Tobias Moser

Grünliberale Partei | 0502
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Sozialstaat, Familie & Gesundheit

Förderung gemeinnütziger Wohnungsbau

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Der Wohnungsmarkt ist regional bereits unter Druck, besonders im Norden des Kantons. Mit dem wachsenden Druck aus dem Grossraum Zürich dürfte sich diese Entwicklung verstärken. Gemeinnütziger Wohnungsbau schafft bezahlbare Wohnungen und wirkt korrigierend auf einen überhitzten Markt, gerade im nicht-luxuriösen Segment. Der Kanton soll deshalb gezielt unterstützen, etwa mit Bauland oder finanziellen Instrumenten.

Ergänzungsleistungen für Familien

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Bestehende Ergänzungsleistungen gelten vor allem für AHV und IV, nicht allgemein für Familien mit tiefem Erwerbseinkommen. Familien-Ergänzungsleistungen könnten Familienarmut gezielt reduzieren und verhindern, dass arbeitende Familien in die Sozialhilfe rutschen. Sie müssen aber einfach, bedarfsabhängig und ohne falsche Erwerbsanreize ausgestaltet sein.

Verschärfung Sozialhilfe

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Die Sozialhilfe ist das letzte Auffangnetz. Wer dort zusätzlich kürzt, schwächt die Schwächsten der Gesellschaft und spart meist nur wenig, verursacht aber punktuell grosse Folgekosten und soziale Probleme. Wichtig sind klare Regeln und gute Integration statt ein tieferes Existenzminimum.

Erhöhung Prämienverbilligung

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Niemand soll durch Krankenkassenprämien übermässig belastet werden. Gerade im Kanton Glarus war die Prämienverbilligung bisher eher knapp ausgestaltet, auch wenn an der Landsgemeinde 2026 Verbesserungen beschlossen wurden. Gleichzeitig braucht es zwingend Massnahmen gegen die steigenden Gesundheitskosten, damit nicht nur immer mehr Steuergelder in die Symptome fliessen.

Unterstützung pflegender Angehöriger

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Wenn Angehörigenpflege teurere professionelle Pflege ersetzt oder reduziert, ist eine bessere finanzielle Unterstützung sinnvoll. Sie entlastet das System und ermöglicht Betreuung im vertrauten Umfeld. Wichtig sind aber klare Kriterien, Qualitätssicherung und Schutz vor Missbrauch.

Senkung der Psychotherapie-Tarife

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Ich begrüsse Kostendämpfung grundsätzlich. Aber ich bin skeptisch, ob eine einseitige Tarifsenkung bei Psychotherapie der richtige Weg ist, wenn dadurch die Versorgung über die Grundversicherung unattraktiver wird. Psychische Erkrankungen sollen früh behandelt werden können, sonst entstehen oft höhere Folgekosten.

Schule & Bildung

Separativer Unterricht

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Integration ist anspruchsvoll, aber wichtig. Kinder lernen in der Schule nicht nur Mathematik und Deutsch, sondern auch den Umgang mit unterschiedlichen Menschen. Statt Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten wieder stärker zu separieren, sollten Lehrpersonen, Klassen und betroffene Kinder gezielt unterstützt werden.

Gleiche Bildungschancen

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Bildung ist eine der wichtigsten Grundlagen für Chancengleichheit. Wenn Kinder wegen des Einkommens ihrer Eltern weniger Förderung erhalten oder eine Ausbildung nicht machen können, verliert auch die Gesellschaft Potenzial. Der Kanton soll deshalb gezielt unterstützen, etwa mit Förderangeboten und ausreichenden Stipendien.

Förderung von Kinderbetreuungsangeboten

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Kinderbetreuung muss für Familien bezahlbar sein, besonders wenn beide Eltern arbeiten und trotzdem nur ein tiefes oder mittleres Einkommen haben. Das stärkt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Gleichzeitig soll die Förderung gezielt erfolgen und nicht ein Familienmodell einseitig gegenüber anderen bevorzugen.

Schulnoten statt Lernberichte

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Noten sind einfach lesbar, aber gerade für jüngere Kinder oft wenig hilfreich und frustrierend. Lernberichte können Entwicklung, Stärken und Förderbedarf besser abbilden. Gleichzeitig müssen Zeugnisse verständlich und für den weiteren Bildungsweg gut nutzbar bleiben.

