Michael Ruefer
Grüne Freie Liste | 09.04.1
Sozialstaat, Familie & Gesundheit
Förderung gemeinnütziger Wohnungsbau
Soll der Kanton den gemeinnützigen Wohnungsbau finanziell stärker fördern (z.B. finanzielle Unterstützung von Wohnbaugenossenschaften)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Ergänzungsleistungen für Familien
Sollen im Kanton Bern Ergänzungsleistungen für Familien mit tiefem Einkommen eingeführt werden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Oui. Il s'avère que le coût de la vie augmente fortement et que de nombreuses familles, notamment celles dont les membres exercent des professions sociales, mais aussi celles qui travaillent dans l'agriculture, ont de plus en plus de mal à joindre les deux bouts. Des mesures de soutien sont nécessaires dans de tels cas.
Ja. Es zeigt sich, dass die Lebenshaltungskosten stark steigen und viele Familien, gerade mit Personen in sozialen Berufen, aber auch in der Landwirtschaft, immer weniger gut über die Runden kommen. Für solche Fälle braucht es Unterstützungsmassnahmen.
Verschärfung Sozialhilfe
Befürworten Sie Verschärfungen im Bereich der Sozialhilfe (z.B. vereinfachte Überwachung bei Verdacht auf Missbrauch)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
D'une manière générale, il apparaît que l'aide sociale n'est pas accessible à de nombreuses personnes qui y auraient droit. L'inscription et l'examen des droits sont plus difficiles, et les personnes concernées se heurtent souvent à des obstacles numériques qui, bien que bien intentionnés, sont insurmontables pour les personnes concernées. L'examen des droits doit être simplifié. C'est ainsi que l'aide sociale atteint les personnes concernées. Grâce à des mesures complémentaires dans le secteur des bas salaires, le travail est mieux rémunéré et les personnes ne se tournent pas vers l'aide sociale.
Allgemein zeigt sich, dass die Sozialhilfe für viele, die darauf Anspruch hätten, nicht zugänglich ist. Die Anmeldung und Anspruchsüberprüfung sind erschwert, häufig scheitern Betroffene auch an digitalen Hürden, die zwar gut gemeint, aber für Betroffene unüberwindbar sind. Die Anspruchsüberprüfung soll vereinfacht werden. So erreicht die Sozialhilfe die Betroffenen. Durch ergänzende Massnahmen im Tieflohnsektor wird Arbeit besser entlöhnt und Menschen wandern nicht in die Sozialhilfe ab.
Ausbau Elternzeit
Soll die bezahlte Elternzeit über die aktuellen 14 Wochen Mutterschaftsurlaub und zwei Wochen Vaterschaftsurlaub hinaus ausgebaut werden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Oui, des rapports montrent que la solution actuelle n'est tout simplement pas assez favorable à la conciliation de l'activité professionnelle et de la parentalité, et ce pour les deux parents. Des exemples scandinaves montrent que la liberté de travailler même après avoir été parent peut être nettement renforcée par un congé parental plus long. Dans le sens où je suis libre de décider si je veux travailler ou non.
Ja. Berichte zeigen, dass die heutige Lösung einfach zu wenig förderlich ist für die Vereinbarkeit von Erwerb und Elternschaft und zwar für beide Elternteile. Beispiele aus Skandinavien zeigen, dass die Freiheit, auch nach Elternschaft einer Arbeit zu gehen, deutlich ausgebaut werden kann durch mehr Elternzeit. Im Sinne: Ich bin frei zu entscheiden, ob ich arbeiten will oder nicht.
Erhöhung Prämienverbilligung
Soll die Prämienverbilligung erhöht werden, so dass niemand mehr als 10% seines verfügbaren Einkommens für die Krankenversicherung bezahlen muss?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Oui, les primes d'assurance maladie sont hors de contrôle, personne n'a vraiment une vue d'ensemble. Les assurés ne sont certainement pas les seuls responsables de la hausse des coûts. Le paysage des caisses maladie doit être rationalisé, par exemple avec une caisse unique pour l'assurance de base. Tant que le système est aussi confus, il faut davantage de réductions de primes pour certains segments de la population.
Ja. Die Krankenkassenprämien sind ausser Rand und Band, niemand hat wirklich den Überblick. Sicherlich sind nicht nur die Versicherten an den Kostenanstiegen schuld. Die Krankenkassenlandschaft muss gestrafft werden, z.B. mit einer Einheitskasse in der Grundversicherung. Solange das System so unübersichtlich ist, braucht es mehr Prämienverbilligungen für gewisse Segmente der Bevölkerung.
Stärkung kantonale Spitalplanung
Befürworten Sie eine stärkere Steuerung der Spitalplanung und Gesundheitsversorgung durch den Kanton (z.B. Konzentration der Gesundheitsleistungen)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Un certain réseau d'hôpitaux fait partie des soins de base de notre canton. Bien sûr, il n'y a pas besoin de toute sorte de spécialisation partout. Le problème que nous rencontrons aujourd'hui : Les hôpitaux sont de véritables "centres de profit", fortement axés sur les revenus. Ils sont incités à générer le plus de chiffre d'affaires possible. Mais les hôpitaux ne sont jamais des entreprises privées, ils sont fortement subventionnés par les cantons. C'est là qu'il faut intervenir. Exiger la responsabilité pour des soins de base de qualité au lieu de toujours plus de cupidité.
Ein gewisses Spitalnetz gehört zur Grundversorgung unseres Kantons. Natürlich braucht es nicht überall jede Art von Spezialisierung. Das Problem, das wir heute haben: Spitäler sind regelrechte "Profitcenter", stark auf Erträge ausgerichtet. Sie haben Anreize, möglichst viel Umsatz zu generieren. Aber Spitäler sind nie Privatunternehmen, sondern stark subventioniert durch die Kantone. Hier muss man ansetzen. Verantwortung einfordern für eine gute Grundversorgung statt immer mehr Gier.
Schule & Bildung
Integratives Schulmodell
Gemäss dem Konzept der integrativen Schule werden Kinder mit Lernschwierigkeiten oder Behinderungen grundsätzlich in regulären Schulklassen unterrichtet. Befürworten Sie dies?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Je pense que l'intention de scolariser les enfants ayant des difficultés d'apprentissage ou de concentration dans des classes ordinaires et de travailler en complément avec des pédagogues spécialisés est juste. Pour cela, il faut des ressources suffisantes. Il faut viser un minimum d'école intégrative. Parallèlement, le canton doit investir davantage dans l'encouragement des enfants doués et créer davantage d'offres spéciales, comme BeKuBe dans la ville de Berne.
Ich halte die Absicht für richtig, Kinder mit Lern- oder Konzentrationsschwierigkeiten grundsätzlich in Regelklassen zu unterrichten und ergänzend mit Heilpädagog:innen zu arbeiten. Dafür braucht es genügend Ressourcen. Ein Mindestmass an integrativer Schule ist anzustreben. Gleichzeitig muss der Kanton auch mehr in die Begabtenförderung investieren und auch hier mehr Sonderangebote schaffen, wie das BeKuBe in der Stadt Bern.
Separativer Unterricht
Sollten Kinder mit geringen Deutschkenntnissen zunächst in separaten Klassen unterrichtet werden, bis sie ein bestimmtes Sprachniveau erreicht haben?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Non, mieux vaut simplement être encouragé par des cours de soutien, sauf pour les enfants issus de l'immigration sans aucune connaissance de l'allemand. Il faut toujours viser un certain degré d'intégration, mais il est clair que c'est un exercice d'équilibre.
Nein, besser einfach mit Stützunterricht gefördert werden., ausser für Kinder mit Fluchthintergrund ohne jegliche Deutschkenntnisse. Ein gewisses Mass an Integration ist immer anzustreben, aber klar, es ist ein Balanceakt.
