Hans Jörg Villiger
Schweizerische Volkspartei | 03.02 | Uscente
Sozialstaat, Familie & Gesundheit
Ergänzungsleistungen für Familien
Sollen im Kanton Ergänzungsleistungen für Familien mit tiefem Einkommen eingeführt werden?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Verschärfung Sozialhilfe
Befürworten Sie eine weitere Verschärfung des Sozialhilfegesetzes (z. B. Begrenzung der Zulagen, tieferes Existenzminimum)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Entschädigung pflegende Angehörige
Sollen Personen, die Angehörige (Erwachsene mit Hilflosenentschädigung) pflegen, mehr finanzielle Unterstützung vom Kanton erhalten?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Pflegende Angehörige leisten einen enorm wichtigen Beitrag und sollen gezielt unterstützt und entlastet werden. Dafür bestehen bereits verschiedene Instrumente und Finanzierungsmöglichkeiten. Bevor eine zusätzliche kantonale Geldleistung geschaffen wird, sollten die bestehenden Angebote konsequent genutzt und bei konkreten Lücken gezielt verbessert werden.
Vereinfachte Anspruchsprüfung
Soll der Bezug von Ergänzungsleistungen und Prämienverbilligungen für anspruchsberechtigte Personen vereinfacht werden (z. B. automatische Ermittlung des Anspruchs)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Die Beantragung von Ergänzungsleistungen und Prämienverbilligungen ist bereits heute mit vertretbarem Aufwand möglich. Wer staatliche Unterstützung beansprucht, darf auch die Verantwortung übernehmen, ein entsprechendes Gesuch einzureichen. Eigenverantwortung soll nicht durch einen Automatismus ersetzt werden.
Senkung Krankenkassenprämien
Soll der Kanton auch nach 2027 Budgetüberschüsse nutzen, um die Krankenkassenprämien tief zu halten, indem er einen hohen Anteil der Gesundheitskosten (ambulant und stationär) übernimmt?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Budgetüberschüsse sollen nicht nach dem Giesskannenprinzip zur allgemeinen Senkung der Krankenkassenprämien eingesetzt werden. Damit profitieren auch Personen, die keine Entlastung benötigen. Sinnvoller ist es, gezielt die individuelle Prämienverbilligung (IPV) zu stärken und damit insbesondere Haushalte mit tiefen und mittleren Einkommen zu entlasten.
Schule & Bildung
Separativer Unterricht
Befürworten Sie eine Wiedereinführung von separaten Förderklassen für Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten an der Volksschule?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Integration ist grundsätzlich sinnvoll, darf aber nicht zulasten des Unterrichts und der übrigen Schülerinnen und Schüler gehen. Bei starken Verhaltensauffälligkeiten können separate Förderklassen eine sinnvolle Lösung sein.
Gleiche Bildungschancen
Soll sich der Kanton stärker für gleiche Bildungschancen einsetzen (z. B. mit Förderunterricht-Gutscheinen für Schüler/-innen aus Familien mit geringem Einkommen, Erhöhung Stipendien)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Der Kanton Zug verfügt bereits über verschiedene Instrumente, um Kinder und Jugendliche mit besonderem Unterstützungsbedarf sowie finanziell schwächere Familien gezielt zu unterstützen.
Obligatorische Frühförderung
Sollen Kinder mit ungenügenden Deutschkenntnissen verpflichtet werden, ein Jahr vor dem Kindergarteneintritt eine deutschsprachige Kita oder Spielgruppe zu besuchen (Kostenübernahme durch den Kanton)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Ja zur Verpflichtung, aber ohne generelle Kostenübernahme durch den Kanton. Ausreichende Deutschkenntnisse sind eine wichtige Voraussetzung für einen erfolgreichen Schuleintritt und eine gelungene Integration. Kinder mit ungenügenden Deutschkenntnissen sollen deshalb bereits vor dem Kindergarten verbindlich gefördert werden. Die Finanzierung soll grundsätzlich in der Verantwortung der Eltern liegen. Bei finanziellen Härtefällen können bestehende Unterstützungsinstrumente greifen.
