Karim Saïd
Sozialdemokratische Partei | 16.02.1 | En uffizi | Elegì
Sozialstaat, Familie & Gesundheit
Förderung gemeinnütziger Wohnungsbau
Soll der Kanton den gemeinnützigen Wohnungsbau finanziell stärker fördern (z.B. finanzielle Unterstützung von Wohnbaugenossenschaften)?
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Ergänzungsleistungen für Familien
Sollen im Kanton Bern Ergänzungsleistungen für Familien mit tiefem Einkommen eingeführt werden?
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Viele Familien sind zwar berufstätig, haben aber trotzdem Schwierigkeiten, ihre Grundbedürfnisse zu decken. Ergänzungsleistungen könnten Kinderarmut verhindern, Familienbudgets entlasten und menschenwürdige Lebensbedingungen gewährleisten.
De nombreuses familles travaillent mais peinent malgré tout à couvrir leurs besoins essentiels. Des prestations complémentaires permettraient de prévenir la pauvreté infantile, de soulager les budgets familiaux et de garantir des conditions de vie dignes.
Verschärfung Sozialhilfe
Befürworten Sie Verschärfungen im Bereich der Sozialhilfe (z.B. vereinfachte Überwachung bei Verdacht auf Missbrauch)?
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Die große Mehrheit der Sozialhilfeempfänger ist tatsächlich darauf angewiesen. Eine Verschärfung der Kontrollen schafft Stigmatisierung und unnötiges Misstrauen. Gegen Missbrauch muss gezielt vorgegangen werden, ohne zu pauschalisieren oder ein System in Frage zu stellen, das auf Menschenwürde und Solidarität beruht.
La grande majorité des bénéficiaires de l’aide sociale en ont réellement besoin. Renforcer les contrôles crée de la stigmatisation et de la méfiance inutile. Les abus doivent être traités de manière ciblée, sans faire de généralités, ni remettre en cause un système fondé sur la dignité humaine et la solidarité.
Ausbau Elternzeit
Soll die bezahlte Elternzeit über die aktuellen 14 Wochen Mutterschaftsurlaub und zwei Wochen Vaterschaftsurlaub hinaus ausgebaut werden?
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Ein längerer Elternurlaub fördert die Gleichstellung der Eltern, verbessert das Wohlbefinden der Kinder und erleichtert die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Er ermöglicht eine bessere Verteilung der familiären Pflichten und stärkt die Gleichstellung von Frauen und Männern auf dem Arbeitsmarkt.
Un congé parental plus long favorise l’égalité entre les parents, améliore le bien-être des enfants et facilite la conciliation entre vie professionnelle et familiale. Il permet une meilleure répartition des responsabilités familiales et renforce l’égalité entre femmes et hommes sur le marché du travail.
Erhöhung Prämienverbilligung
Soll die Prämienverbilligung erhöht werden, so dass niemand mehr als 10% seines verfügbaren Einkommens für die Krankenversicherung bezahlen muss?
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Die Krankenversicherungsprämien stellen für viele Haushalte eine immer größere Belastung dar. Niemand sollte aus finanziellen Gründen auf eine medizinische Versorgung verzichten. Durch eine Verstärkung der Prämienverbilligungen kann der Zugang zur Gesundheitsversorgung gewährleistet, Familien entlastet und der soziale Zusammenhalt gewahrt werden.
Les primes d’assurance maladie représentent une charge de plus en plus lourde pour de nombreux ménages. Personne ne devrait renoncer à des soins pour des raisons financières. Renforcer les réductions de primes permet de garantir l’accès aux soins, de soulager les familles et de préserver la cohésion sociale.
Stärkung kantonale Spitalplanung
Befürworten Sie eine stärkere Steuerung der Spitalplanung und Gesundheitsversorgung durch den Kanton (z.B. Konzentration der Gesundheitsleistungen)?
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Eine übermäßige Konzentration von Leistungen gefährdet den Zugang zur Gesundheitsversorgung in den Randregionen. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass im gesamten Kanton ein bürgernahes Angebot aufrechterhalten wird. Die sukzessive Schließung von Entbindungsstationen, insbesondere in Frutigen und Langenthal, zeigt, welche negativen Folgen eine zu starke Zentralisierung für die betroffene Bevölkerung hat.
Une concentration excessive des prestations menace l’accès aux soins dans les régions périphériques. Il est essentiel de maintenir une offre de proximité dans tout le canton. La fermeture successive de maternités, notamment à Frutigen et Langenthal, montre les conséquences négatives d’une centralisation trop poussée pour les populations concernées.
Schule & Bildung
Integratives Schulmodell
Gemäss dem Konzept der integrativen Schule werden Kinder mit Lernschwierigkeiten oder Behinderungen grundsätzlich in regulären Schulklassen unterrichtet. Befürworten Sie dies?
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Die integrative Schule fördert die Chancengleichheit und den sozialen Zusammenhalt. Die Integration soll die Norm sein, separate Klassen die Ausnahme. Sie muss sich jedoch auf angepasste Situationen beziehen und darf die Klassen nicht überfordern. Damit die Integration der betroffenen Kinder gelingt, müssen den Lehrkräften ausreichende Mittel, Fachpersonal und Bedingungen zur Verfügung gestellt werden, die ein qualitativ hochwertiges Lernen für alle Kinder ermöglichen.
L’école intégrative favorise l’égalité des chances et la cohésion sociale. L’intégration doit être la norme, les classes séparées l’exception. Elle doit toutefois concerner des situations adaptées et ne pas surcharger les classes. Pour réussir l’intégration des enfants concernés, il est indispensable de fournir au corps enseignant des moyens suffisants, du personnel spécialisé et des conditions permettant un apprentissage de qualité pour tous les enfants.
Separativer Unterricht
Sollten Kinder mit geringen Deutschkenntnissen zunächst in separaten Klassen unterrichtet werden, bis sie ein bestimmtes Sprachniveau erreicht haben?
