Annemarie Bühler
Allianza dal Center | 03.01
Sozialstaat, Familie & Gesundheit
Preisgünstiger Wohnraum
Soll der Kanton Graubünden zusätzliche Massnahmen ergreifen, um günstigen Wohnraum zu fördern (z. B. Verkaufsverbot kantonaler Liegenschaften, stärkere kantonale Eingriffe in den Immobilienmarkt)?
| Na | Plitost na | Plitost gea | Gea |
|---|---|---|---|
Erhöhung Kinder- und Ausbildungszulagen
Aktuell betragen die Kinderzulagen CHF 240 und die Ausbildungszulagen CHF 290. Soll der Kanton Graubünden diese erhöhen?
| Na | Plitost na | Plitost gea | Gea |
|---|---|---|---|
Commentari
Wichtiger wäre es, dass sich Teilzeitarbeit für (beide) Elternteile lohnt, so dass ein Anreiz besteht, auch mit Familie im Beruf zu bleiben und einer Erwerbsarbeit nachzugehen. Das ist langfristig am nachhaltigsten.
Verschärfung Sozialhilfe
Befürworten Sie eine Verschärfung des Sozialhilfegesetzes (z. B. Begrenzung der Zulagen, tieferes Existenzminimum)?
| Na | Plitost na | Plitost gea | Gea |
|---|---|---|---|
Commentari
Ich bin bei meiner Tätigkeit im Gemeindevorstand wenig mit dieser Frage konfrontiert. Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass die Gesellschaft in Härtefällen Unterstützungsbedürftige genügend unterstützen muss, aber nicht mit dem Giesskannenprinzip.
Erhöhung Prämienverbilligung
Soll die Prämienverbilligung erhöht werden, sodass niemand mehr als 10 Prozent seines verfügbaren Einkommens für die Krankenversicherung bezahlen muss?
| Na | Plitost na | Plitost gea | Gea |
|---|---|---|---|
Commentari
Im Kanton Graubünden erhalten Personen in bescheidenen wirtschaftlichen Verhältnissen finanzielle Unterstützung. Während die Krankenkassenprämien Schweizer Haushalte im Durchschnitt um 14 bis 16 % des verfügbaren Einkommens belasten, liegt die Belastung nach meinem Wissen im Kanton Graubünden unter 10%. Damit denke ich nicht, dass es eine Erhöhung der Prämienverbilligung braucht, weil 10% bei unserer guten Gesundheitsversorgung fair ist.
Stärkung kantonale Spitalplanung
Befürworten Sie eine stärkere Steuerung der Spitalplanung und Gesundheitsversorgung durch den Kanton (z. B. Konzentration der Gesundheitsleistungen)?
| Na | Plitost na | Plitost gea | Gea |
|---|---|---|---|
Commentari
Ich bin nicht für eine einseitige Konzentrierung aufs Kantonsspital, sondern für eine Lösung wie im Unterengadin oder im Kanton Thurgau: Spitex, rentable Diagnostik-Zentren, Altersheime, Regionalspitäler, Gesundheitszentren & weitere Gesundheitsdienste gehören unter ein Dach, weil in dem stark regulierten Gesundheitssektor die Marktwirtschaft sowieso nicht greift. Einrichtungen der Grundversorgung, die nicht rentabel betrieben werden können, werden so querfinanziert, im Interesse der Bevölkerung
Medizinische Grundversorgung Randregionen
Soll der Kanton mehr zur Sicherstellung der medizinischen Grundversorgung in Randregionen unternehmen (z. B. durch die finanzielle Unterstützung von Hausarztpraxen)?
| Na | Plitost na | Plitost gea | Gea |
|---|---|---|---|
Commentari
Vgl. mein Kommentar oben (Frage Nr. 5). Das gilt es in jeder Region für sich zu klären. Es könnte eine der Massnahmen sein, und der Kanton sollte die Rahmenbedingungen für diese Möglichkeit definieren. Voraussetzung ist eine ganzheitliche Betrachtung der Gesundheitseinrichtungen in einer Region - nicht einfach Giesskannenprinzip!
