Philipp Staudacher
I Verdi | 05.01
Sozialstaat, Familie & Gesundheit
Preisgünstiger Wohnraum
Soll der Kanton Graubünden zusätzliche Massnahmen ergreifen, um günstigen Wohnraum zu fördern (z. B. Verkaufsverbot kantonaler Liegenschaften, stärkere kantonale Eingriffe in den Immobilienmarkt)?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
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Erhöhung Kinder- und Ausbildungszulagen
Aktuell betragen die Kinderzulagen CHF 240 und die Ausbildungszulagen CHF 290. Soll der Kanton Graubünden diese erhöhen?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
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Commentaire
Graubünden verliert junge Menschen und damit demografische Vitalität. Höhere Kinder- und Ausbildungszulagen senken die finanzielle Last für Familien und schaffen einen Anreiz, im Kanton zu bleiben. Die grösste Wachstumsgruppe ist sind Zuzüger 55+. Steuereinnahmen von ihnen können das mitfinanzieren.
Verschärfung Sozialhilfe
Befürworten Sie eine Verschärfung des Sozialhilfegesetzes (z. B. Begrenzung der Zulagen, tieferes Existenzminimum)?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
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Commentaire
Nein. Ein tieferes Existenzminimum ist kein Sparpaket, es ist ein Angriff auf die Würde von Menschen in Not. Sozialhilfe ist kein Privileg, sondern ein verfassungsmässiges Recht. Wer Zulagen kürzt, kürzt bei Kindern, bei Kranken, bei Menschen, die bereits am Limit sind. Die Frage ist nicht, wie wenig wir ihnen geben können, sondern wie wir sie schneller wieder in Arbeit und Eigenständigkeit bringen.
Erhöhung Prämienverbilligung
Soll die Prämienverbilligung erhöht werden, sodass niemand mehr als 10 Prozent seines verfügbaren Einkommens für die Krankenversicherung bezahlen muss?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
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Commentaire
Wer angestellt ist, sieht jeden Monat schwarz auf weiss, was die Krankenkasse kostet. Für viele sind es 15, 20 oder gar 30 Prozent des Nettolohns: Geld, das für Miete, Familie und Zukunft fehlt. Niemand sollte mehr als 10 Prozent seines Einkommens für die Grundversicherung ausgeben müssen. Nicht als Privileg, sondern als Grundsatz. Die Prämienverbilligung flickt, sie löst nicht.
Stärkung kantonale Spitalplanung
Befürworten Sie eine stärkere Steuerung der Spitalplanung und Gesundheitsversorgung durch den Kanton (z. B. Konzentration der Gesundheitsleistungen)?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
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Commentaire
Ja zur kantonalen Steuerung, aber nicht als Sparprogramm. Eine koordinierte Spitalplanung kann Doppelspurigkeiten abbauen und Qualität sichern. Doch Konzentration darf nicht bedeuten, dass periphere Regionen abgehängt werden. Wer auf dem Land lebt, hat dasselbe Recht auf wohnortnahe Grundversorgung wie in der Stadt. Der Kanton muss steuern, mit dem Ziel der Versorgungsgerechtigkeit, nicht der Kostenoptimierung.
Medizinische Grundversorgung Randregionen
Soll der Kanton mehr zur Sicherstellung der medizinischen Grundversorgung in Randregionen unternehmen (z. B. durch die finanzielle Unterstützung von Hausarztpraxen)?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
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Commentaire
Wer in einer Randregion lebt, darf nicht auf eine Hausarztpraxis verzichten müssen, weil sie sich wirtschaftlich nicht trägt. Gesundheit ist keine Marktfrage. Der Kanton muss Praxen in unterversorgten Gebieten aktiv unterstützen: finanziell, administrativ und bei der Nachwuchsförderung. Eine Gesellschaft zeigt ihren Zusammenhalt daran, wie sie die Schwächsten und Entlegensten versorgt.