Erste Fremdsprache Englisch
Soll im Kanton Bern anstelle einer Landessprache (Französisch bzw. Deutsch) Englisch als erste Fremdsprache unterrichtet werden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Non. Aujourd'hui déjà, de nombreuses personnes en Suisse parlent trop mal une deuxième langue nationale et préfèrent s'entretenir en anglais lorsqu'elles viennent de différentes régions linguistiques. C'est absurde. Nous ne vivons fondamentalement pas dans un espace culturel anglo-saxon, même si le recours à l'anglais peut paraître "banal".
Nein. Viele Menschen in der Schweiz sprechen schon heute viel zu schlecht eine zweite Landessprache und unterhalten sich lieber auf Englisch, wenn sie aus verschiedenen Sprachregionen kommen. Das ist doch absurd. Wir leben grundsätzlich nicht in einem angelsächsischen Kulturraum, so "gäbig" der Rückgriff auf Englisch auch sein mag.
Förderung gleiche Bildungschancen
Soll sich der Kanton stärker für gleiche Bildungschancen einsetzen (z.B. mit Förderunterricht-Gutscheinen für Schüler/-innen aus Familien mit geringem Einkommen, Erhöhung Stipendien)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Oui, bien que le canton de Berne dispose d'une école primaire solide. Elle a pour mission - avec des offres complémentaires, y compris dans le domaine de la pédagogie curative - de prendre en charge le plus grand nombre possible d'élèves. En offrant de bonnes conditions - conditions de travail, taille des classes, marge de manœuvre dans l'organisation de l'enseignement et locaux scolaires de qualité - nous renforçons l'école obligatoire.
Ja. Wobei der Kanton Bern eine solide Volksschule hat. Sie hat den Auftrag - zusammen mit ergänzenden Angeboten, auch in der Heilpädagogik -, möglichst viele Schülerinnen und Schüler mitzunehmen. Mit guten Bedingungen - Arbeitsbedingungen, Klassengrössen, Spielraum bei der Unterrichtsgestaltung und hochwertigem Schulraum - stärken wir die Volksschule.
Migration & Integration
Stimmrecht für Ausländer/-innen
Sollen Ausländer/-innen, die seit mindestens zehn Jahren in der Schweiz leben, das Stimm- und Wahlrecht auf Gemeindeebene im Kanton Bern erhalten?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Oui, pour moi, sans discussion. L'intégration passe par la participation. Le droit de vote et d'éligibilité en est un élément important. Dans un premier temps, les communes doivent avoir le droit de décider si elles veulent accorder ce droit ou non.
Ja, für mich diskussionslos. Integration passiert über Teilhabe. Stimm- und Wahlrecht sind ein wichtiges Element dabei. Als ersten Schritt sollen die Gemeinden das Recht erhalten zu entscheiden, ob sie dieses Recht gewähren wollen oder nicht.
Direkte Aufnahme von Geflüchteten
Soll sich der Kanton Bern dafür einsetzen, dass mehr Geflüchtete aus Lagern direkt vor Ort (z.B. Griechenland, Gaza) in der Schweiz aufgenommen werden (sogenannte Resettlement-Flüchtlinge)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Oui, il n'est pas acceptable que les pays situés aux frontières extérieures de l'UE fournissent eux-mêmes toute l'aide, d'autant plus que, comme à Samos par exemple, on en fait un véritable business, ce qui est très préoccupant. Nous avons besoin d'un minimum d'humanité. Les êtres humains ne sont pas des marchandises, mais ont besoin de sens et de perspectives. Le canton de Berne peut également apporter sa contribution.
Ja, es kann nicht sein, dass die Länder an der EU-Aussengrenze alle Hilfe selbst leisten, zumal wie z.B. auf Samos ein regelrechtes Business damit gemacht wird, was sehr bedenklich ist. Wir benötigen ein Mindestmass an Menschlichkeit. Menschen sind keine Ware, sondern benötigen Sinn und Perspektiven. Da kann auch der Kanton Bern seinen Beitrag leisten.
Integrationsförderung Ausländer/-innen
Soll der Kanton Bern Ausländer/-innen bei der Integration stärker unterstützen (z.B. ausgebaute Sprachförderung, zusätzliche Sozialarbeiter/-innen)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Oui, mais je ne peux pas évaluer dans quelle mesure le canton apporte déjà son soutien. Mais en principe, des connaissances linguistiques approfondies sont la clé de l'intégration, tant sur le plan privé que professionnel.
Ja. Ich kann aber zu wenig abschätzen, inwiefern der Kanton hier schon unterstützt. Grundsätzlich sind profunde Sprachkenntnisse aber der Schlüssel für die Integration, privat wie beruflich.
Verschärfung Einbürgerungsrecht
Soll das kantonale Einbürgerungsgesetz verschärft werden (z.B. höhere Sprachkenntnisse)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Non, la naturalisation prend aujourd'hui déjà un temps absurde et est truffée de bureaucratie. Les frais sont également trop élevés dans certaines communes et ont un effet dissuasif. Les personnes qui souhaitent se faire naturaliser doivent pouvoir le faire sans trop d'obstacles. Car la volonté à elle seule témoigne déjà d'une grande volonté d'intégration.
Nein, die Einbürgerung dauert heute schon absurd lange und ist gespickt mit Bürokratie. Auch die Gebühren sind in gewissen Gemeinden zu hoch und wirken abschreckend. Wer sich einbürgern lassen möchte, soll das ohne grosse Hindernisse tun können. Denn der Willen alleine zeugt schon von einer grossen Integrationsbereitschaft.
Bezahlkarten für Asylsuchende
Begrüssen Sie die Einführung von Bezahlkarten für Asylsuchende (anstelle von Bargeld)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Il n'y a que le cash qui est vrai ! Plus sérieusement, s'il s'agit de surveiller encore beaucoup plus les demandeurs d'asile, je suis sceptique. Nous discutons de la question de savoir si l'on peut encore payer en espèces dans les transports publics ou au marché de Noël. Si cela est compris comme un droit fondamental - pour les transactions publiques comme pour les transactions privées - alors il doit être valable pour tous.
Nur Bares ist Wahres! Im Ernst: Wenn es darum geht, Asylsuchende noch viel stärker zu bewachen, bin ich skeptisch. Wir diskutieren darüber, ob man im öV oder am Weihnachtsmarkt noch mit Bargeld bezahlen kann. Wenn das als Grundrecht verstanden wird - für staatliche wie für private Transaktionen - dann soll es eben für alle gelten.
Kündigung Bilaterale Verträge
Soll die Schweiz die Bilateralen Verträge mit der EU kündigen und ein Freihandelsabkommen ohne Personenfreizügigkeit anstreben?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Non, la Suisse se porte bien, grosso modo, avec les accords bilatéraux et la libre circulation des marchandises et des personnes. Mais nous devrions être attentifs aux conséquences de l'immigration. Notamment parce que de nombreux spécialistes, par exemple dans le secteur de la santé et de la construction, manquent en Allemagne, en Italie, en Espagne ou au Portugal lorsqu'ils viennent vivre et travailler en Suisse. Je ne pense pas que ce soit le but. Nous devons renforcer certaines professions et branches de manière à ce qu'elles soient attractives pour l'ensemble de la population.
Nein. Die Schweiz fährt grosso modo gut mit den Bilateralen und einem freien Waren- und Personenverkehr. Wir sollten aber Acht auf die Folgen der Zuwanderung geben. Gerade auch, weil viele Fachkräfte, z.B. im Gesundheitssektor und im Bau in Deutschland, Italien, Spanien oder Portugal fehlen, wenn sie in die Schweiz zum Leben und Arbeiten kommen. Das ist glaub ich nicht der Sinn der Sache. Wir müssen gewisse Berufe und Branchen so stärken, dass sie für die gesamte Bevölkerung attraktiv sind.