Aufnahmeprüfung Gymnasium
Befürworten Sie die Einführung einer Aufnahmeprüfung zur Senkung der Gymnasialquote?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Eine Aufnahmeprüfung beim Übertritt ins Gymnasium hätte ich als sinnvolle Ergänzung zu den weiterhin stark gewichteten Schulnoten begrüsst. Sie hätte zum entscheidenden Zeitpunkt eine kantonsweit vergleichbare Beurteilung ermöglicht. Weniger überzeugt bin ich von regelmässigen Prüfungen bereits ab der 4. Klasse, die primär der Orientierung dienen.
Migration & Integration
Stimmrecht für Ausländer/-innen
Sollen Ausländer/-innen, die seit mindestens zehn Jahren in der Schweiz leben, das Stimm- und Wahlrecht auf Kantonsebene erhalten?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Das Stimm- und Wahlrecht ist ein zentrales politisches Recht und soll weiterhin an das Schweizer Bürgerrecht geknüpft sein. Wer seit vielen Jahren hier lebt, integriert ist und dauerhaft politisch mitbestimmen möchte, hat die Möglichkeit, das Schweizer Bürgerrecht zu erwerben. Eine bestimmte Aufenthaltsdauer allein sollte kein Stimm- und Wahlrecht begründen.
Verschärfung Einbürgerung
Sollen die Anforderungen für Einbürgerungen erhöht werden (z. B. sprachliche Anforderungen)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Der Kanton Zug hat die Anforderungen an Einbürgerungen, insbesondere bei den notwendigen Sprachkenntnissen, bereits erhöht. Diese Verschärfung war richtig und stellt angemessene Anforderungen an die Integration. Eine weitere Erhöhung der Anforderungen ist aus heutiger Sicht nicht notwendig.
Aufnahme Geflüchteter
Soll sich der Kanton Zug dafür einsetzen, dass mehr Geflüchtete aus Lagern direkt vor Ort (z. B. Griechenland) in die Schweiz aufgenommen werden (sogenannte Resettlement-Flüchtlinge)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Die Schweiz und der Kanton Zug leisten bereits einen erheblichen Beitrag bei der Aufnahme und Integration von Geflüchteten. Bevor zusätzliche Aufnahmeprogramme ausgebaut werden, müssen die bestehenden Herausforderungen im Asylwesen angegangen, Missbrauch konsequent bekämpft und Personen ohne Aufenthaltsrecht rascher zurückgeführt werden. Die vorhandenen Ressourcen sollen prioritär für tatsächlich Schutzbedürftige eingesetzt werden.
Reduktion Asylsozialhilfe
Befürworten Sie eine Reduktion der Asylsozialhilfe für vorläufig aufgenommene Personen?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Die Asylsozialhilfe liegt bereits unter der regulären Sozialhilfe. Entscheidend ist, dass arbeitsfähige vorläufig Aufgenommene möglichst rasch einer Erwerbstätigkeit nachgehen und ihren Lebensunterhalt selbst finanzieren.
Kündigung Bilaterale Verträge
Soll die Schweiz die Bilateralen Verträge mit der EU kündigen und ein Freihandelsabkommen ohne Personenfreizügigkeit anstreben?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Ich lehne die neuen Verträge mit der EU ab, insbesondere die weitergehende institutionelle Anbindung und die damit verbundene Übernahme von EU-Recht. Das bedeutet aber nicht, dass die bewährten bilateralen Verträge gekündigt werden sollen. Die Schweiz soll ihre wirtschaftlichen Beziehungen zur EU pflegen, gleichzeitig aber ihre politische Eigenständigkeit und Selbstbestimmung bewahren.
