Jochewed Schärmeli
Ils Verds | 05.02
Sozialstaat, Familie & Gesundheit
Preisgünstiger Wohnraum
Soll der Kanton Graubünden zusätzliche Massnahmen ergreifen, um günstigen Wohnraum zu fördern (z. B. Verkaufsverbot kantonaler Liegenschaften, stärkere kantonale Eingriffe in den Immobilienmarkt)?
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Erhöhung Kinder- und Ausbildungszulagen
Aktuell betragen die Kinderzulagen CHF 240 und die Ausbildungszulagen CHF 290. Soll der Kanton Graubünden diese erhöhen?
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Verschärfung Sozialhilfe
Befürworten Sie eine Verschärfung des Sozialhilfegesetzes (z. B. Begrenzung der Zulagen, tieferes Existenzminimum)?
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Wer Sozialhilfe bezieht, soll darin unterstützt werden, (wieder) Arbeit zu finden. Wer Hilfe benötigt, soll jedoch Hilfe erhalten und würdevoll am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können.
Erhöhung Prämienverbilligung
Soll die Prämienverbilligung erhöht werden, sodass niemand mehr als 10 Prozent seines verfügbaren Einkommens für die Krankenversicherung bezahlen muss?
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Commentari
Es stellt sich für mich jedoch die Frage, ob es nicht ein alternatives, weniger kompliziertes System als die Prämienverbilligung gäbe, um die Prämienlast zu reduzieren.
Stärkung kantonale Spitalplanung
Befürworten Sie eine stärkere Steuerung der Spitalplanung und Gesundheitsversorgung durch den Kanton (z. B. Konzentration der Gesundheitsleistungen)?
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Medizinische Grundversorgung Randregionen
Soll der Kanton mehr zur Sicherstellung der medizinischen Grundversorgung in Randregionen unternehmen (z. B. durch die finanzielle Unterstützung von Hausarztpraxen)?
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Commentari
Die Versorgung durch Hausärzte ist äusserst wichtig. Ins Spital sollen nur jene gehen, welche auch wirklich eine entsprechende Behandlung benötigen.
Schule & Bildung
Förderung Kinderbetreuung
Soll der Kanton Graubünden familienergänzende Betreuungsstrukturen finanziell stärker unterstützen (Tagesstätten, Tagesschulen, Mittagstische usw.)?
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Eltern, die ihre Kinder selbst betreuen, sollen dadurch jedoch nicht benachteiligt werden. Es sollte einfach sichergestellt werden, dass die Berufstätigkeit beider Elternteile finanziell nicht ein Minusgeschäft ist und v.a. Mütter deshalb fast gezwungenermaßen auf eine auswärtige Berufstätigkeit verzichten.
Beteiligung an Studiengebühren
Soll sich der Kanton mit mindestens 20 Prozent an den Studiengebühren der höheren Berufsbildung (HF) beteiligen?
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Grundsätzlich sollten Studiengebühren bezahlbar sein. Ich finde Lösungen, die auf Rückerstattung oder Kostenbeteiligung beruhen, eher mühsam. Warum nicht grundsätzlich die Gebühren senken, sodass sie bezahlbar sind?
Migration & Integration
Begrenzung der Wohnbevölkerung
Befürworten Sie die nationale Volksinitiative, welche die ständige Wohnbevölkerung in der Schweiz auf maximal 10 Millionen Menschen begrenzen will (Abstimmung vom 14. Juni 2026)?
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Gesellschaft, Kultur & Ethik
Ausbau Medienförderung
Befürworten Sie einen Ausbau der Medienförderung durch den Kanton (z. B. direkte Geldzahlungen an lokale Medien)?
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Finanzen & Steuern
Steuersenkungen
Befürworten Sie Steuersenkungen auf kantonaler Ebene in den nächsten vier Jahren?
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Steuer auf Zweitliegenschaften
Soll der Kanton Graubünden im Zuge der Abschaffung des Eigenmietwerts eine zusätzliche Steuer auf Zweitliegenschaften ermöglichen?
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Einfrierung Stellenbestand
Soll der Kanton Graubünden den Stellenbestand beim kantonalen Verwaltungspersonal einfrieren?
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Dennoch sollte stets überlegt werden, welche Stellen der Kanton tatsächlich braucht. So viel wie nötig, so wenig wie möglich.
Steueranreize zur Erhöhung des Arbeitspensums
Soll die Erhöhung des Arbeitspensums durch zusätzliche Steueranreize gefördert werden (z. B. Abzüge bzw. Splitting für Vollzeitarbeit oder Förderung des Arbeitens nach Erreichen des Rentenalters)?
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Wenn es um die Erhöhung von Kleinst- und Kleinpensen bis 50% geht: ja.
Wirtschaft & Arbeit
Einführung Mindestlohn
Befürworten Sie die Einführung eines für alle Arbeitnehmenden gültigen kantonalen Mindestlohnes von CHF 4'200 für eine Vollzeitstelle (ca. CHF 24 pro Stunde)?
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Kontrolle Lohngleichheit Frauen/Männer
Befürworten Sie eine strengere Kontrolle der Lohngleichheit von Frauen und Männern (z. B. bei Unternehmen, die kantonale Aufträge erhalten)?
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Service Public im ländlichen Raum
Soll der Kanton das Service-Public-Angebot (z. B. öffentlicher Verkehr, Verwaltungsdienstleistungen) insbesondere in ländlichen Gebieten stärker unterstützen?