Schule & Bildung
Förderung Kinderbetreuung
Soll der Kanton Graubünden familienergänzende Betreuungsstrukturen finanziell stärker unterstützen (Tagesstätten, Tagesschulen, Mittagstische usw.)?
| Na | Plitost na | Plitost gea | Gea |
|---|---|---|---|
Commentari
Ja, wenn damit die Teilzeit-Arbeit ermöglicht wird.
Beteiligung an Studiengebühren
Soll sich der Kanton mit mindestens 20 Prozent an den Studiengebühren der höheren Berufsbildung (HF) beteiligen?
| Na | Plitost na | Plitost gea | Gea |
|---|---|---|---|
Commentari
Meines Wissens beteiligt sich der Kanton an der höheren Bildung zwar nicht in Form eines fixen Prozentsatzes der Studiengebühren, sondern indirekt durch Unterstützung von Bildungseinrichtungen. Diese Beiträge decken rund 50 % der Ausbildungskosten, in gewissen Bereichen (z. B. Gesundheit) bis zu ca. 90 % (?). Sinnvoll wäre die Stuerung der Studiengebühren nicht nur durch die Nachfrage der Studierenden, sondern durch die des Arbeitsmarktes. Aber nicht durch fixe 20% für den Schüler.
Migration & Integration
Begrenzung der Wohnbevölkerung
Befürworten Sie die nationale Volksinitiative, welche die ständige Wohnbevölkerung in der Schweiz auf maximal 10 Millionen Menschen begrenzen will (Abstimmung vom 14. Juni 2026)?
| Na | Plitost na | Plitost gea | Gea |
|---|---|---|---|
Commentari
Ich hatte die Initiative ursprünglich unterschrieben. Grundsätzlich wäre ich mit dem Anliegen zwar einverstanden, weil die Bevölkerung einfach nicht unendlich weiterwachsen kann. Aber die Initiative hätte wohl negative Folgen für uns als Gebirgskanton. Ich habe mir meine Meinung noch nicht endgültig gemacht.
Gesellschaft, Kultur & Ethik
Ausbau Medienförderung
Befürworten Sie einen Ausbau der Medienförderung durch den Kanton (z. B. direkte Geldzahlungen an lokale Medien)?
| Na | Plitost na | Plitost gea | Gea |
|---|---|---|---|
Commentari
Für Randregionen wie Graubünden ist das sicher nötig. Ohne ein Pöschtli wäre unsere Region weniger lebendig. Lokale Medien sind enorm wichtig.
Finanzen & Steuern
Steuersenkungen
Befürworten Sie Steuersenkungen auf kantonaler Ebene in den nächsten vier Jahren?
| Na | Plitost na | Plitost gea | Gea |
|---|---|---|---|
Commentari
Der Regierungsrat GR war im Vorfeld der Entscheidung im Dezember '25 gegen eine weitere Senkung des Steuerfusses. Martin Bühler FDP & die GPK führte folg. Argumente auf: 1) Warnung vor unsicheren finanziellen Perspektiven, 2) Bevorzugung zielgerichteter Massnahmen anstelle einer pauschalen Senkung, 3) Finanzielle Stabilität/Defizit in der Erfolgsrechnung begrenzen. Ich stimme dem überein &würde auch zielgerichtete Entlastungen f. Familien & Förderung strategischer Wirtschaftssektoren bevorzugen
Steuer auf Zweitliegenschaften
Soll der Kanton Graubünden im Zuge der Abschaffung des Eigenmietwerts eine zusätzliche Steuer auf Zweitliegenschaften ermöglichen?
| Na | Plitost na | Plitost gea | Gea |
|---|---|---|---|
Commentari
Klar ja. Wenn eine Gemeinde Infrastrukturen für Spitzenleistungen für 30'000 Personen aufrechterhalten muss (zB Wasserversorgung / Abwasserentsorgung über Weihnachten in Obervaz) oder das Strassennetz, etc für die Zweitheimischen unterhält, dann kann es nicht sein, dass dafür nur die (im Falle von Obervaz 2'900) Einheimischen aufkommen müssen.