Gesellschaft, Kultur & Ethik
Verbot geschlechtsneutraler Sprache
Soll kantonalen Stellen (Behörden, Schulen) die Verwendung von geschlechtsneutraler Sprache mittels Genderstern oder ähnlichen Zeichen in der schriftlichen Kommunikation verboten werden?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Behörden und Schulen sollen sich in ihrer schriftlichen Kommunikation an eine klare, verständliche und einheitliche Sprache halten. Sonderzeichen wie Genderstern oder Doppelpunkt erschweren die Lesbarkeit und gehören aus meiner Sicht nicht in die amtliche Kommunikation. Der Staat soll verständlich informieren und keine sprachpolitischen Vorgaben fördern.
Ausbau Medienförderung
Befürworten Sie einen Ausbau der Medienförderung durch den Kanton (z. B. direkte finanzielle Unterstützung an lokale Medien)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Der Kanton Zug unterstützt die regionalen Medien bereits mit einem erheblichen Rahmenkredit. Eine darüber hinausgehende Ausweitung der direkten staatlichen Medienförderung erachte ich nicht als notwendig. Medien sollen möglichst unabhängig vom Staat und primär durch ihre Leser, Nutzer und den Markt finanziert werden.
Engagement gegen häusliche Gewalt
Soll sich der Kanton stärker gegen häusliche Gewalt engagieren (z. B. Präventionskampagnen, Ausbau Unterstützung Frauenhaus)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Der Schutz von Menschen vor häuslicher Gewalt ist eine wichtige staatliche Aufgabe. Wo bei Frauenhäusern, Opferhilfe oder der Intervention konkrete Lücken bestehen, sollen diese gezielt geschlossen werden
Trennung Staat/Kirche
Soll der Kanton Staat und Kirche vollständig trennen (z. B. keine Zahlungen mehr ans Bistum Basel)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Die historisch gewachsene Zusammenarbeit zwischen Staat und Landeskirchen hat sich grundsätzlich bewährt. Die Kirchen übernehmen wichtige gesellschaftliche und soziale Aufgaben und leisten damit einen Beitrag für die Allgemeinheit. Eine vollständige Trennung und die Abschaffung sämtlicher staatlicher Beiträge erachte ich deshalb nicht als sinnvoll.
Finanzen & Steuern
Steuersenkungen
Soll der Kanton in den nächsten vier Jahren weitere Steuersenkungen anstreben?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Wenn es die finanzielle Situation des Kantons zulässt, sollen weitere steuerliche Entlastungen angestrebt werden. Im Fokus sollen dabei der Mittelstand, Familien und KMU stehen. Neben tieferen Steuern sind insbesondere zeitgemässe Abzüge wichtig, damit mehr vom selbst erwirtschafteten Einkommen bei den Bürgerinnen und Bürgern bleibt.
Befristete Steuerrabatte
Soll der Kanton bei Budgetüberschüssen befristete Steuerrabatte gewähren?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Erzielt der Kanton hohe Budgetüberschüsse, sollen auch die Steuerzahlenden davon profitieren. Befristete Steuerrabatte können dafür ein geeignetes Instrument sein. Wo Überschüsse jedoch strukturell anfallen, sind nachhaltige Steuersenkungen und gezielte Entlastungen für Familien, Mittelstand und KMU vorzuziehen.
Beitragsobergrenze Stadt Zug
Befürworten Sie eine Reform des Zuger Finanzausgleichs mit einer Beitragsobergrenze für die Stadt Zug?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Der Finanzausgleich soll weiterhin finanzielle Unterschiede zwischen den Gemeinden ausgleichen, gleichzeitig aber Anreize für eine eigenverantwortliche und nachhaltige Finanzpolitik setzen. Eine angemessene Beitragsobergrenze für die Stadt Zug kann dazu beitragen, dass auch die übrigen Gemeinden stärker gefordert bleiben und ihre finanziellen Möglichkeiten konsequent nutzen.