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Es darf kein Abbau stattfinden. Beispielsweise Postfilialen in Dorfläden zu integrieren, ist eine sinnvolle Maßnahme. Ebenso überzeugt mich das ÖV-Angebot invia, das Leute auch nachts noch nachhause bringt. Busse einfach stãndig leer fahren zu lassen, ist jedoch nicht sinnvoll. Die Verwaltungen könnten sich sinnvolle Öffnungszeiten überlegen, beispielsweise öfter an Randzeiten (vor oder nach Arbeitsbeginn oder über Mittag). So wären auch eingeschränkte Öffnungszeiten akzeptabel.
Steueranreize für Ansiedlung neuer Firmen
Soll der Kanton Graubünden die Ansiedlung neuer Firmen im Kanton steuerlich unterstützen?
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Sofern diese Firmen dem Kanton anschliessend signifikante steuerliche Mehreinnahmen bringen oder die lokale Bevölkerung durch diese Firmen beschäftigt wird. Es muss ein Geben und Nehmen sein.
Weniger Regulierungen für Unternehmen
Sollen Kanton und Gemeinden die Regulierungen und Auflagen für Unternehmen reduzieren (z. B. bei Bau- und Lärmvorschriften)?
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Es wäre sicher sinnvoll, wenn Einzelfälle geprüft werden können. Die Vorschriften haben jedoch meistens einen Sinn.
Unterstützung Bergbahnen
Befürworten Sie eine stärkere finanzielle Unterstützung des Kantons zugunsten von kleineren und mittleren Bergbahnbetreibern?
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Umwelt & Energie
Lockerung Umwelt- und Landschaftsschutz
Finden Sie es richtig, dass für den Ausbau von erneuerbaren Energien die Vorschriften des Umwelt- und Landschaftsschutzes gelockert werden?
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Dies ist im Einzelfall genauestens zu prüfen. Gibt es Alternativen (z.B. andere Standorte, andere Methoden der Energieerzeugung, welche den Umwelt- und Landschaftsschutz weniger tangieren)? Sofern Windräder nicht Tiere stören (z.B. Vögel auf ihren Flugrouten) oder tief ins Ökosystem eingreifen (z.B. Staudämme), sollten diese gebaut werden dürfen. Ein 'die sehen nicht schön aus' ist m.E. kein Hinderungsgrund. An der Nordseeküste stehen viele Windräder, die weder visuell noch akustisch stören...
Ausbau Windkraft
Befürworten Sie den weiteren Ausbau von Windkraftwerken im Kanton?
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Anreize statt Verbote in der Klimapolitik
Soll der Kanton zur Erreichung der Klimaziele grossmehrheitlich auf Anreize und Zielvereinbarungen statt auf Verbote und Einschränkungen setzen?
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Leider funktionieren Verbote oft am schnellsten und besten. Dann gelten für alle die gleichen Regeln und niemand hat Ausreden im Sinne von 'wenn diese und jene das nicht machen, dann muss ich auch nicht'. Anreize müssen enorm sein, damit man seine Bequemlichkeit überwindet und sein Verhalten ändert. (Ich gehe davon aus, dass dies nicht nir auf Privatpersonen, sondern auch auf Unternehmen zutrifft.)
Verkehr & Raumplanung
Einschränkung Umwandlung Erst- in Zweitwohnungen
Befürworten Sie, dass der Kanton Graubünden die Umwandlung von altrechtlichen Erstwohnungen in Zweitwohnungen einschränkt?
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Wo sinnvoll, sollen Ausnahmen aber immer möglich sein. Wichtig wäre, dass Zweitwohnungen möglichst dauerhaft genutzt werden und nicht leerstehen - vor allem in Regionen, wo Erstwohnungen rar sind.
Verdichtetes Bauen
Befürworten Sie eine stärkere Verdichtung der bestehenden Siedlungszonen (z. B. verdichtete Überbauungen, höhere Gebäude)?
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Begrünung mitdenken, ebenso das Stadt-/Dorfbild. Werden Häuser in ähnlichem Stil gebaut, sehen auch Mehrfamilienhäuser oft schön aus. Schrecklich wird es erst, wenn ein architektonischer Wildwuchs herrscht.
Verbot Tempo 30
Befürworten Sie ein Verbot von Tempo 30 auf verkehrsorientierten Strassen innerorts?
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Massnahmen ergreifen, um den Verkehr zu reduzieren, möglichst auf ÖV/Velo umsatteln... Verkehrsreich bedeutet sowieso oft stockend. Lieber lansam, aber flüssig, das ist weniger lärmig und verbraucht sogar noch weniger Benzin als ein ständiges Stopp-and-Go. Zudem bedeutet ein reduziertes Tempo mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer, insbesondere für Fussgänger. Sogar Autofahrer beklagen sich plötzlich, wenn ihr Kind auf dem Schulweg zwei stark befahrene Strassen queren soll....
Förderung motorisierter Individualverkehr
Befürworten Sie zusätzliche Massnahmen zugunsten des motorisierten Individualverkehrs (z. B. Ausbau Isla-Bella-Tunnel, Kapazitätsausbau, Parkplätze)?
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Werthaltungen
Freie Marktwirtschaft
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Von einer freien Marktwirtschaft profitieren langfristig alle."
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Es braucht Regeln, z.B. bezüglich Nachhaltigkeit und Arbeitsbedingungen.
Umweltschutz
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Ein stärkerer Umweltschutz ist notwendig, auch wenn er zu Lasten des Wirtschaftswachstums durchgesetzt werden muss."
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Die natürlichen Ressourcen unserer Erde sind sowieso begrenzt. Ständiges Wachstum ist weder möglich noch erstrebenswert. Wohlstand muss auch ohne Wachstum möglich sein. Falls nicht, machen wir etwas falsch.
Commentari
In manchen Regionen (z.B. Oberengadin, Davos) findet sich kaum und nur mit sehr viel Glück bezahlbarer Wohnraum. Wer in der Region arbeitet, soll auch in der Region wohnen können.