Schule & Bildung
Förderung Kinderbetreuung
Soll der Kanton Graubünden familienergänzende Betreuungsstrukturen finanziell stärker unterstützen (Tagesstätten, Tagesschulen, Mittagstische usw.)?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
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Commentaire
Ja. Wer arbeiten will, muss sein Kind betreuen können, das gilt in Chur genauso wie in Vals oder Scuol. Familienergänzende Betreuung ist keine Sozialhilfe, sie ist Infrastruktur. Wie eine Strasse oder ein Bahnanschluss. Ohne sie bleibt Erwerbsarbeit für viele Eltern, meistens Mütter, eine Theorie. Der Kanton, der Fachkräfte will, muss die Bedingungen schaffen, unter denen sie arbeiten können.
Beteiligung an Studiengebühren
Soll sich der Kanton mit mindestens 20 Prozent an den Studiengebühren der höheren Berufsbildung (HF) beteiligen?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
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Commentaire
Ja. Die höhere Berufsbildung ist das Rückgrat der Bündner Wirtschaft, von der Pflege bis zum Handwerk. Wer sie absolviert, investiert in sich und in den Kanton. Trotzdem zahlen HF-Studierende heute ein Vielfaches mehr als Universitätsstudierende, obwohl ihr Abschluss gleichwertig ist. Das ist ungerecht. Eine Beteiligung von mindestens 20 Prozent ist kein Geschenk, sondern eine längst fällige Korrektur.
Migration & Integration
Begrenzung der Wohnbevölkerung
Befürworten Sie die nationale Volksinitiative, welche die ständige Wohnbevölkerung in der Schweiz auf maximal 10 Millionen Menschen begrenzen will (Abstimmung vom 14. Juni 2026)?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
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Commentaire
Der Wunsch nach steuerbarer Zuwanderung ist verständlich. Aber eine Volksinitiative, die eine fixe Bevölkerungsgrenze in die Verfassung schreibt, beantwortet keine einzige konkrete Frage: Wer kommt, wer bleibt, wer geht? Graubünden braucht keine Obergrenze, es braucht Planung. Für Schulen, Wohnraum, Verkehr. Das ist lösbar, aber nicht mit einer Zahl.
Gesellschaft, Kultur & Ethik
Ausbau Medienförderung
Befürworten Sie einen Ausbau der Medienförderung durch den Kanton (z. B. direkte Geldzahlungen an lokale Medien)?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
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Commentaire
Ja, aber mit klaren Bedingungen. Medienförderung darf nicht bedeuten, dass politisch gesteuerte Gratiszeitungen staatliche Gelder kassieren. Die letzten Jahre haben gezeigt, was passiert, wenn Milliardäre mit politischer Agenda den Lokalmedienmarkt übernehmen: mehr PR, weniger Journalismus. Förderung fliesst dorthin, wo redaktionelle Unabhängigkeit nachweisbar ist. Wer einen Verleger hat, der auch eine Partei finanziert, erfüllt diese Bedingung nicht.
Finanzen & Steuern
Steuersenkungen
Befürworten Sie Steuersenkungen auf kantonaler Ebene in den nächsten vier Jahren?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
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Commentaire
Steuersenkungen klingen gut. Aber Graubünden braucht zuerst funktionierende Schulen, Betreuungsangebote und Verkehrsinfrastruktur in der Peripherie. Wer jetzt spart, spart an der Grundlage. Wenn der Kanton diese Aufgaben erfüllt, ist über Steuern zu reden. Vorher ist es die falsche Diskussion.
Steuer auf Zweitliegenschaften
Soll der Kanton Graubünden im Zuge der Abschaffung des Eigenmietwerts eine zusätzliche Steuer auf Zweitliegenschaften ermöglichen?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
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Commentaire
Die Abschaffung des Eigenmietwerts schafft einen Spielraum, den der Kanton nutzen soll. Eine zusätzliche Steuer auf Zweitliegenschaften trifft nicht den Bündner Bergbauern, sondern den Zürcher Ferienhauskäufer. Sie dämpft Spekulationen, stärkt den Erstwohnsitz und gibt Gemeinden ein Instrument gegen Verödung. Richtig ausgestaltet ist das keine Belastung, sondern Strukturpolitik.