Einfrierung Stellenbestand Verwaltung
Soll der Kanton den Stellenbestand beim kantonalen Verwaltungspersonal einfrieren?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Ein pauschales Einfrieren des Stellenbestands ist zu undifferenziert. Entscheidend ist, dass neue Stellen nur geschaffen werden, wenn sie notwendig und nachvollziehbar begründet sind. Der Kantonsrat kann und soll den Personalbestand und die entsprechenden Kosten im Rahmen des jährlichen Budgets kritisch prüfen und steuern.
Unterstützung Privatschulen
Soll der Kanton Privatschulen finanziell unterstützen?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Privatschulen schaffen Wahlmöglichkeiten und ergänzen das öffentliche Bildungsangebot sinnvoll. Sie stellen eigene Schul- und Bildungsinfrastrukturen bereit und entlasten damit auch die öffentliche Hand. Eine angemessene finanzielle Beteiligung des Kantons ist deshalb gerechtfertigt, sofern vergleichbare Qualitätsanforderungen erfüllt werden.
Wirtschaft & Arbeit
Einführung Mindestlohn
Befürworten Sie die Einführung eines für alle Arbeitnehmenden gültigen kantonalen Mindestlohnes von CHF 4'200 für eine Vollzeitstelle (ca. CHF 24 pro Stunde)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Es gibt tiefe Einkommen, aber daraus folgt nicht, dass ein kantonaler Einheitstarif von CHF 24 das richtige Instrument ist.
Weniger Regulierungen für Unternehmen
Sollen Kanton und Gemeinden die Regulierungen und Auflagen für Unternehmen reduzieren (z. B. bei Bau- und Lärmvorschriften)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Unnötige Auflagen, Doppelspurigkeiten und übermässige Regulierungen sind konsequent abzubauen. Dies gilt insbesondere auch beim Wohnungsbau, wo einfachere und schnellere Verfahren die Schaffung von zusätzlichem Wohnraum erleichtern können
Liberalisierung Geschäftsöffnungszeiten
Befürworten Sie eine vollständige Liberalisierung der Geschäftsöffnungszeiten (Festlegung nach freiem Ermessen unter Berücksichtigung des Arbeitsgesetzes)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Unternehmen sollen ihre Öffnungszeiten grundsätzlich selbst nach den Bedürfnissen ihrer Kundschaft festlegen können. Solange die Vorgaben des Arbeitsgesetzes und der Arbeitnehmerschutz eingehalten werden, braucht es keine zusätzlichen kantonalen Einschränkungen. Das stärkt Eigenverantwortung, Wettbewerb und unternehmerische Freiheit.
Einschränkung kurzfristige Wohnungsvermietung
Soll die gewerbliche und kurzfristige Vermietung von Wohnungen (z. B. über Airbnb) stärker eingeschränkt werden?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Wohnraum ist im Kanton Zug knapp und soll in erster Linie der Bevölkerung zum Wohnen zur Verfügung stehen. Insbesondere die gewerbsmässige und dauerhafte Kurzzeitvermietung kann dem regulären Wohnungsmarkt zusätzlichen Wohnraum entziehen. Verhältnismässige Einschränkungen sind deshalb sinnvoll und verhindern gleichzeitig Wettbewerbsverzerrungen gegenüber Hotels, die umfassende Auflagen erfüllen müssen.
Massnahmen gegen Briefkastenfirmen
Soll der Kanton restriktiver gegen sogenannte Briefkastenfirmen vorgehen (z. B. verstärkte Kontrollen auf Geldwäscherei)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Geldwäscherei und der Missbrauch von Firmenstrukturen müssen konsequent verfolgt werden. Eine Domizilgesellschaft ist jedoch nicht automatisch eine missbräuchliche Briefkastenfirma. Statt zusätzliche pauschale Regulierungen und Kontrollen einzuführen, sollen die bestehenden Instrumente konsequent angewendet und konkrete Verdachtsfälle gezielt verfolgt werden.