Gesellschaft, Kultur & Ethik
Erneuerung Kunstmuseum Bern
Der Kanton möchte sich mit rund 81 Mio. CHF an der Sanierung und dem Ersatzneubau des Kunstmuseums Bern beteiligen (Sanierung Altbau und Ersatz des sog. Atelier-5 Erweiterungsbaus). Befürworten Sie dies?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Le musée des beaux-arts a besoin de toute urgence d'une rénovation et du remplacement de son extension. Il n'est absolument plus à la hauteur en ce qui concerne son infrastructure. Je peux comprendre que certains émettent des réserves sur les coûts. Néanmoins, un musée d'art fait partie d'une ville cantonale et fédérale, et Berne n'est de toute façon pas dotée de nombreux espaces de rencontre artistiques, contrairement à Bâle, Zurich ou Lausanne. Dans l'intérêt de la cohésion du canton, j'espère que la campagne apportera son soutien.
Das Kunstmuseum braucht dringend eine Sanierung und einen Ersatz des Erweiterungsbaus. Es ist absolut nicht mehr auf der Höhe der Zeit, was seine Infrastruktur betrifft. Dass es Vorbehalte gibt zu den Kosten, kann ich nachvollziehen. Trotzdem: Ein Kunstmuseum gehört zu einer Kantons- und Bundesstadt und Bern ist ohnehin nicht mit vielen Kunst-Begegnungsräumen gesegnet - im Gegensatz etwa zu Basel oder Zürich oder Lausanne. Im Sinne der Kohäsion im Kanton hoffe ich auf Support vom Land.
Legalisierung Cannabis
Soll sich der Kanton Bern für eine Legalisierung von Cannabis einsetzen?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Je ne m'y connais pas assez en politique des drogues en général. Mais il est prouvé que le cannabis a de nombreux effets positifs sur la santé. On doit pouvoir en profiter. Le fait que le cannabis soit traité comme une drogue dure et stigmatisé n'est pas compréhensible.
Ich kenne mich mit Drogenpolitik generell zu wenig aus. Aber Cannabis hat erwiesenermassen viele positive gesundheitliche Effekte. Die soll man nutzen können. Dass Cannabis wie eine wahnsinnig harte Drogen behandelt und stigmatisiert wird, leuchtet nicht ein.
Verbot geschlechtsneutraler Sprache
Soll kantonalen Stellen (Behörden, Schulen) die Verwendung von geschlechtsneutraler Sprache mittels Genderstern oder ähnlichen Zeichen in der schriftlichen Kommunikation verboten werden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Interdire les variantes linguistiques est tout de même puéril. Nous ne vivons pas dans une dictature. En général, à l'époque de l'IA et des textes à lecture rapide, nous devons faire plus attention à la langue choisie. Cela devrait être la priorité absolue, surtout dans les contacts avec les autorités et les écoles. Afin de garantir une bonne accessibilité, une compréhension et un suivi mutuels.
Sprachvarianten zu verbieten ist doch kindisch. Wir leben nicht in einer Diktatur. Allgemein sollen wir in Zeiten von KI und Schnellfutter-Texten mehr Acht geben auf eine bewusst gewählte Sprache. Das sollte gerade im Behörden- und Schulkontakt an oberster Stelle stehen. Damit eine gute Zugänglichkeit und gegenseitiges Verständnis und Nachvollziehbarkeit gewährleistet sind.
Tierische Produkte in Kantinen
Sollen kantonseigene Kantinen und Personalrestaurants eine Verpflegung mit tierischen Produkten anbieten müssen (z.B. Verzicht auf rein vegane Mensen an der Universität)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
De manière générale, nous sommes invités à faire attention à notre consommation de viande. Pour l'environnement et le bien-être des animaux. Mais je suis plutôt favorable à la flexibilité : de nos jours, il est de plus en plus difficile de satisfaire les "goûts de masse", surtout dans les cantines. L'équilibre entre tradition et innovation et un bon mélange entre glucides, protéines, minéraux, graisses et vitamines sont essentiels. Et puis, il faut aussi que ce soit bon. L'obligation de manger de la viande est une absurdité, il existe suffisamment d'alternatives.
Allgemein sind wir angehalten, auf unseren Fleischkonsum zu achten. Der Umwelt und dem Tierwohl zuliebe. Ich bin aber eher für Flexibilität: Gerade in Kantinen ist es heutzutage immer schwierige, den "Massengeschmack" zu treffen. Die Balance zwischen Tradition und Innovation und ein guter Mix zwischen Kohlenhydraten, Proteinen, Mineralen, Fetten und Vitaminen sind entscheidend. Und dann sollte es auch noch schmecken. Eine Verpflichtung zu Fleisch ist Humbug, es gibt genügend Alternativen.
Direkte Medienförderung
Befürworten Sie eine direkte Medienförderung durch den Kanton (z.B. finanzielle Unterstützung von Medien für die regionale und kantonale Berichterstattung)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Oui, ces dix dernières années, on a assisté à une véritable érosion de la couverture médiatique régionale et locale dans le canton de Berne également. Il y a le géant TX Group, qui détient presque un monopole, mais qui ne couvre pratiquement plus les différents coins du canton. D'autres produits comme Plattform J et Berner Zeitung sont fortement marqués par l'idéologie et Telebärn travaille avec peu de ressources et remplit tantôt mieux, tantôt moins bien sa mission d'information. C'est pourquoi : Oui !
Ja. In den letzten zehn Jahren hat auch im Kanton Bern eine regelrechte Erosion der regionalen und lokalen Medienberichterstattung stattgefunden. Es gibt den Platzhirschen TX Group, der fast schon ein Monopol hält, aber kaum mehr aus den unterschiedlichen Ecken des Kantons berichtet. Weitere Produkte wie Plattform J und Berner Zeitung sind stark ideologisch geprägt und Telebärn arbeitet mit wenigen Ressourcen und erfüllt seinen Informationsauftrag mal besser, mal schlechter. Deshalb: Ja!
Finanzierung Landeskirchen
Der Kanton Bern unterstützt die Landeskirchen jährlich mit rund 73 Millionen Franken (Sockelbeitrag und gesamtgesellschaftliche Leistungen). Befürworten Sie dies?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Oui, les églises restent proches des gens, même si elles sont soumises à une forte pression et se retirent des communes. Leurs prestations sociales sont indispensables, à bas seuil, et remplacent bien des offres professionnelles plus onéreuses. Le canton de Berne est complètement sous-financé dans le domaine de la psychothérapie et de la psychiatrie, les Eglises s'y engouffrent en de nombreux endroits avec du travail social, des services psychologiques, des services d'aide à domicile, etc. (care team), des projets diaconaux et des des services et des projets d'intégration
Ja, die Kirchen sind weiterhin nah bei den Leuten, auch wenn sie stark unter Druck stehen, sich aus Gemeinden zurückziehen. Ihre sozialen Leistungen sind unverzichtbar, niederschwellig und Ersatz für manches teurere, professionelle Angebot. Der Kanton Bern ist in der Psychotherapie und Psychiatrie komplett unterfinanziert, die Kirchen springen dort vielerorts in die Bresche mit Sozialarbeit, psychologischer Betreuung (Care Team), diakonischen Diensten und Integrationsprojekten
Finanzen & Steuern
Steuersenkung
Befürworten Sie die geplante Senkung der Steueranlage auf kantonaler Ebene in den nächsten vier Jahren?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Si le canton percevait effectivement trop d'argent et ne pouvait pas l'utiliser, c'est une chose. Malheureusement, il s'agit ici d'un cadeau électoral des bourgeois qui n'est pas du tout durable et qui est destiné aux personnes ayant une forte progression fiscale et des revenus élevés. En revanche, le personnel enseignant ne reçoit pas une compensation du renchérissement suffisante et se retrouve à la traîne par rapport à d'autres cantons, l'assainissement des écoles et des écoles de formation cantonales est repoussé aux calendes grecques, etc. Une vision à court terme !
