Yanik Naré
Sozialdemokratische Partei | 06.04
Sozialstaat, Familie & Gesundheit
Preisgünstiger Wohnraum
Soll der Kanton Graubünden zusätzliche Massnahmen ergreifen, um günstigen Wohnraum zu fördern (z. B. Verkaufsverbot kantonaler Liegenschaften, stärkere kantonale Eingriffe in den Immobilienmarkt)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
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Erhöhung Kinder- und Ausbildungszulagen
Aktuell betragen die Kinderzulagen CHF 240 und die Ausbildungszulagen CHF 290. Soll der Kanton Graubünden diese erhöhen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Kinder und Ausbildung sind keine Privatsache, sondern eine Investition in unsere Gesellschaft. Wer Familien entlastet, stärkt Zusammenhalt und Zukunftschancen.
Verschärfung Sozialhilfe
Befürworten Sie eine Verschärfung des Sozialhilfegesetzes (z. B. Begrenzung der Zulagen, tieferes Existenzminimum)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
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Kommentar
Sozialhilfe muss das Existenzminimum sichern und Menschen in schwierigen Situationen auffangen. Zusätzliche Kürzungen lösen keine Probleme, sondern verschärfen Armut und Ausgrenzung.
Erhöhung Prämienverbilligung
Soll die Prämienverbilligung erhöht werden, sodass niemand mehr als 10 Prozent seines verfügbaren Einkommens für die Krankenversicherung bezahlen muss?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
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Kommentar
Gesundheit darf nicht vom Lohnzettel abhängen. Wenn immer mehr Menschen an den Fixkosten zerbrechen, verliert Politik ihren sozialen Auftrag.
Stärkung kantonale Spitalplanung
Befürworten Sie eine stärkere Steuerung der Spitalplanung und Gesundheitsversorgung durch den Kanton (z. B. Konzentration der Gesundheitsleistungen)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
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Kommentar
Eine bessere kantonale Planung kann Qualität und Effizienz im Gesundheitswesen stärken, besonders bei spezialisierten Angeboten. Gleichzeitig muss die Grundversorgung in allen Regionen Graubündens gut erreichbar bleiben.
Medizinische Grundversorgung Randregionen
Soll der Kanton mehr zur Sicherstellung der medizinischen Grundversorgung in Randregionen unternehmen (z. B. durch die finanzielle Unterstützung von Hausarztpraxen)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
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Kommentar
In einem Kanton wie Graubünden ist eine gute Grundversorgung in allen Regionen zentral. Für mich ist wichtig, dass der Wohnort nicht über die Qualität der medizinischen Versorgung entscheidet.
Schule & Bildung
Förderung Kinderbetreuung
Soll der Kanton Graubünden familienergänzende Betreuungsstrukturen finanziell stärker unterstützen (Tagesstätten, Tagesschulen, Mittagstische usw.)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
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Kommentar
Gute Betreuungsstrukturen entlasten Familien, stärken die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und schaffen früh mehr Chancengleichheit. Gerade in einem Kanton wie Graubünden braucht es dafür verlässliche und bezahlbare Angebote.
Beteiligung an Studiengebühren
Soll sich der Kanton mit mindestens 20 Prozent an den Studiengebühren der höheren Berufsbildung (HF) beteiligen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
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Kommentar
Der Zugang zur höheren Berufsbildung soll von Motivation und Fähigkeit abhängen, nicht vom Einkommen. Wenn wir qualifizierte Fachkräfte wollen, muss Weiterbildung auch finanziell erreichbar sein.
Migration & Integration
Begrenzung der Wohnbevölkerung
Befürworten Sie die nationale Volksinitiative, welche die ständige Wohnbevölkerung in der Schweiz auf maximal 10 Millionen Menschen begrenzen will (Abstimmung vom 14. Juni 2026)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Diese Initiative gibt einfache Antworten auf komplexe Herausforderungen. Für Graubünden wäre sie riskant, weil wir in vielen Bereichen auf Menschen angewiesen sind, die hier arbeiten, mittragen und unsern Alltag mitprägen.
Gesellschaft, Kultur & Ethik
Ausbau Medienförderung
Befürworten Sie einen Ausbau der Medienförderung durch den Kanton (z. B. direkte Geldzahlungen an lokale Medien)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Lokale Medien sind wichtig für Demokratie, Zusammenhalt und Sichtbarkeit in allen Regionen Graubündens. Wenn Medienvielfalt verschwindet, verlieren vor allem kleinere Regionen und Sprachräume an Stimme.