Umwelt & Energie
Ökologische Auflagen Landwirtschaft
Soll der Kanton die ökologischen Anforderungen für verpachtete Landwirtschaftsflächen erhöhen (z. B. Verbot synthetischer Pestizide)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Für die Landwirtschaft gelten bereits umfassende gesetzliche Umwelt- und Produktionsvorschriften. Zusätzliche kantonale Sonderauflagen für verpachtete Landwirtschaftsflächen sind nicht notwendig.
Bau von Windrädern
Befürworten Sie den Bau von Windrädern im Kanton Zug (z. B. auf dem Zugerberg)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Windenergie ist dort sinnvoll, wo geeignete Standorte und ein entsprechendes Potenzial vorhanden sind. Im dicht besiedelten Kanton Zug stehen der vergleichsweise begrenzte Nutzen und die erheblichen Eingriffe in Landschaft, Natur und Naherholungsgebiete für mich jedoch in keinem überzeugenden Verhältnis.
Verzicht auf Verbote in Klimapolitik
Soll der Kanton zur Erreichung der Klimaziele auf Verbote verzichten (Steuerung primär durch Anreize und Zielvereinbarungen)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Klimaziele sollen möglichst mit marktwirtschaftlichen Anreizen, technologischer Innovation und Zielvereinbarungen erreicht werden. Unternehmen und Private sollen selbst entscheiden können, mit welchen Lösungen sie die Ziele am effizientesten erreichen.
Förderung Solarausbau
Soll der Kanton den Solarausbau stärker fördern (z. B. Förderung von Balkonsolaranlagen)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Der Ausbau der Solarenergie ist grundsätzlich sinnvoll, braucht aber keine zusätzlichen kantonalen Förderprogramme für einzelne Anlagen. Produktion und Verbrauch müssen aufeinander abgestimmt sein, und zusätzliche Einspeisung stellt das Stromnetz zeitweise vor Herausforderungen. Investitionen sollen sich möglichst über Eigenverbrauch, Marktpreise und bestehende Förderinstrumente rechnen.
Raumplanung
Kommunales Vorkaufsrecht
Soll den Gemeinden im Kanton Zug ein kommunales Vorkaufsrecht für Grundstücke und Liegenschaften eingeräumt werden, die zweckgebunden für den gemeinnützigen Wohnungsbau genutzt werden sollen?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Ein kommunales Vorkaufsrecht ist ein erheblicher Eingriff in die Eigentums- und Vertragsfreiheit und verschafft der öffentlichen Hand zusätzliche Vorteile auf dem Immobilienmarkt. Bezahlbarer Wohnraum soll primär durch mehr Bautätigkeit, Verdichtung und einfachere Bewilligungsverfahren entstehen.
Schaffung eines Wohnfonds
Eine kantonale Volksinitiative fordert die Schaffung eines Wohnfonds von 750 Millionen Franken, mit dem Bauland erworben und im Baurecht an Wohnbaugenossenschaften abgegeben werden soll. Befürworten Sie dieses Anliegen?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Ein Wohnfonds von 750 Millionen Franken bindet enorme Steuermittel und birgt das Risiko, dass der Kanton zu hohen Preisen in einen ohnehin angespannten Bodenmarkt einsteigt. Es darf nicht dazu kommen, dass günstiger Wohnungsbau nur noch durch staatlich finanzierten Landerwerb und die bevorzugte Abgabe an Wohnbaugenossenschaften möglich ist. Zielführender sind mehr verfügbares Bauland, Verdichtung und einfachere sowie schnellere Bewilligungsverfahren.
Zuger Vorrang bei Wohnungsvergabe
Sollen Wohnungen von Gemeinden vorrangig an Personen vergeben werden, die seit mindestens 10 Jahren im Kanton Zug leben?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Bei gemeindeeigenen oder vergünstigten Wohnungen sollen Personen mit einem langjährigen Bezug zum Kanton Zug angemessen berücksichtigt werden. Wer hier seit Jahren lebt, arbeitet und Steuern bezahlt, soll bei knappem, öffentlich bereitgestelltem Wohnraum einen gewissen Vorrang erhalten. Für den privaten Wohnungsmarkt lehne ich solche staatlichen Vorgaben jedoch klar ab.