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Eine frühe Integration fördert das sprachliche und soziale Lernen. Allerdings können spezielle Klassen hilfreich sein, um einen angepassten Unterricht anzubieten, ohne die anderen Schüler zu bremsen. Um diese Kinder in Regelklassen zu integrieren, müssen jedoch zwingend mehr Mittel für die Lehrkräfte bereitgestellt werden.
L’intégration précoce favorise l’apprentissage linguistique et social. Toutefois, des classes spécifiques peuvent être utiles pour proposer un enseignement adapté sans ralentir les autres élèves. Cependant, pour intégrer ces enfants dans des classes ordinaires, il faut impérativement renforcer les moyens alloués au corps enseignant.
Erste Fremdsprache Englisch
Soll im Kanton Bern anstelle einer Landessprache (Französisch bzw. Deutsch) Englisch als erste Fremdsprache unterrichtet werden?
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In einem mehrsprachigen Land und einem zweisprachigen Kanton muss das Erlernen der anderen Landessprache weiterhin Priorität haben. Eine Bevorzugung des Englischen würde den kantonalen und nationalen Zusammenhalt schwächen und einen Mangel an Respekt und Anerkennung gegenüber der anderen Sprachgemeinschaft darstellen.
Dans un pays multilingue et un canton bilingue, l’apprentissage de l’autre langue nationale doit rester prioritaire. Privilégier l’anglais affaiblirait la cohésion cantonale et nationale et constituerait un manque de respect et de reconnaissance envers l’autre communauté linguistique.
Förderung gleiche Bildungschancen
Soll sich der Kanton stärker für gleiche Bildungschancen einsetzen (z.B. mit Förderunterricht-Gutscheinen für Schüler/-innen aus Familien mit geringem Einkommen, Erhöhung Stipendien)?
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Die soziale Herkunft hat immer noch einen starken Einfluss auf die Schullaufbahn. Durch gezielte Maßnahmen wie subventionierten Nachhilfeunterricht können Ungleichheiten abgebaut, Schüler mit Schwierigkeiten unterstützt und sichergestellt werden, dass Talent und Motivation Vorrang vor der finanziellen Situation der Familien haben.
L’origine sociale influence encore fortement les parcours scolaires. Des mesures ciblées comme les cours de rattrapage subventionnés permettent de réduire les inégalités, de soutenir les élèves en difficulté et d’assurer que le talent et la motivation priment sur la situation financière des familles.
Migration & Integration
Stimmrecht für Ausländer/-innen
Sollen Ausländer/-innen, die seit mindestens zehn Jahren in der Schweiz leben, das Stimm- und Wahlrecht auf Gemeindeebene im Kanton Bern erhalten?
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Ausländische Personen, die seit langem in einer Gemeinde leben, dort Steuern zahlen und am lokalen Leben teilnehmen. Ihnen kommunalpolitische Rechte einzuräumen, stärkt die Demokratie, fördert die Integration und ermöglicht eine bessere Vertretung der lokalen Gegebenheiten.
Les personnes étrangères qui vivent depuis longtemps dans une commune, y paient des impôts et participent à la vie locale. Leur accorder des droits politiques communaux renforce la démocratie, favorise l’intégration et permet une meilleure représentation des réalités locales.
Direkte Aufnahme von Geflüchteten
Soll sich der Kanton Bern dafür einsetzen, dass mehr Geflüchtete aus Lagern direkt vor Ort (z.B. Griechenland, Gaza) in der Schweiz aufgenommen werden (sogenannte Resettlement-Flüchtlinge)?
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Die Schweiz hat eine lange humanitäre Tradition. Mehr Flüchtlinge aus überfüllten Lagern aufzunehmen, ermöglicht eine sichere und geordnete Migration, schützt die verletzlichsten Personen und verhindert gefährliche Migrationswege. Der Kanton Bern muss seinen Teil dieser solidarischen Verantwortung wahrnehmen.
La Suisse a une longue tradition humanitaire. Accueillir davantage de réfugiés issus de camps surchargés permet une migration sûre et organisée, protège les personnes les plus vulnérables et évite des parcours migratoires dangereux. Le canton de Berne doit assumer sa part de cette responsabilité solidaire.
Integrationsförderung Ausländer/-innen
Soll der Kanton Bern Ausländer/-innen bei der Integration stärker unterstützen (z.B. ausgebaute Sprachförderung, zusätzliche Sozialarbeiter/-innen)?
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Eine erfolgreiche Integration kommt der gesamten Gesellschaft zugute. Der Spracherwerb, die soziale Betreuung und der Zugang zur Beschäftigung fördern die Eigenständigkeit, bauen soziale Spannungen ab und stärken den Zusammenhalt. Durch Investitionen in die Integration können langfristig andere, höhere Kosten vermieden werden.
Une intégration réussie profite à l’ensemble de la société. L’apprentissage de la langue, l’accompagnement social et l’accès à l’emploi favorisent l’autonomie, réduisent les tensions sociales et renforcent la cohésion. Investir dans l’intégration permet d’éviter d’autres coûts plus élevés à long terme.
Verschärfung Einbürgerungsrecht
Soll das kantonale Einbürgerungsgesetz verschärft werden (z.B. höhere Sprachkenntnisse)?
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Die derzeitigen Anforderungen sind bereits hoch. Eine weitere Verschärfung der Anforderungen könnte gut integrierte Personen unnötig ausschliessen. Die Einbürgerung muss für Personen zugänglich bleiben, die am sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Leben des Kantons teilnehmen.
Les exigences actuelles sont déjà élevées. Les durcir davantage risquerait d’exclure inutilement des personnes bien intégrées. La naturalisation doit rester accessible à celles et ceux qui participent à la vie sociale, économique et culturelle du canton.
Bezahlkarten für Asylsuchende
Begrüssen Sie die Einführung von Bezahlkarten für Asylsuchende (anstelle von Bargeld)?