Einfrierung Stellenbestand
Soll der Kanton Graubünden den Stellenbestand beim kantonalen Verwaltungspersonal einfrieren?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
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Commentaire
Nein. Ein pauschales Einfrieren klingt nach Sparwillen, ist aber schlechte Steuerung. Nicht jede Stelle ist gleich. Manche Bereiche sind unterbesetzt, andere vielleicht nicht. Wer blind einfriert, spart dort wo es schadet, und nicht dort wo es nötig wäre. Wer wirklich sparen will, analysiert zuerst.
Steueranreize zur Erhöhung des Arbeitspensums
Soll die Erhöhung des Arbeitspensums durch zusätzliche Steueranreize gefördert werden (z. B. Abzüge bzw. Splitting für Vollzeitarbeit oder Förderung des Arbeitens nach Erreichen des Rentenalters)?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
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Commentaire
Der Ansatz ist richtig, die Umsetzung entscheidend. Steueranreize für höhere Pensen wirken nur, wenn die Rahmenbedingungen stimmen: Betreuungsangebote, flexible Arbeitsmodelle, altersgerechte Arbeitsplätze. Wer den Anreiz setzt, ohne die Hindernisse zu beseitigen, verpufft das Geld. Erst die Infrastruktur, dann der Steueranreiz.
Wirtschaft & Arbeit
Einführung Mindestlohn
Befürworten Sie die Einführung eines für alle Arbeitnehmenden gültigen kantonalen Mindestlohnes von CHF 4'200 für eine Vollzeitstelle (ca. CHF 24 pro Stunde)?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
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Commentaire
Die Idee ist richtig, die Zahl braucht Kontext. CHF 4'200 in Chur ist nicht dasselbe wie CHF 4'200 in Vals. Lebenshaltungskosten, Branchen und Betriebsgrössen unterscheiden sich stark. Ein kantonaler Mindestlohn setzt eine wichtige Untergrenze, sollte aber mit Augenmass eingeführt werden, mit Übergangsfristen für kleine Betriebe und Branchen unter Druck.
Kontrolle Lohngleichheit Frauen/Männer
Befürworten Sie eine strengere Kontrolle der Lohngleichheit von Frauen und Männern (z. B. bei Unternehmen, die kantonale Aufträge erhalten)?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
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Commentaire
Freiwilligkeit hat nicht funktioniert. Die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern besteht seit Jahrzehnten, trotz gesetzlicher Grundlage. Wer den Hebel bei öffentlichen Aufträgen ansetzt, braucht kein neues Gesetz, sondern nur den politischen Willen, das bestehende durchzusetzen. Das ist machbar, messbar und längst überfällig.
Service Public im ländlichen Raum
Soll der Kanton das Service-Public-Angebot (z. B. öffentlicher Verkehr, Verwaltungsdienstleistungen) insbesondere in ländlichen Gebieten stärker unterstützen?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
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Commentaire
Ohne Service Public stirbt die Peripherie. Wer keinen Bus hat, zieht weg. Wer wegzieht, fehlt als Steuerzahler, als Arbeitskraft, als Kunde des lokalen Gewerbes. Die Kosten für schwachen Service Public sind unsichtbar, aber real. Investitionen in Grundversorgung sind Investitionen in die Überlebensfähigkeit des ländlichen Graubünden.