Wenn der Kanton tatsächlich zu viel Geld einnehmen würde und es nicht verwenden könnte, ist das eines. Leider handelt es sich hier um ein überhaupt nicht nachhaltiges Wahlgeschenk der Bürgerlichen und zwar an die Menschen mit hoher Steuerprogression, hohen Einkommen. Dafür erhält das Lehrpersonal keinen hinreichenden Teuerungsausgleich und fällt im Vergleich zu anderen Kantonen zurück, die Sanierung von kantonalen Schulen und Lehrwerkstätten wird auf die lange Bank geschoben etc. Kurzsichtig!
Lockerung Schuldenbremse
Soll die kantonale Schuldenbremse gelockert werden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
La période d'observation pluriannuelle, qui n'a été introduite que récemment, couvre bien les fluctuations à court terme. Le canton de Berne doit veiller à ses tâches. Il est donc d'autant plus incompréhensible de procéder à des baisses d'impôts qui ont pour seul effet de réduire encore la marge de manœuvre financière. Le canton de Berne navigue - également par sa propre faute - au gré du vent sur le plan financier.
Der mehrjährige Betrachtungszeitraum, der erst vor Kurzem eingeführt wurde, deckt kurzfristige Schwankungen gut ab. Der Kanton Bern muss auf seine Aufgaben Acht geben. Umso unverständlicher sind Steuersenkungen, die einzig und alleine den finanziellen Spielraum weiter einschränken. Der Kanton Bern segelt - auch selbstverschuldet - finanziell am Wind.
Individualbesteuerung
Sollen Ehepaare künftig als Einzelpersonen besteuert werden (Individualbesteuerung)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
En principe, les personnes doivent être imposées de la même manière, même si elles sont mariées. Mais chaque conjoint doit pouvoir continuer à décider s'il veut travailler ou non. Si de tels couples, dont une seule partie travaille, doivent à l'avenir payer beaucoup plus d'impôts, de tels modèles de vie seront discriminés. Et la Confédération et les cantons ne peuvent pas supporter des pertes fiscales de 630 millions de francs. Il y a déjà eu trop d'écrémage.
Grundsätzlich sollen Personen, auch wenn sie verheiratet sind, gleich besteuert werden. Es soll aber auch weiterhin jedem Ehepartner offenstehen, ob er arbeiten will oder nicht. Wenn solche Ehepaare, bei denen nur ein Teil arbeitet, künftig viel mehr Steuern bezahlen müssen, werden solche Lebensmodelle diskriminiert. Und Steuerausfälle von 630 Mio. Franken können Bund und Kantone nicht verkraften. Es wurde schon zu viel geschröpft.
Anpassung Finanzausgleich
Der Kanton Bern hat den Finanzausgleich so angepasst, dass die Städte Burgdorf und Langenthal neu für Zentrumslasten entschädigt werden und die Stadt Bern weniger Geld erhält. Befürworten Sie dies?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Je trouve cela totalement déplacé. La ville de Berne et son agglomération génèrent 46% du PIB cantonal et le PIB par habitant y est supérieur de 80% à celui de l'ensemble du canton et de la Suisse. Les prestations en matière d'infrastructure, de culture, de services sociaux et de loisirs de proximité doivent être indemnisées de manière décente. De nombreuses communes rurales profitent de la LPFC, la péréquation financière et la compensation des charges du canton. Devons-nous également les réduire ? Qu'est-ce que cela signifie pour notre cohésion ?
Das finde ich total daneben. Die Stadt Bern und Agglomeration erwirtschaften 46% des kantonalen BIPs und das BIP pro Kopf liegt hier 80% über jenem des Gesamtkantons und der Schweiz. Die Leistungen an Infrastruktur, Kultur, sozialen Dienstleistungen und Naherholung sollen anständig abgegolten werden. Viele ländliche Gemeinden profitieren vom FILAG, vom kantonalen Finanz- und Lastenausgleich. Sollen wir dort auch kürzen? Was heisst das für unseren Zusammenhalt?
Steuer auf Zweitliegenschaften
Soll der Kanton Bern im Zuge der Abschaffung des Eigenmietwerts eine zusätzliche Steuer auf Zweitliegenschaften ermöglichen?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Oui, c'est absolument nécessaire. Dans certaines régions, le canton de Berne souffre fortement de la construction effrénée de résidences secondaires. Des contre-mesures à la suppression de la valeur locative sont nécessaires pour ne pas inciter encore plus à la construction de résidences secondaires, souvent au détriment de la population locale.
Ja, dies ist zwingend nötig. Der Kanton Bern leidet in gewissen Regionen stark unter dem uferlosen Bau von Zweitwohnungen. Es braucht Gegenmassnahmen zur Abschaffung des Eigenmietswerts, damit nicht noch mehr Anreize zum Bau von Zweitliegenschaften bestehen - oft auf Kosten der lokalen Bevölkerung.
Wirtschaft & Arbeit
Teilprivatisierung BEKB
Soll der Kanton Bern seine Beteiligung an der Berner Kantonalbank (BEKB) auf unter 50 Prozent reduzieren (Teilprivatisierung)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Non. Il est judicieux que le canton ait un certain contrôle sur le secteur bancaire. Ces dernières années, nous avons connu suffisamment d'excès, en partie aussi avec des (anciennes) banques cantonales, comme la ZKB. C'est une mauvaise évolution.
Nein. Es ist sinnvoll, wenn der Kanton über das Bankenwesen eine gewisse Kontrolle hat. Wir hatten in den vergangenen Jahren genügend Exzesse, z.T. auch mit (ehemaligen) Kantonalbanken, wie der ZKB. Das ist eine ungute Entwicklung.
Einführung kantonaler Mindestlohn
Befürworten Sie die Einführung eines für alle Arbeitnehmenden gültigen Mindestlohnes von CHF 4'200 für eine Vollzeitstelle (ca. CHF 24 pro Stunde)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Quand je vois le nombre de personnes qui travaillent aujourd'hui dans le secteur des bas salaires, souvent sans indemnité de temps de travail spécial ni compensation du renchérissement, je me demande comment elles peuvent se permettre de vivre ici. Les loyers augmentent, les denrées alimentaires deviennent plus chères, tandis que les salaires stagnent en grande partie. D'autres cantons font leurs premières expériences avec des salaires minimaux et ceux-ci ont surtout un effet positif sur les travailleurs, sans "évincer" fortement des emplois. Les marchés sont souvent trop petits pour cela.
Wenn ich schaue, wie viele Menschen heute im Tieflohnsektor arbeiten, häufig ohne Sonderzeitentschädigung oder Teuerungsausgleich, dann frage ich mich, wie sie sich das Leben hier leisten können. Die Mieten steigen, die Lebensmittel werden teurer, während Löhne weitgehend stagnieren. Andere Kantone machen erste Erfahrungen mit Mindestlöhnen und diese wirken sich v.a. positiv auf die Arbeitnehmenden aus, ohne stark Jobs zu "verdrängen". Dafür sind die Märkte oft auch zu klein.