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Zahlungskarten stigmatisieren Asylsuchende und führen eine Logik der ständigen Kontrolle ein. Sie schränken die Autonomie ein, erschweren den Alltag und vermitteln den Eindruck einer allgemeinen Überwachung.
Les cartes de paiement stigmatisent les requérants d’asile et instaurent une logique de contrôle permanent. Elles limitent l’autonomie, compliquent le quotidien et donnent l’impression d’une surveillance généralisée.
Kündigung Bilaterale Verträge
Soll die Schweiz die Bilateralen Verträge mit der EU kündigen und ein Freihandelsabkommen ohne Personenfreizügigkeit anstreben?
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Bilaterale Abkommen sind für die Wirtschaft, die Forschung und die Mobilität von entscheidender Bedeutung. Die Freizügigkeit entspricht den Bedürfnissen des Arbeitsmarktes und fördert den Handel. Die Kündigung der bilateralen Abkommen würde die Schweiz schwächen, zu Unsicherheit führen und den Wohlstand und die Stabilität des Landes beeinträchtigen.
Les accords bilatéraux sont essentiels pour l’économie, la recherche et la mobilité. La libre circulation répond aux besoins du marché du travail et renforce les échanges. Les dénoncer affaiblirait la Suisse, créerait de l’incertitude et nuirait à la prospérité et à la stabilité du pays.
Gesellschaft, Kultur & Ethik
Erneuerung Kunstmuseum Bern
Der Kanton möchte sich mit rund 81 Mio. CHF an der Sanierung und dem Ersatzneubau des Kunstmuseums Bern beteiligen (Sanierung Altbau und Ersatz des sog. Atelier-5 Erweiterungsbaus). Befürworten Sie dies?
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Der Wiederaufbau des Kunstmuseums Bern stärkt den Kanton Bern in kultureller, wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht. Das Projekt weist ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis auf und erfüllt eine gesetzliche Verpflichtung zur Unterstützung von kulturellen Institutionen von nationaler Bedeutung. Die Gebäude sind in einem schlechten Zustand und gefährden die Erhaltung einer bedeutenden Sammlung. Die Renovierung stärkt auch die touristische Attraktivität des Kantons.
La reconstruction du Musée des Beaux-Arts de Berne renforce le canton de Berne sur les plans culturel, économique et social. Le projet présente un excellent rapport qualité-prix et répond à une obligation légale de soutien aux institutions culturelles d’importance nationale. Les bâtiments sont en mauvais état et menacent la conservation d’une collection majeure. La rénovation renforce aussi l’attractivité touristique du canton.
Legalisierung Cannabis
Soll sich der Kanton Bern für eine Legalisierung von Cannabis einsetzen?
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Die Kriminalisierung hat nicht zu einer Verringerung des Konsums geführt. Eine geregelte Legalisierung würde eine bessere Kontrolle, eine gezielte Prävention und einen besseren Schutz der Jugendlichen ermöglichen. Dieses Produkt darf jedoch nicht banalisiert werden. Eine nationale Lösung wäre vorzuziehen, um ein einheitliches Vorgehen in der gesamten Schweiz zu gewährleisten.
La pénalisation n’a pas permis de réduire la consommation. Une légalisation encadrée permettrait un meilleur contrôle, une prévention ciblée et une protection accrue des jeunes. Ce produit ne doit toutefois pas être banalisé. Une solution nationale serait préférable afin d’assurer une approche uniforme sur l’ensemble du territoire suisse.
Verbot geschlechtsneutraler Sprache
Soll kantonalen Stellen (Behörden, Schulen) die Verwendung von geschlechtsneutraler Sprache mittels Genderstern oder ähnlichen Zeichen in der schriftlichen Kommunikation verboten werden?
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Inklusive Sprache sollte nicht verboten, sondern vielmehr gefördert werden, indem verschiedene Möglichkeiten ihrer Verwendung vorgestellt werden, ohne sie jedoch aufzuzwingen. Die Vielfalt der Formen ermöglicht es nämlich, sich an den jeweiligen Kontext und das jeweilige Publikum anzupassen.
Il ne faut pas interdire le langage inclusif, mais au contraire l’encourager, en présentant différentes manières de l’utiliser, sans toutefois l’imposer. La diversité des formes permet en effet de s’adapter aux contextes et aux publics.
Tierische Produkte in Kantinen
Sollen kantonseigene Kantinen und Personalrestaurants eine Verpflegung mit tierischen Produkten anbieten müssen (z.B. Verzicht auf rein vegane Mensen an der Universität)?
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Es ist wichtig, ein vielfältiges Lebensmittelangebot anzubieten, das allen Menschen gerecht wird, egal ob sie Fleisch essen, sich vegetarisch ernähren oder vegan leben. Diese Angebotsvielfalt muss jedoch mit einer Priorität für lokale, umwelt- und tierschutzfreundliche Produkte einhergehen.
Il est important de proposer une offre alimentaire diversifiée qui convienne à toutes et tous, qu’ils soient carnivores, végétariens ou végétaliens. Cette diversité de l’offre doit toutefois s’accompagner d’une priorité donnée aux produits locaux, respectueux de l’environnement et du bien-être animal.
Direkte Medienförderung
Befürworten Sie eine direkte Medienförderung durch den Kanton (z.B. finanzielle Unterstützung von Medien für die regionale und kantonale Berichterstattung)?
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Die Medienvielfalt nimmt ab, was die demokratische Debatte schwächt. Durch gezielte Unterstützung kann eine qualitativ hochwertige, bürgernahe Information gewährleistet werden. In Zeiten von Desinformation und Fake News sind starke Medien mehr denn je unverzichtbar.
La diversité des médias diminue, ce qui affaiblit le débat démocratique. Un soutien ciblé permet de garantir une information de qualité, proche des citoyennes et citoyens. Dans un contexte de désinformation et de fake news, des médias solides sont plus que jamais indispensables.
