Jachen Andri Cajos

Unione democratica di centro | 04.08
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Sozialstaat, Familie & Gesundheit

Preisgünstiger Wohnraum

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Nein, der Kanton hat bereits reagiert: 2025 wurde ein neues Gesetz zur Wohnraumförderung beschlossen, mit zinsgünstigen Darlehen und Beiträgen für gemeinnützige Wohnbauträger. Eingriffe durch den Staat in den Markt sind heikel und können kontraproduktiv sein.

Erhöhung Kinder- und Ausbildungszulagen

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Die Kinderzulagen wurden erst kürzlich erhöht. Es ist nicht sinnvoll, kurz nach einer Anpassung bereits wieder zusätzliche Kosten zu verursachen. Politik sollte langfristig und verantwortungsvoll handeln und nicht ständig neue Ausgaben beschliessen. Höhere Kinderzulagen belasten vor allem die Arbeitgeber. In einem Bergkanton wie Graubünden mit vielen kleineren Betrieben können zusätzliche Ausgaben diese Unternehmen schwächen und Arbeitsplätze gefährden.

Verschärfung Sozialhilfe

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Missbrauch verhindern: Strengere Regeln könnten sicherstellen, dass Sozialhilfe nur diejenigen erhalten, die sie wirklich brauchen. Eigenverantwortung stärken: Mehr Mitwirkungspflichten können Anreize schaffen, schneller wieder Arbeit zu finden. Kosten kontrollieren: Gemeinden finanzieren einen grossen Teil der Sozialhilfe - strengere Regeln könnten die öffentlichen Ausgaben begrenzen.

Erhöhung Prämienverbilligung

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Hohe Kosten für den Kanton: Der Kanton trägt den grössten Teil der Finanzierung - eine Erhöhung belastet das Budget langfristig. Unterstützung ist bereits vorhanden: Prämienverbilligungen existieren genau für Haushalte mit tiefem Einkommen - das System funktioniert bereits. Gefahr steigender Staatsausgaben insgesamt: Mehr Verbilligung bedeutet höhere Steuern oder weniger Geld für andere Bereiche. Pauschale Erhöhungen sind wenig gezielt: Nicht alle Haushalte brauchen gleich viel Unterstützung.

Stärkung kantonale Spitalplanung

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Eine kantonübergreifende Planung ist sinnvoll.

Medizinische Grundversorgung Randregionen

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Der Kanton kann bessere Bedingungen schaffen, damit eine hochstehende und wirtschaftliche Grundversorgung für die Bevölkerung und die Gäste gewährleistet werden kann. Der Kanton sieht das gesamte Versorgungssystem und kann die Versorgung im Alltag und in Krisenzeiten verbessern.

Schule & Bildung

Förderung Kinderbetreuung

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Der Kanton Graubünden sollte familienergänzende Betreuungsstrukturen nicht weiter finanziell ausbauen, da bereits erhebliche Mittel in diesem Bereich eingesetzt werden und eine zusätzliche Erhöhung nicht zwingend zu besseren Ergebnissen führt. Die Unterstützung wurde in den letzten Jahren deutlich verbessert. Familien profitieren heute von einkommensabhängigen Beiträgen, die gezielt jene entlasten, die es wirklich brauchen.

Beteiligung an Studiengebühren

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Es spricht einiges dafür, dass sich der Kanton Graubünden stärker an den Studiengebühren der höheren Berufsbildung beteiligt. Aber auch hier kommt es auf die Ausgestaltung an.

Migration & Integration

Begrenzung der Wohnbevölkerung

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Die Schweiz steht bereits heute unter Druck durch Bevölkerungswachstum, insbesondere in den Bereichen Wohnraum, Verkehr und Infrastruktur. Eine verbindliche Obergrenze würde eine nachhaltigere Planung ermöglichen und verhindern, dass die Belastung für Umwelt und öffentliche Dienstleistungen weiter zunimmt. Zudem zwingt eine solche Regelung Politik und Wirtschaft dazu, stärker auf Effizienz, Raumplanung und inländische Arbeitskräfte zu setzen, statt auf starke Zuwanderung angewiesen zu sein.

Gesellschaft, Kultur & Ethik

Ausbau Medienförderung

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Ein Ausbau der kantonalen Medienförderung durch direkte Geldzahlungen an lokale Medien ist kritisch zu beurteilen, da er grundlegende Probleme für die Unabhängigkeit und Effizienz der Medienlandschaft mit sich bringt.

Finanzen & Steuern

Steuersenkungen

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Steuersenkungen auf kantonaler Ebene in den nächsten vier Jahren sind nicht zu befürworten, da sie die finanzielle Stabilität des Kantons gefährden und wichtige staatliche Leistungen unter Druck setzen könnten.

Steuer auf Zweitliegenschaften

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Die Abschaffung des Eigenmietwerts kann ohne neue Steuern kompensiert werden: Mit dem Wegfall bisheriger Steuerabzüge, durch eine gezielte Objektsteuer auf Zweitwohnungen sowie durch situationsgerechte Anpassungen der Gemeindesteuerfüsse. Gemeinden kennen ihre Finanzlage am besten und sollen flexibel reagieren können – statt neue allgemeine Abgaben einzuführen. Wichtig sind faire Lösungen und Planungssicherheit.

Einfrierung Stellenbestand

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Ein Einfrieren des Stellenbestands ist ein wirksames Instrument, um Effizienz zu fördern und das Wachstum der Verwaltung zu bremsen, ohne zwingend die Qualität staatlicher Leistungen zu gefährden.