Liberalisierung Geschäftsöffnungszeiten
Befürworten Sie eine vollständige Liberalisierung der Geschäftsöffnungszeiten (Festlegung nach freiem Ermessen unter Berücksichtigung des Arbeitsgesetzes)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Non, nous n'avons pas besoin d'une société fonctionnant 24 heures sur 24 comme aux États-Unis, qui sont actuellement en train de sombrer complètement. Nous avons besoin d'une certaine flexibilité, mais aussi et surtout de conditions de travail humaines pour les employés d'un secteur qui n'est pas béni par des salaires élevés.
Nein, wir benötigen keine 24-Stunden-Gesellschaft wie in den USA, die derzeit gerade komplett den bachab gehen. Wir benötigen eine gewisse Flexibilität, aber vor allem auch humane Arbeitsbedingungen für Angestellte in einem Sektor, der nicht von hohen Löhnen gesegnet ist.
Kontrolle Lohngleichheit Frauen/Männer
Befürworten Sie eine strengere Kontrolle der Lohngleichheit von Frauen und Männern (z.B. bei Unternehmen, die kantonale Aufträge erhalten)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Oui, mais il faut avant tout sanctionner fortement les entreprises en retard. Trop de bureaucratie et de "payez bigele" pour des entreprises qui n'ont rien à cacher et qui agissent dans la transparence salariale ne servent à rien et coûtent trop cher.
Ja. Allerdings braucht es vor allem eine starke Sanktionierung bei säumigen Unternehmen. Zu viel Bürokratie und "Zahle bigele" bei Unternehmen, die nichts zu verbergen haben und lohntransparent agieren, bringt nichts und kostet zu viel.
Regulierung Taxi-Plattformen
Befürworten Sie eine stärkere Regulierung von Plattformen, die Taxidienste vermitteln (z.B. Bewilligungspflicht für Uber-Taxis)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Oui, on assiste ici aussi à une "course vers le bas" si aucune réglementation n'est mise en place. Les chauffeurs de taxi sont rapidement exploités et tombent dans le marché noir. Cela conduit souvent à la criminalité, ce que personne ne peut souhaiter.
Ja. Auch hier zeigt sich ein "Race to the bottom", wenn nicht reguliert wird. Taxifahrende werden rasch ausgebeutet und rutschen in den Schwarzmarkt ab. Das führt oft in die Kriminalität, das kann niemand wollen.
Service Public im ländlichen Raum
Soll der Kanton das Service-Public-Angebot (z.B. öffentlicher Verkehr, Verwaltungsdienstleistungen) in ländlichen Gebieten stärker unterstützen?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Oui, comme dans le paysage médiatique, on constate de plus en plus d'attaques contre ces services de base, surtout au niveau fédéral. Oui, les habitudes changent. Mais nous devons à notre cohésion que même les communes isolées soient assez facilement accessibles et que des services de santé soient proposés, par exemple, également pour le réseau social, qui est de moins en moins assuré par les associations.
Ja. Wie in der Medienlandschaft sind v.a. auf Bundesebene immer mehr Angriffe auf die diese Grunddienstleistungen zu konstatieren. Ja, Gewohnheiten verändern sich. Aber wir schulden es unserem Zusammenhalt, dass auch abgelegene Gemeinden einigermassen gut erreichbar sind und z.B. auch Gesundheitsdienstleistungen angeboten werden, auch für die soziale Vernetzung, die auch durch Vereine immer weniger abgesichert ist.
Umwelt & Energie
AKW-Neubau erlauben
Soll sich der Kanton Bern für eine Aufhebung des Verbots für neue Atomkraftwerke einsetzen?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Pour l'amour du ciel, non ! Ce serait un signe fatal pour la promotion des énergies renouvelables. D'ici 2050, la Suisse doit couvrir un besoin supplémentaire en électricité d'environ 20 TwH et remplacer autant d'énergie nucléaire. Pour cela, nous devons passer à la vitesse supérieure. Les centrales nucléaires coûtent aujourd'hui 20 à 30 millions de francs et leur planification et leur construction prennent 15 à 20 ans.
Um Gottes willen nein! Das wäre ein fatales Zeichen für die Förderung der erneuerbaren Energien. Die Schweiz muss bis 2050 einen Stommehrbedarf von ca. 20 TwH decken und zusätzlich so viel aus bisheriger Atomenergie ersetzen. Dazu müssen wir einen Gang hochschalten. AKWs kosten heute 20-30 Mio. Franken und benötigen 15-20 Jahre für Planung und Bau.
Ökologische Auflagen Landwirtschaft
Soll der Kanton die ökologischen Anforderungen für verpachtete Landwirtschaftsflächen erhöhen (z.B. Verbot synthetischer Pestizide)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Oui. L'agriculture en Suisse et dans le canton est fortement subventionnée. C'est pourquoi elle doit répondre à des exigences écologiques élevées. En outre, les pesticides, la pollution des sols et des eaux, ainsi que la perte de biodiversité, constituent un problème de plus en plus important (voir le rapport sur la pollution des cours d'eau du canton de Lucerne). Dans ce domaine, il est urgent d'imposer des conditions plus strictes et de multiplier les contrôles.
Ja. Die Landwirtschaft in der Schweiz und im Kanton ist stark subventioniert. Deshalb soll sie hohen ökologischen Anforderungen genügen. Zudem sind Pestizide, Boden- und Gewässerverschmutzung, zusammen mit Verlust von Biodiversität ein immer grösser werdendes Problem (siehe Berichterstattung Fliessgewässerbelastung Kt. Luzern). Hier braucht es dringend strengere Auflagen und mehr Kontrollen.
Förderung erneuerbarer Energien
Sollen die kantonalen Förderbeiträge für erneuerbare Energie im Gebäudebereich erhöht werden (z.B. für Heizungsersatz oder Ladeinfrastruktur für Elektromobilität)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Oui. Dans le canton de Berne, seuls 40% des chauffages sont encore alimentés par des énergies renouvelables. Et même seulement 20% dans la région de Berne. Il s'avère que les chauffages au mazout et au gaz sont remplacés beaucoup trop lentement, notamment parce que les incitations financières sont trop faibles. La part de l'électromobilité dans le canton n'est même que de 5%, l'infrastructure de recharge est elle aussi massivement à la traîne, mais bien sûr aussi le remplacement des véhicules à essence et diesel, qui est à la traîne.
Ja. Noch immer werden im Kanton Bern nur 40% der Heizungen mit erneuerbaren Energien geheizt. In der Region Bern sogar nur 20%. Es zeigt sich, dass Öl- und Gasheizungen viel zu langsam ersetzt werden, auch weil die finanzielle Anreize zu gering sind. Der Anteil an Elektromobilität im Kanton liegt sogar nur bei 5%, auch die Ladeinfrastruktur hinkt massiv hinterher, aber natürlich auch der Ersatz von Benzinern und Diesel, der hinterherhinkt.
Strengerer Tierschutz
Befürworten Sie strengere Tierschutzregelungen für die Haltung von Nutztieren (z.B. permanenter Zugang zum Aussenbereich)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Oui. La Suisse, dont l'agriculture est fortement subventionnée, doit continuer à appliquer des normes élevées. L'élevage d'animaux de rente et la production de viande suisses ne sont guère compétitifs, même au niveau national, en raison des accords de libre-échange. Ils peuvent se distinguer des produits bon marché par une excellente qualité et des normes élevées. Pour des raisons d'éthique animale également, des normes élevées doivent être appliquées à l'élevage des animaux de rente.
Ja. Die Schweiz mit ihrer stark subventionierten Landwirtschaft soll weiterhin hohe Standards gelten. Schweizer Nutztierhaltung und Fleischproduktion sind aufgrund von Freihandelsabkommen auch national kaum konkurrenzfähig. Sie können sich durch ausgezeichnete Qualität und hohe Standards von Billigprodukten abheben. Auch aus tierethischen Gründen sollen in der Nutztierhaltung hohe Standards gelten.