Finanzierung Landeskirchen
Der Kanton Bern unterstützt die Landeskirchen jährlich mit rund 73 Millionen Franken (Sockelbeitrag und gesamtgesellschaftliche Leistungen). Befürworten Sie dies?
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Die Landeskirchen erbringen zahlreiche gemeinnützige Leistungen: soziale Begleitung, Hilfe für Menschen in Schwierigkeiten, Seelsorge in Krankenhäusern und Gefängnissen, Unterstützung für Familien und ältere Menschen. Diese Unterstützung trägt zum sozialen Zusammenhalt bei und kommt der gesamten Gesellschaft zugute, unabhängig von religiösen Überzeugungen.
Les Églises nationales fournissent de nombreuses prestations d’utilité publique : accompagnement social, aide aux personnes en difficulté, aumônerie dans les hôpitaux et prisons, soutien aux familles et aux personnes âgées. Ce soutien contribue à la cohésion sociale et bénéficie à l’ensemble de la société, au-delà des convictions religieuses.
Finanzen & Steuern
Steuersenkung
Befürworten Sie die geplante Senkung der Steueranlage auf kantonaler Ebene in den nächsten vier Jahren?
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Steuersenkungen sind bereits geplant. Die Entlastung der am stärksten gefährdeten Personen und des Mittelstandes muss Priorität haben, wobei die aktuellen Einnahmen beibehalten werden müssen. Der Kanton braucht finanzielle Mittel, um in die Infrastruktur, Bildung, Gesundheit und den sozialen Zusammenhalt zu investieren. Generelle Kürzungen würden diese Kapazitäten schwächen.
Des baisses d’impôts sont déjà prévues. La priorité doit être donnée au soulagement des personnes les plus précaires et de la classe moyenne, tout en maintenant les recettes actuelles. Le canton a besoin de moyens financiers pour investir dans les infrastructures, la formation, la santé et la cohésion sociale. Des baisses généralisées affaibliraient ces capacités.
Lockerung Schuldenbremse
Soll die kantonale Schuldenbremse gelockert werden?
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Die Schuldenbremse des Kantons Bern ist bereits sehr streng. Obwohl sie in der letzten Legislaturperiode gelockert wurde, ist eine weitere Lockerung notwendig, um nachhaltige Investitionen zu ermöglichen. Diese sind für die Bewältigung der sozialen, klimatischen und infrastrukturellen Herausforderungen von entscheidender Bedeutung.
Le frein à l’endettement du canton de Berne est déjà très strict. Bien qu’il ait été assoupli lors de la dernière législature, un assouplissement supplémentaire est nécessaire pour permettre des investissements durables. Ceux-ci sont essentiels pour répondre aux défis sociaux, climatiques et infrastructurels.
Individualbesteuerung
Sollen Ehepaare künftig als Einzelpersonen besteuert werden (Individualbesteuerung)?
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Die Individualbesteuerung stärkt die Gleichstellung von Frauen und Männern und beseitigt die steuerliche Benachteiligung der Ehe. Sie fördert die Erwerbstätigkeit, insbesondere von Frauen, und spiegelt die heutigen Realitäten von Familienmodellen und Lebensläufen besser wider.
L’imposition individuelle renforce l’égalité entre femmes et hommes et supprime la pénalisation fiscale du mariage. Elle favorise l’activité professionnelle, notamment celle des femmes, et reflète mieux les réalités actuelles des modèles familiaux et des parcours de vie.
Anpassung Finanzausgleich
Der Kanton Bern hat den Finanzausgleich so angepasst, dass die Städte Burgdorf und Langenthal neu für Zentrumslasten entschädigt werden und die Stadt Bern weniger Geld erhält. Befürworten Sie dies?
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Es ist legitim, dass Burgdorf und Langenthal für ihre Lasten als urbane Zentren entschädigt werden. Dies darf jedoch nicht auf Kosten von Biel und der Stadt Bern geschehen, sondern muss vom Kanton getragen werden.
Il est légitime que Berthoud et Langenthal soient indemnisées pour leurs charges de centre urbain. Toutefois, cela ne doit pas se faire au détriment de Bienne et de la ville de Berne, mais doit être assumé par le canton.
Steuer auf Zweitliegenschaften
Soll der Kanton Bern im Zuge der Abschaffung des Eigenmietwerts eine zusätzliche Steuer auf Zweitliegenschaften ermöglichen?
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Eine Steuer auf Zweitwohnungen kompensiert die Abschaffung des Eigenmietwerts und sorgt für mehr Steuergerechtigkeit. Sie trägt zur Bekämpfung der Immobilienspekulation bei, unterstützt die betroffenen Gemeinden und fördert eine ausgewogenere Nutzung des Immobilienbestands.
Un impôt sur les résidences secondaires permet de compenser la suppression de la valeur locative et de renforcer l’équité fiscale. Il contribue à lutter contre la spéculation immobilière, soutient les communes concernées et favorise un usage plus équilibré du parc immobilier.
Wirtschaft & Arbeit
Teilprivatisierung BEKB
Soll der Kanton Bern seine Beteiligung an der Berner Kantonalbank (BEKB) auf unter 50 Prozent reduzieren (Teilprivatisierung)?
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Die BEKB/BCBE muss einen öffentlichen Auftrag erfüllen, der für die kantonale Wirtschaft von zentraler Bedeutung ist. Eine Mehrheitsbeteiligung des Kantons garantiert eine verantwortungsvolle Unternehmensführung und eine starke regionale Verankerung. Eine Teilprivatisierung würde den Einfluss des Kantons schwächen und die öffentlichen Interessen hinter kurzfristige Ertragslogiken zurückstellen.
La BEKB/BCBE doit remplir une mission de service public essentielle pour l’économie cantonale. Une participation majoritaire du canton garantit une gouvernance responsable et un ancrage régional fort. Une privatisation partielle affaiblirait l’influence du canton et ferait passer les intérêts publics derrière des logiques de rendement à court terme.