Migration & Integration

Stimmrecht für Ausländer/-innen

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Wer seit vielen Jahren hier lebt, arbeitet und Steuern zahlt, soll auf Gemeindeebene auch mitbestimmen können. Integration ist keine Einbahnstrasse: Politische Teilhabe stärkt die Verbundenheit mit der Gemeinde und anerkennt, dass diese Menschen längst Teil des lokalen Alltags sind.

Direkte Aufnahme von Geflüchteten

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Resettlement ist primär Bundesaufgabe und muss schweizweit koordiniert werden. Der Kanton soll keine eigene Aussenpolitik betreiben, aber humanitäre Aufnahmeprogramme des Bundes unterstützen und seinen fairen Anteil mittragen, sofern Unterbringung und Integration gewährleistet sind.

Strengere Sozialhilfe-Regeln für Geflüchtete

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Die Schwächsten noch weiter zu schwächen, bringt kaum Einsparungen, verursacht aber grosse soziale Probleme. Integration gelingt besser mit Stabilität, Sprachförderung und Zugang zu Arbeit als mit Kürzungen beim Grundbedarf.

Verschärfung Einbürgerung

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Die Einbürgerung ist bereits heute aufwendig und teuer genug. Wer seit vielen Jahren hier lebt, arbeitet, Steuern zahlt und integriert ist, soll nicht durch noch höhere Hürden abgeschreckt werden. Einbürgerung soll gelungene Integration anerkennen, nicht unnötig erschweren.

Begrenzung der Wohnbevölkerung

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Die Initiative setzt bei der falschen Stelle an. Wohnungsdruck, Infrastruktur und Umweltbelastung müssen gezielt gelöst werden, nicht mit einer starren Bevölkerungsobergrenze. Wegen der alternden Gesellschaft braucht die Schweiz weiterhin Fach- und Arbeitskräfte. Zudem gefährdet die Initiative die Personenfreizügigkeit und damit den bilateralen Weg mit der EU.

Gesellschaft, Kultur & Ethik

Legalisierung Cannabis

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Cannabis wird trotz Verbot konsumiert. Eine regulierte Legalisierung kann Jugendschutz, Prävention und Qualitätskontrolle verbessern und den Schwarzmarkt schwächen. Wichtig sind klare Regeln, Alterskontrollen und keine Verharmlosung der Risiken.

Behördenverbot geschlechtsneutraler Sprache

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Ich halte ein Verbot für genauso unnötig wie eine starre Pflicht zum Genderstern. Behörden und Schulen sollen verständlich und respektvoll kommunizieren, ohne dass jede Sprachform politisch geregelt wird.

Ausbau Medienförderung

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Starke unabhängige Medien sind als vierte Gewalt wichtig, besonders lokal. Ohne lokale Berichterstattung fehlt demokratische Kontrolle. Eine Förderung kann sinnvoll sein, muss aber transparent und staatsfern erfolgen, damit die Unabhängigkeit der Medien nicht gefährdet wird.

Rückzug aus Kulturförderung

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Kultur gehört zu einem lebendigen Kanton und stärkt Identität, Austausch und Zusammenhalt. Ein vollständiger Rückzug des Kantons wäre falsch. Die Förderung soll aber massvoll, transparent und ergänzend zur privaten Initiative erfolgen.

Feuerwerksverbot

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Privates Feuerwerk ist laut, belastet Menschen und Tiere und verursacht Abfall sowie Schadstoffrückstände. Besonders Haus- und Wildtiere leiden stark darunter. Ein Verbot von lärmverursachendem privatem Feuerwerk ist deshalb sinnvoll; organisierte oder leisere Alternativen bleiben möglich.

Finanzen & Steuern

Steuersenkungen

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Steuersenkungen dürfen kein Selbstzweck sein. Entscheidend ist, ob sie nachhaltig finanzierbar sind und nicht wichtige Investitionen verdrängen. Priorität haben für mich gezielte Entlastungen und ein effizienter Staat, nicht pauschale Steuergeschenke.

Sparanstrengungen

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Der Kanton muss effizient mit Geld umgehen, darf sich aber nicht kaputtsparen. Sinnvolle Investitionen in Infrastruktur, Bildung und Standortqualität machen Glarus attraktiver und können langfristig das Steuersubstrat stärken. Sparen ja, aber nicht pauschal auf Kosten der Zukunft.