Finanzen & Steuern
Steuersenkungen
Befürworten Sie Steuersenkungen auf kantonaler Ebene in den nächsten vier Jahren?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
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Kommentar
Steuersenkungen klingen zwar attraktiv, schwächen aber den Handlungsspielraum des Kantons. Für mich ist wichtiger, dass Graubünden in Wohnen, Gesundheit und Infrastruktur investieren kann.
Steuer auf Zweitliegenschaften
Soll der Kanton Graubünden im Zuge der Abschaffung des Eigenmietwerts eine zusätzliche Steuer auf Zweitliegenschaften ermöglichen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Es wäre falsch, wenn am Ende die Einheimischen für Steuerausfälle aufkommen, während Zweitliegenschaften geschont werden. Gerade für junge Menschen darf Wohnen nicht noch unerreichbarer werden.
Einfrierung Stellenbestand
Soll der Kanton Graubünden den Stellenbestand beim kantonalen Verwaltungspersonal einfrieren?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ein Einfrieren des Stellenbestands ist für mich der falsche Weg. Entscheidend ist nicht eine starre Zahl, sondern ob der Kanton seine Aufgaben zuverlässig erfüllen kann.
Steueranreize zur Erhöhung des Arbeitspensums
Soll die Erhöhung des Arbeitspensums durch zusätzliche Steueranreize gefördert werden (z. B. Abzüge bzw. Splitting für Vollzeitarbeit oder Förderung des Arbeitens nach Erreichen des Rentenalters)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Mehr Arbeitspensum lässt sich nicht einfach mit Steueranreizen erzwingen. Problematisch wird es dort, wo Familien steuerlich schlechter gestellt werden, weil jemand einen Teil der Betreuungsarbeit übernimmt.
Wirtschaft & Arbeit
Einführung Mindestlohn
Befürworten Sie die Einführung eines für alle Arbeitnehmenden gültigen kantonalen Mindestlohnes von CHF 4'200 für eine Vollzeitstelle (ca. CHF 24 pro Stunde)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Wer Vollzeit arbeitet, soll davon leben können. Ein Mindestlohn schützt vor Lohndumping und verhindert, dass tiefe Löhne am Ende von der Allgemeinheit mitgetragen werden.
Kontrolle Lohngleichheit Frauen/Männer
Befürworten Sie eine strengere Kontrolle der Lohngleichheit von Frauen und Männern (z. B. bei Unternehmen, die kantonale Aufträge erhalten)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Gleicher Lohn für gleiche Arbeit ist keine freiwillige Geste, sondern eine Frage der Fairness und des Rechts. Wer öffentliche Aufträge erhält, soll auch nachweisen, dass dieses Prinzip eingehalten wird.
Service Public im ländlichen Raum
Soll der Kanton das Service-Public-Angebot (z. B. öffentlicher Verkehr, Verwaltungsdienstleistungen) insbesondere in ländlichen Gebieten stärker unterstützen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Gerade in einem Bergkanton darf der Wohnort nicht darüber entscheiden, wie gut Menschen angebunden und versorgt sind. Ein starker Service public hält Regionen lebendig und schafft gleichwertige Lebensbedingungen.
Steueranreize für Ansiedlung neuer Firmen
Soll der Kanton Graubünden die Ansiedlung neuer Firmen im Kanton steuerlich unterstützen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
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Kommentar
Neue Firmen sind willkommen, aber nicht über pauschale Steuergeschenke. Wirtschaftsförderung soll an klare Bedingungen geknüpft sein und dort ansetzen, wo gute und nachhaltige Arbeitsplätze für Graubünden entstehen.
Weniger Regulierungen für Unternehmen
Sollen Kanton und Gemeinden die Regulierungen und Auflagen für Unternehmen reduzieren (z. B. bei Bau- und Lärmvorschriften)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
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Kommentar
Unnötige Bürokratie soll man abbauen. Aber Schutzstandards bei Lärm, Umwelt und Raumplanung darf man nicht einfach opfern.
Unterstützung Bergbahnen
Befürworten Sie eine stärkere finanzielle Unterstützung des Kantons zugunsten von kleineren und mittleren Bergbahnbetreibern?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
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Kommentar
Kleinere Bergbahnen sind in vielen Regionen mehr als ein Tourismusangebot, sie sind Teil der regionalen Infrastruktur. Unterstützung ist für mich dort sinnvoll, wo sie regionalen Nutzen stiftet und auf eine nachhaltige Zukunft ausgerichtet ist.