Einführung kantonaler Mindestlohn
Befürworten Sie die Einführung eines für alle Arbeitnehmenden gültigen Mindestlohnes von CHF 4'200 für eine Vollzeitstelle (ca. CHF 24 pro Stunde)?
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Ein Mindestlohn schützt vor Lohndumping und garantiert menschenwürdige Lebensbedingungen. Vollzeit zu arbeiten muss ein Leben ermöglichen, ohne von Sozialleistungen abhängig zu sein.
Un salaire minimum protège contre le dumping salarial et garantit des conditions de vie dignes. Travailler à plein temps doit permettre de vivre sans dépendre de prestations sociales.
Liberalisierung Geschäftsöffnungszeiten
Befürworten Sie eine vollständige Liberalisierung der Geschäftsöffnungszeiten (Festlegung nach freiem Ermessen unter Berücksichtigung des Arbeitsgesetzes)?
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Eine größere Flexibilität kann Arbeitsplätze schaffen und entspricht den neuen Konsumzwängen. Sie muss jedoch den Gesundheitsschutz der Arbeitnehmer strikt einhalten, auf absoluter Freiwilligkeit beruhen und mit erheblichen Lohnausgleichen für Nacht-, Sonntags- oder Spätarbeit einhergehen. Darüber hinaus sind verbindliche Tarifverträge unerlässlich. Weder den Einzelhändlern noch dem Personal dürfen irgendwelche Zwänge auferlegt werden.
Une plus grande flexibilité peut créer des emplois et répond aux nouvelles contraintes en matière de consommation. Elle doit toutefois respecter strictement la protection de la santé des salariés, reposer sur le volontariat absolu et s’accompagner de compensations salariales significatives pour le travail de nuit, du dimanche ou tardif. Des conventions collectives obligatoires sont de plus indispensables. Aucune contrainte ne doit être imposée ni aux commerçants ni au personnel.
Kontrolle Lohngleichheit Frauen/Männer
Befürworten Sie eine strengere Kontrolle der Lohngleichheit von Frauen und Männern (z.B. bei Unternehmen, die kantonale Aufträge erhalten)?
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Viele Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern bleiben unerklärt. Die Lohngleichheit ist also noch nicht Realität. Verstärkte Kontrollen, insbesondere bei Unternehmen, die öffentliche Gelder erhalten, sind notwendig, um die Gleichstellung zu gewährleisten.
De nombreuses différences salariales entre femmes et hommes restent inexpliquées. L’égalité salariale n’est donc pas encore une réalité. Des contrôles renforcés, notamment pour les entreprises bénéficiant de fonds publics, sont nécessaires pour garantir l’égalité.
Regulierung Taxi-Plattformen
Befürworten Sie eine stärkere Regulierung von Plattformen, die Taxidienste vermitteln (z.B. Bewilligungspflicht für Uber-Taxis)?
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Plattformen wie Uber umgehen häufig die Sozial- und Lohnvorschriften. Eine strenge Regulierung ist notwendig, um die Arbeitnehmer zu schützen, faire Bedingungen zu gewährleisten und unlauteren Wettbewerb mit Unternehmen, die sich an Tarifverträge halten, zu verhindern.
Les plateformes comme Uber contournent souvent les règles sociales et salariales. Une réglementation stricte est nécessaire pour protéger les travailleurs, garantir des conditions équitables et éviter une concurrence déloyale avec les entreprises respectant les conventions collectives.
Service Public im ländlichen Raum
Soll der Kanton das Service-Public-Angebot (z.B. öffentlicher Verkehr, Verwaltungsdienstleistungen) in ländlichen Gebieten stärker unterstützen?
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Commentari
Das Angebot an öffentlichen Dienstleistungen ist in den ländlichen Regionen deutlich geringer als in den großen städtischen Zentren. Eine stärkere Unterstützung ist unerlässlich, um die territoriale Gleichheit zu gewährleisten, die Attraktivität dieser Regionen zu erhalten und im ganzen Kanton vergleichbare Bedingungen zu schaffen.
L’offre de services publics est nettement plus limitée dans les régions rurales que dans les grands centres urbains. Un soutien accru est indispensable pour garantir l’égalité territoriale, maintenir l’attractivité de ces régions et assurer des conditions comparables dans tout le canton.
Umwelt & Energie
AKW-Neubau erlauben
Soll sich der Kanton Bern für eine Aufhebung des Verbots für neue Atomkraftwerke einsetzen?
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Die Kernenergie birgt große Risiken hinsichtlich der Sicherheit, der Abfallentsorgung und der langfristigen Kosten. Auch wenn sie einen geringen CO₂-Ausstoß hat, bleibt sie gefährlich. Die Energiezukunft muss auf Energieeinsparungen und der Entwicklung von sicheren und nachhaltigen erneuerbaren Energien beruhen.
L’énergie nucléaire comporte des risques majeurs en matière de sécurité, de gestion des déchets et de coûts à long terme. Même si elle est faiblement émettrice de CO₂, elle reste dangereuse. L’avenir énergétique doit reposer sur les économies d’énergie et le développement des énergies renouvelables sûres et durables.
Ökologische Auflagen Landwirtschaft
Soll der Kanton die ökologischen Anforderungen für verpachtete Landwirtschaftsflächen erhöhen (z.B. Verbot synthetischer Pestizide)?
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Commentari
Höhere ökologische Anforderungen schützen die Biodiversität, die Böden und die Wasserqualität. Der Kanton muss mit gutem Beispiel vorangehen und eine nachhaltigere Landwirtschaft fördern. Diese Maßnahmen unterstützen auch die öffentliche Gesundheit und die langfristige Nahrungsmittelproduktion.