Schaffung von Sonderbauzonen
Sollen in Sonderbauzonen die Bau- und Planungsvorschriften vorübergehend aufgehoben werden, sofern mindestens 40 Prozent der Wohnungen zur Kostenmiete angeboten werden (sog. «weisse Zonen»)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Einfachere Bau- und Planungsvorschriften sowie schnellere Verfahren sind dringend notwendig, um mehr Wohnraum zu schaffen. Diese Deregulierung sollte jedoch grundsätzlich für den Wohnungsbau gelten und nicht davon abhängig gemacht werden, dass mindestens 40 Prozent der Wohnungen zur Kostenmiete angeboten werden. Weniger Regulierung statt neuer Bedingungen schafft langfristig mehr Wohnraum.
Verkehr
Förderung Fuss- und Veloverkehr
Befürworten Sie einen raschen Ausbau der Infrastruktur für den Fuss- und Veloverkehr (z. B. Velowege) im Kanton Zug?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Der Ausbau der Infrastruktur für den Fuss- und Veloverkehr ist wichtig und wird mit dem neuen Richtplan im Kanton Zug bereits gezielt vorangetrieben. Wir sind damit auf Kurs. Statt zusätzliche Programme oder eine weitere Beschleunigung zu fordern, sollen die beschlossenen Massnahmen nun konsequent, bedarfsgerecht und koordiniert umgesetzt werden.
Verbot Tempo 30
Befürworten Sie ein Verbot von Tempo 30 auf verkehrsorientierten Strassen innerorts?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Verkehrsorientierte Strassen sollen ihre Funktion als Hauptverkehrsachsen erfüllen können und grundsätzlich mit Tempo 50 betrieben werden. Flächendeckendes Tempo 30 auf diesen Strassen kann den Verkehrsfluss beeinträchtigen und Ausweichverkehr in die Quartiere fördern. Bei ausgewiesenen Sicherheitsproblemen sollen jedoch begründete Ausnahmen weiterhin möglich sein.
Ausbau öffentlicher Verkehr
Soll der Kanton mehr Mittel für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs bereitstellen?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Der Kanton Zug verfügt bereits über ein sehr gutes und dichtes Angebot im öffentlichen Verkehr und stellt dafür erhebliche finanzielle Mittel bereit. Zudem sind wichtige Ausbauten bereits beschlossen oder in Planung.
Erhalt Parkplätze
Soll die Anzahl öffentlicher Parkplätze im Kanton mindestens auf dem Stand von Ende 2024 erhalten werden?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Öffentliche Parkplätze bleiben für Bevölkerung, Gewerbe und die Erreichbarkeit von Ortszentren wichtig. Ein politisch motivierter, flächendeckender Parkplatzabbau ist deshalb abzulehnen.
Politisches System & Digitalisierung
Digitale Kantonsverwaltung
Soll der Kanton dazu übergehen, seine Dienstleistungen nur noch digital anzubieten («Digital-Only»-Prinzip)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Digitalisierung soll Prozesse vereinfachen und effizienter machen, aber nicht analoge Zugänge vollständig abschaffen.
Humanitäre Hilfe Ukraine
Soll sich der Kanton finanziell an humanitärer Hilfe für die Ukraine beteiligen?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Humanitäre Hilfe im Ausland ist in erster Linie Aufgabe des Bundes. Der Kanton Zug trägt über die Steuern seiner Bevölkerung und Unternehmen bereits zur Finanzierung des Bundes und damit auch zur schweizerischen Unterstützung der Ukraine bei.