Ausbau Wasserkraft
Befürworten Sie einen Ausbau der Wasserkraftwerke im Grimsel- und Sustengebiet?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Oui, clairement. Le canton de Berne fournit actuellement environ 9,1. de l'énergie hydraulique suisse (surtout Kraftwerke Oberhasli). Grâce aux deux projets d'extension, la production d'électricité d'origine hydraulique peut être presque triplée. Bien sûr, dans le cas du projet Trift, il faut encore clarifier des points en suspens et s'assurer du soutien de la commune d'Innertkirchen. Les chantiers qui dureront des années pèseront lourdement sur la région. Mais le compromis avec les surfaces de compensation écologique est à saluer.
Ja, eindeutig. Der Kanton Bern liefert derzeit rund 9.1. der Schweizer Wasserkraft (v.a. Kraftwerke Oberhasli). Durch die beiden Ausbauprojekte kann die Stromproduktion durch Wasserkraft fast verdreifacht werden. Natürlich müssen im Fall des Trift-Projekts noch offene Punkte geklärt werden und die Unterstützung der Gemeinde Innertkirchen gesichert werden. Die jahrelangen Baustellen werden das Gebiet stark belasten. Aber der Kompromiss mit den ökologischen Ausgleichsflächen ist zu begrüssen.
Schutz Grossraubtiere
Soll der Kanton Bern den Schutz der Grossraubtiere (Wolf und Luchs) stärker gewichten (z.B. Reduktion der präventiven Abschüsse)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Oui, en principe, une meilleure protection est importante, surtout lorsque des populations entières sont tuées, souvent même lors d'attaques mineures. En même temps, il y a effectivement des loups "sauvages" qui, assoiffés de sang, attaquent tout simplement des troupeaux de moutons entiers, non pas pour se nourrir, mais sur un coup de tête. Il faut les maîtriser.
Ja, im Grundsatz ist ein besserer Schutz wichtig, gerade, wenn ganze Populationen getötet werden, oft schon nur bei geringfügigen Übergriffen. Gleichzeitig gibt es tatsächlich "wildernde" Wölfe, die blutrünstig einfach ganze Schafherden attackieren und zwar nicht zur Nahrungsaufnahme, sondern aus einer Laune heraus. Diese müssen im Zaum gehalten werden.
Verkehr
ÖV-Ausbau
Soll der Kanton mehr Mittel für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs bereitstellen?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Oui, l'offre dans les régions périphériques est de plus en plus sous pression. Et dans la région de Berne, l'offre, en particulier le RER, n'est plus vraiment développée depuis longtemps. Pour la promotion du transport régional de voyageurs, l'argent que la Confédération met à disposition pour les indemnisations est déterminant. Elle participe à hauteur de la moitié aux indemnisations. Le canton indemnise en outre le trafic local, les communes payant également une partie.
Ja. Gerade das Angebot in den Randregionen steht immer mehr unter Druck. Und in der Region Bern wird das Angebot, besonders die S-Bahn, schon länger nicht mehr wirklich ausgebaut. Für die Förderung des Regionalen Personenverkehrs ist entscheidend, wieviel Geld der Bund für Abgeltungen zur Verfügung steht. Er beteiligt sich mit der Hälfte an den Abgeltungen. Der Kanton gilt zusätzlich den Ortsverkehr ab, wobei auch die Gemeinden einen Teil berappen.
Autobahnausbau
Befürworten Sie den geplanten Ausbau der Autobahn A1/A6 bei Bern (u.a. Bypass Bern Ost, Anschluss Wankdorf, Spurausbau Wankdorf-Schönbühl)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Le plus important de tous ces projets d'extension massive - l'extension du Grauholz - a été rejeté par le peuple suisse en novembre 2024. Aujourd'hui, le conseiller fédéral Albert Rösti veut quand même imposer cette extension. Je m'y oppose par tous les moyens. Le contournement de Berne-Est aurait certainement apporté certaines améliorations à la ville, mais la Confédération n'en veut plus (en guise de représailles au refus de l'extension du Grauholz). C'est pourquoi l'ensemble du paquet doit être rejeté.
Nein, kategorisches Nein. Das wichtigste all dieser massiven Ausbauprojekte - der Grauholz-Ausbau - wurde im November 2024 vom Schweizer Stimmvolk abgelehnt. Nun will BR Albert Rösti den Ausbau trotzdem durchstieren. Dagegen wehre ich mich mit allen Mitteln. Der Bypass Bern-Ost hätte sicherlich gewisse Verbesserungen für die Stadt gebracht, aber der Bund will ihn nun nicht mehr (als Retourkutsche auf das Autobahn-Nein zum Grauholz-Ausbau). Deshalb gehört das ganze Paket abgelehnt.
Ausbau Langsamverkehr
Soll im Kanton Bern die Infrastruktur für den Langsamverkehr (z.B. Velowege) schneller ausgebaut werden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Oui, il y a encore beaucoup à faire dans ce domaine. Dans la plupart des régions, la part du vélo dans le trafic total est d'environ 10% (selon les étapes), et même d'environ 5% seulement selon les distances. La ville de Berne s'est fixé comme nouvel objectif une part de 30% (selon le nombre de trajets). D'autres régions doivent également s'engager dans cette direction ambitieuse. Pour cela, il faut des itinéraires cyclables bien délimités lorsque le trafic automobile est important, des nœuds et des giratoires faciles à contourner. Des améliorations sont également nécessaires en ce qui concerne les chemins piétonniers.
Ja, hier gibt es noch viel zu tun. Der Veloanteil am Gesamtverkehr liegt in den meisten Regionen (nach Etappen) bei ca. 10%, nach Distanz sogar bei nur rund 5%. Die Stadt Bern hat sich einen Anteil von 30% als neues Ziel gesetzt (nach Anzahl Wegen). In diese ambitionierte Richtung sollen sich auch andere Regionen bewegen. Dafür brauchts gut abgetrennte Velorouten, wenn viel Autoverkehr herrscht, Knoten und Kreisel, die gut umfahren werden können. Auch bei den Fusswegen brauchts Verbesserungen.
Verbot Tempo 30
Befürworten Sie ein Verbot von Tempo 30 auf verkehrsorientierten Strassen innerorts?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Non. La limitation de vitesse à 30 km/h n'est pas seulement utile dans les quartiers, mais aussi sur les routes de transit, afin d'éviter les accidents de la route et de limiter le bruit. Elle permet également de fluidifier le trafic. La limitation de vitesse à 30 km/h est une histoire à succès et a contribué, par exemple, à réduire le nombre de morts sur la route à presque 0 au cours des 20 dernières années en ville. La vitesse de 30 km/h est également judicieuse pour la sécurité aux abords des écoles, qui sont souvent situées sur des routes de transit.
Nein. Tempo 30 hilft nicht nur in Quartieren, sondern auch auf Durchgangsstrassen massiv, um Strassenunfälle zu vermeiden und Lärm zu begrenzen. Auch der Verkehr kann verflüssigt werden. Tempo 30 ist eine Erfolgsgeschichte und hat z.B. in der Stadt in den letzten 20 Jahren beigetragen, die Anzahl Strassentoter fast auf 0 zu senken. Gerade auch im Umfeld von Schulen, die häufig an Durchgangsstrassen liegen, ist Tempo 30 für die Sicherheit sinnvoll.