Steuer auf Zweitliegenschaften

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Erstwohneigentum und Zweitliegenschaften sind nicht dasselbe. Wohnen ist Grundbedarf, eine Zweitwohnung dagegen Luxus und zusätzlicher Wohnraumverbrauch. Nach der beschlossenen Abschaffung des Eigenmietwerts soll Glarus die Möglichkeit haben, Zweitliegenschaften angemessen zu besteuern, um Mindereinnahmen und Fehlanreize zu begrenzen.

Einfrierung Stellenbestand

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Die Verwaltung muss handlungsfähig bleiben. Aufgaben und Anforderungen ändern sich, deshalb ist ein pauschales Einfrieren des Stellenbestands zu starr. Neue Stellen sollen kritisch geprüft werden, aber nicht grundsätzlich ausgeschlossen sein.

Wirtschaft & Arbeit

Unterstützung Sportbahnen

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Tourismus soll ein wichtiges Standbein des Kantons Glarus bleiben. Deshalb soll der Kanton auch Braunwald unterstützen können, wenn ein tragfähiges und zukunftsfähiges Projekt vorliegt. Wichtig ist, dass solche Beiträge nicht einfach bestehende Defizite decken, sondern an klare Kriterien gebunden sind: realistische Perspektiven, Mitfinanzierung, nachhaltige Ausrichtung und regionale Wertschöpfung.

Einführung Mindestlohn

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Wer 100 % arbeitet, soll einen existenzsichernden Lohn erhalten. Ein Mindestlohn kann Lohndumping verhindern und verhindern, dass sehr tiefe Löhne indirekt durch Sozialleistungen kompensiert werden. Auf kantonaler Ebene braucht es aber eine sorgfältige Ausgestaltung mit Blick auf kleine Betriebe und Branchen mit tiefen Margen.

Kontrolle Lohngleichheit Frauen/Männer

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Lohngleichheit ist wichtig, besonders bei Unternehmen mit kantonalen Aufträgen. Die Kontrolle darf aber nicht auf simplen Einzelvergleichen beruhen, weil Funktionen und Löhne oft individuell sind. Sinnvoll sind pragmatische, statistische Prüfungen, die systematische und nicht erklärbare Unterschiede sichtbar machen.

Steueranreize für Ansiedlung neuer Firmen

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Neue Firmen können Wertschöpfung, Arbeitsplätze und Steuersubstrat in den Kanton bringen. Steuerliche Unterstützung soll aber gezielt, befristet und an klare Bedingungen geknüpft sein. Keine pauschalen Steuergeschenke für Unternehmen, die auch ohne Unterstützung profitabel wären.

Weniger Regulierungen für Unternehmen

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Regulierungen sollen nicht Selbstzweck sein und dürfen kritisch überprüft werden. Viele Vorschriften schützen aber Menschen, Umwelt, Nachbarschaft und Sicherheit. Deshalb bin ich gegen einen pauschalen Abbau oder individuelle Ausnahmen, nur weil Regeln für Unternehmen unbequem sind.

Umwelt & Energie

Förderung nachhaltiger Tourismus

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Tourismus soll im Kanton Glarus ein wichtiges Standbein bleiben, aber zukunftsfähig und naturverträglich sein. Fördergelder sollen deshalb an Nachhaltigkeitskriterien gebunden werden. Wo Verkehr und Parkierung die Bevölkerung oder Natur belasten, sind auch Lenkungsmassnahmen wie höhere Parkgebühren sinnvoll.

Ökologische Auflagen Landwirtschaft

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Kantonale Landwirtschaftsflächen sollen ökologisch vorbildlich bewirtschaftet werden. Dazu gehören weniger synthetische Pestizide, gezieltere Düngung, bessere Mähzeitpunkte und mehr Biodiversität. Solche Anforderungen sollten praxistauglich ausgestaltet und langfristig auch über kantonale Flächen hinaus gestärkt werden.

Schutz Grossraubtiere

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Wolf und Luchs gehören zu unserer Natur. Angstgeschichten dürfen nicht Grundlage der Politik sein. Betroffene Alpbetriebe sollen unterstützt werden, aber eine präventive Reduktion der Bestände lehne ich klar ab.