Steueranreize zur Erhöhung des Arbeitspensums

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Eine Förderung der Erhöhung des Arbeitspensums durch zusätzliche Steueranreize ist nur bedingt sinnvoll und insgesamt kritisch zu beurteilen, da sie komplexe gesellschaftliche Probleme nicht zielgerichtet löst und unerwünschte Nebenwirkungen haben kann. Erstens sind steuerliche Anreize ein relativ teures und wenig treffsicheres Instrument. Sie führen zu Mindereinnahmen für den Staat, ohne dass garantiert ist, dass tatsächlich mehr gearbeitet wird. Oft profitieren vor allem Personen, die ihr Pens

Wirtschaft & Arbeit

Einführung Mindestlohn

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Die Einführung eines kantonalen Mindestlohns von CHF 4'200 für eine Vollzeitstelle ist nicht zu befürworten, da sie erhebliche wirtschaftliche und arbeitsmarktpolitische Risiken mit sich bringt. Erstens würde ein einheitlicher Mindestlohn die Lohnstrukturen stark verallgemeinern und der Realität vieler Branchen nicht gerecht werden. Unterschiedliche Sektoren wie Gastronomie, Landwirtschaft oder Pflege haben sehr unterschiedliche Produktivitäts- und Kostenstrukturen.

Kontrolle Lohngleichheit Frauen/Männer

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Eine strengere Kontrolle der Lohngleichheit zwischen Frauen und Männern bei Unternehmen mit kantonalen Aufträgen ist nicht in dieser Form zu befürworten, da sie zusätzlichen bürokratischen Aufwand schafft, ohne das Grundproblem zwingend wirksamer zu lösen. Erstens besteht bereits heute ein rechtlicher Rahmen zur Lohngleichheit. Unternehmen sind verpflichtet, gleiche oder gleichwertige Arbeit gleich zu entlöhnen.

Service Public im ländlichen Raum

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Eine stärkere Ausweitung des Service-Public-Angebots in ländlichen Gebieten ist nicht in jedem Fall sinnvoll, da sie hohe Kosten verursacht und die Effizienz der staatlichen Leistungen beeinträchtigen kann.

Steueranreize für Ansiedlung neuer Firmen

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Die steuerliche Unterstützung der Ansiedlung neuer Firmen im Kanton Graubünden ist grundsätzlich zu befürworten, da sie die wirtschaftliche Entwicklung stärkt und langfristig positive Effekte für den Kanton bringen kann. Der Kanton kann durch steuerliche Anreize seine Standortattraktivität erhöhen. In einem starken nationalen und internationalen Wettbewerb um Unternehmen spielen steuerliche Rahmenbedingungen eine wichtige Rolle, insbesondere für wachstumsstarke und innovative Firmen.

Weniger Regulierungen für Unternehmen

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Eine gezielte Reduktion und Vereinfachung von Regulierungen ist sinnvoll, da sie die Wirtschaft stärkt, Verfahren beschleunigt und den Kanton als Standort attraktiver macht – ohne zwingend wichtige Schutzinteressen aufzugeben.

Unterstützung Bergbahnen

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Eine stärkere finanzielle Unterstützung kleinerer und mittlerer Bergbahnen ist nicht nachhaltig. Der Kanton sollte sich auf Rahmenbedingungen konzentrieren, die Eigenverantwortung und strukturelle Anpassungen fördern.

Umwelt & Energie

Lockerung Umwelt- und Landschaftsschutz

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Eine gezielte und ausgewogene Lockerung von Vorschriften kann sinnvoll sein, wenn sie den Ausbau erneuerbarer Energien beschleunigt und gleichzeitig zentrale Umweltstandards nicht vollständig aufgibt.

Ausbau Windkraft

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Der Ausbau von Windkraftwerken ist ein wichtiger Bestandteil einer nachhaltigen Energiepolitik und sollte dort vorangetrieben werden, wo er ökologisch und gesellschaftlich vertretbar ist.

Anreize statt Verbote in der Klimapolitik

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Ein Ansatz, der auf Anreize und Zielvereinbarungen setzt, ist oft wirksamer und gesellschaftlich tragfähiger als Verbote. Er ermöglicht Fortschritt durch Kooperation statt durch Zwang.

Verkehr & Raumplanung

Einschränkung Umwandlung Erst- in Zweitwohnungen

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Eine weitere Einschränkung der Umwandlung ist nicht zwingend notwendig. Sinnvoller ist eine sorgfältige Anwendung der bestehenden Regeln und eine flexible, marktorientierte Wohnraumpolitik.

Verdichtetes Bauen

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Eine stärkere Verdichtung innerhalb bestehender Siedlungszonen ist ein wichtiger Ansatz für eine nachhaltige Raumentwicklung, der sowohl ökologische als auch wirtschaftliche Vorteile bietet.

Verbot Tempo 30

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Ein generelles Verbot von Tempo 30 auf verkehrsorientierten Strassen innerorts ist zu pauschal. Sinnvoller ist eine flexible Regelung, die lokale Bedürfnisse und Sicherheitsaspekte berücksichtigt.

Förderung motorisierter Individualverkehr

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Gezielte Investitionen in den motorisierten Individualverkehr sind im Kanton Graubünden wichtig, um Mobilität, Wirtschaft und Sicherheit langfristig zu gewährleisten.

Werthaltungen

Freie Marktwirtschaft

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Eine freie Marktwirtschaft ist ein sehr wirksames System zur Wohlstandsschaffung, von dem langfristig grundsätzlich breite Bevölkerungsschichten profitieren können – vorausgesetzt, grundlegende Rahmenbedingungen sind stabil.

Umweltschutz

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Ausgewogener Umweltschutz bedeutet, Umweltziele konsequent zu verfolgen, aber mit Augenmass und unter Berücksichtigung von Wirtschaft, Gesellschaft und technischer Machbarkeit umzusetzen.

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