Renforcer les exigences écologiques protège la biodiversité, les sols et la qualité de l’eau. Le canton doit montrer l’exemple et encourager une agriculture plus durable. Ces mesures soutiennent aussi la santé publique et la production alimentaire à long terme.
Förderung erneuerbarer Energien
Sollen die kantonalen Förderbeiträge für erneuerbare Energie im Gebäudebereich erhöht werden (z.B. für Heizungsersatz oder Ladeinfrastruktur für Elektromobilität)?
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Zuschüsse sind eher wirksame Anreize als Verpflichtungen. Sie ermutigen Hausbesitzer, in nachhaltige Lösungen zu investieren, beschleunigen die Energiewende und senken die Emissionen. Diese Zuschüsse halten auch die Kosten für Haushalte und KMU niedrig.
Les subventions constituent des incitations efficaces plutôt que des obligations. Elles encouragent les propriétaires à investir dans des solutions durables, accélèrent la transition énergétique et réduisent les émissions. Ces aides permettent aussi de limiter les coûts pour les ménages et les PME.
Strengerer Tierschutz
Befürworten Sie strengere Tierschutzregelungen für die Haltung von Nutztieren (z.B. permanenter Zugang zum Aussenbereich)?
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Das Wohlergehen von Tieren ist ein wichtiges ethisches Anliegen. Die Schweiz verfügt bereits über strenge Vorschriften, aber gezielte Verbesserungen sind möglich. Durch strengere Anforderungen, die mit entsprechender Unterstützung einhergehen, können die Haltungsbedingungen verbessert und gleichzeitig die Arbeit der Landwirte respektiert werden.
Le bien-être animal est un enjeu éthique important. La Suisse dispose déjà de règles strictes, mais des améliorations ciblées sont possibles. Des exigences renforcées, accompagnées de soutiens appropriés, permettent d’améliorer les conditions d’élevage tout en respectant le travail des agriculteurs.
Ausbau Wasserkraft
Befürworten Sie einen Ausbau der Wasserkraftwerke im Grimsel- und Sustengebiet?
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Wasserkraft ist eine erneuerbare, lokale und stabile Energiequelle. Ihr Ausbau trägt zur Versorgungssicherheit und zur Verringerung der CO₂-Emissionen bei. Die Projekte müssen jedoch umweltfreundlich sein und von Maßnahmen zum Schutz der Biodiversität begleitet werden.
L’énergie hydraulique est une source renouvelable, locale et stable. Son développement contribue à la sécurité de l’approvisionnement et à la réduction des émissions de CO₂. Les projets doivent toutefois respecter l’environnement et être accompagnés de mesures de protection de la biodiversité.
Schutz Grossraubtiere
Soll der Kanton Bern den Schutz der Grossraubtiere (Wolf und Luchs) stärker gewichten (z.B. Reduktion der präventiven Abschüsse)?
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Große Raubtiere sind Teil der natürlichen Ökosysteme. Ihr Schutz ist wichtig, aber ihre Auswirkungen müssen ernst genommen werden. Nicht-tödliche Präventionsmaßnahmen wie Herdenschutz sollten bevorzugt werden und Präventivabschüsse nur als letztes Mittel eingesetzt werden.
Les grands prédateurs font partie des écosystèmes naturels. Leur protection est importante, mais leurs impacts doivent être pris au sérieux. Il faut privilégier les mesures de prévention non létales, comme la protection des troupeaux, et recourir aux tirs préventifs uniquement en dernier recours.
Verkehr
ÖV-Ausbau
Soll der Kanton mehr Mittel für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs bereitstellen?
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Der öffentliche Verkehr ist für eine nachhaltige Mobilität, den territorialen Zusammenhalt und den Klimaschutz von entscheidender Bedeutung. Es ist besonders notwendig, sie in den Randregionen zu stärken, wo das Angebot unzureichend ist. Außerdem sollten erschwinglichere Tarife angeboten werden, insbesondere für junge Menschen.
Les transports publics sont essentiels pour la mobilité durable, la cohésion territoriale et la protection du climat. Il est particulièrement nécessaire de les renforcer dans les régions périphériques, où l’offre est insuffisante. De plus, il convient de proposer des tarifs plus abordables, notamment pour les jeunes.
Autobahnausbau
Befürworten Sie den geplanten Ausbau der Autobahn A1/A6 bei Bern (u.a. Bypass Bern Ost, Anschluss Wankdorf, Spurausbau Wankdorf-Schönbühl)?
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Diese Frage stellt sich nicht mehr, da dieses Projekt wie auch andere Autobahnprojekte in der Schweiz in einer Volksabstimmung abgelehnt wurden.
Cette question ne se pose plus, car ce projet, ainsi que d’autres projets autoroutiers en Suisse, a été rejeté en votation populaire.
Ausbau Langsamverkehr
Soll im Kanton Bern die Infrastruktur für den Langsamverkehr (z.B. Velowege) schneller ausgebaut werden?
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Sanfte Mobilität verbessert die Lebensqualität, reduziert Emissionen und fördert die Gesundheit. Eine sichere und durchgängige Infrastruktur ermutigt mehr Menschen dazu, sich mit dem Fahrrad oder zu Fuß fortzubewegen. Ein beschleunigter Ausbau ist daher notwendig, um den steigenden Bedarf zu decken und die Verkehrssicherheit zu erhöhen.
La mobilité douce améliore la qualité de vie, réduit les émissions et favorise la santé. Des infrastructures sûres et continues encouragent davantage de personnes à se déplacer à vélo ou à pied. Un développement accéléré est donc nécessaire pour répondre aux besoins croissants et renforcer la sécurité routière.
Verbot Tempo 30
Befürworten Sie ein Verbot von Tempo 30 auf verkehrsorientierten Strassen innerorts?
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Tempo-30-Beschränkungen fallen in den Bereich der kommunalen Autonomie und sind besonders in Wohnvierteln gerechtfertigt. Sie tragen zur Verkehrssicherheit, zur Lärmminderung und zu einer besseren Lebensqualität für die Anwohner bei.