Bau von Windkraftwerken

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Der Kanton Glarus soll Windkraft dort ermöglichen, wo sie technisch, wirtschaftlich und raumplanerisch sinnvoll ist. Wir brauchen mehr erneuerbare Energie, und Wind ist eine gute Ergänzung zu Wasserkraft und Photovoltaik, insbesondere im Winter und nachts. Natürlich müssen Abstände zu Siedlungen, Landschaftsschutz, Natur- und Lärmschutz sorgfältig geprüft und eingehalten werden. Aber ein grundsätzliches Nein zu Windkraft wäre angesichts der Energiezukunft falsch.

Förderung erneuerbarer Energien

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Erneuerbare Energien müssen weiter ausgebaut werden, aber mit Blick auf das Gesamtsystem. Solarpanels sollen gebaut werden, gleichzeitig braucht es intelligente Steuerung, Eigenverbrauch, Speicher und netzdienliche Abregelung, damit die Netze nicht unnötig belastet werden. Förderung soll nicht nur Produktion, sondern auch Speicher und flexible Nutzung stärken.

Anreize statt Verbote in der Klimapolitik

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Anreize sind wichtig, aber nicht immer genug. Bei langfristigen Investitionen wie neuen Heizungen braucht es auch klare Regeln, sonst werden fossile Lösungen für Jahrzehnte zementiert. Sinnvoll ist eine Kombination aus Förderung, Beratung und gezielten Verboten dort, wo klimafreundliche Alternativen verfügbar sind.

Verkehr & Raumplanung

Verdichtetes Bauen

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Die Schweiz hat begrenztes Bauland, und weitere Zersiedlung ist ökologisch und raumplanerisch problematisch. Deshalb ist eine stärkere Verdichtung innerhalb bestehender Siedlungszonen grundsätzlich sinnvoll. Wichtig ist aber eine hochwertige Verdichtung: mit Grünflächen, Bäumen, guter Gestaltung, Biodiversität und Rücksicht auf Ortsbild und Nachbarschaft.

Autofreie Sonntage Klöntal

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Ein Slow Sunday soll nicht nur eine Zufahrtsbeschränkung sein, sondern ein wirklich autofreier Tag. Ausnahmen sollen eng auf Postauto, Blaulicht, notwendige Einsätze und echte Härtefälle beschränkt bleiben. Sonst wird der Nutzen für Ruhe, Sicherheit und Erholung zu stark verwässert.

Ausbau öffentlicher Verkehr

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Der öffentliche Verkehr stärkt die Erreichbarkeit des Kantons, entlastet Strassen und ermöglicht Mobilität auch ohne eigenes Auto. Gerade im ländlichen Raum braucht es gezielte Mittel, damit der ÖV zuverlässig und attraktiv ist. Der Ausbau soll bedarfsgerecht erfolgen und gute Anschlüsse sicherstellen.

Ausbau Tempo 20/30

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In Wohnquartieren ist Tempo 50 meist nicht angebracht. Tempo 30 oder Begegnungszonen erhöhen die Sicherheit, reduzieren Lärm und verbessern die Aufenthaltsqualität, besonders für Kinder, ältere Menschen und Fuss- und Veloverkehr. Natürlich sollen Kantons- und Hauptstrassen als Durchgangsachsen nicht auf Tempo 30 beschränkt werden.

Förderung motorisierter Individualverkehr

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Einige Verbesserungen für Sicherheit oder konkrete Engpässe dürften sinnvoll sein. Ein pauschaler Ausbau von Strassenkapazität und Parkplätzen führt aber oft zu mehr Verkehr statt zu echter Entlastung. Priorität sollen Unterhalt, Sicherheit, ÖV, Fuss- und Veloverkehr sowie gute Verkehrslenkung haben.

Politisches System & Digitalisierung

Ausschliesslich digitale Kantonsverwaltung

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Digitale Dienstleistungen sind sinnvoll, aber der Staat darf niemanden ausschliessen. Öffentliche Leistungen müssen für alle zugänglich bleiben, auch für Menschen mit Einschränkungen oder ohne digitale Möglichkeiten. Digitalisierung ja, Digital-Only nein.