Steueranreize für Ansiedlung neuer Firmen
Soll der Kanton Graubünden die Ansiedlung neuer Firmen im Kanton steuerlich unterstützen?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
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Commentaire
Steuererleichterungen für Neuzuzüger klingen attraktiv. Aber sie funktionieren nur, wenn die Grundbedingungen stimmen: Infrastruktur, Fachkräfte, Lebensqualität. Wer nur mit tiefen Steuern lockt, zieht Firmen an, die beim nächsten besseren Angebot weiterziehen. Nachhaltige Ansiedlungspolitik braucht mehr als einen Steuerrabatt.
Weniger Regulierungen für Unternehmen
Sollen Kanton und Gemeinden die Regulierungen und Auflagen für Unternehmen reduzieren (z. B. bei Bau- und Lärmvorschriften)?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
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Commentaire
Weniger Regulierung klingt gut, bis man fragt: welche? Bau- und Lärmvorschriften schützen Nachbarn, Natur und Lebensqualität. Sinnvoll ist, was unnötige Doppelspurigkeiten abbaut und Verfahren beschleunigt, ohne Schutzstandards zu senken. Der Unterschied zwischen Entbürokratisierung und Deregulierung ist entscheidend.
Unterstützung Bergbahnen
Befürworten Sie eine stärkere finanzielle Unterstützung des Kantons zugunsten von kleineren und mittleren Bergbahnbetreibern?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
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Commentaire
Nicht jede Bergbahn ist zu retten, und nicht jede sollte es sein. Aber dort wo eine Bahn das wirtschaftliche Rückgrat einer Gemeinde ist, trägt der Kanton Mitverantwortung. Gezielte Unterstützung für lebensfähige Betriebe in strukturschwachen Regionen ist sinnvoll. Giesskanne ist falsch, Aufgabe ist auch falsch. Es braucht Kriterien, keine Pauschalantwort.
Umwelt & Energie
Lockerung Umwelt- und Landschaftsschutz
Finden Sie es richtig, dass für den Ausbau von erneuerbaren Energien die Vorschriften des Umwelt- und Landschaftsschutzes gelockert werden?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
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Die Energiewende braucht Tempo, das stimmt. Aber pauschale Lockerungen des Landschaftsschutzes sind der falsche Weg. Was es braucht, sind schnellere Verfahren, nicht schwächere Kriterien. Einzelfallprüfung statt Ausnahmeregelung. Graubünden kann beides haben: erneuerbare Energie und intakte Landschaft. Aber nur, wenn sorgfältig geplant wird.
Ausbau Windkraft
Befürworten Sie den weiteren Ausbau von Windkraftwerken im Kanton?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
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Windkraft ja, aber nicht überall und nicht um jeden Preis. Graubünden lebt von seiner Landschaft. Schlecht platzierte Anlagen schaden dem Tourismus, der Natur und dem Rückhalt in der Bevölkerung. Richtig geplante Windparks an geeigneten Standorten, mit echter Mitsprache der Gemeinden, sind vertretbar. Der Prozess entscheidet, nicht die Technologie.
Anreize statt Verbote in der Klimapolitik
Soll der Kanton zur Erreichung der Klimaziele grossmehrheitlich auf Anreize und Zielvereinbarungen statt auf Verbote und Einschränkungen setzen?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
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Anreize funktionieren besser als Verbote, wenn sie gut gestaltet sind. Wer belohnt statt bestraft, schafft Akzeptanz und Eigenverantwortung. Aber Anreize allein reichen dort nicht, wo der Markt systematisch versagt. Ein kluger Mix ist das Ziel: Anreize wo möglich, klare Leitplanken wo nötig. Nicht ideologisch, sondern pragmatisch.
Verkehr & Raumplanung
Einschränkung Umwandlung Erst- in Zweitwohnungen
Befürworten Sie, dass der Kanton Graubünden die Umwandlung von altrechtlichen Erstwohnungen in Zweitwohnungen einschränkt?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
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Die Umwandlung altrechtlicher Erstwohnungen in Zweitwohnungen untergräbt, was der Zweitwohnungsartikel erreichen wollte: lebendige Dörfer, bezahlbarer Wohnraum, echte Besiedelung. Einschränkungen sind berechtigt, müssen aber verhältnismässig sein und Härtefälle berücksichtigen. Das Ziel ist klar: Wohnraum für Menschen, die wirklich hier leben.