Einfrierung Stellenbestand
Soll der Kanton Graubünden den Stellenbestand beim kantonalen Verwaltungspersonal einfrieren?
| Na | Plitost na | Plitost gea | Gea |
|---|---|---|---|
Steueranreize zur Erhöhung des Arbeitspensums
Soll die Erhöhung des Arbeitspensums durch zusätzliche Steueranreize gefördert werden (z. B. Abzüge bzw. Splitting für Vollzeitarbeit oder Förderung des Arbeitens nach Erreichen des Rentenalters)?
| Na | Plitost na | Plitost gea | Gea |
|---|---|---|---|
Wirtschaft & Arbeit
Einführung Mindestlohn
Befürworten Sie die Einführung eines für alle Arbeitnehmenden gültigen kantonalen Mindestlohnes von CHF 4'200 für eine Vollzeitstelle (ca. CHF 24 pro Stunde)?
| Na | Plitost na | Plitost gea | Gea |
|---|---|---|---|
Kontrolle Lohngleichheit Frauen/Männer
Befürworten Sie eine strengere Kontrolle der Lohngleichheit von Frauen und Männern (z. B. bei Unternehmen, die kantonale Aufträge erhalten)?
| Na | Plitost na | Plitost gea | Gea |
|---|---|---|---|
Commentari
Eher nein, weil strengere Kontrollen mehr Administration bedeuten, und es nicht klar ist, ob es das beste Mittel ist, die Gleichheit zu fördern. Frauen fallen während der Gründung der Familie bei der Entlöhnung gegenüber Männern zurück. Da wäre es wichtiger, dass auch Männer Teilzeit arbeiten können.
Service Public im ländlichen Raum
Soll der Kanton das Service-Public-Angebot (z. B. öffentlicher Verkehr, Verwaltungsdienstleistungen) insbesondere in ländlichen Gebieten stärker unterstützen?
| Na | Plitost na | Plitost gea | Gea |
|---|---|---|---|
Commentari
Die Dienstleistungen sind heute auf einem guten Niveau.
Steueranreize für Ansiedlung neuer Firmen
Soll der Kanton Graubünden die Ansiedlung neuer Firmen im Kanton steuerlich unterstützen?
| Na | Plitost na | Plitost gea | Gea |
|---|---|---|---|
Weniger Regulierungen für Unternehmen
Sollen Kanton und Gemeinden die Regulierungen und Auflagen für Unternehmen reduzieren (z. B. bei Bau- und Lärmvorschriften)?
| Na | Plitost na | Plitost gea | Gea |
|---|---|---|---|
Commentari
eher ja, aber die Antwort ist nicht so trivial. Viele Gesetze / Umweltrichtlinien sind gundsätzlich sinnvoll, werden aber sehr strikt durch die Sachbearbeitenden bei den Bewilligungsbehörden ausgelegt. Gesetzte und Verordnungen hätten Ermessensspielraum. Hier ist mir die Frage von smartvote als ehemalige Projektleiterin in einem Umweltfachbüro wirklich zu simpel.
Unterstützung Bergbahnen
Befürworten Sie eine stärkere finanzielle Unterstützung des Kantons zugunsten von kleineren und mittleren Bergbahnbetreibern?
| Na | Plitost na | Plitost gea | Gea |
|---|---|---|---|
Commentari
Nur, wenn es nicht zu einseitig ist. Ich würde eher andere, strategischere und zukunftsfähigere Branchen unterstützen wie Tech oder Ganzjahrestourismus.