Ausbau Entwicklungszusammenarbeit

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Entwicklungszusammenarbeit ist grundsätzlich Aufgabe des Bundes und soll dort professionell, koordiniert und mit klarer Wirkungskontrolle erfolgen. Der Kanton Glarus soll seine Mittel primär für kantonale Aufgaben einsetzen. Humanitäre Nothilfe in besonderen Krisen oder gezielte Beiträge an bewährte Organisationen können sinnvoll sein, aber ein genereller Ausbau des kantonalen Engagements ist für mich nicht prioritär.

Verzicht Vorgaben zum Geschlechterverhältnis

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Kaderstellen sollen nach Eignung, Erfahrung und Führungskompetenz besetzt werden. Gleichbehandlung heisst faire Chancen für alle, nicht starre Geschlechtervorgaben. Wichtig sind transparente Verfahren und gute Rahmenbedingungen, damit alle qualifizierten Personen realistische Chancen haben.

Sicherheit & Polizei

Ausbau Videoüberwachung

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Mehr Videoüberwachung ist kein Ersatz für gute Prävention und Präsenz vor Ort. Sie greift in die Privatsphäre ein und soll höchstens punktuell bei klaren Problemen eingesetzt werden, nicht generell im öffentlichen Raum ausgebaut werden.

Polizeidienst für Ausländer/-innen

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Wer mit C-Bewilligung dauerhaft hier lebt, gut integriert ist und alle Anforderungen erfüllt, soll grundsätzlich auch Polizistin oder Polizist werden können. Entscheidend sind Eignung, Ausbildung, Sprachkenntnisse und Loyalität zur Schweizer Rechtsordnung, nicht nur der Pass.

Erhöhte Polizeipräsenz

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Eine sichtbare Polizeipräsenz kann sinnvoll sein, wenn sie Sicherheit erhöht, ansprechbar ist und präventiv wirkt, zum Beispiel im Strassenverkehr, bei Schulwegen oder an Orten mit konkreten Problemen. Sie soll aber verhältnismässig, gezielt und deeskalierend erfolgen. Ziel muss sein, Sicherheit und Vertrauen zu stärken, nicht unnötig Druck oder ein Gefühl ständiger Kontrolle zu erzeugen.

Engagement gegen häusliche Gewalt

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Wer von häuslicher Gewalt betroffen ist, braucht Schutz und Hilfe (übrigens unabhängig vom Geschlecht). Der Kanton soll Prävention, Schutzinstitutionen und Fachstellen stärken und gleichzeitig Täterarbeit ernst nehmen.

Werthaltungen

Freie Marktwirtschaft

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Eine funktionierende Marktwirtschaft schafft Innovation, Effizienz und Wohlstand. Aber sie führt nicht automatisch dazu, dass langfristig alle profitieren. Ohne klare Regeln entstehen Machtkonzentration, Ausbeutung, Umweltbelastung und soziale Ungleichheit. Moderne Staaten beruhen deshalb nicht auf reiner freier Marktwirtschaft, sondern auf sozialer Marktwirtschaft: Der Staat setzt faire Rahmenbedingungen, schützt Schwächere und greift dort ein, wo der Markt versagt.

Vollzeit-Kinderbetreuung

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Das beste Familienmodell gibt es nicht für alle. Entscheidend ist, dass Kinder verlässlich, liebevoll und gut betreut werden, ob zu Hause, bei Verwandten, in der Krippe oder in einem Mix aus allem. Das ist eine sehr persönliche Entscheidung jeder Familie.

Bestrafung Krimineller

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Opfer von Straftaten brauchen Schutz, Anerkennung und Unterstützung. Strafen sind wichtig, setzen Grenzen und können abschreckend wirken. Der Staat soll aber nicht Rache üben, sondern Sicherheit schaffen. Dazu gehört auch, Rückfälle zu verhindern — durch Wiedereingliederung, Therapie, Bildung und Arbeitsperspektiven.

Umweltschutz

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Wirtschaftswachstum darf nicht auf Kosten von Umwelt, Gesundheit und kommenden Generationen gehen. Wo Märkte Umweltkosten nicht ausreichend berücksichtigen, muss der Staat klare Regeln setzen. Langfristig ist eine intakte Umwelt auch Voraussetzung für Wohlstand.

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