Verdichtetes Bauen
Befürworten Sie eine stärkere Verdichtung der bestehenden Siedlungszonen (z. B. verdichtete Überbauungen, höhere Gebäude)?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
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Commentaire
Verdichtung ja, aber mit Augenmass und Ortskenntnis. Was in Chur sinnvoll ist, passt nicht nach Scuol oder Ilanz. Verdichtete Überbauungen müssen zur Struktur des Dorfes passen, Freiräume erhalten und die Lebensqualität der Bevölkerung berücksichtigen. Das Ziel ist nicht maximale Dichte, sondern smarte Nutzung des vorhandenen Raums.
Verbot Tempo 30
Befürworten Sie ein Verbot von Tempo 30 auf verkehrsorientierten Strassen innerorts?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
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Commentaire
Tempo 30 gehört nicht überall, aber auch nicht verboten. Auf echten Durchgangsstrassen mit hohem Verkehrsaufkommen kann Tempo 30 den Verkehrsfluss beeinträchtigen. In Wohnquartieren und auf Schulwegen ist es sinnvoll und wirksam. Die Entscheidung gehört in die Hände der Gemeinden, nicht in ein kantonales Verbot. Subsidiarität statt Verbotspolitik.
Förderung motorisierter Individualverkehr
Befürworten Sie zusätzliche Massnahmen zugunsten des motorisierten Individualverkehrs (z. B. Ausbau Isla-Bella-Tunnel, Kapazitätsausbau, Parkplätze)?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
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Commentaire
In einem Flächenkanton wie Graubünden ist das Auto keine Wahl, es ist oft die einzige Option. Das muss man anerkennen. Aber Kapazitätsausbau allein löst kein Verkehrsproblem, er verschiebt es. Mehr Spuren bedeuten mehr Verkehr. Sinnvoller ist, was Engpässe beseitigt ohne neue zu schaffen, und was den öffentlichen Verkehr gleichzeitig stärkt.
Werthaltungen
Freie Marktwirtschaft
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Von einer freien Marktwirtschaft profitieren langfristig alle."
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Commentaire
Die Aussage enthält Wahrheit und Ideologie zugleich. Märkte sind mächtige Koordinationsinstrumente, sie schaffen Effizienz, Innovation und Wohlstand. Aber sie haben blinde Flecken: öffentliche Güter, Externalitäten, Machtkonzentration. Wer sagt, alle profitieren langfristig, muss auch sagen: unter welchen Bedingungen, mit welchen Regeln, und wer definiert langfristig. Ohne diese Antworten ist die Aussage ein Versprechen ohne Adresse.
Umweltschutz
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Ein stärkerer Umweltschutz ist notwendig, auch wenn er zu Lasten des Wirtschaftswachstums durchgesetzt werden muss."
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Commentaire
Ja. Wer Umweltschutz gegen Wirtschaftswachstum ausspielt, stellt die falsche Frage. Aber wenn es wirklich eine Wahl ist, dann ist sie klar: Eine Wirtschaft ohne intakte Ökosysteme ist keine Wirtschaft, sie ist Liquidation. Wir verbrauchen Kapital und nennen es Wachstum. Graubünden weiss das besser als die meisten: Gletscher, Wasser, Landschaft sind keine Kulisse, sie sind Grundlage. Wer sie opfert, opfert die Zukunft.
Commentaire
Ab dem 1. Januar 2026 führt der Kanton Graubünden ein neues Förderinstrument für den Bau preisgünstiger Mietwohnungen ein. Der Kanton kann gemeinnützigen Wohnbauträgerschaften zinsvergünstigte, rückzahlbare Darlehen für Projekte, die im Kanton Graubünden realisiert werden, gewähren. Nutzt diese Möglichkeit!