Ausgewogenes Geschlechterverhältnis
Soll der Kanton bei der Besetzung von Kaderstellen in der Verwaltung verbindliche Vorgaben für ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis einführen?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Bei der Besetzung von Kaderstellen müssen Qualifikation, Leistung, Erfahrung und persönliche Eignung entscheidend sein. Frauen und Männer sollen die gleichen Chancen haben, verbindliche Geschlechtervorgaben oder Quoten lehne ich jedoch ab.
Sicherheit & Polizei
Stärkere Polizeipräsenz
Befürworten Sie eine stärker sichtbare Präsenz der Polizei?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Entscheidend ist nicht mehr Polizei, sondern dass die vorhandenen Kräfte gezielt und konsequent eingesetzt werden. Bei Gewalt, Einbrüchen, Vandalismus und Störungen der öffentlichen Ordnung soll die Polizei rasch und sichtbar einschreiten. Sicherheit und Ordnung müssen im öffentlichen Raum konsequent durchgesetzt werden.
Ausbau polizeilicher Überwachung
Befürworten Sie einen Ausbau der polizeilichen Überwachungsmöglichkeiten (z. B. automatisierte Fahrzeugfahndung)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Moderne Überwachungs- und Fahndungsmittel können bei konkretem Verdacht und zur Aufklärung schwerer Straftaten sinnvoll sein. Einen generellen Ausbau der Überwachung, beispielsweise durch eine flächendeckende automatisierte Fahrzeugerfassung, erachte ich jedoch nicht als prioritär
Präventive Durchsuchungen Asylunterkünfte
Sollen in Asylunterkünften neben Personenkontrollen auch präventive Durchsuchungen durchgeführt werden dürfen?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Präventive Durchsuchungen können dazu beitragen, Waffen, Drogen oder andere verbotene Gegenstände frühzeitig zu erkennen.
Werthaltungen
Freie Marktwirtschaft
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Von einer freien Marktwirtschaft profitieren langfristig alle."
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|---|---|---|---|---|---|---|
Commento
Eine funktionierende freie Marktwirtschaft braucht einen verlässlichen staatlichen Rahmen: Rechtssicherheit, Schutz des Eigentums, fairen Wettbewerb und Regeln gegen Missbrauch oder Marktversagen. «Völlig einverstanden» könnte als nahezu schrankenlose Marktwirtschaft interpretiert werden.
Vollzeit-Kinderbetreuung
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Für ein Kind ist es am besten, wenn ein Elternteil Vollzeit für die Kinderbetreuung zu Hause bleibt."
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Commento
Eltern sollen selbst entscheiden, ob ein Elternteil zu Hause bleibt, beide Teilzeit arbeiten oder familienergänzende Betreuung nutzen. Der Staat sollte die verschiedenen Modelle steuerlich und regulatorisch möglichst gleich behandeln.
Bestrafung Krimineller
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Die Bestrafung Krimineller ist wichtiger als deren Wiedereingliederung in die Gesellschaft."
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Commento
Bei Gewalt-, Sexual- und Wiederholungstätern müssen der Schutz der Bevölkerung und eine konsequente Bestrafung klar Vorrang haben. Insbesondere bei schweren oder wiederholten Delikten sind rigorose und spürbare Sanktionen notwendig. Resozialisierung bleibt wichtig, darf aber nicht zulasten der Sicherheit der Bevölkerung gehen.
Umweltschutz
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Ein stärkerer Umweltschutz ist notwendig, auch wenn er zu Lasten des Wirtschaftswachstums durchgesetzt werden muss."
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|---|---|---|---|---|---|---|
Commento
Umwelt- und Klimaziele sollen möglichst über Innovation, technologische Entwicklung, Anreize sowie Eigenverantwortung statt Verbote und zusätzliche Belastungen für Unternehmen erreicht werden.
Commento
Es braucht keine Verschärfung. Doch es wird auch Missbrauch betrieben und solche Fälle müssten vermehrt geahndet werden.