Les limitations à 30 km/h relèvent de l’autonomie communale et sont particulièrement justifiées dans les quartiers d’habitation. Elles contribuent à la sécurité routière, à la réduction du bruit et à une meilleure qualité de vie pour les riverains.
Politisches System & Digitalisierung
Digitale Kantonsverwaltung
Soll der Kanton dazu übergehen, seine Dienstleistungen nur noch digital anzubieten ("Digital-Only"-Prinzip)?
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Bürgernahe Dienstleistungen sind nach wie vor unverzichtbar, insbesondere für ältere Menschen, Menschen in gefährdeten Situationen oder Menschen, die sich im Umgang mit digitalen Medien nicht wohlfühlen. Die Digitalisierung soll das bestehende Angebot ergänzen, aber nicht den menschlichen Kontakt ersetzen. Der Zugang zu öffentlichen Leistungen muss einfach und für jedermann zugänglich bleiben.
Les services de proximité restent indispensables, en particulier pour les personnes âgées, celles en situation de vulnérabilité ou peu à l’aise avec le numérique. Le digital doit compléter l’offre existante, mais ne pas remplacer le contact humain. L’accès aux prestations publiques doit rester simple et accessible à tout le monde.
Digitale Unterschriftensammlung
Soll sich der Kanton für die Einführung von E-Collecting einsetzen (digitale Unterschriftensammlung für Volksinitiativen und Referenden)?
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E-Collecting erleichtert das Sammeln von Unterschriften und stärkt die demokratische Beteiligung. Es ermöglicht mehr Bürgerinnen und Bürgern, sich politisch zu engagieren. Es sollte jedoch die traditionelle Sammlung ergänzen und nicht ersetzen.
L’e-collecting facilite la récolte de signatures et renforce la participation démocratique. Il permet à davantage de citoyennes et citoyens de s’engager politiquement. Il doit toutefois venir en complément de la récolte traditionnelle et non la remplacer.
Ausbau Entwicklungszusammenarbeit
Soll der Kanton Bern sein finanzielles Engagement bei der Entwicklungszusammenarbeit ausbauen?
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Die Entwicklungszusammenarbeit trägt dazu bei, die Armut zu verringern, die Stabilität zu stärken und humanitären Krisen vorzubeugen. Mit der Unterstützung von Entwicklungshilfeprojekten nimmt der Kanton Bern seine internationale Verantwortung wahr und trägt zur Förderung von Frieden, sozialer Gerechtigkeit und nachhaltiger Entwicklung bei.
La coopération au développement contribue à réduire la pauvreté, à renforcer la stabilité et à prévenir les crises humanitaires. En soutenant des projets d’aide au developpement, le canton de Berne assume sa responsabilité internationale et participe à la promotion de la paix, de la justice sociale et du développement durable.
Strikte Neutralitätspolitik
Soll die Schweiz ihre Neutralität strikter auslegen (Verzicht auf wirtschaftliche Sanktionen)?
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Die Schweiz muss neutral bleiben, indem sie sich nicht an bewaffneten Konflikten beteiligt. Sie kann sich jedoch an Wirtschaftssanktionen beteiligen, wenn diese auf internationalem Recht basieren. Es ist jedoch wichtig, Doppelstandards zu vermeiden (Kriege in der Ukraine und im Gazastreifen) und diese Grundsätze konsequent anzuwenden.
La Suisse doit rester neutre en ne participant pas à des conflits armés. Elle peut toutefois prendre part à des sanctions économiques lorsqu’elles sont fondées sur le droit international. Il est cependant important d’éviter le deux poids deux mesures (guerres en Ukraine et à Gaza) et d’appliquer ces principes de manière cohérente.
Sicherheit & Polizei
Ausbau Videoüberwachung
Befürworten Sie einen Ausbau der Videoüberwachung im öffentlichen Raum?
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Die Videoüberwachung kann bei schwerwiegenden Ermittlungen wertvolle Hinweise liefern. Sie muss jedoch ausnahmsweise und gezielt eingesetzt werden, zeitlich begrenzt sein und einer unabhängigen Kontrolle unterliegen. Ihr Einsatz muss gesetzlich klar geregelt sein, um Auswüchse zu vermeiden, Missbrauch vorzubeugen und den Schutz der Privatsphäre strikt zu gewährleisten.
La vidéosurveillance peut fournir des indices précieux lors d’enquêtes graves. Elle doit toutefois rester exceptionnelle et ciblée, limitée dans le temps et soumise à un contrôle indépendant. Son usage doit être clairement encadré par la loi afin d’éviter toute dérive, de prévenir les abus et de garantir strictement la protection de la sphère privée.
Polizeidienst für Ausländer/-innen
Im Kanton Bern ist für den Polizeidienst die Schweizer Staatsangehörigkeit erforderlich. Sollen in Zukunft auch Ausländer/-innen mit C-Niederlassungsbewilligung zugelassen werden?
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Die Zulassung von Personen mit einer C-Bewilligung zur Ausübung des Polizeiberufs stärkt die Vielfalt und Repräsentativität der Ordnungskräfte. Diese Personen sind dauerhaft integriert, kennen die Schweizer Gesellschaft und können dazu beitragen, das Vertrauen zwischen der Polizei und der Bevölkerung zu verbessern.
Permettre aux titulaires d’un permis C d’exercer la fonction de policier renforce la diversité et la représentativité des forces de l’ordre. Ces personnes sont durablement intégrées, connaissent la société suisse et peuvent contribuer à améliorer la confiance entre la police et la population.
Verschärfter Umgang mit Demonstrationen
Soll der Umgang mit Demonstrationen verschärft werden (Verschärfung Bewilligungspflicht, härteres Durchgreifen der Polizei bei unbewilligten Demonstrationen, konsequentere Verrechnung von Polizeikosten)?
