zugang schliesst viele Leute aus. Für andere ist der digitale Zugang der einzig mögliche.
Digitale Unterschriftensammlung
Soll sich der Kanton für die Einführung von E-Collecting einsetzen (digitale Unterschriftensammlung für Volksinitiativen und Referenden)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Dies würde Menschen mit Sehbehinderung ermöglichen, selbständig und ohne fremde Hilfe zu unterschreiben. Wichtiger als E-Collecting wäre aber E-Voting. Damit könnte das Stimm- und Wahlgeheimnis endlich auch für Menschen mit Sehbehinderung gewahrt werden.
Ausbau Entwicklungszusammenarbeit
Soll der Kanton Bern sein finanzielles Engagement bei der Entwicklungszusammenarbeit ausbauen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Unterstützung vor Ort ist wichtig.
Strikte Neutralitätspolitik
Soll die Schweiz ihre Neutralität strikter auslegen (Verzicht auf wirtschaftliche Sanktionen)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Früher war die Schweiz der Puffer zwischen Nord und Süd (Deutschland und Italien) und zwischen Ost und West (Österreich und Frankreich). Damals gab es noch nicht einmal das Völkerrecht. Diese Zeiten sind längst vorbei. Deshalb ist eine strikte Auslegung der Neutralität nicht mehr zeitgemäss. Neutralität muss immer auch im Kontext von moralischen und humanitären Verpflichtungen ausgelegt werden.
Sicherheit & Polizei
Ausbau Videoüberwachung
Befürworten Sie einen Ausbau der Videoüberwachung im öffentlichen Raum?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ein gezielter und begrenzter Ausbau und Einsatz von Videoüberwachung an Orten mit erhöhten Sicherheitsrisiken kann mit entsprechendem Hinweis sinnvoll sein. Die Abwägung zwischen öffentlicher Sicherheit und Wahrung der Privatsphäre muss sorgfältig erfolgen.
Polizeidienst für Ausländer/-innen
Im Kanton Bern ist für den Polizeidienst die Schweizer Staatsangehörigkeit erforderlich. Sollen in Zukunft auch Ausländer/-innen mit C-Niederlassungsbewilligung zugelassen werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Personalmangel, Abbildung der vielfältigen Bevölkerung, verbesserte Integration und interkulturelle Kompetenz sprechen dafür.
Verschärfter Umgang mit Demonstrationen
Soll der Umgang mit Demonstrationen verschärft werden (Verschärfung Bewilligungspflicht, härteres Durchgreifen der Polizei bei unbewilligten Demonstrationen, konsequentere Verrechnung von Polizeikosten)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Erfahrungen zeigen, dass der Kanton Bern sehr wohl mässig, aber konsequent eingreifen kann.
Nationalität in Polizeimeldungen
Soll im Kanton Bern in Polizeimeldungen standardmässig die Nationalität von Tatverdächtigen genannt werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Entweder immer oder nie.
Erhöhte Polizeipräsenz
Befürworten Sie eine stärkere sichtbare Präsenz der Polizei?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Der Bestand sollte aber erhöht werden für den Kampf gegen Cyber-Kriminalität und gegen Menschenhandel.
Werthaltungen
Freie Marktwirtschaft
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Von einer freien Marktwirtschaft profitieren langfristig alle."
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Kommentar
Monopolähnliche Strukturen führen nicht nur zu überhöhten Preisen, sondern schränken auch die Wahlmöglichkeiten ein. Innovationen werden im Keime erstickt. Ein gewisses Mass an freiem Markt ist deshalb nötig. Grundsätzlich soll aber die Wirtschaft den Menschen dienen und nicht umgekehrt. Profitgier hat hier nichts zu suchen, verantwortungsvolles Unternehmertum aber schon. Mein Motto: Eigeninitiative stärken statt abwürgen
Vollzeit-Kinderbetreuung
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Für ein Kind ist es am besten, wenn ein Elternteil Vollzeit für die Kinderbetreuung zu Hause bleibt."
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Kommentar
Jede Familie ist anders. Ist es den Eltern wohl, geht es den Kindern besser. Jede Familie soll die Kinderbetreuung je nach Lebenssituation und Vorlieben selbst organisieren. Eine Familie zu gründen ist ein Entscheid, den die Partner-/innen selbst fällen. Deshalb sollen sie auch für sich entscheiden, wie sie das Familienleben inkl. Kinderbetreuung für sich am besten organisieren. Mein Motto: Verantwortung übernehmen statt abschieben
Bestrafung Krimineller
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Die Bestrafung Krimineller ist wichtiger als deren Wiedereingliederung in die Gesellschaft."
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Kommentar
Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Strafen nicht genügend abschrecken. Kriminelle Taten können dadurch nicht verhindert werden. Deshalb ist es eine gesellschaftliche Aufgabe, Menschen den Wiedereinstieg zu ermöglichen. Mein Motto: Menschen befähigen statt bevormunden
Umweltschutz
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Ein stärkerer Umweltschutz ist notwendig, auch wenn er zu Lasten des Wirtschaftswachstums durchgesetzt werden muss."
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Kommentar
Die natürliche Umwelt ist unsere Lebensgrundlage. Haben wir sie nicht mehr, wird es auch kein Wirtschaftswachstum geben. Umweltschutz schliesst Wirtschaftswachstum nicht aus. Im Gegenteil: Verantwortungsvoller Umgang mit beschränkten Ressourcen führt zu einem nachhaltigen Wirtschaftswachstum. Mein Motto: Umwelt schützen statt ausbeuten
Kommentar
Wohnen ist für viele Menschen kaum noch erschwinglich. Noch schwieriger wird es, wenn jemand aufgrund einer Behinderung auf eine barrierefreie Wohnung angewiesen ist. Deshalb müssen die Rahmenbedingungen für die Erstellung und Bewirtschaftung von zahlbaren, barrierefreien Wohnungen verbessert werden.