Politisches System & Digitalisierung
Digitale Kantonsverwaltung
Soll der Kanton dazu übergehen, seine Dienstleistungen nur noch digital anzubieten ("Digital-Only"-Prinzip)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
La direction prise n'est peut-être pas mauvaise. Cependant, il est important que tous les services restent accessibles à toutes les couches de la population. La population rurale, la population âgée, les personnes disposant de peu de moyens financiers ou les personnes socialement isolées ont en moyenne un accès plus difficile aux services numériques. Une étude danoise a montré que les sans-abri sont massivement exclus par la numérisation des services (par ex. par des numéros d'identification).
Die Richtung mag sicher nicht falsch sein. Dennoch ist es wichtig, dass alle Dienstleistungen zugänglich für sämtliche Bevölkerungsschichten bleiben. Gerade die ländliche, die ältere Bevölkerung oder auch Menschen mit wenigen finanziellen Mitteln oder sozial isolierte Personen haben im Schnitt einen schlechteren Zugang zu digitalen Dienstleistungen. Eine Studie aus Dänemark hat gezeigt, dass Obdachlose massiv ausgegrenzt werden durch Digitalisierung von Dienstleistungen (z.B. durch ID-Nummern).
Digitale Unterschriftensammlung
Soll sich der Kanton für die Einführung von E-Collecting einsetzen (digitale Unterschriftensammlung für Volksinitiativen und Referenden)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Je suis en principe favorable à des obstacles plus bas pour la collecte de signatures, quand je vois le travail que cela demande aujourd'hui quand je suis moi-même dans la rue. Toutefois, je trouve que le dialogue personnel, l'interaction avec d'autres personnes est également élémentaire pour les questions politiques. La démocratie et ses instruments doivent justement nous valoir une rencontre personnelle. La démocratie par un simple clic de souris est certainement "pratique", mais malheureusement aussi assez confortable et impersonnelle, mais elle peut atteindre d'autres personnes.
Ich befürworte tiefere Hürden bei der Unterschriftensammlung grundsätzlich, wenn ich sehe, wie aufwändig das heute ist, wenn ich selbst auf der Strasse bin. Allerdings finde ich das persönliche Gespräch, die Interaktion mit anderen Menschen für politische Anliegen auch elementar. Demokratie und deren Instrumente sollen uns eben eine persönliche Begegnung wert sein. Demokratie per Mausklick ist bestimmt "gäbig", aber leider auch ziemlich bequem & unpersönlich, kann aber andere Menschen erreichen.
Ausbau Entwicklungszusammenarbeit
Soll der Kanton Bern sein finanzielles Engagement bei der Entwicklungszusammenarbeit ausbauen?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Oui, bien que je considère que la Confédération a un devoir à remplir, puisqu'elle ne consacre que 0,5% de son budget à la coopération au développement, alors que la Suisse et les banques suisses sont fortement impliquées - par exemple par le biais de la gestion de fortune de dirigeants - dans des pays où règnent de grandes inégalités, des abus de pouvoir, voire des conflits. Les exportations d'armes doivent également être à nouveau assouplies. C'est un poison pour ces pays. La coopération au développement doit donc être pensée de manière globale.
Ja. Wobei ich hier v.a. den Bund in der Pflicht sehe, der nur rund 0.5% seines Budgets für Entwicklungszusammenarbeit ausgibt, obwohl die Schweiz und Schweizer Banken - z.B. über Vermögensverwaltung von Machthabern - sehr stark in Länder verstrickt ist, in denen grosse Ungleichheiten, Machtmissbrauch oder gar Konflikte herrschen. Auch sollen die Waffenexporte wieder gelockert werden. Das ist Gift für diese Länder. Entwicklungszusammenarbeit muss deshalb ganzheitlich gedacht werden.
Strikte Neutralitätspolitik
Soll die Schweiz ihre Neutralität strikter auslegen (Verzicht auf wirtschaftliche Sanktionen)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Non, bien au contraire. Les oligarchies russes et les magnats du pétrole des pays arabes, dont la situation en matière de droits de l'homme est très sombre, continuent d'être accueillis en Suisse. Par le biais de ses services et de ses transactions financières, la Suisse est aujourd'hui bien plus partie prenante au conflit qu'elle ne le serait pour un pays neutre. Une interprétation plus stricte de la neutralité signifie logiquement que ces transactions seront immédiatement interdites ? Est-ce ce que veut l'UDC ?
Nein, ganz im Gegenteil. Russische Oligarchien und Ölmagnaten aus arabischen Ländern mit sehr dunkler menschenrechtlicher Lage wird in der Schweiz weiterhin die Aufwartung gemacht. Die Schweiz ist über ihre Finanzdienstleistungen und -transaktionen heute viel stärker Konfliktpartei als es einem neutralen Land anstehen würde. Eine striktere Auslegung der Neutralität heisst folgerichtig: Diese Transaktionen werden per sofort unterbunden? Will das die SVP?
Sicherheit & Polizei
Ausbau Videoüberwachung
Befürworten Sie einen Ausbau der Videoüberwachung im öffentlichen Raum?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Non. Je me sens globalement très en sécurité dans mon entourage dans la région de Berne et je ne souhaite pas que la population soit davantage surveillée. Je suis d'avis qu'avec l'aménagement des places publiques, des rues, nous pouvons encore fortement augmenter la sécurité subjective des gens - qualité de séjour au lieu de déserts de béton, cafés, magasins et infrastructures publiques au lieu de quartiers monotones avec des bureaux et des appartements. Cela conduit à la cohésion et à la responsabilité mutuelle. Surveillance : non.
Nein. Ich fühle mich insgesamt in meinem Umkreis in der Region Bern sehr sicher und wünsche nicht, dass die Bevölkerung mehr überwacht wird. Ich bin der Meinung, mit der Gestaltung von öffentlichen Plätzen, Strassen können wir die subjektive Sicherheit von Menschen noch stark erhöhen - Aufenthaltsqualität statt Betonwüsten, Cafés, Geschäfte und öffentliche Infrastruktur statt monotone Quartiere mit Büros und Wohnungen. Das führt zu Zusammenhalt und gegenseitiger Verantwortung. Überwachung: nein.
Polizeidienst für Ausländer/-innen
Im Kanton Bern ist für den Polizeidienst die Schweizer Staatsangehörigkeit erforderlich. Sollen in Zukunft auch Ausländer/-innen mit C-Niederlassungsbewilligung zugelassen werden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Oui, le service de police devrait être possible pour les personnes qui vivent en Suisse depuis 5 ou 10 ans. Une certaine diversité devrait également être représentée dans le corps de police, surtout aujourd'hui, car la police assume aussi beaucoup plus un rôle social. Cela permet de réduire les inhibitions et favorise le respect entre la population et la police.
Ja, für Menschen, die schon 5 oder 10 Jahre in der Schweiz leben, sollte Polizeidienst möglich sein. Eine gewisse Diversität sollte auch im Polizeikorps abgebildet sein, besonders heute, da die Polizei auch viel stärker eine soziale Rolle übernimmt. Dies kann Hemmschwellen senken und fördert den Respekt zwischen Bevölkerung und Polizei.
Verschärfter Umgang mit Demonstrationen
Soll der Umgang mit Demonstrationen verschärft werden (Verschärfung Bewilligungspflicht, härteres Durchgreifen der Polizei bei unbewilligten Demonstrationen, konsequentere Verrechnung von Polizeikosten)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Les manifestations sont protégées par les droits fondamentaux. Lors de manifestations non autorisées pouvant dégénérer en violence, il convient de peser le pour et le contre : La police doit-elle laisser faire les manifestants potentiellement violents - avec le risque que des excès de violence éclatent - ou doit-elle intervenir et dissoudre la manifestation - et ainsi restreindre la liberté de réunion au profit de l'ordre public ? C'est un dilemme auquel les autorités doivent faire face. La réponse ne peut être donnée qu'au cas par cas.