Umwelt & Energie
Lockerung Umwelt- und Landschaftsschutz
Finden Sie es richtig, dass für den Ausbau von erneuerbaren Energien die Vorschriften des Umwelt- und Landschaftsschutzes gelockert werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
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Kommentar
Der Ausbau erneuerbarer Energien ist wichtig, aber nicht um jeden Preis. Für mich braucht es gute Projekte an den richtigen Orten statt einen pauschalen Abbau von Umwelt- und Landschaftsschutz.
Ausbau Windkraft
Befürworten Sie den weiteren Ausbau von Windkraftwerken im Kanton?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Der Ausbau der Windkraft ist wichtig, wenn wir bei der Energieversorgung vorankommen wollen. Entscheidend ist, dass solche Projekte sinnvoll platziert sind und Rücksicht auf Bevölkerung und Landschaft nehmen.
Anreize statt Verbote in der Klimapolitik
Soll der Kanton zur Erreichung der Klimaziele grossmehrheitlich auf Anreize und Zielvereinbarungen statt auf Verbote und Einschränkungen setzen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
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Kommentar
Ich bin dafür, dass der Kanton wenn möglich zuerst mit Anreizen, Förderung und klaren Zielvereinbarungen arbeitet. Wo diese nicht ausreichen, braucht es aber weiterhin verbindliche Regeln, damit die Klimaziele auch tatsächlich erreicht werden.
Verkehr & Raumplanung
Einschränkung Umwandlung Erst- in Zweitwohnungen
Befürworten Sie, dass der Kanton Graubünden die Umwandlung von altrechtlichen Erstwohnungen in Zweitwohnungen einschränkt?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
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Kommentar
Wenn immer mehr Erstwohnungen zu Zweitwohnungen werden, fehlt Wohnraum für Menschen, die hier das ganze Jahr leben. Das verstärkt Abwanderung und Überalterung in unseren Dörfern.
Verdichtetes Bauen
Befürworten Sie eine stärkere Verdichtung der bestehenden Siedlungszonen (z. B. verdichtete Überbauungen, höhere Gebäude)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Wenn wir mehr Wohnraum wollen, kommen wir an einer gewissen Verdichtung nicht vorbei. Sie darf aber nicht schematisch erfolgen, sondern muss ortsverträglich bleiben und die Lebensqualität erhalten.
Verbot Tempo 30
Befürworten Sie ein Verbot von Tempo 30 auf verkehrsorientierten Strassen innerorts?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
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Kommentar
Das ist für mich eine unnötige Diskussion. Gemeinden sollen dort handeln können, wo es um Sicherheit, Lärmschutz und Lebensqualität geht, statt dass man aus Prinzip etwas verbietet.
Förderung motorisierter Individualverkehr
Befürworten Sie zusätzliche Massnahmen zugunsten des motorisierten Individualverkehrs (z. B. Ausbau Isla-Bella-Tunnel, Kapazitätsausbau, Parkplätze)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
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Kommentar
Mehr Kapazität schafft meist auch mehr Verkehr und löst die Probleme deshalb nicht nachhaltig. Graubünden braucht vor allem bessere Alternativen, statt immer neue Anreize für noch mehr Autoverkehr zu setzen.
Werthaltungen
Freie Marktwirtschaft
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Von einer freien Marktwirtschaft profitieren langfristig alle."
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Kommentar
Marktwirtschaft ist wichtig, löst aber nicht jede soziale Frage von selbst. Damit möglichst viele profitieren, braucht es auch Verantwortung und klare Regeln.
Umweltschutz
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Ein stärkerer Umweltschutz ist notwendig, auch wenn er zu Lasten des Wirtschaftswachstums durchgesetzt werden muss."
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Kommentar
Nachhaltige Politik braucht einen langfristigen Ausgleich zwischen ökologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Interessen. Umweltschutz darf dabei nicht immer dem kurzfristigen Wachstum untergeordnet werden.
Kommentar
Wenn Einheimische keinen bezahlbaren Wohnraum mehr finden, fördert das die Abwanderung und schwächt ganze Regionen. Es ist deshalb im Interesse des Kantons, dieser Entwicklung mit den eigenen Mitteln entgegenzuwirken.