Umwelt & Energie
Lockerung Umwelt- und Landschaftsschutz
Finden Sie es richtig, dass für den Ausbau von erneuerbaren Energien die Vorschriften des Umwelt- und Landschaftsschutzes gelockert werden?
| Na | Plitost na | Plitost gea | Gea |
|---|---|---|---|
Ausbau Windkraft
Befürworten Sie den weiteren Ausbau von Windkraftwerken im Kanton?
| Na | Plitost na | Plitost gea | Gea |
|---|---|---|---|
Anreize statt Verbote in der Klimapolitik
Soll der Kanton zur Erreichung der Klimaziele grossmehrheitlich auf Anreize und Zielvereinbarungen statt auf Verbote und Einschränkungen setzen?
| Na | Plitost na | Plitost gea | Gea |
|---|---|---|---|
Verkehr & Raumplanung
Einschränkung Umwandlung Erst- in Zweitwohnungen
Befürworten Sie, dass der Kanton Graubünden die Umwandlung von altrechtlichen Erstwohnungen in Zweitwohnungen einschränkt?
| Na | Plitost na | Plitost gea | Gea |
|---|---|---|---|
Commentari
In vielen Bündner Gemeinden mangelt es an Wohnraum für die eigene Bevölkerung und für Saisonangestellte. U.a. hat die Kombination Umsetzung Zweitwohnungsinitiative sowie 1. Etappe Teilrevision RPG dazu geführt, dass altrechtliche Wohnungen als Ferienwohnungen verkauft werden und einheimische Familien keine Wohnung mehr finden. Für die Gemeinden ist es fast unmöglich dies zu ändern. Klarere kantonale Rahmenbedingungen sollen die Gemeinden unterstützen, Wohnraum für Erstwohnende zu schaffen.
Verdichtetes Bauen
Befürworten Sie eine stärkere Verdichtung der bestehenden Siedlungszonen (z. B. verdichtete Überbauungen, höhere Gebäude)?
| Na | Plitost na | Plitost gea | Gea |
|---|---|---|---|
Commentari
Aber mit Mass!
Verbot Tempo 30
Befürworten Sie ein Verbot von Tempo 30 auf verkehrsorientierten Strassen innerorts?
| Na | Plitost na | Plitost gea | Gea |
|---|---|---|---|
Commentari
Es soll in der Kompetenz der Gemeinde liegen, der Kanton soll nicht Verbote erlassen! Wenn mit verkehrsorientierten Strassen z.B. die Kantonsstrasse in Sils i.D. gemeint ist, dann bin ich der Meinung, dass die übertrieben ist. Bei unübersichtlichen, engen Dörfern wie in Scharans macht eine 30er Zone Sinn.
Förderung motorisierter Individualverkehr
Befürworten Sie zusätzliche Massnahmen zugunsten des motorisierten Individualverkehrs (z. B. Ausbau Isla-Bella-Tunnel, Kapazitätsausbau, Parkplätze)?
| Na | Plitost na | Plitost gea | Gea |
|---|---|---|---|
Commentari
ohne den touristischen Verkehr wäre die Kapazität genügend. Ich begrüsse Massnahmen, um den Tourismus auf den ÖV zu lenken, und um Land zu schonen und nicht für den touristischen Ausweichverkehr neue Kapazitäten zu schaffen. Die flankierenden Massnahmen entlang der A13 begrüsse ich.
Werthaltungen
Freie Marktwirtschaft
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Von einer freien Marktwirtschaft profitieren langfristig alle."
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 |
|---|---|---|---|---|---|---|
Umweltschutz
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Ein stärkerer Umweltschutz ist notwendig, auch wenn er zu Lasten des Wirtschaftswachstums durchgesetzt werden muss."
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 |
|---|---|---|---|---|---|---|
Commentari
In vielen Bündner Gemeinden mangelt es an Wohnraum für die eigene Bevölkerung und für Saisonangestellte. U.a. hat die Kombination Umsetzung Zweitwohnungsinitiative sowie 1. Etappe Teilrevision RPG dazu geführt, dass altrechtliche Wohnungen als Ferienwohnungen verkauft werden und einheimische Familien keine Wohnung mehr finden. Für die Gemeinden ist es fast unmöglich dies zu ändern. Klarere kantonale Rahmenbedingungen sollen die Gemeinden unterstützen, Wohnraum für Erstwohnende zu schaffen.