Demonstrationen sind grundrechtlich geschützt. Bei unbewilligten Demonstrationen, die in Gewalt ausarten können, gilt es abzuwägen: Soll die Polizei die potentiell gewaltbereiten Demonstrierenden gewähren lassen - mit dem Risiko, dass Gewaltexzesse ausbrechen - oder soll die Polizei einschreiten und die Demo auflösen - und so die Versammlungsfreiheit zugunsten der öffentlichen Ordnung beschneiden? Das ist ein Dilemma, dem sich die Behörden stellen müssen. Es ist nur im Einzelfall zu beantworten.
Nationalität in Polizeimeldungen
Soll im Kanton Bern in Polizeimeldungen standardmässig die Nationalität von Tatverdächtigen genannt werden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Je ne vois pas la valeur ajoutée de la mention d'une nationalité, si ce n'est qu'elle attise le ressentiment. Il est au moins aussi intéressant de savoir où se produisent les délits (dans le canton, environ 2/3 des délits pénaux dénoncés sont des vols de biens), comment on peut rendre les lieux peu sûrs plus sûrs et comment on peut aussi révéler les structures criminelles. Connaître les auteurs des délits fait également partie des informations pertinentes - mais cela ne doit pas occulter la vision systémique des délits, y compris la prévention.
Ich sehe den Mehrwert hinter der Nennung einer Nationalität nicht, ausser dass es Ressentiments schürt. Mindestens ebenso interessant ist, wo die Straftaten passieren (im Kanton sind rund 2/3 der angezeigten Stratftaten Vermögensdiebstähle), wie man unsichere Orte sicherer machen kann und auch kriminelle Strukturen offenlegen kann. Die Täterschaft zu kennen, gehört auch zu den relevanten Informationen - aber sie darf den systemischen Blick auf Straftaten nicht verstellen, inkl. Prävention.
Erhöhte Polizeipräsenz
Befürworten Sie eine stärkere sichtbare Präsenz der Polizei?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Non. Je me sens en sécurité dans l'espace public, sauf dans certains coins sombres et lieux inhospitaliers. Mais c'est à la société et aux autorités de repérer de tels endroits et d'y améliorer la sécurité.
Nein. Ich fühle mich sicher im öffentlichen Raum, ausser an gewissen dunklen Ecken und unwirtlichen Orten. Es ist aber Aufgabe der Gesellschaft und der Behörden, solche Orte ausfindig zu machen und die Sicherheit dort zu verbessern.
Werthaltungen
Freie Marktwirtschaft
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Von einer freien Marktwirtschaft profitieren langfristig alle."
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Comment
Notre monde actuel montre qu'il y a aussi beaucoup de perdants dans l'économie de marché libre - des gens qui ne peuvent plus se payer de logement, des gens qui vivent en dessous du minimum vital malgré leur travail, des gens qui sont exploités économiquement et dont la dignité humaine est bafouée. C'est pourquoi l'État a besoin d'intervenir, de corriger les dysfonctionnements du marché et de soutenir les perdants de notre système économique.
Unsere derzeitige Welt zeigt, dass es in der freien Marktwirtschaft auch viele Verlierer gibt - Leute, die sich keine Wohnung mehr leisten können; Menschen, die trotz Arbeit unter dem Existenzminimum leben; Menschen, die wirtschaftlich ausgebeutet und in ihrer Menschenwürde verletzt werden. Darum braucht es den Staat, der interveniert und gerade bei nicht funktionierenden Märkten korrigierend eingreift und Verlierer unserer Wirtschaftsordnung unterstützt.
Vollzeit-Kinderbetreuung
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Für ein Kind ist es am besten, wenn ein Elternteil Vollzeit für die Kinderbetreuung zu Hause bleibt."
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Comment
De telles déclarations globales ne nous font pas avancer en tant que société. Nous avons un système équitable lorsqu'il existe une liberté de choix pour déterminer quel parent peut travailler combien ou se consacrer à la garde des enfants. Notre système fiscal doit être conçu de manière suffisamment flexible pour permettre de jouer sur un éventail de possibilités. Peut-être cela changera-t-il entre certaines phases de la vie ? Dans ce cas, les mères ne doivent pas être pénalisées pour cela (par exemple sur le plan fiscal).
Solche Pauschalaussagen bringen uns als Gesellschaft nicht weiter. Ein faires System haben wir dann, wenn eine Wahlfreiheit besteht, welches Elternteil wieviel arbeiten oder sich der Kinderbetreuung widmen darf. Gerade unser Steuersystem muss so flexibel ausgestaltet sein, dass eine Klaviatur von Möglichkeiten bespielt werden kann. Vielleicht ändert sich das ja auch zwischen gewissen Lebensphasen? Dann sollen Mütter nicht bestraft werden dafür (z.B. steuerlich).
Bestrafung Krimineller
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Die Bestrafung Krimineller ist wichtiger als deren Wiedereingliederung in die Gesellschaft."
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Comment
On ne peut jamais dire cela de manière aussi générale. Il faut bien entendu faire une distinction en fonction de la gravité de l'infraction ou prendre en compte les antécédents du délinquant. Il est évident qu'il y a des délits, comme les homicides, qui ne justifient pratiquement jamais une réinsertion dans la société.
Das kann man nie so pauschal sagen. Selbstverständlich muss nach Schwere der Straftat unterschieden werden oder die Vorgeschichte eines Straftäters betrachtet werden. Selbstverständlich gibt es es Straftaten wie Tötungsdelikte, die kaum je eine Wiedereingliederung in die Gesellschaft rechtfertigen.
Umweltschutz
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Ein stärkerer Umweltschutz ist notwendig, auch wenn er zu Lasten des Wirtschaftswachstums durchgesetzt werden muss."
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Comment
L'idée de durabilité est en effet la suivante : satisfaire les besoins actuels sans restreindre les possibilités des générations futures. Cela signifie que nous ne devons pas scier la branche sur laquelle nous sommes assis. L'idée directrice ne peut toujours être mise en œuvre que dans l'action concrète, c'est un arbitrage permanent entre le profit à court terme - au détriment des dommages écologiques à long terme. Combien de temps le profit à court terme reste-t-il identifiable en tant que croissance ? À partir de quand des fissures apparaissent-elles ? Cela demande beaucoup d'imagination !
Der Nachhaltigkeitsgedanke lautet ja: heutige Bedürfnisse zu befriedigen, ohne die Möglichkeiten zukünftiger Generationen einzuschränken. Das bedeutet, wir dürfen nicht am Ast sägen, auf dem wir sitzen. Die Leitgedanke lässt sich immer nur im konkreten Tun umsetzen, es ist ein stetiges Abwägen zwischen kurzfristigem Profit - zu Lasten langfristiger ökologischer Schäden. Wie lange bleibt kurzfristiger Profit als Wachstum erkennbar? Ab wann zeigen sich Risse? Das erfordert viel Einbildungskraft!
Comment
Les loyers augmentent aussi très fortement dans le canton. Les résiliations de bail à vide et les hausses de loyer massives font la une des journaux. Mais les locations de courte durée via Airbnb, les utilisations touristiques menacent également les logements qui devraient être disponibles pour la population locale. La promotion des coopératives d'habitation est une bonne approche, qui encourage en même temps l'initiative personnelle.
Die Mieten steigen auch im Kanton sehr stark. Leerkündigungen und massive Mietzinsaufschläge sorgen für Schlagzeilen. Aber auch Kurzzeitvermietungen via Airbnb, touristische Nutzungen bedrohen Wohnraum, der für die lokale Bevölkerung zur Verfügung stehen soll. Die Förderung von Wohnbaugenossenschaften ist ein guter Ansatz, der gleichzeitig auch die Eigeninitiative fördert.
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