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Gewalt muss im Vorfeld verhindert werden, um Schäden und eine übermäßige Berichterstattung über die Vorfälle in den Medien zu vermeiden, die auf Kosten der vertretenen Anliegen geht. Es ist wichtig, dass Randalierer nicht mit friedlichen Demonstranten gleichgesetzt werden. Es sind auch Leitplanken erforderlich, um unverhältnismäßige Polizeieinsätze zu vermeiden.
Les violences doivent être prévenues en amont afin d’éviter des dégâts et une médiatisation excessive des incidents au détriment des causes défendues. Il est important de ne pas faire l'amalgame entre les casseurs et les manifestants pacifiques. Des garde-fous sont aussi nécessaires pour éviter des interventions policières disproportionnées.
Nationalität in Polizeimeldungen
Soll im Kanton Bern in Polizeimeldungen standardmässig die Nationalität von Tatverdächtigen genannt werden?
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Die Nationalität ist keine relevante Information, um eine Straftat zu verstehen. Sie systematisch zu erwähnen, fördert die Stigmatisierung. Der Schwerpunkt sollte auf den Taten liegen und nicht auf der Herkunft der Betroffenen.
La nationalité n’est pas une information pertinente pour comprendre une infraction. La mentionner systématiquement alimente la stigmatisation. L’accent doit être mis sur les faits et non sur l’origine des personnes concernées.
Erhöhte Polizeipräsenz
Befürworten Sie eine stärkere sichtbare Präsenz der Polizei?
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In einigen spezifischen Situationen ist eine erhöhte Polizeipräsenz erforderlich. Eine allgemeine Erhöhung ist jedoch nicht erforderlich.
Une présence policière accrue est nécessaire dans certaines situations spécifiques. Toutefois, une augmentation générale n’est pas nécessaire.
Werthaltungen
Freie Marktwirtschaft
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Von einer freien Marktwirtschaft profitieren langfristig alle."
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Die freie Marktwirtschaft wird allgemein als das am wenigsten schlechte Wirtschaftssystem angesehen, da sie Innovationen und die Schaffung von Wohlstand fördert. Sie lässt jedoch viele Menschen zurück und verstärkt die Ungleichheit. Daher muss sie durch eine soziale Marktwirtschaft umgewandelt werden, die Umverteilung, sozialen Schutz und Chancengleichheit garantiert.
L’économie de libre marché est généralement considérée comme le moins mauvais des systèmes économiques, car elle favorise l’innovation et la création de richesses. Toutefois, elle laisse de nombreuses personnes de côté et accentue les inégalités. Il est donc indispensable de la transformer par une économie sociale de marché garantissant redistribution, protection sociale et égalité des chances.
Vollzeit-Kinderbetreuung
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Für ein Kind ist es am besten, wenn ein Elternteil Vollzeit für die Kinderbetreuung zu Hause bleibt."
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Dieses Modell ist veraltet und angesichts der heutigen Lebenshaltungskosten oft unrealistisch. Heutzutage gibt es eine Vielfalt an Familienmodellen. Die Bindung zu den Eltern ist zwar wesentlich, doch der Besuch einer Kindertagesstätte fördert die Sozialisierung, Selbstständigkeit und Entwicklung der Kinder von klein auf.
Ce modèle est dépassé et souvent irréaliste face au coût de la vie actuel. Il existe aujourd’hui une diversité de modèles familiaux. Si le lien avec les parents est essentiel, la fréquentation d’une crèche favorise la socialisation, l’autonomie et le développement des enfants dès le plus jeune âge.
Bestrafung Krimineller
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Die Bestrafung Krimineller ist wichtiger als deren Wiedereingliederung in die Gesellschaft."
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Es ist notwendig, Straftaten zu bestrafen, um Rechtsstaatlichkeit und Sicherheit zu gewährleisten. Die Wiedereingliederung ist jedoch von entscheidender Bedeutung, um Rückfälle zu verhindern. Durch ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Strafe und Wiedereingliederung kann die Gesellschaft langfristig geschützt und, wenn möglich, eine zweite Chance gegeben werden.
Il est nécessaire de sanctionner les infractions afin de garantir l’État de droit et la sécurité. Toutefois, la réintégration est essentielle pour prévenir la récidive. Un équilibre entre sanction et réinsertion permet de protéger la société sur le long terme et de donner une seconde chance lorsque cela est possible.
Umweltschutz
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Ein stärkerer Umweltschutz ist notwendig, auch wenn er zu Lasten des Wirtschaftswachstums durchgesetzt werden muss."
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Ein verstärkter Umweltschutz ist angesichts der Klimakrise unerlässlich. Er darf jedoch nicht auf Kosten der am stärksten benachteiligten Bevölkerungsgruppen gehen. Die Maßnahmen müssen sozial gerecht sein und begleitet werden, damit der ökologische Wandel der gesamten Gesellschaft zugute kommt.
Une protection accrue de l’environnement est indispensable face à la crise climatique. Elle ne doit toutefois pas se faire au détriment des populations les plus précarisées. Les mesures doivent être socialement justes et accompagnées afin que la transition écologique profite à l’ensemble de la société.
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Wohnraum ist ein Grundbedürfnis. Die Unterstützung des gemeinnützigen Wohnungsbaus ermöglicht es, erschwingliche Mieten anzubieten und die Wohnungsnot zu bekämpfen. Genossenschaften bieten nicht spekulative Modelle und fördern die soziale Durchmischung. Ein stärkeres Engagement des Kantons ist unerlässlich, um den steigenden Mieten und dem Mangel an bezahlbaren Wohnungen zu begegnen.
Le logement est un besoin fondamental. Soutenir les logements d’utilité publique permet de proposer des loyers abordables et de lutter contre la pénurie. Quant aux coopératives, elles offrent des modèles non spéculatifs et favorisent la mixité sociale. Un engagement renforcé du canton est indispensable pour répondre à la hausse des loyers et au manque de logements accessibles.
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